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Ihr Kinderwunsch steht zwischen uns

EXvqoluxzzer


Aber immer schwebt dieser Gedanke umher, ob sie denn wirklich die Richtige ist, ob nicht da draußen irgendwo jemand anderer ist, der besser passt… es ist so ein Drang danach mich endlich mal auszuleben, so wie viele das in ihrer Jugend machen, bis sie sich endlich niederlassen…

DIES sehe ich eigentlich als das eigentliche Problem. So lange es diese Gedanken gibt, wirst du dich nicht endgültig bei ihr wohl fühlen, von Kindern ganz zu schweigen. Hier würde ich ansetzen zu arbeiten, denn dieses Gefühl muss weg, sonst wirst du mit ihr nicht glücklich. Finde heraus, was dir "fehlt" und schau wie erstrebenswert und realistisch bzw. realisierbar dies ist.

Ich hoffe du stehst nicht irgend wann vor einem "Versehen" oder vollendeten Tatsachen, was die Verhütung betrifft.

D~ieDoTsism0achtdkasGixft


Nike Zoê

Ich bedaure eure Situation. Es ist ganz gleich, wie eine unfreiwillige Kinderlosigkeit zustande kommt, ein hartes Los, dass Beziehung unbelastet lässt. Ich kenne es aus der eigenen Familie, aber auch von engen Freunden und Bekannten. Wie sehr so eine Situation die Liebe belasten kann, ist unbestritten.

Hier in diesem speziellen Fall sehe ich allerdings einen gravierenden Unterschied. Der TE hat es seiner Freundin/Frau mehrfach freigestellt sich für einen anderen Weg zu entscheiden.

Sie wusste es, denn meine Unsicherheit war immer Teil unserer Auseinandersetzungen. Sie hatte immer die Hoffnung, dass ich mich eines Tages zu 100% auf sie einlassen kann.

Und wenn ich dann sage, "das wird nichts werden, dann bleibt wohl nur eine Trennung, damit du dir jmd. anderen Suchen kannst mit dem du schwanger wirst", dann sagt sie "ich will nur von DIR ein Kind"...

Diesen Worten entnehme ich, dass der TE die Risiken der Trennung kennt, und sich bewusst ist, dass es in diese Richtung hinaus laufen kann. Dennoch überwiegen der innere Stress und die Zweifel in Bezug auf den Kinderwunsch seiner Frau.

Es ist auch in meinen Augen kein blinder Egoismus aus persönlicher Bequemlichkeit oder einem Ruhebedürfnis heraus.

Ich habe irgendwann einmal gesagt, ich könne mir irgendwann mal Kinder vorstellen, aber je mehr ich darüber nachdenke und je das Szenario rückt, desto weniger möchte ich es.

1 Ich bin seit Jahren in Psychotherapie, leide an Sozialphobie und chronischer Depression.

Das sind für mich als Außenstehende handfeste Gründe und es ringt mir zumindest Respekt ab, wenn der TE sich über die Verantwortung für ein Kind vor dessen Zeugung und Geburt ernsthafte Gedanken macht. Er traut sich die verbindliche Verantwortung nicht zu und möchte nicht unter Druck gesetzt werden, überredet eine Entscheidung treffen, die er später sehr wahrscheinlich bereuen würde, wenn all das so beständig bleibt, was er über sich geschrieben hat.

Die Belastbarkeit durch ein Kind ist nicht zu unterschätzen, eine gewisse genetische Disposition bei einem durch ihn gezeugtes Kind ist nicht gänzlich auszuschließen.

Das was der TE über seine eigene Kindheit beschrieben hat, ist um es vorsichtig zu formulieren ein Martyrium, dass er sehenden Auges seinem Kind nicht zumuten will. Er kann sich schließlich auch nicht verbiegen, um ein Vater mit besseren Eigenschaften zu werden, als es ihm der eigene Vater ermöglichen konnte.

Zudem wäre klar, dass seine junge Frau immer der deutlich mehr belastete Elternteil wäre, weil ihr Mann psychisch instabil nicht gleichberechtigt für das Kind sorgen kann. Akut in einem Depressionsschub gefangen, hätte seine Frau eine Doppelbelastung, die schwer auszuhalten ist.

Ich habe solche Situationen mehrfach im Leben mitbekommen im sozialen Umfeld und das ist alles andere als eine leicht händelbare Problematik. Ein Kind kennt den Unterschied nicht und muss mit allen negativen Auswirkungen als emotional noch lernendes Wesen klar kommen, die sich aus so einer besonderen Situation ergeben und im Zweifel früher Verantwortung übernehmen als es seinem Alter entsprechend guttun würde. Unbelastet gelebt ist so eine Kindheit nicht. Der TE weiß es aus eigener Erfahrung und möchte es besser machen als sein Vater, in dem er Verzicht übt.

DoieDosis<machAtdasGifxt


dass keine Beziehung unbelastet lässt.

spensib$elmKanxn99


Prinzipiell läuft das ja auch sehr gut. Wir streiten kaum, alles ist harmonisch,

Nö, das ist keine Harmonie, sondern ein Stillhalteabkommen, weil du es genaugenommen vermeidest, über dein Vorstellungen von eurer Zukunft und eurem Jetzt klar zu reden.

Harmonisch wäre es, wenn bei einer offenen Aussprachen kein Streit mehr entstehen würde, weil ihr euch geeinigt habt.

Ich halte dich und dein Verhalten ziemlich unfair deiner Frau gegenüber. Und ja, es hat auch mit deinem Egozentrismus zu tun. Du hast deine Frau im Unklaren gelassen

denn meine Unsicherheit war immer Teil unserer Auseinandersetzungen

So kann man sich auch rausreden, wenn man es sich verkneift, offen und ehrlich die Wahrheit zu sagen und damit die Frau im Ungewissen zu lassen.

All die negativen Schlagzeilen, die mich tagtäglich umgeben, machen die Vorstellung schwer für mich, in diese Welt ein Kind zu setzen.

Mache mal einen Realitätsagleich. Die Apokalypsenphrasen hat es schon 1000-de Jahre gegeben- meistens von Wichtigtuern.

Die Realität und die "Realität der Medien" sind ziemlich unterschiedlich- da wird aufgebaucht, dramatisiert, entstellt, ...

Und lasse deinen Vater hier raus- du bist nicht dein Vater, sondern dein eigener Mensch.

smens3ibeldmann9x9


Korrektur:

aufgebaucht

aufgebauscht

NMikeG Zoê


Hallo DieDosismachtdasGift,

ich gebe Dir da in allem durchaus recht, mir war es dennoch wichtig, eine andere Facette aufzueigen, weil der TE so vielleicht mehr nachvollziehen kann, was es auch für seine Frau bedeuten würde.

Andererseits finde ich es schon auch fragwürdig, überhaupt zu heiraten, wenn man sich insgeheim nicht sicher ist, ob nicht noch etwas besseres kommt. So hat es der TE ja auch ausgedrückt. Das zum Beispiel war weder bei mir noch, soweit ich imstande bin, dies zu beurteilen, bei meinem Mann der Fall. Natürlich weiß man nie, was passiert, aber im Augenblick der Eheschließung sollte das "ja" schon eines aus ganzem Herzen sein.

Aber alles, was ich hier sage, ist meine Meinung, es gibt so viele Lebenskonzepte und Formen des Zusammenlebens, die alle nicht zu verurteilen sind, so lange sich beide damit wohl fühlen. Dass dies in dem Fall, zumindest für die Frau (und vielleicht auch für den TE selbst), dauerhaft der Fall sein wird, wage ich zu bezweifeln. Aber klar, von außen sagt sich vieles immer so leicht dahin, auch das kenne ich hinreichend aufgrund der vielen tollen Tipps bezüglich meiner Kinderlosigkeit.

D:ie$DosisvmachBtdasxGift


Was richtig ist Nike Zoê, weiß ich auch nicht. Die Situation ist für beide schwierig und alles andere als befriedigend. Das Menschen aus einer vermeintlich empfundenen Liebe menschliche Fehler machen, kann ich nicht verwerflich finden. Das passiert, immer wieder. Emotionale Abhängigkeiten spielen dabei manchmal sicher mit rein.

Schwierig als Außenstehenden Lösungen anzubieten für Lebenssituationen und Konzepte für den Weg der Beiden, wenn man selbst nicht in so einer Situation leben musste. Ich könnte wirklich nicht sagen, was genau für die beiden richtig oder falsch ist. Liebe macht viel möglich, Überwindung, positive Energie, Verzicht auf wichtige Ziele und mehr. Aber sie bietet sicher nie das Optimum für alle Lebensentscheidungen an. Auch, wenn das manchmal wünschenswert wäre für die Betroffenen.

V"eQrhuexter


All die negativen Schlagzeilen, die mich tagtäglich umgeben, machen die Vorstellung schwer für mich, in diese Welt ein Kind zu setzen.

:)^ Sehr gute Einstellung!

Kennt deine Frau diese drei Punkte?

Sie kennt all meine Gefühle diesbezüglich.

Dann sollte die vorherige Frage mit ja beantwortet werden. ;-)

Sie ist aber der Meinung, ich würde eines Tages schon ihren Wunsch erfüllen...

Wie kommt sie darauf? Nur weil sie dich auch bei allen anderen Dingen überredet hat? Wie fühlst du dich bei dieser Vorstellung?!

stellt auch schon mal Ultimaten bis wann Sie schwanger sein will

Wie lange hast du denn noch? Was ist danach?

AGndrecjkxa


Sorry, ich finde Du hast bei einem so wichtigen Thema nicht klar kommuniziert. Deine Frau hat Hoffnung, da Deine Aussagen immer wischi- waschi waren. Vielleicht und möglicherweise sind kein klares Nein. Im Endeffekt hälst Du sie seit zwei Jahren hin, das ist nicht gerade fair. Mach reinen Tisch, sag deutlich, dass Du keine Kinder willst und stell ihr frei zu gehen. Alles andere macht keinen von Euch glücklich.

BdiljlyNik


Ich habe irgendwann einmal gesagt, ich könne mir irgendwann mal Kinder vorstellen,

Und damit hast du in ihr die Hoffnung geweckt, dass sie mit dir eine Familie gründen kann und wird.

Wenn du das nun wirklich nicht (mehr) möchtest, dann solltest du ihr das ganz deutlich sagen. Sie in der Beziehung zu halten unter falschen Voraussetzungen, wäre sehr unfair. Genauso unfair finde ich allerdings diese Aussage:

"Wenn ich mich nur zwischen dir und einem Kind entscheiden kann, dann kann ich mich nur mehr umbringen"

Will sie damit ein Kind "erpressen"?

MQelexte


Adler85

Ich wäre sehr dankbar für eure Meinungen.

Ich kann gut nachvollziehen, warum du gegen ein Kind bist und ich finde sie in deiner psychischen Verfassung als die einzig richtige. Dass sich deine Frau in eine unlösbare Situation bringt, ist zwar traurig , aber nicht deine Verantwortung.

Das mag sie vielleicht nicht so meinen, ist aber emotionale Erpressung:

Sie hängt sehr stark an mir und könnte sich nicht vorstellen mich zu verlassen, auch wenn ich keine Kinder möchte, was sie in eine unlösbare Situation bringt. "Wenn ich mich nur zwischen dir und einem Kind entscheiden kann, dann kann ich mich nur mehr umbringen"

Sie macht sich Druck und gibt ihn dir weiter. Du hast ihr ja offensichtlich gesagt, dass du keine Kinder willst und anstatt die Konsequenzen zu ziehen, bleibt sie bei dir und du darfst dir jetzt mal ansehen, wie sie leidet, weil du ja kein Kind willst. Na bravo.

das stimmt, die endgültige Verbindlichkeit ist sicherlich meine größte Angst. Ich könnte mir schon vorstellen, dass sich Dinge wie generelle Zukunftsängste oder der Vergleich zu meinem Vater, wenn dann ein Kind da wäre, abschwächen oder aufheben könnten,... aber die gemeinsame Verantwortung und dadurch ewige Anbindung, diese Endgültigkeit wäre dann unbestreitbar da.

Nur ist das ja gar nicht spruchreif, weil du dir zum Glück bewusst bist, dass du im Moment gar nicht die Verantwortung für ein Kind übernehmen könntest. Die Verbindlichkeit für ewig und immer mit der Frau durch ein Kind verbunden zu sein, ist also gar nicht in Aussicht, wobei das ja dann immer noch dazu kommen würde.

Sie engt mich immer mehr ein und stellt auch schon mal Ultimaten bis wann Sie schwanger sein will.

Und wie reagierst du da?

es stresst mich momentan wirklich sehr...

Naja, dann wirst du ja sehen, wie lange du das noch mitmachst.

g*a!to


Du hast ihr ja offensichtlich gesagt, dass du keine Kinder willst und anstatt die Konsequenzen zu ziehen, bleibt sie bei dir

Also so eindeutig finde ich das nicht. Er hat zumindest früher mal gesagt, dass er sich Kinder vorstellen kann. Sie hat ihm ja offensichtlich gesagt, dass sie Kinder möchte und anstatt die Konsequenzen zu ziehen, heiratet er sie.

t=stor`m1k


@gato Sorry aber bist du des Lesens zu 100% mächtig? Scheint mir irgendwie nicht so. Ich hab mir den ersten Beitrag nun mehrmals durchgelesen und kann da nirgends etwas lesen, dass er doch noch irgendwie erwähnte oder die Hoffnung schürrte, dass er Kinder will.

Nicht böse gemeint, aber es kommt mir so vor, dass du dir Frauentypisch irgendwas zusammenreimst, was so hier nirgends zu lesen ist bzw etwas zwischen den Zeilen liest, das gar nicht da ist.

N)al'a8x5


"Frauentypisch" hat sie den Beitrag wohl besser gelesen als du.

Ich habe irgendwann einmal gesagt, ich könne mir irgendwann mal Kinder vorstellen

CMorteSauqvagxe


Ich habe irgendwann einmal gesagt, ich könne mir irgendwann mal Kinder vorstellen

Genau, das war sein Statement. Von der Logik mag da ein "vielleicht" gefehlt haben, falls der TE sich selber hier überhaupt richtig zitiert hat, aber es versteht sich ja von selbst, dass auch der TE nicht hellsehen kann.

Weiter ging dieses Zitat mit

aber je mehr ich darüber nachdenke und je das Szenario rückt, desto weniger möchte ich es.

Da hat sich seine Sichtweise eben leider in eine andere Richtung entwickelt, als seine Frau sich das erwünscht hat, was bei seinen Gründen kein Kind zu wollen ehrlich gesagt auch sehr wahrscheinlich war.

Inzwischen ist das zwischen den Beteiligten auch klar:

Und wenn ich dann sage, "das wird nichts werden, dann bleibt wohl nur eine Trennung, damit du dir jmd. anderen Suchen kannst mit dem du schwanger wirst",

Die Freundin hingegen versucht ihn von Anfang an auf ihre Linie hinzuquetschen:

(immerhin habe ich vielen ihrer Wünsche, wie zusammenziehen, heiraten, Haus kaufen, nach anfänglichen Zweifeln doch nachgegeben

"Wenn ich mich nur zwischen dir und einem Kind entscheiden kann, dann kann ich mich nur mehr umbringen"

Sie wusste es, denn meine Unsicherheit war immer Teil unserer Auseinandersetzungen. Sie hatte immer die Hoffnung, dass ich mich eines Tages zu 100% auf sie einlassen kann.

Wir haben schon sehr viel über das Thema diskutiert. Sie kennt all meine Gefühle diesbezüglich.

Sie ist aber der Meinung, ich würde eines Tages schon ihren Wunsch erfüllen...

Sie engt mich immer mehr ein und stellt auch schon mal Ultimaten bis wann Sie schwanger sein will.

Und wenn ich dann sage, "das wird nichts werden, dann bleibt wohl nur eine Trennung, damit du dir jmd. anderen Suchen kannst mit dem du schwanger wirst", dann sagt sie "ich will nur von DIR ein Kind"...

Adler, wie verhütet ihr? Pass mal auf, dass es da keinen "Unfall" gibt.

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