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Zweckehe lebbar, oder nicht?

B%ate+r xW.


Viele Frauen, die mit so einem Gewalttäter zusammenleben, leben in Angst und Schrecken vor dem Kerl.

Wie kann man nur so leben?

Das Kind bekommt alles mit, auch dass du Angst vor seinem Vater hast. Was für ein Frauenbild lebst du da vor?

Was lernt dein Kind von euch? Beziehung ist immer dann, wenn der Vater die Mutter verprügelt und sie voller Angst durch die Wohnung schleicht?

p.lac es


Ich hoffe, wir lesen nicht in ein paar Monaten in der Zeitung, dass er dich oder deinen Sohn erschlagen hat.

p8ainet-oit-colJourf[uxl


Was mich an der ganzen Situation erschreckt ist, dass du, Sheilagh, vehement behauptest, dass euer Sohn von den ganzen Vorfällen nichts mitbekommt. Selbst wenn die Türen zu sein sollten oder was auch immer, kann ich mir nicht vorstellen, dass Schläge und Tritte lautlos abgehen. Oder lässt du dir das alles stillschweigend gefallen? Wie hier schon geschrieben wurde: ihr könnt machen was ihr wollt. Aber wenn ein Kind betroffen ist, muss man sehen, dass alles getan wird, um Schaden von dem Kind abzuwenden. Ich kann als Erwachsene schon nicht hinsehen, wenn im Fernsehen Gewalt gezeigt wird. Wie muss sich erst ein kleines Kind fühlen, wenn es das regelmäßig erleben muss? Versetzt du dich eigentlich mal in die Lage deines Sohnes?

Es ist traurig, dass du da nicht über den Tellerrand hinausguckst. Und das alles nur, um deinen Komfort nicht aufzugeben. Das finde ich im höchsten Maße egoistisch und vor allem sträflich deinem Sohn gegenüber.

Genauso schlimm finde ich übrigens das Verhalten des Vaters, der sich nicht einmal im Beisein seines Sohnes zusammenreißen kann. Was seid ihr nur für Eltern :|N .

gdato


Was ich am schlimmsten finde, ist diese Heuchelei. Ich erinnere mich jedesmal an einen Faden, wo eine Mutter aufgrund einer familiären Extremsituation Probleme mit ihrem Mann hatte (der sie nicht geschlagen hat) und du immer wieder Druck ausgeübt hast und wie schlecht du von ihr denkst, weil sie sich das gefallen lässt. Immer wieder hast du sie gedrängt, wie sie sich so von ihm behandeln lassen kann. Wenn du das vergessen hast und Interesse hast, kann ich dir den Faden gerne per PN noch mal verlinken.

Und Fremdbetreuung unter 3 ist schlecht, aber ein Vater der einen Raum weiter die Mutter verprügelt und ein kühles, ditanziertes und liebloses Zusammenleben scheinst du für keine Gefahr zu halten.

Mich würde wirklich interessieren, was dabei in dir vorgeht und wie du das zusammen bringst. Vielleicht kann ich es dann besser nachvollziehen.

V=ers=chw-pcraktjikxer


Sheilagh 23.04.18 13:13

Ganz banal: Reifenwechsel vs Kinderkleiderkauf und -Verkauf

Aus einer ehemaligen, allumfassenden Liebe wird eine Wohngemeinschaft, ein Projekt mit wenigen gemeinsamen Interessen (den Kleinen durchzubringen). Ich denke, dass ist auch unter Ehepartnern oft der Fall.

Wie beurteilt ihr das? Was ist eure Einstellung zu solch einem Arrangement?

Ich denke, es hängt vom Lebensalter ab. Junge Menschen möchten logischerweise die Liebe erleben, die Schmetterlinge im Bauch spüren, sich auf Abenteuer und Chancen einlassen. Reifere Menschen, die Abenteuer bestanden und Schmetterlinge mehrmals haben sterben sehen, kommen mit einer Zweck-Ehe oder Wohn-Gemeinschaft leichter zurecht.

Worauf soll ich da achten? Was kann zuträglich sein und helfen?

Achte darauf, dass du dein Eigenleben lebst. Trotz Unter- oder Mit-mieter sollte es dir möglich sein, deinen eigenen Bekanntenkreis aufzubauen und zu pflegen einschließlich Männer-Bekanntschaften.

s/ensipbewlmannx99


Junge Menschen möchten logischerweise die Liebe erleben, die Schmetterlinge im Bauch spüren, sich auf Abenteuer und Chancen einlassen.

Das möchte ich mit Mitte 50 auch immer noch- jeden Tag.

s}ensiEbelmxann99


Ich halte es für eine ungesunde Beziehung am Besten, wenn sich die Partner weit entfernen und sich möglichst nicht mehr wiedersehen. Jeder sollte sein Leben neu aufbauen- jeder richtige Neuanfang sollte auch so beginnen- die alte Soße sollte man möglichst weit hinter sich lassen und vergessen. Auch wenn es mit einem Kind schwieriger erscheint. Ich würde dringend einen Ortswechsel empfehlen, auch wenn es im ersten Moment müßig und beschwerlich erscheint.

Und ja, Kinder bekommen wesentlich mehr mit, als viele Erwachsene ahnen, sie realisieren oft auch viel stärker Mimik und Gestik der Eltern- von Gesprächen bekommen sie oft wesentlich mehr mit, als Eltern ahnen. Für die Kindesentwicklung ist eine gewalttätige Umgebung immer schlecht.

H'aBtscthepsuxt_


Mich würde wirklich interessieren, was dabei in dir vorgeht und wie du das zusammen bringst. Vielleicht kann ich es dann besser nachvollziehen.

Dies ist tatsächlich auch der Punkt, den ich am wenigsten verstehen kann. Ich habe dich, Sheilagh, oft so erlebt, dass für dich das Kind im Vordergrund steht und die Mutter im Zweifel untergeordnet ist (Stichwort Fremdbetreuung, Stillen). Und das finde ich nicht schlecht, ist eine Einstellung, die zwar anders ist als meine, aber für mich nachvollziehbar.

Daher ist für mich dieser Widerspruch so groß, lieber dem Kind eine "Zweckehe" vorzuleben, damit dem Kind ein Beziehungsmuster mitzugeben, das sehr ungesund ist und sich natürlich auch auf euer Kind auswirken wird. Und dann, als Steigerung, die gelebte Gewalt, bei der du negierst, dass euer Kind diese mitbekommt. Und selbst wenn nicht, es klingt für mich nicht danach, dass ihr beide, also ihr Eltern, dauerhaft steuern könnt, dass euer Kind nicht doch einmal Zeuge wird. Und, wenn das Kind größer wird, wird ihm selbstverständlich auffallen, wenn die Mutter Schmerzen hat, sich seltsam bewegt und die Atmosphäre geladen ist.

Deswegen, all dies machst du für dich, nicht für dein Kind. Sei so ehrlich.

M0onqsti


Sheilagh

Vor etwa sechs Wochen ist er wieder handgreiflich geworden. Diesmal sogar völlig aus dem Nichts heraus, sprich, es gab keinen Streit, niemand war laut es gab nur eine Meinungsverschiedenheit, wer denn für etwas zuständig ist.

Allein schon deshalb halte ich es für ausgeschlossen, dass eine Art Wohngemeinschaft/Zweckehe funktioniert. In Deiner Situation würde ich dringend zur räumlichen Trennung raten. Glaube bitte nicht, dass Euer Kind von Euren Konflikten nichts mitkriegt.

K*letvterpflapnGzbe80


Dies ist tatsächlich auch der Punkt, den ich am wenigsten verstehen kann. Ich habe dich, Sheilagh, oft so erlebt, dass für dich das Kind im Vordergrund steht und die Mutter im Zweifel untergeordnet ist (Stichwort Fremdbetreuung, Stillen). Und das finde ich nicht schlecht, ist eine Einstellung, die zwar anders ist als meine, aber für mich nachvollziehbar.

Daher ist für mich dieser Widerspruch so groß, lieber dem Kind eine "Zweckehe" vorzuleben, damit dem Kind ein Beziehungsmuster mitzugeben, das sehr ungesund ist und sich natürlich auch auf euer Kind auswirken wird. Und dann, als Steigerung, die gelebte Gewalt, bei der du negierst, dass euer Kind diese mitbekommt. Und selbst wenn nicht, es klingt für mich nicht danach, dass ihr beide, also ihr Eltern, dauerhaft steuern könnt, dass euer Kind nicht doch einmal Zeuge wird. Und, wenn das Kind größer wird, wird ihm selbstverständlich auffallen, wenn die Mutter Schmerzen hat, sich seltsam bewegt und die Atmosphäre geladen ist.

Nun das nennt man landläufig Wasser predigen und Wein saufen. Es ist halt viel einfacher andere für ihr Verhalten zu kritisieren, als das geforderte Verhalten selber an den tag zu legen. Das passiert den einen, weil sie selber noch nicht in so einer Situation waren als sie das Verhalten kritisiert haben. Teilweise ist es aber sogar so, dass gerade die Menschen die selber etwas machen andere dafür am meisten kritisieren, da sie ihre Wut auf sich an anderen auslassen, weil das leichter ist. Ein Beispiel dafür sind evangelikale Pfarrer die aufs Schärfste gegen Homosexualität schimpfen also total homophob auftreten und in Wirklichkeit selber schwul sind und sich mit Callboys treffen.

m(n9ef


Sheilagh kennt die Bewertungen der User hier doch im Grunde schon. Sie liegen ja auch absolut auf der Hand, springen einen förmlich an. Wenn man sowas schon schreibt:

Vor etwa sechs Wochen ist er wieder handgreiflich geworden. Diesmal sogar völlig aus dem Nichts heraus, sprich, es gab keinen Streit, niemand war laut es gab nur eine Meinungsverschiedenheit, wer denn für etwas zuständig ist.

glaubt man selbst nicht wirklich noch, da gäbe es eine Besserungstendenz und man könnte in Zukunft gut miteinadner auskommen.

Syheivlagxh


Hallo zusammen,

ich habe alle Beiträge gelesen.

Es sind einige Dinge dabei, die ich überdenken und für mich prüfen werde und möchte.

Vielen Dank besonders an Chomsky und DieDosis für Eire analytischen Beiträge.

Ich werde auf einige Dinge eingehen, aber nicht auf alle.

Es wurden auch wieder Dinge geschrieben, die einzig dazu bestimmt sind zu verletzen. Schade.

Und nein, ich habe kein Problem mit Gegenwind oder konträren Ansichten - ganz im Gegenteil.

Deshalb möchte ich auch all jenen danken, die es geschafft haben eine konträre Meinung trotzdem freundlich rüber zu bringen!


Allgemein:

Es herrscht hier kein bedrückendes oder "stummes" Klima. Wir lachen beide viel mit dem Kleinen, und falls es sich ergibt auch miteinander.

Es ist auch nicht so, dass (ja, wie nenne ich ihn nun?Nennen wir ihn einfach "Carl") Carl ausflippt weil das Essen nicht schmeckt, oder die Wäsche noch nicht gebügelt ist. Es kam in den letzten fünf Jahren insgesamt etwas fünf mal vor, und jedes Mal ging es um die Beziehungsebene. Mit aus dem "Nichts" meine ich keine nichtigen Anlässe, sondern dass aus einem Disput den ich für beziehungstecnisch nicht so relevant fand, für ihn Zündstoff enthalten war.

Er hat die Trennung übrigens akzeptiert.

Seine Therapie wird weitergehen, und ich hoffe für ihn, dass er seine Emotionen in den Griff bekommt.

Es ist ja zum Glück auch nicht so, als könnte man getroffene Entscheidungen nicht wieder ändern.

Leider fehlt mir gerade die Zeit auf einzelne Beiträge einzugehen, das werde ich aber später nachholen.

Bis dahin! @:)

CEarSama-la 3


Das klingt einerseits schlüssig. Wenn die Beziehungsebene für Gewalt gesorgt hat und diese jetzt raus ist, ist es möglich in einer Wohngemeinschaft zu leben und den Alltag und seine Anforderungen miteinander zu teilen, sofern nebenbei eine Therapie gemacht wird. Es ist einfacher zu zweit den Alltag zu meistern, als alleine, wenn man nicht ein sozial umfangreiches Umfeld hat, dass hier den nötigen Ausgleich geben kann. Gute Freunde wachsen auch nicht auf den Bäumen und auch sie haben Ansprüche an eine Freundschaft, die aus einem Geben und Nehmen besteht.

So kann eine Wohngemeinschaft ohne gegenseitige Beziehungsansprüche, durchaus besser funktionieren, als so manche Beziehung, die einige Defizite aufweist.

Auf der anderen Seite ist das evt. ein dünnes Eis auf dem man sich bewegen kann, wenn man nicht alle möglich auftauchenden Varianten durchdenkt, z.B. neue Beziehung bei dir und bei ihm. Eifersucht ausgeschlossen? ect.

Ich wünsche alles Gute für den weiteren Verlauf.

G%raó grafmán


Gute Freunde wachsen auch nicht auf den Bäumen

Stimmt.

Wie viele deiner guten Freunde haben dich schon mehrfach geschlagen und getreten? Und würdest du die Freundschaft nach einem gewalttätigen, strafbaren Übergriff noch immer als gut beschreiben?

Offensichtlich gewichtet ja jeder Mensch gewalttätige Übergriffe als mehr oder weniger. Die meisten würden wahrscheinlich den Kontakt soweit wie möglich abbrechen, einige würden den Täter anzeigen. Und wieder andere sehen rechtliche Konsequenzen als zu hart an und wollen in Freundschaft mit dem Täter zusammenleben.

Kann ja jeder machen, wie er meint. Nur das Kind halt nicht. Aber welches Kind sucht sich schon selbst aus, welches Leben es führen möchte..

CUhomszky


jedes Mal ging es um die Beziehungsebene

Nun, unter dieser Umschreibung kann man sich alles und nichts vorstellen. Mich macht stutzig, dass du mit eurer Trennung, die er nun akzeptiert hat, davon ausgehst, dass es diese Beziehungsebene nicht mehr gibt (und damit auch kein Risiko mehr für weitere Gewalttätigkeit).

Ganz ehrlich: wenn ihr die Beziehungsebene nach allem, was zwischen euch war, mit der ausgesprochenen Trennung wirklich komplett ausschalten könnt, ist das bemerkenswert und erinnert mich persönlich mehr an Maschine als an Mensch.

Das soll nicht verletzend gemeint sein und wenn das für dich so funktioniert, ist das gut. Fraglich ist jedoch ob dein Exmann auch so gestrickt ist, denn erfahrungsgemäß ist es furchtbar schwer nach einer Trennung alles was an Beziehungsebene mal da war, sofort wegzuknipsen. Grade Reizthemen und Triggerpunkte.

Ich z.B. bin meistens ein recht ausgeglichener Typ und habe keine ausgeprägte Neigung zu Aggresivität, aber es gibt tatsächlich Jahre nach der Trennung noch immer bestimmte Knöpfe, an denen meine Ex nur ganz sachte drehen muss und ich werde wahnsinnig. Obwohl wir geklärte Verhältnisse haben und grundsätzlich gut klarkommen, getrennt leben und bei uns weit weniger im Argen war als bei euch. Von Leuten in meinem Umfeld kenne ich das auch so ähnlich. Ist aber auch menschlich, wer kann das schon auf Knopfdruck einfach ausblenden, wenn man weiterhin mit der Person in Kontakt steht?

Dass es zwischen euch nun also keinerlei Beziehungsebene und keine Paarthemen mehr geben soll, weil der Trennungsmodus offiziell an ist, halte ich daher einfach für illusorisch.

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