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Kein Interesse an Beziehungen, ich kann Menschen nicht lieben

N[o ripsk -- .no xfear hat die Diskussion gestartet


Nachdem ich jahrelang dachte, ich bräuchte mal wieder eine Beziehung, stellte ich nach den letzten beiden gescheiterten Beziehungen fest:

Fakt ist, ich brauche gar keine Beziehung, ich will gar keine.

Warum ich das aber immer dachte war eher deswegen, weil es normal ist und sich so gehört. Nahezu jeder den ich kenne, ist liiert. Freunde, Kollegen. Alle reden darüber, was sie wann wo unternehmen, wo sie hinfahren, was sie planen, usw. Alle reden in der Wir-Form. Nur bei mir gibt es immer nur ein Ich.

Sich zu fühlen wie ein seltsamer Exot, das war das Problem, wodurch ich mir einredete, sicherlich eine Beziehung zu wollen.

Nun hatte ich vor Langem jemanden kennengelernt, wir konnten uns nur am Wochenende treffen. Was war ich froh darüber! Die Beziehung hielt ein halbes Jahr. Zweifelsfrei hat er einige gravierende Fehler gemacht. Aber ich bin ehrlich zu mir selbst: Auch wenn er diese nicht begangen hätte, ich würde ihn sicher nicht (mehr) lieben.

Danach lernte ich jemanden kennen, der mich so unglaublich einengte, dass ich wirklich das Problem bekam, mich wie im Gefängnis zu fühlen, ich bekam richtig Angst.

Am Anfang einer Beziehung bin ich auch euphorisch und wirklich verliebt, das ist ja das, warum ich diese Beziehungen überhaupt eingehe. Aber es folgt auf das Verliebtsein keine Liebe, es folgt Ablehnung. Ich liebe niemanden, weil mir die Männer nach einer Weile einfach abstoßend vorkommen mit ihren nervtötenden Angewohnheiten. Jeder nervt auf seine Art. Und vor den meisten ekel ich mich nach einer Weile. Sie nerven einfach mit verschiedenen Eigenschaften, bis ich so abgestoßen von ihnen bin, dass ich Schluss machen muss uns beiden zuliebe.

Entweder sind es faule träge Trottel oder Kletten, die mich so einengen als würden sie mir einen Gürtel immer enger um den Hals schnallen. Dann muss ich mich davon befreien!

Wenn ich Single bin, kann ich so wunderbar viel erledigen. Ich komme im Leben voran. All die großen Dinge, die ich im Leben erreicht habe, habe ich immer als Single erreicht. Da habe ich Zeit, mich auf mich zu konzentrieren. Und niemand redet mir in was hinein. Und niemand will mir etwas wegnehmen!

Damals vor 2-3 Jahren, habe ich innerhalb kurzer Zeit zwei wichtige Dinge im Leben erfüllt.

Jetzt als Single bin ich auch gerade an zwei größeren Projekten dran, die ganz gut laufen.

In einer Beziehung kann ich sowas nicht, da habe ich die Zeit einfach nicht dafür. Habe da auch keine Zeit, mich weiterzubilden und über die Welt und auch mich Dinge zu lernen.

Mir wurde in letzter Zeit klar, dass gar nicht ich es bin, die eine Beziehung will! Es ist der Druck der Gesellschaft, der mich glauben ließ, eine zu wollen. Seit mir das klar wurde, fühle ich mich so frei und unbeschwert! Ich bin niemand, der alleine sein kann, ich bin jemand, der alleine sein MUSS um glücklich zu sein und eine innere tiefe Zufriedenheit zu spüren.

Das ist der Aspekt, der Beziehung und Partnerschaft betrifft.

Nun ist es aber auch so, dass mich Menschen in anderer Hinsicht nicht besonders berühren. Da gibt es ja auch noch Verwandte. Klar, ich mag sie sehr und wenn sie weg wären, wäre ich auch traurig. Aber lieben? Nein, ich sag es euch ehrlich, ich liebe gar keinen Menschen. :-)

Ich weiß was Liebe ist, deshalb kann ich es beurteilen. Meine Haustiere, die liebe ich. Das ist wirklich echte Liebe, die ständige Freude, sie zu sehen, dieses wunderbare Gefühl, wenn ich nur an sie denke, wie lieb und süß und brav sie sind und dass sie immer lustige Sachen machen. Da habe ich nie den Gedanken, ob es besser ohne sie wäre (alleine das hypothetische auszuschreiben ist schon unangenehm) weil ich unendlich glücklich und dankbar für sie bin x:) . Das ist reine Liebe, dieses Gefühl bei Menschen hatte ich nur zweimal in meinem Leben.

Bei meinem ersten Exfreund und bei meiner damaligen besten Freundin (also platonisch natürlich), die beiden bedeuteten mir alles. Da hatte ich das Gefühl der Unvergänglichkeit, unendlichem Zusammenhalt, keinerlei Zweifel. Das ist beides laaaange her, da war ich noch Teenager.

Ich bin kalt und gefühllos geworden was sowas betrifft, das sagt mir immer jeder Mann. Zwar bin ich mitfühlend wenn es anderen schlecht geht, da bin ich sogar sehr empathisch, aber das ist was anderes. Ich kann trotzdem niemanden aufrichtig lieben, das ist die Wahrheit.

Warum ich das hier schreibe ist nicht, weil ich irgendeinen Leidensdruck verspüre, denn ich liebe mein Leben so, als Single und eigenständiger Mensch. Ich schreibe das, weil ich glaube, dass andere Leidensdruck verspüren. Diejenigen, die um jeden Preis eine Beziehung wollen und sich dafür selbst aufgeben, oder diejenigen die bereits in einer Beziehung gefangen sind, die ihnen nicht gut tut (und sie das auch ahnen), sich aber nicht davon loslösen können. Entweder aus Gewohnheit oder gar aus Abhängigkeit.

Freiheit ist ein wunderbares Gefühl und das kann man glaube ich nur alleine haben oder in einer solchen perfekten Beziehung wie es sie vielleicht in 1 von 100 Fällen gibt.

Ich habe kein Interesse mehr, der allgemeinen Auffassung gerecht zu werden. Jetzt lebe ich (wieder) so wie ich es will und zwar schon eine ganze Weile. Nur so kann ich glücklich und zufrieden sein. Es ist eine Art innerer Einklang, wie eine Vollkommenheit.

Das soll einfach nur ein Gedanke sein, den ich hier aufschreibe und selbst jederzeit wieder lesen kann.

Liebe zu Menschen bindet! Und es will doch immer jeder frei sein.

Haustiere kann man gleichzeitig lieben und dennoch frei sein, man wird nicht eingeengt oder bevormundet, dennoch ist immer jemand zuhause über den man sich freut und den man über alles liebt, mit dem man kuscheln kann, ohne all die Nachteile einer Beziehung. Und zum Reden hat man Freundinnen, für Zweisamkeit kann man sich eine Affäre suchen wenn man überhaupt das Bedürfnis danach hat und für Chaos und eine ganze Ladung Mitmenschen hat man Kollegen ;-D .

Wer braucht eine Beziehung? ":/ Und warum?

Antworten
M$ariefCurie


Finde ich schön, dass es dir damit gut geht. @:)

Brauche ich eine Beziehung?! Nun ja - seit vielen Jahre bin ich in einer. Klar gibt es Höhen und Tiefen. ABER: In meiner Beziehung bin ich frei, mein Partner engt mich nicht ein, schreibt mir nichts vor. Alles was ich mit ihm mache ist vollkommen freiwillig. Deswegen führe ich diese.

Csod"einronmantixc


Ich bin auch sehr glücklich alleine. Ich komme mit Menschen (in der Form) nicht zurecht. Mich behindern Beziehungen nur.

V3erahuet?exr


Danach lernte ich jemanden kennen, der mich so unglaublich einengte, dass ich wirklich das Problem bekam, mich wie im Gefängnis zu fühlen, ich bekam richtig Angst.

Scheint dir ja nicht nur bei Beziehungen so zu gehen:

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/708226/]]

Und warum?

Der Alltag wird meist günstiger.

Pnacriwtxu


Ich kann Dich teilweise gut verstehen. Ich bin Single, und habe für mich festgestellt, dass ich eine "klassische" Beziehung nicht haben wollen würde, würde nie wieder mit einem Partner zusammenleben wollen. Auf der anderen Seite bin ich ein WG-Typ, und lebe gerne gemeinsam in einer Wohnung, aber ohne die tausend Erwartungen daran, wieviel Zeit gemeinsam verbracht werden muss... und wie ich meine Abende und Tage verbringe. Ausnahme davon ist mein Kind, aber auch der ist irgendwann groß und ich fühle mich nicht angebunden. Liebe? Ich glaube, romantisch geliebt habe ich meine "beste" Freundin als Teenager, und meinen ersten Freund. Meinen zweiten Partner... habe ich gemocht, geachtet, sogar bewundert - aber nicht mehr geliebt. Heute fühle ich mich schnell unfrei, und die Vorteile davon, Single mit guten Freunden / Mitbewohnern zu sein, aber meine Freiheit zu haben, überwiegen alles, was ich an Vorteilen aus einer Partnerschaft ziehen könnte.

Lieben tue ich Menschen schon, aber mit Ausnahme meines Kindes würde ich mein Leben nicht mehr nach einem anderen Menschen ausrichten wollen. Zusammensein schon, eben auch WG, aber keinen gemeinsam verplanten Alltag und Freizeit *grusel*

VVerhueqter


aber ohne die tausend Erwartungen daran, wieviel Zeit gemeinsam verbracht werden muss... und wie ich meine Abende und Tage verbringe

Was hattest du für komische Beziehungen bzw. was meinst du damit?

B)en6itaxB.


Nach dem Tod meines letzten Partners vor über 10 Jahre bin ich auch total glücklich allein. Dabei war das eine wunderbare Beziehung. Und gerade deswegen - das müßte ja erst einmal getoppt werden.

Ich reise durch die Welt, auch als alte Schachtel. Meine Freundinnen: wer verhandelt ist, die meisten sind kurz der goldenen Hochzeit, leben alle ihr Leben, zusammen, trotzdem einsam, die reden kaum noch, nerven sich an, sind zum Teil aneinandergebunden - auch wegen Krankheit, eine Generation, die sich auseinandergelebt hat und wegen spießiger Erziehung in den Nachkriegszeiten es auch bleibt. Man läßt sich nicht (mehr) scheiden....

Einen Mann in meinem Alter? Gottchen. Nö. So kann tun und lassen, was ich will, wann ich will.

Habe gerade einige alleinstehende Männer (Europäer, Nordamerikaner, Kanadier ) in Südamerika kennengelernt, die in Pension sind, die die Welt bereisen mit einem Wohnmobil. Nee, ausnahmslos irgendwie "anders", sprich merkwürdig, meine Freundin und ich, wir haben uns über die beömmelt. So was braucht kein Mensch.... Zum Teil ungepflegt, obwohl das Wohnmobil schon ein halbes Haus gekostet hat. Da sollte man doch denken, für ein Stück Seife wäre noch Geld übrig...

Oder mit weißen Tennissocken in Sandalen unterwegs. Kein Pep vorne, dafür Bierbauch, in Shorts besonders toll anzusehen....

Oder putzsüchtig, das Wohnmobil muß täglich poliert werden...

Nee, danke. Alles bestens so allein.

Und wieder in Deutschland: da begegnen mir die Opas,die schon vor 20 Jahren geistig wie 80 waren. Brauch ich auch nicht.

Unternehmungen mache ich mit Freundinnen oder sogar allein, war heute wieder schön essen, habe damit null Probleme, dabei kann man prächtig Leute beobachten. Und die wenigsten Paare scheinen wirklich happy zu sein.

PPari@txu


Ich hatte zwei Beziehungen,und habe einfach zum Beispiel nie gerne gemeinsam in einem Bett geschlafen, was zumindest für meinen ersten Partner sehr schlimm war. Dann die Erwartungen daran, gemeinsam zu essen, vor der Glotze zu hocken, was-auch-immergemeinsam zu unternehmen... Ich mache gerne etwas mit anderen, verabrede mich. Aber ich hasse es, wenn irgendetwas davon "selbstverständlich" wird. Und ich kann die Zeit mit jemamd anderem nur genießen, wenn ich genug Zeit (und damit meine ich Abende, Nächte, Tage, am besten eine Arbeitswoche) für mich habe. Ich freue mich gerne auf jemandem, aber nicht zum Alltäglich aufeinanderhocken und jeden Abend gemeinsam Abendessen... Treffen ja, gemeinsame Wochenenden ja, gerne Nächte - aber dann bitte meine Ruhe.

BMe-nitwaB.


wer verhandelt ist,

auch nett, aber es soll

wer verbandelt ist

heißen

shteppDo25


Die hier geäußerten Zeugnisse bestätigen mir (wieder, ausserhalb der eigenen persönlichen Erfahrung) dass die Welt ein total verk*ckter Platz ist - Frauen haben KEIN natürliches Bedürfnis (im Gegensatz zu Männern!!!) anzufassen und angefasst zu werden. Die Zukunft des unerwünschten Beta-Mannes liegt in Silikon-Frauen oder im Abschied. Sehr traurig! Für mich mit 61 Lenzen als Beta-Mann mit großer Nase, ist es ZU SPÄT, ich stehe GANZ DICHT vor dem irreversiblen Abschied.

N}o riskv -u no fexar


Steppo25

ahahahaha, was hast du denn eingenommen?

N&o riqsk - noV feaxr


Verhüter

Ja, meine Metapher für diese Gefühlsregung, mich nicht frei zu fühlen, ist eben "Gefängnis".

Ist das nun irgendwie für dich ein Dorn im Auge? Was hat mein damaliger sehr frustrierender Job damit zu tun?

Paritu

Du scheinst ziemlich ähnliche Ansichten zu haben wie ich :-D Endlich, es gibt noch jemanden, der das verstehen kann. :)^

P`arEitxu


Ich würde es jedenfalls nicht mehr einnehmen. Scheint psychisch nicht zu bekommen.

Und,doch, ich fasse gerne an und werde angefasst - und bin doch tatsächlich nichtmal aus Silikon

Pparitxu


Und Sex kann man doch tatsächlich auch wunderbar haben ohne daraus einen 24/7 Partnerschaft zu machen.

NNo ris8k - 1nzo fe~ar


Was mir in Beziehungen total auf den Geist geht:

- Dieses ständige Rede über alles. Wenn ich vorhabe, irgendwas zu tun, schreibe ich es meinem Partner, weil ich ihn ja an meinem Leben teilhaben lassen will. Ähm, nein sorry - soll. Nun schreibt man also die Pläne. Daraufhin folgen Ratschläge und Belehrungen, wie man was am besten machen soll. Dabei will man ihn ja gar nicht mit ins Boot holen, sondern lediglich Bericht erstatten weil sich das ja schließlich so gehört.

- Ich will nicht neben einem Menschen schlafen. Mein vorletzter Ex war das Exemplar Mensch, neben dem wohl keiner gerne schläft. Ewig laut geschnarcht, Platz weggenommen usw. Ich habe mich vor jeder Nacht schon richtig gedrückt, habe mich mit seinem Schnarchen angefreundet, da es für mich der Freibrief war, im Wohnzimmer schlafen zu dürfen, ohne dass er beleidigt war. Mein letzter Ex war eigentlich der perfekte Bettgenosse. Hat nicht geschnarcht, sich nicht viel umgedreht, war schön ruhig. Trotzdem, ich weiß nicht warum, aber ich kann es nicht leiden wenn noch jemand neben mir liegt, außer es ist ein Tier :-D Klar, die wollen auch nachts mal raus oder sind unruhig, so dass man geweckt wird, das ist aber völlig im Rahmen. Ansonsten sind sie einfach nur kuschelig. Und was so schön ist, man kann mit dem Tier in den Armen einschlafen, ganz behaglich und muss keine Angst haben, dass sie "mehr" wollen. Ich bin ja jetzt echt nicht der Typ Frau die einen Mann dauernd abweist. Aber in dem Moment, in dem eine Beziehung endet, denke ich mir Tag für Tag, bzw. Nacht für Nacht: Zum Glück gibt es niemanden, der jetzt was will...

- Dass man jedes Detail absprechen muss. Wann man Feierabend macht, was man einkauft, was man isst, was man abends macht, und und und.

Ich will einfach machen, was ich will! Und worauf ich spontan Hunger habe oder auch nicht. Es nervt einfach, wenn man ständig nach dem Willen eines anderen leben muss. Warum soll ich mindestens die Hälfte der Zeit Dinge tun, die der andere will, wenn ich auch die komplette Zeit tun kann, was ich will?

- Ich kann als Single nachts aufstehen und aufs Klo gehen ohne dass ein Partner davon wach wird und danach die wache Zeit nutzt, um einem Gespräche aufdrücken will, das nervt hoch 5!

- Wenn ich am Wochenende sehr früh aufwache, kann ich sofort aufstehen und putzen, ohne Gejammer von wegen, ob man nicht noch liegen bleiben kann

- Eine Beziehung steht mir immer im Weg und hindert mich am Vorankommen. Seien es die kleinen Dinge wie ein Zimmer frisch streichen, sein Hobby zu intensivieren, oder die großen Dinge, wie zum Beispiel sich im Leben was Großes aufbauen. Eine Immobilie kaufen, oder sich selbständig machen, oder oder oder

Beziehungen nehmen einem die Zeit, den freien Kopf und die Inspiration für die wichtigen Dinge des Lebens!

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