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Wie gut muss man eine Person kennen um sich in sie zu verlieben?

I2n"a0x03 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen zusammen,

sorry, nochmal so eine etwas kindisch anmutende Frage von mir in die Richtung, aber ich bin mir da einfach so unsicher! Und für Fragen ist ein Forum ja da :-D ;-)

Was glaubt ihr, wie gut man eine Person kennen muss, um sich in sie verlieben zu können? Bzw wieviele Dates sind nötig, um so etwas wie Gefühle zu entwickeln?

Ich habe zwei Bekannte, wir sind alle drei Ende 20. Die eine hat ihren Freund monatelang gedatet, sie sind dann irgendwann nach einem halben Jahr zusammengekommen.

Die zweite Freundin hat ihren Freund übers Internet kennengelernt,geschrieben,kurz (!) das allererste Mal getroffen und sie war anscheinend schon nach diesem ersten Date sehr in den Mann verknallt,nach dem zweiten Date waren sie dann ein Paar. Die Beziehung hält übrigens nach einem Jahr immer noch :-)

Besagte Freundin hat Hähme und Spott ohne Ende erhalten, wie das denn sein könne, sich in eine fast fremde Person zu verlieben und dann noch so schnell mit ihr zusammenzukommen, sie kennt die Person doch gar nicht. Was das Verlieben betrifft hat das meine bisherigen Ansichten etwas durcheinandergebracht ;-D Ich dachte mir bisher immer, da gibt es keine starren Regeln & wenn es funkt, dann funkt es eben. Stichwort "Liebe auf den ersten Blick."

Klar kennt man nach vielen Dates die Person besser und hat eine genauere Vorstellung von der Person, in die man dann auch nicht mehr ganz so viel reinprojezieren kann. Das schon, aber...gibt es da wirklich eine Allgemeinregel, dass man sich erst nach längerem Kennen/Kennenlernen und einem Mindestmaß an Treffen verlieben "darf" und kann?

Wäre mal interessant zu verstehen :-)

Was sind so eure Meinungen und Erfahrungen dazu?

Danke :-)

Antworten
E_volujzzer


Wäre mal interessant zu verstehen :-)

Es gibt zwei prinzipielle Vorgehensweisen: "Top down" und "bottom up". Das menschliche Gehirn funktioniert i.d.R. nach der "Top down" Methode, ein Computer funktioniert nach "bottom up". "Top down" bedeutet, du triffst einen Menschen und dein Gefühl sagt dir, dass ist mein Partner. Ein Computer hat kein "Gefühl", er sammelt so lange Daten und Informationen bis für ihn ein notwendiger Grenzwert/Mindestmenge erreicht ist, um dann ein Ergebnis zu liefern, nach dem Motto: könnte passen.

Das menschliche Gehirn nimmt also intuitiv eine Menge von Daten und Informationen vorweg, die sich im nachhinein erst bewahrheiten müssen. Der erste Eindruck/das erste Gefühl kann sich bestätigen oder eben auch nicht. Im Prinzip ist es hauptsächlich eine Frage der Qualität der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten und/oder eben auch Verblendung bzw. Wunschdenken.

DHieDosiosmacJhtdasxGift


Du, da hat jeder seinen eigenen Weg, das macht es vermutlich so leicht und schwer mit seinen Gefühlen in Einklang zu kommen.

Bei mir stellt sich, wenn ich jemand kennenlerne, auch außerhalb der Beziehungssuche eine Form von Urvertrauen ein. Entweder gleich oder nie. Das Verlieben kommt meist etwas später, mit dem Anwachsen des Vertrauens auf beiden Seiten.

Sympathie und Anziehung sind meist sofort feststellbar. Ich denke das passiert meist unterschwellig non verbal, der Rest je nach Intensität früher oder später, was mich angeht. Es gab da schon sehr unterschiedliche Szenarien.

Aber eins war immer stimmig, die Liebe siegt über Entfernungen, über Hürden und Themen, die im Weg stehen. Einfach ist etwas für Laien. Schwierig etwas für Profis. ]:D ;-D

Durch meinen sehr frühen Umgang mit behinderten Menschen im Leben, bin ich recht sicher im Lesen der Körpersprache, Mimik und zwischenmenschlichen Schwingungen.

Auch deswegen ist es nicht einfach mir etwas vorzumachen. Was zwischenmenschliche Irrtümer in meinem Fall eher selten macht.

Glück oder einfach gute Menschenkenntnis. Ich weiß es nicht. Aber es ist einfach so und gut für mich in Liebe und Freundschaft. :)z

Suapixent


Wenn es dafür Regeln oder einen Algorhythmus gäbe..... dann wären wir keine Menschen sondern Computer. Du bist Ende 20 schreibst Du - da wirst Du ja bestimmt auch schonmal verliebt gewesen sein und demnach selbst an Dir feststellen können, dass man dafür keinen Zeitrahmen oder eine Dateanzahl vorgeben kann.

Ienax003


Ja, war auch schon mal verliebt :-)

Was mich eben jetzt so irritiert hat, waren diese "du kennst doch diese Person noch gar nicht"-Sprüche meiner besagten Bekannten gegenüber.

Ich hatte davor wie gesagt auch immer eher den Eindruck, dass es beim Verlieben keine allgemeingültigen Regeln geben sollte...

B enitayBx.


Bei meinem 2. Mann war es Liebe auf den 1. Blick. Ich wußte sofort, der ist es. Und bei ihm war es ebenso, ein Herz und eine Seele, was der eine dachte, sprach der andere aus.

Bei den beiden anderen Männern, funkte es bei weiteren Treffen.

MAyrmqidone


Zitat von Evoluzzer

Das menschliche Gehirn nimmt also intuitiv eine Menge von Daten und Informationen vorweg, die sich im nachhinein erst bewahrheiten müssen. Der erste Eindruck/das erste Gefühl kann sich bestätigen oder eben auch nicht. Im Prinzip ist es hauptsächlich eine Frage der Qualität der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten und/oder eben auch Verblendung bzw. Wunschdenken.

Das hast du sehr anschaulich auf den Punkt gebracht!


Zitat von Ina003

Was mich eben jetzt so irritiert hat, waren diese "du kennst doch diese Person noch gar nicht"-Sprüche meiner besagten Bekannten gegenüber.

Aber manchmal begegnet man einem Menschen zum ersten Mal und glaubt irgendwie, ihn doch bereits zu kennen bzw. einschätzen zu können, wie er ist oder dass er zu einem selbst passen könnte.


Ich hatte beispielsweise nie an Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Doch als ich meinem heutigen Mann das erste Mal sah, hatte ich sofort das Gefühl: "Da ist er endlich. Der, auf den ich mein bisheriges Leben gewartet hatte; nach dem ich all die Jahre Ausschau gehalten hatte." Das ist nun über 24 Jahre her. Und natürlich kannte ich ihn zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht.


Vielleicht gibt es auch einfach keine Erklärung für so was?

s.ensibe/lma(nn9x9


Was ich ziemlich entscheidend finde: Der Kennenlernprozess ist kaum eine Zeitfrage- das Wesentliche kann man schon in wenigen Stunden wahrnehmen. Im Gegensatz dazu: Manche Menschen kennen sich auch nach Jahren des Kennenlernens nicht richtig.

CDhiomsk.y


Besagte Freundin hat Hähme und Spott ohne Ende erhalten, wie das denn sein könne, sich in eine fast fremde Person zu verlieben und dann noch so schnell mit ihr zusammenzukommen, sie kennt die Person doch gar nicht.

Häme und Spott von derselben Freundin, die auch behauptet, Männer finden Frauen nur schön, wenn sie mit ihnen in die Kiste steigen?

Ich dachte mir bisher immer, da gibt es keine starren Regeln & wenn es funkt, dann funkt es eben. Stichwort "Liebe auf den ersten Blick."

Es gibt auch keine starren Regeln, weil a) nicht alle Menschen gleich ticken und b) nicht auf jeden anderen Menschen auf gleiche Weise reagieren.

Es gibt Zack-Bumm-Bingo und es gibt Liebe, die sich langsam und Schritt für Schritt entwickelt. Natürlich auch noch jede Menge dazwischen.

Ich finde es schade, wenn eines von beiden abgewertet oder als komisch empfunden wird. Gefühle lassen sich nun mal nicht steuern. Ich persönlich habe auch schon beides erlebt und kenne auch in meinem Umfeld sowohl Beziehungen, die sich sehr schnell ergeben und welche, die sich erst mit der Zeit entwickelt haben.

Das sagt aber nichts etwas über die spätere Qualität und Tiefe der Beziehung aus.

gibt es da wirklich eine Allgemeinregel, dass man sich erst nach längerem Kennen/Kennenlernen und einem Mindestmaß an Treffen verlieben "darf" und kann?

Nö, natürlich nicht.

Wobei Verliebtsein und eine Beziehung führen auch zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. Verlieben kann man sich in wenigen Sekunden. Einander Kennenlernen und sich für eine Beziehung entscheiden braucht da schon etwas mehr, aber ich finde dafür kann man keine allgemein gültige Anzahl an Dates, gemeinsam verbrachten Stunden oder Tagen und ausgetauschten Informationen nennen. Ist nicht mess- oder vergleichbar, empfindet jeder anders und hängt von so vielen Faktoren ab. Also ist das alles total individuell.

Lass dich nicht von anderen verunsichern! :-)

LYucziT3x2


Liebe ist keine feste Emotion. Es hat viele Formen und Stadien. Daher ist die Frage nicht beantwortbar.

M_ons9ti


Luci

Das sehe ich genauso wie Du, wobei es im obigen Fall wohl eher um "Verliebtheit" geht. Daraus kann Liebe werden, muss aber nicht.

PEythoxnist


Um Liebe im tieferen Sinne geht es ja nicht. Sondern um verknallt sein / verliebt sein. Steht ja schon im Betreff.

Was glaubt ihr, wie gut man eine Person kennen muss, um sich in sie verlieben zu können?

Ich glaube, es braucht quasi überhaupt keine Kenntnis über die andere Persönlichkeit der Zielperson.

Bzw wieviele Dates sind nötig, um so etwas wie Gefühle zu entwickeln?

Kein einziges.

Ich glaube, Verlieben ist eine ziemlich einseitige Sache. Welche von Vorstellungen, Fantasien, Wünschen, Träumen, Illusionen lebt. Die z.B. aus dem Aussehen oder manchem Verhalten oder Umfeld der Zielperson abgeleitet werden (dafür braucht es weder Kenntnis noch Dates), und die von Übertragung und Projektion leben. Diese Gefühle, z.B. als Sehnsüchte, Lust, Verlangen, Erregung können direkt da sein.

Solange es gelingt, die "Zielperson" mit diesen eigenen Gedanken in der eigenen Gedankenwelt passend/deckend zu machen, kann sich auch jemand verlieben und verliebt bleiben. Selbst bei Ablehnung oder Nichtzurückverliebtsein des/der anderen, also auch bei mangelnder Erwiderung des Verliebtseins.

In die verheiratete Arbeitskollegin, mit der er nie ein Date hatte. In den an sich (von der Persönlichkeit her) völlig unbekannten Schauspieler oder Musiker als Idol. In die attraktive Tänzerin oder Sportlerin oder Frau an der Kasse oder Steuerberaterin.

Rlalphx_HH


Um sich zu verlieben genügt mitunter ein einziger Blick. Wenn man dann flirtet, sich kennenlernt und die Stimme, der Humor und vieles mehr zusammen passt, dann kann da großes draus werden. Muß aber auch nicht, wenn man nach der ersten Verliebtheit merkt, dass man so gar nicht zusammen passt.

Auf der anderen Seite bin ich relativ fest davon überzeugt, dass Beziehungen, wo die Liebe erst nach Wochen oder Monaten entstanden ist, keine große Zukunft haben. Beziehungen brauchen ein Feuer, Leidenschaft, Sex. Wo soll das herkommen, wenn man sich wochenlang beschnuppern kann, ohne dass man sich verliebt?

T(heBla-ckWixdow


Verliebtheit kann schnell gehen. Wenn man halt nicht zu viele schlechte Erfahrungen und großes Mißtrauen hat. Ich bin allerdings der Meinung, richtige Liebe muss wachsen.

Ibnfan?tin


Bei mir war das immer so, dass ich beim ersten richtigen Kontakt schon gespürt hab, ob da was zwischen uns ist oder nicht.

Das Zusammenkommen passiert aber in der Regel erst später.

Vorfreude ist ja auch eine der schönsten Freuden.

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