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Ich habe den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen -

AUbighail_x71 hat die Diskussion gestartet


- und nun fühle ich mich sehr einsam und verletzlich.

Hallo, liebes Forum,

ich schreibe das hier, weil es mir nicht gut geht und ich einfach reden möchte, vielleicht hört / lest ihr mir zu. Es fällt mir nicht leicht. Und ich fühle mich wirklich grade nicht gut.

:°(

Ich kann und möchte hier nicht meine ganze Geschichte aufschreiben, aber vielleicht gibt es hier Menschen, die so etwas durchgezogen haben, und denen es nach einer Weile besser ging?

Meine Familie tut mir nicht gut, sie macht mich krank, und ich habe schon als Kind gespürt, dass ich nicht passe. Jetzt ist es sehr schlimm und ich verliere nicht nur Mutter, Bruder, Nichte, sondern auch die eigene Tochter :°( Meine Tochter habe ich schon früher verloren, da habe ich auch Anteile dran. Aber treibende Kraft ist meine Mutter. Ich habe nicht aufgepasst und es nicht besser geschafft. Ich weiß auch nicht, warum sie so ist, und warum sie unter dem Deckmantel des Gutseins alles so total kaputt macht. Immer muss ich ein schlechtes Gewissen haben. Auch jetzt :°(

Ich kann echt nicht mehr.

Der Schritt der Lossagung ist sehr schwer, ich muss ihn aber durchhalten, sonst gehe ich vor die Hunde.

Leider konnte ich einen Termin bei einem Psychologen erst für August bekommen. Ich wünschte mir eine Begleitung durch diese harte Zeit.

Ist hier jemand, der Erfahrungen hat?

Nur zum Verständnis: ich hege keinen Groll gegen meine Familie. Meine Mutter ist, wie sie ist. Alle anderen können irgendwie damit umgehen, ich nicht. Ich gehöre irgendwie nicht dazu :°( Deshalb muss ich gehen. Ich möchte nur, dass sie aufhören, mir weh zu tun.

Antworten
DQanxte


Richtiger Schritt. Ich habe ebenfalls allen Kontakt zu meiner Familie abgebrochen und es noch keine Sekunde bereut.

Ich könnte mich jederzeit melden, aber ich weiß genau, dass nur das ewig gleiche Gelabere und die üblichen Lügen kommen würden, und darauf habe ich einfach keine Lust.

Es geht mir wesentlich besser ohne meine Familie.

Es mag am Anfang hart sein, aber du wirst sehen, mit jedem Tag wird es dir besser gehen.

HSinatta


Ich kann den Beitrag von Dante so wie er ist unterschreiben.

Seit der Scheidung meiner Eltern, dem Auszug aus dem Elternhaus, habe ich den Kontakt zu der Familie mütterlicherseits komplett abgebrochen. Sowohl zu meiner Mutter, als auch Bruder und Großmutter.

Nur zu meinem Vater hatte ich bis zu seinem Tod ein gutes Verhältnis.

Zu seiner Beerdigung ist außer mir, seinem Bruder & Frau, und meinen Freundinnen keiner gekommen.

Ich vermisse den Kontakt auch nicht, da ich genau weiss, wie es ablaufen wird. Und dazu bin ich mir definitiv zu schade.

Acbigai9l_x71


Danke, Dante, für deine Worte.

Es liest sich so leicht bei dir.

Mir tut es schrecklich weh, und ich bin schon Mitte 40. Warum hab ich das nicht früher getan?

Es war wie eine Sucht, immer und immer wieder dieselbe Erfahrung zu machen, dass man abgelehnt wird, das Dinge beschönigt werden, dass einfach keiner zu mir steht. Genau darum geht es, ich war ja eigentlich immer allein.

Warum macht mir das jetzt solche Angst?

ASbigai/lB_7x1


@ Hinata

Meine Eltern sind auch geschieden, nur leider hatte mein Vater nie Interesse an mir (sagt meine Mutter, er behauptet, dass es so nicht gewesen sei. Ich hab ihn erst mit 18 kennengelernt und da war dann irgendwie nie etwas draus geworden, er hatte seine eigene Familie)

Mein Stiefvater hat mir immer gesagt, dass ich dumm und hässlich bin. Meine Mutter hat mir das nicht geglaubt, dass er mich mobbt.

Heute, ich habe einen Beruf, bei dem ich in der Öffentlichkeit stehe und gut verdiene, würde er das nie wagen. Aber es hängt mir nach :°(

MEo;nsxti


Auch ich hatte den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen, und zwar über viele Jahre. Nicht zu allen, aber zu meinen Eltern und einem Teil meiner Geschwister. Ich strich alle, die mir nicht gut taten aus meinem Kontakten. Es tat mir SEHR gut.

Inzwischen wurde mein einst tyrranischer Vater zum schweren Pflegefall, meine narzisstische Mutter ist 87 und auch nicht mehr die Flotteste. Sie pflegt meinen Vater.

Nach 10 Jahren Funkstille nahm ich den Kontakt vor zwei Jahren wieder auf (zu zwei meiner Schwestern nicht). Der Kontakt ist nun aber oberflächlich und selten, nämlich nur zu Geburtstagen und gesundheitlichen Katastrophen. Reicht mir.

P_iMaH0x509


Ich bin 40 und bin gerade in der loslassphase. Allerdings war ich da schon öfters und es hat nie funktioniert. Ich wurde immer wieder schwach. Dann gab es eine kurze gute Phase und dann kam wieder alles wie immer.

Diesmal ist irgendwas anders. Ich vermisse diesmal nichts. Vielleicht h

Klappt es dann mal.

Es tut mir nämlich überhaupt nicht gut.

Ich bewundere jeden der es geschafft hat.

Wie alt ist deine Tochter?

A1b$igai@l_7x1


Wart ihr in einer geborgenen Situation, aus der heraus ihr den Bruch festgemacht habt, oder wart ihr allein?

Ich bin allein mit meinem Sohn. War bisher total beziehungsunfähig. Ich habe liebe Freunde, die mir zu dem Bruch auch geraten haben.

Und ich hoffe, dass ich nach diesem Strich auch saubere Bindungen werde eingehen können.

Wie lange hat es gedauert, bis es nicht mehr weh getan hat?

Hat sich eure Familie als Opfer gesehen? Also wurdet ihr als undankbar und asozial bezeichnet? Hattet ihr ein schlechtes Gewissen?

A'biJgaiPl_7x1


@ PiMa0509

Meine Tochter ist 26. Aber eigentlich, ich hab sie zwar zur Welt gebracht, ist sie das Kind meiner Mutter. Ich hab es damals zugelassen, weil ich sonst nicht hätte studieren können. Tja, es ist nun so, wie es ist :°(

Hqinaxta


Wart ihr in einer geborgenen Situation, aus der heraus ihr den Bruch festgemacht habt, oder wart ihr allein?

Wie lange hat es gedauert, bis es nicht mehr weh getan hat?

Hat sich eure Familie als Opfer gesehen? Also wurdet ihr als undankbar und asozial bezeichnet? Hattet ihr ein schlechtes Gewissen?

Ich habe schon früh in meiner Jugend entschieden, dass ich sobald ich kann, nichts mehr mit meiner Mutter / Oma zu tun haben möchte ich wurde gerne geschlagen, mein Bruder aber nie, da er das arme Bubchen war

Für die Oma war ich immer die "ungezogen", "böse", "herablassende", auch gerne "die undankbare". Und ich würde ja die "Familie im Stich lassen" (weil ich a) studiert habe, und b) später ins Ausland bin).

Meine Mutter war mir (und meinem Bruder auch, das muss ich dazu sagen), oft sehr gleichgültig gegenüber. Deshalb tat mir das nicht weh, als sie ausgezogen ist (sie war die treibende Kraft hinter der Scheidung, mein Vater konnte wegen gesundheitlicher Einschränkungen nicht so aktiv sein, wie er wollte)

Ein schlechtes Gewissen wurde mir oft versucht, einzureden, aber dank Therapie, ist das auch Geschichte.

Das hat mir auch sehr geholfen. Ich war mehrere Jahre in Therapie (Verhaltenstherapie) wegen Depressionen, die auf ein geschädigtes Mutter-Kind-verhältnis zurückzuführen waren)

PNiMa0x509


Mir wurde immer gesagt wie glücklich ich sein müsste so eine Familie zu haben. Daher habe ich lange nicht erkannt was mit mir tatsächlich gemacht wurde.

Wie geschrieben, es gab schon mehrere Versuche und nach ca. 6 Wochen tat es nicht mehr weh. Dann führten aber immer Situationen zu Kontaktaufnahme.

Diesmal tut es überhaupt nicht weh

cAaEnadxa69


@ Abigail_71

Ich habe vor sechs Jahren den Kontakt zu meiner Schwester und ihrem Mann ganz abgebrochen.

Auch ich habe es bis heute nicht bereut.

Ich war immer der Lückenbüßer für Sie.

Seit ich nichts mehr mit ihnen zu tun habe....geht es mir wesentlich besser und ich habe meine Entscheidungbis heute nicht bereut.

Ermot2ionaxle


Hat sich eure Familie als Opfer gesehen? Also wurdet ihr als undankbar und asozial bezeichnet? Hattet ihr ein schlechtes Gewissen?

Hi,

:)_ erstmal.

Wenn Du mich fragst, würde ich Dir raten, das Thema "Was denken und sagen ... von mir?" komplett aus Deinem Aufmerksamkeitsfokus zu streichen. Die glauben den ganzen Mist, den sie Dir erzählen, und natürlich wollen sie, dass Du das auch glaubst - für sie ist es schließlich "wahr" (und wenn es nur ist, weil sie wollen, dass es "wahr" ist, weil es für sie bequemer ist).

Alte Gewohnheiten können auch einschließen, sich nach Vorstellungen anderer Leute zu richten. Wenn Du aber beschlossen hast, dass Deine Welt eine andere sein soll - und mir scheint, das hast Du bereits beschlossen - gelten diese Vorstellungen anderer für Dich nicht mehr. Selbst wenn Du Dir Deine neue Welt erst bauen musst :)^

LG

AybigAailx_71


das Thema "Was denken und sagen ... von mir?" komplett aus Deinem Aufmerksamkeitsfokus zu streichen

Das sagt sich so leicht. Wie soll ich mich denn sonst wahrnehmen, wenn nicht durch die Spiegelung?

Die anderen kommen ja miteinander klar, nur ich mit den anderen nicht. Dann denke ich, mit mir stimmt was nicht. Wer sagt mir, dass meine Wahrnehmung die richtige ist?

Das Problem ist, dass ich meinen Fehler nicht finde. Und ich einfach nicht mehr kann und aus diesem Hamsterrad raus muss.

Ich mache mir aber auch Vorwürfe, weil ich weiß, dass die anderen, besonders meine Mutter, es nicht verstehen, und es als Bestätigung ihrer schlechten Meinung von mir sehen.

Ausschlaggebender Punkt war, dass in der letzten Auseinandersetzung mit ihr, sie sich im Ergebnis so mit Alk zugekippt hatte, dass ich Angst bekam, sie könne ernsthaft vergiftet sein. Ich hab es nur am Telefon mitbekommen, aber es erinnerte mich an meinen 25. Geburtstag, da hatte sie einen Selbstmordveruch demonstriert, weil ich da auch irgendwie scheiße zu ihr war, ich weiß aber nicht mehr, was da genau war, nur es war die Hölle :°(

Ich konnte die Nacht nicht schlafen, weil ich immer denken muss, dass ich als Mutter und als Tochter so scheiße bin.

Ich weiß auch nicht, wie ich diesen Gehirnfick loswerden kann.

Ich müsste eigentlich am Schreibtisch sitzen und arbeiten, aber ich kann mich nicht konzentrieren. Bis August ist echt noch lange hin.........

Ich gehe jetzt mit dem Hund spazieren, vielleicht hilft das.

Danke an euch, dass ihr das hier lest.

:)*

A8bi>gaixl_71


Wie lange dauert es, bis man sich an diesen Zustand gewöhnt?

Morgen ist Muttertag. Ich fühl mich so richtig schlimm schlecht :°(

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