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Frisch verliebt und plötzlich wird es kompliziert mit dem Sex

G8rünXgrau hat die Diskussion gestartet


Anfang des Jahres habe ich mich in einen tollen Mann verliebt, mit dem es auf Anhieb in jeder Hinsicht passte - auch sexuell. Ich kam aus einer langen Partnerschaft, in der ich auch jahrelang tollen Sex hatte, bis mein Ex an Depressionen erkrankte und schließlich durch die Lebensumstände, Medikamente etc. in den letzten 3 Jahren nichts mehr lief. Das war ein großes Problem für mich, denn ich bin ein sehr sinnlicher Mensch, der gerne Sex hat. Ich möchte diese Nähe zum Partner jedenfalls langfristig nicht missen. Es war nicht der einzige Trennungsgrund, aber durchaus ein entscheidender Aspekt, weshalb ich mich nach langem hin und her entschied, dass ich so nicht mehr mit ihm zusammen leben möchte.

Meinem neuen Partner habe ich das auch relativ früh erzählt. Ich bin keine Nymphomanin, aber Sex (Sinnlichkeit, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Nähe) ist mir wichtig. Er meinte, dass sich das gut treffen würde, denn in seiner letzten Partnerschaft bestand wiederum das Problem darin, dass sie kaum wollte. Wir haben uns also ziemlich Hals über Kopf ineinander verliebt und sind auch schnell miteinander im Bett gelandet. Es war phänomenal. Ich möchte keine Details nennen, aber wir haben schnell gemerkt, dass wir ähnliche Fantasien haben, die wir vorher noch nie ausleben konnten und so hatten wir in der ersten Woche täglich mehrfach Sex, in sämtlichen Varianten... wir haben viel über unsere Fantasien gesprochen und darüber, wie toll es passt, was wir noch alles miteinander erleben werden. Alles toll.

Dann fuhr ich 14 Tage in den Urlaub (war schon lange vor dem Kennenlernen gebucht und teuer, deshalb habe ich ihn nicht abgesagt - er konnte so kurzfristig leider nicht mitkommen) und seit ich zurück bin, ist alles anders :-( Im Urlaub hatten wir noch täglich Kontakt per WhatsApp und Telefon und er fantasierte viel herum, was wir alles anstellen werden, wenn ich nur endlich zurück bin. Das ist nun einen Monat her und seit meiner Rückkehr gab es keinen Sex mehr.

Am ersten Tag war er zu müde, weil ich mitten in der Nacht zurück kam. Ok. Am nächsten Morgen hatte er beruflich zu tun. Dann hatte er eine kleine Erkältung. Dann Zahnschmerzen. Usw. Das Kuriose: Er will jede freie Minute mit mir verbringen. Wir schlafen zusammen ein und wachen zusammen auf. Er will mich bei und um sich haben. Nur Sex gibt es nicht. Wir kuscheln, aber es regt sich nichts. Natürlich habe ich ihn nach ein paar Tagen darauf angesprochen und er sagte, er habe schon drauf gewartet, wann ich es zum Thema mache. Es sei so, dass er ziemlich ausgehungert gewesen wäre nach der letzten Beziehung. Deshalb ging so "die Post ab" in der ersten Woche. Aber prinzipiell sei er doch nicht soooo "sexhungrig" wie ich. Er bräuchte auch mal 2-3 Wochen keinen Sex.

Im Rahmen einer längerfristigen Partnerschaft fände ich das weniger ungewöhnlich, aber ich muss gestehen, dass es mich gerade in der Anfangsphase doch sehr irritiert, dass es nichts auslöst bei ihm, wenn wir so zusammen liegen und ich ihn berühre. Ich habe ihn deshalb gefragt, ob ich ihn eigentlich errege oder ob es mehr die Fantasien waren. Und immerhin hat er ehrlich geantwortet: Es sind tatsächlich eher die Fantasien, die ihn anturnen. Er wäre sehr verliebt in mich und würde meine Nähe genießen, aber es wäre bei ihm noch nie so gewesen, dass ihn eine Frau an sich "geil" macht. Er findet meinen Körper schön und schaut ihn gerne an, aber der Anblick alleine erregt ihn nicht. Es sind konkrete Handlungen und vor allem Situationen (Rollenspiele etc.)

Nun frage ich mich, wie ich damit umgehen soll. Ich fühle mich nicht begehrt und frage mich, ob das eine Zukunft hat. Es passt wirklich so gut im Alltag und tausend Dingen, aber gesagt zu bekommen, dass er mich eigentlich nicht erregend findet, sondern nur ganz konkrete Handlungen und Settings... das macht mir irgendwie zu schaffen. Vielleicht gehe ich aber auch zu sehr von mir selbst aus, denn bei mir ist es eben so, dass mich der Partner total anmacht. Sein Körper, sein Geruch, alles an und von ihm. Ich habe zwar auch viele Fantasien, aber gerade in der Verliebtheitsphase kommt es mir nicht sooo sehr auf bestimmte Techniken, Stellungen etc. an, sondern ich will einfach ihn mit Haut und Haaren.

Was meint ihr dazu? Kennt das jemand aus der Perspektive meines Freundes oder als Partner? Wie würdet ihr damit umgehen?

Ich glaube ihm auf der einen Seite zwar, dass das "schon immer" so war bei ihm, aber das Teufelchen auf meiner Schulter flüstert mir ständig zu: Wenn er DIE RICHTIGE trifft, dann wird es auch bei ihm anders sein, dann will er einfach sie und braucht nicht erst bestimmte Rahmenhandlungen, um Lust zu kriegen. Aber vielleicht irre ich mich auch und mache mir unnötig Gedanken?

Antworten
L*osXtgdirl_85


Er bräuchte auch mal 2-3 Wochen keinen Sex.

Das wäre für mich ein Trennungsgrund - und die Tatsache, dass er dir am Anfang etwas ganz anderes erzählt hat, ebenfalls. Ihr seid jung, in der Anfangszeit - da ist es sehr komisch, wenn man 2-3 Wochen auf Sex freiwillig verzichten möchte.

Ich hatte leider selber die Erfahrung mit meinem Ex-Freund gesammelt, dass er sich am Anfang auch als ein Sexgott präsentiert hat und er dann aufgrund tausend Gründe plötzlich nicht konnte und es ihm plötzlich doch nicht so wichtig war.

Befriedigt hat er sich dann selber mit Hilfe von Pornos, und ich wurde monatelang nicht berührt. Das Ende vom Lied war leider die Trennung seinerseits und die Aussage, er hätte mich eh nicht mehr geliebt.

s\ensibetlmtann9x9


gerade in der Verliebtheitsphase kommt es mir nicht sooo sehr auf bestimmte Techniken, Stellungen etc. an, sondern ich will einfach ihn mit Haut und Haaren.

Wenn er DIE RICHTIGE trifft, dann wird es auch bei ihm anders sein, dann will er einfach sie und braucht nicht erst bestimmte Rahmenhandlungen, um Lust zu kriegen.

Ich denke, dass es das trifft. Ich kenne, bzw. meine Frau kennt deine Situation zwar nicht, weil der Sex bei uns nie nachgelassen hat (auch nach über 30 Jahren nicht)- aber Techniken, Stellungen etc. waren und sind bei uns immer sekundär gewesen. Ich denke, wenn Stellungen und Techniken ein besonders großer Wert beigemessen wird, hapert es mit der Erotik/Liebe.

Hat dein Freund während deines Urlaubs vielleicht eine andere Frau "kennengelernt"?

GVrünUgrau


Das wäre für mich ein Trennungsgrund - und die Tatsache, dass er dir am Anfang etwas ganz anderes erzählt hat, ebenfalls. Ihr seid jung, in der Anfangszeit - da ist es sehr komisch, wenn man 2-3 Wochen auf Sex freiwillig verzichten möchte.

Das ist es eben auch, was mir Bauchschmerzen bereitet. Ich sagte ihm am Anfang, dass ich im Grunde täglich Sex haben könnte und er meinte noch, dass das ein Traum wäre. Ich bin wie gesagt nicht nymphoman, aber ich habe gerne Sex und auch wenn es nicht täglich sein muss - nochmal jahrelang am ausgestreckten Arm (ver)hungern möchte ich nicht und mir schwant eben Böses, wenn er jetzt schon in der größten Verliebtheitsphase einen ganzen Monat darauf verzichten kann/will.

Er meinte in unserem Gespräch dann auch, dass ihn meine Aussage zu Beginn fast ein bisschen erschreckt hätte - also von wegen täglich Sex. Und dass er manchmal "Angst" hat, intensiver mit mir zu kuscheln, weil er wüsste, was das bei mir auslöst und er eben nicht immer kann/will. Wenn er dann mal will, dann das volle Programm - das "bräuchte" ich wiederum nicht, sondern gerne auch einfach mal "entspannt" sexeln, dann am Wochenende wieder ausgiebig mit Rollenspielen usw.

Mhm also wahrscheinlich passen wir da leider doch nicht so gut zusammen wie zu Beginn gedacht :-(

G:rün_grau


Hat dein Freund während deines Urlaubs vielleicht eine andere Frau "kennengelernt"?

Den Eindruck habe ich nicht. Wir verbringen seit meiner Rückkehr wie gesagt auch viel Zeit miteinander, übernachten täglich beieinander. Dass da nebenher etwas anderes läuft, glaube ich nicht. Ich denke eher, dass er sehr festgefahren ist, was das "ideale" Sexsetting angeht, wahrscheinlich auch bedingt durch die jahrelange Abstinenz und die Fokussierung aufs Kopfkino in Verbindung mit Selbstbefriedigung. Es ist, als spult er ganz bestimmte Filme ab - was am Anfang echt "wow" war für mich, weil ich dachte, klasse, so ein fantasievoller Mann. Aber jetzt vermisse ich, dass es sich einfach mal ergibt im Alltag, durch Berührungen, weil man verliebt ineinander ist und sich einfach nah sein und nah kommen will :°(

spuugoarloxve


Er bräuchte auch mal 2-3 Wochen keinen Sex.

Finde ich nicht normal. Wenn mein Partner da ist und sich die Möglichkeit bietet finde ich tatsächlich eine Woche ohne Sex schon sehr sehr komisch.

Klar gibt es Menschen mit geringerem Bedürnis, aber 2-3 Wochen einfach gar nicht, obwohl man sich sieht? Zu mir würde das nicht passen. Wenn es ihm in der letzten Beziehung viel zu wenig war, was war das dann? einmal im Halbjahr? ":/

Ggreüng?raxu


Wenn es ihm in der letzten Beziehung viel zu wenig war, was war das dann? einmal im Halbjahr? ":/

Ja, alle paar Monate mal meinte er. Und bei ihm sei es so, dass er 2-3 Wochen keine Lust hat und dann dafür mal wieder ein ganzes Wochnende durchv*geln will. Aber für mich kompensiert das die restlichen Tage/Wochen ehrlich gesagt nicht.

LHostgNir9l_85


@ TE

Mhm also wahrscheinlich passen wir da leider doch nicht so gut zusammen wie zu Beginn gedacht

Noch würde ich die Flinte nicht ins Korn werfen ;-) :)*

Sprich ihn doch einfach nochmal direkt darauf an, und sage ihm deutlich, dass für dich regelmäßiger Sex in eine Beziehung gehört und das für dich ein wichtiges Kriterium darstellt. OHNE etwas von ihm daraufhin zu erwarten, also fordere keine Antwort oder mehr Sex in dem Moment. Lass es auf ihn wirken und beobachte die nächsten Wochen.

Du kannst ihm auch sagen, dass es dir nicht darum geht, zwingend jeden Tag Sex zu haben aber das 1 Monat Pause doch zu heftig wären. Vielleicht könnt ihr euch auf 2-3x die Woche einigen? Das klingt zwar ziemlich unromantisch, aber vielleicht sollte man das wirklich ganz offen kommunizieren.

Für mich ist eine sexlose Beziehung eine WG oder eine Freundschaft - aber zu einer Liebesbeziehung gehört nun mal Sex.

s[ugaFrlovxe


Weist er dich denn ab, wenn du den ersten Schritt machst? Also sowas wie "Bitte jetzt im Moment nicht"? Das fände ich ja durchaus auch verletzend :( Ich hatte das auch mal bis immer weniger von mir kam und das ganze dadurch noch mehr eingeschlafen ist zzz

Wenn er schon nicht mit dir kuscheln will ":/ das fühlt sich dann halt echt mehr nach Freundschaft an 8-(

S ommeXrkIindx44


Was meint ihr dazu? Kennt das jemand aus der Perspektive meines Freundes oder als Partner? Wie würdet ihr damit umgehen?

Willkommen im Alltag, die Sexdroge der ersten 3 Monate ist verflogen - Sex kann man jetzt zwar ab und zu mal machen, muss man aber nicht. Wir hatten hier mal einen lustigen Faden zu dem Thema:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/738576/]]

Darin haben wir die Begriffe des "monogamen Dauervöglers" und dem "Panda" definiert. Der monogame Dauervögler bist du in dem Fall, du hast auch nach der Verliebtheitsphase noch Lust auf den Partner. Die Pandas, zu denen dein Freund wohl gehört, und z.B. auch ich gehöre, haben außerhalb von Verliebtheitsphasen nicht wirklich Interesse an Sex. Die ersten Monate in einer neuen Partnerschaft geht die Post ab, danach hat man noch so 1-2 Jahre sporadisch Sex und nach 4-5 Jahren wird Sex eher als Zumutung empfunden.

In den ersten Monaten merkst du nicht, welchem Typ dein neuer Partner zugehörig ist. Das zeigt sich erst wenn die Hormone zurückgehen.

In einer Paartherapie vor Jahren hat mir mal eine Therapeutin eine interessante Erklärung für das Panda-Syndrom geliefert: Sex stellt Nähe her. Am Anfang der Beziehung ist man sich fremd, man sieht sich selten, daher braucht man den Sex um nähe herzustellen.

Nach x Monaten/Jahren Beziehung ist man sich ständig nah: Man wohnt zusammen, sieht sich ständig, weiß, was der andere meint, denkt, sagt, usw. Die Nähe ist bereits da, man braucht keine zusätzliche Nähe durch Sex zu erzeugen. Pandas wird der ständige Sex dann zu viel, zu viel Nähe. Sie brauchen das Nicht-Sex haben, um nicht ihre Individualität zu verlieren.

Das ist für den monogamen Dauervögler, der ständig den Sex braucht um sich dem Partner noch nahe zu fühlen, die Verbindung nicht zu verlieren, schwer zu verstehen und verunsichert ihn.

Ich glaube ihm auf der einen Seite zwar, dass das "schon immer" so war bei ihm, aber das Teufelchen auf meiner Schulter flüstert mir ständig zu: Wenn er DIE RICHTIGE trifft, dann wird es auch bei ihm anders sein, dann will er einfach sie und braucht nicht erst bestimmte Rahmenhandlungen, um Lust zu kriegen. Aber vielleicht irre ich mich auch und mache mir unnötig Gedanken?

Nein, er wird sich nicht ändern, wenn es schon immer so bei ihm war. Er ist ein Panda. Mit einer neuen Frau und damit neuen Phantasien kommt die Lust, und sobald die Hormone weg sind, geht auch die Lust weg. Rede dir nicht ein, dass es bedeutet, dass er dich nicht liebt, sonst würde er nicht so viel Zeit mit dir verbringen. Liebe und sexuelle Anziehung können, müssen aber beide gleichzeitig vorhanden sein.

M&el<ody-chxan


Ohje,

ich überlege grade wie ich mit sowas umgehen würde. Im Gegenzug zu dir mag ich Sex zwar auch aber ich habe leider viele Selbstzweifel wegen meinem Aussehen und Körperliche Probleme die mir nicht erlauben im Bett so zu sein wie ich oder ein Mann mich gerne hätte.

Deine Geschichte is süß und ich schließe es so ein wenig auf die Anfangsphase wie man es so schön nennt wenn Mann die rosa rote Brille auf hat und da vieles macht was später weg fällt. Habe ich schon oft mit gemacht das ein Mann die erste Zeit alles macht, und wenn er dich dann eine weile hat das alles schleifen lässt bis es ganz weg geht. Bei euch war der wende Punkt die 2 Wochen Pause denk ich mal wie du es schon vermutest. Was genau in seinem Kopf vor sich geht weiß ich net da ich die Person ja nicht kenne. Das er dir so ehrlich aber gesagt hat wie es bei ihm ausschaut als du ihn ansprachst fand ich gut wieder rum fand ich es nicht gut das er es dir nicht von alleine erzählt hat sondern gewartet hat bis du es angesprochen hattest. Das hätte mir das Gefühl gegeben er hofft du merkst es vielleicht gar nicht.

Das er beim kuscheln nicht erregt wird ist, Seltsam? Hast du dabei noch nie versucht einfach deine Hand in seinen Schritt zu legen? So nach dem Motto ich mache gar nichts :=o

Klar versteh ich dich das die Aussage die dann kam mit dem "eine Frau an sich erregt mich net" sehr getroffen hat den nun frag ich mich wenn du es nicht warst von was hat er den dann beim Sex einen Hochbekommen? Oder ist gekommen? Habt ihr immer nur "Rollenspiele" gemacht beim Sex wo du andere Rollen einnehmen musstest für ihn? Weil er ja meinte das die Fantasien ihm wichtiger sind... wobei diese Aussage auch wieder so kommt wie "..die Fantasien sind mir wichtiger wer dann das ist mit dem ich es mache ist mir egal" soo das hört sich nun alles fies an und nun kommt der Wendepunkt der die Sache für mich unverständlich und verdammt Kompliziert macht.

Und zwar dieses er will dich immer bei sich haben jede Sekunde und kuschelt mit dir und macht alles andere auch noch. Den das würde mich höllisch verwirren. Auch wenn er sich auf einmal als Sexmuffel herausstellt ist es doch Seltsam das sich beim Kuscheln nichts regt. ???

Ich mein er weiß ja wie es bei dir ist mit Sex , und ich denke du wirst auch einverstanden sein wenn es nun jetzt sagen wir mal 3 mal die Woche nur ist. Wenn er nicht mehr wie am Anfangs den Rammler machen will.

Na ja und was soll man nun als Rat dabei geben. Das is schwer, du musst in dich da hinein hören, ob ihr da ein Kompromis finden könnt oder es leider dann doch so erscheint als sei er was Sex angeht nicht der richtige für dich so schwer das dann auch fällt. Das kannst Leider nur du alleine für dich entscheiden. Ob du es versuchst dabei aber dann wohl deinen Sex drang einschränken musst für eine Harmonische Beziehung oder ob man es nach dem Motto besser ein ende mit schrecken als ein Schrecken ohne ende eingeht.

So kannst du eigentlich wirklich nur nochmal mit ihm reden und ihm sagen das es dir nicht passt und auch das die Aussage das du ihn nicht erregst dich sehr getroffen hat. Was er darauf antwortet kann ich dir jedoch leider nicht sagen.

Ich hoffe trotzdem da beste für dich ~ :)*

s#ensOibZelfmanKn99


Klar gibt es Menschen mit geringerem Bedürnis, aber 2-3 Wochen einfach gar nicht, obwohl man sich sieht?

Naja, offenbar gibt es das schon häufiger. Im Fall, dass die Freundin ein ähnliches Sexbedürfnis hätte, würde das wohl auch keine Probleme bereiten.

Aber wenn die Freundin das täglich gerne hat, dann bedeuten 2-3 Wochen Pause beim Mann doch schon Frust für die Frau.

Ich vermute, dass er sich am Anfang eher bemühen musste und das auch tat, um das sexuelle Bedürfnis der Freundin zu stillen. Mit diversen "Spielarten" gelang ihm das vielleicht auch noch- aber offenbar ist es keine Sache von Dauer und für ihn auch eher ein "Bemühen" denn tatsächliches Bedürfnis.

Gtrünxgrau


Sprich ihn doch einfach nochmal direkt darauf an, und sage ihm deutlich, dass für dich regelmäßiger Sex in eine Beziehung gehört und das für dich ein wichtiges Kriterium darstellt.

Das habe ich ja - und er fühlt sich dadurch (verständlicherweise?) unter Druck gesetzt. Ich habe ihm ganz offen gesagt, dass es mich verunsichert, dass es jetzt schon so nachgelassen hat und dass ich nicht weiß, ob ich damit auf Dauer zurecht komme, denn eine sexlose Beziehung habe ich hinter mir. Er meinte dann, dass unsere Beziehung nie sexlos sein wird - nur täglich oder alle zwei drei Tage ist eben nichts für ihn. Alle 2-3 Wochen aber schon. Nun sind halt nur schon 4 Wochen um ohne... und von ihm kommt nichts.

Er sagt, ich soll ruhig die Initiative ergreifen und mich nicht "entmutigen" lassen, aber das sagt sich so leicht, wenn man wiederholt abgewiesen wird und weiß, dass man ihn eigentlich gar nicht erregt, sondern nur bestimmte Settings. Ich hatte gehofft, endlich wieder einen Partner gefunden zu haben, der mich begehrt und jetzt ist es nach so wenigen Wochen schon so kompliziert.

Weist er dich denn ab, wenn du den ersten Schritt machst? Also sowas wie "Bitte jetzt im Moment nicht"?

Ja. Und er gibt mir im Grunde das Gefühl, dass ich "falsch" reagiere, denn mich erregen seine Berührungen spürbar. Er lacht dann und sagt, dich braucht man ja nur angucken und du gehst ab... aber so ist das nicht. Seine Berührungen lösen ein Kribbeln bei mir aus, ja, aber ich finde, das ist normal wenn man verliebt ist. Bei ihm ist das halt leider nicht der Fall.

s-en_sibeQlmannx99


Seine Berührungen lösen ein Kribbeln bei mir aus, ja, aber ich finde, das ist normal wenn man verliebt ist. Bei ihm ist das halt leider nicht der Fall.

du bist richtig verliebt, er nicht ...

DKieDosislmachtd*asGift


Passend zum Thread-Thema habe ich folgendes Video ausgewählt:

[[https://www.stern.de/neon/herz/liebe-sex/sexbewusst/sexwissen-im-video--6-dinge--die-zeigen--wie-du-sexuell-tickst-7905160.html]]

Es beinhaltet vieles, worüber man sich selbst für sich als Menschen informieren kann. Sexuelle Kompatibilität ist nicht nur in den Anfängen ein wichtiges Indiz, welche Art von Beziehung Menschen miteinander eingehen wollen, sondern vor allem für die Haltbarkeit einer Partnerschaft wichtiger Bestandteil.

Je näher die Motivation und Bedürfnisveranlagung beider Partner ist desto stabiler gestaltet sich nach der akuten Verliebtheitsphase der Umgang miteinander.

Allerdings kippt es nach meiner Wahrnehmung und Erfahrung an einem bestimmten Punkt, nämlich dann, wenn durch Urängste vor Verlust des Partners oder vermuteter Betrug, der Sex als Kontrollmedium fungiert.

Inhaltlich gemeint ist damit, je öfter und regelmäßiger der Sex, am besten mehrfach täglich, desto geringer die Chance, dass das Kerlchen daheim auf dumme Gedanken kommt. Der wird dann so beansprucht, dass die Lendengefäße selbst, wenn sie wollten woanders keine Gelegenheit mehr finden, "Dummheiten" zu machen.

Ich habe von Frauen nicht nur einmal genau diese Begründung für häufig eingeforderten Sex daheim vom Partner bekommen. Ich denke, wenn ein Mann diese Art von subtiler Manipulation spüren sollte, er sich quasi einem "Ablieferer" gleich, ständig beweisen soll als Ausdruck von Liebe, Begehren und ich gehe nicht fremd Liebste, kann das in eine Verweigerungshaltung führen.

Ebenso, wenn ein Druckgefühl entsteht, dass Mann glaubt, er müsse liefern und funktionieren, wenn es um die Paarsexualität geht.

Nicht gemeint ist damit, dass es durchaus Trieb starke Frauen gibt, die Sex gern genießen, sich auf die Art gern mit dem Partner auspowern, die den Quickie zwischendurch als "Powerdrink" als den gute Launemacher empfinden, weil es für eine Vielzahl von Paaren die emotionale Bindung zueinander stabilisiert und stärkt.

Richtig ist allerdings, wenn es ein sehr starkes Gefälle zwischen Wunsch und Wirklichkeit gibt, dass dies auf Dauer zu emotionalen Spannungen führt, die sich auch nicht durch verständnisvolle Gespräche auf Dauer aus der Welt schaffen lassen.

Es bedeutet langfristig für einen der Partner sexuelle Unterforderung, Verzicht und das Gefühl nicht zu bekommen, was den eigenen Nähebedürfnissen und Emotionen entspricht.

Andererseits fühlt der Gegenpart, der nicht so empfindet, dessen Libido schwächer ausgeprägt ist, sich unter Druck und eher wie ein biologischer Sextoy, ohne sich emotional fallen lassen zu können durch das Druckgefälle zwischen beiden Partnern.

Hier hilft nur Ehrlichkeit, sich zu dem bekennen was man für sich braucht und welche Vorstellungen langfristig angestrebt werden. Passen die Bedürfnisse und Vorstellungen weniger gut zusammen, bringt es nichts Lust und Libido durch Schmollen und Diskussionen anzufeuern.

Ich würde nicht soweit gehen wollen zu sagen: "Sex gut, alles gut in der Liebe." Aber zu weit divergieren sollten die Bedürfnisse zwischen beiden Partnern langfristig gesehen besser nicht.

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