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Wo fängt Rassismus an, Vereinbarkeit in einer Beziehung?

a$sdfghW12x3


wenn ich also sowas sage wie "schwarze haben rhytmus im blut" ist das nicht rassistisch? ":/

denke ich aber doch.

Das ist ein gutes Beispiel für mein vorgeschlagenes Vorgehen. Ich bin dafür hinter die Kulissen zu schauen, denn so eine Aussage kann sowohl unschuldig anerkennend sein als auch (latent) rassistisch.

"Im Blut" kann auf eine genetische Komponente hinweisen. Und wenn weiter damit assoziiert wird, dass sie die Schwarzen zwar super tanzen können, aber leider nicht denken, dann wird es ganz klar rassitisch.

Das wäre dann auch die von mir genannte Verurteilung bzw. Abwertung, die ein weiteres Kennzeichen von Rassismus darstellt.

Wenn damit aber nicht wortwörtlich "im Blut" gemeint ist, sondern dass es in Kulturkreisen, in denen Schwarze nun mal den Hauptteil der Bevölkerung ausmachen (wenn auch viel zu undiffenziert), evtl. mehr getanzt wird und man dies sogar positiv bewertet, ohne ihnen Dummheit zu unterstellen oder daraus irgendwelche Handlungen abzuleiten, dann kann es eben auch unschuldig (nicht groß über die Formulierung nachgedacht) anerkennend sein.

das wäre natürlich wünschenswert. wenn ich mir aber im umkehrschluss ansehe, wie zum teil hier geborene, aber in der migranten-community sozialisierte jugendliche sich auf offener strasse prügeln, weil die einen kurden und die anderen türken oder die einen muslime und die anderen jesiden sind, dann bezweifle ich das

Und deswegen bin ich fürs Abwarten, um eben zu sehen, ob es auf der Verhalten in der jetzigen Wohnsituation zurückzuführen ist (kann von Deutschen auf Mallorca genvervt sein) oder unabhängig vom Verhalten (kann Deutsche auch grundsätzlich hassen) abgewertet wird.

TKaps


sie könnte dann ja auf die 20 herren zugehen und sie darum bitten, doch mal beim putzen zu helfen

Ich würde mich als (junge) Frau ganz sicher nicht in so ein "Wespennest" begeben - und das völlig unabhängig von deren Nationalität.

Die Zustände in unserem Studentenwohnheim waren damals übrigens auch nur unwesentlich besser.

Rwalphk_H1H


sie könnte dann ja auf die 20 herren zugehen und sie darum bitten, doch mal beim putzen zu helfen. wenn da dann kommt "machen wir nicht, ist frauenarbeit!" kann sie sich ja an die verantwortlichen wenden, damit die mal auf die herrschaften einwirken und denen den kopp graderücken.

;-D ;-D ;-D ;-D

Der war gut. Saukomisch!

In Heimen, wo schon mal die Polizei tatkräftig vertrieben wird und mit einer Hundertschaft anrücken muss, um sich durchzusetzen.

Deinen Optimismus möchte ich haben.

i\fit:aintubrokxe


So, jetzt aber. Vielen Dank an alle, die hier trotz vorübergehender Schließung ihre sachliche Meinung gegeben haben, das ist sehr wertvoll für mich. Ich merke auch immer mehr, dass ich recht eindimensional über das Thema gedacht habe - da gibt es so viele Facetten, die ich gar nicht reflektiert habe. Wie ich gesehen habe, wird die "allgemeine" Rassimus-Debatte in einem anderen Faden fortgeführt. Ich bin sicher dass ich da zumindest stiller Leser bin!

Für meine konkrete Situation habe ich mir jetzt aber schon ordentlich was rausziehen können. Gut find ich den Input, der zum Perspektivwechsel angeregt hat. Ich habe mich jetzt mal entschieden, da kein allzu großes Fass aufzumachen. Sie hat im Moment sehr viele andere, große Sorgen, und wir haben genug Verständigungsprobleme. Die zusätzlichen "Infos" die ich über ihre Kultur, die Politik etc. ergoogelt habe, finde ich schon noch schwierig.

Aber der Blickwinkel, ich würde in ein solches Land kommen, in dem Homosexualität die Todesstrafe nach sich ziehen kann, Berührungen zwischen nichtverheirateten mit Stockhieben bestraft werden, und das allgemeiner gesellschaftlicher Konsens ist, zeigt mir zumindest dass es schlicht nicht möglich sein kann, da einfach einen Schalter umzulegen.

Das konkrete 'Thema' (vielmehr: Auslöser schwarzer Daumen) haben wir auf das nächste mal sehen vertagt, da tauscht man sich besser aus, als mit Sprachbarrieren.

Ich denke ich werde ihr eher mal sagen, dass ich Rassismus absolut ablehne, mich das deswegen sehr irrtiert hat, ich aber auch ihre aktuelle Situation sehe, und ich bei solchen Zuständen wie sie akt. sind, vermutlich auch eher mal keine schwarzen Daumen bräuchte. Es mir aber wichtig ist, nicht pauschal zu (vor)verurteilen. Mal schauen wie das Gespräch dann weitergeht.

Ich würd mich gern nochmal melden, wie es hier dann weitergegangen ist. An alle nicht ausfallend gewordenen Kommentierer ein großes Dankeschön schon mal! :-)

rlr201x7


Kurz zusammengefasst ist "das Thema weiterhin ernst nehmen, aber auch nicht erwarten, dass jemand da auf Befehl einen Schalter umlegen kann" doch eine vernünftige Sichtweise (und auch in etwa das was ich in meinem ersten Beitrag empfohlen habe). Das Thema betrifft ja nicht nur Rassismus sondern allgemein Angleichung an eine neue Kultur hier in Deutschland. Da wird es eine Menge Bereiche geben, wo die Zugewanderten Verhaltensweisen zeigen, die uns eher irritieren (mir fällt da z.B. die klassische Familienrolle ein - habs schon erlebt dass Flüchtlinge erstaunt waren, dass eher ich koche aus meine Partnerin, da steht halt immer die Frau am Herd), wo ebenfalls nicht abrupt ein Umdenken stattfinden wird, nur sind die Themen sonst allesamt nicht so stigmatisiert wie "Rassismus" was is in DE DAS Tabuthema überhaupt ist (mit gutem Grund).

a2sdfgyh123


nur sind die Themen sonst allesamt nicht so stigmatisiert wie "Rassismus" was is in DE DAS Tabuthema überhaupt ist (mit gutem Grund).

Ja, die Gründe sind nachvollziehbar, nur hat es nie niemanden geholfen ein Thema zum Tabu-Thema zu erklären/machen. Denn im Schatten geschieht allerlei Unheil und die einzige Chance dies zu unterbinden ist das Thema aus dem Schatten zu holen. Dafür sind allerdings Eier und ne klare Linie nötig; etwas was unseren Politikern leider vollkommen abgeht.

aWsdfg:h12x3


Dafür sind allerdings Eier und ne klare Linie nötig; etwas was unseren Politikern leider vollkommen abgeht.

Und natürlich vielen Leuten. Deswegen finde ich gut, dass der TE sich der Sache stellt und nicht unterm Teppich kehrt oder einfach abhaut.

rlr2x017


In der Tat ist es zum Lösen von gesellschaftlichen und politischen Problemen notwendig, dass man sich auch offen mit Leuten beschäftigt, die Positionen vertreten, die man eigentlich untragbar findet.

Gutes Beispiel sind ja unsere Altbundeskanzle Brandt und Schmidt, die gesagt haben, dass man, um voran zu kommen, auch mit Diktaturen verhandeln muss, und damit in der Tat große Erfolge erzielt haben - Brandt mit der DDR, Schmidt mit China. Zu sagen "kein Gespräch solange nicht die Demokratie eingeführt wird" hätte zu nichts geführt.

und auch die afd in Deutschland - hatte mal ein gespräch mit einem Psychotherapeuten darüber - der meinte, dass man ebenfalls aufpassen muss, dass man nicht in eine Art "Rassismus" ggü afd-Wählern hineingleitet und sie pauschal und unreflektiert aburteilt, sondern sich klar machen muss dass das zwar für eine selber untragbare poltische Aussagen sind, dahinter aber auch Menschen mit realen Ängsten und Sorgen stehen.

Also generell ist Offenheit und Aufgeschlossenheit eine grundsätzliche Notwendigkeit

cjirmxezz


Mal so nebenbei erwähnt: Die Fahnenfarbe des Islam ist doch auch schwarz, oder?

SWouhxa


Mohammeds Hauptfahne war ganz in schwarz, ja. Aber grundsätzlich ist eigentlich grün die heilige Farbe des Islam. Durch den IS werden die schwarzen Fahnen jetzt natürlich total negativ in Verbindung gebracht.

Ich merke auch immer mehr, dass ich recht eindimensional über das Thema gedacht habe - da gibt es so viele Facetten, die ich gar nicht reflektiert habe.

Na das ist doch schon was. :)^ Man sollte sich immer ein eigenes Bild machen und nicht gleich aufgrund von ein paar Links ein Urteil fällen.

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