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Wie mache ich mit ihr Schluss?

F]lo(riR199x6 hat die Diskussion gestartet


Das klingt wie eine dieser 0815 Fragen aber ich brauche wirklich externen Rat. Ich und meine Freundin sind gut 2 Jahre zusammen und ich möchte mich jetzt trennen. Sie ist extrem auf mich fixiert, heisst wenn wir nichts zusammen machen will sie immer schreiben, telefonieren wissen wo ich bin und will um jeden preis verhindern dass ich mit freunden oder familie etwas unternehme oder diese sehe. das halte ich nicht mehr aus da alle meine anderen sozialen kontakte dadurch verkommen, jedoch hat sie selber auch keine freunde mehr, wesswegen es ja nur um mich geht bei ihr, und sie behauptet auch immer dass sie sich umbringt wenn ich schlussmache. Wie geht man an so etwas heran oder bin ich einfach nur ein a****loch wenn ich mich von jemand derartig hilfsbedürftigem trenne?

Antworten
L,uEci32


Nein, du bist kein Aloch. Du hast nur erkannt, dass du in eine sehr ungesunde Beziehung geraten bist und ziehst rechtzeitig die Notbremse - vor du alle soziale Kontakte verlierst.

Ich würde sie einfach irgendwo neutrales treffen (Spaziergang, Cafe was auch immer), sachlich mit ihr reden mit die Begründung warum du dich trennen willst. Was sie daraus macht, ist nicht deinem Problem. Sie ist nicht hilflos! Sie hat ausgesucht, keine soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Dafür kannst du gar nichts!

Ich würde aber vorschlagen, dass du zumindest vorrübergehend eine Kontaktsperre danach verhängst. Und lass dir nicht emotional erpressen.

T_imF+aber


das klingt nicht gut :|N , wenn sie so reagiert benötigt sie einen Therapieplatz, Beziehungen kommen und gehen, kein Grund sich etwas anzutun

Lnoun24


Du bist kein Arsch. Ganz im Gegenteil, denn sonst würdest du dir nicht derartige Gedanken machen. Du bist nich für Sie verantwortlich. Ihr seid noch jung, vielleicht lernt sie daraus, dass eine derartige Fixierung nicht gut ist. Du hast alles recht der Welt dich aus dieser ungesunden Beziehung zu befreien und den für dich besten Weg einzuschlagen. So einen Käfig, in den sie dich steckt, erträgt kein Mensch. Und man muß es auch nicht ertragen. Sie hat kein Recht so eine Selbstaufgabe von dir einzufordern.

Wenn Sie psychisch so labil ist, könntest du eventuell ihre Eltern vor dem Gespräch kontakieren, damit sie sie auffangen.

M\onst%i


Die Drohung sich umzubringen, falls Du mit ihr Schluss machst, würde ich mal nicht wirklich ernst nehmen. Sie versucht Dich massiv zu kontrollieren, das erzeugt bei Dir berechtigterweise starkes Unbehagen. M.E. ist Deine Freundin ein Fall für die Therapie.

Bitte nicht per SMS oder ähnlich schlussmachen, sondern in einem persönlichen Gespräch, z.B. in einem Café oder während eines Spaziergangs. Das Café hat vielleicht den Vorteil, dass sie sich gezwungen sieht, sich zusammenzureißen. Während eines Spaziergangs musst Du evtl. mit eine dramatischen Szene rechnen, die Euch beiden nicht gut tut.

P"ythoJnist


Liste der Gemeinsamkeiten erstellen, die du früher gesehen hast. Liste der Punkte, warum dir deine Freundin mal sympathisch war.

==> damit hat man ein wertschätzendes Element. Ich finde das wichtig auch bei einer Trennung.

Liste der Veränderungen, die sich dann im Laufe der Zeit ergeben haben. Liste deiner Trennungsgründe. So formulieren, dass es eben zwischen dir und ihr nicht passt. Aber deshalb ist sie nicht schlecht. Sondern es gilt nur, dass sie jemanden anders findet, mit dem es eben besser passt. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Wichtig: die Schuld an den Veränderungen und der Trennung aufteilen: du wolltest mich immer stärker kontrollieren, einschränken, eine Dauerkommunikation aufrecht erhalten. Meine Schuld: ich habe das mit mir machen lassen und mich nicht dagegen gewehrt. Ich habe keinen Weg gefunden, damit ich mit diesem Verhalten leben und umgehen kann. So eine 50/50-Schuldaufteilung ist genug Begründung, aber eben nicht so vorwurfsvoll.

Mache einen Vorschlag zur weiteren Gestaltung des Kontaktes, ob nun auslaufend oder abrupt. Wenn abrupt, dann kein Kontaktabbruch, sondern vielleicht mal eine Kontaktpause, aber einen Basiskontakt erhalten lassen, von dem du aber deinen Wunsch an Art und Häufigkeit deutlich ausdrückst, z.B. 2x die Woche für 15-20 min telefonieren.

Mach ihr einen Vorschlag, wie du dir die weitere Gestaltung eures Kontaktes vorstellst.

Schau, dass durch die Trennung nicht z.B. gleich zu viele Säulen zusammenbrechen bei ihr:

* Partnerschaft, Freunde/soziales Umfeld, Finanzen, Gesundheit, Wohnung, Arbeit.

Ich weiß ja nicht, auf welchen Feldern ihr da alles interagiert habt. Wenn nur der Freund wegbricht (Beziehungsende), können die anderen Säulen das in der Regel auffangen. Falls aber z.B. du ihr Pfleger und Partner bist/warst, sie schwerbehindert im Rollstuhl sitzt, ihre Eltern schon verloren hat, keine Geschwister hat, und bei dir wohnt und gearbeitet hat (z.B. am PC), und du sie rausschmeißt, dann brechen auf einen Schlag 5 Säulen bei ihr weg. Sowas ist für sie eine Katastrophe. Dann solltest du das schrittweise trennen, Säule für Säule. Erst ihre Arbeit verschieben, dann ihre finanzielle Absicherung und Krankenversorgung/Behindertenpflege/betreuung sicherstellen, dann die Beziehung auflösen, und zuletzt die Wohnung, nachdem sie was neues hat. Ich denke, dieses Maß an Schritt-für-Schritt-Vorgehen/Stufenplan kann man auch ggü einer dermaßen stark abhängigen und anklammernden Person einhalten, selbst wenn es dann mal 3-6 Monate dauern sollte.

Nenn ihr 1-2 Anlaufstellen, wo sie sich gleich danach trotzdem hinwenden kann: ihre Eltern, Geschwister, Telefonseelsorge, vielleicht auch hier med1, oder eine Beratungsstelle für Parnerschaftsprobleme, psychische Probleme. Der sozialpsychiatrische Dienst passt da gut oder auch das Gesundheitsamt, ihr Hausarzt oder eine Selbsthilfegruppe.

M[onstxi


Pythonist

Das finde ich maßlos übertrieben. Die beiden sind jung und gerade mal zwei Jahre zusammen, und wahrscheinlich brodelt es schon seit etlichen Wochen und nicht erst seit gestern. Da kann man die Partnerschaft auch ohne ausgefeilte Strategie beenden. Eine Begründung halte ich aber schon für sehr wichtig.

g;rubaerin


Da sie mit Selbstmord droht, würde ich mich zumindest kurz beraten lassen. Nicht, dass sie sowas wirklich macht (eher unwahrscheinlich, aber sicher ist sicher) - ich glaube, da würdest du dir nachträglich Vorwürfe machen, wenn du dich vorab nicht informiert hast. Lass dich beraten, dann machst du besten Wissens und Gewissens Schluss und alles andere bleibt ihr überlassen.

Hier gibt es sogar die Möglichkeit zu Chatten: [[http://www.telefonseelsorge.de]]

Hier eine Übersicht über viele weitere Angebote: [[https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige/]]

Ansonsten möchte ich dich bestärken, die Beziehung zu beenden. Solche Beziehungen machen krank.

gGrub!erin


PS: Das kommt sicher öfters vor und die haben wahrscheinlich Tipps, wie man da am besten vorgeht.

Gutes Gelingen! Wird sicher.

sqinnun.dsinqnlicjhkeixt


Die Drohung sich umzubringen, falls Du mit ihr Schluss machst, würde ich mal nicht wirklich ernst nehmen.

Ich würde es immer ernst nehmen. Wir könne nicht von außen beurteilen was in einem Mensch steckt.

Es gibt auch die Kurzschlussreaktionen usw. Ich würde ihre Eltern darüber informieren oder jemanden der sie "im Auge" behalten kann.

K"lei\ngä@rtnexr


....aber solange Sie nicht Ihn kaltmachen will wäre es mir echt egal.

Ein ausführliches, begründetes Gespräch sollte genügen.

Poytho&nixst


Das finde ich maßlos übertrieben. Die beiden sind jung und gerade mal zwei Jahre zusammen, und wahrscheinlich brodelt es schon seit etlichen Wochen und nicht erst seit gestern. Da kann man die Partnerschaft auch ohne ausgefeilte Strategie beenden. Eine Begründung halte ich aber schon für sehr wichtig.

Sind aber alles Annahmen. Flori, wenn du magst, erzähl ein bisschen was mehr. Gerade um so mehr eure Beziehung in irgend einer Weise besonders war (großer Altersunterschied, psychische oder charakterliche Besonderheiten, Medikamenteneinfluss, Alkoholeinfluss, Drogeneinfluss, etc.) oder gerade nicht den gängigen Stereotypen entsprach/entspricht, das wäre: naja, ein junges Paar findet zusammen und einer trennt sich halt 2 Jahre später wieder, während die Verlassene klammert.

Wir wissen nicht, ob es schon seit etlichen Wochen brodelt.

Und er hatte nach einem Plan gefragt: "Wie geht man an so etwas heran" und meine Meinung hat er jetzt. Ich nehme zur Kenntnis, dass du das maßlos übertrieben findest, Monsti. Ich finde das hingegen nicht, gerade dann nicht, wenn es für sie die erste richtige Beziehung im Leben war. Die ist irgendwie immer doch noch etwas anderes als all die Trennungen, die danach noch folgen werden.

MEada4me C9harentxon


wir sagen Angehörigen von (psychisch kranken) Patienten immer sie müssen in erster Linie auf sich selbst achten - das heißt: du soltest deine Freundin ganz normal behandeln, auch bei der Trennung.

ihr ganz klar sagen du trennst dich und möchtest keinen Kontakt mehr, und dann gehen.

lass dich nicht einlullen, lass dich nicht auf Diskussionen ein, sollte sie mit Suizid drohen dann ignoriere es oder wenn es nicht anders geht sagst du ihr du wirst die Polizei rufen sollte sie noch einmal sagen sie bringt sich um.

im Notfall solltest du dann wirklich die Polizei rufen, die kümmern sich mit Hilfe eines Notarztes darum dass sie sich beruhigt oder psychiatrische Hilfe bekommt

SUhejilaxgh


Mache einen Vorschlag zur weiteren Gestaltung des Kontaktes, ob nun auslaufend oder abrupt. Wenn abrupt, dann kein Kontaktabbruch, sondern vielleicht mal eine Kontaktpause, aber einen Basiskontakt erhalten lassen, von dem du aber deinen Wunsch an Art und Häufigkeit deutlich ausdrückst, z.B. 2x die Woche für 15-20 min telefonieren.

DAS halte ich für eine ganz schlechte Idee, die geradezu grausam der Freundin gegenüber sein könnte!

So ein Basiskontakt gibt ihr immer wieder Hoffnung und verhindert das Loslassen und heilen. :|N

Wozu soll das gut sein?

Um das eigene Gewissen zu entlasten?

Den restlichen Beitrag von Pythonist finde ich sich äußerst bedenklich. ":/

Der TE sollte darin gestärkt werden, dass er eben keine Verantwortung für das Leben und Wohlergehen der Expartnerin trägt, und nicht nach der Trennung zum sozialpsychologischen "Pfleger" werden.

**Flori96

Triff Dich an einem öffentlichen Ort mit ihr. Erkläre ihr fair und ruhig dass Du Dich trennen möchtest, und hin ihr die Gelegenheit Dragen zu stellen.

Dann lass sie mit ihren Gefühlen allein.

So hart das klingt - Du musst und solltest dann nicht mehr trösten! Das macht nur Hoffnung.

Ach, und kein "Freude bleiben".

:)_

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