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Beziehungsängste

S%hairarh78


@Deltachrome - Mutig, mutig

Das ist nicht wirklich dein Ernst, oder? Aber seltsamerweise hat sein Bruder auch mal sowas fallen lassen von wegen "verführ ihn". Damit meinte er natürlich nicht sexuell. ;-)

Ich flirte schon gezielt mit ihm und versuche ihn sicher auf die ein oder andere Weise zu "provozieren", ABER "Auf Tuchfühlung" gehen, nee. Nenn mich feige, aber sowas kann ich nicht. Es ist eine Sache mit ihm Händchen zu halten, aber eine ganz andere ihm gezielt "an die Wäsche" zu gehen.

Mir ist schon klar worauf du hinauswillst: Auch Frauen können den ersten Schritt machen, aber, ich frage mich ernsthaft, ob es der richtige Weg ist jemanden massiv zu bedrängen.

Und ob eine Frau jeden Mann "rumkriegen" kann, stelle ich mal frech in Frage. Sicher wir Frauen haben Mittel die ihr Männer nicht habt, und ein Mann der seit 10 Jahre Single ist "sollte" in irgendeiner Form "Bedürfnisse" haben. Aber, was habe ich davon, wenn er in einem Moment der "Schwäche" frei von Gedanken ist, aber zwei Tage später wieder einen Rückzieher macht?

Mein Vater sagte z.B. dazu: Man(n) kann sich auch an den Zustand des Single-Daseins gewöhnen. Außerdem ist da auch noch der innere Schweinehund. Da hilft es auch nicht, wenn die Freunde einem tolle Sachen wie "Du bist Intelligent, warmherzig und wunderschön" sagen, denn es bleibt trotzdem da:

Die extreme Angst vor Ablehnung.

Oder seh ich da etwas zu verkrampft?

JYoseef?5I6


Beziehungs- und Berührungsängste?

Ich bin mit 48 Jahren nicht das, was man als beziehungserfahren bezeichnen könnte. Insbesondere nicht in sexueller Hinsicht.

Mit knapp 20 Jahren hatte ich eine sehr gute, aber rein platonische Beziehung zu einer sehr lieben Frau (damals wohl noch eher zu einem Mädchen) und wir hatten einen regen und interessanten Gedankenaustausch. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl mehr zu wollen, sexuelle Wünsche haben sich in den Vordergrund gestellt. Darüber ist die freundschaftliche Beziehung zu der zuerst Angesprochenen total auf der Strecke geblieben, ihre Briefe von damals habe ich heute größtenteils noch.

Jedesmal, wenn ich darin lese, wird mir ein wenig wehmutig um's Herz. Sie hatte mir als Freund vertraut und ich habe Sie wegen sexueller Gelüste menschlich wohl tief enttäuscht. Meine Beziehung zu der anderen ist dann auch so verlaufen, dass ich sozusagen der Gearschte war.

Irgendwie habe ich es mir bis heute nie verziehen, dass ich diese wirklich gute Freundin (NR1) damals so im Stich gelassen habe.

Seit dieser Zeit habe ich ernsthafte Probleme damit Beziehungen zu Frauen aufzubauen. Kann das jemand nachvollziehen? Erst selbst enttäuschen und dann enttäuscht zu sein?

S3haira^h78


@Josef56

Deine Geschichte hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Warum gibst du dir die Schuld an deinen Gefühlen? Du bist kein Roboter, du hast auch Gefühle und für die musst und darfst du dich nicht schämen.

Ich kann dich sehr gut verstehen, da hat man eine sehr schöne platonische Freundschaft und dann geht diese kaputt, weil sich daraus "mehr" entwickelt hat. ABER das ist dann auch kein Grund eine Freundschaft zu beenden. Man redet über sowas offen und dann entscheidet man: Wollen wir es probieren oder es lieber lassen. Vielleicht lässt man auch etwas "Gras" über die Sache wachsen, aber man lässt einen Menschen deswegen nicht fallen. Auch, wenn man die Gefühle des anderen nicht erwidert, ist es nicht dennoch schön, wenn man weiß da ist jemand der einen liebt?

Lieber Josef, ich hoffe du verstehst meine Zeilen richtig. Ich will dir nicht vorschreiben, wie du zu denken oder zu fühlen hast, ich möchte dich nur zum nachdenken bewegen. Du hast etwas sehr trauriges erlebt: Ablehnung. Das hat dich geprägt, sollte dich aber nicht am "Weiterleben" hindern.

Ich wünsche dir, dass du irgendwann mit der ganzen Geschichte abschliessen kannst.

Liebe Grüße

J|ose#f56


Shaira78

Danke füe Deinen Mutzuspruch!

Ich denke oft daran eine partnerschsftliche Beziehung aufzubauen.

Nur jedesmal wenn ich dann einmal gedacht habe ich hätte mich verliebt, kamen mir immer die Bedenken, dass das aus irgendwelchen vorgeschobnen Gründen nicht funktionieren kann.

Das diese Gründe, warum auch immer, keine Lösung für mein Problem waren, weiß ich auch, Gefühle einfach zuzulassen fiel mir echt schwer. Mittlerweile denke ich "Josef, mach Dir nicht immer so´nen Kopf" Lass es einfach geschehen.

Dein Motto hat mir übrigens sehr gefallen. "Der kleine Prinz" von Deinem Mottogeber ist eines meiner Lieblingsbücher und daher sehr vertraut.

"Alle großen Leute waren einmal Kinder gewesen, aber wenige erinnern sich daran" Arbeiten wir daran für Kinder eine freundlichere Welt zu schaffen als sie sich derzeit darstellt. :-)

S"ha`irahx78


@Josef56

Ja, sicher: Dein Kopf spricht zu dir. Es gibt dann lauter "gute" Gründe, wieso man sich nicht auf jemanden "einlassen" sollte. Du hast es schon richtig erkannt: Dahinter steckt eigentlich "meistens" kein Realitätssinn, sondern schlicht und einfach Angst.

Das geht mir auch manchmal so. Seit ich "ihn" kenne geht mir das sogar im regelmässigen Wechsel so. Mal Himmelhochjauchzend und dann wieder Grübelnd: "Ob das so gut für mich ist?". Kennst du das?

Im Moment habe ich wieder die Phase des Selbstvertrauens, aber ich weiß genau am Samstag (da bin ich mit ihm verabredet) bin ich wieder ein Nervenbündel, werde nasse Hände haben, wild herumrennen und mir sagen "Was machst du da schon wieder, ruf an und sag ab!". Mein bester Freund sagt dazu immer "Ihr beide macht mich ganz verrückt. Erst läuft er wie ein frisch gevö****** Eichhörnchen in der Fa. die Treppe runter und nun machst du das gleiche in meiner Butze". ;-D

Mein "Exemplar" sagte mir einmal "Ich kann nicht aus meiner Haut raus". Ich habe ihm angesehen, dass er etwas in "Erwägung" gezogen hat, aber seine "Angst" einfach mehr überwog. Das hatte aber nichts mit mir zutun, sondern mit einer Sache die schon "gelaufen" ist.

Was ich dir damit sagen will ist, auch wenn du im Grunde weißt, was dein Problem ist, ist es dennoch schwer "von heute auf morgen" damit abzuschliessen.

Ich weiß das alles möglich ist, wenn man es denn wirklich will, aber ich frage mich auch ernsthaft, ob es nicht immer schwerer wird, je "älter" man wird. ??? Ist man nicht irgendwann "festgefahren" ???

Gibt es eigentlich auch welche im Forum, die langjährige Beziehungsängste in den Griff bekommen haben?

Liebe Grüße

Shairah

P.S.: Dein Zitat von Exupéry kenne ich auch. Schade nur, dass sich nur sehr wenige daran halten, findest du nicht auch? :-/

J,osexf56


Shaira78

Ich denke Du hast recht. Ich erinnere mich an einen Filmtitel

"Angst essen Seele auf" ich glaube da ist etwas dran. Bei so einer langen "Beziehungspause" ist es sicherlich nicht so einfach völlig unverkrampft auf eine neue feste Beziehung hinzuarbeiten. Zu viele Gedanken schwirren einem da durch den Kopf.Aber ich arbeite daran.

Bezüglich der großen Leute fällt mir etwas ein:

Ich saß einmal mit einer Bekannten und Ihrem Sprößling in einem Schnellrestaurant eines großen Kaufhauskonzerns in einer Ecke wo für die Kids Spielgeräte aufgebaut waren. Natürlich machten die Kleinen auch entsprechend Radau, das ist für Kinder nun einmal normal. Was ich aber völlig daneben fand war, dass sich einige Erwachsene? darüber aufregten und die Eltern dahingehend

drängelten den Kindern ihren Spieltrieb zu untersagen. Für mich einfach unverständlich. Vielleicht waren diese Drängeler ja nie Kind gewesen.

SUhDair"ah7x8


@Josef56

Du schreibst:

Ich denke Du hast recht. Ich erinnere mich an einen Filmtitel "Angst essen Seele auf" ich glaube da ist etwas dran. Bei so einer langen "Beziehungspause" ist es sicherlich nicht so einfach völlig unverkrampft auf eine neue feste Beziehung hinzuarbeiten. Zu viele Gedanken schwirren einem da durch den Kopf. Aber ich arbeite daran.

Leider kenne ich den Filmtitel nicht, aber er klingt interessant. Positiv für dich ist, dass du dein Problem erkannt hast und versuchst daran zu arbeiten. Vielleicht verschwindet sowas auch, wenn man einer besonderen Person begegnet. Allerdings frage ich mich auch, ob es dann nicht gerade "schwieriger" wird. Bisher hat sich ja leider noch keiner gefunden, der sagt "Ich habe meine Beziehungsangst in den Griff bekommen", aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben. :-)

Du schreibst weiter:

Was ich aber völlig daneben fand war, dass sich einige Erwachsene? darüber aufregten und die Eltern dahingehend drängelten den Kindern ihren Spieltrieb zu untersagen. Für mich einfach unverständlich. Vielleicht waren diese Drängeler ja nie Kind gewesen.

Ja, heutzutage ist es noch schwieriger geworden Kind zu sein. Ich merke auch allzuoft diese Situationen, wo kleine Kinder gleich als unerzogen gelten, wenn sie "rumhampeln". ABER sind die Kleinen denn zu ruhig, wird gleich ein "Ohje, was stimmt wohl nicht" gesagt. Wir vergessen leider zu schnell, wie wir uns als Kind gefühlt haben. Manche von uns reagieren aber auch so, weil sie gerade als Kind zu einem "funktionierendem Werkzeug" erzogen wurden.

Liebe Grüße

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