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An alle Männer: warum zieht ihr euch manchmal zurück?

s,ora+ya


@Monika65

ganz selten.. ich weiss das ich das als teenager manchmal gebraucht habe, irgendwie aber verständlich wenn man die ganze zeit 3 teenager-schwestern um sich hat... wenn ich dann mal alleine war dann habe ich es vorallem genossen mal etwas essen zu können was mir nicht jemand wegknabbert oder im fernsehen zu schauen was ich will... ich weiss nicht ob das vergleichbar ist, ich glaube aber kaum...

ich versuch mich grad zu erinnern wann ich das letzte mal das bedürfniss hatte alleine zu sein... ich glaub das war als ich noch single war, vor nem jahr - ich wohnte mit meiner schwester und ihrem freund zusammen und war total froh wenn die 2 mal abdüsten. ich hab dann nichts getan dass ich nicht hätte tun können wenn sie da gewesen wären, aber es hat irgendwie gut getan.. hmmm

wMieaucbhWimmer


Zottelbär

Es bringts doch nur, die menschliche Frühgeschichte miteinzubeziehen, wenn man sie auch genau kennt. Tut man aber nicht, denn man geht in dem, wie man die Vergangenheit sieht, von heute aus. So wurden z.B. Jahre lang Totenfunde, in deren Grab Jagdwerkzeug/Waffen als Grabbeigabe gefunden wurden, als männlich identifieziert.

Man ging von der heutigen Perspektive aus, dass Männer die Jäger sind, also mußte dies ein Mann sein. Erst durch die Methode der genetischen Geschlechtsprüfung wurde festgestellt, dass es sich dabei auch um Frauen gehandelt hat. Woher weißt du also, ob Frauen damals nicht ebenfalls gejagt haben, so wie es die Eskimofrauen noch heute tun? Warst du damals dabei?

Man schließt von heutigen Vorurteilen einfach auf die Vergangenheit, ohne es genau zu wissen und dann wieder zurück auf heutiges Verhalten. Sowas nennt man Zirkelschluß und ist wohl unsinnig.

ZTott)elbxaer


@ wieauchimmer:

Anhand von Beckenknochen und Schädelform konnte man schon immer feststellen, ob dort ein männliches oder weibliches Skelett lag. Aber wenn Du mir einen Link posted, der Deine Aussage unterstützt, Geschlechtsbestimmungen seien erst seit kurzem möglich, so schaue ich ihn mir gerne an. :-)

Meines Wissens nach nämlich ist an einem Skelett nach so langer Zeit kein auswertbares genetisches Material mehr vorhanden. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Und sicher gibt es immer wieder Völkerm die alles anders machen, als der Rest der Menschheit. Es soll sogar in Südamerika Stämme geben, die leben das ganze Jahr in zwei Stämmen getrennt nach Männer und Frauen, und dort sollen dann angeblich alle lesbisch oder schwul sein. Alle, kollektiv! :-o

Nur bei verschiedenen Festen nehmen sie dann rituell die ekelhafte Aufgabe der biologischen Reproduktion auf sich. ;-D

Ich habe aber keine Ahnung, ob das so ist, das könnte auch eine moderne Legende aus dem Homosexuellenbereich sein (ich habe die Story von einer Lesbe gehört).

Daraus jetzt zu schließen, unsere Vorfahren hätten nicht quasi allesamt heterosexuelle Lebensgemeinschaften gehabt, halte ich jedoch für leicht übereilt. ;-)

Für wirklich jede menschliche Verhaltensweise auf diesem Erdball findet sich mindestens eine Volksgruppe, die es anders macht, als der Rest.

Das heißt aber nicht, dass es nicht bestimmte genetisch bestimmte Präferenzen gibt, die einen großen Einfluss darauf haben, wie eine Rollenverteilung bei einer zufällig ausgewählten Gruppe von Menschen aller Wahrscheinlichkeit nach aussehen wird.

Ansonsten ist die erdrückende Dominanz von Gesellschaften, in der die Männer jagen, quer über den Erdball und vollkommen kulturunabhängig, einfach nicht zu erklären.

Knleioo


soraya

ich wohnte mit meiner schwester und ihrem freund zusammen und war total froh wenn die 2 mal abdüsten. ich hab dann nichts getan dass ich nicht hätte tun können wenn sie da gewesen wären, aber es hat irgendwie gut getan.. hmmm

Möglicherweise ist das die Erklärung. Es gibt eben Interessen, wo Gesellschaft stört. Viele Interessen kann man dagegen machen, auch wenn jemand dabei ist. Es wäre natürlich bei manchen Interessen auch möglich, dass jemand dabei ist, solange er nicht redet, aber ich z. B. rede auch zeitweise laut, wenn ich etwas mache und dann ist es wieder für den anderen störend, der vielleich gerade liest. ;-)

Genauso, wenn ich mich mit einem Freund oder Freundin treffe, dann will ich mich mit ihm auseinandersetzen. ;-D

wqie{auchi_mmer


Zottelbaer

Ansonsten ist die erdrückende Dominanz von Gesellschaften, in der die Männer jagen, quer über den Erdball und vollkommen kulturunabhängig

Wann warst du denn das lezte Mal Mammuts jagen und was hat das mit dem "Mal allein sein wollen" zutun? Die haben, wie gesagt, nicht alleine gejagt. Ich finds einfach nur an den Haaren herbei gezogen! Lasst doch mal die Steinzeitmenschen in Ruhe. Es geht um heute, ein paar Tausend Jahre später.

bDergsxee


interssant, wie dieser thread in die beiden Diskussionen "Zeit für sich nehmen" und "Evolutionspsychologie" auffleddert...

@soraya

ich brauche auch viel Zeit für mich. Ich kann nicht genau beschreiben, was ich da mache oder suche. Es ist einfach das Alleinsein. (Ein interssantes Wort übrigens. Kommt das von All-Ein-Sein?) Um wirklich zur Ruhe zu kommen, mich zu sammeln brauche ich Phasen, in denen keine Menschen um mich herum sind. Auch die Frau die ich liebe ist da zuviel. Manchmal, wenn ich mehrere Tage ununterbrochen Menschen um mich herum hatte ist es für mich fast wie ein körperliches Bedürfniss allein zu sein. Ich wandere auch gerne (sogar am liebsten) allein.

Ob solches Verhalten evolutionspsychologisch zu Begründen ist, kann ich nicht sagen. Ich gebe wieauchimmer recht, dass eine Begründung, die sich auf hypothetisches Verhalten prähistorischer Gesellschaften bezieht auf sehr wackligen Beinen steht. 1. wissen wir nicht genug (=nix) über das Verhalten dieser Menschen und 2. gab es auch da bereits sehr ausgeprägte kulturelle Einflüsse.

Deshalb finde ich auch die Frage warum sich Menschen verhalten wie sie sich verhalten zwar sehr interessant, aber irgendwie auch müßig, da es sowieso nicht herauszufinden ist. Aber wie sich Menschen verhalten kann man beobachten. Und da denke ich schon, dass es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Und Muster. Und ich bin überzeugt, dass ein sehr großer Teil dessen was wir tun nichts damit zu tun hat, was wir für Überzeugungen haben und was wir bewußt denken. Letztlich konstruieren wir die Begründugen für unser Verhalten im Nachhinein. Meist gelingt uns das gut und schlüssig, so dass wir selbst daran glauben. Manchmal klappt das aber absolut nicht. Deshalb kann es auch zu so seltsamen Situationen kommen, dass sich z.B. eine Frau in der Position wiederfindet völlig abhängig von einem Arsch zu sein, der sie wie Scheiße behandelt und trotzdem unfähig zu sein ihn zu verlassen. Gleichzeitig hat sie es nie für möglich gehalten, dass sie so sein könnte und hat andere Frauen sogar für solches Verhalten verachtet.

Da hilft nur Anpassung des Selbstbildes an die Realität... Nur weil man glaubt, dass man so-und-so ist, heißt das noch lange nicht, dass das auch wahr ist....

Z~o3ttelb1aer


@ wieauchimmer:

Die haben, wie gesagt, nicht alleine gejagt.

Ich habe es doch schon geschrieben... :-/ *verzweifel*

Vor einer Jagd wird geredet. Man bespricht die Taktik, bezieht Stellung und wartet auf das Wild. Und dann hält man die Klappe, weil die Viecher sonst abhauen! Wenn es sein muss, hält man gar stundenlang die Klappe, bis die Mammuts endlich da sind. ;-)

Also, man jagt zwar in der Gruppe, aber dabei tratscht man nicht wie auf einem Kaffeekränzchen. ;-D

Ach ja: <Mammut> lässt sich durch jede andere beliebige Tierart ersetzen...

Dass Du das als an den Haaren herbeigezogen empfindest, daran kann ich nichts ändern. Die Grundlagen der Psychoanalyse sind auch nur Konstrukte und daher per se nicht beweisbar. So ist das nun mal häufig in der Psychologie.

MAon<ikax65


Soraya

Das Gefühl, das du vor einem Jahr hattest als deine Schwester und ihr Freund mal weg waren, das ist genau das, was viele Menschen immer wieder brauchen. Es tut gut, irgendwie und wie bergsee sagt, es kann zu einem geradezu körperlichen Bedürfnis werden.

s.etTerra


@wieauchimmer

Löwenmännchen jagen durchaus auch. Vorallem müssen sie jagen, solange sie nicht in einem Rudel von den Weibchen versorgt werden. Im Rudel jagen sie nicht mehr, weil der Energieverbrauch beim Jagen für das Männchen ein Vielfaches höher ist, als bei den Weibchen ist.

s;etyeCrrxa


Sorry,

die Replik galt natürlich Zottelbär

s.eter(rxa


@Monika - @Che

Ja natürlich, braucht jeder einmal Zeit für sich, wenn man etwas nachdenken muss, oder eine Aufgabe lösen will. Aber dafür hat man ja ein Arbeitszimmer in der Wohnung, oder? Also wenn ich etwas für mich mache, und mein Grauauge kommt und gibt mir schnell einen Kuss und lässt mich dann wieder alleine, das fördert doch das Nachdenken, oder? :-D.

Wenn wirklich mal etwas kompliziertes gemacht werden muss, wenn sie bspw. die Prüfungen ihrer Schüler korrigieren muss, dann weiss ich das und lasse sie in Ruhe.

Es ist doch eine Frage der Kommunikation, ohne dass der andere beleidigt ist.

S[ydne2y


Freiräume

Nun, ich differenziere, ob man zusammen in einer Wohnung lebt, wo Freiräume sowieso anders aussehen + gehandhabt werden (müssen/sollten), oder wenn ein Paar in zwei verschiedenen Wohnungen lebt, wie z.B. bei mir. Das heißt, wenn ich alleine sein möchte oder einfach meine Ruhe brauche, braucht mein Freund mich gar nicht erst zu besuchen. Was aber nicht heißt, dass wir an diesem Abend nicht miteinander telefonieren.

Und wie ich bereits schon schrieb, ist es ein Unterschied, ob man Freiräume für sich in Anspruch nehmen möchte, die keineswegs gegen den Partner gerichtet sind oder ob man den Partner vernachlässigt. Das eine hat meiner Meinung nach nichts mit dem anderen zu tun.

Gruß Sydney

cHu rrl


@wieauchimmer

wenn wir mal die Verhaltensweisen auf die Seite legen und uns nur die körperlichen Tatsachen anschauen, dann ist es doch so, dass Männer und Frauen nunmal unterschiedliche Gehirne haben. Und das wahrscheinlich nicht erst seit gestern :-) bei Männern sind Teile mehr ausgebildet, die bei Frauen eher unterentwickelt sind. Woher kommt das?! Ich denke, das hat sich im Laufe der Jahre entwickelt. Ganz früher, eben zugeschnitten auf die unterschiedlichen Lebensweisen und Aufgaben. Diese unterschiedlichen gehirne sind heute nach wie vor aktuell, so dass es doch nicht verwunderlich ist, dass es zwischen Männern und Frauen diverse Unterschiede gibt. Und da ein Gehirn sich nicht von heute auf morgen so entwickelt, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass das schon gaaaanz lange so ist. Wenn wir jetzt in der heutigen Zeit also nicht mehr von gewissen Urverhalten gesteuert werden, warum haben sich dann nicht aber auch unsere Gehirne geschlechterneutral weiterentwickelt!?

sQeterrxa


@sydney

Das stimmt mit Sicherheit, dass bei einer gemeinsamen Wohnung die Freiräume anders definiert werden.

Mich erschreckt manchmal, mit welcher Absolutheit auf den Freiräumen bestanden wird. Ohne Freiräume, könne man nicht mehr leben, keine Luft mehr zum Atmen bekommen. Ich will niemandem zu nahe treten, manchmal habe ich den Eindruck, als wolle man in einer Beziehung immer nur das vom Partner nehmen, was man braucht, was schön ist, das Unangenehme, allzu menschliche wird ausgeblendet.

KLlei\o


Evolution

Mensch und menschliche Entwicklung. Ich würde mal vorschlagen, ihr schaut Euch wieauchimmer's homepage an: [[http://www.wedernoch.de/mimik/index.htm]]

Oder andere Diskussionen, wie:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/79301/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/77190/]]

Darin wurde die menschliche Evolution schon seitenweise diskutiert.

Es gibt auch sehr interessante Web-Sites:

[[http://www.ngfg.com/]]

[[http://www.gpmoosleitner.de/moosleitner/]]

[[http://www.geist-oder-materie.de/Der_Mensch/der_mensch.html]]

[[http://intern.csg-germering.de/faecher/biologie/Mensch/mensch/definition.htm]]

[[http://www.vobs.at/bio/vobs-e.htm]]

[[http://www.oana.de/Gehirnhlft.htm]]

[[http://hannover.park.org/Canada/Museum/man/evnman3.html]]

etc. etc. etc. wieauchimmer weiß das alles schon und dann macht es auch Sinn, wenn man eine Diskussion darüber führt, wer welche Theorie unterstützt und warum.

Allerdings bringt die Theorie nichts bei Frauen, die genauso ihre Ruhe brauchen, wie manche Männern, denn genauso gibt es Männer, die sich nicht zurückziehen. ;-D

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