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Liebe: Anspruch/ Wunsch und Wirklichkeit

w~ieaEucohiMm7mer hat die Diskussion gestartet


Im Laufe meiner Beziehungen und deren Scheitern, hab ich mich schon mehrfach gefragt, ob mein Anspruch an Liebe/Beziehung nicht zu hoch ist.

Hier im Forum (wo ich jetzt schon länger bin), hab ich aber den Eindruck, dass meine Vorstellung dazu, was Liebe und eine gute Beziehung sein soll nicht ungewöhnlich ist, wenn hier Ratschläge und Meinungen gegeben werden. Die Beziehungsprobleme, die hier beschrieben werden, zeigen aber, dass eine Diskrepanz zur Wirklichkeit besteht. Es würden ja auch nicht so viele Beziehungen scheitern und als unglücklich empfunden, wenn Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen würden.

Der Begriff "Anspruch" passt nicht ganz, denn niemand hat einen Anspruch auf Glück, den er irgendwo geltend machen könnte oder gar einklagen, nicht einmal vor dem "jüngsten Gericht". Der Begriff "Wunsch" würde aber auch nicht ganz passen, denn ich denke, dass zumindest jeder einen Anspruch darauf hat, glücklich werden zu wollen. Es ist vielleicht irgendetwas zwischen Anspruch und Wunsch.

Konkret ist mein "Anspruch" an Liebe:

1. Meine Gefühle müssen stimmen. Verliebtheit sollte in Liebe übergehen. Das kann man m.E. nicht beeinflussen, aber man kann sehr wohl beeinflussen (wenn auch nicht vollständig), dass die entstandene Liebe erhalten bleibt. Im besten Fall bleibt die anfängliche Verliebtheit, das Prickeln ein Stück erhalten (und lodert immer mal wieder auf) und der Rest wird ersetzt durch Vertrautheit, was insgesamt etwas "ruhiger" ist und weniger prickelnd, sich aber auch nicht schlechter anfühlt.

Um die Liebe zu erhalten ist m.E. wichtig, dass man sie immer als wertvolles Geschenk sieht und nie als selbstverständlich. Dass man sich um etwas Wertvolles Mühe gibt und behutsam damit umgeht, ergibt sich dann von selber.

2. Ähnlich wie bei einer guten Freundschaft aber mit etwas anderen Schwerpunkten, finde ich wichtig: Loyalität (Vertrauen), Priorität (eine besondere Stellung im Leben des anderen genießen) und Solidarität (zueinander stehen und Rücksicht nehmen, also sich entgegen kommen). Bei einer Beziehung halte ich es aber für schwieriger, als bei einer Freundschaft, da man der Beziehung meist näher ist und mehr Gefühle mit hineinspielen. Bei Freundschaften ist man einfach viel seltener in der Situation, wo man seine Loyalität "beweisen" muss und Priorität und Solidarität haben ein geringeres Level.

Ich bin kein Perfektionist. Fehler sind nicht nur menschlich, sondern nicht selten ausschlaggebend für Änderungen, für Dazulernen, etc. Ich stelle mir die Art, wie die Ansprüche stimmen sollten eher wie die Gausche Normalverteilungskurve vor. Im Grundsätzlichen sollten sie stimmen, aber Aweichungen gehören dazu, es darf nur nicht zu sehr abweichen.

So scheiterten meine Beziehungen auch immer daran, dass entweder meine Gefühle aufhörten oder er z.B. nicht zu mir gestanden hat oder ich mich nicht genug geliebt fühlte, etc. Ich hätte diese Ansprüche nicht, wenn ich nicht selber der Meinung wäre, dass ich selbst in der Lage bin, ihnen zu genügen. (Ich bin der Meinung (!), ob es auch wirklich so ist?). Ich wünsche mir also nicht mehr vom anderen, als ich selber bereit bin, zu geben.

Wie seht ihr das mit Anspruch und Wirklichkeit? Habt ihr auch oft den Eindruck, dass hier eine Diskrepanz besteht? Erwartet man zu viel, muss man bescheidener sein, was das eigene Glücksgefühl angeht? Ist mein Anspruch generell zu hoch?

Welche Ansprüche habt ihr? (Mich würde auch mal interessieren, wie sehr da die Meinungen auseinander gehen oder ob viele Leute ähnliche Vorstellungen haben)

Antworten
Mcaurlitzixa


Hallo wieauchimmer,

was Du beschreibst, wäre der Idealzustand einer Beziehung. Wie lange haben Deine gescheiterten Beziehungen denn gedauert?

Ich wünsche mir also nicht mehr vom anderen, als ich selber bereit bin, zu geben.

Ist da nicht die Enttäuschung vorprogrammiert? Er ist nicht Du, hat vielleicht andere "Ansprüche".

Mit der Dauer einer Beziehung (bin über 25 Jahre verheiratet) ändern sich auch die Vorstellungen von einer Beziehung. Ich befürchte fast, man wird bescheidener sowohl, was das Glücksgefühl betrifft, als auch was man von seinem Partner erwartet. Ich bin heute (manchmal) schon zufrieden, wenn mein Partner meine Belange ernst nimmt.

Grüsse

wrieauchCimmDer


Mauritzia

Wie lange haben Deine gescheiterten Beziehungen

Ob es in Liebe übergeht, entschied sich immer so zwischen einem halben Jahr und einem Jahr, sodass diese Beziehungen ca. ein Jahr dauerten. Andere dauerten so 1,5 Jahre und die letze fast vie Jahre. Man muss dazu sagen, dass ich gerne allein bin und mich dann schnell, wenn ich z.B. merke, es ist nicht der, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann, mache ich Schluß und bin lieber wieder Single.

Ist da nicht die Enttäuschung vorprogrammiert?

Ja, das ist ja der Punkt, aber andererseits empfinde ich selber meine Ansprüche nicht als zu hoch. Wieso ist Loyalität, Solidarität und Priorität (heißt ja nicht, dass ich sein einziges Ein und Alles bin, aber bevorzugt) zu viel verlangt? Wieso ist es zuviel verlangt, dass man auch noch Gefühle füreiander hat?

Ich bin heute (manchmal) schon zufrieden, wenn mein Partner meine Belange ernst nimmt.

Wenn ich "zu wenig" bekomme und vor allem weniger, als ich gebe, dann gehe ich lieber meine eigenen Wege, anstatt mich so sehr zu arrangieren und meine Wünsche zu sehr aufzugeben.

pteac8e|fu^lxl


möchte noch in dies in die diskussion einwerfen...

je älter man wird desto höher steigen die ansprüche und desto weniger ist man bereit etwas an sich zu ändern... :-/

w ieaguchimimer


peacefull

Diese Ansprüche hatte ich schon immer und wenn mit zunehmendem Alter die Ansprüche der anderen steigen, dann müßte ich doch so langsam jemanden finden können, der dieselben hat.

S/yQdnexy


@wieauchimmer

Liebe wieauchimmer, vielleicht ist das keine direkte Anwort in Deinem Sinne auf diesen Beitrag, aber vielleicht gibt er trotzdem einige Gedankenanstöße, mal sehen ... *lach*

Früher war ich ein Mensch, der in Partnerschaften in Extremen lebte. Entweder schwebte ich im Orbit oder ich stürzte gewaltig tief ab und das Ganze immer in periodischen Zyklen. Ich lebte sehr intensiv und dachte, das müsse wohl so sein. Irgendwann, durch sehr herbe Schicksalsschläge, die endgültige Trennungen durch den Tod mit sich brachten, begriff ich, dass es in meinem Leben, um mein Gleichgewicht ging, um die Mitte dieser Extreme, um _meine_ innere Mitte. In dieser Zeit (es waren Jahre) war ich alleine, ohne Partner und heute denke ich, das war die wichtigste Voraussetzung überhaupt, denn diese Lernaufgabe konnte ich nur mit mir selbst, alleine regeln. Durch diese Arbeit "an mir/mit mir" erfolgte eine Einsicht der Gelassenheit, vielen Dingen gegenüber und eine gewisse innere Ruhe, durch die sich meine gesamte Lebensphilosophie veränderte, auch meine Einstellungen zu Partnerschaften und zur Liebe. Das geschah ganz allmählich und war ein langsamer Prozess, aber das Resultat all dessen spiegelt sich heute auch in meinen Beziehungen wider: meine Beziehungen allgemein, aber auch die zu meinem Freund sind durch eine innige Tiefe und Verständnis geprägt, durch Toleranz, den anderen so zu lassen wie er ist, Spielraum zu lassen für die eigene Identität.

Liebe Wieauchimmer, ich mache mir keine Gedanken mehr, ob ich zu große Ansprüche habe oder nicht, ob diese erfüllt werden können oder nicht. Es reicht zu fühlen und zu spüren, ob mir etwas gut tut oder nicht und dann dementsprechend auch zu handeln. So gibt es kaum noch ein Thema, das ich nicht direkt und offen ansprechen könnte und ich habe schon lange keine Angst mehr vor Fragen, deren Antworten mir vielleicht nicht gefallen. Es ist vielleicht eine besondere Art, der Wahrheit ins Auge zu schauen und sich nichts mehr vorzumachen und dadurch zu erkennen, dass wir mit jeder Sekunde der Gegenwart, die wir genießen, unsere Zukunft schaffen, ganz von selbst. Ich denke inzwischen, wenn man halbwegs mit sich selbst im Reinen ist, wird man auch die Menschen anziehen, die zu einem passen, sprich: das Wesensgefälle wird nicht mehr so krass sein. Ob das ausreicht, um bis an das Ende aller Tage glücklich zusammenzusein, weiß ich natürlich auch nicht, aber darum geht es ja wohl auch gar nicht.

MgoniZkax65


Sydney

Sehr interessanter Beitrag.

Eohemzaligser Nu}tz8er a(#1x5)


Ok, bevor ich hier alles durchlese...

...erst mal die Fortführung aus dem Faden "Wir sind beide vergeben - Romantik oder nur Sex?"

Also hier meine Antwort auf Zottelbär:

@ Isabell:

Kann es vielleicht sein, dass Du Deine Partner erst unselbständig machst?

NEIN, definitiv NICHT! Ich sagte ja, ich bin jemand, der seinen Partner als das behandelt was er sein sollte/ist: Ein eigenständiger, verantwortungsbewußter Mensch. Im Gegenteil, ich fühle mich von diesen Partnern manipuliert. Sie "machen" mir Anfangs vor, dass sie so seien, während sich im Laufe der Zeit immer mehr rauskristallisiert, dass sie NICHT so sind. Ich schrieb irgendwo schon, dass mein Ex-Ehemann z.B. richtig unwirsch wurde, wenn ich mal nicht meckerte!!!!

Dieser Ex-Ehemann ist nun seit 10 Jahren mit einer Schulfreundin von mir zusammen/inzw. auch verheiratet, die ihm aber genau dieses Bedürfnis erfüllt. Sie regelt alles für ihn, entscheidet alles für ihn....ICH wollte das nicht, deswegen sind wir auch auseinander...(wer darunter leidet ist meine Tochter, aber das ist eine gaaanz andere Geschichte :-( ).

LG

Mlornikax65


Wieauchimmer

Die Werte Solidarität, Priorität und Loyalität sind für sich genommen keine zu hohen Ansprüche, die Frage ist nur, wie du sie konkret füllst. Was ist für dich nicht mehr loyal? Wie weit darf der Partner andere Prioritäten haben etc. An diesen kleinen konkreten Dingen reiben sich Beziehungen auf, weniger daran, dass man die grundsätzlichen Oberbegriffe nicht unter einen Hut bringt.

Aber was Sydney schreibt ist wichtig: Man zieht die Leute an, die zu einem passen oder die auf bestimmte Ungereimtheiten im eigenen Leben einfach durch die Art wie sie sind ihren Finger legen. Du bist durch deine letzte Beziehung stark in eine Auseinandersetzung mit dir selber geraten und gerade das kann das Entscheidende gewesen sein.

Meine Erfahrung ist, dass sich bei mir zumindest die Ansprüche sehr geändert haben, je nach Lebenssituation. Ich habe immer allerdings hingenommen, dass nie alles passt.

E%hem-aliger 'Nutzerk (#x15)


@wieauchimmer und die anderen

Also erst mal, mir geht es wie 'wieauchimmer'. Ich habe auch immer Angst davor zu hohe Ansprüche zu haben. Die Gratwanderung zwischen den eigenen Bedürfnissen auf dessen Erfüllung man hofft - und dem was möglich ist von dem anderen aus, ist sehr schwierig zu überwandern - und das ein (Beziehungs) Leben lang.

Stellt man seine eigenen Bedürfnisse zu sehr zurück, passieren solche Dinge wie ich in meinem Beitrag an 'Zottelbär' schon beschrieben habe - fordert man die Bedürfnisse zu sehr ein, dann setzt man den anderen zuviel unter Druck und er hält den irgendwann nicht mehr aus.

Ich glaube wichtig ist, dass man über seine Gefühle sprechen kann, ohne dass der Partner sich zu sehr persönlich angesprochen fühlt oder ohne das man "fordernd" dabei wird. Man sollte einfach seine Gefühle ausdrücken können, ohne was zu erwarten außer ein Zuhören des Partners und im wirklichen Bedarfsfall einer Änderung, die dann aber von ihm ausgeht weil er es versteht und auch selbst will.

Mir hilft es schon einfach reden zu können, in den Arm genommen zu werden....meistens....

LG

LG

SJabexl


Eigentlich sollte man meinen deine Ansprüche sind nicht zu hoch, da du ja auch bereit bist soviel zu geben, wie du haben möchtest.

Aber irgendwie habe ich bei dir eher das gefühl, das es bei dir schon sehr viel braucht um überhaupt ein Glücksgefühl zu haben.

Glück ist nu mal kein absoluter Wert. Glück wird von den Menschen subjektiv empfunden. Und je besser es einem geht, umso mehr braucht es um dieses Glücksgefühl zu bekommen. So wie es aussieht geht es dir zu gut.

Ich habe eine Ehe hinter mir, da war ich schon glücklich, wenn ich mal einen Tag ohne Streit und Zwist erleben durfte.

Heute habe ich einen Partner, dem ich voll und ganz Vertrauen darf, mit dem ich über alles reden kann, der nicht raucht und kein Alkoholiker ist. Ich habe das Gefühl eine Prinzessin zu sein. Ich fühle mich als der glücklichste Mensch auf der Welt. Für manchen mag das aber nur gerade das selbstverständlichste sein.

Ich will mal versuchen zu erklären was ich meine: Das Glücksgefühl hängt immer von der Erwartung ab. Erwarte ich 100% und bekomme nur 70% bin ich entäuscht. Erwarte ich 70% und bekommen 70% bin ich soweit zufrieden. Erwarte ich 50% und bekomme 70% bin ich glücklich und finde das Leben toll.

Eventuell wollen deine Partner nicht so viel, und sind deshalb überglücklich und du mit deinen höheren Erwartungen unglücklich.

Je höher dein Erwartungspegel angesetzt ist, umso sicherer wirst du nicht glücklich sein können. Und es ist heutzutage wohl so, das wir Frauen im Grund die viel höheren Ansprüche an unseren Partner haben, als diese an uns.

Alles gute wünscht dir sabel

wVieauc%himmexr


Sydney

In dieser Zeit (es waren Jahre) war ich alleine, ohne Partner

Ich war die meiste Zeit meines Lebens ohne Partner. Ich "brauche" auch keinen, sodass ich auch nicht so sehr bereit bin, zu viele Kompromisse einzugehen.

Es reicht zu fühlen und zu spüren, ob mir etwas gut tut oder nicht

Das sehe ich ja nicht anders. Wenn man dem anderen nicht vertrauen kann (Loyalität), wenn man nicht den Eindruck hat, er hat sich wirklich für mich entschieden und steht zu mir (Solidarität), dann fühlt sich das für mich aber nicht gut an. Auf konkrete Dinge, dass er mir Blumen schenkt, sich so und so verhält, ect. kommt es mir gar nicht an, sondern auf grundlegende, tiefliegende. Es geht auch nicht darum, dass ich eine immerwährende ständige Priorität in seinem Leben bin. Ich habe auch Phasen, wo mich andere Dinge so sehr beschäftigen, dass ich dem anderen keine Aufmerksamkeit gebe, aber m.E. darf man den Zeitpunkt nicht verpassen, wo man dem anderen mal wieder zeigt, was er mir bedeutet. Je mehr ich mir der grundsätzlichen Dinge sicher sein kann, um so leichter kann ich dem anderen seine Freiräume zulassen und um so weniger kommt es auf Kleinkram an.

wird man auch die Menschen anziehen, die zu einem passen

Da warte ich noch drauf. Die Frage ist aber. Er muss nicht nur zu mir passen, sondern ich muss mich auch in ihn verlieben und da frag ich mich manchmal, wonach sich das richtet und wieso viele sich oft in die "Falschen" verlieben. Ich kann mich aber nicht gewollt verlieben, wenn ich denke, dieser Mann passt zu mir. Manchmal hab ich mir schon gewünscht, es gäbe einen Liebeszaubertrank, mit dem man nachhelfen kann.

SIydne4y


@peacefull

je älter man wird desto höher steigen die ansprüche und desto weniger ist man bereit etwas an sich zu ändern...

Das ist eine Möglichkeit der Interpretation, eine andere könnte so aussehen: Die Ansprüche werden nicht größer, sondern werden andere, verändern/verlagern sich (dafür gibt es unzählige Beispiele) und "man ist weniger bereit etwas an sich zu verändern" kann auch gleichbedeutend damit sein, dass man mit zunehmendem Alter genauer weiß, was man will und braucht, aber auch genauer auf den Punkt bringen kann, was unwesentlich ist. Während man in jungen Jahren noch Feldforschung betreibt, was die eigenen Bedürfnisse anbelangt.

Eohema*lig*er >Nutz5er (#15)


@monika

Was ist für dich nicht mehr loyal? Wie weit darf der Partner andere Prioritäten haben etc. An diesen kleinen konkreten Dingen reiben sich Beziehungen auf, weniger daran, dass man die grundsätzlichen Oberbegriffe nicht unter einen Hut bringt.

Das passt ja irgendwie zu meinem Beitrag. Es ist eine Gratwanderung....immer.

Ist es schon ein 'Prioritätsverlust', wenn in einer Fernbeziehung der Partner mal NICHT vorbeikommt, weil er einfach mal einen Tag für sich selbst haben möchte? Oder ist das dann ein "zu wenig lieben", da man sich ja schließlich schon 2 Wochen nicht mehr gesehen hat?

Das alles unter einen Hut zu bringen ist sehr schwierig und genau da liegt auch der Knackpunkt:

Einige neigen dazu sich irgendwann in einer Beziehung auszuruhen, sie als selbstverständlich zu nehmen - während andere wieder immer am "Arbeiten" daran sind - und dies wirft dann so große Diskrepanzen auf....

LG

w9ieauBchixmmer


Isabell

NEIN, definitiv NICHT! Ich sagte ja, ich bin jemand, der seinen Partner als das behandelt was er sein sollte/ist: Ein eigenständiger, verantwortungsbewußter Mensch. Im Gegenteil, ich fühle mich von diesen Partnern manipuliert.

So sehe ich das auch. Es bringt aber nichts, wenn es vom anderen anders gesehen wird und er dir dadurch die Rolle aufzwingt. Mit meinem: "Du musst schon selber wissen, was du willst" hab ich meinen letzten Ex regelrecht überfordert. Er wollte z.B., dass ich ihm erlaube fremdzugehen. Ich sagte dazu, dass ich weder das Recht habe, ihm etwas zu verbieten, noch ihm etwas zu erlauben. Er wisse, wie ich dazu stehe und er müsse selber Verantwortung für das übernehmen, was er tut. (Sobald ich ihm nämlich etwas erlaube oder verbiete, trage ICH die Verantwortung)

Damit war ich in einer paradoxen Lage, denn ihn quasi dazu zu zwingen, eigenverantwortlich zu sein, ist ja auch nichts anderes, als ihm zu sagen, was er tun soll.

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