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Liebe: Anspruch/ Wunsch und Wirklichkeit

wZieauDchimmber


morgenluft

sondern etwas, das dich viel leichter machen würde als du es jetzt zu sein scheinst.[/z9

Schick ihn mir einfach vorbei. Wie heißt er?

mCorgednluxft


Calacirya

Liebe sollte ja bedingungslos sein, aber wenn dann auf Dauer nichts zurückkommt, halte ich das nicht für durchführbar.

Wirklich vom Feinsten, deine Formulierung - Wunsch, Ideal, Anspruch, Abwägung, Erfahrung, Usache und Wirkung....alles in einem einzigen so kurzen Satz..... - Kompliment ;-D ;-D ;-D

Was hält dich eigentlich ab, Liebe mal bedingungslos zu versuchen? Fernab von jedem Anspruchsdenken? Zuerst mal vorsichtig distanziert, aber nachsichtig. Alles aus der Entfernung der eigenen Persönlichkeit, aber ohne Ansprüche. Keine Selbstaufgabe, sondern wie ein Fels in der Brandung. Angst, Widerwillen hält dich ab, was? Wenn ja - zurück zum Start! Ohne Bedingung, ohne Ansprüche....kein auf-die-Schnauze-fallen. Logisch, oder?

mAorZgenlufxt


wieauchimmer

ich schrieb nicht "jemand", sondern "etwas". Genau dein Fehler. Erheben kannst du dich nur selber.

w]ieakuc;him<mer


Isabell

dann ist mein Glück nicht zwangsweise von dieser Liebe abhängig.

Naja, es gibt da schon so ein paar nigglige Botenstoffe, z.B. Endorphine, die bei Liebe (vor allem die körperliche Zuwendung)ausgeschüttet werden und die tatsächlich süchtig machen, körpereigene Drogen. Der akute Trennungsschmerz, so ca. ein halbes Jahr, ist tatsächlich ein körperlicher Drogenentzug (und psychisch hat man sich ja auch an die Aufmerksamkeit des anderen gewöhnt).

Brauchen tu ich keine Beziehung oder jemanden der mich liebt, aber das halbe Jahr ist noch nicht rum. Ich bin noch auf Entzug, aber wird schon besser.

whi1eiaucVhimmler


morgenluft

ich schrieb nicht "jemand", sondern "etwas". Genau dein Fehler. Erheben kannst du dich nur selber.

War ein Scherz!!! ;-)

Ich bin künstlerisch begabt. Das ist z.B. erhebend, etwas zu "schaffen". Ich denke, damit habe ich schon etwas in die Wiege gelegt, etwas, was mich erheben kann, was sich viele andere erst mühsam suchen müssen. Insofern hats da das Schiksal schon gut mit mir gemeint...und wenn ich so richtig in einer Schaffensphase bin, dann kannst du auch 10 adonismäßige Männer um mich rumtanzen lassen. Da sag ich dann nur: "Tu das wech, das nervt!"

Ich bin gerne allein, ich fühl mich wohl mit mir allein. Das hab ich schon als Kind...aber Zuwendung von anderen brauche ich trotzdem, Freundschaft und leidenschaftliche Liebe ist was ganz Erhebendes, was ich auch nicht mit Kunst vergleichen kann. Kann man m.E. mit nix vergleichen. Da ist eben gerade das Besondere dran, dass man sich zusammen mit einem anderen Menschen in andere Gefilde erhebt. Das ist einfach was anderes als alleine.

w7ieauwchim4mxer


morgenluft

Ohne Bedingung, ohne Ansprüche... kein auf-die-Schnauze-fallen.

Logisch: Wer nix erwartet, kann auch nicht enttäuscht sein, wenn er nix bekommt. Aber wenn ich nix haben will, dann brauch ich mich auch nicht verlieben.

Allein in dem Wort "Begehren" steckt doch schon drin, dass man auch was haben will. Wenn man den anderen vermißt (und das tut man auch ganz ohne Anspruch, ist nämliche einfach ein Gefühl, was einfach da ist, ob man will oder nicht, Entzug eben), dann nennt man das "Sehnsucht". Auch in diesem Wort steckt schon, dass man was will. Man will ja nichts Bestimmtes (ich jedenfalls nicht), sondern ein Gefühl zurück bekommen eine Antwort.

Wenn ich einen Monolog halten will, dann kann ich mir auch alleine ein Ohr abkauen. Ich will aber einen Dialog, einen Austausch. Einsam kann ich auch alleine sein.

w[ieauch~immxer


Isabell

Ihr seid hier sozusagen meine Entzugsklinik, wenn es euch nichts ausmacht... ;-)

KFlexio


wieauchimmer

Ich bin gerne allein, ich fühl mich wohl mit mir allein. Das hab ich schon als Kind... aber Zuwendung von anderen brauche ich trotzdem, Freundschaft und leidenschaftliche Liebe ist was ganz Erhebendes, was ich auch nicht mit Kunst vergleichen kann. Kann man m.E. mit nix vergleichen. Da ist eben gerade das Besondere dran, dass man sich zusammen mit einem anderen Menschen in andere Gefilde erhebt. Das ist einfach was anderes als alleine.

Empfindest Du die Leidenschaft und die Liebe zu Deiner Kunst nicht genauso befriedigend, wie das Zusammensein mit Menschen? Letzlich spielt sich doch alles im Kopf ab. ;-)

mSorgehnlruft


wieauchimmer

Aber wenn ich nix haben will, dann brauch ich mich auch nicht verlieben.

Das ist allerdings ein Argument.....

wieauchimmer wieauchimmer: Neues Spiel, Neues Glück!

Alles Gute,

wmieaucqhimmexr


Kleio

Empfindest Du die Leidenschaft und die Liebe zu Deiner Kunst nicht genauso befriedigend, wie das Zusammensein mit Menschen?

Nein, denn bei meiner Kunst bewirke ich alles alleine. Es kommt nur aus mir heraus, nichts "Unerwartetes", insofern, dass es sich nicht zumindest langsam in einer Intuition aufbaut, b.z.w. ich mich zuvor in einen Zustand bringe, wo plötzliche Einfälle ihren Raum erhalten. Kunst ist eher wie Meditation. Man kehrt in sich und schaltet dabei auch nicht selten die Umgebung völlig aus.

Andere Menschen sind aber ein Gegenüber für mich. Die fühlen nicht in meiner Haut, denken nicht mit meinem Kopf, etc. und werden nicht aus mir heraus erzeugt, sondern die können z.B ganz plötzlich anfangen zu lachen oder sich zu bewegen oder etwas zu sagen, was mit meinem Zustand nix zutun hat, völlig unabhängig von mir und völlig unerwartet.

Das Erhebende daran finde ich (und das war auch etwas, was ich oft mit meinem Ex hatte), wenn da so eine Art "Gleichklang" entsteht. So ein "Zwei Doofe, ein Gedanke/Gefühl", wo man für kurze oder manchmal längere Momente das Gefühl hat, man ist eins. Das ist wie ganz kurz in der Haut des anderen stecken. Tut man zwar nicht, aber weil das gleiche dabei herauskommt, fühlt man sich eben in dem Moment so, als hätte man so eine Art intuitive Verbindung zueinander geschaffen, als hätte sich etwas über die Grenzen der eigenen Person kurz vernetzt. So ist das auch beim Sex, wenn man es schafft sich gemeinsam "aufzuschaukeln", was nicht immer klappt. Oft ist es ein Gegenseitig und das ist auch ok.

Es überwindet Grenzen für kurze Momente. Im Grunde, wenn man auch mal sieht, wie schwer es ist, andere Menschen nachempfinden oder nur verstehen zu können (wie man auch hier im Forum immer wieder sieht), dann ist man in seiner Haut verdammt allein. Um so wohliger fühlen sich die Momente an, wo man den Eindruck hat, da kann mich einer nachempfinden, fühlt mit mir dasselbe. Ich denke an ihn, während er an mich denkt. Ich freu mich über ihn, während er sich über mich freut, etc. Das gibt es natürlich auch bei Freundschaften, aber Liebe fühlt sich einfach viel krasser an, sodass man die Umgebung zusammen völlig ausschalten kann und sich total aufeinander konzentriert.

Das ist wie eine Energiebündelung. Wenn ich Kunst mache, ist es nur meine eigene Energie, die strömt. Bei Liebe ist es so, dass dort die Energien von zweien irgendwie zusammenfließen (natürlich nicht beständig, meist sind es sogar nur kurze Momente, die ganz intensiv sind)

pKeaceKfull


Das fing damit punktum an, als wir beide arbeitslos wurden.

.... bis zu diesem zeitpunkt habt ihr mehr oder weniger eine einheit gebildet ...

.... die momentane kriese war der auslöser ... über das warum könnte ich nur spekulieren ... sicher ist aber dass das bereits ziemlich tiefe selbstbewusstsein deines freundes ziemlich schaden nahm und er zusätzlich (das erste mal in seinem leben) .. unsanft aus seinem cocon gerissen wurde ... naja den rest hast du ja beschrieben ....

deshalb nimmt das "scheitern" deiner beziehung zusätzliche dimensionen an und kann definitiv nicht mehr nur mit deinen oder seinen "ansprüchen" oder "minimal anforderungen" erklärt werden ... die äusseren umstände haben doch zu einem hohen grade dazu beigetragen dass ihr jetzt dort seid wo ihr seid ....

w:iea`uchimymer


peacefull

äusseren umstände haben doch zu einem hohen grade dazu beigetragen dass ihr jetzt dort seid wo ihr seid ...

Nein, das ist mir zu einfach.

Ich war auch arbeitslos und wollte trotzdem nicht plötzlich Sex mit anderen Männern und hab mich nicht mehr um ihn gekümmert. Ich weiß auch nicht, wieso man sich in solchen schlechten Zeiten dann noch so dermaßen in den Rücken fällt. Er hatte auch nicht noch ein Kind zu versorgen und zur Not Eltern mit Geld, die ihm hätten mal finanziell aushelfen können. Das hab ich nicht. In seinem Job (Systemadmin) sah die Joblage auch längst nicht so mies aus wie in meinem Design...

...und er hat nichts anderes im Sinn, als andere Frauen kennen lernen und dass er auch mal Sex mit denen darf? Ich hab ihn nicht mit meiner Situation belastet. Ich war ja nicht das erst Mal arbeitslos. Ich habs relativ gelassen genommen. Wir wohnten ja nicht einmal zusammen. Zeitweise kam er ja meist erst um 23:30 Uhr, gucken, ob ich noch was zu Essen übrig habe, Sex und kuschelig einschlafen. Er ließ sich zwar noch nett von mir verwöhnen, aber führte immer mehr sein Eigeneleben und wollte mich nicht mehr daran teilnehmen lassen. Im Sommer, ausgerechnet in den zwei Wochen, wo ich von meiner Weiterbildung Urlaub hatte, fuhr er 6 Tage zum Computercamp (wo sie auch war). Danach hatte ich noch drei Tage Urlaub. Er kam wieder und ich erfuhr, was er für diese drei letzten Tage meines Urlaubs so alles vorhatte, natürlich nicht mit mir.

Er hatte übrigens im November wieder eine Arbeit (Schluß war erst Anfang Januar), die er jetzt aber drangibt, um in ihre Stadt zu ziehen. Ich bin zwar offiziell seit April freiberuflich, aber im Grunde immer noch arbeitslos, weil kaum Aufträge.

w%ieauPch immer


peacefull

Da fühlte ich mich ganz schön im Stich gelassen und das hat sehr viel mit den Ansprüchen zutun, Loyalität nämlich.

pTeacedfulxl


Nein, das ist mir zu einfach.

du bist aber anders mit der situation umgegangen ... die schlechten zeiten wirken sich doch ziemlich direkt und brutal auf die weiterentwicklung der persönlichkeit aus ... einige wachsen daran andere scheitern wieder andere verdrängen und so weiter...

und so weiter ... dein freund hat einen anderen weg eingeschlagen ...

jeder mensch versucht sich mit solch einer situation zu arrangieren (oder damit umzugehen) ... bei euch ging dies aber in eine völlig gegensätzliche richtung ... (vielleicht liege ich ja völlig falsch aber all die frauen dienten sicher auch zur selbstbestätigung .. bzw. zur aufwertung eines angeknacksten selbstbewusstseins ... das in den rücken fallen etc.. kann durchaus die nackte angst vor verantwortung sein etc. etc.)

...........................

ich bin deshalb nachwievor der meinung dass dieser bruch im leben deines freundes ziemlich viel ausgelöst hat.. seine art mit den schwierigkeiten umzugehen ... naja .. darum bin ich ebenfalls immer noch der meinung dass hier eben viel mehr spielt als nur ansprüche oder anforderungen..

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wFiveauDchixmmer


peacefull

ich bin deshalb nachwievor der meinung dass dieser bruch im leben deines freundes ziemlich viel ausgelöst hat

Das ist durchaus möglich und er sagt auch immer, die Arbeitslosigkeit sei Schuld gewesen, aber mir ist es trotzdem zu einfach, wie eine billige Ausrede. Wir hatten eine so innige Verbindung miteinander. (in welcher Beziehung schaut man sich nach 3 Jahren Beziehung einfach noch minutenlang tief in die Augen und genießt das einfach? In welcher Beziehung legt man sich einfach eine halbe Stunde lang Haut an Haut und genießt diesen Energieaustausch, so als würde man sich gegenseitig aufladen?)

Gerade schlechte Zeiten schweißen doch zusammen, wenn man sowieso eine innige Verbindung hat. Für mich fühlte sich das schlichweg wie Verrat an und die Geschichte, dass Sie ihn dann zu seinem 30. (!) Geburtstag besuchte, über die komme ich einfach nicht hinweg. Egal, ob wir in Zukunft mal eine Freundschaft haben... (Er sagte auch noch, er habe mit mir seine beste Freundin verstoßen. Wieso tut man sowas, wenn die Zeiten sowieso schon mies sind? Das ist doch schon fast wie eine mutwillige Zerstörung!)...Ich werde ihm nie wieder zu seinem Geburtstag gratulieren. An diesem Datum kenne ich niemanden mehr, der Geburtstag hat. Das klingt vielleicht albern....

Und wieso tauscht er mich einfach gegen eine andere Frau aus? Wieso ist eine andere Frau eine Lösung, wenn ich gar nicht das Problem war, sondern die Arbeitslosigkeit? Wenn man sich im Leben unzufrieden fühlt (und das sagte er immer), aber man weiß genau, dass es nicht daran liegt, dass man sich in seiner Wohnung nicht wohl fühlt, dann ist es doch Blödsinn, sich eine andere Wohnung zu suchen, um so seine Unzufriedenheit zu lösen.

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