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Liebe: Anspruch/ Wunsch und Wirklichkeit

p~eac4eHfulxl


hmmmmmmmmm ja vielleicht habe ich nur eine beschränkte sicht.... aber die männer die ich kenne sind alle ziemlich selbstständig ??? ... ich könnte dir jetzt seitenweise beispiele nennen ... naja mann lernt immer wieder was neues...

w|ieYaucxhimmxer


peacefull

sind alle ziemlich selbstständig

Ich hab nicht von selbständig geredet. die meisten sind ja oft auch lange Zeit ohne Partnerin alleine prima zurecht gekommen. Es ging mir mehr um die Beziehungsarbeit, das Engagement für die Partnerschaft. Klassisches Beispiel: Er vergißt den Hochzeitstag. Das alleine muss ja noch nichts bedeuten, auch andere Kleinigkeiten nicht. Aber wenn sich die Kleinigkeiten häufen, wo sie das Gefühl hat: "Unsere Beziehung ist ihm egal. Ich bin ihm selbstverständlich. Er gibt sich keine Mühe mehr um mich"

S&a3bxel


Na ja, wenn er es gewohnt war rumkommandiert zu werden, ist es wohl das was er so sehr vermisst hat. Aber irgendwie kriege ich das Gefühl, das du eigentlich froh sein solltest das du deinen Ex los bist. Du musst allerdings auch bereit sein, ihn loszulassen. Wie ich mich erinnern kann hast du ganz am Anfang geschrieben, war deine Frage wohl ob deine Ansprüche an eine Beziehung unrealistisch sind. Das sind sie sicher nicht, aber es ist unrealistisch zu erwarten, das der andere Hellseher ist, und imme weiss was du gerade brauchst. Ich glaube eine Beziehung kann nur dann funktionieren, wenn man immer alles miteinander bespricht, auch wenn es nicht so wichtig scheint. Ich lass es einfach nicht mehr zu, dass ich am Abend schlafen gehe, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist. Und mein Partner hält sich auch daran.

pdeacexfull


ich habe dich schon richtig verstanden.. nehmen wir hochzeitstag.. da ist es selbstverständlich dass der mann in erstens mal nicht vergisst und zweitens auch was nettes organisiert.. dasselbe gilt für den valentines tag... oder geburtstag... etc... und dies alles selbstständig ohne dass die frau stupfen muss....

w$ieauechim6mer


Sabel

es ist unrealistisch zu erwarten, das der andere Hellseher ist, und imme weiss was du gerade brauchst.

Im täglichem Leben bin ich noch gesprächiger als hier ;-) Ich sage immer sofort und direkt, wenn mich was stört, aber auch wenn mich was erfreut. Da muss wirklich niemand hellsehen können. Aber du glaubst nicht, wie sehr man, trotz klarer Sprache, das Gefühl haben kann, man redet chinesisch.

Mich hat z.B. interessiert, was ER sich denn eigentlich unter Beziehung vorstellt, also welche Ansprüche er hat (ICH war diejenige, die sich da schon intuitiv (nicht hellseherisch) ihren Teil zu gedacht hat, nämlich dass Beziehung für ihn eher so eine Art zu Hause ist, wo man sich gegorgen fühlt, sich auch an Anweisungen hält, aber eigentlich nebenher am liebsten so ein Leben führen würde, wie ein Singel).

Ich hab ihn mehrfach gefragt. Er wollte immer drüber nachdenken, aber wurde nie damit fertig. Irgendwann, als ich seine Beziehungsfähigkeit kritisierte, brüstete er sich damit, er habe ja schließlich schon eine 8 jährige Beziehung hinter sich und ich nicht. Darauf meinte ich dann nur: "Toll, wenn man nach diesen 8 Jahren aber trotzdem immer noch nicht weiß, was man sich selber unter einer Beziehung vorstellt. Du hast also 8 Jahre etwas gelebt, wovon du gar nicht wußtest, was das eigentlich für dich ist"

Er hatte für nichts Definitionen und wäre in der Lage gewesen, seine Vorstellungen zu benennen, so als würde er sich so treiben lassen, ohne Ziel und Wissen, was er eigentlich will.

wenn man immer alles miteinander bespricht,

Ich glaube, ich halte den Weltrekord in Beziehungsgesprächen. Bin ihm damit nur zumehmend auf die Nerven gegeangen und brachte gar nichts. Ich hätte besser schneller meine Konsequenzen ziehen sollen, aber er hielt mich ja hin mit: "Das ist nur so eine Phase", "Ich bin mit mir selbst unzufrieden und das hat mit meiner Liebe zu dir nichts zutun" Er bemühte sich auch, aber das kam mir nicht vor, als hätte er da Lust zu, sondern wie Pflichtübungen. Da kann ich aber drauf verzichten.

wAieaKu`chikmmer


peacefull

Ich denke mal, was du als selbstverständlich siehst, ist für viele Männer ganz und gar nicht. Die Geschichte mit dem "Männer vergessen den Hochzeitstag" ist ja nicht ohne Grund zu einem Running-Gag geworden.

S`abexl


Nun dann ist es vielleicht sinnvoll einen Dolmetscherkurs in Frauensprache/Männersprache zu machen. Ehrlich, das ist kein Scherz, denn da gibt es schon sehr gross Unterschiede. Frau Onken hat darüber sogar ein Buch geschrieben, und sie ist sicherlich nicht die einzige. Sie ist im übrigen Psychologin und Leiterin eines Frauenseminares.

Lass einfach los. Er scheint nicht das Richtige für dich zu sein. Und so wie es aussieht hat er dir doch ganz schön weh getan. Das wird immer wieder zwischen euch stehen. Er scheint nicht bereit zu sein etwas an sich zu ändern. Er glaubt, das er richtig ist wie er ist. Und wenn du das nicht akzeptieren kannst, musst du loslassen. Er ist zwar körperlich nicht mehr da, aber in deinem Herzen sehr stark eingebettet. Und ehrlich aus einem Schäferhund kann man auch keinen Pudel machen. Wenn du einen Pudel willst, kannst du nur hoffen, das es einen gibt. Aber eigentlich bin ich da ganz zuversichtlich. Für mich gabs ja auch einen Pudel der zu mir passt.

wyieaguchfimm3er


Sabel

Nun dann ist es vielleicht sinnvoll einen Dolmetscherkurs in Frauensprache/Männersprache zu machen.

Die Bücher kenn ich und da ich in meinem Leben genug mit Männern zutun hatte, auch viel in reinen Männerteams gearbeitet habe, glaub ich nicht, dass ich einen Kurs nötig habe. Man kann sich nur schlecht mit jemandem über etwas unterhalten, über das er sich selber noch nie Gedanken gemacht hat und ich denke, das ist viel häufiger der Knackpunkt, als eine unterschiedliche Sprache.

Ging es nicht um Beziehungsthemen, sondern um Politik, beim Humor, beim "zwei Doofe ein Gedanke", oder sonstiges, war unsere Kommunikation bestens. Da reichten kleine mehrdeutige Andeutungen und der andere hat sofort verstanden. Aber wenn man über sich selber gar nicht nachdenken will, dann macht man natürlich auch auf "Ich versteh nicht", wenn es um die eigene Person geht. Der wollte es m.E. nicht verstehen, denn dann hätte er mir in vielen Dingen Recht geben müssen und sich ändern müsssen und das wollte und konnte er nicht.

Er gehört nämlich zu den Menschen, die noch nie keine Beziehung hatten, seit er von zuHause weg ist (Da zog er zu seiner 15 Jahre älteren ersten Freundin und hatte da 8 Jahre lang nicht mal ein eigenes Zimmer, sondern war Inventar in ihrem Leben), also offensichtlich ohne diese Geborgenheit nicht klar kommt, aber ständig darüber jammerte, wie sehr er seine Freiheit braucht. "Dann nimm sie dir doch endlich!" hab ich hinterher gesagt. 1,5 Monate hat er es ausgehalten und die nächste, die sich anbot, war seine neue Traumfrau (die hatte er natürlich schon vorher in Aussicht, aber es nach diesen 1,5 Monaten dann dingfest gemacht). Natürlich wollte er diese Ambivalenz, in der er lebt (m.E. aus Feigheit, sich der Freiheit mal wirklich zu stellen mit allen Nachteilen) nicht zugeben und hat mich daher auch nicht verstehen können.

wIieaucXhimmxer


Sabel

Der wird mich erst verstehen, wenn er mal ein paar Jahre zwangsweise Freiheit leben muss, weil er einfach nicht sofort wieder eine Neue findet und dann sind kleine Affairen auch nicht mehr abenteuerlich, sondern die einzig erbährmliche "Fastfood-Zuneigung", die man bekommen kann. Vorher wird er Beziehung einfach nicht zu schätzen wissen, denn sie ist ja für ihn selbstverständlich und er entscheidet sich nicht dafür, sondern "braucht" sie.

E'hemaYligeEr Nutzexr (#15)


Ich hab nicht von selbständig geredet. die meisten sind ja oft auch lange Zeit ohne Partnerin alleine prima zurecht gekommen. Es ging mir mehr um die Beziehungsarbeit, das Engagement für die Partnerschaft.

DAS war ja die größte Falle in die ich bei meinem Ex getappt bin:

Mein Freund davor war völlig von Mami abhängig....nie wieder, schwor ich mir! So, dann kam mein Ex daher: guter Job, eigene Wohnung und zu Mami nur zum "Pflichtbesuch". Toll, habe ich gedacht, DER trägt Verantwortung für sein Leben, DER ist selbständig....

Und wie sah die Partnerschaft aus?

Vorwürfe, Vorwürfe, Vorwürfe von seiner Seite.

Wir hätten keine gemeinsamen Freund, er habe seine alten Freunde alle 'im Stich' gelassen wegen mir - habe ihn nie dazu gezwungen, im Gegenteil, ich wollte immer mal was mit denen machen, nur ER tat ja nichts dafür (und wie hätte es denn bitteschön ausgesehen, wenn ICH bei denen angerufen hätte, ich kannte die doch kaum!). Als ich meine Arbeit kündigen mußte, auch aus dem Grund, weil er seinen Teil der vorherigen Abmachung nicht einhielt (ich mußte um 06:00 Uhr aus dem Haus, er schaffte es nicht, dass meine Tochter pünktlich zur Schule kam, die Kleine ging ungekämmt und mit einer linksrum angezogenen Hose in den Kindergarten, auch ewig zu spät....es hagelte Beschwerden), hatte ich erst Probleme mit dem Arbeitsamt. Da kam von ihm: "Hättest ja nicht kündigen müssen".....und so weiter und so fort.

Und das bezeichne ich als "Nicht die Verantwortung innerhalb und für eine Beziehung übernehmen zu können". Und solch ein Verhalten sieht man keinem schnell an, gerade in der Anfangsphase nicht - das ist die Falle in die man schnell reintappen kann....

( Off-topic: Liebe wieauchimmer, ich glaube da müssen wir mal unsere Eltern ausfragen was die da so angestellt haben *grins *)

Liebe Grüße

wqiea&uchimxmer


Isabell

"Nicht die Verantwortung innerhalb und für eine Beziehung übernehmen zu können". Und solch ein Verhalten sieht man keinem schnell an,

Ich hätte es vorher sehen können, denn er lebte ja seit er von Zuhause weg war (mit 19) bei seiner Freundin, 15 Jahre älter (34) und hatte in diesen 8 Jahren dort keinerlei Spuren seiner Existenz hinterlassen und hatte kaum eigene Freunde. Ich war aber der irrigen Annahme, weil ich von mir ausging, dass, wenn er erstmal alleine wohnt und ich ihm nicht die Mami spiele, er schon merken wird, dass das viel besser ist. War dumm von mir.

Wenn er jetzt wenigstens mal seine verpasste Jugend nachholen würde...aber er scheint es angenehmer zu finden, eine feste Freundin zu haben, die ihm kleine ungefährliche Ausflüge in die Freiheit erlaubt. Das man sowas toll findet, konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Das war das Problem.

Jetzt hat er auch eine, mit der er schon vorher drüber gesprochen hatte, wie freiheitsliebend sie ist und dass sie eine ganz tolle offene Beziehung hat, die sie jetzt nicht mehr hat, denn die war wohl so toll und offen, dass sie erst mal alles mit meinem Ex klar gemacht hat und dann mit ihrem Freund Schluß gemacht. Ich hoffe, sie ist so "freiheitsliebend" (Ich nenne das eher "unentschlossen"), dass er Freiheit mal auf diese Art von der negativen Seite kennen lernt, weil es ihre Freiheit ist und nicht nur seine.

E1hemal7iger NutUzer (#<15x)


Ja...

...ich mache (oder habe) auch den Fehler zu oft von mir selbst auszugehen. Und ich trage nun mal auch die Verantwortung für mein Handeln selbst....von daher kann ich mir dann in solchen Situationen oft nicht vorstellen oder es gar verstehen wie 'man' -in diesem Fall mein EX- mir die Verantwortung für Dinge zuschustern konnte, die definitiv nicht auf meiner Handlung basierten sondern sich aufgrund der äußeren Umstände so ergaben. Er machte mich quasi sogar für das Wetter verantwortlich.

Ja und mit dem Wohnen:

Er wohnte ja als ich ihn kennen lernte 'schon' 5 Jahre alleine, davor allerdings von zu Hause aus gleich zu seiner Freundin, 8 Jahre lang. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er nur jemanden suchte, dem er wieder alles zuschustern konnte....habe lange genug gebraucht es zu erkennen... ;-).

LG

pueace$ful'l


@ hi all

also ich habe noch ein bisschen gelesen.. ich glaube dass ich ansprüche so wie ihr sie definiert als

... minimal anforderungen....

bezeichnen würde die ich für eine gut funktionierende partnerschaft als voraussetzung erachte..

(mich schon mal klein mach und schaue was da kommt :-/ )

E?hema_liger Nut5zer (#'1q5x)


Wieso machst Du Dich da klein ???

So sehe ich das auch. Es sind minimale Forderungen, was heißt hier überhaupt Forderungen, es sollte völlig selbstverständlich sein......aber das ist ja das, was wieauchimmer und ich uns fragen: Warum geraten wir an solche Männer, die das eben anders sehen?

Ich hätte da für mich persönlich schon ein paar Antworten, würde aber den Rahmen hier sprengen ;-)

LG

p*eace=ful1l


@ isa

eben darum weil es selbstverständlich ist.. habe ich mich völlig verrant.. schon mein erster post ging völlig daneben :-/

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