06.01.12 17:14
Hallo liebe Foris!
Ich bin ganz neu hier, habe aber schon einige Unterhaltungen mitgelesen! 
Seit mehreren Jahren habe ich immer und immer wieder BEs, die mittlerweile chronisch geworden sind.
Ganz schlimm wurde es seit April 2011 durch meinen Bandscheibenvorfall. Der Bandscheibenvorfall liegt genau auf der Höhe, wo die Spinalnerven für Blase und Darm austreten, somit wurden sie seitdem dauerhaft gereizt.
Ich bin selber Physio und hatte dann 5 mal pro Woche Krankengymnastik und seit knapp 3 Monaten bin ich beschwerdefrei vom Rücken her – nur die BEs haben noch mehr zugenommen. Hinzukommen fast dauerhafte Bauchschmerzen, Krämpfe im Unterleib und Brennen beim Wasserlassen.
In der Praxis, wo ich arbeite sind auch Heilpraktiker und Osteopathen. Der Heilpraktiker hat mit mir einige Sitzungen gemacht und meine Darmflora (dank der häufigen BEs war diese natürlich total im Eimer) wieder in Takt gebracht. Beim Osteo war ich auch sehr häufig und fast jedes Mal wurde meine Blase, Nieren und die Harnröhre mobilisiert, weil diese sehr verklebt und auch immer schmerzhaft waren / sind.
Mitterweile habe ich immer ein Notfallantibiotikum im Haus (ich bekomme blutige Blasenentzündungen bevorzugt am Wochenende oder an Feiertagen).
Früher war ich immer bei meiner Frauenärztin, habe Akkupunktur und Bioresonanz wegen der ewigen BEs bekommen. Dann bin ich im April 2011 das erste Mal zum Urulogen gegangen, war aber mit ihm nicht auf einer Wellenlänge und habe im August 2011 zu einem anderen Urulogen gewechselt. Mit ihm bin ich auch sehr zufrieden, er nimmt sich viel Zeit und man hat das Gefühl, dass es ihm wichtig ist wie es dem Patienten geht!
Er hat mir zu meinen bisherigen Medikamenten noch Uro-Vaxom empfohlen, was ich seit etwas über einem Monat nun jeden Morgen nehme. Mir ist positiv aufgefallen, dass die BEs zwar noch da sind aber nicht mehr so schlimm! Früher waren sie innerhalb von ein paar Stunden da und dann immer direkt blutig. Das ist jetzt nicht mehr der Fall – klar habe ich noch meine BEs, aber sie sind kürzer und vorallen unblutig geworden!
Beim Urulogen habe ich zusätzlich eine "Uroflow – Metrie" machen lassen und dabei kam raus, dass mein Harndruck mehr als bescheiden ist. Daraufhin wollte mein Arzt eine Blasenspiegelung machen...das war vorgestern. Leider ist es nicht wirklich dazu gekommen. Das Gel für die Betäubung wird in einer Spritze (ohne Nadel) in die Harnröhre eingeführt...normalerweise. Nach ein paar Versuchen (zum Glück nicht schmerzhaft, da mein Arzt sehr sehr vorsichtig ist) hat dies dann auch geklappt. Das Gel lief allerdings komplett wieder raus und selbst mit dem kleinsten Instrument kam mein Uruloge nicht in die Harnröhre rein. Gerade einmal die Spitze konnte eingeführt werden und das war schon mehr als unangenehm.
Jetzt habe ich am Donnerstag (12.1) einen Termin zur Vorbesprechung im Krankenhaus und werde am Freitag den 13.1. operiert. Mein Arzt meinte, dass ich um die Harnröhrenschlitzung nicht drum rum kommen würde.
Allerdings muss man dazu sagen, dass meine Harnröhre wahrscheinlich schon anatomisch früher viel zu eng war und jetzt durch den Bandscheibenvorfall und die ewigen Spasmen der Blase / Nieren und Harnröhre noch enger geworden ist!
Es gibt meistens auch keinen genauen Grund, warum die BEs auftreten.
1.) Ich ziehe mich immer warm an und trage im Stall immer einen Nierenwärmer.
2.) Ich sitze nicht im Zug
3.) Ich vermeide es kalte Füße zu bekommen
4.) Ich trinke ausreichend Wasser am Tag
5.) Ich gehe nach dem GV direkt auf Toilette und trinke danach sehr viel und gehe noch mehrmals auf Toilette, damit die Bakterien ausgespült werden können
6.) Ich nehme vorbeugend jeden Tag Cranberry – Tabletten
7.) Ich habe einige Zeit lang jeden Tag Vitamin C eingenommen, damit mein Urin angesäuert wurde (ich habe keinen Unterschied gemerkt)
8.) Ich nehme Uro Vaxom (Impfung)
9.) Ich baue meine Darm- und Scheidenflora regelmäßig auf
Soooo, falls ihr jetzt noch irgendwelche anderen Tipps habt oder Erfahrungsberichte in Bezug auf Uro-Vaxom oder die Harnröhrenschlitzung habt dann her damit! 
Ich hoffe mein Text war jetzt nicht zuuuuu lang und ihr konntet folgen, falls Fragen bestehen einfach stellen!
Lieben Gruß
06.01.12 17:21
Viel Glück, meine Freundin hat nach solchem Eingriff ständig mit Vernarbungen zu kämpfen. Es wurde noch schlimmer und sie hat auch noch eine Inkontinenz vom Feinsten.
06.01.12 17:36
Ich verhüte mit der Pille (Valette) und auf Grund von dem ständigen Antibiotikum auch mit Kondom.
Ja klar das mit den Narben kann immer passieren – aber da bin ich erstmal optimistisch eingestellt und außerdem sitze ich da an der richtigen Stelle. Ich kann mich zum Einen selber behandeln und außerdem in der Praxis immer behandeln lassen.
Und außerdem bin ich recht positiv eingestellt, da ich jetzt von 4 Leuten nur Gutes gehört habe! 
06.01.12 17:43
Ich hatte das auch mal. Hab dann die Hormone abgesetzt, weil, mit Antibiotikum ist die (doppelte!) Belastung ja echt überflüssig und Geldverschwendung!
06.01.12 17:43
Pille abgesetzt habe ich bisher nicht. Ich habe nur 2 mal schon gewechselt und merke aber keinen Unterschied! Habe auch schon so einen Hormonstatus machen lassen und da war alles okay 
06.01.12 17:45
Harnwegsinfekte werden als Nebenwirkung in der Packungsbeilage aufgelistet. Ich würde sofort absetzen und den Termin verschieben.
06.01.12 17:47
Informiere mich mal bitte, weil ich noch nie davon gehört habe: was verspricht man sich von einer Harnröhrenschlitzung und was ist das genau?
06.01.12 17:51
Du kannst auch hier in die Suche "Blasenentzündung Pille" eingeben und wirst sicher fündig, dass das bei vielen der Grund für jahrelange BE war.
06.01.12 18:01
Meine erste und einzige Blasenentzündung hatte ich, als ich 3 Monate lang die Valette nahm.
06.01.12 20:29
Ich hatte unter der Valette auch ständig Blasenentzündungen. Seit ich sie abgesetzt habe, bin ich die BEs los.
Ein Hormonstatus sollte frühestens 6 Monate nach dem Absetzen der hormonellen Verhütung gemacht werden.
Durch einen lokalen Hormonmangel (der auch unter hormonellen Verhütungsmitteln auftreten kann, nicht nur nach den Wechseljahren) kann sich ein "bindegewebsartiger Ring" um die Harnröhre bilden und diese verengen. Durch eine konsequente Behandlung mit einer lokalen Östrogencreme kann sich sowas aber auch wieder zurückbilden.
Ich würde erstmal eine Zeit lang hormonfrei verhüten und eine lokale Hormoncreme benutzen und sehen, ob sich dadurch nichts verbessert.
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