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Bypass-Operation - wie gefährlich?

Lfirwo hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe heute erfahren, dass mein Vater kurzfristig sechs Bypässe bekommen soll. Ist wohl sehr dringend. Leider können meine Eltern mir nichts genaues erzählen,- ich habe nur gemerkt, dass sie ziemliche Panik haben. Da ich nicht in der Nähe wohne, kann ich auch nicht so schnell hin und mit dem Arzt sprechen. Wer kann mir von Erfahrungen berichten? Stimmt das, dass die Patienten in ein künstliches Koma versetzt werden? Mein Vater soll anschließend auf die Intensivstation (leuchtet mir ja auch ein) und meine Mutter darf ihn wahrscheinlich erst nach drei Tagen das erste Mal wieder besuchen. Ich habe den Abend damit verbracht, im I-net über solche Operationen zu lesen, aber Infos aus Sicht von Betroffenen nirgendwo gefunden. Hoffe, ich bin überhaupt richtig hier.

Wäre für Infos sehr dankbar, da ich im Augenblick ziemlich konfus und besorgt bin.

Liro

Antworten
e0ig9enar tiQger


ist alltagsgeschäft für die Chirurgenteams,

aber es ist ne heftige Geschichte für einen Betroffenen.

Wenn dein Pa in an sonsten guter Verfassung ist, übersteht er das auch gut. (weiss das aus eigener Erfahrung).

Bei einem Bypass wird das Brustbein aufgesägt, der Brustkorb aufgeklappt, die Lunge zur seite gelegt um das Herz frei zu legen. Danach muss das Myocard geöffnet werden (der Herbeutel), um an den Hermuskel ran zu kommen. das Herz selber als Organ muss allerdings eigentlich nicht geöffnet werden, von daher wird es daran keine organischen Schäden geben.

Herz-Lungen-Maschine wird dabei auch zum Einsatz kommen.

M.E. sind die Risiken folgende (bin kein Spezialist, nur Betroffener): Die Venen für den Bypass müssen irgendwo her. Das ist bei einem 6-fachen Bypass schon schwierig. So viele nimmt man nicht einfach mal so aus dem Bein. Da müssen oftmals beide Beine, Hals oder andere Körperteile dran glauben. Dran glauben heisst hier: Sind betroffen, müssen bandagiert werden und sind im Nachhinein gefährdet, weil da Blutbahnen entnommen wurden, die für die ableitung des Blutes verantwortlich sind. Das kann zu komplikationen führen (Raucherbeinen o.ä.).

So, das ist was mir dazu einfällt. Habe viele Menschen kennen gelernt, die eine Herz-OP hatten. die waren eigentlich alle, je nach Gesamtgesundheitszustand, nach 10 Tagen draußen und nach 4 Wochen wieder Arbeiten.

Grade beim Bypass ist es aber wichtig, die Gründe für die Arterienvekalkung fest zu stellen und aus zu schalten. Fettes essen reduzieren (redikal), Rauchverbot, Alkohol einschränken ist dann angesagt. Denn die Haltbarkeit eines Bypasses hängt unmittelbar davon ab.

Bei so einer Geschichte muss jeder mit ran. Gib deinem Pa bzw. deiner Ma Kraft!

r$2%5


Brustbein aufsägen, Anschluß an die Herz-Lungen-Maschine

Fragen:

Schlimm?, gibt es viele Wund-Schmerzen? Wie lange ist man auf der Intensivstation? Wie lange ist man bettlägerig? Wie lange muss man nur auf dem Rücken liegen?

Wann ist der Brustkorb wieder verheilt?

Anschluß an die HL-Maschine? Gefahren? Was haben Sie für Erfahrungen.

Wie ging es Ihnen nach der OP? Wie lange dauert die OP?

Welches ist der richtige Chirurg ??? Welches Herz-Zentrum ist zu empfehlen? Wo waren Sie?

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