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Verhütung nach Thrombose?

LVisix83 hat die Diskussion gestartet


vor einem knappen halben jahr wurde bei mir eine muskelvenenthrombose festgestellt. die ärzte vermuten, dass diese durch die pille (valette) verursacht wurde, da sie sonst nichts gefunden haben. alle blutwerte passten (bis auf die d-dimere damals). natürlich wurde ich dann auf marcoumar eingestellt (15 %). das soll ich jetzt noch bis anfang dezember nehmen.

jetzt meine frage: welche verhütungsmethoden gibt es noch für mich außer den mechanischen?

die ärzte im kh, zumindest in der abteilung, in der ich behandelt werde haben gesagt, ich solle mich mit meinem gynäkologen in verbindung setzen.

mein frauenarzt war mit dieser situation gänzlich überfordert. das einzige was er gemeint hat war, dass die spirale für mich nicht in frage kommt. ich solle mich im krankenhaus internistisch abklären lassen (ich arbeite in einem kh und dort solle ich auch alles abchecken lassen). auch auf die konkrete frage, welche untersuchungen ich jetzt genau machen soll hat er mir keine antwort gegeben. jetzt werd ich da hin und her geschickt und keiner sagt mir genau, was ich machen soll/kann.

weiß einer von euch rat?

Antworten
v>w+-inxg


Hallo Lisi83,

sei erst mal froh, dass du keine Lungenembolie bekommen hast.

Was heisst, die Blutwerte passen bei mir ?

Bei dir muss unbedingt eine umfangreiche Gerinnungsanalyse gemacht werden, um festzustellen, welche zusätzlichen Risikofaktoren ausser der Pille du noch hast.

Jeder 10. Deutsche hat eine APC-Resistenz (Faktor V Leiden).

Wenn dieser Gendefekt homozygot ist, hast du ein um mehr als 100-fach, bei heterozygot - so wie bei mir - ein lediglich um 5-8-fach erhöhtes Thromboserisiko.

Was viele auch nicht wissen, ist, dass erhöhtes Homocystein im Blut auch einen Risikofaktor von 2-3 darstellt.

Der Laborwert sollte auf jeden fall < 10 sein.

Falls er, wie bei mir vor Jahren, viel zu hoch ist, fehlt dir wahrscheinlich ausreichend Vitamin B12 und Folsäure.

Wie flüssig ist denn dein Blut ?

Als ich vor 7 Jahren die beiden tiefen Beinvenenthromosen hatte, war es sehr dickflüssig.

Heute, ich nehme zusätzlich zu den Vitaminen täglich noch 200mg Aspirin ein, läuft es wie Wasser.

Du musst die Sache jetzt aktiv in die Hand nehmen.

Dein Gynäkologe hat wahrscheinlich nicht allzu viel Ahnung von der Blutgerinnung.

Bei mir - wie gesagt, ich hatte 2 TVTs - wurde die Gerinnungsanalyse erst nach der 2. Thrombose von einer qualifizierten Fachärztin durchgeführt.

Bei der hatte ich nach dem Versagen eines Venenfacharztes, der die 2. Thrombose trotz meiner Vorgeschichte und eindeutigster Symptome nicht erkannt hatte, die weitere Nachsorge machen lassen.

Es war nur ein glücklicher Zufall, dass ich an sie geraten bin.

Also weder im Krankenhaus auf der Intensivstation bei der Behandlung der 1. noch danach bei der Behandlung der nicht erkannten 2. TVT durch den Venenfacharzt ist sie gemacht worden.

Über ein Jahr musste verstreichen, bis bei mir die Risikolage aufgedeckt wurde.

Hört sich sicher unglaublich an.

Du glaubst garnicht, wieviel Ignoranz es unter Ärzten gibt.

Warte nicht, bis es zu spät ist.

Ich habe nur Glück gehabt, dass ich keine Lungenembolie bekommen habe.

Viel Glück.

Liebe Grüsse

nYessriex2


Hallo Lisi83,

ich hatte eine 3-Etagen-TVT vor ca. 1. Jahr. Mir wurde von der Frauenärztin eine Mirena-Spirale empfohlen, da angeblich die Hormone nicht in den Blutkreislauf gelangen. Ich möchte aber auf keinen Fall mehr mit Hormonen verhüten (vorher auch Valette), und bin im Forum auf die Gynefix-Kupferkette gestoßen. Lies dir doch mal die vielen Mitteilungen durch!

Lt. Aussage vom Frauenarzt kann man die Gynefix auch einsetzen lassen, wenn man Marcumar nehmen muss. Ich habe in 2 Wochen einen Termin und werde mich genau informieren.

Grüße

Nessie

DNaniel0a19x78


die mirena hat aber nur gelbkörperhormone und ist viel sicherer als kupfer (welches für allergiker z.b. gar nicht geeignet ist).

UND man kann sie auch unter marcumar-einnahme einsetzen lassen.so wurde das bei mir auch gemacht.komme gut damit klar.

Dranielka197x8


die mirena hat aber nur gelbkörperhormone und ist viel sicherer als kupfer (welches für allergiker z.b. gar nicht geeignet ist).

UND man kann sie auch unter marcumar-einnahme einsetzen lassen.so wurde das bei mir auch gemacht.komme gut damit klar.

nyeGssiex2


Da bei mir erst noch eine Blutuntersuchung gemacht werden muss um festzustellen, woher genau die Thrombose gekommen ist, trau ich mich einfach nicht mit Hormonen, obwohl mir meine Frauenärztin auch die Mirena empfohlen hat. Sie kennt allerdings die Gynefix nicht. Wenn es mit der Gynefix eine Alternative gibt und der Kupferallergietest bei mir negativ ausfällt, dann lasse ich mir die Kupferkette einsetzen.

Ich glaube, jede muss für sich entscheiden, was ihr lieber ist. Ich habe sowieso schon ständig Angst, wieder eine TVT zu bekommen und zapple ständig mit den Beinen rum. Da kann ich mich mit Hormonen, egal welche, nicht anfreunden.

Daniela 1978, musst du Marcumar länger einnehmen oder nur kurzzeitig? Bei mir wurde es vor Kurzem abgesetzt und jetzt nehme ich ASS100. Vor dem Bluttest muss ich allerdings absetzen, und was danach kommt, weiß ich ja noch nicht.

Dass man eine Kupferspirale unter Marcumar-Einnahme nicht einsetzen soll, hat mir die Ärztin gesagt, aber die Kette geht schon.

Grüße

Nessie2

L2isyi83


was die blutwerte betrifft sind alle gerinnungsparameter im normbereich. die abklärung bei mir ist gleich nachdem die thrombose festgestellt wurde gemacht worden. ich muss jetzt das marcoumar bis anfang dezember nehmen, danach machen wir nochmal alle werte hat der arzt gesagt, ob sie noch immer passen.

bei mir waren sie im kh eigentlich ziemlich genau. bei mir ist es so, dass ich in diesem kh als sekretärin arbeite und mir einfach seit dem vortag mein rechter unterschenkel wehgetan hat (wie bei einem krampf, der nicht mehr aufhört). nachdem ich in der chir. ambulanz arbeite bin ich mal zu einem arzt mit dem ich mich recht gut verstehe gegangen und hab ihn gefragt was das sein könnte. naja, er hat mich dann gleich auf die derma überwiesen. dort wurde dann ein venenultraschall gemacht. dort hat man nix gesehen. zur sicherheit, hat die dermatologin gemeint, nehmen wir noch blut ab um die d-dimere zu überprüfen. diese waren dann leider fast doppelt so hoch als sie sein hätten dürften. danach war gleich die phlebographie angesagt und dort hat man dann die muskelvenenthrombose festgestellt und ich wurde gleich aufgenommen.

die gerinnungsabklärung wurde dann gleich gemacht (kann jetzt nicht die genauen werte herschreiben, weil ich den arztbrief nicht hier hab werd ihn mir aber, wenn ich ned vergess, morgen ausdrucken). auf jeden fall waren alle im normbereich, was auch die ärzte nicht ganz verstanden haben.

was das gynefix betrifft. davon hab ich gestern das erste mal gelesen. hier in österreich, so stehts in einigen artikeln im netz, ist es allerdings nur sehr schwierig zu bekommen.

wie oben schon erwähnt, die spirale (und das hat meine vorherige frauenärztin auch schon gesagt) ist für mich nicht geeignet.

mein nächstes ziel ist es, und ich bin da auch schon eifrig am recherchieren, einen frauenarzt zu finden, der mit der situation nicht überfordert ist und mich nicht gleich wieder "abschiebt".

kennt einer von euch vielleicht einen frauenarzt in oberösterreich, der sich in sachen thrombose etc. auskennt?

L#isxi83


was haltet ihr eigentlich von der 3-monatsspritze? sind ja eigentlich auch nur gestagene...

D.anDielra1978


ich habe marcumar etwa ein jahr lang genommen und in dieser zeit auch die mirena eingesetzt bekommen.

seit über einem jahr nehme ich aber schon kein marcumar mehr.wenn ich keine thombose mehr kriege,muss ich nur im falle einer verletzung oder so was spritzen.ass muss ich net nehmen,weil das ja nur die arterien freihält und net die venen...

angst,wieder eine thrombose zu bekommen hab ich eigentlich so nicht.hatte mehrere embolien in den 6 jahren,in denen ich die pille genommen hab (hab ne heterozygote apc-resistenz).aber seit ich keine pille mehr nehme,ist nix mehr passiert.

die gelbkörperhormone haben erstens keinen einfluss auf die blutgerinnung und zweitens gelangen sie nicht in den grossen blutkreislauf. kupfer kommt für mich net in frage,weil ich gegen nickel allergisch bin und ich net riskieren möchte,entzündungen zu kriegen. meine mum hatte durch kupferspiralen so oft entzündungen,dass sie am ende krebs hatte und die gebärmutter entfernt werden musste.deswegen hätte ich von meiner fä niemals kupfer bekommen. wegen der erblichen vorbelastung. die mirena ist ja aus kunststoff. aussderdem ist sie um ein vielfaches sicherer als alles andere.das war meinen ärzten sehr wichtig,weil man unter marcumar ja keinesfalls schwanger werden darf.

wieso musst du die tabletten absetzen vor dem bluttest?

mein blut wurde mit marcumar getestet und der gen-defekt wurde trotzdem festgestellt.

vjw-)ing


Hallo Lisi83,

bei dir muss ausser der Pille mindestens noch ein weiterer Risikofaktor vorliegen.

Ohne das bekommt man nicht einfach eine TVT.

Es sei denn, man sitzt 10 Stunden abgewinkelt im Flieger.

Du rauchst sicher nicht, das können wir ausschliessen.

Das Risiko nach deiner Thrombose ist natürlich wie bei mir durch die Schädigung der Gefässe und Klappen wesentlich höher als vorher.

Frag doch noch mal nach, ob bei dir der Homocsteinspiegel überprüft wurde.

Wie gesagt, viele Ärzte wissen darum noch nicht Bescheid.

Es muss dich natürlich alarmieren, wenn man keinen zwingenden Grund für die TVT finden kann.

Bei mir war es damals so, dass ich vor beiden TVTs einen kleineren Skiunfall hatte.

Es kam dabei zu winzigen inneren Verletzungen in den Waden, aus denen sich über mehrere Wochen vollausgebildete Thrombosen entwickelten.

Wegen der APC-Resistenz und der Homocysteinämie war das Gerinnungsgleichgewicht hinreichend gestört, sodass es zu der Thrombenbildung kommen konnte.

Die Geschichte war also bei mir im nachherein nachvollziehbar.

Das Homocystein habe ich entscheidend gesenkt und ich vermeide sportliche Betätigung wie Skiabfahren, Joggen, alles nichts für die Gefässe.

Ich rate dir dringend, nach weiteren Risiken (Vererbung, bestimmte Eiweisse, die das Blut andicken, Gendefekte) zu suchen.

Erst mal bringt natürlich das Absetzen der Pille einen Zugewinn an Sicherheit.

Und solange du Marcumar nimmst, kann eh kein Rezidiv passieren.

Nach dem Absetzen des Marcumars solltest du aber unbedingt auf der Hut sein.

Ich wünsche dir alles Gute.

Viele Grüsse

n:essUie2


Hallo,

mir wurde nur gesagt, Marcumar muss 4 - 6 Wochen vor dem Bluttest abgesetzt werden. Dann ist der Quick wieder normal und alles kann getestet werden. Was alles getestet werden soll, weiß ich nicht.

vNw-inxg


Gerade nach dem Absetzen des Marcumars ist das Rezidivrisiko besonders hoch.

In der Übergangszeit bis zur Blutuntersuchung sollte niedermolekulares Heparin, am besten Fragmin P 2500 i.E., gespritzt werden.

Grüsse

DSaniezla91978


wie gesagt,wurde mein blut direkt getestet,nachdem ich die letzte thrombose hatte.der molekularbiologische test wurde sogar zweimal gemacht.einmal nach ein paar tagen im krankenhaus -da hab ich schon seit ein paar tagen marcumar bekommen- und einmal nach einem jahr. das war kurz bevor ich marcumar absetzen durfte. leider hat sich die faktor-V-leiden-mutation da nochmal bestätigt. ein gerinnungshemmer hat ja auch keine auswirkungen auf ein gen-testergebnis.

aber vielleicht wollen die bei dir ja andere sachen testen,die durch die tabletten verfälscht würden.

die dreimonatsspritze kommt übrigens wohl nicht in frage,da die dosis viiiiiiiiieeeeeeeeel höher ist als bei mirena und ausserdem in den grossen blutkreislauf gelangt.

LQiksiv83


hmmm... hat vielleicht auch jemand ein paar aufbauende worte für mich? :-(

vYw-iJng


@ Lisi83

Sag mal, ist 1983 dein Geburtsjahr ?

Dann hättest du schon mit 20 oder 21 eine Thrombose bekommen.

Will ich ja nicht hoffen.

Ich will hier ja niemanden Angst machen.

Hast du denn irgendeine Erklärung für deine TVT ?

Hast du dich an der Wade verletzt oder eine lange Flugreise gemacht ?

Die Pille alleine kann es doch nicht sein, sonst müsste es doch Millionen von Thrombosefällen geben.

Solange ich meine Risikodisposition nicht kennte, würde ich mir jedenfalls mehr Gedanken um eine Thromboseprophylaxe als um die Verhütung machen.

Mich würde es am meisten trösten, wenn ich mich sicher fühlen könnte.

Das gute Zureden anderer hilft doch nicht wirklich.

Grüsse

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