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Stirbt man mit 70 Jahren an Lungenentzündung?

WYernerX Hofjfmaxnn hat die Diskussion gestartet


Eine Bekannte von mir ist in einem akademischen Lehrkrankenhaus im Alter von 70 Jahren am Freitag abend nach dem Abendessen an einer Pneumokokkeninfektion verstorben. Jedenfalls war die Lungenentzündung die Todesurache. Gut, sie hatte ein halbes Jahr vorher schon mal eine Lungenentzündung. Weil sie aber zuhause gestürzt ist und sich was gebrochen hat, kam sie ins Krankenuas, um sich dort erneut eine Lungenentzündung im Einzelzimmer zuzuziehen.

Obwohl ich kein Mediziner bin, gehe ich mal davon aus, dass es sich hier um einen vermeidbaren Tod gehandelt hat.

William Osler schrieb noch:

"Man hat die Lungenentzündung den Freund des Greisenalters genannt. Von der akuten, kurzen, meist schmerzlosen Krankheit hinweggerafft, entgeht der Greis dem für ihn und die Umgebung so traurigen unaufhaltsamen Verfall."

(aus: Nuland, Sherwin B. Wie wir sterben. Ein Ende in Würde ? München 1994, Seite 104

Titel der Originalausgabe: How wie die, New York 1993)

Ist das so ?

Also ich habe mit dem Son der Verstorbenen gesprochen und dieser bemängelte, die fehlende Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Krankenhaus und des weiteren ein seiner Ansicht nach lustloses, vielleicht ausgebranntes überfordertes Personal, das selten zu sehen war und der Patientin die Klingel wegnahm und diese zumeist allein im Zimmer ließ. Er meinte die Ärzte hätte keine Schuld gehabt, es war das chaotische Pflegepersonal, das keine Lust gehabt hätte (die hätten sich von Raucherpause zu Raucherpause durch den Dienst gehangelt).

Der Nachtdienst hat die Patientin abends gegen 23:30 Uhr tot in ihrem Zimmer gefunden. Das war am Freitag. Der Sohn wollte seine Mutter am Sonntag besuchen als man ihm mitteilte, seine Mutter wäre tot. Die Angehörigen wurden am Samstag nicht informiert. Die Angehörigen wurden überhaupt nicht informiert. Der Sohn erfuhr erst vom Tod seiner Mutter als er am Sonntag zum Patientenbesuch ins Krankenhaus kam und mit seiner Mutter sprechen wollte.

Ist das der deutsche Krankenhausalltag in Zukunft. Mir graut davor. Dann kann ich mir ja gleich die Kugel geben, bevor ich mich ins Krankenhaus einliefern lasse.

Werner Hoffmann

Antworten
LNen'a11


Was dort im Kh passierte ist unglaublich. Aber damit du dich nicht unnötig mit den Gedanken quälst, Lungenentzündung ist in dem Alter eine sehr häufige Todesursache und eine Pneumokokkeninfektion ist übel. Besonders wenn die Dame vorher bereits eine Lungenentzündung durchgemacht hat. Es wäre gut gewesen, sie wäre geimpft gewesen gegen Pneumokokkeninfektionen.

Tut mir leid, was dort passiert ist, aber die Lungenentzündung ist leider (noch immer) kein vermeidbarer Tod und selbst Kinder können daran sterben.

vRw-ianxg


@ Lena

Es wäre gut gewesen, sie wäre geimpft gewesen gegen Pneumokokkeninfektionen.

Gebe dir völlig recht.

Dem Krankenhaus einfach die Verantwortung für den Tod zuzuschieben, ist verkehrt.

Eine Entzündung im Körper, so wie bei der Pneumonie, ist immer lebensgefährlich.

Jeder ab 65 sollte sich gegen Grippe und Pneumonie impfen lassen !

Gruss Nordy

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