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Schilddrüßenunterfunktion Jodid 200

VneilcThen55P5 hat die Diskussion gestartet


Ich habe eine Schilddrüßenunterfunktion und bekomme jetzt das Medikament Jodid 200 mit dem wirkstoff Kaliumiodid.

Aber gegen was hilft diese Medikament und was sollte sich jetzt bei mir ändern ( abgesehen davon, dass meine Schilddrüße nun keine unterfunktion mehr aufzeigen sollte).

Antworten
rSincMhen


hallo veilchen,

ich glaube, du hast da einen blöden arzt erwischt, wie so viele mit schilddrüsenerkrankungen...

die häufigste ursache für eine schilddrüsenunterfunktion ist eine hashimoto thyreoiditis (autoimmunerkrankung der schilddrüse), welche nur mit schilddrüsenhormon und nicht mit jod behandelt werden darf (jod macht da alles nur noch schlimmer). eine unterfunktion durch jodmangel ist äußerst selten und da muss dieser schon sehr ausgeprägt sein. von normalem jodmangel bekommen man höchstens eine jodmangelstruma (also vergrößerte schilddrüse).

such also einen spezialisten auf, und lass das genau abklären (antikörperbestimmung, ultraschall,...). versuche ein reines thyroxinpräparat zu bekommen und keines mit jod und schon gar nicht ein reines jodpräparat.

gruß

rinchen

M4one-DMini


@rinchen...

Was ist gegen reines Jod zu sagen ??? Ich habe auch letztens meine Schilddrüse untersucht bekommen - mit Ultraschall und habe gleichfalls wie Veilchen555 Jodid bekommen.

rDin=chxen


hallo mone-mini,

das problem ist, ärzte stecken mit ihrer jodverliebtheit noch irgendwo anfang der 90er fest. damals war der jodmangel in deutschland auch noch größer. das ist aber heute nicht mehr der fall, weil alles jodiert wird. d.h. wenn besteht nur ein leichter jodmangel, welcher nicht zu einer unterfunktion, sondern zu einer vergrößerten schilddrüse führt. wenn aber eine unterfunktion vorliegt, ist die häufigste ursache eine hashimoto thyreoiditis (weitere z.b. schilddrüsenoperation,...), bei der die schilddrüse nicht mehr arbeiten darf, weil sie sonst vermehrt zerstört wird. durch jod arbeitet sie aber. durch schilddrüsenhormone nicht (bzw. wenig). deshalb ist jod in den meisten fällen völlig kontraproduktiv.

gruß

rinchen

S(eanet7xor


Ich denke mal ihr Arzt weiss das und hat vor Behandlungsbeginn ihren AK-Titer bestimmt, das wär schon ein grober Schnitzer, wenn nicht ....

rZinc<hen


oh ja ärzte wissen so viel, vor allem in bezug auf die schilddrüse... sie testen auch grundsätzlich alle 6 werte und nicht nur den tsh. und sie wissen auch alle, dass der jodmangel gar nicht mehr so groß ist und das die häufigste ursache für eine unterfunktion eine hashimoto thyreoiditis ist. und das man diese auch haben kann ohne erhöhte antikörper. und und und. ;-)

ich wette, dass die ca. 7% der bevölkerung nicht alle wissen, dass sie hashimoto haben, obwohl das bei dem ein oder anderen schon überprüft worde...

Seean'et7oxr


oh ja ärzte wissen so viel, vor allem in bezug auf die schilddrüse...

Sie haben ja nicht umsonst studiert und (so sollte es zumindest sein) bilden sich permanent weiter.

Sie testen auch grundsätzlich alle 6 werte und nicht nur den tsh.

Basischeck ist basales TSH und ft4. Nur beim Ausbrechen der Parameter sind weitere Untersuchungen Notwendig. Würden immer alle 6 Parameter bestimmt, würde das nur unnötoge Kosten verursachen.

und sie wissen auch alle, dass der jodmangel gar nicht mehr so groß ist und das die häufigste ursache für eine unterfunktion eine hashimoto thyreoiditis ist.

Wer nicht ganz hinter medizinischen Mond lebt hat das schon vor langer Zeit mitbekommen. Und es gibt ja nicht nur die AK als ausdruck einer Entzündlichen Immunreaktion.....ich denke ein Arzt wird einen Laborzettel soweit schon interpretieren können, ob eine Immunreaktion vorliegt. Deren Verbindung zu einer HT ist sicher nicht einfach und wird oft übersehen, kein Zweifel.

ich wette, dass die ca. 7% der bevölkerung nicht alle wissen, dass sie hashimoto haben, obwohl das bei dem ein oder anderen schon überprüft worde...

Selbst schuld, wer sich vom Arzt abspeisen lässt ohne nachzuhaken und nachzufragen und bei unzufiredenstellernder Arbeit nicht den Arzt wechselt....

Ich weiss eigentlich gar nicht, warum ich hier schon wieder anfange zu diskutieren, warscheinlich ist es wie bei manch anderen Forenbenutzern genau so sinnlos ....

mfG

r:in4ch`en


sinnlos ist das nicht... denn natürlich gibt es die guten ärzte, die perfekte SD-diagnosen (wobei es auch die gibt, die sogar eine hashimoto thyreoiditis fälschlicherweise als klassische überfunktion behandeln) stellen, ich hatte hier aber wieder einmal so meine zweifel...

Selbst schuld, wer sich vom Arzt abspeisen lässt ohne nachzuhaken und nachzufragen und bei unzufiredenstellernder Arbeit nicht den Arzt wechselt...

kann ich absolut unterschreiben. ich kann manchmal auch nur mit dem kopf schütteln, wie naiv so mancher in bezug auf diagnosen, beschwerden, ärzte,... ist. man kann sich über alles schlaumachen und informieren, aber viele menschen wissen über ihre eigenen krankheiten oder über diagnosestellungen meist gar nichts, und wenn man es mit härte sehen will, sind diese menschen selbst schuld, ja...

ich selbst habe von seiten der ärzte zu viele fehlinterpretationen erlebt und auch im internet werden diese oft deutlich (ein beschwerdefreier patient mit gutem arzt und guter behandlung, wird hier weniger rat suchen). und dadurch sind mir immer wieder die schattenseiten aufgezeigt worden. und daher habe ich auch hier in bezug auf die behandlung mit jod so meine zweifel gehabt. weil ich leider die erfahrung machen musste, dass viele ärzte noch zu sehr vom großen jodmangel überzeugt sind (und eine hashimoto thyreoiditis auch sicher ausschließen, wenn ak's in der norm oder auch nicht wissen, dass jod bei hashimoto thyreoiditis schädlich ist). und leider wird oft der tsh als DAS kriterium betrachtet, dessen referenzbereich doch sehr weitgefasst ist (trotz neueren studien aus den usa; und der nicht immer perfekt das anzeigt was er sollte) und so viele unterfunktionen (von einer hashimoto thyreoiditis ganz zu schweigen) lange zeit unentdeckt bleiben.

gruß

rinchen

H.VK~1


Hallo rinchen,

es ist schön, dass es unterschiedliche Ansichten gibt und in Foren auch geäußert werden dürfen.

Deshalb will ich zur "Schilddrüse" sagen, dass auch in prolinreichen Proteinen des Rückemarks und der Schilddrüse Gla-Anteile gefunden wurden, die als PRG-Proteine bezeichnet werden und die zu ihrer Aktivierung Vitamin K (K1/K2-Formen) benötigen um "aktiviert" (=gamma-Carboxylierung) für den Organismus "arbeiten" zu können.

Deshalb ist es inzwischen in vielen praktischen Fällen gelungen, die Schilddrüsenfunktion mit Vitamin K1 in Kombination mit Jodid "einzuregulieren", de facto zu normalisieren.

Viele Grüße

Herbert

r@in"chwen


ich kenne mich mit vitamin k nicht aus, kann dazu also nicht viel sagen ;-)

es ist nur so: wenn eine funktionsstörung der schilddrüse in form einer unterfunktion vorliegt, ist diese im erwachsenenalter meistens auf hashimoto (also autoimmunerkrankung) zurückzuführen (ansonsten in folge der behandlung einer überfunktion, selten durch andere ursachen). in diesem fall darf das schilddrüsengewebe durch nichts aktiviert werden, weil die schilddrüse nicht mehr arbeiten soll! da wird oft einfach nicht diferrenziert genug untersucht und eine falsche behandlung gewählt. auch wenn man in diesem fall die schilddrüsenfunktion durch jod (und k1) normalisieren kann, wäre es trotzdem ein fehler, weil es mit negativen folgen verknüpft ist.

gruß

rinchen

H%VKx1


Hallo rinchen,

natürlich ist nicht auszuschließen, dass "Hashimoto Thyreoiditis" asymptomatisch verläuft, aber es gibt schon Hinweise und Begleiterscheinungen, an denen Hashimoto zu erkennen ist. Durch den Arzt.

Im allgemeinen bin ich jedoch der Ansicht, dass sehr viele, m. E. die meisten Probleme mit der Schilddrüse Störungen aufgrund von Mangel an bestimmten Wirkstoffen ist.

Und da gibt es mit Jodid und Vitamn K1 gute Erfahrungen.

Viele Grüße

Herbert

S)ea>next7or


Und da gibt es mit Jodid und Vitamn K1 gute Erfahrungen.

Irgendwie laufen bei dir 90% der Krankheiten auf einen Vit K Problem raus, wenns so einfach wäre bräuchte man ja (fast) keine Ärzte mehr .....

mfG

H?VKx1


Hallo Seanet,

zunächst halte ich ein ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung mit einem hohen Anteil an "Grün" für eine gute und wichtige Basis.

Damit wird klar, dass ich alle Vitamine + Mineralstoffe (Mengen- + Spurelemente) für einen gut funktionierenden und gut regulierten Organismus für notwendig halte.

Bei Vitamin K (K1/K2-Formen) ist erstaunlich, dass immer noch die Funktion "nur Blutgerinnung" betrachtet, sogar "verteidigt" wird. Seit über 60 Jahren ! ! !

Dabei weiß man spätestens seit den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, dass vitamin-K-abhängige Proteine in fast allen Zellsystemen bzw. Geweben vorkommen.

Vitamin K (K1/K2-Formen) gehört also in höherem Maße in den "Reigen" der Vitamine, als es bisher beachtet wird.

Aber es gibt erfreuliche Ansätze. Z. B. eine Veröffentlichung der Europäischen Kommission (siehe: [[http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scf/out196_en.pdf]] ) aus dem Jahr 2003 oder - aktuell - in der

Pharmazeutischen Zeitung (z. B. Pflichtlektüre für Apotheker) wie den Artikel "Vitamin K1 in der Selbstmedikation", den Du - falls es Dich interessiert - unter

[[http://www.pharmazeutische-zeitung.de]]

lesen kannst. Siehe Archiv -> Übersicht -> 2004 -> 51/52.

Vitamin K hat tatsächlich viele Funktionen - "mehr als nur Blutgerinnung" ! Viel mehr !

Viele Grüße

Herbert

MVone-Mxini


Also - irgendwie sind das alles Fremdwörter für mich..

..ich meine ich bin normal zum Arzt gegangen zur Kontrolluntersuchung. Habe Blut abgezapft bekommen. Die Werte waren alle in Ordnung - bis auf zuviel Eisen - aber die Schilddrüsenwerte okay. Er meinte jedoch meine Schilddrüse wäre etwas vergrößert - daher sollte ich die Jodid nehmen. Ist das so verkehrt ???

rRincxhen


hallo mone-mini,

wenn du wirklich NUR eine vergrößerte schilddrüse hast, dann wäre jod ok. falls aber auch nur die kleinste andeutung für eine unterfunktion besteht oder ein hinweis auf eine autoimmunerkrankung ist jod ganz falsch.

gruß

rinchen

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