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Wpw-Syndrom, Herzrythmusstörungen

J=oha nxna77 hat geantwortet


Hallo,

ich bin heute beim Kardiologen gewesen... Diagnose WPW-Syndrom :( bin echt geschockt!

Vor allem, weil ich es von Geburt an haben soll!?!?!?!

Bin echt froh, dass ich mit diesem Problem hier nicht alleine bin...

Es fing bei mir vor etwa 2 Monaten an... ich bekam plötzliches Herzrasen, Herzstolpern und Herzschmerzen, dass Rasen, welches nur für ein paar Minuten anhielt fand ich ziemlich unheimlich, so, dass ich zu meinem Hausarzt ging, der ein EKG machte und feststellte, dass etwas nicht stimmt... und hat mich weiter zum Kardiologen überwiesen... die Herzschmerzen hatte ich übrigens den ganzen Tag und das Stolpern ab und an mal... dagegen habe ich Magnesium genommen.

Hat mir echt geholfen! Seit dem nehme täglich Magnesium (Diasporal 300 oder unterwegs Magnerot Classic)

KANN ICH WIRKLICH NUR EMPFEHLEN !!!

ALLERDINGS IST VORSICHT GEBOTEN BEI NIERENPROBLEMEN/GALLENSTEINE ETC.

Der Kardiologe hat mir heute gesagt, ich soll ganz auf Sport verzichten, wer von euch macht denn trotz des WPW Syndroms noch Sport? Also ich gehe 1-3 mal die Woche joggen... bis jetzt immer ohne Probleme!

Über eine OP (Katheterablation) denke ich im Moment noch nicht nach, da ich meine Beschwerden dank des Magnesiums ganz gut im Griff habe... UND ich bete & hoffe, dass diese auch nicht mehr werden!

Gruss aus NRW

J?ohSannba7x7 hat geantwortet


Bin übrigens 32 Jahre alt und Mutter 3-er Kinder...

b_ydorxfler hat geantwortet


Hallo, liebe Mitleidende!

Ich bin durch Zufall auf dieses Forum und diesen "WPW-Faden" gestoßen. Hätte schon viel früher mal zu diesem Thema suchen sollen. Nach allem was ich hier lese, dürfte ich mich wohl zu den Veteranen zählen.

Jetzt 39 Jahre alt, blicke ich auf eine über dreißigjährige WPW-Karriere zurück. Anfangs war alles noch harmlos. Bei Fangen Spielen im Kindergarten hat es des öfteren mal in der Brust geblubbert - stehen geblieben, tief geatmet, dann war es vorbei.

In der Grundschule habe ich mich dann mal bei 50-Meter-Lauf in die Aschebahn gebohrt. Aufgewacht bin ich im Sanitätszimmer, war wohl nur ein Schwächeanfall wegen starker Hitze, mehr hat man da nicht festgestellt und deshalb auch nicht mehr gemacht.

Ein Jahr später beim 75-Meterlauf das gleiche, nur wurde ich da nicht ohnmächtig und konnte somit beschreiben, dass mein Herz raste wie verrückt. Leider hat dort auch niemand ein EKG machen können, denn als wir in der Klinik ankammen, hatte sich alles von selbst erledigt.

Erst im Alter von 12 Jahren war mein WPW "amtlich" festgestellt worden. An das was da geschah werde ich mich stets erinnern. Ich bin beim Versteckspielen weg gerannt. Dann tat es einen großen Herzschlag und mein Herz raste von da an wie verrückt. Arme und Beine versagten den Dienst und ich lag in meinen Versteck. Meine Freunde fanden mich dort und schleppten mich zu einem Nachbarn. Ich war nicht bewustlos, wusste aber vor lauter Schmerzen in Armen und Beinen nicht was ich machen sollte. Der Notarzt kam. Man versuchte während der Fahrt meinen Herzrythmus medikamentös zu bremsen. Ohne Erfolg. Auch das nahe gelegene Kreiskrankenhaus wollte mich nicht aufnehmen. Die Fahrt ging dann weiter in die 40 Km entfernte Uni, wo weitere medikamentöse Versuche fehlschlugen und ich dann narkotisiert und defibrilliert wurde. 14 Tage Intensivstation und Kinderkardiologie. Das WPW wurde diagnostiziert. Ich bekam Rythmonorm verordnet, welches ich heute noch nehme.

Warum ich das alles geschrieben habe?

Weil das auch schon der schrecklichste Teil meiner Erkrankung war und ich seither gut damit gelebt habe!

Ich habe körperliche "Über"anstrengung vermeiden müssen, durfte aber gerne Dinge tun, die der Ausdauer förderlich waren. So habe ich getanzt und bin stets viel mit dem Fahrrad unterwegs. Auch heute noch fahre ich regelmäßig 20 km (insgesamt) täglich zur Arbeit. Ruhig und gesittet.

Dann ist doch alles o.k.!

Leider nicht: Am Donnerstag saß ich zu Hause am Telefon und wie aus dem nichts, der berühmte Schlag und dann ging das Rasen los. Ich habe aufgelegt und den Notarzt gerufen, weil ich das Rasen nicht weggeatmet bekam. Kalt Wasser - negativ. Luftholen und Lungen pressen - negativ. Arme und Beine wurden schlagartig taub. Über 10 Minuten (dann kam der Arzt!) habe ich gelegen und versucht durch wiederholtes Pressen mein Herz zu bremsen, das reichte aber wirklich nur um ein bißchen Blut durch meinen Körper zu jagen und nicht ohnmächtig zu werden. Der Sanitäter der mich ans EKG-anstöpselte dachte erst an, dass das Gerät defekt sei, von wegen Dauerklingelton, das war aber mein Herzschlag von 280-300 Schlägen! Zum Glück brauchte ich die Defibrillationspads nur zum enthaaren! Der Notarzt hat alles medikamentös in den Griff bekommen.

Nach eingehender Untersuchung und Herbeiziehen aller meiner bisherigen Befunde wurde mir nun auch zu einer Ablation geraten. Aus mehreren Gründen: Ich sei noch in der glücklichen Lage keine anderen Herzrisiken in mir zu tragen, Herzmuskel, -klappen und -gefäße seinen voll in Takt (Fahrradfahren sei dank!), Arteriosklerose - Fehlanzeige, Venen o.k. Warten auf später hieße, diese Risiken eventuell zu mehren, was ggf. gegen einen solchen Eingriff spräche. Auch sei nicht garantiert, dass mich die nächste Attacke in wachem Zustand erwische, zumindest solle ich DARAUF NICHT warten.

Das war gestern, Montag solch ich Kontakt zu einem Prof. Bonnemeier, UK-SH, in Kiel, aufnehmen, um mich dort einer EPU und anschließender Aplation zu unterziehen.

Für mich ein ganz großer Schritt ... Ich fände es schön, wenn mir diejenigen unter Euch, die Ablation-Erfahrungen haben, schreiben würden. Und wie steht es um den Herrn Bonnemeier? Auf einem Internet-Foto der UK-SH sieht der kaum älter aus als ich ... der hat es also schnell weit gebracht ... hoffentlich hat er auch einiges drauf!

Danke für Euer Interesse und Eure Antworten!

Auf jeden Fall werde ich weiter berichten, wie es ausgegangen ist! Bis dahin - ALLES GUTE und haltet Euch - wenn es irgendwie geht - fit!

Euer Martin

f0io%na03 hat geantwortet


hallo,

ich leide auch na wpw-syndrom , habe schon 2 ablationen in gehabt.

alle brachten keine erfolg, weil das bündel liegt direkt an av-knoten,

und damit zu risikoreich für die ärzte .

ich habe dann , alle meine unterlagen und ekg an einem weltexperte für katheterablationen und herzrythmusstörungen per email gesendet.

ich habe dann die ablation in seine klinik machen lassen.

seit denn habe ich keine beschwerden mehr.

in diesen spezialklinik werden patienten aus ganzen welt behandelt , vorallen die schwiergsten fällen.

für mehr info ,mailen.

fiona

TGri9cki5x85 hat geantwortet


Ich habe mal eine kurze Frage.

Bei meinem Vater wurde das WPW-Syndrom festgestellt und er muss operiert werden.

Ich finde im Internet nur widersprüchliche Seiten, in denen es um Vererbbarkeit geht.

Deshalb:

Ist dieses Syndrom vererbbar?

Vielen Dank für eure Antwort @:)

Imro4nfor1eTstexr hat geantwortet


Ich möchte auch mal meine Erfahrungen mit dem Thema schildern: Ca. 2001, als ich 20 war, hatte ich immer wieder mal Herzrasen, das nach einigen Minuten weg war, daher konnte im Krankenhaus per EKG oder Langzeit-EKG nichts festgestellt werden.

2004 wurde ich im Marienkrankenhaus Herne behandelt (Herzzentrum in Kooperation mit der Uni Bochum). Am ersten Tag diverse Untersuchungen, die auf ein WPW-Syndrom hindeuteten. Am zweiten Tag Ablation, bei der das Herzrasen künstlich erzeugt wurde (fühlte sich verrückt und unangenehm an), wurde aber sofort mit Kathetern behandelt. Insgesamt ca. 4 Stunden. Weil am vierten Tag die Katheter-Wunden nicht ausreichend geheilt waren, musste ich übers Wochenende dableiben, so dass ich nach sechs Tagen raus kam.

Seitdem gab es keine Komplikationen. Ich nehme keine Medikamente, treibe mehr Sport (Radfahren) als früher, insgesamt gehts mir besser. Sehr selten (vielleicht einmal im Jahr) gibts ein paar Herzholperer, die mich aufschrecken lassen, aber nach ein paar Sekunden ist wieder vorbei.

nuaseba~e&rchxen hat geantwortet


Hallo zusammen...

ich bin 27 Jahre alt. Zum ersten mal wurde bei mir das WPW-Syndrom im Alter von 3 jahren festgestellt. Ich bin dann jedesmal nach Köln in die Uni-Klinik. Bei mir war es ein sehr lebhaftes Syndromund wir waren relativ oft im KH. Ich weiss gar nicht mehr was und wie viele Medikamente ich damal bekommen habe. Teilweise auch Medikamente die gerade erst zugelassen waren und wo dann zig Ärzte um mich rum standen um meine Reaktion auf das Medikament zu beobachten. Ich weiss auch dass es 2 x mal soweit war das es nur noch mit Elektroschock wieder in den richtigen Rhythmus gebracht werden konnte.

Mit ca. 14 Jahren haben meine Eltern sich dazu entschlossen dies durch eine Ablation beenden zu lassen. ( diese ewige ins Krankenhausfahrerei hat die Familie schon sehr belastet)

Dies wurde dann aber in der Uniklinik in Bonn durchgeführt. Damals wurde das gerade 3-4 jahre gemacht mit der katheterablation. Es hiess dann es sei geheilt, ich könnt von nun an ganz normal leben. Ich bereueauch nicht das meine Eltern dies so beschlossen haben. Es warnicht wirklich schlimm. Ich war 4 Tage im KH. Und dann noch ca 1 Woche zuhause.

Letzte Nacht bin ich von Herzrasen wach geworden. Wieder Uniklinik Köln, wieder der verdacht WPW-Syndrom.Die Heilungschancen liegen bei 95 %. Aber es kommt halt auch wieder. ....

Sollte sich das bestätigen, so werde ich mich selbstverständlich wieder zu der Ablation entscheiden. Es gibt schlimmeres als ein paar Tage im KH zu liegen. Ich bin froh das die Medizin heute soweit ist, dass man es (hoffentlich dann diesmal) ganz abschalten kann.

So bis denne und viel Glück den anderen...

LEooou hat geantwortet


Wie ist es euch allen nach den Ablationen ergangen? Würde mich über Rückmeldungen freuen!

Bei mir wurde 2008, damals 17 Jahre alt, ein Ablation durchgeführt. Hatte seitdem kaum Beschwerden bzw. alles gut ohne Medikamente in den Griff bekommen.

Vor 2 Wochen hatte ich plötzlich wieder Herzrasen mit über 200 Schlägen pro Minute, das Ganze dauerte 40 Minuten.

Hatte mir schon überlegt in die Notaufnahme zu fahren, konnte allerdings das Rasen mit Vagusmanövern wieder in den Griff bekommen. Wie gesagt, Beschwerden in dieser Art hattte ich seit 2008 nicht mehr.

Ich habe gleich einen Termin bei meinem damaligen Kardiologen vereinbart, der Termin ist allerdings leider erst Ende Februar...

Reagiere ich über, oder kann das tatsächlich ein Anzeichen sein, dass das WPW-Syndrom wieder zurückgekehrt ist?

Grüße @:) Looou

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