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Sepsis (blutvergiftung)

d$ep|r2exssiv hat die Diskussion gestartet


hi

hab mal ne frage, wie erkennt man das man eine blut vergiftung hat also nicht von aussen mit dem roten strich sondern innerlich. geht die vergiftung schnell voran oder kann es auch monate dauern bis es zum endstadium kommen kann? hoffe auf antworten danke

Antworten
SJea=netw7or


Kommt auf den Erreger und die Grunderkrankung sowie auf die "Fittness" deines Immunsystems.

mfG

H{ypKerixon


hm

eine richtige sepsis muss man von einer lymphangitis (entz. der lmphbahnen mit sichtbarem rotem streifen) trennen.

bei einer sepsis (richtige blutvergiftung) gibt es im körper einen krankmachenden herd welcher konstant über die blutbahn mikroorganismen (bakterien, pilze, viren usw) in den körper wirft.

die ursache können z.b. eine wundinfektion, harnwegsinfektion, nasennebenhöhlenentz., lungenentz., darminfektionen, mandelentz., leberzirrhose usw................sein.

diese ganzen mikroorg. werden dann über die blutbahn im ganzen körper verteilt was zu einer kompletten infektion des körpers führt.

die symptome sind:

- hohes intermittierendes fieber!!

- schüttelfrost

- beinträchtigtes allgemeinbefinden bis hin zur verwirrtheit

- milz u. lebervergrößerung

- vergiftung der inneren organe mit schädigung bis hin zur gehirnhautentz.

-> kurzum , alles ist im arsch!

die sepsis geht schnell vorsich. denn das blut mit welchem die krankheitserreger ja überall hintransportiert werden fließt ja nicht gerade langsam durch den körper ;-)

gruss

QUue:en18


Hey Depri,

Also ich hatte bis jetzt 2mal ne Blutvergiftung, und ich habe das sofort gemerkt. Bei mir sind Bakterien durch einen ZVK in die Blutbahn gelangt und ich habe sofort hohes Fieber bekommen ( 40,8 grad) und totalen Schüttelfrost. Außerdem tat mir alles weh. Also keine Panik. Ne Blutvergiftung merkt man....

dAeprerssiv


wie hast du das überlebt? das ist doch in der regel meist tödlich! da hab ich echt respekt vor dir! 2x mal.

auarodn11x1


Du kannst auch hier schauen - aber Hyperion hat das sach- und fachkundig erläutert.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Sepsis]] und mehr über [[http://www.google.de]] (Sepsis)

a.aron1x11


Oder hier:

[[http://webanae.med.uni-jena.de/WebObjects/DSGPortal.woa/WebServerResources/sepsis/]]

oder hier

[[http://www.vitamin-k1.de]] bei "Kurz&Bündig" der Beitrag "Vitamin K1 und Blutvergiftung".

H arriLsfxan


@ Queen18

Dann hast Du Dir die Bakterien wahrscheinlich im Krankenhaus eingefangen, oder?

Ich hatte auch mal eine schwere Sepsis und zwar durch eine Infusion. Bei mir war es MRSA. Das sind die Keime, die gegen

Antibiotika resistent sind.

Hatte auch gleich am nächsten Tag Fieber und am Tag darauf

Halluzinationen und danach kann ich mich wochenlang an nichts mehr erinnern.

Ich bin dann 3 Monate im Krankenhaus gelegen.

C4oxnny] Mxoin


Mich würde es interessieren, ob noch andere eine Blutvergiftung gehabt haben. Besonderes Spätfolgen interessieren mich. Ich hatte im Mai eiene Streptokokken Sepsis mit Multiorganversagen und quäle mich mit dem ein oder anderen Scheiß jetzt rum. Würde mich über Antworten freuen.

HJarriHsfaxn


@ Conny Moin

Was hast Du für Beschwerden?

Ich habe noch teilweise Probleme mit dem Atmen, bin ziemlich kurzatmig.

Ist auch kein Wunder, da ich damals auch eine schwere Lungenentzündung hatte mit 1 l Wasser in den Lungen.

Im ersten Jahr nach dere Sepsis hatte ich öfter mal das Gefühl, dass ich ersticke. Das hat sich aber jetzt gebessert.

Ansonsten hatte ich während der Sepsis ein geplatztes Aneurisma im Oberschenkel und habe sehr viel Blut verloren.

Die Arterie ist genäht worden. Seither habe ich noch Schmerzen im Oberschenkel.

Ich habe auch durch dieses Erlebnis psychische Probleme, da ich ja wochenlang schlimme Halluzinationen hatte und auch teilweise keine Erinnerung mehr habe.

Außerdem bin ich heute, nach über 3 Jahren stinksauer auf die Leute im Krankenhaus, die meine damaligen massiven Beschwerden am Anfang nicht ernst nahmen und meinten, ich hätte "nur" eine Blasenentzündung.

Ich habe die Angelegenheit einem Anwalt übergeben, aber das dauert.

Mich würde interessieren, ob Du weisst, wie Du Dir die Bakterien eingefangen hast und ob die Infektion gleich festgestellt wurde.

Wie lange warst Du im Krankenhaus?

C{onny uMoixn


Hi Harrisfan

Also, am besten guckst du dir noch meine anderen Beiträge an. Ich war insgesamt 2,5 wochen auf Intensiv und wurde dann auf eine Nierenstation in ein anderes Krankehaus verlegt wegen akutem Nierenversagen unter der Sepsis mit septischem Schock Kreislauf- und Multiorganversagen. Dort lag ich noch 5 Wochen, die Nieren haben sich zum Glück komplett erholt.

Wie ich mir die Streptokokken gefangen habe weiß man nicht so genau. Wäre ich böse, würde ich sagen, dass das Endoskop (man hat mir damit eine Eierstockzyste entfernt) nicht richtig sauber war. Hygiene wid ja teilweise in Krankenhäusern nicht mehr besonders groß geschrieben, kein Wunder, wenn der OP-Plan rappelvoll ist, damit die Kasse stimmt (jetzt habe ich bestimmt jemandem auf die Füße getreten aber das riskier ich). Andererseits hat man mich trotz meiner Bedenken dass ich erkältet bin operiert...ich hatte eine böse Vorahnung. Nun denn, es könnte sein, dass ich Scharlach (Erreger=Streptokokken) hatte und keine Erkältung. Die dritte mögliche Ursache wäre, dass die Streptokokken irgendwann mal in meinen Unterleib gewandert sind und sich in die Zyste reingemogelt haben. Beim Entfernen derselben haben sich die Streptokokken dann im ganzen Körper verteilt.

Atemprobleme hatte ich am Anfang auch, auch mit schwerer Luftnot, ich habe immer Sauerstoff bekommen und Panikattacken wenn die Luft wieder knapp wurde. Eine Lungenentzündung hatte ich zum Glück nicht, dafür einen Pleuraerguss (ca. 500 ml) der auch punktiert wurde.

Dass ich sehr ernsthaft krank bin wollte auch erst keiner glauben. Ich bin auf dem Klo zusammengebrochen, man sagte mir nur, dass ich mich nicht so anstellen solle, ich hätte doch nur einen kleinen Eingriff gehabt. Am nächsten Tag hat man mich dann auf die Intensiv verlegt weil der Blutdruck kaum mehr messbar und der Puls auf fast 200 raufgegangen war. Dann kam das Koma. Der Streptokokkennachweis kam erst zwei Tage nach dem Abstrich während einer NotOP. Dann wurde Penicillin infundiert.

Erinnerungslücken habe ich auch, das kommt wohl weil die Körperchemie verrückt gespielt hat und ich die schärfsten Medikamente bekommen habe.

Spätfolgen sind bei mir mehrere offene Stellen am Kopf an den Zehen und am Fuß, Haarausfall, Herzbeutelerguss (klein), eine Polyneuropathie, eine Lähmung des N. peronaeus (Fußheber) und was mich am meisten stört ein Spitzfuss mit dem ich nicht ohne orthopädische Schienen oder Rollator laufen kann.

Nein, das Krankenhaus habe ich noch nicht verklagt, ich kann ja nicht nachweisen, dass man mir dort die Streptokokken beigebracht hat. Trotzdem bin ich auch sauer, weil man mir dort nicht meine Schilddrüsenmedikamente verabreicht hat. Bei einer zweiten OP (Abzessspaltung) unter Rückenmarksnarkose hat man dann schon geschnitten obwohl ich noch was gemerkt habe. Zu dumm wenn man am großen Zeh kitzelt ob ich noch was merke wenn dieser gefühllos ist!!! Supi, die hätten es nämlich wissen müssen. Egal, heute geht es mir knieaufwärts eigentlich blendend.

In deinem Fall würde mich mal die Meinung eines Internisten interessieren warum du noch solche Atemprobleme hast. Das einzige was bei mir noch in Bezug auf Atemwege zu sagen ist ist, dass ich noch nicht meine alte Stimme wieder habe. Das soll an der Intubation gelegen haben.

Ganz schön viel Text, ich hoffe, dass es nicht langweilig war.

LG Conny

aMaroqn11"1


M. E. kann sich ein Organismu recht gut regenerieren - allerdings muss man ihm "helfen" !

Z. B. das Immunsystem stärken und Risikofaktoren vermeiden, Vor allem auch Ernährung verbessern - und evtl. sogar gezielt "ergänzen" !

H+arrrisfaxn


@ Conny Moin

Wegen der Infektion im Krankenhaus kann man nichts machen, sagte mein Anwalt. Das ist halt das Risiko im Krankenhaus.

Ich will gegen die vorgehen, weil die so lange gewartet haben, bis sie etwas unternommen haben.

Mir gings so schlecht, dass ich im Krankenhaus beinahe telefonisch den Notarzt gerufen hätte. Mir hat ja keiner richtig zugehört, als ich über Beschwerden klagte. Weder das Pflegepersonal, noch die Ärzte.

Dass Du mit Deinen Beschwerden auch nicht ernst genommen wurdest, gibt mir zu denken. Da kann man in deutschen Krankenhäusern kurz vor dem Exitus sein, und keiner merkt etwas und tut etwas. Das macht mich ungeheuer wütend.

Das fatale an der Sache war ja auch, dass ich MRSA hatte, einen Keim der gegen Antibiotika resistent ist.

Die haben zu meinem Mann gesagt, dass es ein Medikament aus den USA gibt, dass eventuell helfen könnte.

Ich glaube, wenn ich nicht so ein gutes Immunsystem gehabt hätte, ich hätte das nicht überlebt.

Meine Kurzatmigkeit kommt von den großen Pleuralkuppenschwielen, die ich von der Lungenentzündung habe.

Da sind Narben der Lunge.

Die Panikattacken, als ich keine Luft bekam, kenne ich auch.

Ich hatte mehrere solcher Anfälle von Luftnot. Das haben die aber auch ganz locker gesehen. Haben dann ganz einfach das

Fenster aufgemacht und bis dann der Arzt gekommen ist hat dann auch immer ziemlich lang gedauert. Ich hatte den Eindruck, dass einige Schwestern total überfordert waren und nicht wussten, was sie machen sollten.

C#ontny }Moin


@ aaron111

Danke für Deine Tipps aber ich rauche jetzt nicht mehr ;-D, bin supistolz deswegen. Als Nahrungsergänzung schmeiße ich Mikronährstoffe u.a. mit Zink, Selen, Panthotensäure etc. ein. Meine Erährung ist schnitt (ca. 3mal tgl. Obst und oder Gemüse). Du siehst, ich bin ein braves Mädchen. Mein Einziges Laster ist Kaffee.

Vor der OP hatte ich eine Erkältung oder sonstwas. Ich glaube das hat dazu beigetragen, dass ich so krank wurde. Letztenendes hatte ich Glück, bei einer Streptokokkensepsis gehen 90% der Leute drauf. Die Docs meinten ich wäre kerngesund gewesen, sonst hätte ich die Sache nicht überlebt.

@Harrisfan

Es ist zwar nicht optimal gelaufen im Krankenhaus, aber man hat dort auf Intensiv um mein Leben gekämpft. Der Oberarzt und eine Krankenschwester haben mehr als 18h um mein Leben gekämpft. Sie wollten nicht nach Hause gehen. Dafür bin ich sehr dankbar. Auch den anderen Leuten auf Intensiv bin ich dankbar. Leider gibt es immer solche und solche, das merkt man dann wenn man selber Patient ist. Überfordert sind die Leute im Gesundheitswesen schon länger, es ist schon traurig, dass nur 2 Leute am Nachmittag (WE)auf einer 40 Betten Station Dienst tun müssen. Die Leute sind oft erst 2h nach Feierabend nach Hause gegangen. Einen MRSA hatte ich auch und zwar in fast allen Wunden und das 4 Monate lang. Ich bin jetzt echt Expertin auf diesem Gebiet. Was für ein Medikament aus den USA soll das denn sein, das gegen MRSA hilft? Würde mich mal interessieren.

LG

Conny

HWarris7fan


@ Conny Moin

Ich denke es war Zyvoxid, das ist ein neues Antibiotikum, das damals erst seit einigen Monaten in Deutschland zugelassen war.

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