» »

Nach der Bypass-Operation

eMrdbefereZ19x69 hat die Diskussion gestartet


Mein Vater erhielt letzten Donnerstag 3 Bypässe. Heute ist also der 3.volle Tag auf der Intensivstation! Hat Jemand Erfahrungswerte, wie es anderen nach einem solchen Eingriff ergangen ist? Mein Dad leidet zwar an Arterienverkalkung, aber ansonsten ist er ein großer starker Kerl und meine Mutter und ich waren nicht darauf vorbereitet, dass er nach der OP und auch 3 Tage danach, so schwach ist, dass er kaum sprechen oder die augen aufhalten kann. Er schläft ununterbrochen. Heute begannen dann auch noch Kreislaufprobleme, der ruhepuls stieg ohne Grund im Schlaf auf 140! Für die Intensivpfleger offensichtlich kein Problem, aber für uns. Aufgeklärt über das mögliche Befinden des Patienten wurden wir jedenfalls nicht! Die Rede war immer von einer mittlerweile Routineoperation. Ich mache mir furchtbare Sorgen, ob die Schwäche meines Dads normal ist! Kann mir da Jemand etwas zu sagen ???

Antworten
B)as7inlarixs


Hallo

Wie alt ist denn Dein Vater?

Ich (40 J.) hatte vor 3 Jahren eine Herz-OP (künstl. Herzklappe) und kann nur sagen, dass die Genesungszeit je nach Alter, körperl. Konstitution und psychischer Verfassung eine riesige Spanne umfasst (von wenigen Wochen bis mehreren Monaten), ebenso der Aufenthalt in der Klinik.

Gruss

egrdbUee<re1969


Ach ja, mein Vater ist 72 Jahre, allerdings sieht er weder so aus, noch ist er in irgendeiner form ein alter Herr!!

RQihco42


erdbeere1969

Ich hatte vor 3 Jahren eine sechsfache Bypassoperation. Ich war 4 Tage auf der Intensivstation. Von dieser Zeit habe wenig und nichts mitbekommen. Ich weiss nur, dass ich zwischendurch einen sehr hohen Puls hatte, sogenanntes Vorhofflimmern/flattern. Soll recht häufig nach diesen Operationen vorkommen und lasse sich gut behandeln.

Für die Aerzte ist diese OP heute Routine. Für den Patienten ist es ein grosser Eingriff, den er anschliessend zu verkraften hat. Dies dauert seine Zeit und hängt, wie Basilaris in seinem Bericht sagt, von verschiedenen Faktoren ab. Dass dein Vater nach drei Tagen noch schwach ist, ist sicher nicht aussergewöhnlich. Denke auch an die zahlreichen Medikamente, die er z.Zt. verabreicht bekommt. Ich bin 10 Jahre jünger als dein Vater und hatte sehr lange, bis ich wieder auf den Beinen war. Die anschliessende Reha ist sehr wichtig, und sie wird ihn wieder munter machen. Kopf hoch und alles gute für deinen Vater.

eNrdwbeeBre19w69


Zustand kritisch

Vielen Dank für die Nachrichten! Meinem Pa geht es schlechter; Komplikationen; Nierenversagen und eine Infektion. Nach so einer schweren OP weiß Niemand, ob das Herz weitere Belastungen und Medikamente mitmacht. Wir sind nur noch in Sorge und es hilft wohl auch nur Beten! Mein Vater ist in künstlichen Schlaf versetzt worden, aber wer weiß, was man da mitbekommt?! Ich habe im internet gefunden, dass Komplikationen, wie z.B. Nierenversagen und leider auch manchmal Infektionen nicht unbekannt sind. Wer jedoch bei dieser schweren OP immer nur von Routine spricht, meint wohlmöglich die Routine für die Ärzte? Ich sehe meinen Vater jetzt seit 5 Tagen leiden, ein Schweben zwischen Leben und Tod. Diese OP mag die rettende Maßnahme sein, aber man muß sich auch darüber klar sein, was alles passieren kann. Daüber wird man auch als Angehöriger viel zu wenig aufgeklärt!

BQasiDlarligs


Hallo

Tut mir Leid für Deinen Vater...hoffen wir mal das Beste!

Dennoch, solche Eingriffe sind Routine.

Das war bei mir, als die künstl. Herzklappe eingesetzt wurde, auch der Fall.

ABER...es ist wichtig, dass die Ärzte/Chirugen den Patienten über den Ablauf und die Risiken/Komplikationen aufklären.

Ein wenig Angst hatte ich auch, als man mir den Ablauf erklärte (Brustkorb aufsägen, Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine, Lunge zusammen klappen, Herz abstellen, Herz aufschneiden, Auswechseln der Klappe, Herz zunähen, Herz zum Schlagen anregen, Brustkorb mit Draht zubinden).

Das Risiko, diese OP nicht zu überleben, liegt bei 4% !

Und es gab auch bei mir Komplikationen:

Ich war schon auf der Intensiv-Station (noch im Schlaf), als der Blutdruck bei mir zusammen fiel.

Grund: Starke Blutung im Thorax.

Sofort wurde ich wieder in den OP zurück geschoben und der Brustkorb musste erneut geöffnet werden. Die Narkose wurde verlängert. Beim Zubinden des Brustkorbes wurde innen eine Arterie verletzt, wodurch diese Blutung entstand. Die Blutung wurde gestoppt, danach nähte man mich zum 2.Mal zu.

Insgesamt dauerte die OP 6 Std. statt deren 3-4 Std.

Trotz dieser "heiklen" Situation erholte ich mich zum Erstaunen der Ärzte innert kürzester Zeit (war ja auch erst 37-jährig). Nach 5 Tagen war ich zu Hause, auf die ReHa verzichtete ich.

4 Wochen nach der OP ging ich schon wieder meinem Lieblingshobby nach, dem Bergsteigen, und stieg auf 2500m hoch.

Nach 7 Wochen auf 3000m.

Ich habe meine eigene ReHa-Art durchgezogen, was den Chefarzt der Herzabteilung des Spitals dazu veranlasste, sogar eine Studie über mich zu verfassen. Es war für mich ein grosse Freude, dass ich zwecks dieser Studie noch mehrmals ins Spital zu Nachuntersuchungen durfte und vor einer ganzen Ärzteschaft meine Erfahrungen schildern durfte ;-)

Heute führe ich, abgesehen von der tägl. Marcoumar-Einnahme und den Blutkontrollen, ein völlig normales Leben!

Basilaris

ossso


Nach der Bypass-Operation

Hallo Basilaris,

frage an dich hast due ein Messgerät das du deinen INR Wert selber bestimmen kannst

Gruß Reiner

BLasi(laxris


@Reiner

Nein, ich gehe alle 4-6 Wochen zum Hausarzt.

Meine Krankenkasse will das Gerät (und das Zubehör) nicht zahlen! Daher weiss jetzt auch, warum die Krankenkasse so heisst ;-D , sollen sie eben den Arzt über die Jahre hinweg beglücken

a,lfD2t01Z0


baypass

hey habe am 14.09.07 ne herz op 3baypässe bin 46j. habe noch immer probleme mit dem brustbein stellen weiss noch angeschwollen ,und die stellen wo die drainagen waren schmerzen auch noch .ist das normal-

würd mich freuen über antwort.

CMha-Txu


Hallo, Alf,

ich denke, das ist normal. Zumindest ging es den Bypass-Operierten in meiner Herzsportgruppe auch immer so Das kann bis zu 6 Monaten dauern, und selbst nach einigen Jahren (!) spürt man bei gewissen Wetterlagen oder bei falschen Bewegungen (z.B. im Schlaf) das Brustbein noch sehr unangenehm...!

Alles Gute

Cha-Tu

C.harlot'te07x09


Hallo Erdbeere !

Wie geht es Deinem Vater ?

Hallo Alf !

Das ist ja erst mini kurze Zeit her das Du operiert bist wg Deinem Brustbein. Meine Mutter ist vor 25 Monaten operiert worden und ihr Brustbein ist nicht so gut, sie war schon bei einigen Ärzten deswegen, aber die können auch nicht viel machen. Im Normalfall müßte es bei Dir in einigen Wochen besser werden, sowas dauert halt leider.

Viele Grüße von Claudia

aFlcf201x0


herz

hey muss nochmals mein leid *:) beklagen hab nun so ein blubern auf der linken seite unter dem rippen bogen und seit heute hab ich da ein ziehen und so das beängstigt mich .mein haus arzt sagt da sitzt die bauchspeichel drüse ich bin auch diabetiger,brauch mir keine sorgen machen .ist dieses bei andren baypass oder herz patienten auch bekannt..

auf die antworten vom 04.11.07 danke...Mfg alf

p`etexr70


Hallo,

bin am 5.1.09 operiert worden. 3 Beipässe. Bin am 16.1.09 entlassen worden, einen Tag

vorher wurde mir die Lunge punktiert und ca.1,2 l Wasser entnommen. Habe im Momment

wieder Schwierigkeiten mit der Luft.Kann mir Jemand einen Rat geben?!

Gruß

Peter70

CLha-xTu


Hallo, Peter,

vielleicht hättest Du einen eigenen Thread erstellen sollen und Dich nicht an so einen alten anhängen. Vielleicht hättest Du dann schon mehr Antworten.

Ich habe zwar keine Bypässe, aber zwei Infarkte hinter mir, mehrere Katheter-Untersuchungen und auch ein Versuch, die verstopfte Ader zu dehnen.

Wenn Du immer noch Wasser in der Lunge hast, müsstest Du doch noch in ärztlicher Behandlung sein. Was sagt Dein Arzt denn dazu? Ist eine Reha geplant?

Und wie kommst Du mit der Operation und der Tatsache, herzkrank zu sein, nun zurecht? Wie kommst Du psychisch damit klar? Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man das nicht so leicht wegsteckt... Darf ich mal fragen, wie alt Du bist?

Wenn Du magst, schreib doch einfach mal, wie es Dir geht.

Einen lieben Willkommensgruss

Cha-Tu

hqypofn)oxbbi


@ erdbeere

Meine Bypass-OP war Mitte 1998, liegt jetzt also ca. 10,5 Jahre zurück. Ich war damals in Bad Oeynhausen in den Händen von Herrn Prof. Körfer.

In der Nacht nach der OP wurde ich irgendwann auf der Intensivstation wach, es ging mir eigentlich gut, keine Schmerzen im Brustbereich, also weder am Herzen, noch an der Lunge. Und am Morgen des selben Tages, also ca. 24 Stdn. nach dem Eingriff (es waren übrigens 4 Strippen, die mir neu gezogen worden waren) wurde ich auf die Normalstation gefahren und bekam dort auch gleich mein Frühstück. Zu dieser Zeit hatte ich nur noch eine "Wäscheklammer" an einem Finger (für die Monitorableitung) und einen dicken Schlauch im Brustbereich, der in einer ca. 5-Ltr-Flasche als Drainage endete, ja und eine kleine Flasche am Knöchel des Beins, aus dem die Vene entnommen worden war, aus dem selben Grund. Und das war's. Weh tat in den nächsten Tagen und Wochen allerdings das Bewegen, insbesondere aus Erheben aus der Liegestellung, da brauchte ich Hilfe von den Pflegerinnen.

Ich habe in den folgenden Tagen mein Kopfende senkrecht gestellt und wenn ich dann morgens "hochgezogen" worden war, hatte ich den ganzen Tag schmerzfrei "meine Ruhe".

Fies war nur noch die Entfernung des Drainageschlauchs aus dem Brustkorb, diese Aktion ist mir als einzige in schlechter Erinnerung geblieben.

Tja, und nach 10 Tagen wurde ich dann mit einem Taxi in die kardiologische Abt. meines Heimatkrankenhauses gefahren, dort 1 Woche weiter behandelt und dann entlassen. Und ca. 10 Tage später konnte ich meine Reha (zufällig an meinem Heimatort antreten (würde ich stationär übrigens nie wieder tun, über Tage einige Anwendungen (Bodenturnen, Wassergymnastik, Fahrrad (Ergometer) fahren, that was it. Am Wochenende war total "tote Hose", also bin ich jeweils nach Hause gefahren).

Anfang 2008 hatte ein Kollege ebenfalls die Mitteilung seines Arztes erhalten, er brauche Bypässe. Er war natürlich erst einmal geschockt und ziemlich down. Ich habe ihm dann erzählt, wie es bei mir abgelaufen ist. Kurz vor Weihnachten traf ich ihn und er erzählte mir Freude strahlend, es sei bei ihm genau so abgelaufen, wie ich es ihm erzählt hätte, er macht wieder Sport, als wäre nichts gewesen.

Übrigens: ich war im Zeitpunkt des Eingriffs 54, mein Kollege 64,5 Jahre alt.

Also, keine Bange, es geht eigentlich immer gut aus.

Liebe Grüße Norbert

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH