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Nach der Bypass-Operation

C9hax-Tu


Hallo, Stoepsel,

wie Deine Mutter reagiert, so reagieren viele viele Herzpatienten. Zuerst einmal ist man natürlich glücklich und froh, diese Operation hinter sich zu haben. Nach einigen Tagen aber kann es sein, dass man in ein depressives Loch fällt, besonders, wenn es einen kleinen Rückschlag gegeben hat wie so eine Ohnmacht. So eine Ohnmacht ist zwar nicht dramatisch, denn der Kreislauf muss ja erst langsam wieder auf das alte Niveau hochfahren. Aber man selbst empfindet das als ganz ganz schlimm und verliert plötzlich den Mut, und hört auf zu kämpfen. Aber das geht vorbei.

Allerdings gibt es einige Patienten, bei denen sich eine richtige Depression entwickelt, und dieses Tief nicht vorbei geht. Dann sollte man nicht zögern, sich professionelle Hilfe zu holen. Sei es durch einen Psychotherapeuten, oder wenn man das nicht will, dann durch ein Antidepressivum, das der Arzt verschreiben kann, und das man dann einige Monate nehmen sollte. Das alles passiert vielen Patienten, und gerade Herzpatienten haben oft nach der OP mit Depressionen zu kämpfen.

Normalerweise gehen solche Tiefs von alleine weg. Wenn sie aber länger als 4-6 Wochen dauern, sollte man sich Hilfe holen.

Ist eine Reha-Kur geplant ("Anschlussheilbehandlung")? Das wäre in jedem Fall empfehlenswert, denn in der Reha wird man auch psychisch wieder aufgebaut.

Alles Gute

Cha-Tu

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Hallo Cha-Tu,

dein mut tut sehr gut, eine reha ist geplant, sobald sie sich alleine versorgen kann, ich meine waschen und anziehen usw. ich habe von der psychischen belastung schon oft gehört, aber wenn es dann wirklich eintritt, ist man sehr erschrocken. aber ich habe gerade heute festgestellt, sie zeigt wieder emotionen, sie hat bisschen geweint am tel., das hat sie in den letzten tagen nicht getan. im gegenteil, sie hat löcher in die decke geschaut. man muss einfach geduld haben und darf den mut nicht verlieren.

gglg

stoepsel :-)

CWha-xTu


Hallo, Stoepsel,

das Löcher-in-die-Decke-Starren ist ganz typisch für eine Depression. Viele Patienten haben den Beginn einer Depression genau so beschrieben. Und von meiner Mutter, die auch eine Operation mit geöffnetem Brustkorb hinter sich hatte, kenne ich dieses mutlos-depressive Verhalten auch. Und auch ich war nach meinen beiden Infarkten sehr depressiv und völlig mutlos.

Das gibt sich wirklich wieder, man muss dem Patienten nur Zeit lassen. Weisst Du, es IST ja auch richtig übel traurig, zu merken, dass man so krank ist. Das soll man nicht verdrängen, sondern die Traurigkeit auch "ausleben" dürfen. Ich weiss, dass das für Angehörige sehr schwer ist, aber der herzkranke Mensch hat ein Recht darauf, um seine Gesundheit zu trauern. Er kommt nach einiger Zeit wieder hoch, und wie gesagt: Notfalls nicht zögern, sich professionelle Hilfe zu holen.

Lieben Gruss! Und für Deine Mutter alles Gute!

Cha-Tu

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Hallo Cha-Tu,

ich werde es bei dem pflegepersonal gleich ansprechen, mein papa fährt nachher sie besuchen und dann werden wir sehen wie ihre verfassung so ist.

vielen lieben dank für deine antwort.

grüsse

stoepsel :-)

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Hallo Cha-Tu,

also bei meiner Mama hat es bisschen Komplikationen gegeben. Durch ihren Diabetes und einen Sturz am 5. postoperativen Tag musste sie leider nochmal operiert werden. Das Brustbein, welches nach der 1. OP durchsägt und wieder zusammen gemacht wurde, hatte sich verschoben und sämtliche Befestigungen haben sich gelöst und die Wunde hatte sich entzündet und diese Entzündung ging bis in die Tiefe, da sie 1Woche nach der OP von der Chirurie auf die Kardiologie verlegt wurde,weil sie angeblich chirurgisch abgeschlossen war, aber täglich wieder dorthin zum verbinden gekarrt wurde, hat man es übersehen :-| .Sie hat alles sehr gut überstanden und ich hoffe, es geht jetzt endlich bergauf, gestern habe ich einen Psychologen bei der Krankenschwester angefordert, denn von der Zeit nach dem Sturz an weiss meine Mama nur noch wenig, sie macht sich aber dauernd Gedanken was in den 14 Tagen gewesen ist und sie hat fürchterliches Heimweh.

Lg Stoepsel

C-ha^-Tu


Hallo, Stoepsel,

oje, das tut mir leid. Da kriegt man ja beim Lesen schon ein schlimmes Gefühl, aber gut, dass es Deiner Mutter jetzt besser geht. Solche "Gedächtnislücken" sind nach einer Bypass- oder Klappen-OP gar nicht selten, das vergeht aber im Laufe der Wochen und Monate, da muss Deine Mutter keine Angst haben. Aber die Hinzuziehung eines Psychologen ist auf jeden Fall gut und hilfreich, auch wegen der depressiven Grundstimmung!

Alles Gute weiterhin, schön, dass Du Dich noch mal gemeldet hast.

Cha-Tu

S!toeps7el10x78


Hallo Cha-Tu,

ich denke auch das es so besser ist.

Ist schon ne harte Zeit gewesen, sie hat jetzt so einen Vakuum-Verband, also die Wunde muss von innen heraus zuheilen. Das erfordert noch sehr viel Geduld, es wird wohl Monate dauern bis die Wunde verschlossen ist. Aber wenn jetzt alles normal verläuft, kann sie damit in Reha und dann später auch nachhause.

Mein Motto ist immer "Alles wird gut" :)z .

Ich möchte mich nocheinmal bei Dir bedanken, Dir zu schreiben hat mich sehr aufgebaut und ich habe mich verstanden gefühlt.

Herzlichen Dank und ich hoffe wir hören wieder voneinander *:)

Stoepsel

S7toeIpsel31078


Hallo,

ich schon wieder... aber ich weiss nicht wohin ich mich sonst hinwenden kann. Ich habe einfach keine Kraft mehr, die 2.Operation meiner Mama ist gut verlaufen und der Heilungsprozess ist auch gut. Sie beklagte sich dann über Rückenschmerzen, immer wieder wurde ihr gesagt, es sei normal und von der OP und davon, dass sie so lange liegen musste. Als die Schmerzmittel reduziert wurden, wurden die Rückenschmerzen immer schlimmer. Vor 3 Tagen hatte sie Unterzucker und es ist ihr während dem Laufen schwarz vor Augen geworden. Danach noch schlimmere Rückenschmerzen. Auf Drängen von uns wurde dann ein Rö-Bild der Brustwirbelsäule anefertigt. Diagnose: Fraktur des 12.Brustwirbelkörpers!!! Heute morgen hat meine Mama angerufen, sie wird in eine andere Klinik gebracht, weil ein BG-Arzt die Sache aufnehmen muss, ich denke die private Krankenkasse hat begonnen nachzuhaken!!! Verflixt, was muss sie noch alles aushalten, es geht irgendwie alles nicht mit rechten Dingen zu... :-(

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