» »

Atembeschwerden, ständiges gähnen, duselig im kopf

m^r/s-c~lem%entixne hat die Diskussion gestartet


SOabend bekam ich aus heiterem himmel atemnot. ich hatte ständig das bedürfnis, tief durchzuatmen, doch es ging nicht und so versuchte ich es immer wieder, bis ich den "erlösenden" durchatmer bekam und für ein paar minuten beruhigt war.

meine beste freundin ist angehende heilpraktikerin und versuchte meinen puls zu bekommen, der sehr schwach war.

ich konnte nicht einschlafen, da ich angst hatte, ich wache nicht mehr auf!

als es den MO über immer noch anhielt, ging ich zum arzt, der verpasste mir eine angstlösende spritze und verschrieb mir den SALBU NOVOLIZER, damit die bronchen sich weiten (holen ihn jetzt gleich erst von der apotheke ab).

ich habe auch das gefühl, dass mein hirn zu wenig sauerstoff abbekommt. ich fühle manchmal wie die funktion der arme und beine sich einschränken, als würden sie gleich einschlafen.

er verschrieb mir auch phosetamin (magnesium-kalium-calcium-EAP), weil vor 3 monaten bei einer vollblutmineralanalyse einen kalium- und magnesiummangel festgestellt wurde und einen leichten calciumüberschuss.

der arzt machte ein EKG, dass nur eine ca. 30sek. gemessen wurde - ist das nicht zu kurz, um eventuelle aussetzer zu messen?

da ich jetzt zu einem arzt in die über 80km entfernte stadt fahren werde, um einen komplettcheck machen zu lassen, hoffe ich auf klarheit!

die durchatemprobleme haben sich leicht gebessert, jedoch dauern sie immer noch an.....um auf den punkt zu kommen: ich hatte SOabend eine echte panik, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen und hätte, wenn ich alleine gewesen wäre, 110 gewählt.

ich hatte gestern nacht echt angst, schlafen zu gehen, da meine freundin aber extra noch blieb, war ich beruhigter. nach 2 std. bin ich dann auch mal eingeschlafen.

mein arzt führt dies auf eine allergische reaktion zurück?!?!?

ich habe zwar sprue/zöliakie und ernähre mich seit 2 jahren streng glutenfrei, jedoch habe ich ständig probleme, wenn ich nahrung zu mir nehme. immer wieder aus heiterem himmel.

was könnte es denn sein ???

Antworten
Liupo0x49


Hallo mrs-clementine,

aus eigener Erfahrung wage ich mal zu behaupten, wenn Durchatemprobleme über längere Zeit anhalten, sind sie meistens angst-bedingt. Ich kenne das Gefühl, in der Mitte der Lunge eine Sperre, einen Schieber zu haben und gleichzeitig das extreme und immer wiederkehrende Bedürfnis, zu gähnen und tief durchzuatmen. Ich hatte das über mehrere Wochen und es besserte sich nur nach Alkoholgenuss (was ich dann später verstand...) und endgültig erst, als auch die Angst vorbeiging.

Da Du dazu neigst, auf solche Sachen auch wiederum sehr ängstlich zu reagieren, besteht die Gefahr, dass sich das in einem Kreislauf gegenseitig am Leben hält.

Ein normales EKG dauert nicht länger als 30 sec. und ein Arzt kann die wichtigsten Funktionen daraus ableiten. Um evtl. unregelmässig auftretende Rythmusstörungen festzustellen, würde man dann ein 24h-EKG verordnen.

Ein Komplett-Check sollte Dich hoffentlich beruhigen.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

m.rs-c/lemexntine


@lupo049

*:) vielen dank für deine äußerung!!!

ich kann mir auch vorstellen, dass die anhaltenden probleme jetzt noch angstbedingt sind.

jedoch verstehe ich überhaupt nicht, warum sie aufgetreten sind.

ich fühle mich zwar gerade in einer umbruchphase (jobsuche in einer anderen stadt) und fühle mich mit dem herzen zu jemandem hingezogen, den ich nicht wiederkriegen kann, weil sich da mein verstand widersetzt. aber eigentlich bin ich nicht gestresst, da ich das mit dem job aus eigenen stücken mache. das mit der großen liebe tut zwar weh, aber durch das vergeben alter sachen geht es mir schon besser.

ich werde mir zwar jetzt nicht die kante geben, um herauszufinden, ob ich durch den alkohol besser atmen kann :-D

aber ich will auf den grund gehen, warum das überhaupt kam.

ich saß nämlich ganz locker auf der couch mit meiner besten freundin und fühlte mich gut und plötzlich.....und das ganze WE über war ich von netten leuten umgeben....

ich bin in dem sinne ängstlich, da ich schon ein paar KH-aufenthalte (nesselsucht, laparoskopie, etc.) hinter mir habe und immer wieder etwas im blutbild gefunden wird. ich kann es nur nicht ertragen, wenn die ärzte das gleich immer auf die psychoschiene abwälzen wollen!

LgupWo04x9


Die Momente, in denen solche "Attacken" auftreten, sind nicht immer unmittelbar an diese Situationen gebunden. Naja, "Psychoschiene" ich kenne das und wenn man das Gefühl hat, Ärzte fällen vorschnell dieses Urteil, kann es sogar zusätzlich beunruhigen, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie (bei mir) letztendlich Recht hatten.

Grundsätzlich könnte diese Phase einschneidender Veränderungen und ein Ungleichgewicht zwischen Emotion und Verstand, je nach Charakter, schon mal zu solchen "Schwankungen" führen. Zusätzlich neigst Du zu Krankheitsangst, was im Falle von Symptomen (egal ob körperlich oder psychisch begründet) zu Überreaktionen führen kann.

Fürchte zwar, dass ist Dir zu "Psycho" ;-), aber ganz ehrlich meine Einschätzung.

Alles Gute & Grüsse

Lupo

a\gn{es


@clementine

die Symptome sind typisch für Hyperventilation

m]rs-ycl7ementixne


@lupo049

Fürchte zwar, dass ist Dir zu "Psycho"

naja, ich liebe "psycho", aber eher den film von hitchcock ;-D

kann schon sein, dass da die gefühle mit einwirken, aber warum konnte man meine herzpochen nicht mehr spüren? meine freundin war auch total verwundert?

ich war beruhigt jemanden da zu haben.

verstehe das irgendwie nicht.....bin ja froh gesund zu sein, hatte genug beschwerden nach einem tropenaufenthalt vor 4 jahren und seitdem immer irgendwelche aufenthalte.....jetzt ist gar nichts, ich fühle mich einigermaßen wohl auch wenn es nach der essensaufnahme ab und an probleme gab und schwubbs haut mich sowas vom hocker....

hmmmm. lasse mich wie gesagt jetzt nochmals durchchecken.....

R#ichaArdA Frpiexdel


An Lupo049

Sie schreiben:

"Ein normales EKG dauert nicht länger als 30 sec. und ein Arzt kann die wichtigsten Funktionen daraus ableiten. Um evtl. unregelmäßig auftretende Rythmusstörungen festzustellen, würde man dann ein 24h-EKG verordnen."

Peter Sloterdijk hat aber neulich im Fernsehen vor zuviel Arztgläubigkeit gewarnt. Man soll die Suppe nicht mit Eßstäbchen essen, nur weil die Ärzte es raten.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß bei schlechter Atmung das EKG auf chronisches Herzversagen hindeuten kann. Der Arzt wollte bei mir gleich mit der chemischen Keule (Beta-Blocker) kommen, was nur mit List und Tücke zu verhindern war! Er war zwar nur Allgemeinarzt, protzte aber mit Erzählungen von Kongressen der Kardiologen. Seine Doktorarbeit sei über das Herz etc. Jetzt ist meine Atmung wieder normal und mit ihr auch das Herz.

Das erklärt sich durch die Kraft der Atmungspumpe. D. h. ein Gutteil der Arbeit bzw. Kraft für den Kreislauf wird durch die Atmungsmuskeln aufgebracht. Eine übrigens durch die Aktivitäten der Pharma betriebene Fixierung auf das Herz allein kann gefährlich sein.

Ich habe die allerbesten Erfolge mit Qigong zur Verlangsamung der Atmung erlebt. Man konzentriere sich auf das Fließen von Energie in Form eines hin- und herströmenden prickelnden Qi-Gefühls im Takt mit der Atmung. Siehe z. B. das Buch

1) Qi Gong. von Liu Qingshan;

Der chinesische Weg für ein gesundes, langes Leben. Irisiana 5. Aufl. 160 S. m. Abb.

ISBN 3-89631-414-9 auch mit Video

Oder 2) Atemtraining von Ute Gerzabek, ISBN 3-576-13112-4, wobei die Übungen weniger anstrengend sind und das Qi-Gefühl nicht thematisiert wird.

Gruß,

Loupo0x49


Peter Sloterdijk hat aber neulich im Fernsehen vor zuviel Arztgläubigkeit gewarnt…

Naja, für diese Erkenntnis hätte ich jetzt nicht unbedingt einen Philosophen gebraucht...

Jedenfalls für Untersuchungen des Herzens braucht es einen Arzt/Kardiologen und es ging ja weniger um mögliche therapeutische Massnahmen, sondern um die Diagnostik und um Clementine's Sorge , die relativ kurze Zeit eines normalen EKGs würde nicht ausreichen...

Ergeben sich da Anzeichen einer Erkrankung, wird die Diagnostik weitergeführt.

Ansonsten, ja, Atmung ist wichtig und oftmals Ausdruck des seelischen Zustands.

Viele Grüsse

Lupo

m*rs-.clexmen2tinxe


seelischen Zustands

dachte mir geht es gar nicht so schlecht :-/

naja. das kann schon mit einwirken, jedoch finde ich einen kaliummangel etc. nicht so egal und bleibe hinterher.

nä. woche gibt's noch mal ne vollblutmineralanalyse.

ich gebe lieber geld aus dafür und weiß dann, dass alle werte okay sind. dann bin ich beruhigt.

Rbi0chard gFriedexl


An Lupo

Problem ist oft, daß der Einfluß der Atmung im Westen wie in der Vergangenheit Sex mit einem Tabu belegt wird. Man redet zwar oft in Wochenendseminaren stundenlang darüber, aber der Gedanke an die Atmung als allmächtiges Steuerungsinstrument wie bei den Japanern und Chinesen erscheint unpassend und unkultiviert. Im damaligen Bestseller "Hara, die Erdmitte des Menschen" (Dürkheim) wird zwar zitiert "Tanden ist der Schrein des Göttlichen" (Tanden=Punkt nahe dem Sonnengeflecht, an den die Atmung gelenkt wird), aber die genauen Atmungstechniken werden verschwiegen. Die Atmung als Ausdruck des seelischen Zustandes anzusehen, muß von dieser Warte aus gesehen fast als katastrophaler Irrtum bewertet werden. Man denke an die Heuchelei einiger Lebewesen:

Sie haben nämlich Entenfüße

Und bilden sich ein, daß Niemand es wisse.

Das ist eine tiefgeheime Wund,

Worüber ich nimmermehr spötteln kunnt.

H. Heine über die Wichtelmännchen in "Waldeinsamkeit". Gruß,

Lrupox049


@richard friedel

Die Atmung als Ausdruck des seelischen Zustandes anzusehen, muß von dieser Warte aus gesehen fast als katastrophaler Irrtum bewertet werden

Aha, und warum ?

Kann nur von "meiner Warte aus", also aus meiner eigenen, tatsächlichen Erfahrung berichten, ...

...dass meine Atmung schneller und flacher wird, wenn ich erschrecke oder angespannt bin...

…dass ich das Gefühl habe, nicht komplett durchatmen zu können, wenn ich ängstlich bin...

…dass ich manchmal sogar kurz die Atmung einstelle, wenn ich mich stark auf etwas konzentriere…

…dass ich wunderbar tief und ruhig durchatmen kann, wenn ich mich gut und entspannt fühle….

Auch ohne tiefere Kenntnis der asiatischen Atemtheorien kann ich mir deshalb durchaus vorstellen, dass man auch in umgekehrter Richtung, also durch bewusste Atmung und entsprechende Techniken sowohl seinen körperlichen als auch seelischen Zustand beeinflussen kann.

Sehe also hier nirgends einen "katastrophalen Irrtum", im Gegenteil, eher eine Bestätigung, dass die Atmung - in beide Richtungen - eine wichtige Rolle spielen kann.

PS: Das mit den Wichtelmännchen war mir übrigens zu hoch.

Viele Grüsse

Lupo

m.rs-cWleme&nt)ine


@agnes

Hyperventilation

dann hätte ich aber eine schnelle, kurze atmung und nicht eine flache, langsame, schwache......

m@rs-cleCmentixne


@lupo049

dass meine Atmung schneller und flacher wird, wenn ich erschrecke oder angespannt bin

ich war entspannt und meine atmung wurde flacher nicht schneller

dass ich das Gefühl habe, nicht komplett durchatmen zu können, wenn ich ängstlich bin

ich wurde ängstlich als ich das gefühl hatte, nicht richtig durchatmen zu können

dass ich manchmal sogar kurz die Atmung einstelle, wenn ich mich stark auf etwas konzentriere

kann schon sein. aber ich saß chillig auf der couch neben meiner besten freundin und wir schauten entspannt irgendwelchen quatsch im TV.....

L#upo0E49


Hi Clementine,

die Beschreibung meiner "Atemtechniken" galt ja "Richard Friedel's" prinzipieller Ausführungen zum Thema Atmung, nicht auf Deine Situation bezogen.

Darauf hatte ich dir schon mal geantwortet...., die Momente, in denen Symptome auftreten können, sind nicht unbedingt und unmittelbar an diese Situation gebunden.

Meine erste "Attacke" war beim Staubsaugen, nicht gerade "chillig" aber auch kein Horrorszenario.

Ciao & Grüsse

Lupo

m#rs-cMlePmenptinxe


@lupo049

die Beschreibung meiner "Atemtechniken" galt ja "Richard Friedel's" prinzipieller Ausführungen zum Thema Atmung, nicht auf Deine Situation bezogen.

das war mir klar, wollte es nur nochmals auf meine situation beziehen.

habe mit dem, was mich belastet oder gedanklich tangiert hat, abgeschlossen, bzw. einen endgültigen schlussstrich drunter gezogen. jetzt bin ich befreit, weil es eh nichts geworden wäre und ich meine kräfte dort umsonst eingesetzt habe und es verschwendung war.....setze jetzt meine energie ein, um endlich nach berlin zu können und dabei geht es mir gut.

hatte sowas noch nie und kann mir immer noch nicht vorstellen, dass es rein psychisch ist.....aber ich mache mich auch nicht mehr verrückt. bin ruhig, chillig und muss auch staubsaugen, da ich heute abend besuch bekomme ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH