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War das ein Asthmaanfall?

I4mplfangitxa hat die Diskussion gestartet


Hallo Med1ler!

Habe mal eine Frage, ob das Asthma sein könnte:

Zuerst musste ich leicht husten, nicht weiter schlimm, dann dachte ich, ich krieg gleich einen Hustanfall *g* und hab Tee getrunken (oft können ja herannahende Hustanfälle durch viel Trinken gerade noch verhindert werden). Doch plötzlich ist innerlich alles total zugeschwollen, ich dachte ich muss ersticken, es war so schlimm dass schon Tränen aus den Augen gelaufen sind. Ich konnte zwar einatmen aber irgendwie war es so als würde mich die Luft erdrücken. :(v

Dauer vielleicht 1-2 Minuten.

10 Minuten später: Es fühlt sich immernoch alles zugeschwollen an und ich krieg schlechter Luft. Reden kann ich auch nicht mehr richtig, es ist als würde was in der Luftröhre stecken.

Sowas hatte ich bisher 2 - 3 mal (im Leben) und mit jedem Mal wird es schlimmer.

Ich war deswegen nie beim Arzt, weil ich es bis jetzt als Ferner Liefen abgestempelt habe, aber so langsam mach ich mir doch Sorgen.

Jetzt hab ich heute erst mein negatives HIV Ergebnis bekommen und sterb kurz drauf fast an so nem Erstickungsanfall.

Meint ihr, das könnte Asthma sein?

Ich hoffe nicht!

Viele Grüße Implanita

@:)

Antworten
F~el;lnasxe


Hallo Implanita!

Ich habe selber Asthma und weiß daher wie furchtbar das Gefühl ist, wenn man keine Luft mehr bekommt. Asthmaanfälle gibt es in mehreren "Varianten". Bei mir zum Beispiel ist es so, dass ich die Luft nicht mehr gut ein- und aus atmen kann. Mein Hals wird immer enger und ich versuche den Schleim wegzuhusten, aber der sitzt zu fest. Erst nach dem Anfall löst er sich.

Du solltest auf jeden Fall zu einem Lungenarzt gehen und das abklären lassen. So eine Art Atemnot zu haben ist nicht normal. Das klingt sehr nach Asthma. Ich selber musste auch erst einige Anfälle haben, bis ich mich überwunden hatte dorthin zu gehen, aber als ich da war und festgestellt wurde, was es ist, fühlte ich mich wieder sicherer.

Eine Frage habe ich trotzdem noch: In welcher Situation hast du den Anfall bekommen? Ich meine auch bei den früheren Anfällen. Hast du Sport gemacht oder ging es dir psychisch nicht gut? Waren viele Pollen in der Luft?

(OK, das war jetzt ein langer Text und doch mehr als eine Frage %-| )

LG, Fellnase

Iemplaxnita


Nochmal genaue Beschreibung usw *g*

Hallo Fellnäschen ;-)

Danke für die Antwort!

Wenn ich so einen Anfall bekomme, dann meistens wenn ich sowieso krank bin. Und im Moment hab ich ne ziemliche Erkältung, muss manchmal husten, aber auch nur leicht.

Sobald die Atemwege ohnehin etwas gereizt sind, kann es zu so einem Anfall kommen.

Je nachdem, was man mitzählt, hatte ich in den letzten Jahren vielleicht sogar 5 solche Anfälle, die einen leichter, die anderen stärker. Aber zum ersten Mal hatte ich "den Erstickungstod so nah vor Augen".

Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es Asthma ist, da ich sowieso ein Risikopatient bin (zB Hausstaubmilbenallergie; chronische Bronchitis in der Familie, etc, irgendeinen Faktor hatte ich noch, fällt mir gerade nicht ein).

Ich geh heute eh zum Arzt wegen was anderem, da sprech ich ihn gleich mal drauf an.

Um den Anfall nochmal genau zu beschreiben:

Zuerst war alles in Ordnung, mir fiel aber auf dass ich ca. 1 Stunde davor manchmal leicht husten musste.

Der Anfall war ca. eine halbe Stunde nach dem HIV test Ergebnis, ich hatte panische Angst, vielleicht wurde es dadurch hervorgerufen?

Bei Belastung oder Pollenallergie hatte ich noch keinen Anfall.

Mit was es zusammenhängt, kann ich so nicht sagen.

Es war jedenfalls so, dass ich zuerst Husten musste, dann schnürte es mir innerlich alles zu, als würde ein Hefeknödel im Hals aufgehen *LoL*

Ich konnte nicht richtig einatmen, es war so, als wäre ein Sog da, der die Luft davon abhält. Ausatmen auch nicht, hab die Luft eher rausgehustet.

Der Kopf wurde immer roter und die Tränen sind aus den Augen geflossen.

Ich saß da und rang nach Luft, irgendwann (mir kam es vor wie eine Ewigkeit) ging es dann wieder besser, es fühlte sich so an, als würde die Schwellung zurückgehen.

Ich weiß nicht wie sich ein Bienenstich im Hals anfühlt, aber so in etwa stelle ich es mir vor.

Und wie gesagt, ich konnte 2, 3 Stunden danach auch nicht mehr so richtig gut atmen, alles war noch angeschwollen.

Erst einige Stunden später war alles wieder normal.

Ich hoffe, ihr könnt mit der Beschreibung was anfangen?

Für mich siehts schon sehr verdächtig nach Asthma aus, ich hätte so gerne ein Spray, das ich dann nur nehmen brauche und der Anfall schnell weggeht.

Viele Grüße

Implanita

*:)

sEkizWzenbxuch


Hallo! *:)

Eine sehr "schöne" Beschreibung :-p besser hätte ich es auch nicht formulieren können. So, nun kömmt auch viel Text:

Mein Bruder ist/ war starker Asthmatiker, der, wie er endlich zu einem gescheiten Lungenfacharzt in Behandlung kam, gerade mal ein Drittel des natürlichen Lungenvolumens hatte. Mittlerweile lebt er seit Jahren annähernd beschwerdefrei. Zwar hat er ein Spray, benötigt dieses jedoch sehr selten.

Ich selbst habe allergisches Asthma und zum Glück hatte ich erst einmal einen soo extremen Anfall (war gleichzeitig ein Allergieschock), dass ich wirklich dem Erstickungstod nahe war. Es war so, wie du es beschrieben hast. Ich konnte nur auf mich aufmerksam machen, indem ich einen leichten Tisch, der gerade in Reichweite war, mit dem Fuß umgeschmissen habe. Ich hab kein Wort mehr rausgebracht und war unfähig mich großartig zu bewegen. Wäre meine Ma nicht da gewesen... halleluja. Außerdem halfen mir bis zum Eintreffen des NotA. die Medis meines Bruders. Danach Cortison um auch das Nesselfieber wieder in den Griff zu bekommen.

Ich weiß nicht, ob es bei allen Asthmatikern so ist, aber mir wurde erklärt, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ausatmen kann.

Die Lunge bläht sich immer mehr auf und daher "hustet" man die Luft auch eher mit "Gewalt raus", als dass man das noch als Atmen bezeichnen könnte.

Was du unbedingt tun solltest, ist einen Lungenfacharzt, sowie Allergologen aufzusuchen. Ich hab mich viele Jahre mit Medis von meinem Hausarzt über Wasser gehalten und leide daher unter chronischem Nesselfieber... ich hoffe, dass ich wenigstens das allergische Asthma noch wegbekomme. Viele Medis, gerade die Sprays, unterdrücken ja nur die Symptome.

Außerdem könntest du auch eine verschleppte Lungenentzündung oder sonstwas haben. Gerade "gewöhnte Lungenkranke" bemerken eine leichte Lungenentzündung manchmal gar nicht...

Also ab zum Facharzt

Grüßle und gute Genesung

skizzenbuch

IymplQanita


Hallo Skizzenbuch!

Danke für deine Antwort!

@:)

Also so schlimm wie bei dir war es nicht, bewegen konnte ich mich immerhin noch.

Aber das was du so schreibst trifft wirklich auf mich zu, werde mal einen Termin beim Lungenfacharzt ausmachen. Aber wie kann der das Asthma eigentlich diagonstizieren? Ich wöre einfach unheimlich beruhigt, wenn ich so ein Spray mit Einweisung (also wie man es anwendet) bekommen würde, dann könnte ich das beim nächsten Anfall inhalieren und die Sache wäre erledigt.

Ursachenforschung wird bei mir nicht viel bringen, da es wirklich ohne Zusammenhang plötzlich auftritt.

Ich hab diese Anfälle ja äußerst selten, bis zu diesem Anfall dachte ich nichtmal an Asthma.

Und wie war das bei dir? Du hattest in dieser Hinsicht wohl nie Probleme und hattest dann plötzlich einen so heftigen Anfall? Ist ja Wahnsinn!

Viele Grüße, Implanita

s.kizz)enbucxh


Hallo!

Schön dass dir meine Antwort ein wenig helfen konnte :-)

Wie genau Asthma diagnostiziert wird kann ich dir leider nicht sagen. Bei mir bestätigte der NA einen Asthmaanfall und mein Hausarzt überwies mich zum Lungenfacharzt. Dort wurde der Sauerstoffgehalt des Blutes und in einer Überdruck/Unterdruckkammer (ist schon sehr lange her) das Lungenvolumen gemessen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich täglich asthmatische Beschwerden. Vorallem aber kann der Lungenfacharzt eine andere Lungenerkrankung ausschließen.

Ich denke, für eine Diagnose ist das Wichtigste: deine Beschreibung. Da du auch starke Allergikerin bist liegt der Verdacht ja ziemlich nahe.

Mein Bruder hat zudem noch an einem Lungentraining teilgenommen und muss wirklich nur noch alle paar Monate mal sprühen :-) Bei ihm waren die Anfälle (über Jahre fast täglich) nicht allergisch bedingt. Sie kamen vor allem bei größerer Anstrengung und Stress.

Was du beschreibst,- dass du keinen wirklichen Auslöser findest-, kommt mir sehr bekannt vor. Das, was mir passiert ist, ist aber ein Extremfall...

Diesen krassen Allergieschock hatte ich zuhause in meinem Zimmer... ohne jegliche Veränderung meines Umfeldes. Ich hatte urplötzlich Nesselfieber-Schübe. Das ist ein Hautausschlag, bei dem sich jede nur mögliche Stelle deines Körpers mit juckenden Quaddeln überzieht. Das ganze hielt ungefähr zwei Wochen an.

Der Witz: ich war zweimal beim Allgemeinmediziner und bis ich ins Behandlungszimmer konnte, war der Ausschlag wieder weg. So nahm mein Arzt das nicht wirklich ernst und verschrieb mir ein leichtes Antihistaminikum. Die Quittung kam urplötzlich: An dem besagten Tag war mein Körper innerhalb einer Viertelstunde komplett mit Quaddeln überzogen und leichte Atembeschwerden mutierten innerhalb weniger Minuten zu diesem Erstickungsanfall.

Das ganze war ein Allergieschock, der eigentlich nur bei extremen Bedingungen eintritt. Der Auslöser ist bis heute nicht bekannt.

Mein Fehler war übrigens, dass ich mich entmutigen lies: Ich ging mehrmals zur Blutprobe. Selbst wenn ich eine halbe Stunde zuvor noch mit Quaddeln reagierte, wurden keine Allergene im Blut nachgewiesen. Ich war in zwei Jahren bei 5 unterschiedlichen Allergologen, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen.

Irgendwann fand ich ein Medikament, dass alle meine Beschwerden unterdrückte. Und ich brach sämtliche Behandlungen ab. Außerdem versank ich in Selbstmitleid und entwickelte wohl sowas wie eine Neurose, dass ich jederzeit wieder soetwas haben könnte.

Nun ist das ganze aber 7 Jahre her und die Ärzte sind auch schon ein Stück weiter :-)

Ich hab von meinem Hausarzt auf meinen Wunsch ein Spray bekommen, da ich gegen meine Haustiere allergisch bin, aber diese nicht abgeben will. :-D Wenn ich meine kleinen Stinker saubermache, bekomme ich zwar schlecht Luft, habe aber bisher noch nie gesprüht... das ist wirklich nur ein Notfallspray.

Warst du denn schonmal beim Allergologen? Ich war etwas überrascht, als ich letztes Jahr endlich mal wieder beim Allergologen war: hyperallergen gegen Gräser und Getreidepollen. Nur hab ich davon zum Glück noch nichts gemerkt :-D

Du könntest auf jeden Fall auch erstmal mit deinem Hausarzt darüber reden... Dass du dich mit einem Spray besser fühlen würdest. Es geht einem auch gleich etwas besser, wenn man weiß, dass man etwas dagegen tun kann. Und ich denk, der wird dir auch was verschreiben können.

Allerdings kann dir halt nur ein Lungenfacharzt helfen, zu verstehen, woher das kommt und wie man es wieder wegbekommt :-)

Grüßle skizzenbuch

ROichardg Frixedel


An Implanita, 1. Nachricht

Sie schreiben:

"Ich war deswegen nie beim Arzt, weil ich es bis jetzt als Ferner Liefen abgestempelt habe, aber so langsam mach ich mir doch Sorgen."

Aus langjähriger Erfahrung mit "Asthma" laut schulmedizinischem Verständnis (1) und dann später laut allgemeiner Physiologie (2) würde ich meinen, Sie sollen einen Facharzt wegen einer genauen Diagnose besuchen aber dann seine Behandlung mit der allergrößten Vorsicht ansehen und nach Möglichkeit den Atmungstechniken den Vorrang geben. Zwar ist der Zeitaufwand hier beträchtlich, der damit verbundene Lernprozeß ist aber zufriedenstellender und erfolgreicher, da man ohne Medikamente auskommen kann.

Gegen die Schulmedizin bei Asthma ist wohl einzuwenden:

1) Die Rolle der Atmung als Mittler wird so wenig beachtet – durch Verlangsamung der Atmung kann ein Anfall verhindert werden. Es liegt auf der Hand, daß man möglicherweise mit einem Geschäft mit der Angst und mit mangelnder Aufklärung zu tun haben kann. Laut Forschung vor fast 100 Jahren kann Asthma durch Fehlatmung im Experiment verursacht werden (siehe NS.)

2) Die Rolle der sehr verbreiteten "Refluxkrankheit" bei Asthma wird zwar ärztlicherseits zur Kenntnis genommen, sie scheint sich aber speziell in der "Asthmawelt", d.h aus der Perspektive der Pharmafirmen, noch nicht genug herumgesprochen zu haben. Sie paßt nicht in das klassische Behandlungskonzept mit Betonung der Allergien, einer Entzündung der Bronchien als Primärursache und mit eigens ausgedachten Tests für die Lungenfunktion.

3) Als ein Beleg für die günstige Beeinflussung von Asthma durch Atemtechniken sei die bekannte "Buteyko-Methode" (siehe Internetquellen) erwähnt, bei dem man den Atem anhält bis man Atempausen von 20 Sekunden und noch viel länger erreicht. Allerdings soll bei dieser Methode eben das natürliche Durchatmen vermeiden werden – m. E. ein zu hoher Preis!

4) Die so erfolgreichen orientalischen Atemtechniken basieren vielfach auf einem "Kultivieren" von Wahrnehmungen von Gefühlen in z. B. dem Afterdamm oder dem "Tanden". Weil die Schulmedizin von all dem nichts wissen will, kann sie nicht wissenschaftlich sein. Als Beispiel siehe [[http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/MantakChia030206.pdf]] . Der Autor, Mantak Chia, hat einen guten Ruf. Er zeigt eine Art "Superatmung", die nach meiner persönlichen Überzeugung die Unfähigkeit des Asthmatikers, durchzuatmen, überwinden kann. Das Buch (Tan Tien Chi Kung) soll aber nur als Nachschlagewerk dienen. Die praktische Unterweisung überläßt man einem Experten.

Es hat also durchaus den Anschein, daß bei Asthma etwas in der Schulmedizin nicht in Ordnung ist. Ihr "Asthma" könnte das Ergebnis einer Beängstigung sein, das dann unter großen Aufwand behandelt wird. Gruß, Richard Friedel.

NS.

"Strübing [Dt.med. Wochenschrift, 1906 Nr. 31] bestätigt bis zu einem gewissen Grad die von Talma erhobenen Befunde. Gesunde intelligente Menschen erlernen es bisweilen, aber nicht immer, durch getreues Imitieren der Atmung des Asthmatikers schließlich die exspiratorisch wahrnehmbaren Geräusche zu produzieren, wenn auch nicht annähernd in der Stärke wie ein Asthmatiker im Anfall. Auch Strübing findet, daß Asthmatiker meist allmählich lernen, den Anfall zu unterdrücken und daß je größer die Übung, desto deutlicher der Erfolg sei; aber auf der Höhe eines schweren Anfalls erweist sich der Wille oft genug als ohnmächtig. Sein Material waren Gesunde (Studenten) und Kranke. Bald gelang die Imitierung der asthmatischen Atmung, bald mißlang sie. Strübing kam zur Überzeugung, daß man unter ge¬wissen Beschränkungen einen asthmaähnlichen Anfall sogar hervorrufen und durch systematische Änderung der pathologischen Atmung immer denselben und schließlich auch das ganze Leiden sehr vorteilhaft beein¬flussen kann.

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