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Plötzlicher Tod durch Lungenembolie - Ursachenforschung -

m.icheYl1966 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

nachdem mein lieber Vater leider an einer massiven Lungenembolie verstorben ist, möchte ich in diesem Forum auf Ursachenforschung gehen um zumindest eine annähernde Klärung der tragischen Umstände zu erreichen.

Daten zum Patienten:

Alter: 69 Jahre

Vorerkrankungen:

Vor ca. 15 Jahren: Nierenbeckenentzündung

Vor ca. 10 Jahren: Thrombose im rechten Unterschenkel durch sitzende Tätigkeit

Vor ca. 10 Jahren: Nebenhodenentzündung

Seit ca. 2 Jahren: Medikamenteneinnahme wegen leichter Hypertonie

Trotz dieser Erkrankungen war er immer aktiv und hat viel Sport getrieben (nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 1996 ca. 5000 km mit dem Fahrrad im Jahr!), war nicht übergewichtig und hat 1970 aufgehört zu rauchen! Auch vor dem Renteneinstieg ist er viel Fahrrad gefahren (2500 km/Jahr). Ausserdem viele Spaziergänge und handwerkliche Aktivitäten -rasten hieß für ihn rosten!-

Schilderung der Symptome welche letztendlich zum Tod führten:

Seit Dezember 2005 immer stärker werdender Husten und Abgeschlagenheit (er machte oft auch den Eindruck einer depressiven Verstimmung, obwohl er nicht der Typ dafür war!)

Ab Januar 2006 ein Schmerz in der rechten Leistengegend (nach Aussage meines Vaters hat der Arzt das als "zur Zeit übliche Infektion eines Nerves in dem Bereich" diagnostiziert. Dabei kann es sich aber auch um einen Beruhigungsversuch meines Vaters für seine engsten Angehörigen handeln, er hat sich nie etwas anmerken lassen und war immer eisern..!)

Im weiteren Verlauf nahm die Abgeschlagenheit zu, teilweise schaute er 2 Stunden nur aus dem Fenster und sprach kaum (und das bei einem Menschen welcher vorher ohne Bewegung nicht auskam!)

Der Husten wurde nicht weniger, ob und welcher Auswurf dabei war kann ich nicht sagen, damit ging er nach draussen....... Die Farbe seiner Haut bekam einen Graustich, die Augen wirkten eingefallen....

Der Hausarzt gab ihm nur schleimlösende Medikamente und diagnostizierte keine weiteren Beschwerden!

Im Februar 2006 unternahm mein Vater nochmals den Versuch einer Radtour welchen er nach nur 1,8 km abbrechen musste weil er keine Luft mehr bekam! (und das bei einem trainierten Radfahrer---2004 Grand Ballon d’Alsace= 1200m, September 2005 Kalmit/Pfalz 673 m, definitiv!!)

Am Tag nach dem Radtourversuch brach mein Vater auf dem oberen Flur unseres Hauses zusammen, nach 18 Treppenstufen und Luftnot. Meine Mutter hat den Notarzt gerufen, dieser veranlasste den schnellsten Transport ins Krankenhaus. Die Hautfarbe hatte sich in Richtung weiß/grau verändert, beginnend an den Fingern.... Weiterhin wurde eine stark erhöhter Blutzuckerwert und eine dramatisch verringerte Sauerstoffsättigung diagnostiziert.

Im Krankenhaus erlitt er noch während der genaueren Diagnosefindung ein Kreislaufversagen, nach 45 min. vergeblicher Reanimation verstarb er......

Diagnose: Thrombose, schwere Lungenembolie, Verschluss eines Hauptastes, auch die massive Gabe gerinnungslösender Medikamente erbrachte keine Wirkung......

"Trost" des Oberarztes auf der ITS: "Hinter einer Thrombose kann auch Krebs stecken..."

Nachdem ich im Internet schon recherchiert habe könnten für mich als Laien auch folgende Möglichkeiten in Betracht kommen:

- Rechtsherzinsuffizienz (evtl. schleichend durch kleine Embolien)

- (mit Vorsicht) Bauchspeicheldrüsenkrebs

- (ebenfalls mit Vorsicht –Prostatakrebs-)

- Lungenkrebs

noch ein paar weitere Auffälligkeiten der letzten Wochen:

- seit Dezember sehr dunkler, stark riechender Urin (ohne Blut)

- ebenfalls seit dieser Zeit Schwitzen im Genitalbereich

- veränderter Körpergeruch insgesamt (bei normaler Hygiene

Es wäre schön, in diesem Forum eventuell Lösungsansätze zum plötzlichen Tod eines geliebten und lebensfrohen Menschen zu erfahren....

Vielen Dank

Michael

Antworten
l^ul'uisxa


Wie sollen die User hier, das beurteilen können? Warum hast Du keine Obduktion machen lassen, wenn Du den Ärzten nicht glaubst?

m\ich,el!196x6


hallo luluisa,

evtl. ist das falsch rübergekommen, NATÜRLICH glaube ich den Ärzten die Diagnosen, wir engsten Angehörigen möchten nur versuchen zu verstehen........

Mein Vater war ein Mensch, der nie viel erzählt hat wenn es ihm mal schlecht ging, deshalb habe ich diesen Beitrag verfasst und darin alle Dinge dargestellt die uns aufgefallen sind. Von einer Obduktion war auch im Krankenhaus nie die Rede, da die Todesursache durch die massive Empolie eindeutig war.

Gruss

Michael

lyuluiTsa


Ich weiß, es ist schlimm jemanden zu verlieren. Aber ich denke man muß es so hinnehmen. Im Nachhinein wird Dir das Nachforschen nie Ruhe bringen. Ich wünsche Dir viel Kraft, das zu verarbeiten :)*

a'gnexs


laß Dich

auf genetisch bedingte Gerinnungsstörungen (Thrombophilien) testen.

CbalNives


Lungenembolie- meine Gedanken sind bei Dir

Auch meine Mutti, 71 Jahre starb plötzlich an einer Lungenembolie.

Bei ihr war ein Gerinsel in der Lunge. Dieses kann überall entstehen.

So überaus traurig es ist, daß unsere geliebten Menschen nicht mehr unter uns sind, so tröstlich kann es sein, zu wissen, daß sie nicht lange leiden mußten.

Laß das Nachforschen. Es bringt Dich nicht weiter. Du machst Dich nur fertig. Denk zudem daran, daß Dein Papa in Gedanken bei

Dir ist.

Ja, und was hilft es Dir im nachhinein?

Liebe Grüße aus Berlin, Sylvia

m`ichkel_19666


Hallo an alle!

Vielen Dank für eure lieb gemeinten Aufmunterungen, es ist in der Tat schwer ein so plötzliches Ereignis zu verstehen. Sicher habt ihr Recht das mann es nie verarbeitet wenn man sich immer wieder damit befasst. Aber für meine Mutter und mich wäre es tröstlich zu wissen das ihm womöglich größeres Leid in der Zukunft durch eine verborgene bzw. kurz vor dem Ausbrechen stehende schwere Erkrankung erspart geblieben ist.

Danke und Gruß

Michael

BDasidlaxris


ich kann nur sagen...

...wenn die Leistung bei einem so aktiven Menschen in dem Alter innert weniger Wochen oder Monaten dermassen nachlässt, dann müssen die Alarmglocken läuten! Ursache sind meist Gefässverengungen!

P.S.: dem Arzt, der deinen Vater behandelt hatte, gehört IN JEDEM FALL die Linzenz entzogen!

RLut


..vielleicht hat Dein Vater gewußt, wie es um ihn steht und wollte Euch nicht beunruhigen. Auf Wunsch des Erkrankten kann ein Arzt Auskünfte an Angehörige verweigern.

Mein Vater starb an einem Lungentumor, obwohl er kein Raucher war. Später erfuhr ich, dass es Asbest war, der diesen Tumor hervorgerufen hat. Mein Vater war Bau-Ing. und in den 60/70 ziger Jahren war die Unverträglichkeit dieses Stoffes nicht bekannt, die heutigen Schutzmaßnahmen wurden erst später entwickelt. Allerdings hätte meine Mutter Anspruch auf eine höhere Rente von der Berufsgenossenschaft gehabt. Was soll's, mein Vater starb mit 90 Jahren.

Calives Aussagen ist voll zu zustimmen.

Alles Gute

bWarnJebvexe


Ersteinmal tut es mir sehr leid was mit deinem Papa passiert ist. Für mich hört es sich eher so an , als hätte dein Papa wieder eine Thromose entwickelt, als er Schmerzen in der Leiste angegeben hat. Wurde keine Diagnostik diesbezüglich betrieben? Immerhin war er Risikopatient. Die viele Bewegung hätte dann natürlich fatale Folgen.Ein weiss/grauer Hautkollorid und Sättigungsabfälle, Verschluss einen Hauptastes, hört sich an wie eine Lungenembolie mit gleichzeitigem Herzinfarkt. Aber wie schon meine Vorgänger sagten: Versuche loszulassen. Das alles bringt dir deinen Papa auch nicht wieder... Ich wünsche dir alles Gute!:)*

Mleli^ssxa27


Hi

es ist Schicksal.

Jeder Mensch hat (egal, wie gesund und aktiv er lebt), bereits im Mutterbauch vorgeschriebene bzw. für ihn vorbestimmte Lebenszeit/Lebensdauer, die er leben wird und wenn es soweit ist von dieser Welt ausscheiden wird.

Hierzu kann ich dir ein wahre Geschichte erzählen, die sich vor langer Zeit, tatsächlich ereignete:

Ein junger Mann und ein älterer Mann sind auf eine Bus-Reise. Sie kenne sich beide nicht, nur sitzen nebeneinander. Der junge Mann an der Fensterseites des Busses und älterer zur Mitte hin. Allerdings nach jeder Pause und wenn der junger Mann auch mal aus anderen Gründen seinen Platz verlassen mußte, hat er immer wieder feststellen müssen, dass der älterer Herr sich auf dessen Platz gesetzt hat. Ein paar mal hat dieser den älteren Herr angesprochen, um auf seinen ursprünglichen Platz an der Fensterseite zu kommen. Ein drittes Mal sprach er die Bus-Reise-Begleiter an, so dass der alte Mann wieder an seinem Platz sich setzen mußte. Jedoch das vierte Mal als er zurück zu seinem Sitzplatz wollte und der alte Mann wieder auf dem seinen Platz saß, hat sich der junge Mann gedacht, dass es nun reichen soll und wollte dem alten Mann nicht zum vierten Mal die Mühe machen, hat ihn nicht mehr angesprochen. Er setzte sich stattdessen auf den Platz des alten Mannes.

Wenig später ereignete sich ein gravierender Unfall, so dass ein anderer Bus in die Fensterseite des Busses reinfuhr und der älterer Mann starb auf der Stelle (Fensterseite). Die Fensterseite, auf die er ständig gewechselt hatte, obwohl sein Sitzplatz in der mittigen Reihe war.

Dann erst hat der junge Mann begriffen, was das alles zu bedeuten hatte. Nämlich war die Zeit für den älteren Mann gekommen, er hatte seine Lebenszeit, die für ihn vorbestimmt war, abgeschlossen und mußte so sterben.

Deswegen....

nYiscolxe93


Meine Mutter ist ebenfalls vor ca. 2 monaten an Lungenembolie verstorben.

Sie lebte 17 Jahre lang Multiplesklerose.

Ausgelöst wurde alles durch eine entzündung im Bein die der Arzt aber nicht weiter

behandelte da er sie für Harmlos hielt.

Ich habe mir oft Vorwürfe gemacht weil ich nicht mit dem Artz gesprochen habe oder mit ihr ins krankenhaus bin habe viel nachgeforscht, doch ich selbst würde mittlerweile auch davon abraten, die nachforschungen beanspruchen einen nur noch mehr und machen einen fertig.

liebe grüße.

nRicolJe9x3


Übrigens war sie grade einmal 49 Jahre.

*~S9einMädc<hen*O10G0%


Ich glaube nicht das dir die TS noch antworten wird bzw. das lesen wird.

Der Faden ist aus dem Jahr 2006

Tut mir leid das mit deiner Mutter :°_ :)-

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