Psychosomatische Atemnot?

13.05.06  22:42

Hallo,

vielleicht finde ich hier unvoreingenommene Ratschläge für mein Krankheitsbild bzw. jemanden, der an ähnlichen Symptomen leidet oder gelitten hat:

Seit ca. zwei Monaten habe ich Beschwerden mit der Atmung, welche sich in Atemnot äußert. Es fühlt sich an, als wenn irgendetwas am unteren Ende gegen die Lunge drückt, mein Herzschlag/Puls fühlt sich dann sehr kräftig an, Frequenz/RR sind aber normal. Das ist auch nicht permanent der Fall, es kommt und geht, nicht abhängig von Belastung, Gemütschwankungen oder der Tageszeit.

Untersuchungsgeschichte in Kurzform:

Ich ging zum Hausarzt, per Überweisung zum Kardiologen und zum Lungenarzt. Es konnte nichts festgestellt werden. Man vermutet eine psychosomatische Erkrankung, wobei ich eigentlich meiner Meinung nach nicht der Typ bin.

Hat schon einmal jemand ähnliche Symptome gehabt? Freue mich über jeden Tip.

Danke und Gruß

-Ratsuchender-

PS: Hier gibt’s noch eine lange Version der Krankheit.

Ich ging zum Hausarzt, per Überweisung zum Kardiologen und zum Lungenarzt. Es konnte nichts festgestellt werden.

Irgendwann ein paar Wochen später fühlte sich die Atemnot ausgeprägter an und ich beschloss, abends im örtlichen KHS vorzusprechen, wo ich stationär auf die innere aufgenommen wurde mit Diagnose Exazerbation eines exogen-allergischen Asthma Bronchiale, VA auf Somatisierungsstörung und arteriellem Hypertonus.

Meine Vorerkrankungen:

- Hochfrequenzablation einer Re-entrytachikardie 2005

- Adipositas, nach Ablation 25 Kg abgespeckt auf 95 Kg/188cm

- Hypertonie, gut eingestellt auf 130/70 bei Puls 90

- Asthma Bronchiale seit dem 5. Lebensjahr

- Allergie gegen Katze, Milbe, Birke

Es folgten die üblichen Untersuchungen. Röntgen oB, Belastungs-EKG oB, Oxy-EKG oB, Echo oB, Langzeit RR-Messung oB, 6 Minutengehtest oB, Lungenfunktion oB, Pricktest oB. Alle diese Untersuchungen bezogen sich auf Herz und Lunge. Es konnte nichts festgestellt werden, obwohl den Ärzten auffiel, das ich kurzatmig bin. Da ich aber auf der inneren war "könne man halt nur innere Organe untersuchen, alles andere würde die Kasse nicht bezahlen" Als ich anbot, nötigenfalls die Kosten selber zu tragen guckte man mich mit großen Augen an, nahm das Angebot aber nicht an.

Nach einer Woche(Sa und So wurde nicht rumgedoktert) erfuhr ich, das ich entlassen werden sollte. Auf den Einwand, das es mir immer noch nicht besser ginge reagierte man mit einer psychosomatischen Vorstellung bei einem Kollegen der halb-geschlossenen Abteilung, also einem Irrenhaus ohne Gitter vor den Fenstern.

Das Gespräch mit diesem Kollegen war der absolute Höhepunkt. Warum ich Beschwerden hätte, wo doch alles gesund wäre. Mein Einwand, ich hätte weiterhin Atemnot, konnte ihn nicht überzeugen. Ich könnte froh sein, das ich nichts hätte. Auf meinen Hinweis der trotz Gesundheit bestehenden Atemnot reagierte er mit einer Einladung zu einer "Wellness-Woche(Originalzitat)" auf seiner Station, ich dürfe aber nicht zimperlich sein, weil dort Alkoholiker in Aldi-Jogging-Anzügen rumlaufen würden, Leute die sich die Haare ausreissen würden und Menschen mit Bulimie, wenn ich mir was darunter vorstellen könne(Konnte ich, bin jahrelang Rettungsdienst gefahren und überlegte ob ich ihn fragen solle, ob er sich was unter abgerissenen Gliedmaßen vorstellen kann).

Als ich fragte, warum ich trotz Atemnot entlassen werden solle reagierte er mit "nun werde ich aber langsam ärgerlich. Seien sie doch froh, das man nichts ernsthaftes feststellen konnte". Mein "nun werde ich aber mal ärgerlich. Sie haben mich in der Woche innerlich untersucht, nichts gefunden, mich dann am Wochenende ohne Untersuchungen rumliegen lassen und erwarten das ich froh sein soll nichts zu haben, obwohl ich immer noch Atemnot habe?" konnte ihn nicht gnädig stimmen. Es blieb bei der Entlassung und dem Angebot der Wellness-Woche auf seiner Station, wenn ich wollen würde.

Nun lebe ich mit meinen Beschwerden, gehe zur Arbeit und überlege, ob es nicht doch psychosomatisch sein kann, wo doch alle der Meinung sind ich wäre (relativ) kerngesund.

Freue mich über Hinweise, was ich unternehmen könnte.

Viele Grüße

-Ratsuchender-

-&Rat8suchenxder_

13.05.06  23:12

Sorry, habe vergessen zu erwähnen, das ab und zu Schwindelgefühl auftritt und ich manchmal das Gefühl habe, das sich meine Msukeln mitten im Gesicht anfühlen, als ob sie gelähmt wären oder eingeschlafen wären.

-GRatsucpheJndexr_

14.05.06  13:50

Hi,

ich habe das in etwa das Selbe durchgemacht.

Fing bei mir auch so an, naja kurz gesagt: Alles wurde untersucht, aber nichts körperliches gefunden, Beschwerden blieben trotzdem.

Bei mir gab es auch ca. diesen Ablauf, die Ärzte sehen du hast nichts, denken dann du simulierst oder sonstwas. Mich haben Sie gefragt ob ich Drogen genommen habe und haben sogar nen Test gemacht.

Hab ich aber nicht.

Nun lebe ich mit meinen Beschwerden, gehe zur Arbeit und überlege, ob es nicht doch psychosomatisch sein kann, wo doch alle der Meinung sind ich wäre (relativ) kerngesund.

Naja körperlich bist du ja kerngesund.

Ich hab damals eine Therapie angefangen, sie aber abgebrochen. Hast du denn auch Krankheitsangst?

LG

Bqanxkz

14.05.06  22:45

Hallo Ratsuchender, schau doch mal nach, zu welchem Atemtyp Du gehörst (Einatmer oder Ausatmer). Das kann man unter [[http://www.terlusollogie.de]] austesten. Die Atemtypenlehre (Terlusollogie) unterscheidet zwei Atem- bzw. Konstitutionstypen. Es kann sein, dass man sich falsches Atmen angewöhnt und dadurch Atemprobleme bekommen kann. Da Du ja schon als Kind Asthma hattest und auch unter Allergien leidest, kann es schon sein, dass Deine Atmung nicht entspannt und natürlich funktioniert.

Wenn Du Deinen Atemtyp weißt, kann ich Dir ein paar Tipps geben, worauf Du beim Atmen achten sollst. Leider ist die Terlusollogie-Seite nicht sehr informativ (am besten auf "Literatur/Links" klicken und dort auf "Leseprobe"). Da sind auch die Atemübungen für beide Atemtypen beschrieben.

Ansonsten kannst Du Dich gerne mit weiteren Fragen an mich wenden.

Grüße

D{yn^aEmiker

15.05.06  10:39

@ Bankz

Krankheitsangst schliesse ich bei mir aus, da ich als alter Rettungsdiensthase anders an Krankheiten herangehe. Habe aber trotzdem drüber nachgedacht und glaube nicht das es davon kommt. Zumal ich ja eigentlich kerngesund sein soll :-o

@ Dynamiker

Atemübungen sind bekannt, werden zB bei einem Asthma-Anfall angewendet, da ich wirklich nur im absoluten Notfall auf mein Asthma-Spray zurückgreife. Desweiteren nützt mir bei meinem jetzigen Krankheitsbild auch die Atemhilfsmuskulatur wenig, da die Krankheit andere Ursachen haben wird. Hyperventilation(eine der Diagnosen im KHS) ist es auch nicht, da man diese als Betroffener mitbekommt.

Ich habe auch ein, zwei Vermutungen wo es herkommen könnte, will mich aber nicht hineinsteigern und dem Arzt eine falsche Fährte legen. Könnte ja sagen ich bin Raucher, dann weiss der Doc sowieso was mir fehlt >:(. Jedenfalls immer auf den ersten Blick.....

Beste Grüße

-Ratsuchender-

-hRatsu4chendxer_

15.05.06  13:33

den meisten Leuten

die hyperventilieren, ist das nicht bewußt.

argnexs

15.05.06  23:17

Glaub mir Ratsuchender, zuerst hab ich das auch ausgeschlossen. ;-)

-

Sorry, habe vergessen zu erwähnen, das ab und zu Schwindelgefühl auftritt und ich manchmal das Gefühl habe, das sich meine Msukeln mitten im Gesicht anfühlen, als ob sie gelähmt wären oder eingeschlafen wären.

Typisch Hyperventilation. Kribbelt es auch?

LG

B`anxkz

16.05.06  18:27

Psychosomatisch.-Warum nicht?!

Vorweg möchte ich sagen,daß ich deine Bemerkung über die Psychatrie echt "unterhalb der Gürtellinie" fand.In einer Psychatrie werden Menschen mit seelischen Erkrankungen behandelt. :(v Hast du keine Seele!?---Ich habe seit einigen Jahren Asthma bronchiale.Habe trotz Medikamenten oft Atemnot am Abend.Da wird mir fast schwarz vor Augen...War letztens beim Lungenfunktionstest;hatte wärend dessen auch ein wenig Atemnot.Trotzdem waren die Werte ok.Mir sagen die Ärzte,daß ich Asthma b. hab,aber die Atemnot auch psychsomatisch ist.Hab es nicht gleich "geschluckt".Aber als ich mal in mich "reingehorcht" hatte,kam ich zum Schluß,daß die Ärzte event. Recht haben könnten.Vielleicht hast du ja irgendwie Streß,Kummer,Sorgen o.ä. & das äußert sich dann in dieaser Atemnot.

o2n^chVidi}uxm

16.05.06  22:22

@ Ratsuchender:

ich empfehle dir einen besuch beim kinesiologen bzw psychokinesiologen. mit kinesiologie kann ausgetestet werden ob deine probleme irgendwelchen körperlichen oder psychischen ursachen haben und welche genau. danach kannst du gezielt auf das problem gehen und stocherst nicht nur im dunkeln. war auch das einzige was mir geholfen hat und hatte wirklich schulmedizinsch und alternativ schon alles durch. leider bezahlt das die kk nicht, betablocker für 20jährige aber schon. :-(

ich würde es an deiner stelle auf jeden fall probieren. atembeschwerden sind normalerweise auf die bws zurückzuführen (dann findet man internistisch natürlich nichts) und rückenprobleme sind wiederum oft psychisch bedingt.

mfg markus

M8ark`usx83

18.05.06  19:59

Hallo Ratsuchender, natürlich sind Atemübungen bekannt. Aber das was ich meine, sind keine allgemeinen Atemübungen, sondern eben solche, die speziell auf Deinen Atemtyp abgestimmt sind. Das hat auch nichts mit Atemhilfsmuskulatur zu tun.

Ich kenne persönlich einige Menschen, die an Atemproblemen litten, auch schon Atemübungen gemacht hatten (aber eben für ihren Typ nicht geeignete) - und denen dann die Übungen für ihren Atemtyp bzw. auch das Bewusstsein für ein Verhalten (Körperhaltungen, Bewegung, Schlafhaltung usw., die eben auch für die beiden Atemtypen sehr unterschiedlich sind, sehr geholfen hat.

Dabei spielt unter Umständen - wie auch Markus83 - schon sagt, die Brustwirbelsäule eine große Rolle...

Vielleicht schaust Du Dir das doch noch mal genau an.

Grüße

DIynam[iker

01.06.07  13:30

Hallo

Hallo Ratsuchender

Ich habe schon seit Jahren Atemprobleme. Ich kenne mich also recht gut damit aus. Ausserdem weiss ich genau was es heisst, Atemprobleme zu haben und die Ärzte einem sagen, sie würden nichts finden. Ich kann auch deine Wut verstehen.

Ich habe ebenfalls schon sämtliche Abklärungen hinter mir. Sogar eine Lungenspiegelung. Und sämtliche Male war ich beim HNO-Arzt. Immer mit der Hoffnung, endlich die Ursache zu finden. Und das jahrelang...Mach diesen Fehler nicht auch. Ich bin auch für eine ordentliche körperliche Abklärung. Aber mann muss irgendwann damit aufhören, wenn einem sämtliche Ärzte einem versichern gesund zu sein. Nicht glauben sie hätten was übesehen..

Schlussendlich musste auch ich mir eingestehen, dass diese Beschwerden auf psychosomatischen Grund liegen. Das Problem ist, dass man als Betroffender es einfach nicht wahrhaben will. Ich kann dir raten in eine Atemtherapie zu gehen nach "Middendorf". Das ist eine spezielle Atemtherapie auf psychosotamischer Basis. Du kannst dich auch selber fragen was die Ursache sein könnte für deine Atembeschwerde. Was der psychische Grund sein kann. Ein Psychiater könnte dir in diesem Falle sicher weiterhelfen. Atembeschwerden kann ein Zeichen von unterdrückten Gefühle sein. kann mir vorstellen dass du in deinem Ehemaligen Beruf viel Scheisse gesehen hast! die du als Mensch irgendwie verarbeiten musst. Kann natürlich auch etwas anderes sein...

Ich sehe, dein Eintrag ist schon eine Weile her. Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben und freue mich über eine Antwort.

aGskdfChhasdfxk

03.06.07  09:53

Stress und Rückenverspannungen?

Hallo,

Ich kenn auch nur meinen Standardspruch. Glaub das hab ich jetzt shcon drei mal gepostet. Aber es stimmt immer auch mit meinen Beschwerden überein und die sind bei mir zu nem hohen Prozentsatz durch Stress und Panik ausgelöst.

Wie äußert sich Deine Atemnot? Ich kenns so, dass man das Gefühl hat gähnen oder tief einatmen zu müssen und dann das Gefühl hat keine Luft zu bekommen (ohne dass es in der Lunge rasselt oder sonst was ist) Danach versucht man das immer öfter gerät in Hektik was das gaze auch net besser macht. Und da isses dann vonder Brustwirbelsäule her, weil die verspannt ist!

Schwindel kann von angespannter Nackenmuskulatur kommen, wenn der Schwindel nicht immer einhergeht mit Kreislaufbeschwerden. Also Herzrasen oder schwarz vor den Augen.

Zu den Muskeln im Gesicht:

Achte mal darauf, ob Du unbewusst (oder im Schlaf) längere Zeit auf die Zähne beisst, oder Deine Kiefermuskeln angespannt sind (Also so als ob Du zubeissen würdest, die Zähne aber noch einen mm auseinander stehen.) Kann mitunter auch mit den Nackenmuskeln zusammenhängen.

Das kann dann auch Stress sein. Der Spannungsherd fängt dabei am Kiefer unmittelbar unter den Ohren an und verläuft dann nach oben bis an die Stelle vor wo die Schläfe anfängt weiter an die Ränder der Augenhöhlen. Das strahhlt dann in Gesucht und Stirn aus und fühlt sich an als würde jemand draufdrücken.

Gegen so was kannst Dir ne Plastikbeisschiene machen lassen. Das macht der Zahnarzt und die Krankenkasse zahlt.

Ebenso der starke Puls kann durch Rückenbeschwerden ausgelöst werden. Hier hatte mal einer nen Posting geschrieben, der sein Herz in den Rippen pochen fühlte.

Das war dann weil nen Wirbel blockiert war.

S\chtulu

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