» »

Atemnot - wer weiss Rat?

TNetrafedwer7x9 hat die Diskussion gestartet


Liebe Forumsgemeinde,

wer von euch kann mir weiterhelfen?

Alles begann vor ca. 5 Wochen mit Schnupfen. Kurz danach mit anfänglich leichtem trockenen Husten (3-4x am Tag).

Dann habe ich auf einmal Atemnot bekommen (morgens während des sehr heissen Sommers auf dem Weg zur Arbeit im Bus bei geschlossenen Fenstern, es war also recht stickig im Bus).

Die Nase war komplett verstopft, ich habe das Gefühl gehabt erschwert einatmen zu können, keine Luft zu bekommen und daraus dann natürlich Angst zu ersticken. An der frischen Luft ging es direkt besser.

Die Atemnot wurde dann in den folgenden Tagen immer schlimmer. Anfangs bestand die Atemnot nur in Räumen ohne Frischluft. Sobald ich an der frischen Luft war ging es innerhalb weniger Minuten besser. Später dann auch an der frischen Luft Atemnot.

Kurzurlaub in Bayern verschlimmerte meine Atemnot plötzlich.

Wieder zu Hause bin ich zum Hausarzt, der diagnostizierte einen bronchialen Infekt und verschrieb mir 10 Tage Antibiotika (Doxy 200) und erklärte die Atemnot in geschlossenen Räumen mit trockener Luft die die Bronchien reizt.

Nach ca. 1 Woche starke Verschlechterung, Atemnot wurde immer schlimmer, dann auch Engegefühl/Druckgefühl auf der Brust und Atmung im Sitzen wurde schwerer. Beim sitzen habe ich das Gefühl nicht frei durchatmen zu können, als würde etwas eingeklemmt werden. Zeitweise Fieber bzw. erhöhte Temperatur. Durch die Atemnot auch nun vermehrte Kreislaufprobleme, obwohl Blutdruck in Ordnung ist. Der Hausarzt überwies dann an einen Lungenfacharzt.

Dort erfolgte ein Röntgen der Lunge wegen Verdacht auf Lungenentzündung. (Ergebnis des Röntgen: alles ok) und eine Blutuntersuchung und erstmal Weiterbehandlung mit Doxy200 und strengste Bettruhe.

Nächster Termin beim Lungenarzt mit Lungenfunktionsüberprüfung ergab nichts aussergewöhnliches. Blutuntersuchung wies auf einen Infekt hin, laut Arzt ein bronchialer Infekt. Die Atemnot verbesserte sich aufgrund von Doxy200 nicht, Kurzatmigkeit kam hinzu.

Dann wurde Penicillin verschrieben und Bettruhe. Leichte Besserung des Schnupfens (zusätzlich noch Nasenspray genutzt, dies half), der Husten ist etwas weniger geworden, aber immer noch nicht weg. Meist trockener Husten, wenig Schleimauswurf, wenn weisslich. Im Rachen manchmal das Gefühl da würde Schleim festsitzen.

Die Atemnot ist schwer zu beschreiben. Sie tritt nicht 24h am Tag auf, mal bestehen 2-3 Tage gar keine Beschwerden und ich fühle mich dann auch sehr fit, dann plötzlich von jetzt auf gleich wieder Atemnot. Anfänglich war es das Gefühl keine Luft zu bekommen aufgrund der zusitzenden Nase. Mittlerweile durch Nasenspray Atmung durch Nase möglich. Die Atemnot zeigt sich nun durch Atemprobleme beim Ausatmen, als ob nicht alle Luft herauskommt, teils eine sehr unruhige Atmung trotz Ruhezustand, es kommt einem von der Atmung so vor als ob man sich gerade groß angestrengt hat, oft Probleme mit Atemnot im Sitzen (wieso?), Gefühl von zuviel Luft in der Lunge, etc.

Druckgefühl in der Brust und teilweise leichte Stiche beim atmen. Das atmen strengt mich sehr an. Teilweise wie bei Halsschmerzen ein leichtes brennen beim atmen im Hals (Lunge) aber ohne Schluckbeschwerden. Schnupfen immer noch nicht komplett weg, Husten auch noch vorhanden (es schmerzt dann auch in den Bronchien, aber die Atemnot ist öfter als der Husten).

Der Lungenarzt hörte beim letzten Mal wieder die Lunge ab ohne etwas zu finden und erklärte die Symptome mit einem typischen bronchialen Infekt und erklärte aufgrund der Atemprobleme es würde ein Hang zum Hyperventilieren bestehen. Ich habe noch nie in meinem Leben hyperventiliert und glaube auch nicht wirklich daran, dass es sich um Hyperventilation handeln soll. Diese Atemprobleme kamen von einem Tag auf den anderen und erschweren mir mittlerweile mein Leben sehr. Aufgrund diesen Infekts bin ich nun die 4. Woche AU geschrieben, und habe die 2. Packung Penicillin verschrieben bekommen. Zwischenzeitlich erfolgte noch ein Röntgen der Nasennebenhöhlen beim HNO der ausser einer leichten Schleimhautschwellung nichts feststellen konnte. HNO verschrieb ätherische Öle zum inhalieren.

Kann wirklich ein bronchialer Infekt für die Atemnot verantwortlich sein? Und wenn ja, gibt es nichts was einem die Atemnot bei einem solchen Infekt erleichtern kann bzw. vorbeugt? Wie lange dauert es, bis diese Atemnot wieder komplett weg ist?

Asthma, etc. hat der Lungenarzt ausgeschlossen. Ich bin übrigens Nichtraucherin, 28 Jahre, ernähre mich gesund.

Ich bin mittlerweile echt am verzweifeln weil die Atemnot nicht besser wird und ich solangsam Angst bekomme, der Lungenarzt nimmt mich nicht ernst.

Hat einer von euch schonmal solche Probleme gehabt oder kennt sich damit aus und kann mir einen Rat geben?

Im voraus schonmal Danke an euch!

Antworten
bSesse8r so


Lass mal ein CT von Thorax und oberen Luftwegen machen, ob eine Raumforderung in irgendeiner Form vorliegt....

T3et1raleNderz79


Danke erstmal für die Antwort.

Der Arzt ist davon überzeugt, dass es sich um einen bronchialen Infekt/Bronchitis handelt.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen bei einer Bronchitis gemacht?

s usax73


Hallo *:)

es könnte sein, daß Du Dich seit dem Atemproblem im Bus damals jetzt mehr darauf konzentrierst und beobachtest wie Du atmest und dadurch angefangen hast unbewußt zu hyperventillieren (?)

Hast Du evtl. eine Allergie? Man könnte auch eine Blutuntersuchung veranlassen (DDimer-Wert), eine Szyinthigraphie oder wie "besser so" sagt ein CT...wenn Du Dich von Deinem Arzt nicht ernst genommen fühlst, dann probiere es bei einem anderen oder laß Dich direkt im KKH untersuchen.... wünsche Dir gute Besserung! Viele Grüße Susa

rwog@gy


Hallo, ich habe die selben Probleme aber was ist eine "Raumanforderung"?

R6ic@haWrd bFriqedxel


Neuere Forschung könnte ausschlagebend sein

Ich bin kein Mediziner oder sonst jemand mit einem finanziellen Interesse an der Heilkunst, aber die Überwindung von Atemnot und Asthma hat scheinbar mein Leben bereichert und gesünder gemacht. Ich habe einige Semester Physiologie und Biochemie absolviert, einen Heilberuf an sich aber nie starten wollen.

Aus Forschung im vergangenen Jahrzehnt weiß man von dem sehr starken positiven Einfluß von Spurenmengen von Stickoxid aus der Nase auf die Lunge. Ein Wissenschaftler (Eddie Weitzberg) spricht von einer Abhängigkeit der Sauerstoffaufnahme in der Lunge in der Größenordnung von 10 bis 20%. Für mich – am PC sitzend - weist Ihre schriftliche Beschreibung der Symptome klar auf eine Lungenbeeinträchtigung durch Mangel von Stickoxid aus der Nase.

Anhand meiner persönlichen Erfahrung und eines Studiums der Fachliteratur würde ich deshalb Nasenspülen mit der Nasenspülkanne (siehe nur als Beispiel [[http://www.gek.de/arbeitgeber/gesfoerder/nasenspuelkanne/index.html]] ) und die Entwicklung eines Gefühls, daß die Belüftung der Lunge eng mit einer natürlichen und freien Führung der Atemluft in der Nase zusammenhängt, empfehlen.

Für eine Schrift von Weitzberg siehe, wie mehrmals hier zitiert, [[http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/ADDN.pdf]]

Mit den besten Grüßen, Ihr

M\arcemlo86


Ich habe deinen Beitrag zu der Atemnot gelesen. Ich war geschockt :-o ICH habe seit 9 Wochen genau die selben Symptome (geschlossene räume, kurzatmig, treppen steigen bringt mich schon zum luft holen, engegefühl, hals fühlt sich geschwollen an, beim sitzen als ob der brustkorb blockiert ist)

Ich war schon überall - Lungenfacharzt, hno, physio, krankenhaus, CT usw. Aber niemand kann mir weiterhelfen.

Wie ist das bei dir weitergegangen?

lg

Marcel

Rjichard. Friedxel


Hallo Marcelo86

testen Sie schnell die korrekte Nasenatmung. Drücken Sie die Zungenspitze ziemlich fest (nicht sanft wie in anderen Beschreibungen oft angedeutet ist) gegen die vordere Zahnreihe und atmen Sie ein. Das aktiviert die effektive Nasenatmung. Ohne sie kann es die Hölle sein (empy nose syndrome), weil die Nasenatmung für die Lungenfunktion so wichtig ist. RF

rNomanlenberwursxt


Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht ob "tetraeder79" dieses Forum überhaupt noch besucht, da sein Eintrag ja nun schon 5 Jahre her ist ":/ Aber ich möchte trotzdem gern etwas dazu schreiben.

Ich habe auch schon länger Kreislaufprobleme die dann oftmal mit den hier genannten Symptomen verbunden sind. Anfangs waren sie stärker (Enge im Hals/Brustkorb), Schwindel Übelkeit usw.

Seit einem halben Jahr mache ich jetzt eine psychptherapie und habe durch diese festgestellt, dass der großteil meiner beschwerden psychosomatisch waren und weniger pathologisch bedingt. Seitdem ich das weiß, habe ich das Gefühl, dass die Symptome nicht mehr so stark sind. Ich konzentriere mich weniger auf sie und kann sie jetzt auch besser für mich einordnen.

In mir hatte sich einfach zu viel emotionaler druck aufgebaut, weshalb der Körper dann irgendein ventil gesucht hat.

Bei jedem äußert sich das anders, manche haben Kopfschmerzen, Rückenschmerzen ja sogar Krankheiten wie Gürtelrose sind möglich.

Bei mir waren es eben diese kreislauf Symptome und panik Atacken.

Ich will damit sagen, dass es gut sein kann, das dein Leben einfach zu stressig/emotional angespannt ist und dein Körper versucht dir das zu sagen.

Seitdem ich das wusste, lebe ich ruhiger und bewuster. Seitdem sind auch die Symptome auf ein Minimum zurück gegangen.

Vielleicht bringt das einen neuen Ansatz.

Liebe Grüße, Roman

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH