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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

G!erhaxrd hat die Diskussion gestartet


Wenn Herzrhythmusstörungen aus dem Magen kommen - 30 Jahre persönliche Beobachtungen

Ich habe festgestellt, dass Herzrhythmusstörungen, wie Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern, immer im Zusammenhang mit Störungen des Verdauungstraktes einhergehen und nur bei gefülltem Magen ausgelöst werden.

Es gibt bei mir einen Punkt (Nervenansammlung oberhalb des Bauchnabels), von dem aus bei dessen unwillkürlicher Reizung, Salven von Extrasystolen hervorgerufen werden, die sich in der Folge zu Herzrasen steigern und in Vorhofflimmern übergehen können.

Dieser Punkt ist von meinem Gefühl her der Kreuzungspunkt von Zwölffingerdarm und Dickdarm.

Ich verspüre bei solch einer Reizung zuerst ein Zappeln in diesem Bauchbereich, merke wie das Herz stolpert und dann kurz aussetzt.

Danach fühle ich wie der Puls unregelmäßig immer schneller wird bis hin zum Vorhofflimmern mit absoluter Arrhythmie bei 160 Schlägen pro Minute.

Durch sofortige tiefe Fingerdruckmassage an dieser Stelle kann ich manchmal diese Salven von Extrasystolen erfolgreich unterbrechen, so dass es nicht zur Steigerung bis zum Herzjagen und Vorhofflimmern kommt.

Ich habe das Gefühl, dass von diesem Punkt aus, die Extrasystolen, über die großen Blutgefäße, durch das Pulsieren des Blutes zum Herz und zurück, rückkopplungsmäßig sich selbst vervielfältigen und somit erst zum Vorhofflimmern werden. Die Pulswelle der Extrasystole erzeugt wieder einen zusätzlichen Reiz im Bauchnervengeflecht, also eine extra - Extrasystole usw. bis hin zum Vorhofflimmern.

Auch während des Vorhofflimmerns verspüre ich diese Salven von Extrasystolen als zusätzliche Rhythmusstörungen, die in dieser Magengegend entstehen.

Neuerdings beende ich manchmal meine sonst wochenlang anhaltenden Vorhofflimmerattacken nicht mit körperlicher Schonung, sondern gezielt mit körperlicher Belastung auf dem Fahrradergometer, wobei der Puls auf über 180 Schläge pro Minute gebracht werden muss. Etwas Überwindung kostet es mich, aber der Sinusrhythmus ist die Belohnung. (erstmals festgestellt 2005 im Krankenhaus beim Belastungs- EKG)

Im Dezember 2005 wurde bei mir eine Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen durchgeführt. Seit der Ablation hatte ich wieder drei Rückfälle von Vorhofflimmern, die aber immer nur zwei Tage andauerten.

Die letzte Vorhofflimmerattacke im Oktober 2006 wurde von mir selbst bei einem Provokationstest absichtlich herbeigeführt, indem ich glutamathaltige Fertigsuppe, Schaschlik und Senf gegessen habe, also Speisen, die bei mir schon lange in Verdacht standen, solche Episoden auszulösen.

Nach 3 Stunden, als ich gar nicht mehr an meinen Selbstversuch dachte, wollte ich eine Glühlampe auswechseln, bin auf einen Stuhl gestiegen, habe meinen Bauch dabei mit dem Oberschenkel eingedrückt und schon waren die Extrasystolen mit dem Vorhofflimmern da.

Unwillkürliche Reize auf den parasympathischen Nervenstrang Vagus haben wahrscheinlich diese 3 erneuten Vorhofflimmerepisoden nach jeweils zwei Tagen spontan wieder beendet.

a.) Im Liegen getrunken, dabei verschluckt und gewürgt – Sinus; b.) Starkes Darmgeräusch, Salve von Extrasystolen – Sinus; c.) Zähne putzen – Zunge bürsten – Würgen – Sinus.

Die Tatsache, dass neuerdings der Sinusrhythmus schon nach 2 Tagen wieder da ist und nicht erst nach Wochen wie sonst, spricht doch für einen Erfolg der Katheterablation.

**Meine Vorhofflimmerattacken wurden hauptsächlich durch folgende unwillkürliche Reize auf diese Bauchnabelumgebung ausgelöst:[f/]

1.) Durch Vibration oder Darmnervendehnung, wenn sich angestaute Gasblasen an diesem Kreuzungspunkt von Zwölffingerdarm und Dickdarm entspannen und weiterwandern:

Dieser Reiz kommt sehr oft vor und ist abhängig von dem was man gegessen und getrunken hat, von der momentanen Körperhaltung und besonders vom gesundheitlichen Zustand des Verdauungstraktes.

Ich verspüre zuerst diese Extrasystolen, die durch das Gluckern von Gasblasen ausgelöst werden und sich dann über Herzrasen zum Vorhofflimmern steigern können.

Nach dem Verzehr von sauren und salzigen Lebensmitteln, besonders Senf, verspüre ich ein flaues Gefühl in diesem Bereich, wonach es dann schon oft zu solchen Ereignissen gekommen ist. (besonders mit Inhaltsstoff Branntweinessig, Glutamat !!!)

Sehr empfindlich bin ich auch nach dem Verzehr von blähenden Speisen wie Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln, sowie von verschiedenen Milchprodukten, Kuchensorten und Kaffee.

2.) Durch Schallvibrationen auf die Bauchdecke bei sehr lauter Musik (Bässe):

Bei mir lösten schon mehrfach Lautsprecherboxen bei Volksfesten diese Extrasystolen aus, die sich dann zum Vorhofflimmern steigerten. Einmal auch in einem Auto mit einer sehr lauten Musikanlage.

Es begann meistens bei den ersten Takten der Musik mit diesem Zappeln kurz über dem Bauchnabel und immer nach vorherigem Verzehr von Schaschlik oder Bratwurst mit Senf.

3.) Durch Übelkeit, Würgen und Erbrechen (ÜWE):

Beim Erbrechen mit starkem Würgereiz wird bei mir seit 30 Jahren, auch ohne Alkoholeinwirkung, immer Vorhofflimmern ausgelöst. (Vagusreizung)

In den ersten Jahren kam dies besonders dann vor, wenn ich mal zuviel getrunken hatte und mich übergeben musste.

Hierbei kommt es immer erst zur Übelkeit und dann erst unmittelbar mit dem Würgen und Erbrechen zu Extrasystolen, danach sofort die spürbare absolute Arrhythmie.

4.) Durch äußeren Druck auf die Magengegend, beim hinhocken, beim nach vorn beugen oder einklemmende Körperhaltungen (auch Arbeiten am Computer), besonders nach dem Essen:

Auch hier kommt es wie bei den anderen unwillkürlichen Auslösvarianten erst zu diesen Extrasystolen mit Aussetzern.

Laut Ärztezeitung kann beim "med. Hockversuch" eine vom Vagusnerv ausgelöste Bradykardie bis zum Sinusstillstand führen. (Notrhythmus - absolute Arrhythmie – Vorhofflimmern?)

Besonders empfindlich auf solche mechanische Reize bin ich nach dem Verzehr von Fertiggerichten und Tütensuppen, welche als Zutaten den Geschmacksverstärker Glutamat haben. Ich verspüre dann so etwas wie eine elektrische Leitungsbahn vom Magen zum Herzen und ein nervöses Kribbeln im gesamten Körper.

Es könnte doch einen Zusammenhang geben, denn Glutamat ist der wichtigste erregende Neurotransmitter des Zentralnervensystems und warum sollte nicht das so genannte Bauchhirn die Störungen vom Verdauungstrakt zum Herzen senden.

Da es kaum noch ein Essen ohne Glutamat gibt, stellt sich doch die Frage, ob der sprunghafte Anstieg der Zahl von Personen mit Vorhofflimmern damit zu tun hat. Allein in Deutschland gibt es zur Zeit etwa 1 Million Betroffene.

Bei der Definition der Diagnose "Roemheld Syndrom", die in diesem Zusammenhang viel zu wenig gestellt wird, findet man doch eigentlich fast alle Symptome wieder.

[b]Roemheld Syndrom:** Magen - Herzkranzgefäße Reflex mit Verengung der Herzkranzgefäße, Angina pectoris ähnlichen Herzschmerzen, Extrasystolen und Aussetzern.

Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu meinen Beschwerden. Ist mein Magen und Darm in Ordnung, dann ist auch mein Herz in Ordnung. In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass ich bei der Auslösung von Vorhofflimmern immer eine ganz belegte Zunge hatte und Blähungen.

Wenn ich zu Mittag ein Gericht mit gebratenen Zwiebeln oder mit Rotkraut esse, so habe ich am Abend garantiert einen Blähbauch mit Extrasystolen bzw. Aussetzern und in der Nacht zwischen 2 u. 3 Uhr durch Verengung der Herzkranzgefäße Angina pectoris ähnliche Herzschmerzen, die durch Bewegung und Massage des Oberbauches wieder verschwinden.

Das Abendbrot verursacht solche Beschwerden zeitversetzt in den Morgen- bzw. Vormittagsstunden.

Es müsste doch möglich sein, die sensiblen Nervenendigungen am Magen oder Darm, die nach meiner Auffassung diese Herzrhythmusstörungen auslösen können, mit Sonden zu veröden oder zu isolieren? Es wäre doch bestimmt einfacher als am Herzen, wie ich es schon hinter mir habe. Man würde dann die Ursachen beseitigen und nicht nur die Symptome.

Im Grunde genommen können alle Auslösevarianten von Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern "nur" eine Reizung des Vagusnervs sein, denn eine Herzkrankheit wird in den meisten Fällen nicht diagnostiziert.

Dies sollte aber kein Grund dafür sein, die Betroffenen in die Schublade der Psychiater zu stecken, denn so eine Reizung muss nicht unbedingt das Gehirn zum Herzen senden.

Sie kann möglicherweise auch vom Bauch aus, über die Blutgefäße (Puls), über die Nervenstränge (auch Vagus) oder über das Blut (Adrenalin usw.), direkt zum Herzen oder zu den Rezeptoren geleitet werden, um dort das Wirrwarr zu verursachen.

Solange der Auslösemechanismus noch nicht richtig bekannt ist, solange sollte man doch auch solche, etwas absurd erscheinende, außerhalb des Herzens liegende Möglichkeiten in die Ursachenforschung mit einbeziehen und eventuell auch dort behandeln.

Diesen Teil meines Insiderwissens habe ich 2006 an verschiedene Forschungseinrichtungen und Kardiologen geschickt, weil ich fest davon überzeugt bin, dass das Zusammenspiel zwischen Herz und Bauch ungemein intensiv ist und unbedingt erforscht werden sollte.

Leider hielt sich das Interesse dafür in Grenzen.

Mit meinem Beitrag hier im Forum möchte ich alle Mitbetroffenen bitten, ihre Erfahrungen und Empfindungen hier mitzuteilen.

Natürlich sind auch die Meinungen und Ratschläge der Nichtbetroffenen gefragt.

Falls jemand gern etwas mitteilen möchte, aber sich absolut nicht registrieren lassen will und somit auch nicht an meine E-Mail-Adresse kommt, für den Fall hier meine Adresse:

gerh.mail@t-online.de

Ich denke mal das ist erlaubt, denn in den Nutzungsbestimmungen steht nichts davon. Den Inhalt solcher Mitteilungen werde ich hier mit veröffentlichen.

Hoffentlich bleibt man ich nicht allein in diesem Faden, sonst könnte man noch an sich selbst zweifeln.

Tschau *:)

Antworten
Gver[ha;rGd


Wenn Herzrhythmusstörungen vom Magen kommen - Fortsetzung

Hallo, eine interessante Beobachtung hatte ich noch vergessen.

Bei einem stationären Aufenthalt in einer Herzklinik im September 2005 wegen "intermittierenden ventrikulären Bigeminus", konnte ich, am Überwachungsmonitor angeschlossen, die Bigeminusattacken durch Druck auf diesen beschriebenen Punkt oberhalb des Bauchnabels spontan beenden. Nach dem Loslassen waren diese Attacken mit dem doppelschlägigen Puls sofort wieder da.

Ich habe dieses Phänomen, was ich immer wiederholen konnte, den Stationsärzten demonstriert, es hat sie aber leider nicht weiter interessiert. Es wurde Kaliummangel diagnostiziert und das Digitoxin wieder abgesetzt, das ich zuvor in einem anderen Krankenhaus, wegen Vorhofflimmern, verordnet bekam.

Beim Bigeminus folgt auf jeden Schlag eine Extrasystole.

Ich habe gestern und heute je eine E-Mail betreffs meines Beitrages bekommen und möchte hier gleich darauf eingehen.

Zur 1. Mail: (kurzer Auszug)

T… (39) aus dem Ruhrgebiet schreibt in einem langen Bericht über Rhythmusstörungen die meinen Schilderungen sehr ähnlich sind. Sein Kardiologe bringt leider alles nur mit Alkohol in Verbindung und meint es sei das "Holiday – Heard – Syndrom. T… aber sagt, dass er kein Alkoholproblem habe und die Vorhofflimmerattacken auch gänzlich ohne Alkohol, aber eben fast immer nur an Wochenenden, auftreten würden.

Holiday-Heart-Syndrom ("Feiertag – Herz – Syndrom") aus meiner Erfahrung:

Hier wird das an Wochenenden und Feiertagen vermehrt auftretende Vorhofflimmern, mit dem an diesen Tagen mehr konsumierten Alkohol, in Verbindung gebracht.

Es stimmt auch bei mir, dass an Wochenenden, an Feiertagen oder im Urlaub vermehrt solche Episoden ausgelöst wurden. Grund daran war aber nicht der Alkohol, sondern die veränderten Lebensgewohnheiten an solchen Tagen.

Auslöser 1: Druck auf Magengegend mit Darmnervendehnung und Vibrationen durch Gasbildung.

Es wird meist reichlicher und schwerverdaulicher gegessen sowie mehr säure- und kohlensäurehaltiger getrunken (Wein / Rotwein besonders! / bzw. Kola, Bier, Tafelwasser usw.)

Beim Essen und Trinken und oft Stunden danach, sitzt man ohne Bewegung, durch Blähungen aufgeblasen in verdauungswidriger Körperhaltung herum.

Auslöser 2: Vibrationen auf Magengegend durch sehr laute Musik (Bass)

An Wochenenden und Feiertagen werden öfter Volksfeste und Musikveranstaltungen besucht, wo durch sehr laut eingestellte Musikanlagen der Körper und die inneren Organe erschüttert werden. (Resonanzboden)

Ein beklemmendes, unruhiges Gefühl in der Brust und im Bauch haben mir viele Befragte bei solchen Veranstaltungen auch bestätigt.

Besonders jüngere Leute sind diesen starken Vibrationen ausgesetzt in Diskos und in Autos mit überdimensionierten Musikanlagen.

Auslöser 3: Übelkeit, Würgen und Erbrechen (ÜWE)

Wenn zuviel Alkohol getrunken oder zuviel gegessen wurde, kommt es zu Übelkeit, Würgen und Erbrechen und wahrscheinlich durch die dabei stattfindende Vagusreizung zum Herzrasen mit Vorhofflimmern.

Auslöser 4: Nervensystem

An freien Tagen schaltet der Körper zur Entspannung auf das parasympathische Nervensystem (Vagus) um, mit seinen durchaus auch negativen Auswirkungen. (Verengung der Herzkranzgefäße, Extrasystolen und Aussetzer möglicherweise bis zum Sinusstillstand, ÜWE auslösend)

2. Mail: original Wortlaut

Hallo Gerhard,

mein Name ist Marcus, bin 36 Jahre alt und habe deinen Beitrag

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/]] mit großem Interesse gelesen. Möchte dir hierzu meine Gedanken als Betroffenen übermitteln.

Zur Vorgeschichte:

Habe vor fast genau einem Jahr zu rauchen aufgehört! Dies war nur durch die Einnahme von Cyban möglich, da alle anderen Versuche aufzuhören prompt scheiterten. Die logische Folge war eine Gewichtszunahme von ca. 10 Kilo.

Ich habe heute 92 Kilo (1,71m) und von den zugenommenen 10 Kilo sind bereits 3 schon wieder abgespeckt.

Nachdem ich zu rauchen aufgehört hatte bekam ich ca. 4 Wochen später meine erste Störung. Es war abends, ich lag auf meiner Couch als mein Herz plötzlich stark zu klopfen begann. Die Frequenz blieb vorerst noch gleich als dann ein "Aussetzer" meine Frequenz auf 170 bps für einen Zeitraum von ca.3-5 Minuten erhöhte. Danach war sie abrupt zu Ende. Dies wiederholte sich ca. 3- oder 4- mal in immer kürzer werdenden Abständen. (2-3 Wochen) Bis ich schlussendlich nach einer durchzechten Nacht in den frühen Morgenstunden eine Störung erlitt die fast 30 Stunden dauerte! Die darauf folgenden Untersuchungen beim Lungenfacharzt sowie Kardiologen waren nicht ergiebig. Keinerlei Anzeichen einer Krankheit.

Mittlerweile, nach fast einem Jahr, habe ich praktisch regelmäßig Herzstörungen die jedoch in der Puls Frequenz abgenommen haben.

Interessante Beobachtungen habe ich auch gemacht. Liege ich im Bett und bekomme eine Störung, kann ich Sie durch folgende Bewegung zu 80% unterbinden. Ich liege gerade am Rücken und nehme meinen linken Arm hinter meinem Kopf zu meinem rechten Ohr. Nach 1-2 Minuten stellt sich die Störung ein. Lege ich jedoch meinen Arm wieder zurück, dauert es nicht lange und die Show geht von vorne los.

Auch wenn ich ausgiebig gegessen habe, kann ich mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit eine Störung erwarten. Bei Alkohol Konsum kann ich eine Störung zu 100% erwarten. Deine Beobachtungen von Magen und Darm könnten sich auch bei mir feststellen lassen. Deshalb werde ich von nun an meine Herzrasen bewusst in Abhängigkeit zu meiner Ernährung stellen und dich gerne über meine Beobachtungen informieren.

Ich glaube dass da was dran ist…

LG

Marcus

Ich hoffe, dass sich auch mal jemand hier direkt ins Forum einklickt.

Tschau *:)

WDathe3r Vijolett


Hallo Gerhard,

bei mir liegt es ähnlich wie bei Dir.Dank Bisoprolol kriege ich kein Vorhofflimmern mehr aber Aussetzer und Extrasystolie jede Menge.

Z.B. nach dem Sport ( ca 1 St ) nach der Sauna, nach dem Essen ca 1 Stunde. Hier muss ich Dir recht geben mit Deiner Magen u.Zwölffingerdarm Sache.Mir hilft nach dem Essen ein feucht warmer Bauchwickel. Eine Heilpraktikerin hat mir einen Heusack empfohlen.

Nach Alkohol warscheinlich auch, aber erst am nächsten Tag Nachmittags dann aber richtig so, dass ich jeden Schlag bis in die Füße spüre.Helfen tut hier ein Basenmittel sowie rechtsdrehende Milchsäure

und ein Naturheilkundliches Kompexmittel das wegen dem Hyoscayamus Anteil verschreibungspflichtig ist.( Cardio Doron von Weleda).

Deinen Beitrag fand ich ganz Interessant.

Gruß

H3an ZHan


Hallo!

Ich selber hab seit 5-6 Jahren einen unregelmässigen Herzschlag, manchmal besser manchmal schlimmer. Natürlich war ich auch beim Doc aber der meinte das liegt alles noch im Bereich des "normalen".

Mitlterweile kann ich gut damit leben vor allem weil ich weiß das ich wohl nicht daran sterbe, das Herz kann eine Menge wegstecken.

Aber manchmal holt mich schon noch die Angst ein tot umzufallen, dabei ist es bei mir gar nicht so schlimm wie bei einigen von euch!

Ich weiß nicht wie ich das ertragen könnte wenn mein Herz stunden oder sogar tagelang falsch schlägt!

Ich hab nur sekundenlange Extraschläge und Aussetzter aber diese zur Zeit fast täglich.

Interresant find ich den erwähnten Zusammenhang mit dem Bauch obwohl ich bisher nur an meinen inneren Stress als Auslöser dachte, aber ich hab gemerkt wie eben dieser sich auf meinen Magen und den Darm auswirkt: Blähbauch + Magendrücken.

Alkohol (vor allem in Mengen9 verschlechter es, die Störungen sind dann noch häufiger, was ich allerdings erst seit kurzem an mir spüre.

Seid Oktober studiere ich, die ersten beiden Monate waren die Hölle ich war hypernervös, total aufgedreht, mein Herz völlig aus dem Takt - Stress wegen all dem Neuen an der Uni, Stress weil ich so schlecht mit dieser neuen Situation zurechtkomme - ein Teufelskreis :°(

Im November habe ich dann nach 14 Jahren rauchen und jahrelangem hadern, damit aufgehört. Allerdings ist dann auch mein Alkohol Konsum gestiegen, was wiederum zur Folge hatte...na ihr ahnt es... holter polter die Pumpe...

Komischerweise fühle ich mich seit ich mit dem rauchen aufgehört habe körperlich schlechter als jeh zuvor (das Herz, schlechte Verdauung, Zahnfleischentzündung und eine furchtbare Gesichtshaut), das hatte ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt...aber das kann ja auch Alkohol liegen.

Ich hab gerade erst angefangen zu testen wie es ohne ist, ich hoffe und wünsch das es mir mal besser geht.

Aufgrund Gerhard's Bericht werd ich auch versuchen etwas an meiner Ernährung zu drehen, auch generell mehr auf meinen Bauch zu hören und ihn auch mal streicheln!

Vielen Dank für die Inspiration!

Und euch allen ein :)* und ein @:) !

Gqerhxard


Am Anfang sind die Extrasystolen…

Hallo!

Vielen Dank für die Beiträge von "Wather Violett", "Han Han"und vorher von Marcus, welche im gewissen Sinne doch auch für meine Theorie sprechen, dass das Auftreten von Extrasystolen, durch Störungen des Magen- und Darmtraktes, begünstigt wird.

Gerade diese Extrasystolen, die nach meiner Meinung der Ausgangspunkt von Herzrasen und Vorhofflimmern sind, werden dermaßen bagatellisiert und mit den Worten: "hat doch jeder, merkt bloß nicht jeder" abgetan.

Die Entstehung von Extrasystolen und Aussetzern – aus meiner Sicht und aus eigener Erfahrung:

Ich habe schon mal erwähnt, dass ich im September 2005 im Herzzentrum eine Woche lang einen Überwachungsmonitor am Bett zur Verfügung hatte, den ich für verschiedene Experimente mitbenutzt habe.

Außer dem schon beschriebenen Beenden der Bigeminusattacken habe ich versucht, Extrasystolen selbst zu produzieren und wieder abzustellen.

Dazu habe ich mir aus der Kantine drei Portionspackungen Senf geholt und zum Abendbrot mit auf mein Wurstbrot gestrichen. Es dauerte keine 10 Minuten bis die ersten Extrasystolen und Aussetzer zu spüren und am Monitor sichtbar waren. Dies ging einher mit einem brennenden Gefühl in der Bauchmitte kurz über dem Nabel und mit glucksenden Geräuschen aus diesem Bauchbereich.

Diese Rhythmusstörungen konnte ich nun durch körperliche Manipulationen beeinflussen. Wenn ich mich ganz aufrecht auf die Bettkante gesetzt und die Beine baumeln lassen habe, so war ein ganz normaler Herzschlag spürbar und sichtbar. Wenn ich mich aber wieder ganz bequem mit krummen Rücken und eingeklemmten Bauch zusammensacken ließ, waren die Störungen sofort wieder da.

Das gleiche konnte ich erreichen, wenn ich im Stehen die Stelle über dem Bauchnabel mit den Fingern tief eingedrückt und massiert habe.

Beim sich nach vorn beugen oder sich hinhocken, wurden die Extrasystolen mitunter sogar zu Salven, wobei ich dann Angst bekam.

Leider konnte ich kein Interesse bei den Stationsärzten wecken. Ich solle mit den experimentieren aufhören und dann war der Monitor weg. Dort fängt eine Herzkrankheit wahrscheinlich erst beim Infarkt an.

Dabei deutet doch alles daraufhin, dass es im Bauch eine Stelle gibt, von der aus der Herzschlag dermaßen beeinflusst wird. Ich vermute, dass die Nerven des Magenausganges bzw. Zwölffingerdarmes (Fasern des Vagusnervs), durch den Senf besonders gereizt werden und dann irgendwelche Störimpulse zum Herzen senden.

Wo genau liegt dieser Punkt und wer empfindet das gleiche ???

In dieser Hinsicht kann man die Plattform dieses Forums als Selbsthilfegruppe sehen, wo jeder sich beteiligen kann, um Licht in das Dunkel zu bringen.

Tschau *:)

W{atDherL )Violetxt


Hallo Gerhard,

Habe mal ein klein wenig Nachforschung betrieben und herausgefunden, dass der Herzmeridian und der Dünndarmmeridian

in Verbindung stehen. Also wird der Dünndarm belastet und es kommt zur Unterenergie wird Energie am Herzmeridian abgezogen.

Das habe ich über die Kinesiologie erfahren.Mithin haben andere auch diese Probleme und haben auch schon experimentiert.

Auch habe ich in der Internetseite [[http://meripharm.de]] ein Kompexmittel etdeckt das den Akupunkturmeridian des Dünndarmes stärkt.

In der Kinesiologie gibt es auch Möglichkeiten diesen Meridian zu stärken.

Deine Idee war gut. :)^ :)^ :)^ Mal sehen was dabei herauskommt.

Gruß

s3incxh


Guten Tag,

mich plagt das gleiche Problem, wobei ich mittlerweile Distanz halte mich darauf einzulassen.

Ich weiß das mich diese Extrasystolen so weit getrieben haben in eine chronische Hypochondrie zu verfallen. Wie auch immer, habe die von Gerhard beschriebenen Experimente auch durchgeführt und musste zu meinem erstaunen feststellen, dass der Magen-Darm Trakt sein Gutes dazu beiträgt zu denken, das dass Herz krank sei. Naja, seitdem ich viel Sport treibe und magenreizende Lebensmittel (Senf, Chili etc.) meide, stelle ich eine deutliche Besserung fest. Auch Sekundärliteratur hat mir geholfen meine Herstolperer in den Griff zu bekommen. Aber ein sehr interessanter Faden, vielen dank!

Mit besten Grüßen, F.B.

s$i6nch


Bin müde, verzeiht meine transparente Antwort

dHanibela33x3


also ich ernähre mich gesund und habe Extraschläge, Stolpern etc. ...

HMan (Han


ich denk so für mich: es ist eine Mischung aus allem, ich hab schon so!!! viel darüber gelesen von Leuten in verschiedensten Foren...schwer da einen Nenner zu finden.

Erschreckend das von Gerhard beschriebene Desinteresse der Mediziner, vielleicht liegt das aber auch gerade an der Vielfalt der möglichen Ursachen?

Vielleicht sollte man sich an Medizinstudenten in höheren Semestern wenden um das Interesse der Wissenschaft an diesem Phänomen zu wecken/intensivieren. Zum Beispiel in der Mensa bei einem schönen scharfe Chili ;-) ...

G!erhaxrd


Re: daniela 333

Hallo Daniela,

bist Du Dir so sicher, dass Du Dich gesund ernährst?

Man ernährt sich gesund, wenn man nur das isst was man gut verträgt. Und gerade das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Ich würde mich zu gerne laut den Empfehlungen der Ernährungswissenschaftler ernähren und fünfmal täglich Obst essen. Ich kann das aber nur morgens einigermaßen gut vertagen.

Auch mehrere Gemüsesorten, die ja als Rohkost so gesund sein sollen, bringen mich eher um als dass sie mir nützen.

Manche Lebensmittel wirken bei mir blähend und lösen den besagten Reiz in der Magengegend aus, der eben dann solche Herzrhythmusstörungen heraufbeschwören kann.

Ich habe bei mir die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und den Störungen erkannt und komme jetzt relativ gut damit zurecht. Wenn es heutzutage bei mir zu Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern kommt, dann bin ich im gewissen Sinn selbst mit daran schuld, weil mir die Ursachen bekannt sind und ich mich manchmal nicht daran halte.

Die gröbsten Fehler mache ich, wenn ich mich nicht beherrschen kann und bei leckeren Gerichten zuschlage mit scharf gebratenen Fleisch, Champignons, Zwiebel, Paprika, Rotkohl, Fertigsoßen, Sahne, Essig, Senf, viel Salz und besonders den Geschmacksverstärker Glutamat. Auch viele Kuchensorten gehören zu den Sünden.

Daniela, ich habe gerade noch Deine Beiträge unter

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/287845/]] gelesen und denke, dass wir möglicherweise doch gewisse Gleichheiten haben.

Ich war auch 30 als die Probleme mit den Rhythmusstörungen bei mir anfingen, jetzt bin ich 64 und ich lebe immer noch.

Vor etwa 20 Jahren bei einer Herzultraschalluntersuchung?, hat ein Kardiologe bei mir auch mal eine undichte Herzklappe als Auslöser für mein Vorhofflimmern diagnostiziert und mich damit sehr nervös gemacht. Die Klappe ist noch immer undicht und kein anderer Arzt fand es noch mal erwähnenswert, auch nicht bei der Katheterablation vor einem Jahr die nicht viel gebracht hat. Ein Arzt hat mir damals gesagt, als ich so unsicher war: "Das Herz schlägt dafür einmal mehr in der Minute und da gleicht sich das wieder aus".

Nehme doch Deine Herzepisoden mal unter die Lupe, ob nicht auch eine solche Auslösevariante wie bei mir möglich ist.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Vielen Dank auch für die interessanten Antworten von "Wather Violett", "sinch" und "Han Han".

Tschau *:)

dranielax333


Vielen Dank, das macht Mut, doch länger zu Leben :-)

Ich werd mal genau drauf achten, ob sich in Verbindung mit Essen bei mir was ändert. Aber es klingt bei Dir schon ziemlich heftig... Alle Achtung wie Du damit umgehst!!!

L.G.

G"erhdard


Die Pfunde runter und das Herz ist gesund ???

Na Hallo!

Einige E-Mails habe ich wieder dankend erhalten ( gerh.mail@t-online.de ), und möchte eine davon gleich mal wieder hier ins Forum kopieren.

Bitte, wer mir schreibt, gebt mit an ob ich das darf oder nicht!!

Hallo Gerhard,

sporadisch lande ich immer mal wieder in diesem Forum und daran siehst du, dass ich auch von dieser Krankheit betroffen bin. Das ganze hat vor mittlerweile 11 Jahren angefangen und ich habe mich auch lange mit den Auslösern auseinandergesetzt.

In der ersten Zeit hat das ganze vermehrt im Schlaf angefangen, später dann aber auch durch mechanische Auslöser.

Mittlerweile gibt es folgende Erkenntnisse bei mir:

- oft unter psychischer Anspannung (Urlaubsreise, anderer Tagesablauf)

- mechanischer Auslöser (hinlegen seitlich: dann kann ich das manchmal abfangen durch aufstehen und umhergehen; sogar durch niesen)

Seit Jahren nehme ich als Dauertherapie Sotalol (hatte schon einige verschiedene Medikamentengruppen ausprobiert) und Trommcardin, das Vorhofflimmern kommt aber immer wieder.

Auf einzelne Speisen als Auslöser kann ich mich nicht festlegen, die Arrhythmie tritt aber wie bei dir fast immer mit Blähungen auf.

Was bei mir vorletztes Jahr geholfen hat war eine Gewichtsabnahme. In Verbindung mit einer Art Weight Watchers Diät und gesünderen Ernährung habe ich vom April bis November 2005 ca. 14 Kg abgenommen. (m 51 Jahre, 180 cm) In dieser Zeit war ich fast beschwerdefrei. Erst mit beginnender Gewichtszunahme (leider!!) traten die Arrhythmien wieder auf, im Moment, da ich wieder um die 90 kg wiege alle 3 Wochen

Zum Glück geht das dann relativ schnell wieder weg. Ich erhöhe die Dosis meines Medikamentes um eine halbe Tablette und fahre dann nach dem zweiten Tag am Ergometer bis der Sinus wieder da ist. Das hat mir mein Kardiologe empfohlen, da mein Herz ansonsten gesund ist und ich relativ sportlich bin.

Aber das ganze stützt deine These. Ich denke bei mir löst der etwas größere Bauchumfang das ganze aus, er drückt bei Verlagerung auf irgendwelche Nerven oder die extremen Blähungen bei dieser Situation reizen die Erregungsbahnen des Herzens.

Soweit mal ein erster Bericht. Ich freue mich auf viele neue Erkenntnisse auf der Forumseite.

Gruß sigi

So und nun mein Senf dazu:

Was Sigi im Zusammenhang mit dem Körpergewicht schreibt, stimmt leider auch bei mir.

Ich habe zwar nicht gerade Übergewicht (75 kg / 1,77m), aber der Bauchumfang macht das Kraut fett.

Ich habe schon lange immer mal festgestellt, dass ich vermehrt Herzrhythmusstörungen bekomme, wenn ich über 70 kg wiege. Maßgebend dafür ist hauptsächlich der "Rettungsring" oberhalb der Hüften.

Vor drei Jahren hatte ich mir mal einen Magen-Darmvirus eingefangen und habe dabei von 75 auf 62 kg abgenommen. Am Anfang wurde ich durch den gereizten und aufgeblähten Verdauungstrakt gnadenlos von Extrasystolen, Aussetzern und Herzrasen heimgesucht, was sich aber je leichter und je dünner ich wurde immer mehr verlor. Als man dann meine Rippen zählen konnte, waren zu meiner Verwunderung mein Herz und mein Kreislauf in Ordnung.

Mit dem Appetit und den Pfunden, kam nach einiger Zeit leider mein Zipperlein wieder.

Als dann die Blähungen auch wieder da waren, war der alte Zustand wieder hergestellt.

Ich hab mal nach Fotos von mir gesucht wo ich 40 war und auf dem Höhepunkt meiner Vorhofflimmerattacken. Siehe da, überall ein schmächtiges Kerlchen mit Bierbauch, oder waren es nur Blähungen, wie ich heute vermute?

Bewegungsmangel war es damals eher nicht, denn ich hatte einen handwerklichen Beruf mit viel körperlicher Tätigkeit.

Auch heute noch bemühe ich mich mit Bewegung fit zu halten, doch der Ring um den Oberbauch, ob Fett oder Luft, ist da. Es wird wohl beides sein, denn mal ist er ganz extrem und andermal wieder fast weg.

Also gilt es weiterhin diesen nervigen Punkt im Bauch zu finden, der diese Extrasystolen usw. auslöst.

In einem anderen noch aktuellen Faden hier im Forum [[http://www.med1.de/Forum/Diverse.Erkrankungen/1069/]] , wo ich am 12.11.02 auch schon mal meine Vermutungen geschildert hatte, dort findet man über 7 Seiten viele interessante Beiträge zu diesem Thema.

Ohne Medikamente läuft bei mir auch nichts. Ich nehme täglich 5 mg Bisoprolol (Betablocker); 5 mg Amlodipin (Calciumantagonist); 20 mg Olmesartanmedoxomil (Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist) und Phenprocoumon = Marcumar bei einem INR-Wert 2-2,5 bzw. Quick-Wert 30-35 % (Blutverdünner). Außerdem nehme ich noch zur Entwässerung 12,5 mg Spironolacton und 6,25 mg Hydrochlorothiazid.

Bei einer Steigerung meine Extrasystolen und Aussetzer bis zum Vorhofflimmern lasse ich dann den Calciumantagonisten Amlodipin und den Betablocker Bisoprolol weg und ersetze diese durch 3x60 mg Sotalol (Betablocker als Antiarrhythmikum). Das hat letztes Jahr gut geklappt.

Mit dieser Medikation fühle ich mich optimal eingestellt, vor allem mein vorher nie in den Griff zu bekommender Bluthochdruck und mein Ruhepuls. Es klingt zwar viel, ist aber noch verhältnismäßig niedrig dosiert und macht mir kaum Nebenwirkungen.

Dies ist meine Erfahrung und muss nicht bei jedem Menschen gleich sein.

Dass Sigi sein Vorhofflimmern auch auf dem Fahrradergometer wegstrampelt finde ich Klasse, denn ich hatte ja das gleiche auch schon von mir berichtet.

Das war’s für diesmal

Tschau *:)

d`anielVa33x3


@Gerhard

Kannst Du mir sagen wie sich das Vorhofflimmern anfühlt und woher weiß man, dass es kein Stolpern sondern Vorhofflimmern. Hab mal gelesen, dass Vorhofflimmern tödlich enden kann... ??? Warum provozierst Du das dann aber? Hast Du keine Angst, dass da mal was schief gehn könnte? Ich frag einfachaus purem Interesse :-)

Grüße, Daniela

G-erha(rd


Re. daniela333

Deine erste Frage, wie sich Vorhofflimmern anfühlt und woher man weiß, dass es nicht nur Stolpern ist, möchte ich so beantworten:

Das Gefühl, wie aus Extrasystolen und Aussetzern Vorhofflimmern wird, hatte ich ja schon ausreichend beschrieben.

Ich merke dann, wenn es wieder mal geklappt hat eine innere Unruhe, greife an die Halsschlagader und spüre sofort einen schnellen, flachen, vollkommen ungeordneten Puls.

In der Brust holpert es und ich habe für alle Tätigkeiten nur noch die halbe Kraft. Selbst das Kauen beim Essen fällt schwer.

Wenn es "nur" beim Stolpern bleibt, dann wird das Blut immer noch ausreichend durch die Adern gepumpt, da das Herz größtenteils noch gleichmäßig im Sinusrhythmus schlägt und es kommt auch nicht zu solchen Schwächeanfällen.

Deine zweite Frage, warum ich das Vorhofflimmern schon provoziert habe, obwohl es gefährlich sein könnte, kann ich so beantworten:

Es ist nicht das lebensgefährliche Kammerflimmern, das nur mit einem Defibrillator behoben werden kann.

In Deutschland gibt es ca.1 Million Betroffene mit Vorhofflimmern und es werden immer mehr.

Ich lebe schon mehr als 30 Jahre mit dieser immer wiederkehrenden nervigen Herzrhythmusstörung, die eigentlich nicht so gefährlich ist als sie klingt. Ich habe gelernt mich darauf einzustellen und versuche seit einigen Jahren, den komplizierten und noch weitgehend unbekannten Auslösemechanismus zu ergründen.

Mein Vater hatte solche Störungen, mein Bruder hat das gleiche wie ich und meine Schwestern in einer abgeschwächten Form.

Und da denke ich es könnte ja auch meine Kinder treffen, die jetzt ebenfalls in dem Alter sind wo ich es schon hatte. Auch meinen 6 Enkeln sollte es mal erspart bleiben.

Ich glaube, dass viele Betroffene die gleichen Empfindungen in Punkto dieser Störungen haben müssten, aber sie möglicherweise nur nicht so deuten können wie ich.

Auch denen könnte mit geholfen werden.

Deshalb habe ich mit meinen "Provokationstests" etwas nachgeholfen und bin auch ein bisschen schlauer dabei geworden. Ganz einerlei war’s mir natürlich nicht, denn ich lebe auch gern.

Reicht Dir das als Antwort, Daniela?

Ein Professor einer Universität, an den ich meinen Bericht auch geschickt hatte, hat mir geantwortet, dass der, der das beweisen könnte, den Nobelpreis bekommen müsste. Er wollte ihn aber leider nicht bekommen.

Deshalb habe ich jetzt mein Insiderwissen uneigennützig hier ins Forum gesetzt. Vielleicht hilft es doch den Einen oder den Anderen oder auch mir und das nicht nur in Deutschland.

Lesenswert ist wieder ein Bericht der bei mir heute per E-Mail eingegangen ist.

( gerh.mail@t-online.de ) Vielen Dank Thomas!

Hallo Gerhard,

Ich bin fast 43 Jahre alt und habe auch seit Längerem diese Attacken von Extrasystolen (VES/SVES) beides auch gedoppelt (Couplets) und neuerdings Herzrasen mit extremem Blutdruckanstieg (180 / 100 mmHg).

Also bei mir spiegelt sich fast Alles genauso wieder, wie du es beschrieben hast.

Anfänglich ist fast immer ein Druckgefühl mit anschließendem Nervositätsgefühl in genau diesem Bereich der ziemlich knapp unterhalb des Solarplexus liegt.

Richtig angefangen mit dem Herzrasen hat es bei mir nach einer Knieoperation vor 3 Jahren, als ich eine Zeit lang keinen Sport machen konnte und noch mal zu meinem sowieso schon hohen Gewicht (105 kg) ca. 5-6 Kilo zulegte und eigentlich nach jedem Essen einen totalen "Spannbauch" hatte.

Dieser Bauch vergrößert sich bei mir bei anschließender körperlicher Betätigung (auch normales Spazieren) dann komischerweise noch mal extrem in diesem oberen Bereich, so daß ich fast immer mit Extrasystolen und wie gesagt dann neuerdings auch mit Herzrasen zu tun hatte.

Nachts war es teilweise so, daß ich aufwachte, einen nervösen Reiz in der Magengegend hatte und bei jeder auch noch so kleinen Bewegung des Oberkörpers sofort Herzrasen auslösen konnte.

Oft hatte ich auch die Erfahrung gemacht mit diesen Fertiggerichten, die bei mir auch den Puls, den Blut- und Magendruck erhöhten.

Jetzt will ich auch auf die Sache mit der Gewichtsreduktion eingehen.

Ich hatte nach der Genesung des Knies dann 2 3/4 Jahre sehr wenig Probleme, da ich in einem Fitness-Studio mit Ausdauersport (insgesamt über 300 Spinningstunden) und Krafttraining sehr gute Erfolge zwecks Blutdruck, Puls (Ruhepuls von ca. 60) und Gewichtsreduktion, vor Allem auch an der Wampe, erzielen konnte.

Leider habe ich dann trotz regelmäßigen Trainings wieder zugenommen und habe jetzt wieder diese Probleme.

Gerade gestern wurde bei mir nach heftigem Alkoholgenuß am Vortag und dem Verzehr einer halben Pizza nach 3 Stunden, in denen ich krumm im Sessel schlief, heftiges Herzrasen ausgelöst, das ich nicht mehr in den Griff bekam.

Ich ging in die Klinik, wo dann noch ein dauerhafter Puls von über 100 Schlägen und ein Blutdruck von180/100 festgestellt wurde.

Einem Arzt erklärte ich, genau wie du, dieses Gefühl des Reizes in der Magengegend, was er mit einem Lächeln und den Worten: "Was soll denn das für ein Gefühl sein?" abwürgte.

A......h dachte ich mir und wünschte mir innerlich, daß dieser arrogante Sack dieses Gefühl selbst einmal erfahren sollte, natürlich auch mit dieser anschließenden Panik, wenn das Herz abgeht. Natürlich wünsche ich Niemandem, daß er ernsthaft zu Schaden kommt, nur eine kleine Erfahrung mit unserem Problem könnte vielleicht die Denkweise dieser Leute ein wenig korrigieren.

Ich werde jetzt wieder mehr auf meine Ernährung achten, versuchen abzunehmen und hoffe, daß damit zumindest das Herzrasen wieder aufhört.

Ich hoffe, daß irgendwann, durch die Häufung von Erfahrungen wie diesen, die Ärzte endlich umdenken und die wahre Ursache des Problems erkennen.

mit freundlichem Gruß

Thomas

Tschau *:)

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