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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

VBidgi


Hej Pillbox,

es ist vorstellbar, dass ein Zusammenhang zwischen deinen Panikattacken und HRS besteht,wobei nicht zwangsläufig das eine die Ursache des anderen sein muss. Hingegen könnte beidem eine gemeinsame Ursache zugrunde liegen. Das kannst du ja mit deinem Therapeuten und deinem Arzt versuchen, zu klären. Also warum nicht dem Therapeuten von den Herzrhythmusstörungen erzählen? Wenn die Herzrhythmusstörungen harmloser Natur sind, kein Vorhofflimmern, kann ich die traditionelle chin. Medizin empfehlen, vor allem mit Kräuterbehandlung. Das könnte auch bei den Panikattacken helfen, dagegen kann meines Wissens bei Vorhofflimmern auch die TCM nichts ausrichten. Parallel dazu würde ich auf jeden Fall beim Kardiologen oder mindestens Hausarzt bleiben, um das Herz unter Kontrolle zu haben.

Weißt du denn, welche Art von Herzrhythmusstörung du hast? Du schreibst Herzstolpern, meinst du Extrasystolen? Ist das denn in einem EKG erfasst worden? Mit dem Verschwindenlassen ist das so eine Sache. Es gibt ein paar Tricks, die manchmal helfen. Manche empfehlen, sehr kaltes Wasser schluckweise zu trinken. Oder erst tief einatmen und dann langsam und lange ausatmen, dabei mit der Hand den Bauch eindrücken (das stimuliert den Parasympathikus, also den beruhigenden Teil des automomen Nervensystems). Ich selber massiere mit der flachen Hand den Bereich zwischen Nabel und Brustbeinspitze, mit vorsichtigem Druck in die Tiefe. Sehr gut finde ich auch das autogene Training. Wenn man es regelmäßig übt, ist man imstande, bei Bedarf eine sofortige tiefe Entspannung herbeizuführen und ich habe damit mehrmals mein Herz beruhigt. Gerhard hat seine eigenen Methoden, die du in früheren Beiträgen von ihm lesen kannst. Ihm hilft anscheinend eher Wärme.

Dass ein Zusammenhang zwischen Magen und HRS besteht, wissen wir alle hier im Forum aus eigenes Erfahrung und dank der unermüdlichen Arbeit von Gerhard . Wenn du alle Beiträge durchliest, kannst du sicher für dich ein paar nützliche Schlussfolgerungen ziehen.

Im übrigen glaube ich, dass die richtige Haltung gegenüber den Herzrhythmusstörungen ist, sich nicht darüber zu beunruhigen, sie aber auch nicht völlig zu ignorieren. Denn wenn sie erst einmal chronisch geworden sind, ist schwer etwas dagegen zu unternehmen.

G`erUh3ard


Hallo!

Vielen Dank wieder für Eure interessanten Beiträge, zu denen ich mir so meine Gedanken gemacht habe.

Ich möchte aber erstmal eine Fähigkeit genauer erklären, die mir selbst nun schon oft geholfen hat.

Mehrmals jeden Tag mache ich die Erfahrung, dass Herzrhythmusstörungen wie Extrasystolen, Herzrasen bis hin zum Vorhofflimmern im Bauch entstehen können. Wann wird dies denn endlich anderen Betroffenen auch bewusst?? Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit dieses Phänomen in der Wahrnehmung nur nicht richtig deuten kann. Ich konnte es lange Zeit auch nicht.

Das Herz springt nicht von einem Schlag auf den anderen vom normalen Sinusrhythmus in Herzrasen oder Vorhofflimmern um. Es gibt, bei mir zumindest, immer eine Zwischenphase und das sind meistens Extrasystolen oder Aussetzen, begleitet mit einem komischen unverwechselbaren zappelnden - krabbelnden Gefühl in der Magengrube. Es ist ein Gefühl, was aus dem Nichts plötzlich da ist und sich schnell steigert. Wenn ich dann nicht sofort beide Hände frei habe, oder durch dicke Kleidung nicht an meinen Bauch kann, um mit der Massage zu beginnen, dann kann es schon zu spät sein. Hat man es verpasst und sind erstmal Extrasystolen oder schnellere Herzschläge zu spüren, so wird ein Erfolg immer unwahrscheinlicher, aber nicht aussichtslos.

Manchmal, wenn man durch die Jacke hindurch plötzlich anfängt den Bauch zu reiben, weil es wieder mal losgeht, wird man natürlich blöd angeguckt. Macht nichts, dann denken die eben, ich hab Flöhe.

Die richtige Technik bei dieser Massage ist sehr wichtig. Es muss am besten mit beiden Händen (Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger) kurz oberhalb des Bauchnabels, hintereinander weg immer nur von rechts nach links, tief eingedrückt über den Bauch gerubbelt werden. Man merkt dann schon die richtige Stelle, wo man ein bisschen mehr drücken oder mal kreisen muss. Den Bauchmuskel dabei nicht anspannen!

Nach einer Weile spürt man dann meistens, wie sich verklemmte Winde davonmachen und sich alles entspannt. Aber nicht zu zeitig aufhören!!

Am besten ist, wenn man dabei umherläuft oder, wenn es im Bett passiert, sich auf den Rücken legt und die Beine lang macht. Ein warmes Heizkissen auf die Stelle legen ist dabei auch sehr hilfreich.

Was genau mit dieser Technik positiv beeinflusst wird, kann ich auch nur vermuten. Das letzte Stück Zwölffingerdarm verläuft quer von rechts nach links, genau hinter dem Dickdarm der auch von rechts nach links verläuft und das alles kurz über dem Bauchnabel, also exakt an dieser Stelle, die massiert wird.

Durch das tiefe "Rubbeln" auf der Bauchdecke, werden der Speisebrei und das gebildete Gas in den beiden Darmabschnitten gleichzeitig vorwärts geschoben, was eine Entspannung bewirkt. Das deckt sich auch mit meiner Erkenntnis, dass immer bei Auslösung von Herzstolpern – Herzrasen – Vorhofflimmern, der Magen mit Zwölffingerdarm und der Dickdarm gleichzeitig aufgebläht waren, die sich somit gegenseitig bedrängt haben.

Also wenn ich z.B. eine unverträgliche Speise zu Mittag gegessen habe, ist sie abends ca. 22 Uhr in diesem Teil Dickdarm. Dann kommt abends noch ein unverträgliches Essen hinzu und das ist dann auch ca. 22 Uhr in diesem Teil Zwölffingerdarm.

Die Bauchdecke ist wie ein Autoreifen, sie gibt den Druck von innen nicht nach und somit behindern sich die Organe gegenseitig. Wie aus einer solchen eigentlich normalen Bedrängnis dann eine Herzrhythmusstörung werden könnte, habe ich ja erst in meinen letzten Beitrag beschrieben.

Seit letzem Sommer konnte ich nun, wahrscheinlich durch diese einfachen Manipulationen, Vorhofflimmern verhindern. Durch meine heutige etwas genauere Schilderung dieser "Methode", hoffe ich, dass manchen von Euch damit auch geholfen werden kann.

Wenn sich der Erfolg erst einmal eingestellt hat und man das erste Mal so ein Herzrasen oder Vorhofflimmern einfach wegdrücken konnte, dann hilft in der Zukunft die Psyche auch wieder mit, solche Ereignisse zu verhindern.

Ich gehe diese Woche zum Magen- und Darmspiegeln und ich werde anschließend nach der zwangsläufigen Grundreinigung mal versuchen eine gesunde Darmflora aufzubauen. Auch die beiden im Verdacht stehenden Darmabschnitte werde ich dabei auch mal etwas näher beäugen lassen.

So, nun hab ich mich wieder verzettelt und auf Eure Beiträge bin ich noch nicht eingegangen.

Aber der Grundgedanke von dem was ich hier noch mal beleuchtet habe, nämlich die Verbindung "Herz – Bauch", zieht sich doch auch wie ein roter Faden durch Eure Berichte.

Bis zum nächsten mal.

Tschau *:)

VZi^dgxi


Hallo ihr Lieben,

erst jetzt bin ich dazu gekommen, die von Gerhard angegebene Seite über den Zusammenhang von Nesselsucht, Darmsymptomen und Mastzellen zu studieren. Ich bin noch nicht ganz durch, ich brauche Zeit zum Nachdenken. Was auf dieser Seite steht, finde ich sehr aufschlussreich. Interessant ist für mich auch, dass die Arbeit aus der Hautklinik in München stammt. Da weiss ich dann schon, wohin ich mich wenden kann, wenn ich im April nach München fahre, um endlich die nötigen Untersuchungen machen zu lassen. Wie früher gesagt, in Schweden ist es hoffnungslos.

Ich möchte euch eine weitere Seite empfehlen, auf die ich zufällig gestoßen bin :

[[http://toxcenter.de/buecher/tox-info/nahrung-allergie/mastzellenkrankheit-checkliste.pdf]]

Hier werden konzentriert die Zusammenhänge zwischen einer krankhaften Mastzellenaktivität, Magen-Darm-Entzündungen, -Reizungen und -Krämpfen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Hautsymptomen und Herzbeschwerden (supraventrikuläre Tachykardien = vom Vorhof ausgehendes Herzrasen), sowie deren vielfältige Auslöser wie Essen,Stress, Schlaflosigkeit, Alkoholgenuss und histaminreiche Nahrungsmittel ect. dargestellt. Dazu wird noch gesagt,dass wenn man dieses Problem mit den Mastzellen hat, die Gabe von Betablockern das Problem noch verschlimmern kann. Kein Wunder, wenn man in einen circulus vitiosus gerät und die Krankheitserscheinungen immer häufiger werden. Es gibt auch eine Checkliste.

Natürlich gibt es viele andere Ursachen für Herzrasen, -stolpern und Vorhofflimmern, aber für uns, die wir Zusammenhänge mit dem Essen und Magendarmtrakt sehen, stellen das wichtige Informationen dar. Da kann niemand mehr kommen und sagen, dass zwischen Magen-Darm und Herz kein Zusammenhang besteht. Stimmmt einfach nicht. Aber keine Angst, nicht jeder hat gleich eine Mastozytose. Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten der Beziehung zwischen Magendarmstörungen und Herz.

Was mich betrifft, habe ich den Verdacht, das nicht nur eine Histamin-Intoleranz, sondern tatsächlich eine Mastozytose im Spiel sein könnte, da ich alle oben aufgeführten Symptome habe und die Hautsymptome mit der Medikamenteneinnahme begonnen haben und zwar explosionsartig. Alles passt einfach, leider. Denn eine Mastozytose ist auch nichts Einfaches, aber zumindest wüsste ich, woran ich bin.

Was die Betablocker betrifft, kann man diese aber nicht einfach absetzen, sondern die Vorgehensweise muss mit dem Arzt diskutiert werden.

Ich hoffe, Gerhard hat bald seine Magen-Darm-Spiegelung gut überstanden. Und Uscha möchte ich auch noch danken für die Seiten zur Darmreinigung, wo ich nützliche Anregungen gefunden habe.

Schöne Grüße aus Östergötland

Gxerh7ard


Hallo,

will mich heute mal kurz melden, ohne gleich wieder eine neue Hypothese aufzustellen.

Neuigkeiten habe ich aber trotzdem parat und zwar in Verbindung mit meiner heutigen Magen-Darm-Spiegelung.

Nachdem ich gestern Vidgi’s interessanten Beitrag und den Link mit der Mastzellenkrankheit-Checkliste gelesen hatte, wollte ich heute bei dieser Untersuchung gleich meinen behandelnden Arzt mit in mein Boot ziehen, um meine Vermutungen in Punkto Magen und Darmbeteiligung bei Herzrhythmusstörungen zu untermauern. Dies ist mir aber leider nicht gelungen, denn als ich anfangen wollte zu reden, gab er mir schon die Spritze mit dem Beruhigungsmittel, worauf ich sofort einschlief. Als ich wieder aufwachte lag ich in einem anderen Raum und von einem Arzt war nichts mehr zu sehen. Die Mitteilung der Krankenschwester, dass alles in Ordnung sei, hat dann doch dieser Angelegenheit zu einen guten Ende verholfen.

Aber hätte man nicht hier die Möglichkeit nutzen können, etwas genauer in die Darmabschnitte zu sehen oder Biopsien zu machen, die Klarheit geben? Die Aussage: "Antrum und Duodenum gering gerötet", wie es in dem kurzen Bericht heißt, hilft doch nicht weiter. Aber, dass man z.B. Mastzellen voller Histamin sehen könnte, glaube ich auch nicht. Darmpolypen wurden diesmal nicht gefunden, weswegen ich alle drei Jahre dahin muss.

Ein weiterer Pluspunkt dieser Untersuchung ist für mich die Erkenntnis, dass mit einem leerem Magen und Darm nicht das "zappelnde – krabbelnde Gefühl in der Magengrube" auftritt, das sonst Vorläufer von Herzrhythmusstörungen ist. Ich habe schon drei Tage vorher auf feste Nahrung verzichtet und nur Brei gegessen. Das literweise Trinken von Abführflüssigkeit ab gestern Nachmittag, hat aber auch keine Beschwerden verursacht. Liegt es tatsächlich an der Nahrung, wie ich ja schon immer vermute?

Auf alle Fälle achte ich jetzt nach der umfangreichen Darmreinigung mal ein bisschen mehr auf Darmpflege in Form von gesunder Ernährung. Dazu sind die interessanten Links und Tipps von Uscha (09.01.08) sicher hilfreich, vielen Dank.

Du schreibst übrigens auch was von einem Krampf im Sonnengeflecht beim Treppensteigen, wo dann auch Rhythmusstörungen aufgetreten sind. Ich könnte wetten, das sind die gleichen Gefühle wie bei mir, nur anders gedeutet. Gerade beim Treppensteigen in verkrampfter Körperhaltung durch Taschen tragen usw. passiert es. Irgendetwas drückt beim Treppensteigen auf den Darm, so meine Devise. Ich kann ohne Beschwerden 10 Klimmzüge machen, aber nur 2 Kniebeuge, dann fängt mein komisches Zappeln im Oberbauch an und ich muss sofort aufhören.

Auch das "Zucken oder Wabern im Bereich des Oberbauchs" was Pillbox (Bericht12.01.08) verspürt, könnte das Gleiche sein und somit nur ein Vorbote einer Rhythmusstörung.

Hallo Vidgi,

vielen Dank wieder für Deine Berichte. Es ist für mich immer wieder faszinierend wie Du Dich in wissenschaftliche Arbeiten hineindenkst, gleich kombinierst, sofort die Zusammenhänge erkennst und dann eine fachgerechte Antwort gibst.

Ich meine, entweder Du bist ein Genie oder Du hast Medizin studiert. Du brauchst aber nicht zu antworten.

Mit Dir an unserer Seite habe ich doch etwas mehr Hoffnung, hinter die Kulissen unserer nervigen Rhythmusstörungen zu blicken und sie ein bisschen seltener und erträglicher zu machen. Das musste mal gesagt werden.

Nun geht es ins Bett, da ich doch etwas angeschlagen bin.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende.

Tschau *:)

V6iKdgXi


Hallo Gerhard,

sehr schade, dass die Gelegenheit für Biopsien ungenutzt vorübergegangen ist, aber das war eben Schicksal, ich habe den Artikel nicht früher gefunden.

tQigHgUerx45


vorhoflimmern

Hallo,bin ich froh dieses Forum gefunden zu haben.Quäle mich seit 24 Jahren mit SVES,Tachykardie und seit etwa 15 Jahren mit Vorhofflimmern rum.Dachte lange das ich die einzige bin die sowas in jungen Jahren hat,da meine Ärzte mich auch in diesem Glauben liessen.Bin jetzt45 und und hatte im Laufe der letzten 15 Jahre ca 6oder7mal VHF.Aug007 und Dez007 zum letzten mal.Habe es durch die Einnahme von Rhytmonorm wieder in den Sinusrhytmus bekommen.Bin von Metroprolol,Sotalol jetzt bei Bisoprolol angekommen aber VHF verhindert es nicht und die Nebenwirkungen sind auch nicht zu verachten.Die Lebensqualität ist mit VHF und denES schon eingeschränkt,da ich mich kaum noch raus traue.Interessant finde ich das mit den Magen-und Darmproblemen und ich merke das auch bei mir.VHF wurde bei mir durch bücken,einmal durch Sex,Treppensteigen und einmal bin ich damit aufgewacht,ausgelöst.Spüre es auch im Bauch wenn es kommt und oft bin ich Stunden vorher schon sehr schlapp und Kurzatmig.BD ist dann niedrig,ist das VHF da,schnellt der BD und der Puls in die Höhe.Bin als Herzgesund eingestuft und fühle mich von den Ärzten allein gelassen.Denke das kennen hier viele und auch die Ängste die man hat und die Schlaflosigkeit.Danke das es Leute wie euch gibt

Pretzra-Urns&ulxa


Hallo tigger45,

ja ich kenne das, dass die Ärzte es nicht ernst nehmen,

da man ja Herzgesund iss...

Ich weiß wie du dich fühlst...

Auch ich weiß, dass es vom Magen her kommt...

Aber ich weiß nicht wie ich es beheben kann...

VHF iss echt anstrengend und kostet mir unendlich viel Kraft...

Nimmst du Dagegen Herztabletten...

Ich habe welche bekommen vom KH mit der Aussage, sie werden zwar nicht helfen aber nehmen Sie mal...

Man wird ja sehen was es bringt...

Das ende vom lied iss mein Magen spinnt dann nur noch mehr und mein VHF iss dann nicht weit...

Ich wünsche dir viel Kraft und heiße dich hier herzlich Willkommen...

t_igg/eWr4x5


Hallo Petra-Ursula,vielen Dank für deine netten Worte.Ich nehme zur Zeit Bisoprolol und Herz Ass,spüre aber die Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Schwindel.Morgens brauche ich lange um überhaupt in Bewegung zu kommen und ich weiss garnicht mehr was gutgehen bedeutet.Jeder Arzt erzählt einem was anderes oder man wird belächelt.Bin keine Panikmacherin und kenne mich medizinisch etwas aus,da ich in der Altenpflege tätig war aber was nützt das alles wenn es einem nicht gut geht.Die Ängste nimmt einem keiner,da steht man alleine da.Ein kleiner Trost ist das schon wenn man sieht das es viele mit solchen Beschwerden gibt.Die Lebensqualität lässt schon zu wünschen übrig.Wie alt bist du und wie lange plagt dich das VHF?Liebe Grüsse

Ppetr'a-Urs`ula


Huhuuuu tigger45,

ich bin 43 Jahre und leide über 20 Jahre unter Panikattacken...

Aber VHF habe seit Feb.07...

t?igg]e=r4x5


Hi Petra-Ursula,wie oft hattest du denn VHF und wie lange hält es an?Was nimmst du für Medikamente und wie verhältst du dich bei deinen Panikattacken.Lieben Gruss Tigger

Poetra^-VUrsuxla


Hallo tigger45,

Schön das du dich wieder gemeldet hast...

Verapamil 120mg iss für mein Herz und die nehme ich nur wenn ich VHF habe also wenn es beginnt...

Meine PA habe ich fast täglich...

Dagegen nehme ich nichts...

Ich habe Insidon bekommen und auch genommen aber mir wurde dann immer übel und mein Magen spinnt dann...

Morgens nehme ich immer Blutdruck senkende mittel (Diovan 80mg) Achja und Ass 100 für Herz...

Dir alles liebe...

G_er2haQrd


Lagebericht

Hallo, jetzt hatte mich die Realität doch wieder mal eingeholt und mir so ein verfluchtes Vorhofflimmern beschert. Hier ein kurzer Bericht über das Kommen und Gehen dieser neuerlichen Attacke, die nach einem halben Jahr Pause und so viel Vorsicht, doch wieder zugeschlagen konnte.

Ich wollte an diesem Tag nur mal so zum Augenarzt und bin im Krankenhaus gelandet.

Die Verdauung hatte nach meiner Magen- und Darmspiegelung schon wieder ein paar Tage lang verrückt gespielt und somit auch die Weichen für solche Ereignisse gestellt. Es kam so richtig in Interwallen zu diesen zappelnden Vorboten im Oberbauch, die ich ja schon X mal beschrieben habe. So auch beim Augenarzt auf dem Parkplatz, als ich mich nach vorn links bücken musste, um den Parkschein aufzuheben, der beim Türzuschlagen heruntergeflattert war. Genau diese Körperhaltung ist ganz gefährlich für mich und ich habe mich sehr geärgert, dass ich wieder darauf hereingefallen bin.

Schon beim Bücken gab es eine Salve von Extrasystolen, dann dieses bekannte zappelnde – krabbelnde Gefühl in der Magengrube und immer weicher werdende Kniee. Da ich nicht gleich mit meiner Bauchmassage beginnen konnte, weil ich die Hände voll hatte, wurde der Puls mit Extrasystolen immer schneller bis zum Vorhofflimmern.

Nach dem Augenarzt bin ich gleich ins Krankenhaus gefahren, wo dann sofort wieder eine elektrische Kardioversion durchgeführt wurde.

Am nächsten Morgen konnte ich mit Sinusrhythmus wieder nach Hause.

Diese schnelle Verfahrensweise haben mir die Kardiologen dort auch für künftige Flimmerattacken empfohlen, da ich außer ASS100 keine anderen Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung mehr nehme. Somit besteht auch beim Elektroschock kaum ein Schlaganfallsrisiko, da sich in der kurzen Zeit keine Gerinnsel bilden können. Außerdem empfinde ich diese Variante am wenigsten belastend.

Eine erst vorgesehene medikamentöse Rhythmisierung, beginnend mit einer Injektionspumpe voll Betablocker habe ich abgelehnt, da ich schon oft vergeblich und sehr zeitaufwändig damit voll gepumpt wurde.

Einen Nachteil scheint diese sofortige Beendigung aber doch zu haben.

Vidgi schrieb am 07.01.08 in ihrem Bericht, dass nach einen Anfall von Vorhofflimmern immer erst einmal vollkommene Ruhe an ihrem Herzen herrscht, bis sich dann langsam von neuem etwas aufbaut um wieder eine kritische Marke zu erreichen. Dabei tippt sie auf das Histamin.

Diese Theorie scheint zu stimmen, denn durch das schnelle Beenden meiner Attacke befand ich mich danach genau noch im kritischem Bereich wie vorher.

Auch ich hatte immer nach etwas länger anhaltendem Vorhofflimmern erst einmal Ruhe. Diesmal (nach nur 3 Stunden VHF) musste ich mich höllisch vorsehen, um nicht erneut erwischt zu werden. Es konnte sich möglicherweise also nicht der "Stoff", der das VHF ausgelöst hat, während des kurzen Flimmerns von selbst wieder abbauen, um danach erstmal eine gewisse Immunität zu ermöglichen.

Jedenfalls habe ich schon wenige Stunden nach der elektrischen Rhythmisierung beim Abendbrot gemerkt, dass genau wie vorher, immer in Verbindung mit dem Essen oder nach bestimmten Bewegungen, die zappeligen Gefühle im Oberbauch noch da waren, die zu Extrasystolen und manchmal eben zu Vorhofflimmern führen.

Ich habe mich kaum noch getraut etwas zu essen, mich zu bücken, zu beugen usw. usw., wie schon oft beschrieben.

Diese Gratwanderung mit gepackter Reisetasche fürs Krankenhaus erlebte ich fast eine Woche lang, bis ich bei der aussichtslosen Suche nach einem "Wundermittel", durch Zufall, in der Hausapotheke auf irgendwann mal gekaufte Brausetabletten mit Zink+Vitamin C stieß. Ich dachte mir, helfen wird’s nicht aber schaden kann’s auch nicht und löste 2 davon in einem halben Liter Wasser auf und trank.

Ob es nun davon kommt oder nicht, aber ab dem nächsten Tag konnte ich alles essen und ich hatte bis heute keinerlei Beschwerden mehr.

Nachschub habe ich mir schon geholt und ich trinke jeden Tag 2 solche Tabletten in 1 Liter Wasser gelöst über den Tag verteilt.

(17 Tabl. je 300mg Vitamin C u. 5mg Zink = 0,79 € im Drogeriemarkt)

Ich habe gestern mal über Zink einwenig im Internet recherchiert und bin dabei auf eine interessante Seite gestoßen. Demnach stabilisiert Zink die Mastzellen und vermindert somit die Histaminausschüttung. Das würde ja in unser Konzept passen.

[[http://www.nam.de/themen.htm]]

Anklicken: "Nicht alles ist eine Allergie" und ganz unten "Zink".

Ich bin im Allgemeinen sehr skeptisch gegenüber solchen Mitteln, aber in diesem Fall war ich sehr überrascht.

Übrigens hatte ich am 15.05.07 in meinen Bericht einen viel versprechenden Versuch mit GABA (Gamma-Aminobuttersäure) angekündigt der dann ab 11.06.07 (Bericht) lief. Dabei konnte ich keinerlei positiven und auch keine negativen Wirkungen feststellen, also schade ums Geld.

Soviel erst einmal hierzu.

@ tigger 45,

vielen Dank für Deine Beiträge hier im Forum. Deine Schilderungen ähneln ja sehr den meinigen und ermutigen mich noch mehr, die Vorgänge in unserem Körper bei der Auslösung solcher Rhythmusstörungen zu ergründen.

Gerade die Aussage "beim Treppensteigen" bedeutet doch garantiert nicht, dass Du das Vorhofflimmern durch die erhöhte Belastung bekommen hast, sondern ich denke durch Reizung bzw. Verdrängung eines Organs bei der wechselseitigen Anspannung des Bauchmuskels, besonders im Zusammenhang mit Magen- und Darmproblemen. Das Gleiche lässt sich auch auf Deine anderen Auslösevarianten beziehen. Für mich ist und bleibt eine Beteiligung des Zwölffingerdarms und des Dickdarms als sehr wahrscheinlich. Der Beweis steht natürlich noch aus. Warum verdammt noch mal ist bei mir die kritischste Bewegung ein unwillkürliches leichtes Beugen und Verdrehen des Oberkörpers nach vorn links?? Da durchzuckt mich meistens sofort eine Salve von Extrasystolen und manchmal eben noch viel mehr…

Hier müsste doch den Gelehrten ein Licht aufgehen. Aber nein, das interessiert ja keinen und man wird nur belächelt.

Also weiter selbst nach der Stelle in unserem Körper fahnden, die uns so zu schaffen macht und vielleicht sind auch manche Tipps hier im Forum hilfreich.

@ Petra-Ursula,

vielen Dank auch wieder für Deine Berichte. Du müsstest in erster Linie versuchen Deine Panikattacken zu beseitigen. Es kann Vorhofflimmern ausgelöst werden, wenn zusammen mit harmlosen Extrasystolen der Puls schneller wird. Dies kann dann passieren, wenn man durch Herzstolpern in Panik gerät.

Ein kleines Erfolgserlebnis auf diesem Gebiet, könnte Dir bestimmt helfen, die Angst zu besiegen. Also bleib am Ball und versuche das Forum für Dich zu nutzen.

Liebe Grüße für heute

Tschau *:)

V3idgJi


Zwei kurze Anmerkungen

Dass Nach-vorne-Beugen Vorhofflimmern auslösen kann, wissen wir ja, aber dass es evtl. das Nach-vorne-links-Beugen ist, ist eine interessante Präzisierung. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, aber normales Vorbeugen genügt auch. Vielleicht hängt damit zusammen, dass ich oft VHF bekomme, wenn ich aus dem Bett (zur linken Seite) aufstehe, wobei ich mich zwangsläufig etwas nach vorne und links beugen muss. Ich könnte mir vorstellen, dass beim Vorbeugen ein etwas geschwollener (weil gereizter) Darm oder anderes Organ auf ein Nervengeflecht drückt, das dann den Sympathikus eine Salve Nervenreize abfeuern lässt. Ist nur so eine Vorstellung. Im übrigen wird, wenn man sich nach vorne links vorbeugt, auch das Herz ziemlich eingeengt, da die Rippen zusammengedrückt werden.

Auch Vitamin C stabilisiert, soweit ich mich erinnere, die Mastzellen. Also Zink und Vit C ist eine gute Kombination. Ich probiere das sofort aus und hoffe, dass es nicht das Blutverdünnungsmittel (Warfarin) beeinflusst. Gut der Tip, es in viel Wasser über den Tag verteilt zu trinken, da es doch sehr sauer ist! Was Jörgensen über diese Mineraltabletten sagt, klingt auch gut.

Schöne Grüße,

tAigg2er4x5


Hallo Gerhard,habe mit meiner Hausärztin über deine Vermutungen mal gesprochen und siehe da sie fand es interessant und garnicht so abwegig.Hat mir auch Zink und Magnesium empfohlen.Kenne das auch mit der Ruhe nach einer VHF Attacke,die aber leider nicht lange anhält.Wie sieht es bei dir aus wenn du auf der Herzseite liegst?Habe dann vermehrt ES,oder auch wenn ich viel lache oder lange erzähle.Völlerei beim Essen wird bei mir mit gehäuften Es und Tachykardie bestraftAchte auch darauf mich nicht verkehrt zu bücken.Tschau

MGANUKL>AxF


Herzstopern durch Magen Darm Probleme

Hallo Leute,

ich bin ganz neu hier und zum Glück auf diese Seiten gestoßen, vor 1 Jahr wollte ich mein Leben ändern-gesünder leben und habe aufgehört zu Rauchen! Habe es auch geschafft - seitdem habe ich aber immer wieder Herzstolpern, habe eine Ärzte Odysee hinter mir und bin lt. Ärzten gesund. Blutwerte ok, Herz ok, Schildrüse ok, Galle ok.....kerngesund möchte man meinen.

Aber dem kann nicht so sein, ich bin ständig überbläht, sehe aus als wäre ich im 7. Monat schwanger, Völlegefühl, starke Darmwinde und dazu kommen dann die Herzbeschwerden, extreme Extrasystohlen und sehr hoher Puls. Manchmal kommen auch Magenschmerzen hinzu.

Leider weiß ich im Augenblick nicht mehr weiter - zu welchem Arzt ich noch gehen soll - man schiebt es auf die Psyche und verschrieb mir ein "Aufhellendes" Mittel - habe die Tabletten nicht genommen.

Habe jetzt am Montag einen Termin für einen Laktosintolleranz-Test! Bin mal gespannt was dabei rauskommt. Als ich Gerhards Beitrag gelesen habe dachte ich, ich hätte das geschrieben!

Hat jemand schon eine (ER)lösung gefunden ??? ?

Liebe Grüße

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