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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

deayblixnd


Schon seit einiger Zeit lande ich immer mal wieder auf dieser Seite, wenn ich im Internet nach Symptomen, die mich plagen, google und dann hier Erfahrungsberichte lese, wo ich mir denke "Mensch, GENAU SO geht es dir auch." Das beruhigt zwar auf der einen Seite, lindert aber eben auch nicht so wirklich die Symptome.

Und da ich jetzt diesen interessanten Thread hier gefunden habe, möchte ich auch mal meine Symptomatik einfach loswerden. Wobei meine Symptome hier eigentlich schon von mehreren Personen geschildert worden sind.

Zu meiner Person: Ich bin 26, männlich und habe eigentlich nie großartige gesundheitliche Probleme gehabt. BIS zum Jahre 2004.

Da fingen quasi über Nacht meine Herzrhythmusstörungen an. Ich verspürte plötzlich Aussetzer, darauffolgende Extrasystolen und dergleichen. Ich bin total in Panik verfallen, weil ich ja nicht wusste, wo das plötzlich herkam und warum und weshalb und überhaupt. Aber das schlimmste war ja, dass ich damals zu keinem Arzt gehen konnte, weil ich aus versch. Gründen keine KV hatte. Also habe ich mich quasi mehrere Wochen/Monate damit herumgequält und irgendwann (ich weiß gar nich mehr wie) hatte sich das dann eigentlich wieder normalisiert. Allerdings habe ich während des Studiums immer mal gemerkt, dass mein Herz seltsame Sachen treibt, was mich dann irgendwann ma so genervt hat, dass ich zum Arzt gegangen bin. Der hat gleich mal Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruck bestimmen lassen. Aufgrund des Langzeit-EKGs (angeblich WPW-Syndrom, dabei bin ich nur mal schnell gerannt) wurde bei mir ne EPU durchgeführt. Nicht wirklich angenehm, aber es diente ja zur Ursachenfindung. JEdenfalls wurde mir ein gesundes Herz attestiert und seitdem habe ich eigentlich erstmal damit abgeschlossen gehabt. Gelegentliche leichte Störungen habe ich zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter darüber nachgedacht.

Das ging dann bis Ende August 2008 ja alles ganz gut. Ich sitze gemütlich beim Abendessen, ahne nichts böses und PENG, macht mein Herz deutlich spürbar für ein paar Sekunden sehr absonderbare Sachen. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Keine richtigen Extrasystolen, aber auch keine Aussetzer...eher so, als ob linke und rechte Herzkammer sich entschieden haben, einfach mal getrennt voneinander zu schlagen. Ob das physisch möglich is, weiß ich jetz nich, aber vom subjektiven Empfinden her kommt es dem vllt. am nächsten. Da ich so etwas nocht nicht erlebt hatte und vor allem in der Heftigkeit wurde ich erstmal panisch und war der Auslöser für ein gewissermaßen latentes "Durchdrehen". Dazu kam dann auch noch das Gfeühl, dass das Herz einfach nicht mehr kräftig genug schlägt, was mich noch zusätzlich verunsichert hat. Bei mir ist es eben so, dass ich es beruhigend empfand, meinen Herzschlag zu spüren. Z.B. wenn ich im Bett auf dem Rücken liege und ich dann im Brustkorb merke, wie es schlägt. Das beruhigt mich. Wenn ich nicht merke, fühlt sich das erstens wie tot an (jaja, es ist ja nicht so, aber es ist für mich dann sehr unangenehm) und zweitens weiß ich dann nicht, was mein Herz überhaupt treibt. Ich brauche da also sone Art Kontrolle, geb ich ja zu.

Ich habe mir dann erstmal ne Falsche Wein anenr Tanke gekauft, um wieder runter zu kommen. Habe dann zwei Gläschen getrunken, was mich auch erstmal beruhigt hat. Achso, das Erlebnis war übrigens an einem Freitag-Abend.

Das Wochenende habe ich versucht noch einigermaßen über die Runden zu bringen. Am Sonntag war es mir dann allerdings total schwummrig zumute, als ich bei einem Freund im Treppenhaus die Treppen hinunter lief und der ganze nach Hause-weg war der totale Horror. Ich dachte, ich kipp gleich um. Gegessen hatte ich aber auch noch nix richtig. Das habe ich dann erstmal getan, danach ging es dann wieder.

Aber den Montag darauf bin ich dann erstmal zum Arzt gegangen. Der hat nen EKG schreiben lassen, Blutuntersuchung...alles normal. Die Rhythmusstörung war dann auch erstmal vergessen, vielmehr machte mir meine subjektiv schwache Herzleistung zu schaffen. Mir war nicht schwindelig oder dergleichen, aber schon merkwürdig. Ich steigerte mich also in die Sache hinein. %-| Drei Tage später bin ich dann zu meinem anderen Hausarzt und habe den nochmal belästigt. ;-D Der hat auch nen EKG geschrieben und mir gleich noch ne Überweisung für die Psychiatrie ausgeschrieben, wegen Angststörung und Hypochondrie. Bin dann auch am selben Tag noch hin und habe einen Termin vereinbart. Der war allerdings erst 5 Tage später.

Eine Woche nach dem Auftreten meiner Arrithmie habe ich einen Freund besucht und die Nacht zuvor war die Hölle. Da ich an Herzmuskelentzündung und Herzschwäche gedacht habe, habe ich letztlich auch seltsame Symptome entwickelt, die dazu hätten passen können. Ich bin also in Berlin in die Charité-Notaufnahme und habe mein Anliegen vorgebracht. Die haben auch nochmal EKG und Blut und alles gemacht, aber konnten nix finden. Allerdings haben sie mir eine Beruhigungspille gegeben. Mit der sind dann auch gleich mal die Symptome verschwunden...leider sind die Ängste dann irgendwann wiedergekommen.

Den Tag nach dem Gesprächstermin in der Psychiatrie bin ich dann auch gleich auf Station gekommen...fast auf eigenen Wunsch, da ich allein daheim vermutlich noch mehr durchgedreht hätte und zweitens wenn wirklich irgendwas is, dass dann jemand da ist.

Die haben mich auch nochmal gründlich durchgecheckt u.a. auch ein EKG. Da meinte der Arzt zu mir, Puls wäre 69 gewesen. Das hat mich gleich alarmiert, da mein Puls sonst meist recht hoch ist und bei ca. 85-95 (is aber normal bei mir). Auch während der Zeit dort sind Herzarrithmien aufgetreten...u.a. beim "Gehen". Das war auch sehr kurios. Ich hatte oft das Gefühl, dass sich der Impuls, den man beim Aufsetzen des Fußes zum Boden hat über das Bein durch den MAGEN (!) hin zum Herzen übertragen hat. Also auch hier die Magen/Herz-Therorie. Hab eh immer mal das Gefühl gehabt, auch vorher schon, dass die Rhythmusstörung von der Zwerchfellgegend ausgeht. Mitunter führte das auch zu Extrasystolen, wo ich dachte, ich müsste gleich sterben. Ging mir mal so, als ich Treppen hinauf lief...dann ein paar Schritte ging und plötzlich durchfuhr mein Herz ein sehr heftiger Schmerz, der hoch bis zum Hals ging und mir leicht schwarz vor Augen wurde. Sehr hilfreich ist sowas natürlich nicht für die Symptombewältigung, wenn immer wieder so etwas auftritt...vor allem dann, wenn es einem gerade mal gut geht und eigentlich nix is und aus heiterem Himmel...BUMM...passiert wieder sowas. Ich habe dann auch eine Gruppentherapie über 9 Woche mitgemacht und hatte den Eindruck, dass es eher NOCH schlimmer wurde. Dann steigerte sich mein Blutdruck auch noch und ja...ich fixierte mich nur noch auf die Symptome und hatte Mühe, meinen Blutdruck wieder in normale Verhältnisse zu bekommen.

Dann bekam ich eine Erkältung und hatte, nachdem das gröbste überstanden war auch wieder eine heftige Rhythmusstörung. Das passierte, als ich in völliger Ruhe war und auf eine Sache konzentriert war, dann kurz mal woanders hingeschaut habe bzw. an was anderes gedacht und da waren sie wieder...die Herzkammern, die unterschiedlich schlagen...diesmal vllt. 10 Sekunden lang, verbunden mit Schmerzen. Sehr ekelhaft! Wenn sowas passiert, bin ich dann immer wie gelähmt und kann mich auf nix anderes mehr konzentrieren. In der Woche vor Weihnachten eskalierte es allerdings mit meinen Rhythmusstörungen. Ic hgebe zu, dass ich in der Woche eh recht viel Stress hatte, aber man kann es immer schlecht unterscheiden, was is psychisch und was is wirklich organisch.

Jedenfalls bemerkte ich auf dem Ergometer (anhand des Pulsmessers), dass mein Puls, der sonst immer regelmäßig +-3 auf demselben WErt blieb öfter mal so kleine Absacker hatte, dann kurz anstieg und sich wieder normalisierte. 2 Tage später bemerkte ich dann noch arrithmische Schlagabfolgen wie etwa 12.......34......56, anstatt 1...2...3...4...5...6 oder es ging völlig durcheinander. Dann bemerkte ich daheim (abends) auch Pulsaussetzer, was mich dann total unsicher machte. Ich habe die Therapie dann auch abgebrochen bzw. bin gegangen worden. ;-) Das war für mich nur noch Stress pur.

Und jetzt habe ich immer noch mit merkwürdigen Symptomen zu kämpfen. Mein Herz merk ich nun fast gar nicht mehr, ich hab immer mal wieder mehrmals in der Stunde so kleine Pulsabsacker, wenn der Wert (im Liegen oder Stehen oder Gehen) von bspw. 90 auf 80 absackt, sich dann wieder erholt, hin und wieder die arrithmische Schlagabfolge bei Belastung, die Extrasystolen und die Aussetzer, die auch mal ein paar Sekunden dauern können. Tja...da fragt man sich nun, was davon ist jetzt rein psychisch bedingt und was ist ernst zu nehmen? Momentan kreisen da die Gedanken um Elektrolytstörung aufgrund von Nebennierenfunktionsstörung, Borrlien, EBV und Verursachung durch Rückenprobleme.

Hinzu kommt manchmal auch, dass ich nachts immer kurz hochschrecke bzw. der Körper so einen Impuls abgibt, weil er sonst denkt, er stirbt, oder die Atmung aussetzt etc.

So ja, soviel zu meiner Geschichte...

Sorry, dass es SO extrem lang geworden ist, aber ich wollts nur mal loswerden. ;-)

AlnOet{te85


Ich habe gerade diesen Faden entdeckt und poste hiern nochmal in kurz meine Symptome, in der Hoffnung dass einer von euch offenbar gut informierten Leuten etwas dazu sagen kann: Das Herz schlägt morgends nach dem Auststehen mit normaler Geschwindikeit (etwa 65), wird dann im Laufe des Tages, während ich am Schreibtisch sitze und lerne, meist etwas schneller (ca 85). Und jetzt kommt's: Wenn ich Sport mache oder auch nur einen längeren Spaziergang habe ich zwar währendessen keine Beschwerden und direkt danach geht der Puls auch wieder Richtung 85.

Aber etwa 30 Minuten nach der Belastung geht die Herzfrequenz auf bis zu 120 in die Höhe und mein Messgerät zeigt Arrythmien. Gleichzeitig bin ich sehr nervös.

Wißt ihr vielleicht ob das ein bekanntes Krankheitsbild ist ? Oder hat jemand ähnliche Symptome ?

w~ienYer200x8


@ dayblind:

du bist gesund. genauer als eine EPU kann man eigentlich nicht nachsehen.

als ich Treppen hinauf lief...dann ein paar Schritte ging und plötzlich durchfuhr mein Herz ein sehr heftiger Schmerz, der hoch bis zum Hals ging

sozusagen eine "klassische" extrasystole. von der belastung in die ruhe -> extrasystole -> pause, herz füllt sich mit blut -> darauf folgender herzschlag schmerzt, weil es mehr kraft braucht, um das blut weiterzupumpen.

bemerkte ich dann noch arrithmische Schlagabfolgen wie etwa 12.......34......56

[[http://www.pflegewiki.de/wiki/Bigeminus]]

und bevor du beim lesen dieses artikels in totale panik verfällst: mach dir keine sorgen. auch das ist bei herzgesunden ungefährlich.

dass ich nachts immer kurz hochschrecke bzw. der Körper so einen Impuls abgibt, weil er sonst denkt, er stirbt, oder die Atmung aussetzt etc

rein psychisch.

ich würde an deiner stelle langsam mal aufhören, nach ursachen zu suchen. bei der vielzahl an untersuchungen, die du mittlerweile hinter dir hast, hätte man schon längst etwas gefunden. ich sehe auch nicht, dass medikamente verschrieben wurden, also da ist einfach nichts gefährliches.

mach sport, hör auf zu rauchen, probiers mit 2-3 bananen am tag...

m_adxes


guten Tag,

hochinteressante Darstellung von Gerhard, leider sehe ich sie heute zum ersten Mal, als ich

unter den Stichworten Glutamat und Herz googelte.

Seit mehr als 12 Jahren "leide" ich wirklich unter dem paroxysmalen Vorhofflimmern, in den

ersten Jahren ein bis 2 mal pro Jahr, seit etwa6 bis 7 Jahren viel öfter und in den letzten

3 Jahren fast monatlich.

Eine organische Herzkrankheit wurde nicht festgestellt, familiäre Prädisposition ist wahrscheinlich,

Vater und Bruder hatten beide VHF.

Bisher bin ich regelmäßig bei Einsetzen des VHF in das nächstgelegene Krankenhaus gefahren,

im Inland ebenso wie im Ausland. Elektrokardioversion war bisher nie erforderlich, da der Rhythmus

nach entsprechender medikamentöser Behandlung nach spätestens 20 Stunden wieder in Sinus

umsprang.

Seit langem hegte ich den Verdacht, daß der Magen-Darmtrakt Auslöser für VHF sein könnte. Die

Hinweise auf Roemheld-Syndrom wurden von den Ärzten - auch dem langjährig behandelnden

Kariologen im Krankenhaus - immer schnell weggewischt oder übergangen.

Die Symptomatik, die Gerhard beschreibt, die Entstehung des VHF, vorgehergehende Salven von

Extrasystolen etc., alles das ist bei mir auch gegeben. Eines noch, in nahezu jedem Falle wurde

bei mir ein grenzwertig niedriger Kaliumpegel ( um 3,6 ) festgestellt; deshalb nehme ich zur

Prophylaxe heute auch immer wieder mal eine Kalinor. Ich kann schon ab einem Kaliumwert von

4,0 mit dem Einsetzen von Extrasystolen oder VHF rechnen.

Interessant ist, daß ein Forumteilnehmer auch Spirolonacton einnimmt; das habe ich vor 2 Jahren

nach wenigen Monaten abgesetzt, wegen sehr unangenehmer Nebenwirkungen. Letztlich hat es aber

auch keinen entscheidenden Durchbruch im Kaliumhaushalt gebracht.

Glutamat steht bei mir an erster Stelle, wenn ich nach Auslösern im Lebensmittelbereich suche. Ich

esse absolut gerne und viel Wurst ( wir hatten zu Hause eine Metzgerei ), stellte gelegentlich

nach ausgiebigem Essen beim Chinesen gehäufte Symptomatik fest. Daneben wirken bei mir

sicherlich auch alle blähenden Speisen syptomverstärkend.

Im akuten Fall des VHF sind immer sehr laute Darmgeräusche zu hören. Nach dem Umspringen

in Sinus sind diese Geräusche verschwunden.

Ich nehme die hier gefundenen Beiträge dankbar zum Anlaß für weitere Recherchen.

Hans ( 60 )

G)ewrHhaNrxd


Hallo,

hier auch wieder ein paar Zeilen von mir, da ja einige interessante Denkanstöße eingegangen sind. Vielen Dank dafür.

Die Berichte von @ocraM33, @Sunwater666, @dayblind spiegeln größtenteils das wider, was ich damals auch empfunden habe, als ich noch nur durch die Aussagen der Ärzte informiert war. Das hat sich dank Internet und persönlicher Erfahrung grundlegend geändert.

Beim Lesen mancher Beiträge denke ich natürlich auch zwangsläufig an eine psychische Beteiligung beim Auslösevorgang der Beschwerden, die aber trotzdem manifest sind und nicht nur eingebildet.

Dabei werden durch Stress, Angst, Wut, Aufregung usw. bestimmte Vorgänge auf organisch-körperlicher Ebene in Gang gesetzt, wie z.B. eine Histaminausschüttung aus Mastzellen in den Blutkreislauf mit all ihren Folgeerscheinungen.

Die Frage ob eine psychische Komponente ausschlaggebend sein könnte, erfährt man am besten in den vielen Beiträgen von @Cha-Tu im gesamten Herz-Kreislauf-Forum. Hier kann auch sehr gut eingeschätzt werden kann, ob berechtigte Angst bei einem bestimmten Ereignis angebracht ist oder nicht.

@ Lindenblüte01,

Deine erstöberten Artikel im Internet sind wieder sehr interessant und regen zum Weiterdenken an. Was ist denn bei Deinem Helicobacter-Selbsttest herausgekommen. Würde mich sehr interessieren.

@ Uscha,

über Deinen kurzen Lagebericht aus der Neujahrsnacht habe ich mich besonders gefreut. Zeigt es doch, dass trotz Herzstolpern & Co. das Leben weiter geht und Freude bereitet. Ich wünsche Dir mit Deinem Sprössling und natürlich der übrigen Familie alles Gute.

@ warpantrieb,

vielen Dank für Deinen Bericht über ähnliche Erfahrungen in punkto Ernährung, wie ich sie auch gemacht habe. Du kannst froh sein, dass Dein Arzt nicht nur abwinkt und Deine Empfindungen als absurd vom Tisch fegt, denn ganz ohne Mediziner kommen wir mit unseren Theorien hier leider auch nicht voran.

@ mades,

auch vielen Dank für Deinen Beitrag, der, so glaube ich ein echter Volltreffer war.

Wir finden bestimmt viel mehr gemeinsame Nenner bei der Auslösung von Vorhofflimmern, als Du erstmal geschrieben hast.

Den Kaliumwert werde ich auch mal näher unter die Lupe nehmen, denn er hat bei mir schon mal einer Rolle bei Bigeminusattacken gespielt.

Soviel erstmal auf die Schnelle.

Tschau *:)

kamicIhl


an Dayblind:

Was du beschreibst sind exakt die Symptome von VHF.

Immer NACH den Anstrengungen/Aktionen/Erkältung, dann in Ruhe kommt VHF. Dabei sind Vorhof und Herzkammer nicht im Takt. Das ist wie wenn zwei Glocken die ungleich schwingen und eben ab und zu zusammenschlagen. Das fühlt sich an wie Hammerschläge von hinten in den linken Brustraum. Dabei empfindet man (anfänglich) Todesangst! Der Rythmus ist dann 1..2..nix..45..3..456...nix..78.......

Ich war schon bei vielen Ärzten, keiner kennt die Ursache.

Es gibt viele bekannte Gründe, die bei mir und offenbar den meisten Anderen (hier) nicht zutreffen.

Man sagt, das kommt von den Lungenvenen und man muss am Herzen was veröden (Kannst alles im Internet nachlesen (Wikipedia).

Ich vermute die Ursache wie viele Andere auch im Magen-Darm Bereich.

Ich habe dann immer einen aufgeblähten Bauch mit Krämpfen und dann gleich mal auch Durchfall.

Es hilft mir, nicht zu viel aufeinmal Essen und Trinken! Nach dem Essen/Trinken nicht niederliegen.

Wenn ichs kommen spüre dann gleich Aufstehen und spazieren gehen.

Je nach Alter solltes du Blutverdünnen (Trombosegefahr).

Ich nehme regelmäßig Betablocker (Normexor) und bei Bedarf Rythmonorma.

Besser nicht viel und vorallem unregelmäßig Alkohol.

Ein kleines offenes (interesannterweise nicht Flasche) Bier hilft mir sogar (Bauchschmerzen weg->VHF weg).

Beim Sex keine Quickies sondern sanft und genussvoll (echt kein Scherz)!

Liebe Grüße

Klaus

F/l9oki


Hallo,

ich bin neu hier und möchte meine Erfahrung mit VHF an Euch weitergeben. Ich bin 57 Jahre, männlich, 185 cm groß und wiege ca. 87 Kg. Ich habe vor 9 Jahren mit den Rauchen aufgehört. Leider hat dadurch mein Bauchumfang etwas zugenommen. Das VHF trat vor ca. 6 Jahren zum erstenmal auf. Herzstolpern hatte ich eigentlich immer mal zwischendurch soweit ich mich zurück errinnern kann. Das erstemal trat das VHF am Sonntag morgens beim Sport auf. Samstags vorher war ich auf einer Party, natürlich hatte ich auch reichlich Alkohol getrunken. Hat mir sonst nicht viel ausgemacht, aber man wird nicht jünger. Ich wusste beim ersten Mal nicht, das es sich um VHF gehandelt hatte. Symptone: Herzrasen, Kreislaufstörungen etc. Am Sonntag Nachmittag bin ich dann zum Sonntagsdienst gegangen, Einweisung ins Krankenhaus, Intensiv?. Diese Idioten.! Zum Glück hatte sich das VHF von alleine wieder eingestellt, bevor ich mit Stromstössen behandelt werden sollte. Ich konnte dann nach Hause gehen. Mein Hausarzt verschrieb mir dann Betablocker. Aber das VHF trat immer wieder auf, meistens beim Sport. Ich habe dann von meinem Hausarzt Verapramil retard verschrieben bekommen. Dieses sollte ich nehmen, wenn das VHF aufgetreten ist. Das VHF ging davon nicht direkt weg, aber es war eine deutliche Linderung zu spüren. Meinen geliebten Sport hatte ich mittlerweile aufgegen.

Das VHF trat aber trotzdem noch zwischendurch auf. Ich und mein Artzt wusste nicht warum. EKG und alles andere ist natürlich gemacht worden. Zwischendurch habe ich kein Betablocker mehr genommen sondern nur Verapramil, natürlich mit Abstimmung des Arztes. Ich war auch mal bei einem Kardiologen, ( Volltrottel). Dieser meinte, ich solle es doch mal mit anderen Tabletten versuchen, wie z.B. Tambucor. Gottseidank habe ich nicht darauf gehört. Ich habe mich dann etwas schlauer gemacht. Übers Internet bin dann fündig geworden. Irgendwo hatte es mit dem Magen und der Ernährung zu tun, das Herz ist ja gesund. Dann ging es eigentlich sehr schnell. Hatte ich VHF, fragte ich mich, was habe ich getrunken, was habe ich gegessen? Oft war es Kaffee oder eine Tiefkühlpizza. Alkohohl, besonders Rotwein, am Vortag spielte manchmal auch eine Rolle. Kaffee trinke ich überhaupt nicht mehr. Fertiggerichte lasse ich stehen. Sport treibe ich auch wieder, zweimal in der Woche. Das geht aber nur wenn ich vorher nichts esse und trinke. Tabletten nehme ich überhaupt keine mehr. Nur für den Fall, das das VHF wieder auftritt, nehme ich eine Fleceamed (Tambucor), dann ist der Spuk nach spätestens 2 Stunden wieder vorbei. Also, alles nicht so schlimm, ich weiß jetzt worann es liegt und ich kann damit leben. Ich denke auch, wenn ich meinen Bauchumfang reduzieren kann, bin vielleicht ganz beschwerdefrei, aber das ist nicht so einfach.

Gruß

a\nna-luise


Hallo,

ich bin neu im Club der Vorhofflimmerer. Eure Diskussionen habe ich mit Interesse gelesen. Besonders interessiert mich die Ursachenforschung.

Ganz kurz: ich bin herzgesund, kein Risikopatient, 58 kg bei 1,70m, sehr sportlich, niedriger Blutdruck, nie geraucht etc... und 65Jahre alt.

Meine erste Frage ist:

das VHF nach dem Mittagessen auftritt, kenne ich neuerdings. Aber angefangen hat die ganze Sache vor Jahren, wenn ich bei starker körperlicher Belastung (Bergsteiger und Kletterer) vergaß, bei Zeiten zu essen. Dann bei Zeichen von Unterzuckerung passierte es. Aus diesem Grund wurde VHF lange nicht erkannt. Ich konnte ja nur immer die Symptome beim DOC schildern, denn meistens war es wieder weg. Kennt jemand diesen Effekt, das VHF bei Belastung und leerem Bauch auftritt?

Nun tritt es leider seit Dezember fast täglich und ohne ersichtlichen Grund auf und es gab Anfälle bis zu 12 Std. lang. Dabei Herzrasen und ein Gefühl als ob jegliche Kraft aus dem Körper gezogen wird.

Betablocker Metoprolol 2x 50 mg brachte nichts, außer einen Blutdruck von 95 und 55 Puls. Jetzt nehme ich Flecainid 2x 100 mg dazu und kämpfe mit den Nebenwirkungen. ES und Herzrasen treten trotzdem auf, nur nicht in so katastrophaler Wirkung. Am meisten stört, dass man regelrecht "ausgebremst" wird. Körperliche Anstrengung erfordert große Überwindung.

Frage Nr2:

Wer hat Erfahrung mit körperlich anstrengendem Sport und den üblichen Medikamenten bei VHF? Was kann man tun, um sich die Lebensqualität zu erhalten? Laut Arzt im Herzzentrum Leipzig, könnte ich alles machen, ist nur nicht ganz so einfach bei niedrigem Puls. Der Arzt im KH Köthen hatte nur den Rat für mich, ich solle mich wie 65 Jahre benehmen...

Um meine persönlichen Ursachen zu finden, habe ich angefangen Tagebuch zu führen.

Mein Ziel ist natürlich die Medikamente zu reduzieren und "altersgerecht" Berg zu steigen :)^

Grüße an die Fangemeinde.

GYer%harxd


Hallo,

ich finde es immer wieder schön, wenn sich Betroffene selbst helfen, wie z.B. Klaus@Kmichl mit einem "offenem Bier", also mit ganz wenig Kohlensäure.

Mir geht es genau so, da es die gesamte Magengrube beruhigt und somit auch Vorhofflimmern vorbeugt. Ein Bier aus der Flasche geht bei mir absolut nicht rein und die Kohlensäure vorher rausschütteln geht ja bekanntlich auch nicht.

Natürlich möchte man nicht gern auf kulinarische und sonst liebgewordene Gewohnheiten verzichten, doch irgendwann ist das doch das kleinere Übel. Dafür kann aber oft gleich auf mehreren Ebenen profitiert werden, also gleich mit abnehmen usw..

@ Floki,

diese Erfahrung musstest auch Du machen und Du hast Dich, wie es scheint, damit abgefunden. Wenn zur Erkenntnis solche Erfahrungen mit beigetragen haben, die hier im Forum von den Betroffenen geschildert wurden, dann war unsere Mühe in den 2 Jahren doch nicht ganz umsonst. Ich hoffe es gibt noch einige mehr, die es sich zunutze machen konnten.

Aber genau wie Du es beschreibst, so kenne ich das auch von mir. Bei mir jedoch spielte am Anfang "Erbrechen nach zuviel Alkohol" eine ausschlaggebende Rolle.

Es geht in Deinem Bericht nicht klar hervor, ob Du Verapamil und Betablocker manchmal zusammen genommen hast. Das wäre aber kontraindiziert, weil der Verapamiltyp eines Calciumantagonisten nicht mit Betablockern kombinierbar ist.

Hans@mades, von Dir wären präzise Einzelheiten über den Auslösevorgang sehr interessant, damit sich Parallelen zu den eigenen Empfindungen erkennen lassen.

@ annaluise,

solche Berichte bringen mich immer besonders ins Grübeln, da man mit einem Schlag mehrere vermeintliche Übeltäter über Bord werfen möchte, weil sie einfach nicht mehr relevant sind.

Nichtraucher, kein Alkohol, kein Übergewicht, sehr sportlich…und trotzdem Vorhofflimmern…selbst manchmal bei leerem Magen.

Doch wie leer war Dein Magen oder Darm, was hattest Du wie lange vorher gegessen und welche Körperhaltung hattest Du bei der Auslösung? Passierte es beim Klettern besonders bei Bedrängung der Bauchorgane? Betrachte es mal von dieser Seite und berichte bitte darüber.

Aber Du schreibst ja wiederum, dass es auch manchmal nach dem Mittagessen losgeht und das passt wieder genau zu meiner Variante.

Jedenfalls werde ich nicht resignieren mit meiner Behauptung, dass Herzrhythmusstörungen vom Magen kommen können. Dafür sind die zusammengetragenen Indizien zu beweiskräftig.

Ob es zu guter Letzt direkt vom Magen kommt sei dahingestellt, aber mit Sicherheit aus dieser Richtung.

Wer hier angemeldet ist, kann ja über das Postfach persönliche Nachrichten verschicken.

Demnächst werde ich auch diese im Hintergrund ablaufenden Aktivitäten mal zusammenfassen und in einem Beitrag zur Diskussion stellen. Hierzu gehören auch viele interessante Schilderungen aus E-Mails.

Viele Grüße

Tschau *:)

M)oni%ka65


Was das Bier anbelangt, das ist bei mir ähnlich.

Ich habe aber auch häufig Probleme bei leerem Magen. So ähnlich wie bei meiner Vorschreiberin, ein leichter Unterzucker macht es schlimmer. Allerdings kenne ich auch die Zusammenhänge, dass ein voller Magen drückt und dadurch Extrasystolen ausgelöst werden.

a\nnaluxise


Hallo, liebe Forumteilnehmer,

zu dem "leeren" Magen ist natürlich zu sagen, dass ich früh normales Frühstück gegessen habe, kein opulentes. Dann so gegen Mittag kommt leicht die Unterzuckerung.

Interessant ist beim Klettern, dass ich den Eindruck habe, dass es "mechanische" Auslöser gibt. So kann ich drauf warten, wenn ich bei einer schwierigen Stelle sehr hoch anfassen und dann kräftig ziehen muss. Das lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Bisher wusste ich ja nicht das ich VHF habe und habe diesen Effekt immer der Tatsache zugeschrieben, dass bei einer schwierigen Stelle im Vorstieg natürlich ein bisschen Angst mitspielt. Wenn es Frühling wird werde ich auf jeden Fall wieder versuchen zu klettern und das weiter beobachten.

Noch ein weiterer Versuch, mich wieder einzukriegen: Ich bin jetzt schon 3x zu Shendo-Shiatsu gegangen. Kein billiges Vergnügen aber eine unglaubliche Entspannung wird dort erreicht. Danach geht es mir ca. 12 h super. Leider bisher nicht länger. Tatsache ist aber, dass die Zeiten meiner VHF-Anfälle mit der sog. Meridianuhr und den darin vorkommenden Energieabläufen gut korrelieren. Inzwischen kenne ich meine Stärken und Deffizite in den 5 Elementen. Ziel von Shiatsu ist, den Energiefluss im Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Ich hoffe damit weiter zu kommen, da ich von Haus aus ein sehr unruhiger und aktiver Typ bin ("hipplig", wie die Sachsen sagen_). Wer hat Erfahrung mit TCM und VHF?

Erfahrungen mit Sport und mit welchem interessieren mich außerdem brennend.

Grüße von

LzindenJblü<te x01


@ Gerhard,

hallo wollte mich auch mal wieder melden und über Ursachenforschung von meinem Herzstolpern berichten. Also ich war mir sicher es hat was mit Magen/Darm zu tun weil immer wenn ich solche

Anfälle hatte ich entweder Durchfall, Blähungen oder aber Hunger hatte. Wie schon zuvor beschrieben hatte ich den Helicobacter Pylori im Verdacht und ebenso eine Histaminintoleranz. Inzwischen habe ich einen Helicobacter Selbstest durchgeführt - negativ - und ausserdem einen DAO Test auf Histaminintoleranz durchführen lassen (IGEL Leistung) Wert 18.5, also alles in Ordnung. Jetzt bleibt mir nur noch ein WEg zum Schildrüsenspezialisten - da hab ich nächste Woche einen Termin - ich werde berichten - der TSH WErt war jedoch normal.

Also tschüss bis demnächst mal wieder *:)

Felokxi


Hallo Gerhard,

Ich hatte am Anfang nur Betablocker genommen. Das VHF kam trotzdem. Mein Hausarzt ( er ist auch Internist ) sagte mir, wenn das VHF bei mir aufgetreten ist, sollte ich sofort in seine Praxis kommen. Es war nicht so einfach, da das VHF meistens zu einer Zeit auftrat, wenn er keine Sprechstunde hatte. Irgendwann klappte es dann doch und ich bin sofort zu seiner Praxis gefahren. Ich wurde ans EKG angeschlossen und mir wurde Verapramil gespritzt. Man konnte am EKG sehen wie die Herzfrequenz deutlich nach unten ging und mir ging es schon sehr viel besser. Das VHF hatte sich aber nicht eingestellt. Der Arzt sagte mir, ich solle , wenn es sich nicht eingestellt hat, am Nachmittag wiederkommen. Am Nachmittag bin ich wieder in die Praxis gefahren. Aber kaum angekommen, hatte sich das Herz beruhigt. Der Arzt hatte mir dann Verapramil verschrieben. Diese sollte ich nur dann nehmen wenn das VHF aufgetreten ist. Darauf hin fragte ich den Artzt ob ich nicht Verapramil an Stelle des Betablockers nehmen könne. Der Arzt meinte auch, man könnte es mal versuchen, hat mir aber nicht sehr viel Hoffnung gemacht. Den Betablocker habe ich dann langsam abgesetzt und danach täglich Verapramil 120 retard eingenommen. Das VHF trat aber auch danach auf. Nur wenn es da war, habe ich 3 Verapramil eingenommen und mir ging es dann deutlich besser.

Heute nehme ich keine Tabletten mehr. Nur im Falle, wenn das VHF eingetreten ist, nehme ich eine Fleceanid. Nach ca.2 Stunden bin ich dann beschwerdefrei.

Gruß

Floki

J)onabs H.


Hallo

Ich darf mich mal wieder melden.

Ich hatte mal wieder Vorhofflattern. War im Krankenhaus und dann war eswieder gut. Nun muss ich noch Tambocor nehmen.

Zu meinen Fragen:

Habt ihr Vorhofflattern oder Vorhofflimmern?

Habt ihr schon mal was mit Tambocor probiert?

Nun haben die Ärzt geraden ich solle eine Ablation machen. Was haltet ihr von einer Ablation? Wenn es von dem magen kommt, dann hilft auch eine Ablation nicht!?

Also im Krankenhaus wurde mir noch einmal deutlich gemacht dass es nicht schlimm ist, sollte der Puls nicht zu hoch werden (Betablocker)! Nur die Lebenseinschränkung :-)

Also schreibt was ihr für Erfahrungen habt.

Gruß

F]lo~ki


Hallo Jonas,

mein Arzt sagte, das bei einer Ablation die Erfolgsquote bei 100% liegt, wenn man unter Vorhofflattern leidet. Bei Vorhofflimmern ist das leider nicht so.

Gruß

Floki

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