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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

MJefjxu hat geantwortet


oh man,das tut mir leid,dass es selten ist :-(

ich hab angst,dass es eines tages bei mir soweit sein wird,dass ich es auch jeden tag so doll habe wie in den 4 tagen wo ich es zuletzt so oft hatte :-(

es gibt einfach keine garantie und es kann immer schlimmer werden,weil keiner weiß warum es da ist bzw weil es "normal" ist. das herz macht also was es will und man muss damit klarkommen. ich frag mich auch oft,was ich vor einem jahr falsch gemacht habe,dass es überhaupt dazu kam und wieso die "anfälle" immer schlimmer wurden und sich immer schlimmer anfühlten.. die ärzte sagen weil ich " in mich hineinhorche und weil ich das gefühl schon kenne" aber das kann nicht sein,weil ich auch immer mal die leichteren zwischendurch gespürt habe.

ahh man! schreib ich immer viel dazu :(

einen angenehmen nachmittag noch!!

SSchnux84 hat geantwortet


Hallöchen,

habe auch des öfteren tachykarde Attacken nach dem Essen, das könnte allerdings auch einfach an der Verlagerung der Durchblutung liegen. Wenn der GI-Trakt anfängt zu verdauen, wird dort besonders viel Blut benötigt, wodurch die Durchblutung in anderen Regionen des Körpers vorrübergehend vermindert wird. Dadurch beschleunigt sich die Frequenz um eine ausreichende Versorgung aufrecht zu erhalten. Jedoch finde ich die Überlegung von Gerhardt sehr interessant und werde mich mal weiter bei mir auf der Arbeit schlau machen. Haben genug Ärzte bei uns auf Station rumlaufen. Unglaublich was in unserem Körper alles miteinander verbunden ist oder zusammenhängt :-)

Bis dahin, und liebe Grüße

kAmic]hl hat geantwortet


@ Bella6000 und Schnu84

Das liegt daran, dass irgendetwas ganz leicht auf den Herzbeutel drückt. Das verursacht eine Art von Reizverhalten und bringt das Falss zum überlaufen. Das gilt für links liegen genauso wie für viel Essen oder nach dem Essen liegen. In den letzteren Fällen ist es der Magen der das Herzerl drückt.

Bei mir (und bei sehr vielen anderen Menschen auch, -sie wissen es nur nicht) liegt zudem ein Zwerchfellbruch vor (Zwerchfellhernie wird im Wikipedia schön erklärt).

Dadurch kann der Magen hemmungslos mit dem Herzerl kuscheln, -was das Herzerl aber nicht mag.

Gruß, Klaus

GTerJharxd hat geantwortet


@ knowbody,

vielen Dank für Deine sehr interessanten Beiträge, auf die ich aber jetzt nicht näher eingehen möchte, außer auf die an mich gerichteten Fragen.

…Um nochmal ne Frage an dich zu richten, Gerhard.

Du hattest in jungen Jahren (so wie ich jetzt?) auch öfter mal VHF nach exzessiven Gelagen?

Und es kam auch nur nach Erbrechen sagtest du.

Jetzt meine Frage, die mich speziell interessiert: Ging das VHF von alleine wieder weg?

Meine Kardioversionen sind beide ca. 8Stunden nach Eintritt des VHF geschehen.

War das zu früh? Wäre es evtl nach 1-2 Tagen von alleine wieder verschwunden? Es spricht wohl einiges dafür. Das würde mir auch sehr helfen wenn ich wüsste, dass es wohl wieder von alleine geht….

Ob, wie schnell und wie lange noch das VHF wieder von alleine gehen würde, kann Dir hier sicher niemand sagen. Mit einer jeweils frühen Kardioversion warst Du nach meiner Meinung doch erstmal auf der sicheren Seite.

Ich bekam mein erstes Vorhofflimmern nach "zuviel Alkohol mit Erbrechen" im Jahre 1974, also mit 31 Jahren und es ging innerhalb eines Tages von allein wieder weg.

Bis 1982 hatte ich dann fast jedes Jahr 2-3 solche kurze Episoden, aber eben auch nur nach Erbrechen.

Im Herbst 1983 bin ich das erste Mal damit zum Hausarzt gegangen, weil es nach 1 Woche noch nicht weg war. Da wurde mein erstes EKG geschrieben mit der Diagnose "Vorhofflimmern". Nach einer weiteren Woche sinnloser Medikation (Digitoxin usw.) bin ich dann ins Krankenhaus, wo nach weiteren 4 Wochen endlich der Sinusrhythmus mit chininhaltigen Medikamenten (Chinidin) und voll gestopft mit Psychopharmaka wiederkam.

Das ist natürlich jetzt keine gängige Praxis mehr.

Die Gefahr eines Schlaganfalls durch Vorhofflimmern kannte man damals noch nicht, also gab es auch kein blutverdünnendes Medikament…!

Heute macht man deshalb möglichst schnell eine Kardioversion, bevor sich in den Vorhöfen Blutgerinnsel bilden können oder die Gerinnung muss generell herabgesetzt werden, was aber auch seine Nachteile hat.

In den Folgejahren wurde ich beim Alkoholgenuss etwas vorsichtiger, damit es möglichst nicht zum Erbrechen kommen sollte, aber trotzdem gab es noch genügend Attacken mit und auch ohne Alkohol.

Langsam kristallisierte sich heraus, dass der Alkohol nur eine Schlüsselrolle spielt und dem Hauptübeltäter Histamin dient (…hab ich im letzten Jahr x-mal beschrieben).

@ Monika65

Hallo Monika, Du wolltest in diesem Zusammenhang noch wissen welche Biersorte viel Histamin enthält. Bei Google gibt es viele solche aussagekräftige Seiten wie z.B. diese:

[[http://www.avt-osteopathie.de/downloads/histaminintolleranz.pdf]]

Bei Getränken, Suppen, Soßen usw. wird das Histamin viel schneller in den Blutkreislauf aufgenommen als bei fester Nahrung, da das Histamin schon in der Flüssigkeit gelöst ist, und mit ihr dann fast nur direkt über den Blutkreislauf - Nieren den Körper wieder verlassen kann.

Alkohol hemmt zudem noch den Histaminabbau und öffnet die Flüssigkeits-Darm-Blutschranke, sodass bei einer Zechtour die verkonsumierten Mengen von Flüssigkeit am Ende schon eine Menge Histamin zurücklassen. Dies mag der Grund sein, dass man beim Trinken immer mehr Durst bekommt. Dabei versucht der Körper den Alkohol und das Histamin durch Verdünnung und Ausscheidung wieder los zu werden.

@ supergroby1

Hallo Uwe, wahrscheinlich hattest Du hier in diesem Faden nur die erste Seite vom Januar 2007 gefunden, als Du Deinen Beitrag geschrieben hast. Beim Klicken durch die 32 Seiten bist Du bestimmt auf noch mehr Symptome gestoßen, die wir gemeinsam haben.

Schokolade, die Du nicht verträgst, greift jedenfalls schon mal auch negativ in den Histaminhaushalt ein und so gibt es sicher noch mehr.

Ein paar Einzelheiten über Deine Beschwerden und Beobachtungen wären bestimmt interessant. (hier oder per Mail an mich).

@ MarcoG

Hallo Marco, ich weiß nicht so recht was ich Dir antworten soll ohne Deiner unbegründeten Angst noch mehr Nahrung zu geben. Bella und Monika haben ja schon versucht Dich zu beruhigen. Ich bekomme genau wie Du auch Extrasystolen von einem Glas Cola und wenn ich Pech habe schaukelt sich das bei mir sogar bis zum Vorhofflimmern hoch. Direkte Angst habe ich davor jedoch nicht - weil man deswegen ja nicht stirbt.

Ich habe gelernt mich darauf einzustellen und eine sehr hilfreiche Vermeidungsstrategie entwickelt. Leider erscheinen meine Erfahrungen den meisten Betroffenen als zu absurd und sind wegen der Scheu vor persönlichen Einschränkungen nicht mal einen Versuch wert.

Auf alle Fälle wäre eine probehalber histaminarme Ernährung ohne "Risiken und Nebenwirkungen" und sie kann bei Therapieversagung genau so risikolos wieder abgebrochen werden.

Angst, Aufregung und Stress sind nun mal Histaminlocker - doch Du brauchst Erfolgserlebnisse, denn das sind Histaminblocker und die bekommst Du möglicherweise schon mit so einer einfachen Nahrungsumstellung.

@ Mefju,

auch Du solltest diese Möglichkeit mit ins Kalkül ziehen, denn wie man sieht kann Dich mit Worten niemand beruhigen. Ob es nun hier im Faden @Bella6000 mit ihrer beruhigenden Art ist, ob es @Monika65 nun auch in Deinem eigenen Faden ist, ja selbst die Ärzte können Dich nach gründlichen Untersuchungen nicht überzeugen, dass es höchstwahrscheinlich "nur" harmlose Extrasystolen sind.

@ Schnu84,

ein kleiner Hoffnungsschimmer für mich ist, dass Du meine Überlegungen wenigstens erstmal interessant findest und Du eventuell auch mal die Möglichkeit hättest, mit Stationsärzten darüber zu sprechen.

So ein Gespräch wäre doch mal eine neue Dimension, denn hier hatten wir leider noch keinen Arztkontakt. Ich bin sehr gespannt…

Viele Grüße an Alle

Tschau *:)

kinCowb odxy hat geantwortet


@ Gerhard

Vielen Dank für die Antwort und vor allem danke, dass du mich an deinen Erfahrungen Teilhaben lässt.

Ich kann sonst mit niemanden darüber reden, jedenfalls nicht mit Gleichaltrigen...

Die haben das alle nicht und die wenigen, die es haben/hatten haben es wahrscheinlich nicht bemerkt....

Von daher sind mir deine Aussagen schon sehr wichtig weil du einen echt seriösen Eindruck machst von der Schreibe her. :-)

Bei mir hat sich auch einiges getan in letzter Zeit.

Ich war bei einem Blutgerinnungsspezialisten, da ich ja, wie schon gesagt, letztes Jahr bei der Mandelentfernung mehrmals fast verblutet bin...

Das ist einerseits schlecht aber in Bezug aufs Vorhofflimmern vllt eher förderlich. Ich habe jetzt nachgewiesenerweise eine waschechte Blutgerinnungsstörung und darf nie mehr ohne genauste Abklärung der Tatsachen Aspirin o.Ä nehmen.

Bedeutet für mich, dass auch eine Thrombose oder solche Sachen eher in den Hintergrund rücken. Auch die Schlaganfallgefahr beim VHF ist damit nicht mehr gegeben. Da freu ich mich sehr drüber.

Auch hab ich nochmal nem Arzt den Krankenhausbericht von vor fast drei Jahren aufn Tisch gelegt und der sagte mir, dass die Herzmuskelentzündung damals weit mehr als nur ein bisschen war...(max. Auswurfleistung des Herzens lag noch bei knapp 50%)...

Jetzt weiss ich auch wo das verdammte VHF herkam...War nämlich keine drei Monate später das erste mal. Das nächste mal wars dann ein halbes Jahr später... Jetzt seit fast genau einem Jahr nix mehr. Auch die Extrasystolen sind immer weniger geworden...

Der Doc erklärte mir, dass auch ein gesundes Herz jahrelang brauchen kann bis die elektrischen Feinheiten wieder ganz hergestellt sind. Auch wenn, wie bei mir, keine Narbe auf dem Herzmuskel zurückgeblieben ist...

Ich rechne also damit, dass alles wieder gut wird/ist...

Plell.e1 hat geantwortet


Ich leide seit Jahren (wie lange genau habe ich mir nie gemerkt) an diesem Stolpern bis zum Vorhofflimmern. Letzteres dauert dann bis zu 8 Stunden.

Ich habe gelernt damit umzugehen und mache mich nun nicht so fertig, da ich weiß das es nicht so gefährlich ist. Ein Kardiologe nahm mir bei einer Ultraschalluntersuchung die Angst.

Trotzdem frage ich mich natürlich lange nach der Ursache und nun lese ich das alles hier.

Ich muß sagen, das meiste trifft auch auf mich zu.

Wenn ich mich mit vollem Magen nach vorn beuge, um was aufzuheben, kann ich davon ausgehen das mein Herz stolpert und es sich dann im ungünstigen Fall "hochschaukelt".

Seit einigen Monaten habe ich das wieder sehr verstärkt und nun erkenne ich den Zusammenhang auch.

Ich wog bei einer Größe von 176cm 75 Kilo, also nun nicht sooo schlimm, aber bei mir verteilte sich das Fett nicht im ganzen Körper, ich trug es schön um den Bauch herum. Seit Anfang Dezember nehme ich ab, da mich dieses Bauchfett störte. Seitdem leide ich aber noch mehr am Stolpern meines Herzens. Ich mache viel mehr Sport, Alkohol getrunken und geraucht habe ich vorher schon nicht, esse jetzt aber viel "gesünder". Das heißt, überwiegend Obst und Gemüse, welches nunmal bläht.

Mit meinem Magen und Darm habe ich mit diesem ganzen Gemüse viel mehr Probleme als mit dem fettigen, ungesunden Essen. Und mein Herz macht mir seitdem auch viel mehr Probleme. Ich habe zwar ordentlich an Bauchumfang verloren und der ist nun bei 63 Kilo fast flach, aber im Bauch geht der Punk ab und somit auch mehr bei meinem Herzen.

Da ich mich trotzdem weiter gesund ernähren möchte, da ich nicht wieder zunehmen will, muß ich jetzt wirklich nach für mich geeigneten Gemüsesorten suchen. Leider vertrage ich da im rohen Zustand so gut wie nichts.

Was bei mir auch stolpern auslöst sind Bässe. Bei jedem Rockkonzert in der ersten Reihe in nähe der Boxen habe ich dieses Stolpern, was ich dann ignoriere. Zum Glück hat sich mein Herz sofort immer wieder eingekriegt.

Das sind meine Erfahrungen und ich kann nur zustimmen. Ich denke auch das der Reiz auf den Vagus Nerv auslöser für die Rhytmusstörungen ist.

LG Silke

kEmic|hxl hat geantwortet


@ Pelle1

Viele Menschen haben eine Fructosemalabsobtion. Das ist nicht einmal eine richtige Krankheit, -das ist halt so.

Fruchtzucker wird dabei nicht von den Enzymen zerlegt, sondern bleibt als Nahrung für Bakterien die damit Wasserstoff produzieren übrig. Im Normalfall ist das Nebensächlich, -nur bei Menschen die sich plötzlich gesund! ernähren wollen nimmt das dannn überhand. Versuch einmal dem Fruchtzucker auszuweichen und bleib beim Gemüse.

LG Klaus

P9e-lled1 hat geantwortet


@ kmichl

Ja, daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Stimmt natürlich, ich esse auch sehr viel Obst. Bevorzugt Orangen, Kiwis, Äpfel, Grapefruits,

ich reduziere das Obst und konzentriere mich mehr auf das Gemüse. Ein Versuch ist es Wert.

Danke dir für diese Idee @:)

LG Silke

TXheal9oreTexn hat geantwortet


Hallo und Guten Morgen,

erstmal respekt für diese auführlichen Beobachtungen und Berichte. War sehr spannend und aufschlussreich.

Also ich bin 25 und mein Herz, rein als Organ gesehen, ist für mich seit über 10 Jahren auch immer wieder Thema.

Habe Extraschläge, Stolpern, Aussetzer die mich schon hab wahnsinnig gemacht haben.

Kurzzeit EKG sowie Langzeit EKG führten aber keine medizinischen Erkenntnisse zu Tage.

Komischerweise habe ich solche "Herzensangelegenheiten" aber noch nicht mit meiner Ernährung in Zusammenhang bringen können. Es gab Zeiten schlechter aber guter Ernährung aber das Herzverhalten war stetig das gleiche.

Allerdings habe ich auch herausgefunden wie ich es povoziere und wie ich das "abstellen" kann. Bei mir hat es manchmal etwas mit Anstrengung oder Aufregegung zu tun, wenn es von alleine passiert. Provozieren kann ich es wenn ich den Kreislauf belaste und den Kopf und die Arme unterhalb der Hüfte bewege. Selbiges auch, damit was wieder aufhört, bis zu 5 Minuten lang. Den Wechsel von falsch zu richtig ist deutlich zu spüren!

In letzter Zeit ist es wieder schlimmer geworden, weshalb ich auf den Faden gestoßen bin...

Gderhaarxd hat geantwortet


Hallo,

vielen Dank für Eure interessanten Zeilen vom März und bitte verzeiht mir, dass ich mich jetzt erst dazu äußere. Ich hatte aber auch partout über nichts Neues zu berichten, mit dem ich es hätte verbinden können.

Dabei habe ich in Euren Berichten durchaus wichtige und auch neue Erkenntnisse gefunden, die uns weiterhelfen könnten.

Wenn Silke@Pelle1 bei jedem Rockkonzert in der Nähe der Bass-Boxen Herzstolpern bekommt, so haben wir schon allerhand gemeinsam, denn ich habe ja auch schon oft über dieses Phänomen berichtet. Allerdings entwickelte es sich bei mir auf Volksfesten bei lauter Musik schon einige Male bis zum ausgewachsenen Vorhofflimmern.

Auch die ganze Problematik mit dem Verzehr von Obst und Gemüse und der Auslösung von Extrasystolen dabei, kenne ich zur Genüge. Besonders bei bestimmten Bewegungen, wie z.B. beim nach vorn Beugen, fängt mein Herz ebenfalls oft an zu spinnen.

Das ist bei @Thealoreen nicht anders, aber was sie dabei noch beobachtet hat, ist ja äußerst interessant. Beim bis zu 5 Minuten langen, absichtlichen nach vorn Beugen mit Bewegungen des Kopfes und der Arme im Niveau unterhalb der Hüfte, kann sie den Spuk auch wieder beenden.

Vorhofflimmern wurde bei mir immer von einer Sekunde auf die andere ausgelöst und ist fast immer genau so spontan von selbst wieder in Sinusrhythmus umgesprungen, auch im Zusammenhang mit solchen Bewegungen.

Was ist von einer Sekunde zur anderen anders im Körper?

Ich denke, dass Extrasystolen, Aussetzer und Vorhofflimmern bei mir bestimmt gleiche Ursachen haben.

Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass eine Histaminintoleranz diese Reaktionen begünstigt. Mit dieser Theorie erwarte ich aber weiterhin wenig Zustimmung von denen, die meine Beiträge lesen, falls sie überhaupt gelesen werden.

Ich bin auch ein bisschen schreibfaul geworden, was mir diejenigen, die ihre Meinung hier auch äußern, verzeihen mögen. Es ist aber keinesfalls ein Ausdruck von Resignation…im Gegenteil, ich bin mehr denn je von der Richtigkeit überzeugt. Aber das Thema ist für so einen Forumsfaden doch ein bisschen zu komplex, vor Allem um es hier zu erklären.

Viele Grüße und alles Gute

Tschau *:)

edifelImoxps hat geantwortet


*:) Hallo,

ich sehe gerade, da ich Gerhard erwähnte, daß ich meinen Beitrag besser hierher gestellt hätte. Aber das läßt sich ja noch nachholen.

Vorhofflimmern nach über zehn Jahren verschwunden

Habe mich in Sachen Vorhofflimmern (VHF) und Tambocor hier umgeschaut. Bemerkenswert fand ich den Beitrag von Gerhard hinsichtlich seiner Beobachtungen Magen und Darm betreffend.

Vor über zehn Jahren hatte ich mein erstes VHF, nicht lange – ca. 15 Min. – wie ein Schalter: an und wieder aus. Zuvor hatte ich vier halbe, dick belegte Mettbrötchen verspeist. Später kam das VHF öfter (4 – 6mal im Jahr, meist nachts), und es wurde länger. Im Nov. 2001 dauerte ein VHF über 12 Stunden, am Tag darauf folgte ein Schlaganfall, glücklicherweise ohne ernsthafte Folgen. Lediglich eine nach Monaten rückläufige Sprachstörung trat auf. Die Uniklinik Bonn verordnete dauerhaft Macumar.

Im Zuge eines Macumar-Selbstmanagement-Kursus kam ich zu einem Internisten, der mir statt Notarzt/Krankenhaus beim VHF-Anfall zwei Novodigal empfahl, was lange Zeit auch half. Das Herz fand nach allerdings zunehmend längerer Zeit zu seinem Rhythmus zurück. Das VHF kam aber immer wieder und dauerte auch immer länger. Ab Ende 2008 verordnete man mir täglich eine Novodigal und zwei Isoptin mite.

Trotzdem nahmen die VHF-Anfälle zu, bis zu viermal in der Woche, jeweils mit anfänglichem Wasserlassen alle 15 Minuten innerhalb von drei bis vier Stunden. Anschließend war ich total fertig – eine verlorene Woche! Deshalb wurde statt Isoptin nun Tambocor (2 x 50 mg) verordnet. Ein anderer Internist ersetzte Novodigal durch Digitoxin. Beim VHF sollte ich zusätzliche 50 mg Tambocor schlucken. Auch ein viertel Betablocker wurde für notwendig erachtet. Er empfahl eine Katheterablation, deren Erfolg allerdings nicht sicher sei. Ich lehnte ab!

Extra-Systolen hatte ich seit Jahren recht dauerhaft jeweils nach ca. fünf bis acht Schlägen, verbunden mit einem Aussetzer.

Ich ernährte mich zu dieser Zeit möglichst mediterran (Obst, Gemüse und Olivenöl), aß aber auch viel Quark und Käse (soll angeblich sehr gesund sein). Aber gerade nach dem Verzehr von reichlich Kuhmilchprodukten, besonders am Abend, meldete sich in der späten Nacht oft das VHF. Dieser Zusammenhang war mir eigentlich seit längerer Zeit aufgefallen. Also machte ich mich in Sachen Kuh-Milch/Milchprodukte in dem ziemlich spärlichen Schrifttum kundig. Schließlich ist Kuhmilch das goldene Kalb der Zivilisation und unantastbar, obwohl deren Abfallprodukt (Molke incl. Laktose) ein riesiges Umweltproblem darstellt. So wird die Molke eingedampft und als Pulver in vielen industriellen Nahrungsmitteln über die Därme der Menschen unter Inkaufnahme gesundheitlicher Risiken entsorgt.

Unter Tambocor/Digitoxin hatte ich den Eindruck, mein Herz würde durch einen "Bulldozer" vorwärts getrieben. Nach wenigen Tagen kam wieder eine VHF-Attacke, heftiger denn je. Die zusätzliche halbe Tambocor-Tablette beendet das "böse Spiel" nach ca. 15 Minuten.

Nach der Kuhmilch-Lektüre beschloß ich am 10.04.2009 Tambocor wegzulassen und gleichzeitig auf Kuhmilch/Milchprodukte zu verzichten. Auch Digitoxin und den viertel Betablocker (Nebilet) ließ ich ein paar Tage später weg. Letzterer hatte wie auch früher schon, meinen Puls um ca. zehn Schläge vermindert (auf 45 – 50).

Was ich nach meinen "Milchstudien" erhofft hatte, wurde tatsächlich binnen weniger Tage wahr:

Das VHF trat bisher nicht mehr auf und meine Extra-Systolen verschwanden. Mein Herz schlägt jetzt absolut regelmäßig. Und noch ein erfreulicher und ganz wichtiger Aspekt:

mein ständiger Appetit/Heißhunger, der allen Diäten mit dem Yo-Yo-Effekt widerstand, ist weg und das Gewicht reduziert sich sanft. Bei "in besten Zeiten" 168 kg Lebendgewicht ist das sehr nützlich. Positive Wirkungen auf Hochdruck und Altersdiabetes habe allerdings noch nicht bemerkt. Einen Test auf Laktose- und Glutenempfindlichkeit werde ich noch veranlassen.

In meinem Fall hat sich offenbar ein altes Sprichwort bewahrheitet:

Der Mensch ist was er ißt.

Und ein bekannter Mediziner (Dr. M. O. Bruker, 1909 – 2001) schreibt in einem seiner zahlreichen Bücher, daß man nichts essen oder trinken solle, wofür Werbung gemacht wird.

Vielleicht ist ja ein Betroffener mit vergleichbaren Problemen, wie ich sie hatte, mutig genug, um diesen Selbstversuch durchzuführen – zunächst nur der Verzicht auf Milch/Milchprodukte – und über das Ergebnis zu berichten, um womöglich auch anderen Leidenden zu helfen. Der Versuch ist ja harmlos und erspart zudem Geld, das man für die letztlich gar nicht so gesunden Milchprodukte (artfremdes Eiweiß, das durch die Milchindustrie mehrfach denaturiert und "vermurkst" wird) ausgeben würde.

Noch eine provokante Frage: Warum trinken wir statt der ausschließlich für Kälber adaptierten Kuhmilch eigentlich keine Frauenmilch – gleich von der Brust weg ;-D ?

Frauenmilch ist eigentlich auch nur für den Säugling gedacht, wäre aber von den Inhaltsstoffen allemal besser dem Menschen angepaßt, als Kuhmilch oder jede andere tierische Milch.

k$now>bodxy hat geantwortet


@ Eifelmops,

darf ich fragen wie alt du heute bist und wann es anfing dir aufzufallen, dass etwas nicht stimmt am Herzrhytmus?

Ich habe auch echt einige Selbstversuche durch, welche man weiter oben nachlesen kann.

@ Gerhard,

du bist hier quasi Initiator und Mentor für die meisten hier, auch für mich, aber diese Histaminintoleranz scheint mir immer noch sehr suspekt.

Ein Freund von mir hat eine richtige, nachgewiesene Histaminintoleranz.

Wenn er Lebensmittel zu sich nimmt, welche reichlich Histamin enthalten reagiert er wie ein Allergiker bzw Astmatiker --> er bekommt keine Luft mehr. Aber von Herzrhytmusstörungen hat er noch nichts erzählt.

Eine Histaminintoleranz lässt sich doch einwandfrei nachweisen oder?

Meine persönliche Geschichte mit dem Vorhofflimmern hat nun mittlerweile einen "Schluss" gefunden, denke ich. Nach einigen Untersuchungen etc und Recherche/Selbstversuchen behaupte ich nun, dass mein Herz einige kleine(im EKG nicht sichtbare) Narben hat weil ich vor 3 Jahren eine(wie ich nun aufgrund des EKG´s und dem Schluckecho, welches mir ein Arzt unlängst mal genauer erläuterte) sehr heftige virale Herzmuskelentzündung aufgrund einer verschleppten Viruserkrankung. Diese hat mich dann auch fast das Leben gekostet.

Der Arzt erklärte mir, dass ich das Herzstolpern u auch das zweimalig aufgetretene Vorhofflimmern wohl dieser Herzmuskelentzündung zu verdanken habe.

Es ist nicht weiter schlimm da mein Herz mindestens noch so Gesund ist, dass im EKG nix sichtbar wird und das Belastungs-EKG auch noch 200 Watt hergibt. Auch kann sich das zerstörte Gewebe im Laufe meines Lebens auch wieder regenerieren oder auch so bleiben.

Auf alle Fälle kenne ich meine Grenzen und MAGNESIUM ist ein Zaubermittel für mich, wenn ich Magnesium einnehmen, kann ich mich noch so hässlich betrinken(Vorhofflimmern provokationsversuch) und es passiert nix, ich habe zwar dann am sehr frühen morgen nen Puls von 120 aber wer hat das nicht wenn er unendlich verkatert ist. Ich nehme dann nochmal ne Magnesiumpille und dann verschwindet sogar der hohe Puls nach 1-2 Stunden.

Keine Ahnung ob es jemanden interessiert aber da hier alle von und mit den Erfahrungen der anderen leben wollte ich es nicht vorenthalten.

alles Gute an alle Mitleidenden. :-)

eCifelBmopos hat geantwortet


Hallo knowbody,

bin hier ziemlich neu und habe erst einige Beträge gelesen. Wenn ich nicht irre sind über 470 :-o

Nun, ich bin nicht mehr so ganz taufrisch und zähle 66 Lenze. Vor gut zehn Jahren bemerkte ich das erste Mal dieses Vorhofflimmern, dessen Name ich damals natürlich noch nicht kannte.

Später, nach dem Schlaganfall bekam ich auch ein Kalium-Magnesium-Präparat. Da ich Diuretika (Entwässerungsmittel) gegen Hochdruck nehme, wird viel an Mineralien ausgeschwemmt. Fehlendes Kalium kann ebenfalls Vorhofflimmern (VHF) begünstigen. Kalium ist bei mir trotz Tabletten immer an der unteren Grenze.

Die ersten drei Monate in diesem Jahr waren für mich der reinste Horror. Immer die Angst, wann das nächste VHF beginnt. Ich wagte mich schon nicht mehr aus dem Haus, da ich nach Flimmerbeginn so an die vier Liter Wasser verliere, und das im Viertelstundenrhytmus. Ist mir mal nahe Frankfurt/M. auf der Autobahn passiert. Stand dann drei Stunden auf einem Parkplatz. Im Winter wäre das dann recht fatal, steigt doch bei Kälte auch noch der Blutdruck.

So bin ich richtig glücklich, daß ich den VHF-Sch.... und die endlosen Extra-Systolen dank Verzicht auf Milch/Milchprodukte bislang (jetzt schon vier Wochen) hinter mir lassen konnte und ich mich zunehmend wohler fühle. Ich habe sogar schon einige körperlich Arbeiten ausführen können (z.B. kleinere Bäume fällen), die noch im letzten Spätherbst unweigerlich zu VHF in der folgenden Nacht geführt hatten. Gelegentlich mal ein Brot mit Bio-Sauerrahm-Butter (nicht die "mild gesäuerte" Butter) oder etwas Bio-Sahne in den Tee habe ich bislang auch vertragen, offenbar, weil der artfremde Eiweißanteil bei diesen Produkten äußerst gering ist.

Weiterhin alles Gute

Gperh{axrd hat geantwortet


@ eifelmops

Wer Vorhofflimmern kennt, wird deine geschilderten ersten Attacken, mit Ausnahme des dadurch aufgetretenen Schlaganfalls, als wohlbekannt empfinden. Auch Extrasystolen und Aussetzer gehören dazu, haben sie doch nach meiner Meinung die gleichen Ursachen.

Deine verkündete "wundersame Heilung", durch einfaches Weglassen von Milchprodukten aus der Nahrung, sehe ich allerdings mit etwas anderen Augen.

Milch generell zu verbannen, ist nach meinen persönlichen Austestungen über die Verträglichkeit dieser umfangreichen Produktpalette nicht nötig. Ich meine man muss nur wissen was Probleme bereitet und was nicht.

Kritisch sind sicher nur bestimmte Inhaltstoffe z.B. Molkepulver und Eiweißpulver in Milchmischerzeugnissen, die wie du schon schreibst in großen Mengen über die Lebensmittelindustrie "entsorgt" werden. Frische Milch, frischer Quark oder Frischkäse tun mir beispielsweise überhaupt nichts, aber bei Schlagsahne im Tetrapack und vielen, vielen anderen Mischmascherzeugnissen geht die Post ab. Auch bei Butter und Käse gibt es große Unterschiede.

Umstritten ist das generelle Homogenisieren von Milch, was möglicherweise die Fetttröpfchen so klein macht, dass ein leichterer Übertritt durch die Darmschleimhaut in das Blut möglich wird und allergische Reaktionen auslösen könnte.

Und um wieder bei meinem Lieblingsthema HISTAMIN zu landen, hier meine Gedanken dazu.

Histamin entsteht durch gewollte oder auch nicht gewollte bakterielle Reifeprozesse in bestimmten Lebensmitteln, auch in Milch.

Milch ist ja erstmal frisch und ohne Histamin. Aus einem Teil davon werden sofort Frischmilchprodukte hergestellt. Der größere Teil muss aber nicht mehr sooo schnell verarbeitet werden, weil diese Milch am Ende ja sowieso keimfrei gemacht wird und schon beginnt ein Umwandlungsprozess durch Bakterien. Aus dem Milchbestandteil Histidin wird Histamin, besonders bei der Käseherstellung.

Beim Verderben von Lebensmitteln bzw. bei langer Lagerung oder Fermentierung ist sehr oft diese Umwandlung gegeben.

@ knowbody

Du zweifelst daran, dass Histamin der Auslöser unserer Beschwerden sein könnte…

Ich denke zu einer Histaminintoleranz gehört nicht nur das feuerrote Gesicht und der juckende Ausschlag am ganzen Körper, sondern der größere Teil der Beschwerden spielt sich im Verborgenen ab, z.B. im Verdauungstrakt, in der Lunge, in den Blutgefäßen und eben wahrscheinlich auch im Herzen.

Auch diese Organe haben Oberflächen die allergisch gereizt sein können, nur das sieht man leider nicht. (Schleimhäute, Bronchien, Innenwände, Vorhöfe)

Aber das sind teilweise noch Vermutungen und werden es noch lange bleiben, da sich die Wissenschaft sehr zurückhält, in dieses Wespennest zu stechen.

Doch Google ist voll davon: [[http://www.google.de/search?hl=de&q=histaminintoleranz&meta=&aq=2&oq=His]]

Tschau *:)

e[isfeFlhmopxs hat geantwortet


@ Gerhard

Dem Buch der Maria Rollinger "Milch lieber nicht" (S. 295) entnehme ich, daß die meisten Menschen über Enzyme verfügen, die die biogenen Amine im Darm abbauen, sodass kleinere Mengen schadlos vertragen würden. Je nachdem, wie weit der Eiweißabbau fortgeschritten ist, können aber auch größere Mengen biogener Amine im Käse sein. Wird der gesunde Körper mit der Anflutung dieser Substanzen nicht mehr fertig, kommt es zu allergischen Direktimmunreaktionen, die Migräne, Magen-, Darm- und K r e i s l a u f - beschwerden verursachen und zu anaphylaktischen Schocks führen können, die in sehr seltenen Fällen sogar tödlich enden. .... usw. (dazu gibt es Fußnoten: Reinhard Jarisch - Histamin-Intoleranz, Dorothea Beutling - Biogene Amine in der Ernährung, und über Histaminose: Prof. Dr. Gerhard Kielwein - Leitfaden der Milchkunde und Milchhygiene -1994- auf Seiten 135ff.).

Ich glaube, das isses ! Bekam ich doch sehr oft nach dem abendlichen Genuß von härterem (demnach älteren Käse) in der Nacht Vorhofflimmern. Deine Theorie macht demnach Sinn !! Du solltest Dir vielleicht mal diesen Leitfaden von Prof. Kielwein besorgen. (Internet?)

Zum immer wieder thematisiertem Abnehmen:

Meine Freßgier ist nahezu tagesgleich verschwunden, nachdem ich die Milchprodukte weggelassen habe (hatte in meinen "besten" Tagen 168 kg) jetzt in ca. acht Wochen "Kuhbusensaft"-Abstinenz sind mir bereits 5 kg abhanden gekommen, ohne daß ich meine Ernährung (vorzugsweise mediterran) sonderlich geändert habe. Allerdings ist das nicht verwunderlich, werden doch viiiiele Kalorien, durch das Fehlen von Quark, Joghurt und Käse eingespart. Bio-Butter und Bio-Sahne (anderes Herstellungsverfahren) nehme ich gelegentlich.

Viele Grüße *:)

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