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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

UUlribke40


Ich bin heute durch Zufall auf dieser Seite gelandet und war erstaunt, meine Vermutungen bestätigt zu finden.dass es einen Zusammenhang Verdauungstrakt-Herzrhythmusstörung gibt.Ich kämpfe auch seit einiger Zeit mit diesem Problem, aber erklär mal einem Schulmediziner, dass du deine Rhythmusstörungen mit Pfefferminztropfen bekämpfst, der schreibt glatt ein psychiatrisches Konsil. Mir geht es genau wie Dir, Gerhard, danke für Deine Bemühungen!

G0erhba:rd


Hallo Ulrike,

genau wie Du es schreibst, so ist es aber auch. Ich bekämpfe meine Rhythmusstörungen nicht nur mit Pfefferminztropfen, sondern mit all dem, was gut für die Verdauung ist.

Ein solches psychiatrisches Konsil habe ich in meiner Krankenhausakte gefunden, als ich vor einiger Zeit mal die Gelegenheit hatte, heimlich darin zu stöbern.

Es bezog sich auf meinen Aufenthalt in der Herzklinik vor 4 Jahren. Damals hatte ich einer dortigen Assistenzärztin, im Zusammenhang mit meinen massiv auftretenden Bigeminusattacken "unterlassene Hilfeleistung" vorgeworfen.

Es war für mich offensichtlich, dass eben diese von ihr als Bagatelle abgestempelten "Extrasystolen", nur in Verbindung mit Verdauungsbeschwerden auftraten und ich bat um Vorstellung in der Gastroenterologie, was sie aber mit einem abfälligen Lächeln ablehnte. Es kam dann zwar kein Gastroenterologe, aber dafür gleich 2 Kolleginnen von der Psychiatrie, die wahrscheinlich den erwähnten Konsiliarbericht schrieben, womit die Wunschdiagnose gesichert war…

Für mich hat sich dieser Zusammenhang zwischen Herzrhythmusstörungen und Verdauungstrakt als bewiesen herauskristallisiert, nicht zuletzt dank solcher Bestätigungen wie hier von Dir.

Ich will mal ein besonderes Beispiel, etwas "abseits" vom Herzen, ein bisschen näher beleuchten.

Ich habe schon lange die Erfahrung gemacht, dass bei vermehrt auftretendem Herzstolpern, also bei Aussetzern bzw. Extrasystolen und bei der Auslösung von Vorhofflimmern, immer eine gewisse Veränderung im Stuhlverhalten zu verzeichnen war.

Dies äußerte sich in erster Linie ja erstmal in Blähungen, wie schon immer beschrieben, aber auch in negativen Veränderungen des Stuhls in Konsistenz (fest, breiig), Farbe, Säuregehalt und Geruch.

Ich will es mal einfach so dahin schreiben, wie ich es hauptsächlich gemerkt habe:

In Zeiten wo ich Herzprobleme hatte, brauchte ich nach dem Stuhlgang immer eine Toilettenbürste bei meinem Flachspül-WC. Da fiel mir auf, dass es in diesen Fällen keine Schleimanhaftungen gab, also ein Defekt der Darmschleimhaut. Den Gasblasen fällt es dann auch schwerer, sich an der Darmwand entlang ins Freie zu mogeln und da gibt es Blähungen.

War das anschaulich genug ???

Ein gesunder Darm ist aber auch erforderlich für einen funktionierenden Histaminhaushalt, ob Produktion oder Abbau.

[[http://www.wurzinger.com/neu/Publikationen/Neuer%20Ordner/Merkblatti%20Histaminintoleranz.pdf Leseprobe-Histamin]]

Viele Grüße und alles Gute.

Tschau *:)

VHi(dgxi


@ Gerhard

Wenn der Stuhl an der Kloschüssel anhaftet, könnte es sein, dass er z.B. zu fett ist, weil die Bauchspeicheldrüse zu wenig Lipasen produziert. Ich habe meine Bauchspeicheldrüsenenzyme testen lassen und sie waren zum Teil ungenügend. Daher nehme ich bei Bedarf ein Granulat, das solche Enzyme enthält. Es wirkt lipolytisch, amylolytisch und proteolytisch, kurz gesagt, es hilft Fette, Kohlenhydrate und Eiweisse abzubauen. Wenn ich dies ein paar Tage nehme, fühlt sich mein Bauch richtig gut an und ich habe auch weniger Luft im Magen. Ich brauche gar nicht so viel davon und nehme meistens nur die halbe Dosis und nur zur Hauptmahlzeit. Ganz nach Gefühl. Manchmal brauche ich wochenlang nichts.

Schöne Grüße

Avlf%i06


hallo, bin heute auf dieses forum gestoßen, habe auch mit vorhofflimmern zu tun, sehr auffällig bei mir wenn ich mich bücke. versprüre auch immer so ein druckgefühl im hals. habe viel gehört und gelesen, dass vorhofflimmern allein nicht gefährlich ist aber das man ein erhöhtes risiko für das auftreten von embolien hat. bin sehr verängstigt und ratlos. weiss jemand wann man gefährdet ist (Risikofaktoren). Eigentlich lebe ich sehr gesund trinke, rauche nicht.hoffe auf eine baldige antwort da ich sehr verunsichert bin.

k#mic=hxl


@ Alfi06

Ebenfalls hallo. Ich verstehe deine Verängstigung sehr gut. Wenn du etwas mehr über dich und deine Vorgeschichte bekanntgeben würdest, dann könnten wir dir sicher einige Tips geben.

Wirklich wissend sind wir hier ja eben nicht.

Gruß

A lfi0Q6


hi, also fang ich mal von vorne an. im juli diesen jahres wurde bei mir eine paroxysmale supraventrikuläre tachykardie festgestellt. im august wurde eine epu-untersuchung vorgenommen (Herzkatheter) dort wurde eine tachykardie ausgelöst und die entsprechende leistungsbahn verödet. dabei wurde allerdings auch ein vorhofflimmern ausgelöst. ärzte sagten dies sei nichts schlimmes. vergangene woche bekam ich 3 mal innerhalb von 5 std. herzrasen, was mir sehr viel angst machte (atemnot). daraufhin bin ich zu meiner kardiologin. diese teilte mir dann mit dass dies vorhofflimmern gewesen ist. dann gab sie mir einen info-zettel zur katheterablation von vorhofflimmern mit. dieses soll ich mir durch den kopf gehen lassen und überlegen ob ich diese untersuchung möchte. in diesen info-zettet steht, dass man bei vorhofflimmern ein erhöhtes risiko für das auftreten von embolien hat. dies hört ??? sich für mich sehr schlimm an. zur zeit nehme ich eine 1/2 tablette nebivolol ein (betablocker) und 2x2 tromcardin complex.

leider habe ich auch so ein komisches gefühl im hals (alles in der linken Halsseite)manchmal beim bücken, schlucken hab ich das gefühl als ob da etwas ausgelöst wird, was zum herzrasen führt. ??? ?? also ich weiß nicht was das sein kann und wenn man dies beim arzt erwähnt gucken die einen nur fragend an. aber ich bilde mir dies doch nicht ein. könnte dies etwas mit dem atemwegen zu tun haben? ich weiß langsam nicht mehr weider. ???

Gruß

Gze4rhaxrd


@ Alfi06,

ich habe den Eindruck, dass Deine Kardiologen jetzt viel zu schnell an eine Katheterablation denken.

Wegen dieser Tachykardie im Juli, gleich im August eine EPU vorzunehmen, finde ich schon als eine zu schnelle Entscheidung, wenn es keine anderen gravierenden Vorkommnisse bis dahin gegeben hat.

Und wenn in der letzten Woche, diese 3 Episoden im Zeitraum von 5 Stunden, auch jedes mal Vorhofflimmern waren, dann würde ich aber noch lange nicht an eine Katheterablation denken. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, also die eines Laien und ist nicht auf Dich übertragbar.

Wurde das VHF denn auch durch ein EKG nachgewiesen oder ist es nur eine Vermutung?

Verrätst Du uns noch Dein Alter ???

Vorhofflimmern dürfte bei einer so kurzen Attacke noch kein Risiko für einen Schlaganfall oder eine sonstige Embolie bedeuten, wenn nicht direkt eine Gerinnungsstörung vorliegt.

Dein komisches Gefühl im Hals, was beim Bücken, Schlucken, usw. zu Herzrasen führen könnte, würde mich selbst ein bisschen näher interessieren. Ich habe ja auch so ein Gefühl, aber eben im Oberbauch. (Es gibt hier auch das Postfach!)

Blättere nur einfach mal in den 36 Seiten dieses Fadens, da findest Du in den 550 Beiträgen bestimmt einige Anregungen, die Dich ein bisschen beruhigen könnten.

Denke auch an die Möglichkeit, dass die Ernährung mit all dem Histamin, doch eine Rolle spielen könnte

Alles Gute

Tschau *:)

k$micxhl


@ Apfi06

Ja, Gerhard hat vollkommen recht.

1. Achte auf deinen Blutdruck. Der Untere sollte nie über 85 sein! Klär das mit deinem Arzt.

2. Nach einer OP (und das im Juli war eine) kann VHF eine Zeit lang auftreten.

3. Wenn VHF Anfälle nicht länger als 48 Std. dauern sind Embolien unwahrscheinlich wenn du unter 50 bist.

4. Falls 3. nicht zutrifft solltest du Blutverdünnung nehmen. Klär das mit dem Arzt.

5. Fang langsam mit Ausdauersport an!!

6. Ärzte wissen offenbar nichts über das Nervensystem. Ich denke das sind Nachwehen der OP. Probier mal öfters einige Längen zu schwimmen. Ists dannach besser?

Wie schon Gerhard sagte: "wir sind nur Leien", keine Ärzte!

Gruß und auch alles Gute

k?micxhl


@ Alfi06

PS: hätte ich fast übersehen: Eine Katheterablation ist keine Untersuchung sondern eine OP!

DRocsexn


Hallo zusammen,

ich hatte ja schon von meinen Erfahrungen berichtet und mache jetzt im Januar bei einem spezialisierten Arzt einen Histaminintoleranztest.

Aufgrund der vielen Beiträge möchte ich noch eine interessante Erfahrung weitergeben die Euch ermutigen soll auch 'mal quer zu denken: Meine Frau litt und leidet an - mittlerweile schwächer werdenden - Gräserpollen-Allergien. Vor einigen Jahren trat dann recht schlagartig eine stärker werdende "Neurodermitis" (Jucken an Händen, Armen, Beinen mit "Kratzstellen" etc.) auf - so die Diagnose von Haus- und Fachärzten - die diese mit der bestehenden Allergie begründeten.

Da parallel auch Darmstörungen aufgetreten waren (Baugrummeln, Durchfälle, etc.) hatten wir zusätzlich über Lebensmittelallergien nachgedacht. Da wir jedoch nicht den richtigen Ansatz gefunden haben, haben wir immer wieder nachgedacht, ob es einen Auslöser gegeben haben könnte - sich irgendetwas in unserem Umfeld verändert haben könnte. Das zog sich über etwa 4 Jahre hin...

Aber irgendwann haben wir unser Suchraster erweitert und es fiel uns ein, dass sie kurz vor dem Auftreten der ersten Beschwerden eine kleine Zahnkrone (Gold) bekommen hatte. Gleichzeitig waren bei ihr einige Amalganfüllungen vorhanden. Wir haben dann mit dem Zahnarzt gesprochen, ob es an der Krone liegen könnte - z.B. durch unverträgliche Zuschlagsstoffe im Gold (z.B. Nickel), elektrochemische Prozesse durch unterschiedlich edles Metall ("Stromfluss") o.ä. Aber der ansonsten sehr bemühte Zahnarzt (ganz positiv gemeint) glaubte nicht an einen Zusammenhang.

Entgegen dem Anraten des Zahnarztes und eher ungläubigen Aussagen von anderen Ärzten haben wir dennoch Krone entfernen lassen und ein Kunstoffprovisorium aufsetzen lassen. Ihr ahnt was passierte? Es klingt vielleicht unwirklich, aber die Hautreizungen und der Darm beruhigten sich unverzüglich und sind bis heute (wieder etwa 4 Jahre weiter) nicht wiedergekehrt!

Wir sind uns sicher: meine Frau hat dieses Goldmaterial nicht vertragen oder - was ja auch bekannt ist und immer wieder gemacht wird - verschieden Metalle im Mund ist natürlich ein No Go! Aber wer kommt darauf? Du bekommst eine kleine Krone und bekommst Neurodermitis? Liegt scheinbar weit auseinander, aber offensichtlich wohl doch nicht!

Wir sind also bei Beschwerden oft nicht "krank" sondern es liegen Störungen aus Stoffen in unserem Umfeld vor, in Lebensmitteln, etc. Man sollte immer wieder nachdenken und suchen ob es an so etwas liegen könnte - auch wenn man völlig andere Fachmeinungen gehört hat.

Ich möchte Euch ermutigen auch über scheinbar nicht kausale Zusammenhänge und Ursachen nachzudenken.: :-)

Bis bald

Docsen

APlfWi06


Hallo Gerhard,

also erstmal zu meinen Alter ich bin 36Jahre.

Das Vorhofflimmern wurde bei der EPU mit ausgelöst. Richtig nachgewiesen wurde es im EKG nicht. War jetzt 2x bei meiner Kardiologin 2xEKG wurde nichts aufgezeichnet. Hatte da ja auch kein VHF. Bekomme demnächst ein Ereignisdekoter wo ich, wenn ein Herzrasen auftritt anlegen und aufzeichnen soll. Habe dann auch gleich meine Fragen wegen den Embolien gestellt. Sie hat mir die Angst genommen, da ich weder Vorerkrankungen habe und auch keine Gerinnungsstörung.

Tja und das Gefühl im Hals macht mir Angst. Aber ich werde mir die Beiträge alle durchlesen und hoffe as mir da die Ängste etwas genommen werden können.

Danke Gruss

k)michxl


@ Docsen

Danke für diese Info.

Ich hatte tatsächlich 10 Monate vor dem ersten Auftreten von VHF einen Zahnarzt Marathon wo mir einige Füllungen gegen Keramikkronen (+Gold) getauscht wurden. Ich werde mich da weiter Informieren.

Gruß,

M[ancWh`en


Hallo ihr

Hab da mal ne Frage.

wie merkt mann das mann VHV hat? Wie spürt sich das an?

Hab hier auch schon öfter geschrieben. Ich leide auch unter HR dauert meistens so ca 1 Stunde.

War schon am EKG angeschlossen während des HR 180 Puls, nach spritzen von Adenosin 3Mg. in die Handvene war es sofort weg und der Puls war wieder normal. Meine Frage an den Arzt ob es auch VHF war, sagte er nein. Wie spürt sich das VHF also an?

LG

GOerhaxrd


@ Manchen,

mal sehen ob diese Links funktionieren.

Das wären dann alle Beiträge die ich bisher geschrieben habe. Ich habe Deine Frage schon so oft beantwortet...

Wenn es nicht klappt, dann gehe oben auf die 2 Köpfe - Nutzer des Fadens.

Dann auf der sich öffnenden Seite auf das kleine Quadrat bei Gerhard, da gibt es alle Beiträge.

Das geht aber nur, wenn Du angemeldet bist.

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/Nutzer/t39cd/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/Nutzer/t39cd/2/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/Nutzer/t39cd/3/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/Nutzer/t39cd/4/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/Nutzer/t39cd/5/]]

Tschau *:)

M~ankchexn


Gerhard

Vielen Dank für deine Antwort. Habe mir alles noch mal genau durchgelesen. Also wenn ich HR habe ist der Puls bei 180 und ich spüre es richtig bebebn in der Brust. Geht aber immer rhythmisch vo sich. Denke lt. deiner Beschreibung, das es doch kein VHF ist.

Du bist die gute Seele hier :)z

LG

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