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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

G2e$rVhard


Warum haben wir Extrasystolen?

Diese Frage kann ich nun mit einer plausiblen Erklärung beantworten, aber leider noch nicht so richtig beweisen.

Unser Herz antwortet, wenn unser Organismus bedroht ist, mit den unterschiedlichsten Abwehrmechanismen, um das ganze Individuum Mensch am Leben zu erhalten.

Nach meinen neuesten Vorstellungen, kann eine Extrasystole, in bestimmten Situationen, eine Gefahr für Leib und Leben, abwenden.

Stellen wir uns erst einmal unseren Blutkreislauf vor, und dass es nie zu einem Versorgungsengpass unserer "Pumpe", mit venösen verbrauchten Blut aus dem Körper, kommen darf.

Wenn der Fluss des verbrauchten Blutes aus dem Bauchraum, von der unteren Hohlvene in den rechten Vorhof gestört ist, ist auch der weitere Blutkreislauf zur Lunge, von dort über die Lungenvenen (Pulmonalvenen) zurück in den linken Vorhof und somit als sauerstoffreiches Blut wieder in den Körper, gestört.

Ein Verschluss der unteren Hohlvene käme etwa dem gleich, als wenn wir den Ansaugschlauch unserer Gartenpumpe zuhalten würden. ]:D

Es kann oft im täglichen Leben vorkommen, dass diese untere Hohlvene durch äußere und innere Einwirkungen oder durch Verkrampfung in ihrer Funktion beeinträchtigt wird und nicht genügend Blut zum Herzen transportieren kann.

Ich denke da an Situationen, die hier im Forum schon tausendfach angesprochen wurden, wie z.B. Bücken, Hocken, Beugen, auf der linken Seite liegen, auf dem Sofa herumlungern usw., meistens in Verbindung mit Blähungen.

Soviel zur Vorgeschichte, aber was haben Extrasystolen damit zu tun?

Es kommt wahrscheinlich öfter vor als wir denken, dass dieser Blutfluss in der unteren Holvene dermaßen beeinträchtigt wird, dass ein Blutmangel im rechten Vorhof entsteht.

Bei mir geistert fast immer bei Extrasystolen eine Gasblase im Gedärm herum, die sich irgendwie den Weg ins Freie sucht. Der Zusammenhang ist direkt auffällig und ich habe schon oft davon berichtet.

Man hat auch immer gemerkt, wie sich irgendwie ein Druck aufgebaut hat und jetzt kann ich mir denken, dass die aufgeblähten Bauchorgane die untere Hohlvene, die in der Mitte vom Bauchraum durch das Zwerchfell zum Herzen führt, massiv bedrängt haben.

Das Herz bekommt nicht mehr soviel Blut, wie benötigt wird und es schießt eine Extrasystole in die Bauchschlagader. Wie dabei der ganze Körper bebt, weiß ja jeder der sie schon erlebt hat.

Durch diese Erschütterung lösen sich im Darm die festgesetzten Gasblasen und der Darminhalt, die diesen dicken "Blutschlauch" von außen abgedrückt hatten.

Was hatte das Herz für eine andere Wahl ??? Pocht es weiter immer schwächer werdend vor sich hin, bleibt die Gasblase, bis das Blut ganz ausgeht. Am Schluss hat es nicht mal mehr genug Blut und Kraft für die befreiende Extrasystole. Außerdem, was machen wir denn, wenn uns vor dem Computer eine Extrasystole erschreckt? Wir stehen sofort aus der zusammengesackten Sitzhaltung auf, damit sich der Druck im Bauch verteilen kann. Eine Änderung der momentanen Körperhaltung bringt immer Erleichterung.

Die Herzen sind unterschiedlich empfindlich eingestellt. Bei manchen Menschen schießt es schon Extrasystolen oder sogar Salven bei einem verklemmten Pups in die Aorta und andere haben schon Atemnot, bevor es überhaupt reagiert.

Auf alle Fälle würde es zur Meinung von @Cha-Tu über Extrasystolen passen. Er sagt doch immer: " Ein jeder hat sie, nur die meisten merken sie nicht und sie sind fast immer harmlos". Vielleicht sind sie sogar ein Segen für uns, oder ???

Anatomisch gesehen habe ich natürlich überhaupt keine Ahnung, ob das überhaupt so möglich ist. Aber lieber ein bisschen zu viel Phantasie als zu wenig.

Wenn hier etwas Wahres daran wäre und wir es auch glauben würden, dann werden die Kardiologen arm wie die Kirchenmäuse.

Es geistert schon seit Feb.09 in meinem Kopf herum und musste jetzt mal raus.

Hier hatte ich schon mal einen Ansatz mit der Hohlvene im Zusammenhang mit Histamin, was ich immer noch für richtig halte.

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/11480090/]]

Hatte ich nicht immer von Problemen berichtet, wenn ich etwas Unhandliches vor dem Bauch eine Treppe hoch getragen habe? Die Anspannung des Bauchmuskels war immer ein Thema für mich und hat mir Vorhofflimmerattacken beschert, die ihren Ursprung in Extrasystolen hatten. Die untere Hohlvene verläuft durch diesen Bauchmuskel und kann dabei abgedrückt werden. Passt doch, nicht?

Also hört auf die Botschaft Eures Herzens und freut Euch, dass es so aufmerksam ist.

Tschau *:)

C.ha-Txu


Lieber Gerhard,

Deine Gedanken sind ausgesprochen interessant.

Ob das alles anatomisch "möglich" ist, weiss ich auch nicht, aber ich weiss, dass seelische und körperliche Probleme die Wahrnehmung des Menschen verändern können, auch und vor allem die Selbstwahrnehmung.

Ob das Herz in der Lage ist, Extrasystolen zur Warnung zu "erzeugen", weiss ich nicht (halte es aber für möglich). Aber ich weiss, dass die Seele in der Lage ist, vorhandene ES von einem auf den anderen Tag anders zu interpretieren und dem Bewusstsein Signale senden kann, sie auf diese oder auf eine andere Weise wahrzunehmen.

Das erklärt mir z.B. auch, dass ich immer nur einen TEIL meiner Gesamtsumme an Extrasystolen wahrnehme, und nie alle. Und das erklärt mir z.B. auch, warum manche Menschen mit den Extrasystolen ausgesprochen locker umgehen, andere leicht sorgenvoll werden und viele auch panisch werden.

Mein Fazit nach 15 Jahren Beschäftigung mit dem Thema Herz und Rhythmus: Nicht die Extrasystolen sind (meistens) das Problem, sondern wie der Mensch darauf reagiert. Ich vermute, Deine Gedanken gehen in eine ähnliche Richtung.

Ich sende Dir einen lieben Gruss!

Cha-Tu

T[healioreen


Hallo zusammen,

ich habe ja bereits vor einem halben Jahr mich erstmalig hier zu Wort gemeldet und zwischenzeitlich mitgelesen. Nun komme ich erneut wieder auf den Faden zurück weil ich wieder vermehrt "Aussetzer" habe, die mich fast in den Wahnsinn treiben. Aber wem sag ich das? Vorallem, wem könnte ich es noch sagen? Ärzte scheinen mich auch nicht für voll zu nehmen.

Ich muss aber sagen, dass ich eine ganze Weile Ruhe hatte und nun, wie aus dem Nichts gehts wieder los. Selbst während ich hier sitze und schreibe, ich könnte wirklich wahnsinnig werden. Im Moment scheint auch eine Grund-"Unruhe" zu herrschen welche ich nicht abschalten kann im Moment.

Natürlich weiss ich auch diesmal nicht mit welchen Umständen ich dieses Zustand verursacht haben könnte. Ich glaube allerdings auch nicht dass jeder Mensch dieses Herzverhalten hat. Natürlich reagieren die Menschen unterschiedlich aber es müssen Unterschiede bestehen.

Soweit erstmal... *:)

Gce[rhard


Guten Tag Cha-Tu,

ich freue mich, dass Du hier reingeschaut hast.

Die Extrasystole, die das Herz in seiner unterschiedlich großen Not auslöst, soll nicht in erster Linie eine Warnung an uns sein, sie dient viel mehr als Befreiungsschlag, um die von Blähungen zusammengedrückten Blutgefäße wieder durchlässig zu machen.

Das Herz verlässt sich nicht darauf, dass wir auf so eine Warnung reagieren würden. Wir könnten ja schlafen oder gar schon bewusstlos sein. Deshalb schießt das Herz die Extrasystole mit der starken Druckwelle, ohne von uns Mithilfe zu erwarten, in die Körperschlagader. Es profitiert natürlich dann auch davon, wenn wir den Notfall erkennen und durch Bewegung mithelfen, die Blockade zu beenden.

Genau wie durch starke Gasansammlungen im Bauchraum ein Darmverschluss entstehen kann, genau so kann auch ein dort befindliches großes Blutgefäß gefährlich eingeengt werden.

Wenn man noch ein bisschen weiter spinnt, und sich ausmalt wie es ist, wenn zu diesem Notfall im Herzen, also zu wenig Blut im "Ansaugschlauch", noch dazu der Puls schneller wird. Dies kann doch leicht durch eine Schrecksekunde, infolge der starken Extrasystole, passieren. Produziert dann das Herz nur noch Extrasystolen? Ist das dann etwa bei mir das Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie)?

So ähnlich dachte ich aber schon im Februar 2007 und berichtete auch darüber.

Ich selbst nehme zwar die Extrasystolen wahr, habe aber keinerlei Respekt mehr vor ihnen. So kann ich sie auch genauer analysieren.

Gelassenheit beim Umgang mit Extrasystolen & Co. ist, zumindest bei Dir und mir, das Resultat für die jahrelange Beschäftigung mit dem Thema Herz und Rhythmus, da hast Du vollkommen Recht. Ein bisschen Gelassenheit wäre im Allgemeinen oft sinnvoller, als mancher Arztbesuch.

Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir einen lieben Gruß zurück.


Da ich mich von diesem Thema nicht allzu sehr beherrschen lassen will, gönne ich mir ab und zu mal eine Auszeit, wo ich dann auch den Rechner nur ganz selten hochfahre.

Vorher möchte ich mich aber noch für @Vidgi’s Hinweis bedanken, auch mal an die Bauchspeicheldrüse zu denken. (Ist so weit in Ordnung)

Auch danke für das "Quergedachte" von @Docsen. Was ich nicht anders beweisen kann, schließe ich nicht aus.

Hallo Thealoreen,

schön, dass Du dich wieder meldest. Dein Beitrag vom 25.03.09 spricht doch ziemlich eindeutig für meine Variante, wenn Du Extrasystolen durch tiefes Beugen, Kopf und Arme unter die Hüfte, provozieren kannst.

Als wichtigste Sofortmaßnahme kann ich nur empfehlen, den gesamten Verdauungstrakt in Ordnung zu bringen. Dazu gehören gerade jetzt warme Füße, warmer Bauch und vor allen Dingen eine histaminarme Ernährung.

Irgendwann melde ich mich mal wieder.

Bis dahin viele Grüße und alles Gute.

Tschau *:)

D)ocxsen


Hallo Gerhard,

ich habe nochmals einige Beiträge gelesen - auch die Erfahrung mit Deinemm Enkel. Ich finde das passt doch schon gut zu den möglichen klinischen Syptomen der HIT!? Auch viele Beobachtungen die Du machst bevor sich Dein Herz bei Dir meldet sind durchaus typische Syptome bei einer HIT. Hier eine Übersicht aus einer kurzen Broschüre:

klinische Symptome (bei Histaminintoleranz) -mehrere Organe können betroffen sein:

Haut: z.B. Hautrötungen, Juckreiz, Quaddelbildung, Flush

Magen-Darm-Trakt: z.B. Durchfall, Magenkrämpfe, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen

Herz-Kreislaufsystem: z.B. Herzrasen, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen

Atmung: z.B. rinnende Nase, Atembeschwerden, Asthma bronchiale

Zentralnervensystem: z.B. Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel

Genitaltrakt: z.B. Dysmenorrhoe (Schmerzen während der Periode)

In der Broschüre wird die HIT kurz weitererläutert ([[http://www.jeanette-kamphowe.de/Brosch%C3%BCre.pdf]]) - finde ich ganz gut dargestellt...

Gruß :-)

docsen

Gsnixl


Gruss an alle hier,

vor allem an Gerhard, der das Ganze angestossen hat und dessen

moderierende Hinweise Vieles ans Tageslicht gebracht haben für mich,

was ich nur vorher kaum erahnte.

Bin als 62jähriger selbst seit ca 10 Jahren betroffen, seitdem

zunächst VF ab und zu circa 4 Monate, langsam häufiger werdend.

Ausgelöst anscheinend durch Alkohol - wenn auch wenig, aber ich habe

jahrelang regelmäßig jeden Abend Bier getrunken - inzwischen reicht

eine Flasche, zu spät getrunken. Jahrelang 10 mg Bisoprolol zur

Vorbeugung verschrieben erhalten. Inzwischen ist mir die

Alkohol-Hypothese nicht mehr plausibel genug; auch schon vor Lesen

dieses Threads.

Am Anfang häufiger elektrische Kardioversion, medikamentöse hat man

gar nicht erst versucht, erst auf mein Drängen hin. Irgendwann dann

Flecainid zur Vorbeugung, einigermaßen hoch dosiert(2*100mg/Tag). Das

habe ich (nach zögerlicher Zustimmung durch den Kardiologen) abgesetzt

und nehme es jetzt auf eigene Initiative hin nur als

Pill-in-the-Pocket; klappt häufig. Die Dosierung ist mir aber nicht

klar genug (hoher Respekt vor der Droge!), inzwischen habe ich erstmals

bei Notaufnahme eine Dosierung erfahren, die viel höher liegt, als was

ich mich bisher zu nehmen getraute. Folge allerdings vermutl.: Sinus

kommt anscheinend sicherer, aber durch zu wenig Ausruhen anschließend (Urlaub)

habe ich dreimal hinterienander VF gehabt in kurzem Abstand. Deshalb bin ich jetzt anders herangegangen, s.u..

Ein genauer Kalender (Wann war was?) sollte übrigens für jede/n Betroffene/n

selbstverständlich sein - alles aufschreiben!

Gäbe viel zu berichten; ich habe Resonanz gefunden bei vielen

Beiträgen hier: Ärzte wissen oft nicht richtig was abläuft, dauernd Empfehlung

zur Ablation neuerdings. Histaminhaltige Lebensmittel (mancher

Rotwein, Weizenbier waren Gift für mich). Anfälle kamen nach Alkohol

nachts; sonst durch beschriebene abrupte Bewegungen, Aufstehen etc.

(Können da nicht auch die Baro-Rezeptoren für den Blutdruck mit im

Spiel sein, der beim plötzlichen Aufstehen reagiert?). Auch nachts

behutsam aufstehen - ist eine neue Regel bei mir. Rolle der Gedanken -

Remissionen kamen letztlich immer erst dann, wenn ich "aufgegeben"

hatte (".. also doch ins Krankenhaus"). Höhere körperliche Belastung

scheint positiv zu wirken - auch nur zufällig entdeckt, nämlich durch

Tasche tragen/eilen/suchen bei KH-Besuchen, VF war dann beim ersten EKG

fast weg.

Jetzt habe ich mich auf ganzheitliche Medizin (privat zu zahlend)

eingelassen, nach sechs Wochen alle Schulmeds weggelassen, Kardiologe

ist natürlich unfroh, Herz aber weitehin organisch gesund, auch keine

Probleme mit Blutdruck nach Absetzen der Betablocker (Vorsicht!!!). Habe eigentlich

ein sehr gutes Gefühl - das Herz sagt mit jetz viel rascher, dass ich

etwas anders (manchmal falsch) mache.

Ich bin jetzt trotzdem gerade aus einem VF-Anfall rausgekommen -

deshalb aber diese mail. Ich habe nicht alle 37 Seiten des Threads

gelesen gestern - deshalb kommt das hier vielleicht doppelt: Wie kann

man (Gerhard) diese wertvollen Informationen für andere leichter nutzbar machen? Wie könnte man erste Daten haben, um dann vielleicht doch mehr Forschung in diese Richtung anzustossen? Wie wäre es z.B. mit einem Fragebogen auf einer (Extra-) Webseite? Weiteres ist möglich. Da könnte ich ein wenig helfen.

Alles Gute für die Betroffenen hier,

Dank an alle

Gnil

k.nownbopdxy


@ gnil:

Ziehst du denn keine Ablation in Betracht?

Ich würde einem Vorschlag zur Ablation mit Handkuss zustimmen, obwohl ich nur zweimal VHF hatte und das schon lange her ist...

V=idgxi


@ Gerhard

Ergänzend zu deinem Gedanken, dass eine Extrasystole durch die Erschütterung Gasblasen lösen und weiterbefördern kann, möchte ich sagen, dass ein zusätzlicher Mechanismus besteht:

Durch eine Nervenverbindung zwischen Herz und Nerven, die mit der Kehle in Verbindung stehen (ich weiß jetzt nicht den genauen Zusammenhang), wird bei Extrasystolen ein Hustenreflex ausgelöst, der zu einer weiteren, starken Erschütterung führt, wodurch meistens dem Spuk sofort ein Ende gesetzt wird. Dieser Hustenreflex ist ein Schutzreflex, um Fremdkörper zu beseitigen, z.B. wenn man sich verschluckt etc., aber ich glaube schon immer, dass er auch dazu dient, diese Extrasystolen wieder zu beenden, vielleicht eben dadurch, dass Hindernisse beseitigt werden, aber nicht in der Kehle, sondern im Bauchraum.

Die Frage bleibt aber, warum manche Menschen vermehrt Extrasystolen bekommen und andere nicht. Es muss eine besondere Empfänglichkeit bzw. Reizbarkeit des Sinusknotens vorliegen, vielleicht eben durch das Histamin. ???

b,ellho"uomo


Was es nicht so alles gibt. Ich wünschte ich hätte mich mit diesem Thema nicht befassen müssen, aber hier ist wieder einer, der Probleme mit Herzrhythmusstörungen/ Herzstolpern hat.

Das hat bei mir alles mit einem mal angefangen. Ich bin vor ca. einem Jahr durch Herzstolpern auf gewacht. Das war echt schlimm, ich wusste gar nicht was los war und was ich tun sollte. Ich dachte ich fall um. Bin sofort zum Arzt gefahren. Fühlte mich total schlapp. Der hat mich abgehört, ein etwas längeres EKG (3-4 Min.) gemacht und den Blutdruck gemessen. Er meinte das alles in Ordnung sei.

Das aber war für mich Traumatisch. Seid dem habe ich fast regelmäßig immer wieder Probleme in die Richtung. Dazu muss ich aber auch sagen, das ich ein ängstlicher und nervöser Mensch bin. Ich nehme mir vieles zu Herzen und fresse es in mich hinein. {:(

Ab dem Tag, nachdem ich beim Arzt war habe ich Erfahren, das dies wohl in meiner Familie normal ist. Mein Vater hatte einst Probleme damit, meine Mutter erzählte mir das sie in ihrer Jugend oft Nachts im KKH deswegen war und mein Bruder hat auch sehr darunter zu leiden. Einzg meine Schwester hatte damit bisher keine Probleme. Bis vor kurzem...

Ihr war das Thema bisher immer egal, wenn einer von uns davon erzählt hat, bis sie es selbst erlebt hat. Das hat ihre Meinung geändert. Wir beide haben jetzt in ca. zwei Wochen einen Termin beim Kardiologen um uns checken zu lassen.

Mein Vater und mein Bruder haben Probleme mit einer Herzklappe (ist aber noch nicht Behandlungbedürftlig). Ich hoffe das bleibt uns erspart!

Eine ganze Zeit lang war nun bei mir alles ok, bis gestern abend. Da habe ich mit einem mal wieder Probleme damit. Ich konnte nicht schlafen und mein Tag heute war nicht gut. Teilweise fühle ich mich, ob das Herz untertourig läuft. Ist dumm zu beschreiben.

Muss ich mir Sorgen machen?

Ich finde dieses Thema hier recht Aufschlussreich. Viele die damit keine Probleme haben, können sich kaum vorstellen, wie sehr so etwas die Lebensqualität einschränkt und Ängste weckt.

Allen beteilgten wünsche ich gutes Genesen und ein baldiges verschwinden der Probleme. :)D

GJerh\ard


Hallo,

ich habe über den "Sinn" von Extrasystolen weiter recherchiert und noch viel mehr verblüffende Einzelheiten ans Licht gefördert.

Zuerst noch einmal die Ausgangssituation.

Durch eine gestörte Verdauung kommt es zu erhöhter Gasbildung im Verdauungstrakt. Diese, unter dem Begriff Blähungen zusammengefassten Beschwerden, muss man nicht unbedingt besonders stark spüren, hören oder riechen können. ;-D Sie sind aber trotzdem imstande, so meine Vermutung, unser Leben, in Form von Extrasystolen & Co., unterschiedlich stark zu beeinträchtigen.

Ich hatte in meinen vorherigen Beiträgen vermutet, dass die untere Hohlvene durch Gasblasen in Magen und Darm, daran behindert wird, das verbrauchte Blut zurück zum Herzen zu bringen. Daraufhin versucht das Herz, durch die Erschütterungen von Extrasystolen, diese Blockaden zu lösen. @Vidgi hat dazu ja auch noch einen interessanten Zusatz geliefert, der mich regelrecht zum Weiterdenken anregt.

Wie kann es nun durch eine von außen zusammengedrückte (komprimierte) untere Hohlvene, gleich zu einer Notlage in der Blutversorgung kommen, auf die das Herz mit Extrasystolen, als "Rettung in der Not", antwortet.

Dazu erst einmal etwas über dieses Blutgefäß.

Die untere Hohlvene verläuft rechts der Aorta vor der Wirbelsäule. Nach Aufnahme der Nierenvenen entfernt sie sich von der Aorta nach rechts und vorn, um durch das Hohlvenenloch des Zwerchfells hindurch zu treten. Über dem Zwerchfell mündet sie nach etwa 1 bis 2 cm in den rechten Vorhof des Herzens

Unter dem Zwerchfell ist die untere Hohlvene in die Leber eingebettet und nimmt hier die Lebervenen auf.

Die Vorderfläche der unteren Hohlvene ist unten vom Bauchfell bedeckt, weiter oben wird sie vom Dünndarmgekröse, vom Zwölffingerdarm und dem Bauchspeicheldrüsenkopf überlagert.

Im Netzbeutels des Magens, liegt sie an der hinteren Wand der größten Bauchfelltasche zwischen Leber und Zwölffingerdarm. Der Durchmesser von etwa 3 cm macht die untere Hohlvene zum weitesten Gefäß des Körpers. Sie kann von außen leicht komprimiert werden, da der relativ geringe Blutdruck, der innerhalb der unteren Hohlvene 0-15 mm Hg beträgt, kaum entgegenwirken kann.

Bei solchen aufgeblasenen Nachbarn kann es schon vorkommen, dass sie sehr leicht in die Mangel genommen wird. Nach oben kann sie nicht ausweichen, da ist sie mit dem Zwerchfell verwachsen, um dann nach 2 cm hinter dem Brustbein in den rechten Vorhof des Herzens einzumünden.

Nach vorn ist der quer verlaufende Dickdarm, der bei Blähungen alle anderen Oberbauchorgane nach hinten in Richtung Wirbelsäule drückt. Die untere Hohlvene ist mit Bändern an der Leber befestigt. Dadurch könnte es durch Einschneiden oder Zerren bei bestimmten Bewegungen und Körperhaltungen, Deformierungen ergeben, die zusammen mit den Beeinträchtigungen durch die aufgeblähten Organe wie Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm und Dickdarm, sehr schnell zu einer prekären Situation führen können.

Das sauerstoffreiche Blut sollte normalerweise nach Nahrungsaufnahme zum Magen fließen, kann aber nicht. Es besteht ein Engpass und es wird zur Aufrechterhaltung von lebenswichtigeren Funktionen benötigt. Also gibt es noch mehr Verdauungsprobleme, mit noch mehr Blähungen.

Es entsteht ein Blutstau in der unteren Körperhälfte, da der Abfluss des verbrauchten Blutes gestört ist. Dieses Blutvolumen wird aber dringend für die Aufrechterhaltung des gesamten Kreislaufs benötigt.

Nun schießt das Herz die besagten Extrasystolen in den Körper, um die untere Hohlvene aus ihrer Umklammerung zu lösen. Dabei könnten die Gasblasen in den Organen gelockert werden und weiterwandern.

Gelingt es nicht sofort, muss das Herz weiterarbeiten unter dem Motto "Das Herz pumpt, was es bekommt". Natürlich sinkt dann das Pumpvolumen ab, was die Barorezeptoren sofort mit einer höheren Schlagzahl auszugleichen versuchen.

Hier komme ich zur nächsten Schlussfolgerung.

Das Herz produziert immer noch Extrasystolen und gleichzeitig wird die Schlagzahl erhöht. Könnte das nicht Vorhofflimmern sein? Solange die untere Hohlvene nicht von ihrer Umklammerung befreit ist, muss das Herz doch so reagieren.

Außerdem kann ich mir vorstellen, dass viele kleine Füllungen der rechten Herzkammer ökonomischer und am Ende gleichmäßiger sind als wenige ganze Füllungen, da ja die Extrasystolen auch immer noch dazwischen funken.

Natürlich gilt das auch für die linke Herzkammer, denn die bekommt ja auch nur das, was aus der rechten Kammer über die Lunge gepumpt wurde.

Könnte neben den Extrasystolen, auch das Vorhofflimmern nur eine Schutzfunktion sein?

Diese Symptome können theoretisch bei normalen Tätigkeiten ohne körperliche Belastung auftreten und auch bei völliger Ruhe auf dem Sofa oder beim Schlafen.

Was ist aber, wenn das Blut der unteren Hohlvene gerade noch so für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs reicht und dann durch eine körperliche Belastung mehr Blut angefordert wird? Dazu reicht auch schon irgendein Ereignis, wo nur der Puls schneller wird. (Angst, Stress, Schreck, Wut)

Das sind dann Momente, die, wenn ich nicht sofort die Notbremse ziehe, unweigerlich zu Extrasystolen und Vorhofflimmern führen.

Besonders oft geschah dies in Verbindung mit der Anspannung des Bauchmuskels, wenn ich verkrampft etwas vor dem Bauch getragen habe. Oder sind die meisten meiner Vorhofflimmerattacken so entstanden?

Vorhofflimmern begann bei mir meistens mit diesem typischen Zappeln/Vibrieren kurz über dem Bauchnabel und stoppen konnte ich den Auslösevorgang oft mit einer sofortigen, tiefen Fingerdruckmassage an dieser Stelle. Wenn ich dieses Phänomen noch der gestressten unteren Hohlvene zuordnen könnte, wäre ich einen großen Schritt weiter.

Ich denke dabei an ein zusammenkrampfen der glatten Muskulatur infolge Histamineinwirkung…, aber hat diese Vene überhaupt glatte Muskelzellen? Auch erinnert mich das wie an ein Saugen, sodass die Wände vibrieren, wie beim Aufblasen eines Luftballons. Aber saugen kann ein Herz ja auch nicht.

Was mich auch noch irritiert ist, dass das Zappeln immer genau in der Mitte kurz über dem Bauchnabel spürbar ist, aber die untere Hohlvene tritt ganz leicht rechts durch das Zwerchfell. Oder gibt es da anatomische Ausnahmen?

Fazit

Der gesunde Menschenverstand sagt mir eigentlich, dass es gar nicht so sein kann. Es wäre doch zu einfach, um nicht schon in die Ursachenforschung der Wissenschaft eingegangen zu sein. Ist es der größte Unfug oder ist was Wahres daran ??? Für mich ist es jedenfalls eine Sensation!!!

In jedem Fall hilft aber eine histaminarme Ernährung. Dieser Stoff verursacht massive Verdauungsbeschwerden und somit Blähungen, die so oder so, unangenehme Begleiterscheinungen hervorrufen.

Hier noch zwei passende Links.

[[http://www.auslandserfahrungen.de/Info/Roemheld.html Blähungen-Hohlvene]]

[[http://www.paediatrie-hautnah.de/archiv/2009/04/ph0904_288.pdf Histamin-2009]]

Vielen Dank auch für die zwischenzeitlich wieder eingegangenen Beiträge von @Docsen, @Gnil, @knowbody, @Vidgi und @bellouomo, auf die ich aber nun aus Zeitgründen leider nicht eingehen kann.

Es ist doch nicht immer so einfach, für seine Gedanken, die richtigen Worte zu finden. Man denkt das ist schnell dahin geschrieben, aber dann wird das Thema immer komplexer.

So bleibt oft die Korrespondenz auf der Strecke. Eigentlich schade…

Tschau *:)

c"harl@otx1


Lieber Gerhard !!!! Bin seit ca.1 Jahr immer nur überrascht und froh gewesen, das hier von Dir gelesen zu haben.!!!! auch von all den Anderen.!!!! Endlich wusste ich eigentlich, das es ja ganz normal ist für "Ärzte", wie es mir, und Anderen geht. Warum steht man immer so dumm da ??? jetzt weiss ich es, ja schon durch,.." Euch Alle". Ich wünsche es meinen größten Feind nicht, sollte es ihn geben, solche "Anfälle""" zu haben.

Wollte dich jetzt aber mal fragen, hast du diese Venenembolisation nur einmal gehabt?

Warum,?? ?

denn manche brauchen es ja wohl 1-3 mal.

Dann weiß man ja auch , das es nicht bei jeden gelingt!!!

Wie kamst du hinterher mit der Macumarbehandlung zu recht?

hattet du probleme mit Blutungen? Man muss es ja dann wohl 1/4 Jahr nehmen!!!

Es sind einige Fragen, bitte endschuldige, habe aber selber probleme Blutungen zu bekommen. Etwas gefährlich für mich!!! aber, aber,.... "danke für eine Antwort"!!!. charlot1

SAmili:ngUSxun


wollte mal meinen neuesten stand berichten:

letzten mittwoch hatte ich über 300 SVES und ebenfalls über 300 VES im langzeit EKG. am donnerstag hatte ich dann wieder weniger ES, dann noch weniger.

der arzt sagte mir dann nur "da war nichts gefährliches dabei,man kann nichts machen,gehen sie zum psychologen,wenn es sie einschränkt".

da diese scheißdinger sehr doll stechen manchmal,schränken sie mich stark auf meiner arbeit ein :( naja..mir fiel schon länger auf,dass sie nichts mit der nahrung zu tun haben,also hab ich mich freitag und samstag besoffen haha ..während der trunkenheit hatte ich keine einzige extrasystole. den tag danach auch nur ganz wenig und heute immernoch wenig.

daher glaub ich,dass es irgendwas MECHANISCHES sein muss..irgendwas anatomisches was einfach von zeit zu zeit schlimmer wurde,aber nichts bösartiges ist,sondern nur stört.

so habe ich zb etwas mit dem rücken im bereich schulterblatt und bws..doch meine bws ist völlig gesund und der orthopäde will da nichts machen,weil ich ja einen bandscheibenvorfall in der lws habe..er meint dass das symptom oben von unten kommt,was völliger blödsinn ist meines erachtens, da das oben schon 2 jahre da ist und der bandscheibenvorfall nur ein halbes. außerdem wurde der bandscheibenvorfall bereits BESSER aber das problem oben ist immernoch so schlimm und an manchen tagen noch schlimmer.

ich glaube,dass mit dem herzen hat irgendwas mit einklemmen und mangelndem sauerstoff bei mir zu tun.

(bei mir wird nämlich der rücken oft taub,direkt hinterm herzen..vllt wird da was abgeklemmt oder so).

würde gerne meinungen hören :)

alles liebe und viel glück mit den dingern klarzukommen!

VBidgxi


@ SmilingSun

Für mich ist es sehr wohl denkbar, dass deine Extrasystolen mit der Brustwirbelsäule zu tun haben. Auch ich habe mich, wie ich irgendwo in diesem Forum schon geschrieben habe, oft gefragt, ob die Extrasystolen oder das Vorhofflimmern bei mir vom Rücken kommen. Was bei mir dafür spricht, ist folgendes:

Ich kann spüren, dass mit meiner Brustwirbelsäule etwas nicht in Ordnung ist. Es gibt da einen Punkt, den ich immer spüren kann, mal weniger, mal mehr. Außerdem habe ich manchmal davon ausgehend eine Art Hexenschuss, der sich so äußert, dass ich in der Herzgegend stark stechende und reißende Schmerzen habe. Früher dachte ich, ich hätte Herzschmerzen, aber schließlich konnte ich dem Schmerz von der Wirbelsäule bis in die Herzgegend folgen und konnte fühlen, dass der Schmerz nicht im Herzen, sondern irgendwo zwischen den Rippen sitzt. Das ist schwer zu unterscheiden. Ich drehe und wende mich dann, um die Wirbel wieder in die richtige Lage zu bringen und das hilft meist sofort.

Oft, bevor Rhythmusstörungen auftreten, habe ich hinter dem Brustbein eine Art Druck, dessen Ursache ich lange nicht identifizieren konnte. Manchmal dachte ich, es komme vom Magen. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass dieser Druck ebenfalls von diesem Punkt in der BWS kommt, der dann aber anders und stärker zu spüren ist. Wenn ich diese Art von Druck bemerke, kann ich davon ausgehen, dass mein Herz in Kürze unregelmäßig wird.

Bevor mein Herz, das zuvor schon immer mal unruhig war, zum ersten Mal richtig und mehrere Stunden anhaltend Vorhofflimmern bekam, war ich wegen einer steifen Schulter in Behandlung bei einem Osteopathen, der ordentlich an meiner Wirbelsäule manipulierte. Die Schulter ist wunderbar geworden, aber ich hatte danach vermehrt diesen Hexenschuss. Und kurz darauf fing nach einem großen Umzug mit viel Heben und Schleppen das Vorhofflimmern an, das dann drei Jahre lang cirka alle zwei Wochen etwa einen Tag lang auftrat.

Viele Auslöser, die hier in diesem Forum genannt werden, haben auch mit der Wirbelsäule zu tun: jede Art von Bewegung wie Bücken, Aufstehen oder Aufspringen, Hinlegen, Erschütterungen... Sogar ein voller oder geblähter Magen verändert die Haltung der Wirbelsäule. Selbst kleinste Veränderungen können auf die Stellung der Wirbel einen Einfluss ausüben, wie z.B. ein dickes Papier unter nur einer Fußsohle oder zwischen den Zähnen auf nur einer Seite, ganz zu schweigen von nach vorne Beugen oder schwer heben. Ich will mir jetzt nicht die Mühe machen, auf alle Auslöser einzugehen.

Auch wenn der Orthopäde an deiner BWS nichts findet, würde ich mich doch auf das eigene Gefühl verlassen. Wenn du spürst, dass da etwas nicht in Ordnung ist, dann ist es so. Es kann aber ohne weiteres mit der LWS zusammenhängen, denn dem akuten Bandscheibenvorfall ist sicher eine längere Periode vorausgegangen, wo schon etwas nicht stimmte. Was nun zuerst da war, ist belanglos. Es sind einfach beide Stellen nicht in Ordnung und die Fehlstellungen beeinflussen sich natürlich gegenseitig, wobei der Fehler in der BWS minimal und nicht sichtbar sein kann. (Meine Tochter hatte 20 Jahre Schmerzen erst in der Hüfte und dann im Sprunggelenk, bis man schließlich herausgefunden hat, dass ihr Sprunggelenk völlig kaputt ist. Es war im Röntgenbild einfach nichts zu sehen und man hat sie nie ernst genommen. Erst als schließlich ein Computertomogramm gemacht wurde, fand man die Ursache.) Also wenn man im Röntgenbild nichts sieht, sagt das noch nicht, dass nicht irgendwo ein Nerv gereizt wird, der zum Herzen führt. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich nachschauen, wie die Nervenverbindungen sind.

Ich möchte aber mit dem Gesagten nicht behaupten, dass die Ursache deiner Extrasystolen tatsächlich in der BWS sitzt, das kann ich nicht wissen. Ich wollte nur darstellen, dass es denkbar ist. Es gibt natürlich alle möglichen anderen Ursachen oder sogar Kombinationen von Ursachen. Es würde mich interessieren, wie dein Bandscheibenvorfall behandelt wird oder was du dagegen tust?

kLmicfhxl


@ Gerhard,

Vidgi und alle VHF Betroffenen

Ich spreche jetzt NUR für VHF Betroffene ohne bakannte (organische) Ursachen!

Ich meine, dass man zwischen Ursache und Auslöser unterscheiden muss.

Die Ursachenforschung ist sehr komplex und wohl doch irgendwo im degerativem, genetischen, organischen Bereich zu sehen. Ich wills aber nicht aufgeben. Dazu eine Frage:

? Hat jemand Blut im Harn (optisch nicht sichtbar)? Microhämaturie?

Zur Auslöserforschung meine ich, dass unser Thredgründer Gerhard sehr richtig liegt (ein persönliches Danke von mir an dich ist hier höchste Zeit). Nur so komplex würd ich es nicht sehen. Meine DAO Wert sind sogar sehr hoch. Trotzdem habe ich absolut die selben Symptome. Dafür habe ich ein Fructoseproblem, einen Zwerchfellbruch, und eine beharrliche leichte 12Fingerdarmentzündung. Alle Quellen bestätigen, dass das mechanische drücken vom Magen auf das Herz (Herbeutel, Lungenvenen) VHF auslösen kann. Gasbildungen im Magen-Darmbereich würden das bewirken. Das ist Ernährungsbedingt: Hisaminunverträglichkeit, Frucktosemalabsorption, Kohlensäure (Flaschenbier ;-), oä. Dazu Frage?

? Haben alle, wenn VHF akut ist fast immer einen aufgeblähten Bauch, so dass die Hose fast nimmer zu geht?

? Sind normale Bauchmassagen schmerzhaft? Dazu einen Osteopathen konsultiert?

Weiters ist wohl auch die Körperhaltung und damit die Muskulatur für das Platzangebot im Oberbauch verantwortlich. Auch ich habe Rückenprobleme. Speziell der 4. Thoraxwirbel ist von Herznerven durchzogen.

?Haben mehrere diese Probleme? mit dem TH4? Dazu einen Osteopathen befragt?

Bitte gebt mir Auskunft zu meinen Fragen, -auch wenn nur mir wichtig sein sollte.

Dankeschön! und liebe Grüße

l+uckyf.]kat4enxka


Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen bin ich auf dieses Forum gestoßen, welches ich seitdem in Teilen sehr aufmerksam gelesen und verfolgt habe. Ich möchte allen hier Beteiligten meine Achtung dafür aussprechen, dass ihr so detailliert und offen über diese sehr unangenehmen "Herzensangelegenheiten" sprecht und speziell Gerhard dafür danken, dass er durch die Veröffentlichung seiner Beobachtungen und "Selbst-Experimente" Licht in das Dunkel bringt und vielen Menschen dadurch hilft, dass sie nicht alleine mit ihrem Leiden sind.

Ich selber bin 43 Jahre alt und leide seit nunmehr fast 23 Jahren an Herzrhythmusstörungen. Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht, mal Extrasystolen, mal Vorhofflimmern. Obwohl ich diese Dinge schon seit Jahren kenne, erschrecke ich mich jedes Mal immer wieder aufs neue und ich bekomme eine wahnsinnige Panik und Todesangst, speziell beim Vorhofflimmern. Dreimal lag ich damit bereits auf Intensiv und dachte meine letzte Stunde hätte geschlagen, dreimal wurde ich von den Ärzten beruhigt, es wäre nichts Schlimmes und der Rhythmus würde nach einiger Zeit wieder in einen normalen Sinus umspringen, was er dann ja auch bislang immer nach fast 24 Stunden getan hat. Mehrfach wurde ich untersucht, es wurde nie was organisches gefunden. Ich hätte zu viele Nervenreizpunkte in den Vorhöfen, sodass die Impulse manchmal verrückt spielen würden und das man das mit einer Kathederablation veröden könnte.

Viele Dinge, die hier in der verschiedenen Beiträgen angesprochen wurden, kommen mir sehr bekannt vor, aus eigenen Erfahrungen. Bei mir fing damals alles durch zuviel Stress an, während meiner Ausbildung. Ich hatte einen Chef, der mich nur denunzierte. Ich stand unter "Dauerstrom". Fast gleichzeitig wurde einer Frau aus dem Bekanntenkreis meines Vaters, eine neue Herzklappe eingesetzt. Dieses Ereignis lenkte meine Aufmerksamkeit damals erstmals auf mein Herz. Ich begann in mich hinein zu horchen und kurze Zeit später bemerkte ich auch Unregelmäßigkeiten, wie Herzrasen oder Stolpern. Meine Gedanken waren damals, dass auch ich bestimmt bald eine neue Herzklappe haben müsste. Ich begann ständig meinen Puls zu fühlen, kontrollierte ständig meinen Blutdruck mit dem Gerät meiner Eltern und meine Beschwerden wurden immer schlimmer. Als ich auch noch kurzatmig wurde, fand ich den Mut zum Internisten zu gehen. Statt die in meiner Einbildung schon bestehenden Worte "Sofort ins Krankenhaus", hörte ich nur wie der Arzt sagte. "Beruhigen Sie sich, ich kann auf Anhieb nichts feststellen". Meine Ängste waren danach erst mal weg und etwas wurde etwas besser. Aber der Stress und die Denunzierungen durch meinen Chef blieben und so dauerte es nicht lange, bis die Symptome wieder schlimmer wurden. Vielleicht bin ich vom Typ her zu sensibel und feinfühlig. Zeitweilig spüre ich jeden einzelnen Herzschlag in meiner Halsschlagader. Die erste Zeit hatte ich immer nur wahnsinniges Herzrasen (Puls bis 180 ). Irgendwann in einer totalen Stressperiode war mir auch noch übel und ich musste mich übergeben. Nach diesem Vorgang sprang mein Herzrhythmus urplötzlich in ein wildes Chaos. Schnelle Schläge, Stop, Aussetzer, wieder schnelle Schläge usw.. Ich hatte wahnsinnige Todesangst. Ich lief sofort rüber zum Hausarzt, EKG, aber auch jetzt von Seiten der Ärzte wieder nur Beruhigung durch Beruhigungsmittel und Betablocker. Über Nacht während des Schlafens sprang der Rhythmus dann wieder auf Sinus um. Am schlimmsten sind die Ängste, die Panik, die Angst vorm Sterben. Das Vertrauen in den eigenen Körper ist völlig dahin. Alles Anstrengende wird vermieden. Ich traute mich nicht mehr Treppen zu steigen, Sport zu machen, aufregende Dinge zu machen, immer nur die Angst und das Fühlen des Pulses ob alles normal ist.

Bei mir ist es so, dass die Probleme hauptsächlich mit Problemen psychischer Art oder als Spätfolgen dadurch gekoppelt sind. Bei körperlicher Belastung weniger. Es tritt auch komischerweise oft auch, wenn ich eigentlich Ruhe habe, morgens oder am Wochenende. Wenn ich Vorhofflimmern habe, habe ich nur noch Panik, der Körper läuft auch Hochtouren, alle paar Minuten muss ich Wasser lassen und ich bin sehr depressiv. Ist es vorbei bin ich total entspannt und wieder glücklich, aber die Ängste vor einer neuen Attacke bleiben. Erst mit der Zeit fasse ich langsam wieder Vertrauen und fühle mich wieder besser und sicherer. Dann kommen manchmal ohne Vorwarnung Extrasystolen, wie aus heiterem Himmel. Das zieht mich jedes Mal wieder total runter und die extremen Ängste sind sofort wieder da. In einem Herzzentrum haben sie mir alles genau erklärt. Es soll harmlos sein, viele Menschen haben das. Sie haben mir zu meiner Beruhigung Notfalltabletten mitgegeben. Wenn ich Vorhofflimmern habe soll ich sie nehmen und innerhalb von 15 Minuten soll der Plus wieder normal sein. Kennt jemand solche Medikamente ? Ich muss nachher mal nachschauen wie sie heißen. Die Zusammenhänge die Gerhard beschrieben hat kenne ich auch. Bei vollen Magen bin ich anfälliger, besonders für Extrasystolen. Auch beim Würgen oder nach links drehen, tritt es häufiger auf. Beim Würgen ist schon ein paar Mal Vorhofflimmern ausgelöst worden.

Ich glaube mein Herz ist bei mir das Ventil meiner Psyche. Vor ein paar Jahren hatte ich mal für einige Monate wirkliche Ruhe mit dem Herzen. Da war mein Magen das Ventil. Sodbrennen ohne Ende und die Angst schwer magenkrank zu sein. Jetzt habe ich damit keine Probleme mehr und das Herz ist wieder im Vordergrund. SO wie vorgestern als ich während des Fernsehens plötzlich heftige Extrasystolen bekam und das Herz stolperte. Ich konnte diese Vorboten des Vorhofflimmerns stoppen in dem ich sofort aufsprang und panisch durchs Wohnzimmer lief. Seitdem habe ich wieder massiv Angst und horche in mich hinein. Jetzt habe ich diese Forum gefunden und bin überrascht, wie viele Menschen ähnliche Probleme haben. In einer Broschüre habe ich gelesen, dass das Vorhofflimmern irgendwann gar nicht mehr aufhört, weil sich die Zellwandstruktur der Vorhöfe anpasst. Stimmt das ? Ich habe nur noch Angst. Danke fürs Zuhören. Vielleicht kann mich jemand etwas beruhigen oder noch besser aufklären. Danke fürs Zuhören.

Lucky

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