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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

s5muonixla


Wenn ich abends nach Hause komme, und mich bücke um meine Schuhe auszuziehen, habe ich dann immer erstmal 15-20 Minuten Rhytmusstörungen. Dabei spielt es keine Rolle ob ich eine Stunde später komme oder eher, aber es muss am Abend sein. Hat sich da unterbewußt etwas ins Gehirn als Befehl gefressen, oder auch Rücken/Bauch? ???

l ucdky.k"atxenka


Hallo zusammen,

ich denke dass es trotz aller hier einleuchtend beschriebenen möglichen körperlichen Ursachen, hauptsächlich ein psychisches Problem ist. Sicherlich klingt es plausibel, wenn Gerhard zum Beispiel die Vermutung hat, das es bei Stauchung an der unteren Hohlvene und der damit verbundenen verminderten Blutzufuhr zum Herzen liegen könnte, aber ...... dann müssten ja alle Menschen auf dieser Erde diese Symptome und Probleme haben. Alle Menschen müssten beim Bücken oder nach dem Genuss von histaminreicher Nahrung Herzprobleme bekommen. Ich denke, dass es in erster Linie psychische Gründe hat und seine Hauptursachen vielleicht in so einer Art depressiven Verstimmung oder gar Depression begründet ist, die sich auf körperlicher Ebene widerspiegelt. Menschen, die dann empfindlich sind entwickeln diese unangenehmen Symptome dann oftmals immer bei oder nach den gleichen Anlässen. So eine Art Lerneffekt.

Ich denke, dass es bei mir zumindest so ist. Ich habe vor einiger Zeit hier kurz von meiner Geschichte erzählt. Angefangen hat im Prinzip alles vor ca. 23 Jahren. Ich hatte während meiner Ausbildung sehr viel psychischen Stress, unser Chef schikanierte uns wo er nur konnte. Zeitgleich bekam ich mit, wie sich eine entfernt Bekannte einer Herz-OP unterziehen musste und eine neue Herzklappe bekam. Dieses Ereignis lenkte meine Aufmerksamkeit erst mal massiv dem herzen zu. Fortan horchte ich ständig in mich hinein, zählte dauernd den Puls, kontrollierte zig Mal am Tag meinen Blutdruck mit dem Gerät meiner Eltern. Jede vermeintliche Unregelmäßigkeit wurde total verängstigt registriert und fehlinterpretiert. Ich bekam mit der Zeit immer öfters Herzrasen, horchte nur noch in mich hinein. Panikattacken kamen hinzu die das ganze noch verschlimmerten. In der Firma bekam ich einen verantwortungsvolleren Posten, die Angst es nicht zu schaffen, die Angst vor der neuen Aufgabe führte zu noch mehr Stress. Täglich hatte ich Herzrasen, meistens immer zu den gleichen Anlässen, morgens beim Toaster, wenn ich in der Küche stand oder beim Haare waschen im Bad. Immer die gleichen Anlässe, im Supermarkt, aber nur wenn ich den Einkaufswagen ausgepackt hatte und an der Kasse stand, wenn ich wieder draußen war wurde es besser. Jeden Morgen Übelkeit, Würgegefühle, Angst, depressive Verstimmungen, abends wurde es etwas besser. Irgendwann musste ich mich während dieser Attacken mal übergeben und mein Puls sprang über in eine absolute Arrythmie. Panisch schleppte ich mich zum Arzt, sah mich schon auf dem OP-Tisch wieder, aber nach 20 Stunden war alles wieder normal. Keiner konnte was feststellen. Das Vertrauen in den eigenen Körper war seitdem dahin, ständig fühlte ich wieder den Herzschlag, hatte Angst vor Sport, vor Treppensteigen, vor jeder körperlichen Anstrengung. Dann irgendwann hatte ich einen heftigen Anfall von Herzrasen auf der Arbeit, die Kollegen riefen den Notarzt, mit dem Krankenwagen ging es ins Krankenhaus. Schon auf dem Weg dorthin wurde ich beruhigt, nichts Schlimmes, nur Herzrasen. 2 Wochen wurde ich in der Herzklinik untersucht, nichts wurde festgestellt, aber ich bekam Betablocker zur Beruhigung des Herzschlags. Ständig horchte in mich hinein. Dann kam die Ablenkung, eine neue Freundin, Hausbau etc. Ich war so beschäftigt, dass ich nicht mehr so auf mein Herz achtete. Die Symptome wurde besser, ich fasste Vertrauen, schuftete wie verrückt, mit ging es richtig gut. 2 Jahre später wurde ich Vater, wieder diese Angst vor der Verantwortung, vor dem Unbekannten...zack....plötzlich war nach einer Würgeattacke das Vorhofflimmern wieder da. Wieder nur Panik auf meiner Seite, Angst, Angst, Angst. Wieder kontrollierte ich ständig meinen Puls, das gleiche ging von vorne los.. Aber durch die Ablenkung mit dem Kind kam ich bald wieder auf andere Gedanken und ich hatte 2 Jahre wieder keine Probleme. Dann klingelte irgendwann nachts das Telefon. Ich schreckte in völliger Angst hoch und dachte das irgendwas passiert sei, aber es war nichts nur falsch verbunden. Wieder im Bett spürte ich wieder das Vorhofflimmern. Diesmal kam ich wieder ins Krankenhaus, aber wieder wurde nichts festgestellt.

Ich habe das ganze in den letzten 25 Jahren ca. 6x mitgemacht. Hauptsächlich durch depressive Verstimmungen oder Stress ausgelöst. Immer wieder habe ich mit Menschen zu tun gehabt, die mein gutmütiges Wesen ausgenutzt haben, In der Ausbildung war es mein Chef, später meine Frau, die mich zum Schluss nur noch gequält und denunziert hat. Ich habe mich dann von meiner Frau getrennt. Es wurde wieder besser. Jetzt habe ich den nächsten Stress. Meine Ex-Frau entzieht mir auf mieseste Art meine Kinder, verlangt nur noch Geld. Wieder bin ich mit den Nerven am Ende, merke wie ich langsam wieder Depressionen bekomme. Jetzt habe ich auch oft wieder Extrasystolen, meine Herzangst kehrt wieder zurück, ich habe wieder panische Angst vor möglichem Vorhofflimmern. Ich habe hier viele Berichte gelesen, ich fange an wieder zu grübeln und mich reinzusteigern. Übertrage viele hier geschilderten Symptome auf mich. Habe jetzt erst nachdem ich es gelesen habe auch beim Hinlegen und nach links drehen Extrasystolen, das hatte ich vorher nie. Jetzt traue ich mich nachts nicht mehr einzuschlafen, weil bei vielen hier im Forum es ohne Grund nachts angefangen hat. Es ist wie ein Lerneffekt, eine Fehlprogrammierung durchs Gehirn, hauptsächlich vielleicht durch depressive Verstimmungen oder richtige Depressionen ausgelöst. Wenn es mir richtig gut geht und ich lustig und fröhlich bin, habe ich es nie, immer nur wenn ich eh schon am Boden bin. Ne Zeit lang hatte ich immer morgens um die gleiche Uhrzeit beim Aufhängen der Jacke Extrasystolen. Immer zur exakt gleichen Zeit, ich habe schon förmlich drauf gewartet. Es ist manchmal wie eine falsche Programmierung. Ständig denkt man drüber nach und traut sich kaum noch was zu. Durch diese ständigen Gedanken in Verbindung mit Depressionen entstehen im Gehirn vielleicht irgendwelche Fehlzündungen der Nerven die sich in körperlichen Beschwerden äußern. Dem einen schlägt alles auf den Magen, der bekommt Magenprobleme. Andere nehmen sich alles zu sehr zu Herzen, die bekommen hiermit Probleme. Vielleicht kann man das ganze mit einem Horrorfilm vergleichen. Die Bilder und das Geschehen ist grausam und äußerst schlimm, aber wenn man die Kinoleinwand untersucht, dann ist dort alles in Ordnung und es ist nichts schlimmes festzustellen. Ich glaube dass es eher in diese Richtung geht.

Liebe Grüße

Lucky

G)erhaxrd


Hallo Lucky!

Ich freue mich, wenn jemand seine Meinung zu meinen Vermutungen äußert.

Du glaubst also nicht an eine mögliche Beteiligung der unteren Hohlvene an unserem kardiologischen Beschwerdebild? In Deiner Begründung finde ich aber Beweise für die Richtigkeit meiner Vermutungen.

Ich werde mal aus Deinem Bericht einige Stellen zitieren und kommentieren.

Täglich hatte ich Herzrasen, meistens immer zu den gleichen Anlässen, morgens beim Toaster, wenn ich in der Küche stand oder beim Haare waschen im Bad. Immer die gleichen Anlässe, im Supermarkt, aber nur wenn ich den Einkaufswagen ausgepackt hatte und an der Kasse stand, wenn ich wieder draußen war wurde es besser.

Hier in diesem Faden findest Du massig Schilderungen, wo eben gerade bei diesen speziellen Körperhaltungen und Bewegungen, Extrasystolen ausgelöst wurden. Bei einem leicht nach vorn gebeugten Oberkörper, spannt sich der Bauchmuskel an und kann die untere Hohlvene deformieren. Dabei ist eine leichte Drehung nach links besonders kritisch.

Analisiere bei Dir doch mal genau die Bewegungen, bei denen Extrasystolen durch die Adern jagen. Dann verstehst Du, warum es beim nächsten Zitat auch immer so war.

Ne Zeit lang hatte ich immer morgens um die gleiche Uhrzeit beim Aufhängen der Jacke Extrasystolen. Immer zur exakt gleichen Zeit, ich habe schon förmlich drauf gewartet.

Es passiert jeden Tag, dass ich auch bei solchen leichten Dehnungen usw., Herzstolpern bekomme. Meistens muss ich darüber lachen, weil ich weiß, warum es so ist und es meine Vermutungen bestätigt.

Das ist die körperlich-organische Seite unserer Beschwerden, die, wie ich ja vermute sogar wichtig sind. Wenn wir diese Zusammenhänge falsch deuten, kann schon sehr schnell aus solchen harmlosen und möglicherweise sogar hilfreichen Extrasystolen, ein wirklich psychisches Problem werden.

Ob Dich meine, nicht nur vorgegaukelte Gelassenheit, in punkto Angst noch positiv beeinflussen kann, bezweifle ich. Dafür hast Du das Handtuch zu schnell zu Gunsten der Hilflosigkeit geworfen.

Du bist aber nicht hilflos ausgeliefert, denn es gibt Ärzte und es gibt auch viele Anregungen hier im Forum die "ohne Risiken und Nebenwirkungen" wenigstens mal ausprobiert werden könnten. Überdenke mal Deine Aussage

aber ...... dann müssten ja alle Menschen auf dieser Erde diese Symptome und Probleme haben. Alle Menschen müssten beim Bücken oder nach dem Genuss von histaminreicher Nahrung Herzprobleme bekommen.

Lass Dir helfen oder hilf Dir selbst, aber tu was.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Tschau *:)

lEucky!."kaYtenka


Hallo Gerhard,

ganz ehrlich, ich bewundere dich, dass du mit der ganzen Sache so locker umgehst. Ich habe auch keineswegs gesagt, dass deine Vermutungen und Beobachtungen nicht richtig sind.

Ich zweifel das überhaupt nicht an und sehr wahrscheinlich hast du auch absolut Recht mit deinen Analysen. Ist ja auch einleuchtend und plausibel, dass bei bestimmten Bewegungen die untere Hohlvene eventuell eingequetscht wird und weniger Blut zum Herzen fördert.

Das kann alles als Auslöser möglich sein, keine Frage.

Ich habe für mich selber nur beobachtet, dass es bei mir immer in Phasen auftritt in denen ich depressiv bin oder extrem viel Stress habe. Es gibt Wochen und Monate da geht es mir echt gut und ich lenke meine Aufmerksamkeit überhaupt nicht dem Herzen zu. Da habe ich bei den gleichen Bewegungen und Tagesabläufen überhaupt keine Probleme. Dann geht es mir gut und ich habe Kraft und Mut auch für andere körperliche Anstrengungen, vor denen ich sonst aus Angst um das Herz einen Bogen mache.

Meine Frage oder Vermutung war einfach nur, ob deshalb auch eine Verbindung zu Depressionen besteht. ich habe schon oft gehört dass sich eine Depression auch in vielfältigen

körperlichen Symptomen wie zB auch Herzrasen und Stolpern äußern kann.

Hast du dafür eventuell eine Vermutung oder Idee.

Im Krankenhaus meinten viele Ärzte bei mir, dass eventuell eine psychische Angstbehandlung ohne Meditation das Problem eingrenzen könnte. Ich habe lange keine Probleme gehabt, erst jetzt seit ein paar Wochen nach Scheidungsstress ist es wieder verstärkt und ich habe Angst, dass es wieder schlimmer wird.

Liebe herzliche Grüße

lucky

s)monixla


Die Psyche spielt eine große Rolle - auf jedenfall.

Wenn ich Abends auf den Weg nach Hause fahre, fangen meine Gedanken an, um das Problem zu kreisen.... dann spüre ich schon mal die eine oder andere ES im Auto.

Und wie war es gestern Abend? 20 Uhr hab ich mich zu einer Pizza überreden lassen und dann hatte ich 2 Stunden lang "Spaß" mit schnellem total unregelmäßigen Herzschlag. Dann wird mir allen übels davon auch noch schlecht und dann hab ich mich ins Bett gelegt - und da wurde es besser und ich bin eingeschlafen. zzz

s;monBixla


@ Gerhard

wie kommt es aber, das er nur bei diesen Situationen die Rhytmusstörung hat, wo er sich wahrscheinlich sonst 20 mal am Tag so dreht.

Bei mir ist es, wenn ich mir die Schuhe ausziehe wenn ich Heim komme - aber ich bücke mich sonst genau so ca 20 mal am Tag und da ist nichts *:)

Eovi58


Dass die Psyche mit reinspielt steht außer Frage.

Wenn ich zum Beispiel wieder ein Phase habe, in der die ES, VES usw. eine Rolle spielen, fahre ich allein nicht über die Autobahn, denn ich könnte ja in einen Stau kommen und dann ??? Ist mir 1 x passiert. 10 Minuten im Stau gestanden , dann auf einmal der Gedanke, was wäre wenn ... Sofort waren die ES da und dann die totale Panikattacke. Bin über den Standstreifen gefahren, die nächste Ausfahrt raus - zum Glück war es möglich. Ich hatte zwar das empörte Hupen der anderen Autofahrer im Ohr und habe mit einer Anzeige gerechnet, aber das war mir egal.. Schweißgebadet mit Herzrasen, war ich auf der Landstrasse und komischerweise wurde die Beschwerden langsam weniger.

Also nehme ich, wenn ich allein fahre fast immer die Landstrasse, da kann ich ja neben ranfahren und ggf, Hilfe holen. Ist noch nie passiert, aber so ist der Gedankengang.

Die Psyche ist meiner Meinung nach das A und O.

Aber wie auch immer, wenn ich mich gesundheitsbewusst ernähren geht es mir fast immer gut - herztechnisch gesehen, also muss auch

ein Zusammenhang im "körperlichen" bestehen. Da versuche ich im Moment dahinterzusteigen und die Theorie von Gerhard umzusetzen.

Bei mir steht im Februar eine 6-wöchige Kur an, die will ich konsequentt durchziehen. Ich hoffe, dann bin ich schlauer ;-)

Gruss

Evi

lcucky.akatenkxa


Hallo Evi58, Hallo smonila,

ihr beschreibt absolut die gleichen Symptome die ich auch habe. In Situationen wo keine schnelle Hilfe zu erwarten ist (Fahrstuhl, große Menschenmenge, alleine zu Hause.....ect. ) ist es besonders schlimm. Auch die Situation beim Bücken und die Schuhe ausziehen. Es passiert immer zur gleichen Uhrzeit. Die gleiche Situation zu einer anderen Uhrzeit löst gar nichts aus. Man wartet förmlich schon drauf. Ich kenne die Probleme seit Jahren. dann habe ich plötzlich jahrelang nichts gehabt bis es irgendwann durch extremen Stress wieder ausgelöst wird. Diese Situation habe ich jetzt. Es ist wie mit vor langer Zeit gespeicherten Daten im Gehirn. All die Panikattacken und ES und VHF von früher sind wieder allgegenwärtig, obwohl ich vor gar nicht langer Zeit darüber gelacht habe, weil ich dachte ich wäre für immer damit durch.

Eben bin ich nach Hause gekommen. 60 Treppenstufen lagen vor mir. Ich habe nur mein Herz beachtet, es schlug schneller und schneller, bloß keine Panik, bloß keine Stolperer, hoffentlich kein Vorhofflimmern.....oben angekommen wurde es noch schneller und schon waren wieder Stolperer da, Panik, hoffentlich springt der Puls nicht über. Erst nach ein paar minuten urde ich ruhiger, jetzt habe ich wieder Angst, Angst herzkrank zu sein.......so dreht es sich ständig, jede solcher Situationen nimmt einem immer mehr das Vertrauen in den eigenen Körper. Vor ein paar Wochen bin ich die Treppe bald hochgelaufen, ohne Probleme, ohne Stolperer. Was soll das, es ist als wenn sich das Herz bemerkbar machen will, jetzt stolpere ich, damit du es merkst und dir vielleicht nicht mehr so viele Dinge zu Herzen nimmst. Aber die Hoffnung ist da, weil ich das alles schon mehrfach hatte, de Hoffnung das auch diese Phase wieder verschwinden wird.

Evi58, früher hatte ich die Situation auch mal im Auto.....völlige Panuik...ich bin rechts rangefahren und habe einen wildfremden Mann um Hilfe angesprochen, er redete mit mir und es wurde besser, dann habe ich mich geschämt und geweint. Warum wird man so gequält ??? Warum ???

Deshalb ist meine Theorie ganz klar, es kommt in erster Linie von der Psyche, Fehlinterpretationen der Hirnnerven.

Gerhard hat aber auch Recht, vielleicht interpretiert sein hirn auch das Quetschen der Hohlvene iregndwie falsch und schickt deshalb durch fehlgesteuerte Reize Impulse zum Herzen die ES oder VHF auslösen. Bei jedem menschen sind die Auslöser wahrscheinlich anderer Natur, aber ich behaupte mal das die eigentlichen reize nur fehlsteuerungen des Hirns sind, die man vielleicht gezielt durch psychische Hilfe oder Entspannungsmethoden in den Griff bekommen kann.

Liebe Grüße

lucky

s!moniOla


gut geschrieben, finde mich in Deinen Beschreibungen 200%ig wieder ... jetzt habe ich 2 Wochen frei und will entspannen %-|

Morgen habe ich vorher nochmal Untersuchungen -bin gespannt !

kino wbody


Hi Leute,

Mich würde nochmal interessiern ob es hier jemanden gibt, dessen EKG u. LeistungsEKG völlig in Ordnung sind und auch Herzecho oder sonstiges nix ergeben haben, also jemanden, der eigentlich auch viel zu jung für VHF ist(bin 25) und bei dem es auch nur vom Alkohol kommt.

Habe in letzter Zeit wieder einiges gelesen über sog. "Lone Af", was wohl eine relativ gute prognose hat, dass es nicht so fortschreitend verläuft wie VHF, welchem eine andere Erkrankung zugrunde liegt.

Mein Hausarzt meinte nämlich auch, dass es sein kann nur einmal im Leben VHF zu bekommen.

ich hoffe es sehr, da es bei mir wohl von einer Herzmuskelentzündung kam welche ich vor drei Jahren mal hatte.

Ich hatte auch nur 2mal VHF nach extremem Alkholkonsum und nun schon seit ca. 1,5Jahren war nix mehr.

Ich habe halt überhaupt keinen Bock mehr mir Gedanken über VHF machen zu müssen, dennoch vergeht kein einziger Tag mehr in meinem Leben an dem ich nicht daran denken muss oder mich traue mal in den Urlaub zu fliegen oder ähnliches.

Dieser Mist hat mich echt einen Grossteil meiner Lebensfreude gekostet.

Ich traue mich wirklich gar nichts mehr und körperliche Belastung ist mir ein Graus.

Ich schlafe jeden Tag mindestens 10 Stunden aus lauter Angst vor den Extrasystolen, die ich ab und zu mal bekomme wenn ich nicht richtig ausgeschlafen bin....

k$miOchl


@ knowbody

Ich gehe davon aus, dass die Ursache genetisch und organisch bedingt ist. Man muss es eher wie die Veranlagung oder Neigung zu VHF sehen. Die Ursachenforschung hier würde ich besser als Auslöserforschung bezeichnen. Daher gibt es auch soo verschiedene Ansätze dazu. Ich bin mir sicher, dass der Magen-Darm-bereich genauso ein Auslöser ist, wie die Psyche, Medikamente, Nervensystem, usw. Zu diesen Auslösern gehört meiner Beobachtung nach, und auch allen einschlägigen Fachberichten nach, der Kunsum von Alkohol. Eigentlich gehts nicht um den Konsum, sondern um den Abbau von Alkohol und dessen Abbauproduke. Daher wirst wohl auch du die Probleme erst einige Zeit nach dem Konsum erleben.

Das Hauptproblem dabei ist, dass dies nicht ohne Folgen bleibt, weil die Neigung zu VHF mit jedem Anfall immer stärker wird. Dieses Fehlverhalten des Herzens manifestiert sich organisch. Die falschen Leitungen werden trainiert und bilden sich noch besser aus. Daher musst du früh genug, also JETZT alles daran setzen, dass du das vermeiden kannst. Das betrifft alle Arten von Auslösern! Also bleib cool, ärgere dich nicht, vermeide Stress, betreibe Sport!!, verzichte auf Alkoholexzesse, dann kanst du weiterhien locker deine Bierchen genießen.

Ich bin 40 und habe nun schon 4 Jahre VHF. Mein Herz ist organisch vollkommen Gesund.

LG an alle

G2ernhxard


@ lucky.katenka

@ smonila

Ich kann Euch nicht verstehen, warum bei solchen, wahrscheinlich harmlosen Herzrhythmusstörungen, nun unbedingt die Psyche bzw. Seele als Sündenbock herhalten muss.

Könnt Ihr Euch mit dieser Variante eher anfreunden, weil Ihr etwa glaubt Ihr habt dadurch keine richtige Erkrankung? Das wäre aber ein Trugschluss.

Wenn die Ärzte wie bei den meisten von uns eine Herzerkrankung ausgeschlossen haben, dann versuche ich doch erstmal zu ergründen, ob nicht ein Verhaltensfehler schuld sein könnte, bevor ich mich mit der Diagnose psychische Störung abfinde. Nicht etwa dass man bei einer psychischen Erkrankung mit einem Makel behaftet ist, nein, sondern weil ich in diesem Fall nur dem Geschick der Psychologen und Therapeuten ausgeliefert wäre.

Wer allerdings durch einen alles beherrschenden Angstzustand alle ärztlichen Befunde infrage stellt, der glaubt auch nicht daran, dass z.B. durch eine geänderte Ernährung eine Besserung eintreten könnte.

Was mir geholfen hat ist auch eine Art Angst – und zwar die Vorsicht. Sie ist allgegenwärtig, z.B. bei jeder Mahlzeit, indem ich nicht alles esse was ich gerne möchte oder wenn sie mich zügelt, dass ich möglichst keine plötzlichen Bewegungen und Körperhaltungen ausführe von denen ich Probleme bekomme. Die Zusammenhänge wie das alles geschehen könnte und die Notwendigkeit einer gewissen Vorsicht, habe ich erkannt.

Es würde sich möglicherweise auch für Euch lohnen, bei der Ernährung ein bisschen ängstlicher (vorsichtiger) zu sein, damit Ihr keine Verdauungsprobleme bekommt die wiederum den Kreislauf beeinflussen. Wer sich vorstellen kann, warum man solche Phasen durchlebt, in denen man vermehrt Extrasystolen, Aussetzer, Herzrasen und auch mal Vorhofflimmern bekommt, der hat am Ende auch keine Angst mehr vor dem Autofahren mit Stau, Treppensteigen etc. lt. Euren Schilderungen.

Auch @Evi58 hat schon erkannt, dass es ihr bei einer "gesundheitsbewussten" Ernährung fast immer gut geht. Hierbei sollte es aber nicht darum gehen, ob es allgemein als gesund gilt, sondern vielmehr ob man es selbst verträgt. Spinat, Quark, Fischkonserven, Eierteigwaren und Bergkäse beispielsweise, gelten auch als gesund doch sie machen mir persönlich erhebliche Probleme.

Nun noch Zitate aus Euren Berichten;

Bei mir ist es, wenn ich mir die Schuhe ausziehe wenn ich Heim komme - aber ich bücke mich sonst genau so ca 20 mal am Tag und da ist nichts.

Weil immer gerade zu dieser Zeit der Blutrückfluss zum Herzen und somit der gesamte Kreislauf durch verschiedene Faktoren gestört sein kann. Ursachen dafür gibt es viele, es bringt jetzt nichts, alles Mögliche hier aufzuzählen. Wichtiger ist es, dass jeder selbst ein bisschen Phantasie hat, um sich in die Vorgänge seines Körpers hineinzudenken. Mit der Vorstellung, dass bei allen Lebewesen nichts einfach nur so ist wie es ist und somit alles einen Sinn hat, kann ich viele Reaktionen besser verstehen.

Wenn ich Abends auf den Weg nach Hause fahre, fangen meine Gedanken an, um das Problem zu kreisen.... dann spüre ich schon mal die eine oder andere ES im Auto.

Und wie war es gestern Abend? 20 Uhr hab ich mich zu einer Pizza überreden lassen und dann hatte ich 2 Stunden lang "Spaß" mit schnellem total unregelmäßigem Herzschlag.

Eben bin ich nach Hause gekommen. 60 Treppenstufen lagen vor mir. Ich habe nur mein Herz beachtet, es schlug schneller und schneller, bloß keine Panik, bloß keine Stolperer, hoffentlich kein Vorhofflimmern.....oben angekommen wurde es noch schneller und schon waren wieder Stolperer da, Panik, hoffentlich springt der Puls nicht über.

Ich werde mal versuchen ein Muster zu konstruieren, was ich essen müsste, um dann auch auf der Heimfahrt schon im Auto und zu Hause auf den 60 Treppenstufen erhebliche Probleme zu haben.

Zum Frühstück esse ich eine Semmel mit Butter, rohen Schinken und Salami. Dazu trinke ich zwei Tassen Kaffee, obwohl ich weiß, dass er mich nur die ersten zehn Minuten angenehm munter macht und anregt, aber dann zunehmend in eine unangenehmere innerlich aufgeregte Phase übergeht. Hier treten schon die ersten Extrasystolen auf, begleitet mit Aufstoßen und Sodbrennen.

Zu Mittag esse ich Salzkartoffeln, Rahmspinat und 2 Spiegeleier. Ab einer Stunde nach dem Essen vermehrtes Auftreten von Sodbrennen und Aufstoßen.

Am Nachmittag eine Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen aus dem Supermarkt, möglichst mit Quark und Sahne oder so ähnlich.

Tagsüber hatte ich viel Stress und so aufgeputscht setze mich zum Feierabend ins Auto und fahre nach Hause.

Bereits im Auto hätte ich auch schon Extrasystolen durch die Histaminwirkung der Nahrungsmittel und durch die Luftansammlungen im Bauch. Der Blutrückfluss zum Herzen wäre durch die Stauchung der unteren Hohlvene gestört und dazu kämen dann noch die 60 Treppenstufen. Das Herz kann in dieser Situation nur den Schnellgang einlegen, um halbwegs effektiv zu arbeiten.

Zum Bestellen der Pizza für den Abend wäre es bei mir in diesem Fall sicherlich gar nicht erst gekommen, da mein Puls bis dahin bei irgendeiner unbedachten Bewegung schon in Vorhofflimmern umgesprungen wäre und ich dann erstmal nichts zu Essen brauchte.

Das ganze würde natürlich auch zeitversetzt und mit anderen Speisen funktionieren.

@ knowbody,

es ist bestimmt möglich, dass Du Dein 2maliges Vorhofflimmern nur im Zusammenhang mit der Herzmuskelentzündung und da nur durch extremen Alkoholkonsum ausgelöst wurde. Aber möglich ist natürlich auch eine andere Entwicklung als bei "Lone Af", was als ganz normales Vorhofflimmern bezeichnet wird, welches nur einmalig oder sehr selten auftritt.

Um Deine andere Frage noch zu beantworten – außerhalb meiner Vorhofflimmerattacken (also zeitlich gesehen fast immer), waren meine Untersuchungen wie EKG, Belastungs-EKG, Herzecho usw. immer dem Alter entsprechend in Ordnung.

Lebe Dein Leben und lass Dich nicht von diesem Thema beherrschen. Ansonsten schließe ich mich den abschließenden Empfehlungen von @kmichl an.

Viele Grüße

Tschau *:)

lPucky|.ka$tenka


Lieber Gerhardt,

ich will Deine persönlichen Beobachtungen und Schlussfolgerungen gar nicht abstreiten oder gar widerlegen. Einige Punkte kann ich sogar auf mich beziehen, manchmal zu mindestens.

Ich denke, dass die Ursachen und Auslöser irgendwo in der Mitte begründet sind.

Ich gebe zu, dass ich von je her ein großer Hypochonder bin, viel in mich hineinhorche und mir selber auch immer viel Stress mache.

Das steckt wohl so in mir drin und gehört zu meinem Naturell. Vor über 25 Jahren während meiner Lehre war es besonders schlimm, mein Chef denunzierte mich ständig, ich stand unter Dauerstrom. Ich nahm mir alles viel zu sehr zu Herzen. Ständig hatte ich Herzrasen, bis sich meine Gedanken immer mehr auf mein Herz konzentrierten. Ich denke durch diesen Dauerstress und ständige Reizung der Nerven ist es damals erstmals zu VHF gekommen, welches meine Angst natürlich noch mehr verstärkte. Ich zog damals die Notbremse, versuchte nicht mehr soviel Stress zu machen und mich zu schonen. Kein körperlichen Anstrengungen um Herzrasen zu vermeiden, keine Cola, keinen Kaffee wegen dem Coffein. Ich habe nie geraucht ! Mit der Zeit faste ich wieder mehr Vertrauen und traute mir auch mehr zu, bis die nächste extreme Stresssituation kam, wieder Herzrasen, wieder reinsteigern, letztendlich bis zum VHF. Wieder fing ich mich anschließend an zu schonen etc., wie gehabt, bis zur nächsten extremen Stressbelastung. Natürlich merke ich ab und zu auch die von dir geschilderten möglichen Zusammenhänge. Bestimmte Bewegungen, wie schnelles Hinlegen oder schnelles Aufspringen erzeugen manchmal Extrasystolen. Auch bei Würgen mit Erbrechen kann es sein, dass der Rhythmus manchmal überspringt ins VHF. Natürlich versuche ich diese Dinge dann zu vermeiden. Mit der Zeit steigt das Vertrauen in den Körper dann wieder und es geht mir eigentlich sehr gut. Momentan bin ich nach einer weiteren extremen Stresssituation wieder in einem ziemlich depressiven Zustand, habe viele Extrasystolen und wieder Angst vor dem VHF. Ich bin also wieder in meinem Teufelskreis gefangen. Natürlich vermeide ich abrupte Bewegungen, ernähre mich fettarm, trinke nie, rauche nie und versuche körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Morgens ist es am schlimmsten, ich schlafe eigentlich sehr gut und wache entspannt auf. Es ist alles ok, aber kurz nach dem Aufwachen kreisen sich meine Gedanken sofort wieder ums Herz und ich merke förmlich, wie der Puls sofort hochgeht, obwohl ich noch im Bett liegen bleibe. Die Angst vor dem Tag und möglichen "Herzaussetzern" ist sofort allgegenwärtig, nach der Einnahme des Betablockers bin ich etwas beruhigter, gegen Abend werden die Symptome meistens immer besser. Gestern hatte ich sogar die Situation wo für ein paar Stunden alles wie weggeblasen war, absolut keine Symptome und Freude und Glück war da, bis ich darüber an nachzudenken fing und sich die Depressivität wieder einstellte. Heute ist die Angst wieder stärker.

Ich denke, die Nervenfasern in den Vorhöfen oder die Reizleitungen zum Herzen hin sind bei mir durch mein Wesen und meine ständige Angst und dem Stress ziemlich überreizt und haben sich im Laufe der Jahre soweit ausgebildet und entwickelt, dass sie sofort auf jede Kleinigkeit reagieren und Impulse liefern, die das Herz manchmal außer Takt bringen. Natürlich reagieren die gleichen Nervenfasern jetzt nicht mehr nur auf seelischen Stress, sondern auch auf verminderte Blutzufuhr oder bestimmten Bewegungen, die am Herzen reiben, wie Bücken, voller Magen, Histaminüberschuss etc.. Damit wäre auch deine These auch erklärt, Gerhardt. Ich denke die angelernten und ausgebildeten verstärkten Nervenfasern zum Herzen oder zu den Vorhöfen sind der Grund für die Attacken. Sie werden bei den jeweiligen Menschentypen jeweils nach Typ und Wesen gereizt und damit stärker ausgeprägt. Bei mir ist es durch meine übertriebenen Ängste, bei anderen vielleicht durch übermäßigen Alkoholkonsum oder histaminreicher Ernährung und die damit verbundene Dauerbelastung des Stoffwechsels und der damit verbundenen Herztätigkeit. Eine Verödung einiger Nervenenden in den Vorhöfen kann ja auch gar nicht den vollen Erfolg bringen, weil die Reizleitungen außerhalb des Herzens liegen.

So Gerhardt, so ungefähr stelle ich mir die Ursachen vor. Das Herz selber ist natürlich völlig gesund, wie die Ärzte immer wieder sagen, auch wenn es sich völlig anders anfühlt. Jeder muss für sich selber rausfinden, wie er mögliche Auslöser vermeiden kann. Im Schlaf habe ich es nie gehabt, im Gegenteil, während des Schlafens Ist der Puls immer wieder auf Sinus umgesprungen, weil ich dann Ruhe hatte. Bei anderen Menschen drückte beim Schlafen bei bestimmten Bewegungen in Traumphasen vielleicht das Zwerchfell gegen die ausgebildeten oder ausgeprägten Nervenfasern des Herzens oder Bauchluft drückt dagegen und VHF wird dann ausgelöst. Ist bei jedem eben anders. Vielleicht kannst du durch Massage deines Bauches irgendwelche anderen Nerven reizen, die das VHF wieder abwenden können.

Ich wünsche dir und allen anderen schöne Weihnachten !

Lucky

Myoonligxht73


Habe grosses Interesse an der Umfrage bzw. der eigenen Website auf der jeder Extrasystolen-Betroffene Kreuzchen machen kann.

Könnte man da nicht wirklich etwas auf die Beine stellen?

Nach langen Jahren mit ES bin ich immer mehr der Meinung daß man diesen Holperern nur gemeinsam mit vielen anderen auf die Schliche kommen kann.Alleine hat man zwar andauernd eine andere Theorie woher sie kommen aber findet nie die wirkliche Ursache.

Grüße Angela

M:oonliyght7x3


Übrigens geht mir immer die Sache mit der Hohlvene durch den Kopf.

Sogar in einem Stillbuch von Hannah Lothrop steht,daß wenn Schwangere auf dem Rücken liegen das Kind auf diese Vena-Cava-Vene drücken kann und daher das Herz reagieren kann.Warum also nicht bei Nicht-Schwangeren?

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