» »

Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

GrePrhqard


2. Aktuelle Zusammenfassung (Histamin- u. Hohlvenentheorie)

In einer längeren Diskussion, wie auch hier in diesem Thread, wird oft nur die erste oder die letzte Seite aufgerufen, wobei die vielen dazwischen liegenden Seiten mit je 15 Beiträgen kaum noch Beachtung finden. Deshalb hier nun wieder eine auf den neuesten Stand gebrachte Zusammenfassung meiner Gedankengänge der zurückliegenden Seiten. Dass ich mich dabei in den meisten Punkten wiederhole, ist gewollt.

Ich widme mich nur noch einer speziellen Theorie, mit der ich, davon bin ich überzeugt, anfallsweißes Auftreten von Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern erklären kann.

Dabei verschmelzen zwei anfangs getrennte Gedankengänge miteinander, die hier in diesem Thread als Histamintheorie und Hohlvenentheorie von mir lange favorisiert wurden.

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass diese Art Rhythmusstörungen dem Charakter nach ein Schutzmechanismus ist, der den Blutkreislauf in einer Notsituation aufrechterhält.

Es ist beeindruckend welche Parallelen es hierzu gibt, wenn man die vielen Berichte der Betroffenen seit 2007 aufmerksam liest.

Es gibt eigentlich keine andere sinnvolle Erklärung, die das Auftreten von Extrasystolen & Co. rechtfertigen könnte, da ich davon ausgehe, dass nichts einfach nur so ist.

Ich habe nirgendwo anders bisher etwas von histamininduziertem Vorhofflimmern gelesen, was aus meinem Blickwinkel heraus gesehen sogar eine sinnvolle Regulation des Kreislaufsystems darstellt, so wie auch die harmlosen Arten von Extrasystolen.

Diese Zusammenhänge möchte ich hier noch einmal versuchen zu erläutern.

Ein gestörter Blutrückfluss zum Herzen ist nach meiner Theorie die Hauptursache von bestimmten Rhythmusstörungen.

Im rechten Herzvorhof, wo das gesamte verbrauchte Blut aus dem Organismus über die obere und untere Hohlvene ankommt, befinden sich Dehnungsrezeptoren, die bei dort auftretendem Blutvolumenmangel sofort im Kreislaufzentrum des Zentralnervensystems Alarm schlagen. Auch in den beiden großen Körpervenen selbst gibt es solche Messfühler.

Wie kommt es zu so einem Blutmangel, wo das Herz in Gefahr gerät, nicht genügend Blut zur Verfügung zu haben, um es durch die Lunge und dann weiter in den Kreislauf zu pumpen?

Ein Grund könnte die Kompression der unteren Hohlvene sein, die durch Blähungen oder sonstige Beeinträchtigungen im Bauch dermaßen abgequetscht und eingeengt werden kann, dass der Blutrückfluss zum Herzen ins Stocken gerät.

Begünstigende Einengungsgründe gibt es viele, z.B. krummes Sitzen vor dem Computer, Liegen auf einer bestimmten Seite, Beugen, Bücken, Hocken, Strecken; aber auch opulente Mahlzeiten, Blähungen, Luftschlucken, d.h. einfach alles, was die Platzverhältnisse im Bauchraum negativ beeinflusst.

Bei bereits kritischem Platzmangel im Bauch können schon durch bloße Anspannung des Bauchmuskels innere Organe gegen die untere Hohlvene gedrückt werden. Den gleichen Effekt kann ein tiefes Einatmen haben, wenn das Zwerchfell in den Bauch hinein drückt.

Zudem noch muss ja das Blut gegen die Schwerkraft nach oben fließen.

Es ist schon eine heikle Angelegenheit für unsere Steuerungszentrale, wenn das Blut im Herzen knapp wird und eine Ohnmacht droht. Deshalb ist das Warnsystem mit den Dehnungsrezeptoren auch entsprechend empfindlich eingestellt. Wir merken wahrscheinlich noch gar nichts von einer sich anbahnenden Mangelerscheinung – da stellt sich der Kreislauf schon auf diese Gefahr ein. Die Saugwirkung der rechten Herzkammer erzeugt einen gewissen Unterdruck im rechten Vorhof und in den Hohlvenen, also im Messbereich dieser Dehnungsrezeptoren. Dieses Druckgefälle wird umso stärker, je mehr der Blutrückfluss zum Herzen durch die Kompression der unteren Hohlvene gestört ist. Es entsteht also ein Notfall.

Das Herz kann aber nur soviel Blut durch den kleinen und den großen Kreislauf pumpen, soviel im rechten Vorhof gerade ankommt und keinen Tropfen mehr.

Also muss es das wenige Blut so effizient wie möglich einteilen, um die Blutversorgung so gut es geht aufrecht zu erhalten. Das heißt z.B. auch, aus rationellen Gründen mit einer hohen Frequenz zu schlagen, um jeweils nur eine kleine Menge Blut zu pumpen (Herzrasen) oder vollkommen unrhythmisch immer nur das Blut zu pumpen was gerade verfügbar ist (Vorhofflimmern??).

Der Sinusknoten mit seinem gleichmäßigen Rhythmus könnte sich bei Volumenmangel störend auswirken, da er nicht den Füllstand der Vorhöfe und Kammern berücksichtigt.

Die neuen Druckverhältnisse an den Dehnungsrezeptoren gelten nach kurzer Zeit als Norm. Das ist vielleicht der Grund dafür, dass Vorhofflimmern oft längere Zeit anhält.

Bei Extrasystolen und Aussetzern gibt es allerdings kein ökonomisches Beispiel, oder doch?/?/?

Auf jeden Fall kann durch die Erschütterungen, die von Extrasystolen über die Aorta in den Bauchraum übertragen werden, eine durch Blähungen kompressierte untere Hohlvene von ihrer Umklammerung frei geschüttelt werden. Das Gleiche wird erreicht, wenn wir uns durch den Extraschlag erschrecken und dadurch unsere Körperhaltung ändern oder aufspringen.

Bei fast jeder Extrasystole höre ich kurz nach dem deutlich spürbaren Beben durch die Pulswelle ein lautes Bauchgeräusch, welches durch wandernde Gasblasen verursacht wird.

Diese Extrasystolen werden nicht zufällig ausgelöst, sie sind vielmehr ein effektives Hilfsmittel eines ganz ausgeklügelten Schutzsystems unseres Herz- Kreislaufsystems.

Gibt es möglicherweise nur deshalb die unterschiedlichen Extrasystolen SVES bzw. VES - also vom Vorhof bzw. von der Kammer ausgehend, weil sich in den Vorhöfen und in den Kammern solche Rezeptoren befinden, also je nachdem wo der Notfall bemerkt wird?

Wie sollte eine gequetschte Hohlvene sonst noch befreit werden? Wenn der Betroffene schläft oder schon ohnmächtig ist, wäre es doch die einzige Möglichkeit.

Es gibt mysteriöse Ereignisse, wo diese Theorie durchaus auch zutreffen könnte wie z.B. beim noch immer rätselhaften "plötzlichen Kindstod". Hat man schon mal ins Kalkül gezogen, ob die Ursache nur ein aufgeblasener Darm war, der die untere Hohlvene blockiert hat? Oder hat möglicherweise ein Arm des Kindes, auf dem es bei Bauchlage gelegen hat, diese Wirkung noch verstärkt? Keiner weiß es genau, aber auf dem Bauch sollen bei solchen Ereignissen die meisten Babys gelegen haben.

Im Nachhinein wird man kaum eine konkrete Ursache finden.

Sicherlich ist es auch sehr schwierig im akuten Stadium eine schnelle Diagnose zu stellen, denn wie misst man die Druckverhältnisse in dieser Vene mitten im Körper so kurz vor dem Herzen?

Bisher sprach ich hauptsächlich von Dehnungsrezeptoren im Einzugsbereich des rechten Vorhofs. Ein dort auftretender Blutvolumenmangel überträgt sich aber zwangsläufig auch auf den linken Vorhof, weil das über die 4 Pulmonalvenen zurückfließende und nun sauerstoffreiche Blut nur soviel sein kann, als vom rechten Herzen gepumpt wurde. Ein einmal aufgetretenes Blutdefizit ist also dort ebenso spürbar und von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren auch ebenso messbar.

Könnten etwa bei einer Pulmonalvenenisolation (Katheterablation) solche Rezeptoren irrtümlicherweise mit verödet werden? Vorhofflimmern würde dadurch möglicherweise mit verhindert, aber im Rahmen meiner Theorie auch mit verhängnisvollen Folgen. Das nur mal so als Denkanstoß.

Welchen Stellenwert hat aber nun das Histamin bei dieser Hohlvenentheorie?

Durch die Nahrung aufgenommenes Histamin fördert Verdauungsstörungen unterschiedlicher Art und behindert dadurch wie in einem Teufelskreis selbst den Abbau, sodass es sich im Blut und in den Mastzellen immer höher anreichert.

Es verursacht also die Blähungen, welche dann in der unteren Hohlvene den Blutrückfluss zum Herzen behindern.

Eine andere negative Eigenschaft des Histamins ist die Kontraktion der glatten Muskulatur bei Hohlorganen, also auch die der unteren Hohlvene. Mein krabbelndes - zappelndes Gefühl kurz über dem Bauchnabel, was bei mir Vorhofflimmerattacken ankündigt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit so ein Gefäßkrampf, denn an dieser Stelle durchtritt diese Vene das Zwerchfell.

Auch der bei Beginn des Vorhofflimmerns einsetzende starke Harndrang scheint eine Verkrampfung der glatten Blasenmuskulatur durch Histamineinwirkung zu sein.

Es gibt viele solche Beispiele, die aber nur auffallen, wenn man die Zusammenhänge kennt und sie selbst spürt.

Die Verkrampfung der Bronchien durch Histamin, mit Luftnot und Auswirkungen der Atmung auf die obere Hohlvene hat den gleichen Effekt des behinderten Blutrückflusses zum Herzen und gehört auch in diese Kategorie.

Histamin erweitert aber auch die Gefäße und senkt dadurch den Blutdruck, was ja erstmal ganz gut klingt. Da das aber auch bei der unteren Hohlvene so ist, wird dieser dicke Schlauch durch die aufgeblähten benachbarten Organe und den verminderten Innendruck noch leichter zusammengedrückt, mit all den fatalen Folgen.

Eine plötzliche Histaminfreisetzung aus den Mastzellen geschieht auch durch allerlei Einflüsse wie Erschütterungen, Vibrationen durch laute Musik (Bässe), Hitze, Kälte, Medikamente, Aufregung, Stress, Angst, ect.

Soviel zum neuesten Stand meiner persönlichen Beobachtungen.

Eine permanente Angst vor Extrasystolen & Co. ist in den meisten Fällen sicher unbegründet.

Man sollte solche Episoden als Selbsterhaltungstrieb des Herzens sehen und sich darüber freuen, dass es so aufmerksam ist.

Vielen Dank wieder für die eingegangenen Beiträge. Passende Einzelheiten daraus gehen in meine Zusammenfassungen mit ein. Ich melde mich bald noch einmal zu einigen Beiträgen.

Tschau *:)

Gierh0ard


@ Vidgi

Hallo Vidgi, es wundert Dich, dass bei mir das Glutamat einwenig in den Hintergrund geraten ist.

Ja es stimmt, ich möchte dadurch mehr oder weniger nur ein bisschen Ballast abwerfen, damit ich nicht die Übersicht verliere. Außerdem erscheint mir heute die potenzielle Wirkung von Histamin um ein Vielfaches höher als die von Glutamat.

Am Ende könnte sich durch den gleichen Abbaumechanismus die Glutamatwirkung in eine Histaminwirkung umwandeln. Doch eine durch Studien belegte Quelle dafür, dass beide Substanzen die DAO zum Abbau brauchen, habe ich auch wie Du noch nicht gefunden.

Nahrungsmittel ohne Geschmacksverstärker vertrage ich nach neuesten persönlichen Provokationstests nicht wesentlich besser als welche mit diesem Lebensmittelzuschlagstoff. Dabei ist aber ein gewisser Unsicherheitsfaktor wegen des natürlichen Glutamats gegeben.

Fakt ist aber auch, dass sehr viele Produkte mit Geschmacksverstärkern herstellungsbedingt viel Histamin enthalten, weil sie mit allerlei industriell haltbargemachten Zutaten verarbeitet sind.

Mit solchen Mischerzeugnissen habe ich meine Glutamat-Versuche jedoch aus Vorsicht nicht durchgeführt, sondern mit fast reinem Geschmacksverstärker E 621 (Mononatriumglutamat) als Streuwürze.

Dein Auszug aus dem Bericht von Craig G. Burkhard und seinem Provokationstest mit chinesischem Essen, was Vorhofflimmern ausgelöst hat, ist sehr interessant. Jedoch sehe ich als Übeltäter in seinem Versuchsmenü nicht unbedingt das Glutamat, sondern eher das Histamin.

Ich bin gespannt auf Deine angekündigte Übersetzung aus dem Englischen über Zusammenhänge von Histamin und Vorhofflimmern.

@ la gioconda

Sehr interessant Deine Aufzählung…

Zitat:

Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen) kommen bei mir dann vor:

IMMER beim Liegen (meistens nur die ersten 5 Min) auf dem Bauch liegen ist es für mich am besten, HRS bei Seite wechseln, Bücken, gekrümmt oder ganz gestreckt sitzen, starkem Husten, Laufen und plötzlich stehen bleiben (also muss immer "ausschleichen" und langsam zum stehen kommen), HRS bei kalt Duschen, Kohlensäuregetränke, viel Essen, tief einatmen, Überanstrengung (körperlich sowie geistig) und am allerschlimmsten bei Aufregung....

Und jetzt die neueste Entdeckung: HRS immer während der Herz-Ultraschall-Untersuchung (kein Zufall!) wahrscheinlich durch den unangenehmen Druck mit dem der Arzt übers Herz fährt und diese Schallwellen spüre ich auch, diese Vibrationen reizen bei mir wahrscheinlich meinen Vagusnerv.

Arzt hält natürlich nicht viel davon, schaut immer nur komisch, wenn ich dann Husten und Aufschrecken muss (passiert nämlich immer bei mir wenn ich HRS habe).

Solche Auslöser von Extrasystolen werden sicherlich von den meisten Lesern unweigerlich in die psycho-somatische Ecke geschoben. Ich lass mal das "psychisch" weg und sage: "Es sind rein somatische, also körperliche Störungen".

Alles was Du als mögliche Auslöser beschreibst, passt haargenau zu meiner Hohlvenentheorie.

Bei jeder Bewegung oder Körperhaltung, wo der Bauchmuskel oder das Zwerchfell angespannt wird, kann die senkrecht verlaufende 2,5 cm dicke untere Hohlvene deformiert und der Blutrückfluss zum Herzen dadurch behindert werden.

Selbst beim Frieren, wenn man kalt duscht oder bei Aufregung spannt man ja den Bauchmuskel an. Selbiges auch beim tiefen Einatmen, beim schnellen Laufen und plötzlichen stehen bleiben, beim gekrümmt oder ganz gestreckt sitzen, bei starkem Husten oder Niesen, beim Hinlegen und Seite wechseln usw. usw.

Voraussetzung für das Auftreten solcher Störungen ist ein gleichzeitiges Vorhandensein von Platzansprüchen der Bauchorgane gegenüber der unteren Hohlvene, ausgelöst hauptsächlich durch Blähungen.

Deine neueste Entdeckung ist auch für mich neu, nämlich Extrasystolen immer während der Herz-Ultraschall-Untersuchung.

Hierbei kann ich mir gut vorstellen, dass durch die mechanische Reizung des Ultraschalls Deine von Haus aus sehr sensibel reagierenden Dehnungsrezeptoren im Vorhof einen Volumenmangel signalisieren, wonach dann, nach meinem in der Zusammenfassung beschriebenen Muster, Extrasystolen in die Aorta abgefeuert werden. Dass diesmal das Druckgefälle nicht von der unteren Hohlvene kommt, können die Dehnungsrezeptoren nicht unterscheiden.

Der dabei auftretende Husten könnte möglicherweise zur Aufhebung einer Kompression der oberen Hohlvene durch die Lunge von Nutzen sein, die ja auch in den Vorhof mündet.

Diese Möglichkeit hat @Vidgi schon einmal angedeutet.

Ich selbst spüre den Ultraschall auch als leichtes Kribbeln.

Das [[http://de.wikipedia.org/wiki/Vena-cava-Kompressionssyndrom Vena-cava-Kompressionssyndrom]] umschreibt genau diese Symptomatik bei Schwangeren.

Warum sollte das nicht auch für einen nur aufgeblähten Bauch zutreffen?

@ Manchen

Du hast Angst vor Herzrasen im Flugzeug?

Ich will nicht meine Thesen pauschalisieren, aber ich möchte doch jedem raten sich selbst einmal zu checken ob es auch so zutreffen könnte. Wenn man sich vorstellen kann, dass Herzrasen sogar sinnvoll und nützlich sein kann, dann hat man auch schon gewonnen.

Auf alle Fälle würde ich an Deiner Stelle schon einige Tage vor dem Flug in den Urlaub meine Nahrung so verträglich und histaminarm wie möglich gestalten.

Aufregung, Stress, etc. fördern die Freisetzung dieses Stoffes und dann kann der Histaminspiegel im Blut nicht so schnell eskalieren.

Und wenn es mal rast…na und?, es geht auch wieder weg.

Ich wünsche Dir am 14. Mai einen guten Flug und einen erholsamen Urlaub. :=o

@ Summelbrummel

Auch Dir kann ich nur raten die ganze Sache gelassener zu nehmen und nutze die für Dich als hilfreich erscheinenden Passagen hier aus diesen Berichten.

Nudelauflauf mit Käse und dazu Spezi würde mir auch nicht gut tun, schon wegen dem Koffein in dieser Fruchtcola.

Teste aus was Dir nicht gut tut und lass es einfach weg.

An @benita27 geht der gleiche Appell

Liebe Grüße und

Tschau *:)

zE 750x (J)


Hallo ihr lieben...ich habe bis jetzt in einem anderen forum geschrieben "herzaussetzer,herzstolpern" weil mich das gleiche sehr beschäftigt...ich habe diese vermehrt wenn ich auf den rücken liege, meine nase ruckartig hochziehe oder mich bücke...war schon bei 2 kardiologen und die meinten ich sei herzgesund...naja...aber so richtig glauben kann ich das nicht...manchmal setzt mein herz so stark aus das ich mir regelrecht an die brust packe...dann brauche ich auch erstmal wieder einige zeit um runter zu kommen..habe auch probs mit rücken und BWS durch mein sport denke ich...bin deswegen aber schon in behandlung.habe auch manchmal so starkes reißen in dem brustbein das ich vor schmerz fast umkippe...(nicht übertrieben) mein verdacht..angina pectoris...die ärzte grinsen und sagen..das kann zu 99,9 % nicht sein..ich bin just 25 treibe sport, rauche nich und ernähre mich relativ gesund.dennoch hatte ich lange zeit einen sehr sehr aufgeblähten bauch...und viel blähungen...die jetzt aber veschwinden durch tabletten..habe auch das gefühl das es durch luft im bauch schlimmer wird mit herzrasen bzw stolpern. dann kann ich mir auch erklären warum beim bücken herzrasen...man bückt sich..das zwerchfell wird hochgedrückt und engt alles ein...das herz bekommt einen falschen impuls und donnerst los...was mich stuzig macht ist das mit nase hochziehen oder vermehrt wenn ich auf den rücken liege... ich habe bestimmt noch einiges vergessen..aber soweit erstmal von mir..hoffe mir kann jemand helfen bzw. beruhigen..weil manchmal habe ich einfahc angst daran zu sterbne..wenn amn mal an der fu0ßballer denkt der da mit 26 gestorben ist. ":/ :(v :(v

L1öckfchen1


Hi Z 750,

du erwartest beruhigung von anderen. Sie sollen dir deine Angst nehmen und dich so in deinem pathologischen Verhalten noch bestärken.

Einen Teufel werde ich tun.

Du hast ein gewaltige psychisches Problem. Wenn Du willst das es Dir besser geht, suche einen Psychotherapeuten auf.

GaerLha]rd


@ z 750 (J)

Ich denke hier bist Du mit Deinen Beschwerden an der richtigen Stelle gelandet. Vorlesen kann ich unsere Beiträge aber nicht, da muss schon jeder selbst ran.

Hier findest Du mit ein bisschen Vorstellungsvermögen alle Deine für Dich rätselhaften Auslösemechanismen wieder, selbst das "ruckartige hochziehen der Nase". :-q

Dabei wird nämlich auch das Zwerchfell eingesetzt, mit all den Einwirkungen auf die untere Hohlvene.

Deine Angina-pectoris ähnlichen Schmerzen hinter dem Brustbein stammen sicherlich von einer Variante des "Roemheld-Syndroms". Früher hatte ich damit auch Probleme, aber seit ich mich histaminarm ernähre sind sie verschwunden.

So steht die Diagnose "Roemheld-Syndrom" im Lexikon:

Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden bei Magen- und Darmerkrankungen mit Oberbauchblähungen, die zu Zwerchfellhochstand und Herzverlagerung führen. Ausgelöst durch Magen-Herzkranzgefäße-Reflex. = linksseitige Brustkorbbeklemmung (evtl. in die linke Schulter ausstrahlend), evtl. auch Schmerzen durch Verengung der Herzkranzgefäße, bis hin zum Angina-pectoris-ähnlichen Anfall; ferner paroxysmale Dyspnoe (Erwachen aus dem Schlaf wegen Kurzatmigkeit), Schweißausbruch, Tachykardie (Herzrasen), Extrasystolie (Extrasystolen), Blutdruckabfall.

Der Internist Ludwig Roemheld hat in den 30er Jahren erstmals beschrieben, dass ein überblähter Verdauungstrakt Herzbeschwerden verursachen kann. Dabei bezieht er sich auf einen Druck vom Bauch her auf das Zwerchfell und von da aus indirekt wegen Platzmangel im Brustkorb auf das Herz.

Die Aussage ist zweideutig, da einerseits das Herz durch Druck beeinflusst wird und andererseits ein Reflex das Herz irritiert, also durch ein unwillkürliches Ansprechen auf einen Reiz vom Magen oder Darm.

Und nun kommt noch eine dritte Deutung von mir hinzu, denn meine mögliche Kommpression der unteren Hohlvene passt auch in diese Betrachtung.

Eine Art solcher Beschwerden trat bei mir fast immer nur nachts zwischen 2 und 3 Uhr auf. Ich erwachte dann durch heftige Angina pectoris ähnlichen Schmerzen in Brust und Rücken und merkte deutliche Blähungen im Oberbauch unter dem Herzen.

Es war ein Gefühl als ob Verdauungsgase durch die Magen- bzw. Darmwand getreten sind und vom Bauchraum her zwischen die Rippen gelangt waren.

Ich stand dann immer sofort auf und bewegte mich so gut es geht oder hängte mich mit dem Oberkörper nach unten über eine Sessellehne, bis die eingeklemmte Luft im Bauch entweichen konnte.

Die Tatsache, dass die Schmerzen bei Bewegung und Belastung erträglicher wurden und sogar ganz verschwanden, ließ mich dann nicht mehr an einen schwerwiegenden Herzanfall denken. Ich bin aber Jahre zuvor auch schon mit Notarzt und Blaulicht ins Krankenhaus deswegen, wo aber nichts gefunden wurde, weil durch die Bewegungen das Übel schon beseitigt war.

Ob eine Verengung der Herzkranzgefäße diese Schmerzen verursacht hatte, bezweifle ich. Viel eher glaube ich an einen Dehnungsschmerz durch Gasansammlungen ohne Herzbeteiligung (also ein zwischen den Rippen verklemmter Pups).

Hierbei habe ich eindeutig festgestellt, dass diese Schmerzen immer dann auftraten, wenn ich bestimmte Speisen zu Mittag gegessen hatte. (mit Rotkraut, Erbsen, gebratener Zwiebel usw.)

Ein unverträgliches Abendbrot machte sich zeitversetzt erst in den Vormittagsstunden bemerkbar, aber viel seltener, weil man da wahrscheinlich in Bewegung war.

Der lange Zeitkorridor sprach doch eigentlich dafür, dass diese Beschwerden vom Dickdarm ausgingen.

Angst, daran zu sterben, brauchst Du deshalb aber nun wirklich nicht zu haben.

Es ist ja auch nicht so eine Angststörung, dass Du Dich gleich in psychiatrische Behandlung begeben musst.

@ Löckchen1

Ein Hinweis von Dir, auf die Notwendigkeit einer eventuell erforderlichen psychischen Therapie mag ja sinnvoll sein, aber wenn Betroffene mit dieser Pauschaldiagnose regelrecht verfolgt werden, ist das nicht mehr akzeptabel.

Da könnte zur Angststörung doch glatt noch Verfolgungswahn kommen.

Dies ist nur ein guter Rat und soll nicht erst wieder ein Wortgefecht entfachen. ;-)

Ich habe über meine Meinung im Zusammenhang zwischen Herzrhythmusstörungen und Psyche schon oft berichtet. Auch über meine unerfreulichen Kontakte mit den Psychologen und die dadurch negativen Auswirkungen auf nachfolgende Diagnosestellungen.

Soviel dazu.

Liebe Grüße und alles Gute.

Tschau *:)

Lböck[ch[enx1


Hi Gerhard,

jemanden sachliche Infos über möglichen Ursachen von Gesundheitsproblemen geben, so wie Du das hier gemacht hast, finde ich gut und richtig.

Aber den Anspruch eines Schreibers nach Beruhigung zu erfüllen, ist wirklich nicht sinnvoll.

Denn jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, sich selber zu beruhigen. Dieses nicht selber zu können und es daher von anderen zu erwarten, ist tatsächlich pathologisches/neurotisches Verhalten.

z{ 75i0 D(J)


hallo gerhard....vielen dank für deine ausführliche antwort...das mit der luft im bauch trifft zu..habe auch probleme mit viiiel zu viiiel luft im bauch,darm etc...letztens wollte ich ultraschall vom magen und so machen lassen und meine ärztin meinte ich muß erstmal entlüftende tabletten nehmen quasi..;) sie würde nur schwarze flecken sehen und das ist alles luft..aber richtig weg ist die luft doch noch net..habe mittwoch den nächsten termin...abwarten...danke nochmal... ;-)

sMigmanr_17


Hallo Gerhard und ihr anderen:

Habe die Beiträge bisher aufmerksam verfolgt. Die Feststelungen vor allem von Gerhard treffen auch auf mich zu, mit der Ausnahme, dass ich das VHF weder durch Drücken auf den gewissen Punkt noch sonst irgendwie beeinflussen konnte. Bei mir fing es vor ca 5 Jahren etwa 2 Mal im Jahr schleichend mit ES an und ging in den letzten Monaten in unerträgliche VHF-Anfälle über, die bis zu 48 Stunden andauerten.

Auch die starken Blähungen und Gas in meinem Dickdarm dürften die Herzrythmußstörungen auslösen. Nun versuche ich es mit einer radikalen Diät (auch histaminfrei, so gut es geht) und werde weiter berichten. Die Internistin verschrieb mir Amiodaron und einen Betablocker, das VHF tritt dennoch fast genau jede 2. Nacht wieder auf und hält etwa 3 Stunden an. Bei Tag oder bei Anstrengung hatte ich noch nie VHF. Wer kann darüber etwas sagen?

Was ich Euch auch fragen wollte ist, ob auch Ihr bei VHF einen so starken Harndrang habt. Ich muss mindestens alle 45 Min. aufs WC und da es wie gesagt immer nachst auftritt kann kaum durchschlafen, was fast noch störender ist als das VHF selbst.

Liebe Grüsse

Sigmar_17

G'er%hJard


@ sigmar_17

Warum Du das Vorhofflimmern immer nur nachts bekommst, hat sicherlich seinen Grund.

Bei mir war es früher ähnlich aber nur durch Erbrechen nach reichlichem Alkoholgenuss. In den letzten 20 Jahren trat es fast nur noch tagsüber auf und meistens ganz ohne Alkohol.

Seit etwa 2 Jahren ist akutes Vorhofflimmern kein besonderes Thema mehr für mich, weil ich die Vorboten solcher Attacken kenne und gelernt habe, sie wirksam abzuwenden.

Bei diesen unverwechselbaren Vorboten des Vorhofflimmerns, dem Krabbeln und Zappeln in der Magengegend, ist mir das Massieren dieser gewissen Stelle oberhalb des Bauchnabels sehr behilflich (immer tief eindrücken und von der Bauchmitte nach links streichen, ganz schnell hintereinander).

Wenn es, wie Du schreibst, bei Dir nicht funktioniert, hast Du entweder kein solches Gefühl oder Du hast es noch nicht als Alarmzeichen identifiziert. Hierzu muss ich aber sagen, dass man ganz schnell handeln muss, denn, wenn erstmal der Puls in Vorhofflimmern umgesprungen ist, kann man nichts mehr beeinflussen und die Attacke ist komplett.

Beinaheattacken kenne ich nachts im Bett aber auch. Bei Bauchkrämpfen und sonstigen starken Schmerzen, muss ich höllisch aufpassen.

Zu Deiner Frage, warum Du am Tage und bei Anstrengungen noch nie Vorhofflimmern bekommen hast, habe ich verschiedene Antworten parat, die zutreffen könnten.

Beispielsweise könnte der Blutrückfluss zum Herzen über die untere Hohlvene durch mehr Bewegung am Tag nicht so behindert werden als in der Nacht beim Liegen. Zum anderen kann in der Nacht immer eine bestimmte Mahlzeit des Tages den Blutrückfluss durch Blähungen behindern. Lies dazu noch einmal meine letzten 2 Beiträge.

Für Deinen starken Harndrang zu Beginn des Vorhofflimmerns könnte Histamin verantwortlich sein, durch dessen Wirkung sich die glatte Muskulatur der Hohlorgane verkrampfen kann, wie auch bei der Blase und der unteren Hohlvene.

Mein Krabbeln und Zappeln, bei dem ich sofort massieren muss, deutet auf so einen Hohlvenenkrampf hin, der durch die Massage wieder gelöst wird.

Über starken Harndrang nach Auslösung von Vorhofflimmern haben schon sehr viele berichtet, ich auch.

Ich freue mich, dass Du es mal ohne Risiken und Nebenwirkungen mit einer histaminarmen Ernährung versuchen willst und wir sind gespannt auf Deine Ergebnisse.

Nicht nur Vorhofflimmern kann man so verhindern, sondern auch Extrasystolen, Aussetzer und Herzrasen, da bin ich mir sicher.

Viele Betroffene glauben eher an Verlegenheitsdiagnosen, aber das kann jeder für sich selbst entscheiden.

Ich melde mich irgendwann mal wieder.

Bis dahin liebe Grüße.

Tschau *:)

Dker klwein&e Prxinz


Hallo, Ihr Herzspezialisten ;-D

Ich will mal meine Geschichte aufschreiben, vielleicht ist sie für jemanden hilfreich. Aber vor allem möchte ich an jeden appellieren, der mit dem Herzen Probleme hat, diese ernst zu nehmen und sich nicht mit Bemerkungen à la "Vorhofflimmern ist nicht schlimm, das haben viele, schlimm wird es nur, wenn es zum Kammerflimmern kommt ..." beruhigen zu lassen.

Bei Problemen mit dem Herzen, geht in eine kardiologische Praxis, damit sich das ein Spezialist anschauen kann, oder wenn es ein Notfall ist, geht in die Notaufnahme eines Krankenhauses.

Ich habe gedacht, dass ich genügend Kraft, Disziplin und Willen habe, um mit meinen Herzproblemen selbst fertig zu werden, aber ich habe mich getäuscht. Im Januar/Februar dieses Jahres hat nicht mehr viel gefehlt und jemand hätte den Deckel zu machen können. Ich war schon so weit weg, dass ich nicht mehr in der Lage war, normal zu formulieren. Ich konnte beispielsweise meinen Namen nicht mehr fehlerfrei aussprechen.

Angefangen hat bei mir alles vor ca. 15 oder 20 Jahren. Immer öfter hatte ich Herzrasen, meist in Verbindung mit einem extrem starken Puls. Ausgelöst wurde dieses Herzrasen durch Vorhofflimmern, das, meiner anfänglichen Meinung nach, völlig willkürlich einsetzte.

Diese Meinung musste ich bald korrigieren, weil ich feststellte, dass das Vhf mit der Ernährung bzw. mit dem Magen-Darm-Trakt zusammen hing.

Alkohol war ab und zu ein Auslöser, Rotwein wurde alsbald zu einer nahezu 100-igen Auslösegarantie. Da waren es die Histamine, das habe ich schnell festgestellt, bestimmt schon vor 1995. Danach bin ich darauf gekommen, dass ein jedes Nahrungsmittel, sobald es nicht mehr 100% frisch und 100% unverdorben war, Vhf und Herzrasen auslöste. Wenn ich eine Wurstscheibe aß, die nicht mehr ganz 100% frisch war, sondern die einen mini-kleinen Stich hatte, konnte ich auf den Anfall warten.

Als nächstes stellte ich fest, dass ich an einer Fruktoseintoleranz litt. Wenn ich Obst gegessen hatte, bekam ich gewaltige, eruptionsartige Bauchkrämpfe und explosivste Entleerungsprobeme. Vor einiger Zeit hab ich hier mal beschrieben, was da bei mir los war und wie ich einmal nach dem Essen eines Apfels ein ganzes Badezimmer in einem Hotel in eine Kloake verwandelt habe. Das war so schlimm, sowohl das Erlebnis als auch dessen Beschreibung, dass irgendeiner sich genötigt sah, meine schriftlichen Darlegungen zu löschen ;-D .

Also nach dem Genuss von Obst bekam ich regelmäßig Vhf und dann Herzrasen und -hämmern. Mittlerweile ist meine Fruktoseintoleranz übrigens verschwunden. Ich kann wieder Obst essen ;-D

Diese "Anfälle", Vhf und dann Tachyarrhythmie, waren anfangs (also vor 15 bis 20 Jahren) regelmäßg so schlimm, dass ich dachte, ich muss sterben. Mit der Zeit habe ich mich dran gewöhnt und wusste, am nächsten Morgen ist es vorbei. Ich hatte nämlich alsbald heraus gefunden, dass meine Vhf- und Herzprobleme irgendwann, in der Regel nachmittags, ausbrachen, gegen Abend immer schlimmer wurden, beim Einschlafen so schlimm waren, dass ich das Gefühl hatte, dass das Bett vom Herzschlag wackelt, und am nächsten Morgen wie weg geblasen waren.

Nachdem mir die Sache mit dem Alkohol im Allgemeinen, dem Rotwein im Besonderen, der Frische von Lebensmitteln und der Fruktoseintoleranz klar war, fing ich an, mich dementsprechend zu verhalten. Damit konnte ich die Anzahl meiner Vhf- und Herzanfälle pro Zeiteinheit relativ gering halten. Zu den Vhf- und Herzattacken kam es im Durchschnitt vielleicht 1 bis 1,5 Mal im Monat. Die Auslöser für diese Erscheinungen habe ich nie herausgefunden.

Das ging bestimmt 10 Jahre so bei mir, ab und zu Vhf, alsbald Herzrasen mit 150 bis 200 Schlägen pro Minute (Ruhepuls) und gleichzeitig wahnsinnig heftiger Puls, wie ein Vorschlaghammer. Ich hatte mich daran gewöhnt, schonte mich an diesen Tagen etwas und wusste, dass das Phänomen am nächsten Tag vorbei sein würde.

Als ich einmal wegen einer OP im KH war (hatte mit dem Herzen nichts zu tun), hatte ich eines Nachmittags zufälligerweise so einen Anfall im meinem Bett bekommen. Ich lag in einem Einzelzimmer, der Chefarzt war vielleicht vor 15 Minuten aus meinem Zimmer gegangen, und ich drückte auf den roten Knopf. Ich hatte die Hoffnung, dass man jetzt, wo die Symptome da waren, und ich wusste ja, dass sie auch die halbe Nacht da sein würden, was finden könnte. Es kam eine Schwester in mein Zimmer, und ich sagte ihr, dass ich Herzprobleme habe. Ein halbwegs unterdrückter Schrei, eine Kehrtwende auf dem Absatz – ich rief noch "gemach gemach, ich kenne das alles schon ... – und dann rannte sie aus dem Zimmer, nach vorne, um den Chefarzt zu alarmieren. Der kam im Schweinsgalopp angerannt, kurz danach auch die Schwester und noch eine weitere, suchte nach meinem Puls, hörte kurz im Stethoskop mein Herz, nahm sein schnurloses Telefon und rief in der Inneren Intensiv an, um mich dort anzumelden. Keine 5 Minuten später war ich in der Inneren Intensiv, weitere 5 Minuten später völlig verkabelt, der Chef der Inneren Intensiv fragte, wo der Defi sei und befahl dann einem Mitarbeiter, nachdem der Defi nicht auffindbar war, "dann holen sie den aus dem RTW!". Nachdem die Kabel angeschlossen waren, konnte man das Drama gut auf dem Monitor verfolgen. Einen Sinusrhythmus gab es nicht, es gab überhaupt keinen Rhythmus, nur Chaos, und die HF lag bei 180.

Ich bekam irgendeine Flüssigkeit intravenös, dann noch eine zweite, das ging so den ganzen Nachmittag, Abend und die halbe Nacht hindurch. Irgendwann in der Nacht konvertierte das Herz in den Sinusrhythmus, von selbst, und alles war wieder top.

Diesem Vorfall ist man dann im KH nachgegangen und hat mich etwas auf den Kopf gestellt. Ich bekam eine Koronarangiographie (Herzkathederuntersuchung), ebenso eine Transösophageale Echokardiographie, da wurde die Herzrückwand per Sonde vom Magen aus untersucht.

Diagnose:Intermittierende Tachyrrhytmia absoluta bei Vorhofflimmern.

Das war Ende 2004.

Ich sollte Beloc zok nehmen, eine Halbe am Tag wegen der Sinusbradykardieneigung und ASS 100, eine am Tag.

Das machte ich nicht, weil ich mich geweigert habe, einen Betablocker zu nehmen.

Im Frühjahr 2008 war ich nochmals im KH (ein anderes als Ende 2004), dieses Mal wegen der Herzprobleme, weil ich die retrosternalen Druckschmerzen und das zunehmende Engefühl in der Brust (HF bei 180 bis 200 in Verbindung mit extrem heftigem Herzschlag) nicht mehr ausgehalten habe.

Die Diagnose im KH war der von 2004 sehr ähnlich. Ich sollte wieder einen Betablocker nehmen, den ich aber nicht nahm.

Zwischen Ende 2004 und dem Frühjahr 2008 wurden die Abstände zwischen den Vhf- und Tachyarrhythmieanfällen zunehmend kürzer. Waren sie 2004 noch bei ca. 1 Mal pro Monat, verringerten sich die Abstände auf mindestens 1 Mal pro Woche.

Im Jahr 2009 verringerten sich die Abstände weiter, sodass ich dann ca. 2 Mal pro Woche Vhf und diese extremen Tachyarrhythmien bekam. Fatal an dieser Sache ist, dass solch ein "Anfall" (der Ausbruch war weiterhin in der Regel am Nachmittag oder am frühen Abend und hielt die Nacht über an, um dann am Morgen weg zu sein) mich jedes Mal sehr viel Kraft gekostet hat. Also wurde ich in 2009 zunehmend schwächer und müder.

Mitte Oktober 2009 begann eine verhängnisvolle Entwicklung. Ich war gerade dabei, mein Auto von Sommer- auf Winterräder umzurüsten, bückte mich, nahm unter einiger Kraftanstrengung den Sommerreifen von der Achse und hob ihn etwas hoch, um ihn dann wo abzulegen. In diesem Moment des Hochkommens mit dem Reifen in der Hand setzte das Vhf ein und sofort auch die Tachyarrhythmie. Stärker und schlimmer als sonst, kam mir vor. Ich habe mich nicht groß um die Symptome gekümmert, mittlerweile kannte ich sie ja schon sehr gut. Aber etwas war anders, nämlich dass die Symptome am nächsten Morgen immer noch da waren. Nach einigen Tagen waren sie immer noch da, und es begann mir schlechter zu gehen. Meine Kraft nahm ab, klar, ein Ruhepuls von 180 bis 200 bei gleichzeitger Tachyarrhthmie ist wie mit einem Sechszylinder unter Ausfall eines Zylinders im ersten Gang Vollgas von Salzburg nach Paris zu fahren ;-D .

Ich begann regelrecht böse auf mich zu werden und sagte mir, dass ich auf keinen Fall zum Arzt gehe. Ich wollte nun wissen, ob ich oder mein Schweineherz diese Kraftprobe gewinnen würde.

So vergingen Oktober, November und Dezember. Mein Zustand verschlechterte sich zusehends.

Mitte Januar dieses Jahres lebte ich dann bereits drei Monate mit extremem Vhf und einer Tachyarrhytmia absoluta vom Feinsten. Ich merkte, dass ich schwerer wurde und stellte Ödeme fest. Immer noch habe ich gegen mein Herz gewettet, gegen Ende Januar merkte ich, dass mein Herz stärker ist als ich. Meine Ödeme weiteten sich aus, ich bekam ein Lungenödem. Im Bett liegen war völlig unmöglich, nach fünf Minuten Liegen dachte ich, ich ersticke. Diesen Zustand habe ich noch zwei, drei Tage mitgemacht. Schlafen ging nicht mehr, nur noch Dösen im Sitzen. Dann bin ich zum Arzt gegangen. Der ist blass geworden und hat mich sofort eingewiesen. Er sagte mir, mein Zustand sei sehr ernst, und wenn ich nicht ins KH gehe, würde ich sterben.

Daer kl7eitne P|rinxz


Also ließ ich mich ins KH einweisen, Kardiologie.

Die Untersuchungen ergaben, dass mein Herz ziemlich schwer und irreparabel geschädigt ist.

Das Vhf war durch die lange Zeitdauer (Mitte Oktober 2009 bis Anfang Februar 2010), dreieinhalb Monate chronisch geworden. Eine Kardioversion wurde erst gar nicht versucht, da wegen der langen Zeitdauer der Tachyarrhythmie aussichtslos, das heißt, dass ich nun vermutlich bis ans Ende meiner Tage mit chronischem Vhf und einer Tachyarrhytmia absoluta leben muss.

Daneben zeigte eine erneute Herzkathederuntersuchung, dass die LAD kurz vor dem Verschluss steht, da bekam ich einen Stent gelegt.

Nun hatte ich mir also durch meine Sturheit auch noch eine KHK zugezogen.

Das Schlimmste aber ist, dass durch das langanhaltende Vhf und die unbehandelte Tachyarrhythmie mein Herz in die Knie gegangen ist. Die Pumpfunktion meines Herzens liegt bei unter 30 %. LA, RA und RV sind vergrößert.

Nach Auskunft des Kardiologen besteht keine Hoffnung auf nennenswerte Verbesserung des Zustandes.

Anfang März hat man mir gesagt, dass ich drei bis vier Monate warten und mich dann wieder melden soll. Man will mir dann so ein Kombigerät einbauen (Schrittmacher und Defibrillator).

Lust habe ich eigentlich keine, aber so richtig Lust zum Sterben habe ich auch nicht ;-D

jfasoxn27


@ z750

welcher fussballer soll denn daran gestorben sein an hrs wohl kaum die werden bis in die eier untersucht. die sterben an anderen sachen wie z.b. pillchen die sie nicht nehmen dürfen oder wenn sie denken , sie könnten auch mit einer erkältung spielen oder soo.....

@ der kleine prinz

ist ja schon scheisse aber das du noch lachen ganz nehme ich mir als bsp. darf ich fragen wie alt du bist??

C.ha-{Tu


Hallo, derkleineprinz,

danke für Deine Geschichte. Sie ist ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man eine sehr sehr sehr ernste Krankheit nicht so ernst nimmt, wie sie es verdient. Ein Betablocker, 2004 begonnen, hätte Dir vermutlich einiges erspart.

Aber es ist gut, dass Du jetzt behandlungs-bereit bist und dass es Dir anscheinend doch so stabil geht, dass Du einen gewissen Humor durchblicken lässt. Das ist ein gutes Zeichen!

Alles Gute für Dich!

Cha-Tu

C|ha-xTu


Jason,

es gibt immer wieder Sportler, die nach einer Infektion zu früh mit dem Sport beginnen und dann aufgrund einer unentdeckten Myokarditis "plötzlich und unerwartet" ein Kammerflimmern bekommen. Diese Fälle werden dann in den Medien hochgeputscht in der Art, dass man herausposaunt, ein vollkommen herzgesunder Sportler sei gestorben. Das ist QUATSCH. Bei allen Obduktionen kam dann nämlich heraus, dass eine Herzschädiguing durchaus vorgelegen hat. Man kann nicht montags 40 Grad Fieber haben und Mittwochs schon wieder trainieren. Wer so etwas tut, hat es selbst zu verantworten, wenn sie dann ein paar Wochen oder Monate später tot umfallen.

Aber jetzt sollten wir diesen Thread hier verlassen. Gerhard mag es nicht, wenn man seinen Thread mit themenfremden Beiträgen füllt, und das sollten wir respektieren.

Gruss

Cha-Tu

Dker klein}e Prinxz


Naja, ich habe meinen Humor behalten, auch wenn er mittlerweile zuweilen ganz leicht zynisch eingefärbt ist. Wer in meinem Alter (57) und bei meiner Lebensgeschichte immer noch keinerlei Zyniker-Einflüsse zeigt, ist entweder völlig schmerzbefreit oder aber cerebral entkernt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH