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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

orrtic}a48 hat geantwortet


Hallo Ihr Lieben,

immer wenn es mir mal wieder schlecht geht,lese ich hier im Forum. Heute allerdings habe ich mich mal angemeldet.

Meine ersten Extrasystolen hatte ich mit 16 Jahren in einer Disco. Mittlerweile bin ich 48 Jahre und lebe zum Glück immer noch.

Es gab zwischendurch Monate,wo ich nicht eine Extrasystole hatte. Aber in Streßsituationen,oder wie von euch beschrieben,beim Bücken oder Strecken,treten sie zum Teil verstärkt auf. Oftmals ist der Auslöser auch schon Angst,wenn ich das Haus verlasse.

Das komische Gefühl in der Magengegend kenne ich nur zu gut. Es gibt Tage, da fühle ich mich innerlich ruhig und da passiert auch nichts. Aber wenn dieses Gefühl der Unruhe da ist,kann ich schon darauf warten. Mein Herz schlägt dann so durcheinander,dass ich fluchtartig den Laden (wo ich gerade einkaufen möchte z.B.)verlasse. Wenn ich weiß,das ich gleich nach Hause fahren kann,gehts mir sofort besser.

Gestern waren wir Ski fahren und ich hatte natürlich schon vorher Panik,dass mein Herz gleich wieder stolpern wird,sobald ich mich etwas nach vorn gebeugt habe,ist es natürlich auch passiert. Schon als ich meine Skistiefel angezogen habe....fang ich dann noch an,mich in die Sache reinzusteigern,endet es mit zittern und Herzrasen.

Mag ja sein,das an vielen Dingen der Kopf beteiligt ist,aber die Lebensqualität schränkt es ganz schön ein.

Auf alle Fälle danke ich euch,dass ihr hier so viel darüber schreibt,mir hilft es doch immer etwas,die "Sache" etwas lockerer zu sehen....hält aber nicht lange an.

LG Ute *:)

SYtolp%ersteixn63 hat geantwortet


Hallo an alle im Forum

Ich bin seit eben Mitglied im Forum und deshalb ein absoluter "Frischling". Nachdem ich eher zufällig über die Seite gestolpert bin und überrascht war, das ich mit meinen Empfindungen (oder wie von Ärzten bezeichnet: EINBILDUNGEM) nicht alleine bin. Kurz (sehr kurz :-o ) zu meiner Problematik. Ich habe seit etwa einem Jahr massive HRS - nach einem Stromunfall! - mit z.T. aberwitzigen Pulsfrequenzen und ebensolchen Blutdruckwerten (230/140-P 144), nach einem Termin beim Hausarzt und einer Überweisung zum Kardiologen bin ich nun auf Multaq (2x400mg) eingestellt und der Blutdruck ist mit Amlodipin und Enalapril mittlerweile im Normbereich. Nun habe ich festgestellt, das ich bei Blähungen in Kombination mit Magenschmerzen und ebenso bei Tätigkeiten am Computer (mit leicht vornübergebeugter Haltung) regelmäßig HRS bekomme. Meist dauern diese Attacken nur wenige Sekunden, oft auch Stunden und auch schon zweimal über 1-2Tage. Dies habe ich meinem Hausarzt und auch dem Kardiologen mitgeteilt und diese bezeichnen meine Wahrnehmungen als EINBILDUNG. Was habt ihr für Erfahrungen? Gibt es einen Kausalzusammenhang? Mittlerweile versuche ich auf Lebensmittel die Blähungen verursachen zu verzichten und es geht mir deutlich besser - also scheint es da einen Zusammenhang zu geben - abwohl mein Kardiologe sagt, das es da keinen Zusammenhang geben könne und die Geschichte vom hochgedrückten Zwerchfell, das auf die Herzspitze drücke, ein Ammenmärchen sei. Zudem stelle ich fest, das ich bei sehr kalter Witterung weitaus weniger Probleme habe, als bei warmer Witterung. Sorry, das klingt vielleicht etwas abstrus.....aber ich mache mir da so meine Gedanken, denn soooooooo angenehem sind die HRS dann doch nicht :-(.

Es wäre nett, wenn ihr eure Erfahrungen berichten könntet und mich entweder beruhigen ("...das hab ich auch...") oder mich zum Psycho abstempeln könntet :-p ...

C1ha-xTu hat geantwortet


Ach, Stolperstein, ich sehe gerade, Du hast Gerhards Thread schon entdeckt. Ich habe Dir in "Deinem" eigenen Thread geantwortet und Dich hierhin verwiesen :-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

TdantiV hat geantwortet


....

G\erhaLrd hat geantwortet


Hallo, hier bin ich auch mal wieder!

Hab mich in letzter Zeit im Forum ein bisschen rar gemacht, was aber nicht heißt, dass ich meine Theorien über Bord geworfen habe.

Ich versuche schon eine ganze Weile kompetente Leute zu finden, die bereit sind, u.a. über meine für mich immer noch hochaktuelle Hohlvenentheorie zu befinden.

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/14603972/]]

Hier im Forum eine fachliche Abschätzung zu erhalten, habe ich schon vor einiger Zeit aufgegeben. Doch die Professoren draußen in den Universitäten versuchen mich auch abzuschütteln wie den Schnee von der Mütze - aber ich bin Pappschnee ]:D

Bedanken möchte ich mich natürlich auch wieder für die Beiträge, die hier während meines Schweigens eingegangen sind. Viele aus den Schilderungen erkennbare Parallelen zu meinen Erfahrungen und Empfindungen untermauern meine Vorstellungen über die Ursachen von Extrasystolen & Co. Irgendwann gibt es wieder eine aktuelle Zusammenfassung von mir.

@ Stolperstein63**,

bei dir könnte schon auch der Stromunfall das Herz so empfindlich gemacht haben, dass es jetzt schon auf relativ harmlose Reize reagiert.

Es sind nicht umsonst berufsbedingte Stromunfälle meldepflichtig und die Betroffenen müssen, egal mit welcher Intensität ein Stromschlag stattgefunden hat, ärztlich untersucht werden.

Wenn du bereits vorher ab und zu Rhythmusstörungen hattest, kann es natürlich auch so sein, wie bei den meisten von uns.

Liebe Grüße an alle die hier reinschauen.

Tschau *:)

S|cheerzHerxz hat geantwortet


Hallo alle zusammen!

Viele interessante Eindrücke, Erkenntnisse und vor allem Parallelen, die sich auf diesen 52 Seiten finden.

Ich bin 26 Jahre alt und auch mir geht es seit ein paar Jahren so wie fast allen hier.

Alles fing komischerweise mit einem "angeblichen" Zustand der Hyperventilation während meines ersten CT´s (Computertomographie) im Jahr 2005 an. Während der Behandlung spürte ich eine stätig wachsende Verspannung der Brustmuskulatur und mit kurzzeitigen unkontrollierten Muskelkontraktionen über ein kribbeliges, einschlafendes Gefühl aus allen Gliedmaßen bis zum Kopf, welches ich durch ein dramatisches "letztes Aufbäumen" durchbrach und damit auch, in Todesangst, die noch nicht vollständig beendete Behandlung beendete. Die Diagnose der gerufenen Arztes lautete auf Hyperventilation, womit ich mich auch vorerst begnügte. Nach ein paar Tagen ohne Gedanken an diese unschöne Situation, überkam mich die selbe Attacke wie zuvor im Krankenhaus zu Hause in meiner Wohnung. An diesem Tag, sowie an den darauf folgenden Attackentagen besuchte ich regelmäßig, insgesamt 5x in 3 Wochen das Krankenhaus mit seiner Kardiologischen Station. (Mittlerweile war man "per Du")

Anstatt mit einem Befund kam ich leider jedes mal nur mit einer "gutgemeinten" Verweisung zu einem Neurologen nach Hause. Angstattacken/ -zustände wurden später dann auch von meinem Hausarzt abermals nach knappen, desinteressierten Gesprächen diagnostiziert. Somit lebte ich also mit meinen Zuständen (die von der Intensität und auch von der Zeitspanne ständig variierten) und irgendwann entwickelten Gleichgültigkeit gegenüber der in solchen Momenten herrschenden Todesangst, bis zum Jahr 2010. (Welches ich zu meiner Verwunderung mittlerweile erlebt habe, trotzdem ich in der Vergangenheit mehrfach mein Ableben im Geiste durchgespielt habe und für dieses ich mittlerweile auch bereits alles, mir notwendig erschienene, geregelt habe MIT 26 JAHREN)

So hatte ich also auch im letzten Jahr (2010) mal wieder einen der schlimmsten, mittlerweile nur noch mit sarkastischem Humor zu ertragenden "Terroranschläge" meines Körpers gegen mich selbst. Auch dieses Mal ging es also ab ins Krankenhaus ---> und siehe da ... nach guten 5 Jahren, in denen man mich als neural überstrapazierten Patienten von A nach B abgeschoben hatte, wurde tatsächlich die "Ausläufer" einer meiner "kurz vor dem Einschlafen – Attacken" auf dem EKG sichtbar gemacht. Nun durfte ich mit Verdacht auf "Allesmögliche" (angeschlossen an eine Herz-Kreislauf-Überwachung) die Nacht im Krankenhaus verbringen. Der angeschlossene Termin beim Kardiologen mit Herzultraschall, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG brachte die Ergebnisse, dass unter Belastung sogut wie keine Extrasystolen und kein Vorhofflimmern vorkommt. Dafür in den Ruhephasen aber umso häufiger. Es ist mitlerweile von einer "zweiten Reizleitung" die Rede (diese könnte verödet werden) und mir wurde geraten, mich im spezialisierten Krankenhaus vorzustellen. Da ich momentan meinen Kfz-Meister in Vollzeit mache und auch nicht wirklich ein Fan von Krankenhäusern geschweige denn von Operationen bin, werde ich diesen Besuch erstmal auf die Bank schieben.

Während der Zeit, in der ich (ohne Ärzte) auf mich allein gestellt war, habe ich versucht das Geschehen auf seine kausalität zu untersuchen um mich so vor meinen "eingebildeten Herzrhytmusstörungen" zu schützen.

Ich konnte so einen Zusammenhang zwischen meinem Trinkverhalten (unalkoholisch/ evtl. aufgrund der Fluidität des Blutes) und meinen Beschwerden feststellen. Trank ich bewusst (also ausreichend bis viel) standen die Chancen gut, ohne Beschwerden den Tag zu überleben und evtl. auch einzuschlafen.

Auch den hier schon oft beschriebenen Zusammenhang mit den Mahlzeiten konnte ich feststellen, allerdings bis heute nie eine sinnvolle, logisch klingende Erklärung finden. (mit Euch hat sich dies geändert! DANKE DAFÜR!)

Mein letzter Anhaltspunkt der Eigenrecherche, was Symptomatisch bis dato die höchste Trefferquote aufweist, wäre auch die HI-Intoleranz. Das würde auch zu meinen Schluckbeschwerden, Atemnot und Brustverspannungen passen.

Jetzt werde ich wohl ersteinmal Schluss machen und nochmal probieren einzuschlafen, es scheint mir auch langsam besser zu gehen, nach 1,5 Liter Wasser und knapp 4700 getippten Zeichen. zzz

Ich werde Euren Thread hier weiterhin aufmerksam verfolgen und mich bestimmt noch das ein oder andere mal einbringen. Der Weg bis zu einem vorzeigbaren Ergebnis und vor allem einer Lösung für das eine Problem, welches uns alle quält könnte durchaus wohl noch ein längerer werden. Dennoch scheint der Weg mit so vielen Begleitern auf einmal nur noch halb so lang. :)*

"Gesunde" Grüße, Jo *:)

VeidSgi hat geantwortet


Hallo, Jo,

danke für deinen interessanten Beitrag. Was du über das Trinken sagst, bestätigt meine Vermutungen. Ich habe bisher aus theoretischen Erwägungen versucht, viel zu Trinken, besonders wenn das Herz unruhig ist. Denn Histamin reguliert mit den Durst, d.h. es steigt bei ungenügender Wassermenge im Körper an (neben anderen Mechanismen, die vielleicht auch eine Rolle spielen). Ob dein Histamin zu langsam oder zu wenig abgebaut wird, kannst du ja testen lassen, obwohl diese Tests noch nicht sehr ausgereift sind und unter Umständen nichts aussagen. Ich gehe nach meinem Gefühl und vermeide histaminreiche Nahrungsmittel.

Vielleicht hattest du bei deiner Untersuchung mit dem CT damals auch noch ein Medikament bekommen?

Du bist wieder ein Beispiel dafür, dass es wichtig ist, seinen eigenen gesunden Menschenverstand einzusetzen und nicht alles hinzunehmen, was einem gesagt wird.

Viel Glück,

Vidgi

SdcherpzHexrz hat geantwortet


Hallo Vidgi,

vielen Dank für die Information über den Abbautest von Histamin, ich habe mir schon einen Termin geben lassen, um dem Arzt (mittlerweile der dritte) die Chance zu geben etwas zu diagnostizieren, wovon er vorher noch nie etwas gehört hat. Denn hätte sich einer meiner bisherigen Ärzte wirklich um mein Wohl und nicht nur um seine Abrechnungsscheine bemüht, wäre zumindestens mal ein Hinweis auf dieses wertvolle Forum drin gewesen.

Ich habe damals zum CT keine Medikation bekommen. Das kann natürlich auch ein Zufall sein, dass es genau zu dem Zeitpunkt auftrat oder es war halt zusätzlicher Stress durch die Behandlung. Ich dachte nur daran, weil es bei mir noch als sog. Schlüsselsituation abgespeichert ist. Es hätte ja sein können, dass auch andere dies als Auslöser empfunden haben. (z.B. Sensibilisierung durch Magnetfeldeinwirkung, o.ä.)

Auf jeden Fall ist es unbestritten das Beste, für seine Gesundheit auch/mit selbst zu sorgen.

Gesunde Grüße, Jo

dpoc=sen2 hat geantwortet


Hallo Gerhard,

vielleicht erinnerst Du Dich an mich – ich war länger nicht im Forum aber schaue immer mal wieder rein...

Ich war nach eigenen Recherchen auf einen Zusammenhang zwischen Histamingehalt in Lebensmitteln und ES / Unwohlsein / Druckgefühlen / Schwindel etc. bei mir gekommen und hatte dann weiter gegoogelt und dieses Forum gefunden und insbesondere Deine Ausführungen gelesen.

Für mich waren Deine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse so interessant, dass ich sofort auf Deine Histamintheorie aufgesprungen bin und eine selbstgemachte Histamindiät begann. Schon nach kurzer Zeit wurde ich parktisch völlig beschewerdefrei und bin es bis heute geblieben. "Histaminsünden" sind heute möglich und gut verträglich, aber sollten nicht die Regel sein. Dann erinnere mich, welch unangenehme Wirkung dieses Histamin haben kann und kann kaum glauben, dass ich mit ein bisschen Ernährungsumstellung so einen Effekt erzielt habe...

Ich hatte auch den Blutplasmatest und den DAO-Test gemacht, die auf eine erhöhte Histaminkonzentration und verlangsamten Abbau hinwiesen – die meine Selbstdiagnose mit Fakten untermauerten.

Da Du mir mit Deinen Theorien und Informationen weiteren Anstoss gegeben hast und dieser Thread für mich eine tolle Orientierung war, möchte ich Dir für diesen scheinbar unendlichen Thread einmal meinen Dank ausprechen. Ich finde es toll wie Du mich und viele andere hier unterstützt hast und dies auch scheinbar unermüdlich weiterhin tust...

Viele Grüße

docsen

G1erh?ard hat geantwortet


Hallo Docsen,

vielen Dank für Dein Comeback und für die Lorbeeren. Ich habe Deine Kommentare schon ein bisschen vermisst, weil ich immer die Gewissheit hatte, dass Du reell mitdenkst und auch willig bist, selbst ein wenig das Versuchskaninchen zu sein. Der Erfolg ist ja, wie man sieht, nicht ausgeblieben und außerdem ist so eine selbstverordnete Ernährungsreform ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Ich meine sogar, dass bei allen Spezis unseres Typs, generell magenunfreundliche Speisen und Getränke zu meiden sind – nicht nur die mit viel Histamin.

Aber auch Situationen, die uns sprichwörtlich auf den Magen schlagen, wie Aufregung, Stress, Wut, Angst, Schreck… begünstigen die Entstehung von Extrasystolen, Herzrasen und bei mir bis vor einem Jahr sogar Vorhofflimmern.

Für die Verfechter der psychischen Variante mag das normal sein, besonders wenn man nicht darüber nachdenkt wie aus seelischen Prozessen körperliche werden, denn somatisch ist doch schließlich das Endergebnis – oder? Hier gilt es in meinem Kopf auch noch einige Zweifel auszuräumen.

Eine für mich verständliche Erklärung solcher Phänomene ergibt sich im Zusammenhang mit meiner "Hohlvenenkompressionstheorie".

Wenn z.B. der Blutrückfluss zum Herzen über die untere Hohlvene zwar noch weitgehend unbemerkt bleibt aber schon behindert wird und durch eine Schrecksituation dazu noch der Puls steigt, dann kommt das Herz unweigerlich aus dem Takt. Bei solchen plötzlichen herzfrequenzsteigernden ganz normalen Situationen und auch bei spontanen körperlichen Belastungen entsteht im Herz eine Anforderung an Blutvolumen aus den Hohlvenen, die jedoch nicht erfüllt werden kann. Es muss ja wild schlagen oder aussetzen, denn der alles antreibende Herzmuskel selbst ist letztlich auch nur von diesem Blutrückstrom abhängig. Dies ist nach meiner Meinung die Ursache dafür, dass fast jeder Mensch Extrasystolen hat.

Hallo Jo,

interessant Dein Bericht, vielen Dank. Ich möchte nicht alles pauschalisieren, aber in Deinem Fall bleibt mir auch keine andere Wahl. Ich denke, dass Verdauungsstörungen mit Blähungen, Neigung zu Angstattacken etc. und sensibel reagierenden Dehnungsrezeptoren im rechten Herzvorhof, solche Herzrhythmusstörungen verursachen.

Ich sag es noch einmal: Histamin usw. verursachen Blähungen. Diese wiederum verengen durch Druck von außen die untere Hohlvene, sodass der Blutrückfluss zum Herzen gestört wird. Die Dehnungsrezeptoren im rechten Herzvorhof, wo die untere Hohlvene aus dem Bauchraum ankommt, melden an das Kreislaufzentrum im Gehirn diesen Blutvolumenmangel. Daraufhin versucht das Herz mithilfe von Pulswellenerschütterungen ausgelöster Extrasystolen die Blockade der unteren Hohlvene zu lösen oder durch Änderung der Schlagfolge das immer weniger werdende Blut so effektiv wie möglich zu pumpen. Ein Adrenalinstoß durch Erschrecken mit zusätzlicher Pulserhöhung, hat bei mir dann schon oft Vorhofflimmern ausgelöst.

Ich wünsche Euch beiden, sowie allen interessierten Mitlesern alles Gute.

Tschau *:)

Burustbe%instolxperer hat geantwortet


Gerhard ich möchte wissen was du über Gleithernie weisst. Denn bei mir haben die ES gleichzeitig mit Reflux, Sodbrennen etc. begonnen. Nun wurde per Breischluck-Röntgen eine Hernie festgestellt. Vorher versagten alle anderen Methoden wie CT und Endoskopie – damit konnte man es nicht sehen. Wenn ich mich in manchen Situationen nach vorne beuge stolpert das Herz bei mir. Ist auch schon vorgekommen, dass ich ein Schluck Wasser getrunken habe und dann beim Druck mit der Hand gegen den Oberbauch mehrere ES ausgelöst wurden. Aber ich denke diese ES könnten auch rein mechanisch direkt am Herz ausgelöst werden. Die Hernie ist direkt am Herz – es engt den Platz ein. Denn neben ES habe ich auch Leistungsverlust, Atmungsprobleme, Schmerzen am ganzen Thorax entwickelt über 15 Monate langsam und schleichend.

VSiddgi hat geantwortet


Hallo, Brustbeinstolperer,

schade, dass bis jetzt niemand auf deine Frage geantwortet hat. Ich fühle mich auf diesem Gebiet leider auch nicht kompetent, finde aber deinen Beitrag sehr wichtig und interessant. Gerade wenn die Herzrhythmusstörungen mit dem Magen in Zusammenhang stehen, sollte man offensichtlich auch daran denken. Da auch bei mir Magenprobleme mit Herzstolpern zu tun haben, werde ich mich in dieses neue Thema Gleithernie vertiefen.

Momentan kann ich leider zu diesem Thema nichts beitragen und möchte etwas anderes einbringen:

Ich habe eine Studie gefunden, die zeigt, dass bei 6 von 10 Patienten mit Vorhoffimmern eine Autoimmunreaktion vorlag. Das heißt, bei diesen 6 wurden Antikörper gegen Myosin im Herzmuskel gefunden. Quelle:

Jean-Michel Maixent, Franck Paganelli, Jorge Scaglione, Samuel Lévy. Antibodies against myosin in sera of patients with idiopathic paroxysmal atrial fibrillation. Journal of Cardiovascular Electrophysiology, 1998, Vol. 9, Issue 6, pp. 612-617.

Zu deutsch: Antikörper gegen Myosin in Seren von Patienten mit idiopathischem paroxysmalem Vorhofflimmern (d.h. anfallsweisem Vorhofflimmern mit unbekannter Ursache).

Vorhofflimmern könnte daher bei einem Teil der Betroffenen eine Autoimmunerkrankung sein, bei der Herzmuskelgewebe geschädigt wird. Die Schädigung ist wohl so fein, dass man sie nicht bemerkt, wenn man nicht gerade danach sucht. Von anderen Autoimmunerkrankungen weiß ich, dass sie mit dem Magendarm-Trakt insofern zu tun haben können, dass, wenn die Darmwand zu durchlässig ist, Antigene in den Körper eindringen können. Es gibt verschiedene Nahrungsmittel, die dazu beitragen können, aber auch Bakterien können die Ursache sein.

Ich möchte das einfach mal so hinstellen, vielleicht kann jemand etwas damit anfangen. Sollte es jemanden interessieren, kann ich noch ein bisschen zu dem hypothetischen Mechanismus sagen.

B9rustbveinMstolpxerer hat geantwortet


Mein Herz ist komplett geprüft. Meine Symptome sind auch keine direkten Herzsymptome. Die ES sind eher ein Nebeneffekt. Seit diesem Z-Bruch habe ich Aufstossen, Magen drückt auf Herz, Reflux usw.

Habe auf verschiedenen Foren was über GERD und Hiatushernie in bezug auf Schmerzen, Kurzatmigkeit und Herzstolpern gelesen.

Rfo{ll>e7 hat geantwortet


Guten Morgen leidgeprüfte Mitstolperer *:)

Hab mich nun auch einmal angemeldet und muß sagen das mir alles geschriebene hier sehr interessant klingt.

Es stehen doch mehr Situationen in unserem inneren in Zusammenhang als manch ein Mediziner je lernen wird.

Zu meinem "Problem".

Seit 2Jahren habe ich unregelmäßigen Abständen ES, diese sind supraventrikulär. Jetzt kommts, immer nur nach dem Schluckakt, also wenn der Speisenbrei am Brustbein vorbei rutscht...

Medizinisch habe ich alles weitestgehend abklären lassen, bis auf eine Katheteruntersuchung...vor der habe ich zuviel schiss.

Ich treibe Sport, da ist es zu 99% nicht, abundan ein Stolperer. Richtig ekelig ist zur Zeit, jeder Bissen den ich schlucke, peng, mein Herz fängt an zu beschleunigen (Vorhofflimmern) 2-3sec später gibts einen heftigen Rumpler und alles ist wieder im Takt.

Immer öfter wird mir dann beim essen fast schwarz vor Augen und ich habe keinen Bock meht weiter zu essen.

Alles kommt ungesteuert und ich kann es weder beeinflussen noch weiss ich was ich machen soll. Ich hatte letztens 3Monate ruhe davor, nun ist der Mist wieder seit einer Woche da.

Kennt das so in der Form noch jemand ??? ?

Mein Verdacht liegt auf nervliches Problem, Vagusnervreizung? Beim Schluckakt? Aber warum ist es dann wieder wie vom Erdboden verschluckt (Wortspiel), und kommt aus heiterem Himmel wieder , Wochenlange Pausen, sprich Beschwerdefrei ???

Mein Kardiologe meinte nur, sowas habe er noch nie gesehen, ich habe es am EKG bewiesen. War dort gelgen und habe dabei gegessen.

Vielen Dank ffür evtl. Antworten.

Bbrustb1einstoUlperexr hat geantwortet


Rolle7

Aber wieso liest du dann nicht meine Beiträge? Habe ja erwähnt, dass ich mehrere Stolperer hintereinander kriege, wenn ich manchmal nur schon Wasser schlucke. Nun die Sache ist die: es gab mal eine Zeit in der du schlucken konntest, ohne Stolpern. Und nun stolpert es. Das ist nicht einfach so, dass du früher den Vagusnerv nicht hattest und jetzt ist er dir plötzlich angewachsen im unteren Drittel der Speiseröhre! Die Sache ist die, dass solche Phänomene stark in Korrelation mit einer axialen Gleithernie stehen. Durch das minimale Hochrutschen, gibt es bei manchen Menschen genau diese Symptome. Ich hab noch dazu Atemprobleme und Leistungsknick – aber nicht immer, sondern immer direkt nach Essen. Zwei Stunden später wird es besser – aber 100% wie früher wird es nie. Ich habe morgen einen Termin beim besten Zwerchfell-Professor-Chirurgen. Er hat jahrzehnte lange Erfahrung mit verschiedensten Techniken um den Magen wieder runter zu bekommen. Ich erhoffe mir dadurch, dass diese Nerv-Kompression aufhört. Ich werde dies noch genauer mit ihm besprechen. Bisher hatte ich nur einmal das Glück einem Top Arzt begegnet zu sein, der den Zusammenhang kardialer Prozesse und dem Oesophagus kennt. Auch wenn man überwiegend auf englisch googeln geht, findet man sehr viele Interessante Infos. Der Nerv soll am Fundus liegen (obere Teil des Magens, welches direkt unter Zwerchfell anliegt) und entlang der Speiseröhre nach oben laufen. 99% der Hiatushernien Patienten haben Glück und kriegen keine Probleme damit – die kennen dann eben nur Sodbrennen und Ähnliches. Aber in 1% der Fälle haben Menschen plötzlich nach einem Trauma (Heben von Gewicht, Husten, Erbrechen) plötzlich Herzrhythmusprobleme. Sie rennen dann von Arzt zu Arzt und am Ende wird lediglich eine kleine axiale Gleithernie festgestellt. Warum ich mir bei dieser Theorie so sicher bin? Na ganz einfach; bei mir begann alles nach 5-wöchigem Husten. Plötzlich Herzstolpern beim bücken oder links liegen – komisches Druckgefühl im Oberbauch. Mit der Zeit dann Blubber-Geräusche im Hals und Schluckstörungen dass plötzlich die Banane im unteren Drittel der Speiseröhre stecken bleibt. Plötzlich ist starker Reflux und Sodbrennen da, was ich vorher NIEEE im Leben hatte. Plötzlich hat man nervöses Unruhe-Gefühl direkt nach dem Essen – oder manchmal auch schon während dem Essen. Es äussert sich dann in Herzstolpern, höherem Puls und starkem Klopfen – auch ist man weniger Leistungsfähig usw. Von Zeit zu Zeit kamen Brust und Brustwirbelschmerzen noch dazu. Diese Schmerzen sind nach dem Essen immer massiv verstärkt und klingen zwei Stunden später wieder etwas ab. Ich habe auf englisch mehrere Seiten gefunden in der Leute von überall auf der Welt ihre Probleme mit einer Hernie schildern. Es sind eben genau diese "mechanisch-auslösbaren Stolper-Patienten". Genau diese Gruppe erlebt, Herzrhythmussstörungen beim Bücken, knien, Oberkörper drehen etc. Ich habe mich jetzt 1,5 Jahre intensiv damit befasst. Ich hatte Untersuchungen von denen die meisten hier im Forum nicht mal wissen dass es sie gibt. Man findet einfach nichts – null – alles komplett normal. Nur eben diese axiale Gleithernie. Wenn ich mich hinsetze, den Bauch rausstrecke indem ich tief in den Bauch atme und dann mit den Fingern unter dem Schwertfortsatz reindrücke, spüre ich da einen Messerstich-artigen Schmerz. Wenn ich diese Stelle mit meinem CT vergleiche, so haargenau an der Stelle der Mageneingang – nix anderes.

Hernien werden nicht ernst genommen – weil eben 99% der Fälle keine Probleme damit hat. Die restlichen 1% werden als psychisch labil abgestempelt und bekommen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Es soll ne Angst und Panikstörung sein. Der Puls soll wegen der Psyche hoch gehen. Das Vegetative System soll nur über die Psyche ausgelöst werden (laut vieler schlecht gebildeten Ärzte). Bei mir war das anders. Beim Eintritt dieser Erkrankung erlebte ich Herzrasen in einer völlig glücklichen und sicheren Situation als ich mit meiner Freundin einen lustigen DVD guckte. Das Herz verselbständigte sich und fing einfach so an zu rasen. Ohne mein Mitwirken – ohne Angst zu empfinden, ohne GAR NIX. Man sitzt also da, lacht, umarmt und kuschelt sich mit Freundin – ist zufrieden mit Beruf und Leben – alles nahezu perfekt und plötzlich aus dem Nichts heraus rast das Herz mit 150 Schlägen/min.

Liebe Forum-Mitglieder – unsere Ärzte werden dies leider nie verstehen. Drückt mir die Daumen, dass dieser Chirurg morgen wirklich so gut ist wie man von ihm hört.

Liebe Grüsse

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