» »

Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

V*idgxi


Hallo, Edelgard,

deinem Posting habe ich mehrere für mich wichtige Anregungen entnommen. Wenn du schon so lange Vorhofflimmern hast, würde mich der genauere Verlauf interessieren. Wie oft und wie lange waren die Attacken z.B. vor und nach den Ablationen, unter dem Medikament und während deiner Auslassdiät. Vor allem das Letzte interessiert mich, da ich selbst schon eine Auslassdiät gemacht habe und dann auf einen Pflaumenkuchen, den mir jemand mitgebracht hatte, mein erstes sehr heftiges und langes Vorhofflimmern bekam. Sozusagen ein unfreiwilliger Nahrungsmitteltest. Eigentlich hätte ich eher Durchfall erwartet als das! Ich war sehr überrascht. Ich weiß jetzt natürlich nicht mehr, ob Zimt da drauf war, aber es ist nicht unwahrscheinlich. An Zimt habe ich noch nicht so gedacht, obwohl ich ihn eher vermeide.

Schöne Grüße,

A0ndr'exMG


@ Vidgi

Das mit dem Adrenalin in den Spritzen beim Zahnarzt hab ich auch schon gehabt. Kaum gespritzt .. nach 2 Minuten läuft die Pumpe Marathon :)

Sag dem Zahnarzt einfach Bescheid, der hat auch Spritzen ohne Adrenalin. Da merkt man rein gar nix .....

Btluebexlla


Hallo, auch ich habe seit Jahren Vorhofextrasystolen – die ich aber mittels Metohexal 100 (1 p.Tag) sehr gut im Griff habe. Noch besser ist es geworden., seit dem ich Medikamente für meine Schilddrüsenunterfunktion bekomme. Ich spüre fast nichts – ausser 1 Woche vor meiner Periode und evtl. nach Alkohol (aber nur – wenn etwas mehr war als sonst). Regelmässiges Walken bringt auch Ruhe in den Motor! :)

Das mit dem Magen habe ich mir auch schon mal gedacht – es fühlte sich genau so an, wie von Dir beschrieben. Ich hatte auch immer das Gefühl, da ist ein Nerv im Magen, der die Extraschläge auslöst?! Seit ich meinen Magen nicht mehr so überlade und am Abend fast nichts mehr esse – geht es mir besser. (Klopf jetzt mal schnell auf Holz) *lol*

Alles Gute den Leidensgenossen :)*

Voi}dgxi


@ AndreMG

danke, werde ich probieren. Letztes Mal habe ich mich ohne Spritze durchgequält.

@ Bluebella

Hat dir jemand erklärt, warum Schilddrüsenunterfunktion Herzrhythmusstörungen verursacht? Würde mich interessieren, denn nachdem meine Schilddrüse fast total entfernt wurde, bin ich mit den Werten eher an der unteren Grenze. Das wird aber von den Ärzten nicht als Ursache angesehen und nicht beachtet.

Bin heute deinem Beispiel gefolgt und habe abends weniger gegessen. Ein guter Tip!

Es grüßt euch @:)

m>ona5x67


Schade, dass die Threaderöffnung schon 4 Jahre zurück liegt und Gerhard wohl nicht mehr "vorbeischaut", denn ich kann nur bestätigen, was er schreibt. Dieser "nervige Punkt" im Magen-Darm-Bereich wird der Vagus sein, der 10. Hirnnerv, der in fast allen inneren Organen präsent ist und das vegetative Geschehen beeinflusst.

Ich hatte mal aufgrund einer Störung im Bereich des Zwerchfells am laufenden Band Extrasystolen. das hat zwei oder drei Wochen gedauert, ich habe das mit viel Melissen- und Kamillentee wieder in den Griff bekommen. Mich wundert nicht, dass Extrasystolen in der Bevölkerung zunehmen, es steigt doch bei den Leute auch die nervöse Unruhe. Niemand nimmt sich mehr Zeit zum Essen und schlingt irgendetwas hinunter, wobei es auch Nahrungsmittel gibt, die an sich schon extrasystolenverdächtig sind, kaliumreiche Dinge oder stark saure Dinge, auch kaltes Wasser am Morgen auf nüchternem Magen kann Extrasystolen auslösen, wenn der Vagus gerade nicht gut drauf ist.

Ich finde es bemerkenswert, was Gerhard beobachtet hat. Nun, da der Ärzteberuf, wie er heute praktiziert wird, wohl bald aussterben wird, kann man als medizinischer Laie nicht genug lernen, um sich und anderen ein wenig weiterzuhelfen. ;-)

Ich weiss nicht, wie hoch der Prozentsatz der Extrasystolen ist, der durch Störungen im Magen-Darm-Bereich ausgelöst wird, aber ich denke, er ist sehr hoch. Das Schlimme ist, dass man den Leuten dann Betablocker gibt anstatt sie auf eine korrekte Ernährung hinzuweisen.

m'ona56x7


Ab einem gewissen Alter (50?) sollte man nach 18 Uhr nichts mehr essen. Man schläft sicher um einiges besser.

Auch wäre zu beachten, dass ab ca. 17 Uhr das vegetative Nervensystem, das die Verdauung regelt, zum grössten Teil auch schlafen geht und durch das ZNS eine lückenlos Verdauung nicht gewährleistet ist. Das heisst für den Laien, die Speisen bleiben über Nacht (bis ca. 5 Uhr früh) oft unverdaut im Magen/Darm liegen und fangen dort zu gären an, wenn es sich um Obst und Gemüse und Zuckerhältiges handelt. Wenn ein sensibler Mensch am Morgen leichten Schwindel hat, so kann das durchaus von den nächtlichen Gärgasen im Darm kommen! Kein Spass!

Ist der Darm gesund, ist der ganze Mensch gesund – die Asiaten wussten das schon vor 3000 Jahren, aber die westliche Schulmedizin tut sich da noch schwer... Die westliche Schulmedizin verschliesst vor diversen Erkenntnissen die Augen, als wollte sie uns absichtlich krank halten, was weiter nicht verwunderlich ist, bedenkt man, dass die Ärzte von den Kassen bezahlt werden (die ohnehin schon pleite sind) und nicht von den geheilten Patienten. Im alten Persien wurden Ärzte nur bezahlt/belohnt, wenn sie helfen konnten. Starb der Kranke, war das Ansehen des Arztes auf Dauer ruiniert. Man stelle sich das in unserer Zeit mal vor... ;-)

Wir sind eine Gesellschaft der Kranken geworden, weil wir unser Leben aus der Hand gegeben haben. Viele Leute wissen nicht mal, dass ihr Organismus über natürliche Selbstheilungskräfte verfügt und dass jede Krankheit, die nicht zum Tod führt, von selbst ausheilt. Das klingt zwar jetzt zynisch, soll aber heissen, dass man nicht gleich immer zum Arzt laufen soll, nur weil irgendetwas weh tut. Man soll es zuerst selbst versuchen, weil man seinen Körper doch besser kennt als der Arzt und auch selber für seinen Körper verantwortlich ist. Und der Körper dankt es auch, wenn man ihm nicht gleich die volle Chemie verabreicht hat. Eigentlich schlucken wir Gifte (Medikamente), um gesund zu werden, das ist an sich schon paradox. Und gesund werden wir dadurch auch gar nicht, es verschwinden nur die Symptome. Westliche Schulmedizin = Symptombekämpfung durch die Pharmaindustrie. Heilung ist das nicht. Die in ihrer Syptomatik bekämpfte Krankheit wird nur verdeckt und auf eine andere Ebene verschoben und bald ist man wieder krank, an einem anderen Organ, einer anderen Stelle, und so gehen die Kassen eben pleite wie auch alle anderen Systeme, die nicht logisch und ehrlich durchdacht sind.

Wenn jemand glaubt, dass er herzkrank sei, nur weil er abends viel gefuttert hat und deshalb nachts Herzklopfen/Herzjagen kriegt, dann geht diese Unwissenheit auf das System zurück, das uns belügt. Das Traurige ist, dass der Leidende dann eben Betablocker kriegt, wenn die Zustände anhalten, und er damit die Pharmariesen ernährt anstatt dass ihm jemand sagt: Bitte hör doch mit der Völlerei am Abend auf, weil das einfach unnatürlich für deinen Organismus ist!

Und das ganz Schlimme ist, dass man sich eventuell über die Jahre hinweg wirklich ein kränkliches Herz schaffen kann, wenn man sich abends zuschaufelt und sein Herz damit unnötig belastet. Denn es bleibt sicher auf lange Sicht nicht ohne Folgen für Herz und Kreislauf, wenn man Abend für Abend mit vollem Magen zu Bett geht. Das betrifft geschätzte 80 bis 90% der Bevölkerung. Abends gut essen ist doch ganz normal... tagsüber hatte man doch keine Zeit zum Essen...

Möglicherweise (blosse Vermutung) gehen viele Herzkrankheiten unserer Zeit auf diese abendliche Völlerei zurück?

e\infachnur[edOelgxard


@ mona567

Ganz lieben Dank für Deine Ausführungen. Das gleiche habe ich in den letzten Monaten auch erfahren. Wenn ich nach 18 Uhr noch was esse, dann kann ich auch nicht schlafen und es geht mir auch nicht so gut. Also esse ich jetzt immer vor 18 Uhr und wenn ich das nicht schaffe, dann gibts halt nichts mehr, auch wenn ich seit Mittag nichts hatte. Da bin ich einfach konsequent. Und mir gehts damit erheblich besser, ich werde nachts auch nicht um 3 Uhr wach und kann vor Herzklopfen nicht mehr schlafen.

@ vidgi

Mit meinen Herzrhythmusstörungen, das ist eine lange Geschichte. Seit ich 32 bin, nach der Geburt meines dritten Kindes, fing alles mit Herzrasen an. Erst waren es kurze Anfälle, aber dann kam es immer öfter. Als ich ca. 40 war, war es richtig schlimm. Wechseljahre hieß es dann. 1995, da war ich 46, bekam ich ein Schilddrüsenkarzinom. Meine Schildddrüse wurde sofort entfernt und ich hatte dreimal Radiojodtherapie. Das war schrecklich. Die Tachykardien wurden noch schlimmer und – ich glaube es war 2003 – bekam ich eine Ablation bei Reentry Tachykardie an der Uni in Bonn. Ich hatte Ruhe bis 2004 mein jüngster Sohn tödlich verunglückte. Ich bekamt erhebliche Atembeschwerden und Vorhofflimmern anfallsweise. Das hat aber nichts mehr mit den Tachykardien zu tun, die waren weg. Lag in einem Monat manchmal 4-5 Mal im Krankenhaus, bekam immer Elektroschocks, anders war das Flimmern nicht zu stoppen. Alle Medis halfen nix. Ich hatte oft bei den Anfällen auch Magen- und Bauchprobleme. Oft während des Anfalls auch Durchfall, richtig schlimm. Aber darauf ging niemand ein. Fast ein ganzes Jahr hatte ich dann ständiges Vorhofflimmern, das nicht mehr zu stoppen war. Dabei bekam ich Marcumar und Betablocker in sehr hoher Dosierung. Dadurch wurde der Puls soweit runtergefahren, dass ich das Flimmern nicht merkte. Fühlte mich aber sehr schwach.

Mitte 2008 zogen wir um und ich bekam einen neuen Hausarzt. Dieser wollte das alles so nicht hinnehmen und nach zig Untersuchungen und Vorsprachen bei allen möglich Spezialisten wurde ich Ende 2009 in die Herzklinik in Bad Oeynhausen überwiesen. Dort riet man mir, eine Ablation vorzunehmen, da lt. EKG es sich bei mir wohl nicht um Vorhofflimmern, sondern um Vorhofflattern handelt oder Vorhofflimmern, das sich auf Vorhofflattern aufbauen würde, also zuerst Flattern, dann Flimmern. Die Ablation habe ich dann machen lassen. Alles war gut. Bis zum März 2010, da bekam ich wieder Vorhofflimmern. Ich konnte sofort nach Bad Oeynhausen (ca. 250 km) kommen und man nahm mich stationär auf. Gerne wollte man keine weitere Ablation machen. Daher riet man mir, nachdem das Flimmern von alleine aufhörte, Multaq 400 2 x täglich zu nehmen. Ich hab es gut vertragen, aber vor zwei Monaten, glaube ich, riet mir mein Hausarzt es abzusetzen, da in einer Studie von Todesfällen berichtet wurde. Das habe ich dann gemacht, erhielt einen sehr niedrig dosierten Betablocker und Marcumar. Seitdem habe ich etliche Anfälle gehabt: Herzklopfen, Herzjagen und Vorhofflimmern (einmal 25 Stunden, einmal 24 Stunden). Hörte von allein wieder auf. Ich kam dann durch einen Bericht im Internet auf Histamin. Und da bin ich heute und ich habe Daosin genommen seit 3 Tagen. Ich habe das Gefühl, es hilft mir. Ich nehme nur je 1 Kapsel zweimal täglich direkt vor den Mahlzeiten. Habe gestern geräucherten Fisch gegessen und er ist mir gut bekommen. Heute morgen zum Frühstück Tomaten. Ist auch gut gegangen. An Schokolade und Zimt traue ich mich aber nicht dran. Bin ja schon froh, wenn ich einigermaßen was essen kann. Ich werde mich an die Liste aus dem Internet halten und dann das Daosin nicht ständig nehmen. Wollte jetzt erstmal eine Basis schaffen. Mit Zimt haben aber sehr viele riesige Probleme. Also können Deine Beschwerden auch davon sein.

Jetzt habe ich wieder einen endlosen Roman geschrieben, aber frag ruhig weiter, wenn Du möchtest. Wie ist es denn bei Dir? Das würde mich natürlich auch interessieren.

Wo wohnst Du eigentlich in Schweden? Ist ein herrliches Land.

Habt alle eine schöne Woche.

a-satmryxon


@ Schoof

wie hast du das mit dem termin usw in porz gemacht? würde auch mal gerne zu denen, habe schon 2 kariologen hinter mir und die finden net wirklich was. das einzigste was der eine gefunden hatte war ne "wanbewegungsstörung in der linken herzhinterwand" was ich sehr schwammig finde.

und zu den restlichen leuten, ist es "normal" das man durch die stolperer todesangst verspührt oder stelle ich mich da nur an? keine ahnung, aber ich kann kaum noch schlafen, weil mein kopf immer nur ums herz kreisen, ich komme da net raus. dabei kann ich mir das als vater von 4 kleine kindern und ner MS kranken frau garnbet leisten. bekomme bisoprolol wegen zu hohem puls (ruhepuls von 95-105) und mein dia wert ist immer so um die 92-98...der sys wert ist aber mit 125-135 ganz in ordnung.

S)chooxf


Hallo zusammen!

@ Asatryon:

Den Termin in Porz habe ich über meine Hausärztin bekommen.

Sie hat diesbezüglich alles für mich erledigt, daher kann ich Dir jetzt leider keine kompetente Antwort geben.

Vielleicht sprichst Du das einfach mal mit Deinem Hausarzt durch, er muss Dich ja dann schließlich auch dorthin überweisen.

Oder Du ruft einfach mal im Krankenhaus selber an und erkundigst Dich nach dem bestem Prozedere.

Die Nummer habe ich gerade nicht zur Hand, dürfte aber ja leicht herauszufinden sein, für jemanden mit Internet-Anschluss :-)

Zu Deinen Ängsten kann ich nur sagen: Ob es "normal" ist, weiss ich nicht, aber ich denke, dass es zumindest sehr vielen Menschen mit Herzbeschwerden so geht.

Schließlich sprechen wir da ja nicht von einem Schnupfen oder ähnlichem, sondern von dem wichtigsten Organ überhaupt.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber berichten, dass diese Ängste zwar durchaus mal mehr mal weniger vorhanden sind, man mit der Zeit aber doch lernt damit umzugehen, wodurch sie mit der Zeit immer mehr verblassen.

Aber in Deinem Fall hoffe ich mal eher, dass man vielleicht doch noch eine Ursache finden und diese Abstellen kann!

Die Angst vor der Angst solltest Du jedenfalls nicht fürchten – Du wirst Sie abstellen können, da bin ich sicher.

@ all:

Ich wollte mal die Ergebnisse meines Krankenhausaufenthaltes mitteilen, mich aber zuerst entschuldigen, dass ich das jetzt erst mache.

Der Aufenthalt hat unter dem Strich länger gedauert, als geplant und so blieb mir zwischen Krankenhaus und Urlaub leider keine Zeit mehr, mich hier zurück zu melden :-)

Kurz nochmal zur Auffrischung:

Hintergrund meines Krankenhausaufenthalts war es, die Ursache für meine lagebedingten Herzrhythmusstörungen zu finden (heftiges Stolpern im Liegen, nach blähenden Speisen auch schon mal im Sitzen / Sinusrhythmus sobald ich wieder aufstehe).

Insbesondere die Abklärung hinsichtlich einer möglichen Holvenenkompression, wie sie hier von Gerhard beschrieben wurde, lag mir am Herzen.

Ich hatte mal wieder Glück – muss ja auch mal sein :-) – an ein offensichtlich sehr motiviertes Ärzteteam zu geraten, die sich wirklich bemüht haben, mir zu helfen.

Daraus resultierte auch, dass ich eben doch länger dort war, als eigentlich geplant.

Ich behaupte mal, man hat mich in den fünf Tage einmal komplett auf links gezogen und Untersuchungen durchgeführt, von denen ich teilweise wirklich noch nie gehört hatte.

Gebracht hat es aber leider nichts :-(

Auf direkte Nachfrage bezüglich einer Hohlvenenkompression als Ursache teilte mir die Radiologin (die die Breischluckuntersuchung durchgeführt hat) mit, dass es soetwas tatsächlich gebe, allerdings bei mir keinerlei Anhaltspunkte dafür vorlägen.

In der Regel treten dadurch bedingte HRS häufiger mal bei Schwangeren auf, da hier der Platz im Bauch aus gutem Grunde nun wirklich eng wird.

Gleiche Aussage hatte ich auch einige Minuten zuvor von einer Internistin bekommen, die sich sämtliche Organe via Ultraschall angesehen hat.

Sie hat mir daraufhin auch die Hohlvene präsentiert (soweit möglich, den gesamten Bereich bekommt man aufgrund diverse davorliegender Organe nicht ins Bild) und mir mitgeteilt, dass diese bei mir ausgesprochen gut aussehe.

Wenig Ablagerungen, hervorragender Durchmesser usw...

Zu guter letzt – hartnäckig bin ich ja mittlerweile – habe ich auch noch die Kardiologin beim Herzecho zu diesem Thema gelöchert und erneut die Aussage erhalten, dass dies zwar grundsätzlich möglich, aber bei mir höchst unwahrscheinlich wäre.

Auch sie verwies auf Schwangere und extrem übergewichtige Menschen, die dadurch Probleme bekämen.

Na ja... lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin leider wieder nicht schlauer :-(

Hohlvenenkompression wurde (mehr oder weniger) ausgeschlossen, Zwerchfellbruch wurde ausgeschlossen, sämtliche Organe im grünen Bereich (Schilddrüse leicht vergrössert, aber Laborwerte völlig in Ordnung)... und nu steh' ich wieder da und wieder wurde mehrfach das gute, alte Roemheld-Syndrom ins Feld geführt.

Mir wäre eigentlich fast jede Diagnose recht gewesen, Hauptsache nicht mehr diese Unwissenheit... aber was soll man machen.

Das einzige, was mich ein bißchen ärgert ist, dass sämtliche Untersuchungen nüchtern durchgeführt wurden, obwohl ich die Probleme ja eigentlich nur bei vollem Magen habe.

Aber das lässt sich angeblich nicht vermeiden (mit Ausnahme des Brei-Schluckens, bei dem es wie ich jetzt im Nachhinein erfahren habe vollkommen uninteressant ist, ob der Magen leer oder prall gefüllt ist... na ja).

Aufgefallen war mir bei dieser Gelegenheit allerdings, dass ich am zweiten Tag meines Krankenhausaufenthalts die Extra-Systolen im Liegen kaum wahrgenommen habe und sie am dritten Tag wirklich nur noch zu erahnen waren... mit anderen Worten, da ging es mir richtig gut.

Drei Tage nachdem ich wieder 'raus wahr, lief dieser Prozess allerdings wieder rückwärts, es wurde immer schlimmer.

Natürlich habe ich sofort überlegt, was im Krankenhaus anders war als zu Hause.

Das einzige was mir hierzu aufgefallen ist, ist das Marcumar.

Das musste ich absetzen (für Magenspiegelung u.a.) und habe es logischerweise am Tag meiner Entlassung wieder genommen.

Als mein INR die Marke von zwei wieder überschritten hat (grob) wurden die Stolperer wieder heftiger.

Das werde ich demnächst mal mit meinem Kardiologen besprechen, mal schauen, ob es eventuell an dem Zeug liegt... bisher habe ich solche Nebenwirkungen zu Marcumar nirgends finden können, ausser als Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, die ich allerdings nicht nehme.

Ich werde nachberichten :-)

So... jetzt hat das Schoof mal wieder elend viel geschrieben... muss mir echt mal angewöhnen, mich kürzer zu fassen, seid mir nicht bös' :-)

Grüße und alles Gute!

Schoof

C[eph`ei


Hallo an alle geplagten,

ich bin 33 J. und mich quälen ES schon seit dem 20 LJ

Vor ca. 4 Jahren sind dann noch Tachykardien dazugekommen die sich nach einer EPU als Vorhofflattern (typisch und atypisch) und Vorhofflimmern entpuppt haben.

Mein Herz ist strukturell in Ordnung und auch wenn die Ärzte behaupten das Vorhofflimmern in jedem Alter auftreten kann bin ich der Meinung das es für mein Leiden in meinem Alter bei vollkommener Herzgesundheit eine (extrakardiale?) Ursache geben muss.

Folgenden vermuteten Ursachen gehe ich derzeit nach:

*) Schilddrüse – meine TSH wert ist grenzwertig hoch (3,80 mIE/l), Hausarzt und Kardiologe behaupten das alles in Ordnung ist, nach allem was ich bisher gelesen hab ist so ein Wert wahrscheinlich nicht mehr in Ordnung.

*) Wirbelsäule (habe Skoliose und leichte Kyphose), vor Vorhofflimmerattacken habe ich sehr oft starke Rückenschmerzen + ES die dann irgendwann in Salven übergehen und letztendlich im Vorhofflimmern enden.

*) Hohlvenenkompression durch Übergewicht (danke an Gerhard für die Theorie), ich habe in den letzten 4 Jahren viel Gewicht zugelegt, davor war ich sehr sportlich. Derzeit versuche ich durch Kraftsport + Cardiotraing Gewicht abzubauen um den Effekt auf das VHF zu beobachten.

*) Andere Hormonelle Störungen

Von den Ärzten fühle ich mich missverstanden, mein Hausarzt hat sofort alles auf die Psyche geschoben. Die Kardiologen zucken mit den Schultern und verschreiben Medikamente die einen durch proarrhythmische Effekte ins Grab bringen können. Jeder Versuch meinerseits mit der Ärzteschaft zusammenzuarbeiten um vielleicht andere Ursachen ins Auge zu fassen wird ungern gesehen bzw. im Keim erstickt.

Ich hab mich in den letzten 4 Jahren extrem engagieren müssen um weiterzukommen, wenn es nach dem Hausarzt ginge würde ich seit 4 Jahren in der Psychotherapie sitzen (mit Vorhofflimmern – HAHA).

Leider ist der Leidensdruck bei mir sehr hoch, ich habe zwar nur relative kurze Anfälle aber mit sehr hoher Herzfrequenz (244 das letzte mal in der Notaufnahme). Das EKG das ich mir kopieren lassen hab sieht aus wie von einem Seismographen geschrieben – bei Erdbebenstärke 9 :-o

Wenn alle meine Ansätze versagen werde ich eine Pulmonalveninisolation durchführen lassen, ich bin nicht bereit diesen Zustand vollgestopft mit Medikamenten mein restliches Leben zu ertragen!

Lieben Gruß an alle Leidensgenossen *:)

Cephei

VlidCgi


@ Edelgard,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich sehe, du hast sehr viel mehr mitgemacht als ich und das schon in jungen Jahren. Und dass dein Herz gelitten hat, als dein Sohn verunglückte, ist voll verständlich. Alleine der Gedanke versetzt mein Herz schon in Unruhe.

Ich finde, du bist sehr viel therapiert worden. Ich frage mich manchmal, ob das so gut ist oder ob das nicht selbst wieder Schäden hervorruft. Du wirst wahrscheinlich sagen, das musste sein.. Ja, musste es wohl. Aber wenn man mehr wüsste, könnte man es vielleicht auch sanfter angehen, so wie Gerhard das zum Beispiel macht.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, erzähle ich noch von mir. Ich bin 66 und hatte schon vor 30 Jahren gelegentlich Herzrhythmusstörungen, unter anderem auch während einer Schwangerschaft. Erst 2005, als die Attacken sehr heftig und beunruhigend wurden, ging ich mal nachts in eine Notaufnahme und es wurde Vorhofflimmern festgestellt. Die nächsten 3 Jahre hatte ich relativ regelmäßig anfallsweises Vorhofflimmern, alle 2-3 Wochen, das immer von selbst wieder aufhörte, etwa nach einem Tag, es konnte aber auch 5 oder 7 Tage dauern. Zuerst bekam ich nur einen Betablocker und Aspirin, wobei ich den Verdacht habe, dass Aspirin noch verstärkend wirkt. Ich habe es deshalb irgendwann weggelassen. Ganz sicher bekomme ich vom Aspirin juckende Knötchen auf der Haut und blutende juckende Risse an den Fersen. Zwischenzeitlich habe ich auch mal Waran genommen. Ich frage mich, ob sich das Vorhofflimmern ohne Therapie auch so festgesetzt hätte, denn eigentlich hat es genau nach der Diagnose und dem Beginn der Medikamente angefangen, wirklich regelmäßig zu kommen. Ich fand auch den Betablocker richtig belastend fürs Herz, es hat sich anfangs wie ein schwerer Sack voll Wasser angefühlt. Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt, mich immer müde und schwer zu fühlen.

Schließlich habe ich angefangen histaminarm zu essen und geistige Übungen zu machen und hatte von 2008 bis jetzt ziemlich Ruhe. Ich führe das unter anderem darauf zurück, dass bei mir nie eine Kardioversion, eine Ablation oder eine medikamentöse Behandlung (ich meine Antiarrhythmika) durchgeführt wurde, mein Herz also in Ruhe gelassen wurde. Ich war seit drei Jahren deswegen nicht beim Arzt und spritze mir, wenn ich Vorhofflimmern bekomme, Heparin zur Blutverdünnung. Im Moment ist das Herz wieder labiler, wahrscheinlich aufgrund einiger Belastungen und weil ich mit der Diät nachlässig geworden bin. Mir ging’s halt zu gut. Ich versuche, noch einmal die Kurve zu kriegen.

Ja, in Schweden ist es schön. Ich liebe alles hier, die Natur, die Menschen, die Ruhe... Ich wohne in der Nähe von Norrköping auf dem Land. Du scheinst Schweden gut zu kennen?

Schöne Grüße aus dem kühlen, aber sonnigen Norden,

msonixh63


Hallo an alle mit VHF und Extrasystolen Geplagten,ich lese seit einiger Zeit mit grossem Interesse eure Berichte und bin erstaunt über so viele Betroffene jeglichen Alters.Über mich:48 Jahre,mit 20 Tachykardien,mit 30 VHF und Extrasystolen on Mass.Krankenhausaufenthalte ohne Ende.Im Prinzip wie bei vielen anderen konnte nicht wirklich was festgestellt werden.Meine Lebensqualität ist sehr eingeschränkt,da ich mich kaum noch traue weit zu fahren.Wie geht ihr mit euren Ängsten um?War immer ein fröhlicher Mensch und habe versucht das Ganze nicht so tragisch zu nehmen aber es vergeht kein Tag ohne ES,ständiges Völlegefühl,Druck im Oberbauch und und.....Wie gehen mit euch eure Partner und Familie um?

Viele Grüsse aus dem Norden

a[satrxyon


nun ja

ES, völlegefühl und druck, habe ich auch alles. aber die finden nie wirklich was. finde aber auch das die einen nicht wirklich ersnzt nehmen. die kommen dann mit so ner statistik: wenn sie 40 währen hätten sie eine wahrscheinlichkeit von 1% eine herzerkrankung zu erleiden usw usw. da sie erst 35 sind haben sie 0%. machen sie sich nicht verrückt alles in ordnung! finde das mitunter sehr dreist!!

allerdings habe ich jetzt am do nen termin beim kardiologen zwecks herzkatheteruntersuchung. also vorgespräch. die untersuchung soll dann wohl nächste woche sein. denke mal das man dan mehr weiß. mein arzt hat mir heute gesagt ich soll die betablockjer absetzten und mir ace hemmer verschrieben. hat jemand mit denen erfahrung?

e]infachyn=urJedelgaxrd


@ vidgi

Dein "Leidensweg" ist wirklich meinem sehr ähnlich, das muss ich wirklich sagen. Inzwischen bin ich soweit, dass ich auch keine Rhythmusmittel mehr will, weil ich meine, dass das nicht gut sein kann, so lange man nicht weiß, wo die Rhythmusstörungen herkommen. Den leichten Betablocker nehme ich auch wegen leichtem Bluthochdruck und die Tabletten kann ich gut vertragen. Was ich gar nicht vertragen kann ist Aspirin in jeglicher Form und das ist ja auch bei HIT nicht erlaubt! Hat aber auch lange gedauert, bis ich das rausgefunden habe. Ich bekam immer Atemnot und Jucken, es war aber nichts zu sehen und erhebliche Magenprobleme. Sollte nämlich mal eine Zeit ASS 100 nehmen anstelle Marcumar, aber da kann ich das Marcumar besser vertragen, obwohl ich nicht weiß, ob das nötig ist. Aber es nimmt mir die Angst, wenn das Vorhofflimmern so lange andauert. Da kann ich dann doch erheblich ruhiger sein mit dem Hintergedanken: Es kann nichts passieren. Wie groß ist der Schutz bei Heparin? Reicht es aus, wenn Du einen Anfall hast? Wenn ich dann auch abgesichert wäre, dann würde ich das auch lieber tun. Man braucht es ja nur, wenn man einen Anfall hat, oder? Vielleicht kannst Du mir ja mehr darüber sagen und welches Heparin nimmst Du?

Schweden kenne ich gar nicht persönlich, aber es ist schon immer das Land, in das mein Mann und ich auswandern würden, wenn wir wüssten, dass wir dort Arbeit finden würden. Meine Tochter war schon ein paar Mal da und sie ist immer begeistert. Ihre Reiseberichte sind immer sehr interessant und es muss ein sehr schönes Land sein und die Menschen so nett und freundlich und jedem Fremden gegenüber aufgeschlossen, besonders auf dem Land. Irgendwann werden wir auch mal dort Urlaub machen.

@ asatryon

Betablocker ist ein Mittel gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen und ACE-Hemmer nur gegen hohen Blutdruck, hilft nichts bei Rhythmusstörungen. Wenn Du Rhythmusstörungen hast und ein Medikament muss sein, dann ist Betablocker besser, ich nehme Bisoprolol 2,5.

Ich werde jetzt aber weiter mit der Auslassdiät machen und nur die Sachen essen, die erlaubt sind und auch bei Medikamenten muss man aufpassen, da gibt es auch eine Sachen wie z.B. Kontrastmittel und Narkosen, die die Histaminausschüttung stark anregen. Vielleicht habe ich ja Glück und ich kann das mit dem Essen steuern. Das wäre natürlich die Sensation. Habe letztens einen Bericht gelesen, dass viele Menschen mit Herzrhythmusstörungen zu tun haben, weil so viele Fertiggerichte und Zusatzstoffe konsumiert werden. Aber es war wissenschaftlich leider nicht begründet. Aber möglich wäre es ja. Das ist ja bei der Hitauslassdiät auch so. Es gibt ja nur ganz frische Sachen. Sobald ich ein bisschen daneben liege, passiert mir natürlich, bin ja kein Übermensch und manchmal achtet man auch nicht so 100%-ig drauf. Hatte im Vorbeigehen ein paar kleine Tomaten gegessen, ohne darüber nachzudenken und schon hatte ich wieder Atemnot, die Nase zu und einen dicken Luftbauch. Man muss so aufpassen. Daosin nehme ich jetzt zweimal pro Tag eine Tablette zum Frühstück und zum Mittagessen und ich muss sagen, das Essen bekommt mir richtig gut, habe keine Probleme. Es ist nur schweineteuer und warum ist es nicht als Medikament zugelassen?

So und jetzt muss ich was kochen.

:)D oder :p>

V'idgxi


@ Edelgard,

das mit Heparin geht nur, wenn das Vorhofflimmern sporadisch auftritt, so 1 bis dreimal pro Jahr, und wenn es nicht zu lange anhält, sonst ist es nicht geeignet. Man nimmt es für gewöhnlich nicht über längere Zeit. Ich weiß nicht, wie die Gefahren gegenüber dem Marcumar sind, aber es ist ja auf jeden Fall besser, wenn man so etwas nur einen Tag lang nehmen muss, wegen der Blutungsgefahr. Ich hatte in letzter Zeit gehäuft VHF und werde vielleicht wieder auf Marcumar (Waran) umsteigen müssen. Ich hoffe nicht...Aber es ist schon sehr beruhigend, wenn man weiß oder zu wissen glaubt, dass nichts passieren kann. Dann braucht man auch nicht jedesmal gleich eine Kardioversion machen zu lassen, sondern kann abwarten, ob es von selbst verschwindet.

Übrigens gibt es ein neues Medikament, das die Blutgerinnung hemmt: Dabigatran. Es ist, so viel ich weiß, erst kürzlich in Deutschland zugelassen worden und soll sicherer sein als Marcumar, da es einen anderen Wirkungsmechanismus hat. Allerdings ist es erst zwei Jahre getestet worden und das ist eine relativ kurze Zeit. Wer weiß, was noch an Nebenwirkungen auftaucht. Ich würde es dem Marcumar vorziehen, möchte aber lieber noch 1-2 Jahre warten. Es wird einem immer viel über die wunderbaren Wirkungen der Mittel erzählt und die Nebenwirkungen werden heruntergespielt. Ich bin da etwas skeptisch.

Das Heparin heißt übrigens Innohep, 4 500 Einheiten in einer Spritze, subcutan zu spritzen. Hat mir der Hausarzt auf meine Bitte hin verschrieben. Die Idee kam von Gerhard.

Schweden solltet ihr im Juni oder Juli besuchen, dann ist es hier richtig schön, aber im Juli regnet es oft. Wartet doch bis zur Rente mit dem Auswandern, dann geht es problemlos, da EU. Die Ruhe hier tut dem Herzen gut.

Liebe Grüße,

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH