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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

C#hr|istinDe auMs NRW hat geantwortet


Ich war wieder einmal beim Kardiologen :[] . Es stand bei mir noch eine Stressechokardiografie an. Nach der Untersuchung bis 150 Watt sagte mir der Arzt - es ist nichts am Herz, der Auslöser für mein VHF ist weiterhin unklar. Na bravo :)= . Eine Ablation befürwortet er bei mir derzeit nicht. Wenn ich VHF wöchentlich haben sollte und dann noch mit schlimmen Nebenproblemen, dann müßte man überlegen ":/

Ich nehme jetzt weiterhin meine Betablocker 5mg täglich und soll mich weiter beobachten. Wenn es wieder zum VHF kommt soll ich den Betablocker erhöhen und die Umstände ??? notieren.

Gestern am Abend hat dann wieder ganz plötzlich mein VHF angefangen; dazu Blutdruckchaos aber Puls nicht sehr hoch. Vorher spürte ich eine Anzahl von Extraschlägen. Ich habe dann die Betablockerdosis erhöht, Atemübungen und Pressübungen gemacht und kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure getrunken, sodass ich aufstoßen konnte. Nach 4 !!! Stunden war alles wieder vorbei. Ich hatte auch keinen Schwindel.

Ich konnte gut schlafen zzz

Wünsche Euch allen einen schönen sonnigen Sonntag 8-)

e7inf7achBnuredeOlgarxd hat geantwortet


Hallo Christine,

Deine Krankengeschichte ist meiner sooo ähnlich, das ist schon fast nicht zu glauben. Genau die gleichen Symptome habe ich ja auch, nur dass das VHF bei mir viel länger dauert, zuletzt 33 Stunden, obwohl ich auch mit allen Tricks, die Du oben beschreibst, gearbeitet habe. Aber mein Herz ist auch gesund, das hat sich nach vielen Untersuchungen, sogar CT, herausgestellt. Überleg doch mal, was Du vor dem VHF gegessen hast. Vielleicht war ja etwas sehr Histaminreiches dabei. Ich bin davon überzeugt, dass mein VHF daher kommt. Die Daosin-Kapseln nehme ich jetzt regelmäßig, aber niedrig dosiert, 1 morgens, 1 abends jeweils vor dem Essen. Habe auch eine Anfrage bei der Sprechstunde der Herzstiftung und bei dem Professor Horstkotte der Herzklinik in Bad Oeynhausen. Bin mal gespannt, was diese dazu sagen.

Ich wünsche allen eine Symptom freie Zeit. :)^

IRtzyB6itzeySpixder89 hat geantwortet


Morgen,

ich habe manchmal das Gefühl, als würde mir das Herz in den Hals schlagen und einmal schnell gegen den Kehlkopf drücken oder es würde mir gleich aus der Brust springen, vorallem wenn ich mich vorbeuge. Ein richtig unangenehmes Gefühl.

Ich habe bereits etliche EKGs, ein Langzeit-EKG, zwei Belastungs-EKGs und zwei Echokardiographien hinter mir und außer, dass eine minimal eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens besteht ist nie etwas bei rausgekommen.

Mein Hausarzt meint, das hätte jeder MAL. Ich habe es aber täglich, allerdings erst seit einigen Tagen.

Naja, muss man mit leben. Und wie heißt es so schön? Was einen nicht umbringt, man ihn nur härter.

eOinfac^hnurehdexlgard hat geantwortet


Hatte seit Montag nachmittag bis heute wieder Vorhofflimmern der feinsten Sorte. Gestriges EKG zeigte "normales Vorhofflimmern". Bekam vom Arzt eine Einweisung in die Klinik und dort auch gleich für kommenden Freitag einen Termin in Bad Oeynhausen. Dort werde ich jetzt auch die Histaminintoleranz ansprechen. Aufgefallen ist mir auch, dass ich vor dem Flimmern immer einen sehr niedrigen Blutdruck habe. Hab natürlich unendlich Angst, dass die eine Pulmonalvenenablation empfehlen, die sie bisher nicht machen wollten, wegen evtl. Komplikationen und meinem "jungen Alter". Ich will das aber jetzt endlich loswerden. Es gibt einen Arzt bei der Deutschen Herzstiftung, der musste dreimal Pulmonalvenenablation über sich ergehen lassen. Aber er war so sehr von dem Vorhofflimmern genervt, dass er das in Kauf genommen hat. Und er empfiehlt es jetzt jedem. Er hat bisher kein Vorhofflimmern mehr gehabt. Und hier sein Bericht: [[http://www.herzstiftung.de/mitglieder/pdf/Sonderdruck_Nr_49_2010.pdf]]. Ich hoffe, ich darf das hier veröffentlichen.

Drückt mir die Daumen für Freitag. Ich werde berichten, wenn ich wieder hier bin. :)^

C6hrisrtirne WaRus NxRW hat geantwortet


** @ edelgard

Danke für den Tip mit dem Sonderdruck der Herzstiftung. Ich bin seit kurzer Zeit Mitglied und werde mir den Sonderdruck gleich ausdrucken. Dir drücke ich ganz fest die Daumen :)_ . Auch ich habe mit dem Wort "Ablation" so mein Problem. Nach den ganzen Untersuchungen bin ich eigentlich "herzgesund" und dann soll ich mir da "rumstochern" lassen; noch dazu wo es keine Garantie gibt, dass das VHF hinterher nicht wieder kommt.

Christine :)D

M{awxo32 hat geantwortet


Hallo allerseits,

die Beschreibung von Gernhard passt auch ziemlich genau zu meinen Symptomen. Ich bin 32 Jahre alt, knapp 70 Kilo schwer bei 1,80 m Körpergröße. Herzstolpern hatte ich vor knapp 5 Jahren das erste mal nachdem ich spät abends noch sehr viel gegessen hatte (Pizza) und mich dann zu Bett gelegt hatte. Untersuchungen im Krankenhaus, Internisten und Kardiologen blieben soweit erfolglos. Am Herzen konnte kein "Fehler" festgestellt werden.

Im Lauf der Jahre ist mir aber auch ein Zusammenhang zwischen erhöhtem Magendruck und Herzrhythmusstörungen aufgefallen. Bis vor etwa 2 Jahren hab ich relativ viel Süßes bzw. generell kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel (Brot, Nudeln, Kartoffeln, Kuchen etc.) gegessen. Solche Speisen verursachten bei mir zunehmend unangenehmere Beschwerden wie Blähbauch, Aufstoßen, Sodbrennen und Magenschmerzen begleitet von Herzrhythmusstörungen. Die Magenbeschwerden waren dann der Auslöser mich an einen Allergologen zu wenden, der sich auch auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat und eine Ernährungsberatung in der Praxis hat. Dabei sind diverse Lebensmittel herausgekommen, die ich nun vermeide. Der wichtigste Punkt waren aber die Kohlenhydrate, die generell stark blähend wirken und über den Druck des Magens auf das Herz auch die Herzrhythmusstörungen verursachen. Dazu kommen auch alle Lebensmittel, die die Verdauungstätigkeit anregen und den Magen reizen (z.B. wie hier schon öfters erwähnt: vor allem scharfe Speisen und Alkohol). Helfen könnte auch eine Untersuchung auf Laktose-, Fructose und Histaminintoleranz (wurde bei mir allerdings negativ getestet).

Geholfen hat mir daher alles, was dazu beiträgt, den Magendruck niedrig zu halten: so gut wie keine Kohlenhydrate mehr, keine Süßigkeiten, keine kohlensäurehaltigen Getränke, saure Speisen mit basischen kombinieren etc. Dadurch lassen sich die Beschwerden praktisch vollständig vermeiden. Wenn doch mal ein leichter Druck im Magen auftritt, gerade hinsetzen und evtl. ein bisschen laufen, hüpfen o.ä., um der Luft im Bauch zu ermöglichen aufzusteigen. Nach dem Aufstoßen sind der Druck und die Herzrhythmusstörungen weg.

Oft merke ich die Magenbeschwerden überhaupt nicht, bis die Herzrhythmusstörungen auftreten. Erst dann wird mir ein leicht unangenehmes Druckgefühl am Solarplexus bewusst. Mittlerweile weiß ich, dass ich dann wieder zuviel Luft im Bauch habe, die bei der Verdauung ganz natürlich entsteht.

Nach allem was ich seitdem an mir selbst und auch in verschiedenen Literaturquellen beobachtet habe, vermute ich eher eine Art anatomischer Anomalie. Denn normalerweise wird Gas, das bei der Verdauung entsteht, über die Darmwände im Blut gelöst und über die Lunge abgeatmet. Ein zuviel an Gas entweicht als Blähung oder Aufstoßer. Der Gasdruck im Magen und Darm wird im Normalfall vom Körper gut vertragen und verursacht keinen Druck auf das Herz, der so stark ist, dass davon Herzrhythmusstörungen, Herzstolpern ö.ä. ausgelöst wird. Zwischen Bauchraum mit dem Magen-Darmtrakt und Brustraum mit dem Herzen liegt das Zwerchfell. Es scheint so zu sein, dass bei einigen Leuten der Druck vom Bauchraum in den Brustraum, also auch auf den Herzmuskel übertragen wird. Bekannteste Möglichkeit ist dabei eine Zwerchfellhernie, also im Grunde eine Ausbeulung des Zwerchfells in den Brustraum. Die häufigste Form einer Hernie des Zwerchfells ist wohl die Ösophagushernie, die noch relativ häufig durch eine Magenspiegelung festgestellt werden kann. Nur können Ösophagushernien eben nicht immer durch eine Magenspiegelung erkannt werden. Das Problem ist nun eine solche festzustellen, denn mit üblichen diagnostischen Verfahren (Abtasten, Magenspiegelung, Ultraschall, Röntgen) lassen sich Zwerchfellhernien kaum feststellen. Eine MRT-Untersuchung wäre evtl. zielführend, wird aber von den meisten Ärzten, auch aufgrund der Nebenwirkungen, nicht ohne Weiteres durchgeführt.

Würden mich freuen zu hören, ob jemand ähnliche Erfahrungen oder Beobachtungen in dieser Richtung gemacht hat.

Viele Grüße,

fkeueren"gel6x4 hat geantwortet


Hallo ich habe auch immer Herzstolpern,nun wurde ein Langzeit EKG gemacht der Befund Vermehrte

pölymorphe VES im Langzeit EKG ich soll nun zum KAdiologen nun habe ich erst recht Panik das es was am Herzen ist ich Schlafe mit dem Gedanken ein und wache damit auf werde noch wahnsinnig es soll ein streßecho gemacht werden kann man durch das Herzstolpern sterben??

e4infacHhnurdedelg&arxd hat geantwortet


@ mawo32

Genauso hat es bei mir vor vielen, vielen Jahren auch angefangen. Inzwischen ist es Vorhofflimmern geworden. Man hat die Tachykardien am Anfang mit Ablation weggemacht vor vielen Jahren in der Uni Bonn, vor einigen Jahren dann das Vorhofflattern mit Ablation und jetzt ist es Vorhofflimmern. Anfang des Jahres habe ich einen Termin zur Pulmonalvenenablation. Mal sehen, was es bringt. Bestimmte Lebensmittel vermeide ich schon lange. Aber irgendwie kriege ich das damit nicht in den Griff. Das Gefühl von Blähungen vor den Anfällen habe ich auch.

@ feuerengel64

Du brauchst keine Angst vor dem Kardiologen zu haben. Ein Stressecho ist nicht schlimm. Du fährst im Liegen Fahrrad und der Arzt macht dazwischen dann einen Herzultraschall. So kann er sehen, was los ist und was passiert. Ich glaube, allein durch Herzstolpern und VES ist noch niemand gestorben. Es ist sehr unangenehm, aber so viel ich weiß nicht gefährlich. Es fühlt sich nur einfach fies an. Du solltest versuchen, dabei Ruhe zu bewahren und Dich nicht aufzuregen. Das lernst Du im Laufe der Zeit. Ich finde es sehr vernünftig, wenn Du abklären lässt, ob Dein Herz gesund ist, dann bist Du auf der sicheren Seite. Viel Erfolg.

@ alle

War gestern in Bad Oeynhausen. Ich sollte ja stationär aufgenommen werden wegen des Vorhofflimmerns, das aber nach 43 Stunden Dauer wieder verschwunden war. Aber ich sollte trotzdem kommen. Die Ärztin sagte mir aber gleich, dass es sein könnte, dass ich am gleichen Tag wieder entlassen würde. Es wurden dann sehr viele Untersuchungen gemacht, erst normales EKG, 12-polig mit Rhythmusstreifen, dann Echokardiografie, mit und ohne laufendes EKG, der Solarplexus wurde auch unter Beschuss genommen, die Bauchorgane untersucht, dann Ergometrie, mit und ohne Atemmaske, das war schweineanstrengend, zumal ich ziemlich erkältet bin, körperliche Untersuchung, Blutabnahme, Urinstatus, lange Gespräche mit Stationsärztin und Oberarzt, Histaminintoleranz abgeklärt, dass sie nicht noch das Herz durch die Füße angeguckt haben, das reine Wunder. Nach 8 Stunden durfte ich dann auf den Befund warten. Ergebnis: Mein Herz ist supergesund, meine Kondition ist für mein Alter hervorragend (danke!), die Blutuntersuchung von 2 1/2 Seiten war bis auf einen erniedrigten Kaliumwert (hatte ich noch nie!) und ziemlich niedriges TSH (Schilddrüse, leichte Überfunktion) top in Ordnung. Wegen dem Kalium soll ich Tromcardin complex nehmen (natürlich selber kaufen), für die Histaminintoleranz Daosin in niedriger Dosierung (höchstens 2-3 Kapseln am Tag, auch selber kaufen) und wegen der Schilddrüsenwerte soll mein behandelnder Endokrinologe dort anrufen, um die Dosis der Schilddrüsenhormone zu besprechen (hatte vor 16 Jahren ein SD-Karzinom und daher keine SD mehr). Evtl. muss ich da reduzieren. Montag kann ich anrufen für einen Termin für die Pulmonalvenenablation, die mit Eis durchgeführt werden soll. Ich werde es machen lassen, denn man hat mir erklärt, dass das Herz ein eigenes Gehirn hat (hä?) und nicht dumm ist. Wenn man versucht, etwas zu unterbinden, dann baut es das wieder neu. Und Rhythmusstörungen durch Histamin bekommt man nur, wenn die "Elektroleitungen" im Herzen überempfindlich sind.

So, das war mein gestriger Tag. Um 4 Uhr aufstehen, um 8 Uhr in Oeynhausen, um 19.45 Uhr wieder zu Hause. Habe geschlafen wie ein Bär im Winterschlaf.

Wünsche Euch allen eine "ruhige" Woche, ohne falsches Geticke.

f(euermentgel*64 hat geantwortet


@ mawo32 vielen dank für deine schnelle antwort ich habe das stolpern schon jahre lang aber seid 2 monaten ist es eben dauerhaft.schilddrüse blut lunge alles wurde schon vor 4 wochhen in der klinik kontrolliert aber ohne befund habe auch immer schmerzen zwischen den schulterblättern und wen ich am morgen aufwache habe ich schmerzen bis in die beine sobald ich ca.1 std wach bin sind die schmerzen besser aber das stolpern ist dauerhaft es ist die hölle.

CQhris.timne Paus NxRW hat geantwortet


edelgard

Hallo Edelgard, ich habe eben Deinen Beitrag gelesen. Als ich im September mit Vorhofflimmern 9 Tage im Krankenhaus war (1 Tag Vorhofflimmern 8 Tage "Überwachung") stellte der Notarzt auch Kaliummangel fest. Hatte nur 3,5. Referenzwert 3,6 - 5.6 je nach Labor. Ich habe dann im Krankenhaus 3 Tage eine grausige "Kaliumbombe" bekommen und nehme jetzt ca. 1 Monat Tromcardin 3 x täglich. In 1 Woche gehe ich zur Blutuntersuchung. Bin gespannt wie mein Kaliumwert aussieht. In einer Zeitung der Herzstiftung habe ich gelesen, bei Menschen mit Vorhofflimmern sollte der Kaliumwert im oberen Bereich des Refernzwerts liegen.

Im Moment geht's mir gut. War heute wieder bei Yoga :)* - vielleicht hilft's (auch das habe ich in der Zeitschrift gelesen) ":/

Ein schönes Wochenende *:)

VKidAgi hat geantwortet


@ Mawo

Mir geht es ähnlich wie dir, mit kleinen Unterschieden. Ich finde interessant, was du über deine Ernährung schreibst. Auch hier habe ich in etwa dieselben Probleme und lasse das Gleiche weg. Die Frage ist für mich: was ist deine Basisernährung? Isst du Milchprodukte, Fleisch, viel Gemüse?

Ich habe phasenweise Probleme mit dem Magen, Aufstoßen, Druck und Schmerzen, manchmal auch Schluckbeschwerden. Habe daher den Verdacht, dass eine Zwerchfellhernie vorliegen könnte. Obwohl ich Vorhofflimmern schon länger habe, nehme ich die Magenbeschwerden erst seit einem Jahr deutlich wahr, während sich das Vorhofflimmern verbessert hat. Ich sehe deutliche Zusammenhänge, die aber nicht immer logisch erscheinen.

Dazu bekomme ich VHF bei Anstrengung und wenn ich mich hinlege. Ob bei Anstrengung auch der Druck steigt? Zumindest der Blutdruck. Und beim Hinlegen rutschen ja auch die Organe in der Bauchhöhle etwas höher. Deutlich merke ich es, wenn ich im Liegen die Beine anziehe. Dadurch erhöht sich auch der Druck im Brustraum und das Herz fängt an zu stolpern. Gerhard würde vielleicht sagen, der Druck auf die Hohlvene erhöht sich. Egal wo, der Druck erhöht sich. Deswegen hilft es mir auch, mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen. Wenn das Herz gar zu unruhig ist, hilft es auch mal eine Nacht im Sessel zu verbringen. Damit habe ich schon manches Mal Vorhofflimmern vermieden. Es wäre schön, weiter von deinen Erfahrungen zu hören.

@ Edelgard

Danke für deinen Bericht. Du bist ja recht ausführlich untersucht worden. Mit diesem Gehirn des Herzens habe ich mich schon öfter beschäftigt. Ich verstehe aber nicht ganz, was du mit dem Satz: "Wenn man versucht, etwas zu unterbinden, dann baut es das wieder neu" sagen willst. Worauf bezieht sich das?

Schön, dass du das Histamin angesprochen hast und positiv darauf reagiert wurde. Vielleicht fasst dieser Gedanke doch langsam Fuß bei den Kardiologen. Ich persönlich glaube, dass mehrere Faktoren zusammenspielen: Histamin, Darm, Unverträglichkeiten, eine Empfindlichkeit des Herzens und ein Ungleichgewicht im autonomen Nervensystem. Vielleicht auch noch ein hormonelles Ungleichgewicht. Die richtige Mischung führt dann zu einem bestimmten Ergebnis.

Ich wünsche dir viel Glück für die Ablation!

Liebe Grüße an alle,

M<awof3x2 hat geantwortet


Hallo allerseits,

@ Vidgi

also überwiegend ernähre ich mich von Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Eier, Obst in Maßen, viele gesunde pflanzliche Öle und in geringen Mengen auch mal Brot, Müsli und Kartoffeln. Sehr empfehlenswert ist dabei das Buch "Syndrom X oder Ein Mammut auf dem Teller!". Dabei setzt sich scheinbar auch bei Medizinern immer mehr die Erkenntnis durch, dass Kohlenhydrate nicht den Hauptbestandteil der Nahrung ausmachen sollten. Im Prinzip wird das empfohlen was z.B. in den Mittelmeerländern ganz normale Ernährung ausmacht. Ein Durchschnittsitaliener ernährt sich entgegen der landläufigen Meinung eben nicht nur von Pizza und Pasta, sondern überwiegend von Gemüse, Fisch, Fleisch, Öl etc. In den letzten Jahren ist eine solche Ernährung auch als Low-Carb-"Diät" modern geworden, obwohl eine solche Ernährungsweise keine neue Erfindung ist. Darunter findet man aber unzählige Rezepte und Bücher.

Die Magenbeschwerden treten bei mir seit der Ernährungsumstellung auch nur noch sehr selten und zum Teil nur sehr unterschwellig auf. Aber immer nur dann, wenn ich mich nicht streng an die Ernährungsempfehlungen gehalten habe. Dann passiert es auch hin und wieder noch mal, dass das Herz zu stolpern anfängt.

@ feuerengel64

Die Schmerzen zwischen den Schulterblättern hatte ich auch schon gelegentlich. In der Folge kam es auch immer zu Herzrhythmusstörungen. Wobei die Schmerzen immer dann auftreten, wenn ich lange Zeit gesessen oder falsch gelegen habe. Es hat sich schließlich herausgestellt, dass ein Wirbel ausgerenkt war und durch die Fehlhaltung eine Rippe auf der linken Seite auch von vorne auf das Herz drückt. Manchmal hatte ich deshalb auch Stiche auf der linken Seite und vorne am Brustbein. Der Physiotherapeut hat mir dann immer die Wirbelsäule eingerenkt und plötzlich waren auch das Druckgefühl am Solarplexus und die Herzrhythmusstörungen verschwunden. Eine Zeit lang habe ich mir die Wirbelsäule sogar mehrmals täglich knacken lassen. Seitdem ich regelmäßig Rückentraining mache und darüber hinaus auf meine Ernährung achte, halten sich die Beschwerden, soweit in Grenzen.

Allerdings habe ich die Vermutung, dass die Herzrhythmusstörungen generell nur bei Druck auf den Herzmuskel (entweder vom Magen-Darmtrakt oder auch über die Rippen durch falsches Liegen oder Sitzen) ausgelöst werden. Das Vorhofflimmern, das hier bereits von mehreren Leuten beschrieben wurde, ist dabei nur eine Art Anpassungsreaktion des Herzens auf den äußeren Druck. Es tritt auf, wenn der äußere Druck auf den Herzmuskel über die Jahre regelmäßig erhöht ist.

Ein wirklicher Fehler im Reizleitungssystem kann weitestgehend ausgeschlossen werden, wenn die Herzrhythmusstörungen nur lageabhängig auftreten. Von vielen Leuten wurde hier bereits beschrieben, dass die Rhythmusstörungen, Stolpern o.ä. nur bei bestimmten Körperhaltungen auftreten bzw. sich auch bewusst wieder vermeiden lassen. Das spricht eher dafür, dass die Herzstörungen in solchen Fällen nur durch die Kompression ausgelöst wurden.

Ein echter Fehler im Reizleitungssystem wäre zudem durch eine OP reparabel, aber eben nicht, wenn der äußere Druck weiter besteht. Das Herz passt sich den äußeren Bedingungen immer an und arbeitet soweit erstmal unabhängig von den anderen Organen im Körper (daher auch eine Art "eigenes Gehirn"). Es wird deshalb auch nicht vom Nervengeflecht des Solarplexus beeinflusst. Insofern ist das Herz hier wohl tatsächlich bei den meisten Leuten trotz Vorhofflimmern und Tachykardie vollkommen gesund und funktioniert genau so, wie es von der Natur vorgesehen ist. Es passt sich eben nur an.

Um einmal den Zusammenhang zwischen Magendruck und Herzstörungen für sich auszutesten, könnte man zum Beispiel mal eine Woche Heilfasten auszuprobieren (z.B. Heilfasten nach Buchinger / Lützner). Das ist bei ansonsten gesunden Menschen ungefährlich. Nach etwa 1-2 Tagen ist der Darm soweit leer, dass erstmal das Hungergefühl nachlässt und außerdem auch beobachtet werden kann, ob das Herz nun richtig "tickt". Dabei sollte auch darauf geachtet werden, dass die Körperhaltung stimmt und die Wirbelsäule locker ist. Und es empfiehlt sich die Woche nicht zu arbeiten, falls man unerwartet doch Kreislaufprobleme bekommen sollte.

Die interessante Frage ist für mich eher, warum sich im Magen oder Darm so ein Druck aufbauen kann, dass das Herz dadurch aus dem Takt gerät. Ich würde das Problem daher eher im Magen-Darm-Bereich (evtl. Darmschlingen, Verengung, Transportprobleme im weitesten Sinne), am Zwerchfell (Hernie) oder auch bei der Lage des Herzen im Brustkorb sehen. Schließlich treten die Beschwerden auch bei verrenkter Wirbelsäule und Rippendruck auf. Die Rippen könnten dabei aber auch auf den Magen gedrückt haben. Ohne äußere "Störfaktoren" arbeitet das Herz jedenfalls ganz normal.

In dem Zusammenhang würde mich auch mal interessieren, ob hier jemand im Forum schon mal eine MRT-Untersuchung des Zwerchfells mitgemacht hat und ob dabei alles in Ordnung war.

Viele Grüße und schönen Restsonntag,

eEinfaqc#hnureMdyelgarxd hat geantwortet


@ vidgi

Mit "Wenn man versucht, etwas zu unterbinden, dann baut es das wieder neu" meinten die Ärzte wohl, dass wenn man z.B. Reizleitungen zerstört, das Herz so clever ist, und neue produziert. So habe ich das verstanden. Vielleicht gibt es ja auch noch andere Beschwerden im Herzen, die behoben werden und wobei das Herz dann, manchmal nach Jahren, wieder alles in den alten Zustand "zurückarbeitet". Ich hoffe, das ist jetzt ein bisschen klarer für Dich.

@ Mawo32

Ich bekomme in Kürze ein MRT für den Lendenwirbel wegen Verdacht auf Bandscheibenvorfall und eingequetschte Nerven. Ich werde versuchen, die Ärzte zu überreden, auch das Zwerchfell mit anzuschauen. Kann doch wohl nicht so schwierig sein.

Habt noch einen schönen Sonntag. *:)

f9euerenVgel6x4 hat geantwortet


@ danke für die ausführliche beschreibung ich habe das auch das es in bestimmten positionen schlimmer ist zum beispiel wenn ich aufstehe oder wenn ich lange rede versuche mich dan anderst zu bewegen manchmal wird es besser aber auch nicht immer was mich verunsichert ist das ich es eben jeden tag habe und das es einfach nicht mehr aufhört mein arzt hatt auf den überweisungsschein vermehrte polymorphe ves im langzeit ekg geschrieben das kann doch nur schlimm sein oder ich soll ja auch zum kadiologen sonst würde er mich ja da nicht hinschicken ich hab einfach angst zu sterben ich weiß das hört sich blöd an aber die angst ist einfach da damit schlaf ich ein und wache damit auf sobald ich merke es geht wieder los messe ich auch gleich blutdruck und puls aber nur manchmal ist alles erhöht ich habe ein blutdruchgerät das anzeigt wenn herzrhythmusstörungen vorliegen und das zeigt es häufig an

Lg Moni (freuerengel 64 )

M{awo=3,2 hat geantwortet


@ feuerengel64

Also ich glaube, ich kann Dich beruhigen. Soweit ich Dich verstanden habe, liegen "nur" Extrasystolen vor. Im Prinzip versucht das Herz dabei zwischen zwei ganz normalen Herzschlägen nochmal eine Art kurzen Herzschlag auszuführen. Der Extraschlag kann dabei in der Herzkammer oder in den Vorhöfen ausgelöst werden. Je nach Zeitverlauf im EKG kann man zuordnen, wo die Extrasystolen ausgelöst werden. VES sind ventrikuläre Extrasystolen und entstehen in den Herzkammern. Die Ursachen können sehr vielfältig sein.

Manchmal können Extrasystolen bei einer organischen Erkrankung des Herzens auftreten. Deshalb ist es vernünftig, solche Erkrankungen vorsichtshalber vom Kardiologen ausschließen zu lassen. In der Regel liegt aber keine organische Erkrankung vor. Schildrüse etc. wurde bei Dir ja bereits ausgeschlossen.

Die Extrasystolen sind, abgesehen davon, dass sie unangenehm sind, für sich genommen harmlos und kommen bei jedem Menschen auch ganz natürlich vor. Die meisten Menschen spüren sie nicht. Leider können sie sich manchmal echt heftig anfühlen und man glaubt, man fällt jeden Augenblick um. Gerade nachts ist das sehr unangenehm und lässt einen mit solchen Gedanken oft nicht einschlafen. Aber die Extrasystolen bringen einen nicht um. Blutdruckmessgeräte brauchen einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Pulsschlägen. Mit solch einem Zwischenschlag zeigt er natürlich eine Störung an. Aber der Blutdruck und der Puls bleiben mit Extrasystolen auch normal. Das einzige was den Puls und Blutdruck in so einer Situation manchmal erhöht, ist die innere Aufregung und die Angst. Das Herz ist aber sehr robust und ist darauf ausgelegt immer wieder von alleine den richtigen Takt zu finden.

Bei erhöhtem Magendruck und bei bestimmten Körperhaltungen (z.B. im sitzen vorn übergebeugt) sind die Extrasystolen bei mir leider auch sehr deutlich zu spüren. Deshalb habe ich meine Ernährung umgestellt und achte auf meine Körperhaltung. Da Du auch Schmerzen zwischen den Schulterblättern hast, würde ich Dir empfehlen auch mal zum Physiotherapeuten oder Orthopäden zu gehen und Dich "knacken" zu lassen. Falls ein Wirbel blockiert ist, helfen Massagen und Krankengymnastik sonst auch nur bedingt.

Die andere Möglichkeit relativ schnell und unkompliziert selber was auszuprobieren, ist die Ernährung mal komplett umzustellen (kohlenhydratfrei) oder auch mal ein paar Tage zu fasten. Es dauert dann max. 1-2 Tage bis Du siehst, ob es Dir hilft.

Wünsche Dir noch einen schönen abend!

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