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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

rkege,nixum hat geantwortet


Hallo zusammen, hallo Gerhard, bin neu hier, euch über Google mit Stichwort Katheterablation gefunden. Meine Diagnose: Bradykardie-Tachykardie-Syndrom bei gesundem Herzen und ohne Grunderkrankung. Seit 15.12.2011 Träger eines HSM gegen langsame Frequenzen. Am Mittwoch komm. Woche ist bei mir eine Katheterablation gegen VHF vorgesehen. Da ich hier gelesen habe, dass durch entsprechende Massage der Bauchgegend das VHF beendet werden kann, und bei mir das VHF exakt dort immer seinen Ursprung hat, bitte ich dringend um genaue Beschreibung, wie diese Massage erfolgen soll. Vielleicht kann man dann auf die Lungenvenenablation verzichten ??? Da ich vorwiegend im Büro vor dem PC sitze in vorngebeugter Position, fangen meine Probleme vorwiegend dort an, bzw. im Schlaf gegen 3.00 Uhr. Für alle Zuschriften wäre ich sehr dankbar.

Gruß

s}igmpar_1x7 hat geantwortet


Hallo regenium und alle im Forum,

Ich habe seit ca 3 Jahren bradykardes VHF, dass heißt ich habe nicht das hier of geschilderte Herzrasen, sondern mein Herz fällt, meist durch oder nach einer gröberen Anstrengung einfach aus dem Rhythmus und schlägt fortan für fast 24 Stunden unregelmäßig, was mich in meinem körperlichen Wohnbefinden erheblich einschränkt. Am Puls ist das sofort leicht festzustellen, weshalb ich auf eine EKG seit einiger Zeit verzichten kann.

Als das Leiden begann, hatte ich auch keine Ahnung was das denn sei. Auch hier im Forum wird immer wieder berichtet, dass sie diese Störungen hatten, jedoch beim EKG meist nichts festzustellen war. Das ist auch völlig logisch, denn Herzrhythmusstörungen wie VHF kann man aussschließlich nur in "Aktion" per EKG "einfangen".

Die Internisten verschreiben meist Betablocker oder Rhythmusmedikamente mit zum Teil erhebliche Nebenwirkungen. Meine Internistin verschrieb mir beispielsweise Betablocker obwohl ich nur einen Ruhepuls von 55-60 habe. Dazu habe ich Amiodaron und später Dronedaron bekommen, doch es half alles nichts, das VHF kam sogar öfter und stärker. Außerdem darf man nicht vergessen, das alle diese Anti-Arrhytmika eigentlich im Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht beginnen sollten, denn es kann nämlich in Einzelfällen durchaus vorkommen, dass man die erste Einnahme zu Hause nicht überlebt. Diese Vorgangsweise wird auch von vielen Kardiologen ausdrücklich empfohlen.

Auch wird hier im Forum öfters die Einnahme von nahrungsmittelergänzenden Tropfen, sowie Calium, Magnesium udgl. angeraten und dabei übersehen, dass diese Mittel, deren Wirkung ich nicht bezweifeln möchte, ausschließlich nur in jenen Fällen helfen können, bei denen die beklagte Herzrhythmusstörung explizit auf eine Störung bzw Mangel im Elektrolythaushalt zurück zu führen ist. Dies ist vorher leicht abzuklären.

In allen anderen Fällen jedoch, und zwar den meisten, kann nach den bisherigen Stand der Medizin nur ein manueller Eingriff an der störenden Leitungsbahn im Inneren des Herzen wirklich und nachhaltig helfen.

Ich habe mich daher nach gründlicher Information und sehr langem Zögern endlich zu einer Kathederablation mittels Radiofrequenz entschlossen, da ich überzeugt bin, dass es keine wirkliche Alternative gibt.

Ich bin 61 Jahre alt und möchte nicht noch theoretisch 20-25 Jahre ständig dieses Macuomar einnehmen mit all den negativen Beleitumständen, sondern mich endlich wieder halbwegs auf meinem Körper verlassen können. Ausschlaggebend war auch, dass ein befreundeter Arzt mit dem gleichen Problem sich gleich zu diesen Eingriff entschließen konnte und seither vollkommen beschwerdefrei ist.

Natürlich gibt es auch ein Risiko, aber wo gibt es kein Risiko. Mein Freund sagte mir, auch wenn du nichts machst, hast ein Risiko und noch dazu kein kleines, denn es ist allgmein bekannt, dass Menschen mit Herzrhythmusstörungen eine deutlich geringeres Lebenserwartung haben und viel eher den gefürchteten, plötzlichen Herztod sterben können.

Ich möchte auch Gerhard mit seiner Erfahrung und Theorie grundsätzlich nicht widersprechen, weil meine VHF-Episoden oft auch nach den Mahzeiten, beim Lachen, Bücken usw auftreten, aber dann kommen sie auch in ganz anderen Situationen, weshalb ich mir denke, dass dieses Leiden an der Wurzel zu packen ist. Denn wenn es nur eine Sache der Verdauung wäre, warum sind dann Patienten nach einer gelungenen Kathederablation geheilt?

Außerdem weiß ich inzwischen von einem erfahrenen Kardiologen, der speziell Ablationen durchführt, dass das VHF von den Lungenvenen kommt und eigentlich Pulmonalvenenflimmern heißen müsste. Man hat festgestellt, das in manchen Herzen elektrophysiologische Muskelbündel bis zu 3 cm vom linken Vorhof in die Lungenvenen hineinragen und so die falschen Impulse aufnehmen. Diese Anatomie ist natürlich bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt, da viele Menschen solche Störungen überhaupt nicht kennen. Da wurde mir auch klar, warum Anti-Arrhythmika in so wenigen Fällen (ca. 50%) helfen können, weil die Grunderkrankung sehr vereinfacht gesagt gar nicht vom Herzen ausgeht, sondern gewissermaßen das geplagte Organ ist. Daher können allfällige Verdauungsbeschwerden meiner Erfahrung nach höchstens der Auslöser, jedoch nicht die Ursache sein.

Ich habe meinen Ablationstermin leider erst am 08.05.2012, aber vielleicht komme ich früher dran. Dann werde ich selbstverständlich weiter berichten.

Ich schreibe hier, weil ich regenium etwas Mut zur Tat machen möchte, was auch mir sehr geholfen und den Entschluß zur Ablation gegeben hat.

Das aller wichtigste bei so einem Eingriff ist, dass er von dem allerbesten Arzt vorgenommen wird, denn du finden kannst und der schon viele solche Ablationen erfolgreich gemacht hat, weil die Risiken mehr als anderswo vom Operateur abhängig sind!

Das habe ich bei meiner Auswahl von Klinik und Arzt in jeder Hinsicht berücksichtigt!

Liebe Grüsse

G2erhZarxd hat geantwortet


@ regenium,

ich kann es gut nachvollziehen, dass Du die Katheterablation nächste Woche gern noch absagen möchtest, doch bitte jetzt nichts überstürzen, nur weil Du unsere Erfahrungen gelesen hast. Du hast ein entscheidendes Symptom mehr als die meisten von uns, und das ist die Bradykardie, also Episoden mit langsamem Vorhofflimmern. Deshalb trägst Du ja auch den Herzschrittmacher.

Bitte stelle die ärztliche Meinung nicht wegen eines Laienforums infrage!

Natürlich können Deine Attacken auch z.B. nach dem Muster meiner Hohlvenenkompressionstheorie auftreten, doch das ist eben nur Spekulation.

Es wäre falsch zu behaupten, dass ich Vorhofflimmern durch meine Bauchmassage beenden kann. Richtig ist, dass ich die Auslösung von Vorhofflimmern durch die Massage in der Entstehung hemmen kann. Dies möchte ich hier mal klarstellen, denn das ist ein gewaltiger Unterschied und eine Garantie für den Erhalt des Sinusrhythmus gibt es nicht. Es sollte keinesfalls ein Therapieziel sein diese Technik zu beherrschen, denn sehr nervig ist dieser Zustand dennoch.

Da ich in letzter Zeit massiv mit Magen-Darm-Beschwerden zu tun hatte, wurde ich auch öfters mit den sogenannten "Vorboten von Vorhofflimmern" konfrontiert, also meinem zappelndem-krabbelndem Gefühl zwischen Bauchnabel und Brustbeinknorpel. Ich habe dabei schon mehrfach geglaubt den Kampf verloren zu haben – habe aber unbeirrt weitermassiert bis das Gefühl vorüber war. Erst dann habe ich an der Halsschlagader den Puls kontrolliert und den Sieg bemerkt. Ob es doch zwischenzeitlich schon mal in VHF umgesprungen war, kann ich in dem Moment dann nicht mehr sagen, aber angefühlt hat es sich manchmal so.

Ich bin mir 100%ig sicher, dass in so einer Situation unweigerlich Vorhofflimmern ausgelöst wird, wenn ich bei Auftreten dieses Gefühls weiter untätig und wie versteinert in der momentanen Körperhaltung verharren würde. Genauso ist es in der Nacht oder auf der Couch, wenn ich irgendwie verwinkelt daliege und auf einmal durch Extrasystolen oder eben durch das beschriebene Gefühl im Oberbauch merke, dass sich etwas anbahnt. Da hilft nur sofort eine andere Körperhaltung einzunehmen um, wie ich denke, die untere Hohlvene von der Umklammerung zu befreien. Die abgehenden Gasblasen im Bauch bestätigen dann meistens meinen Verdacht.

Nun nochmal kurz zu der Bauchmassage selbst: Wenn das eindeutige Gefühl bemerkt wird, dann sofort diese Stelle kurz über den Bachnabel mit den Fingern beider Hände von rechts nach links bzw. von rechts oben nach links unten tief eingedrückt ganz schnell hintereinander massieren. Auch kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn sind wirkungsvoll, aber das merkt jeder selbst was gut tut. Am besten funktioniert die Massage beim Herumlaufen, aber nicht zwischendurch aufhören um den Puls zu fühlen. Erst wenn das komische Gefühl weg ist und man auch merkt, dass das Blut wieder im Herzen ankommt, dann Puls fühlen. Das Gefühl selbst könnte durch das Nuckeln des Herzens an der unteren Hohlvene entstehen oder durch das Verkrampfen der Vene infolge eines zu hohen Histaminspiegels im Blut.

@ sigmar_17,

bei Dir ist es die langsame Variante des Vorhofflimmerns, was aber nicht bedeuten muss, dass andere Auslöser im Spiel sind. Es ist richtig, wenn Du sagst Du willst das Leiden an der Wurzel packen. Aber wo ist die Wurzel? Eine schlechte Verdauung, Lachen, Bücken usw. begünstigen die Auslösung unserer Beschwerden wie Du auch feststellst – aber Ursachen oder Wurzeln sind das nicht. Der von übersensiblen Dehnungsrezeptoren gemeldete Blutmangel im rechten Vorhof und in der Hohlvene, könnte da eher in diese Rubrik passen. Das Herz empfindet diese Meldung bestimmt als sehr dramatisch, was wir aber bei einem gemütlichen Essen mit herzhaftem Lachen nicht nachvollziehen können.

Vielleicht werden diese Sensoren durch Histamin so sensibel?

Die Lungenvenen münden in den linken Vorhof und auch dort gibt es Dehnungsrezeptoren, die auf das einmal entstandene Blutdefizit ansprechen könnten. Werden diese sensiblen Dehnungsrezeptoren etwa bei einer Katheterablation verödet? Dann wird kein Blutmangel mehr gemeldet, der ja eigentlich harmlos ist, wir haben auch kein Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern mehr - egal was wir essen und tun

Dies war aber nur so ein Gedankenspiel.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Tschau *:)

rIegenxium hat geantwortet


@ sigmar_17 und @gerhard

eure Beiträge haben mir sehr bei der Entscheidung geholfen. Insbesondere die Mut gegeben, sich nicht nur auf die Meinung meines Kardiologen zu verlassen, sondern auch nach der meiner Hausärztin zu fragen. Dies habe ich gerade vor 30 Minuten getan, und siehe da, sie hatte zunächst doch einen anderen Vorschlag. Zunächst abzuwarten, Dosierung der Einnahme von Bisoprolol zu ändern, sowie die Häufigkeit,

und später ggf. die Ablation erneut ins Auge zu fassen, aber nicht durch Hochfrequenzstrom sondern durch Eis (Kryo) und in einer anderen Klinik (Köln Porz) als ursprünglich vom Herzarzt vorgeschlagen. Außerdem soll ich wieder mit dem Ausdauersport fortfahren, jeden zweiten Tag ca. 50 Minuten. Heute Nacht versuche ich es zunächst mit der Massage "a la Gerhard" und berichte dann hier im Forum. Bin echt froh, dass ich wieder etwas Zeit habe...

Danke Euch vielmals

sZigmar_x17 hat geantwortet


Gerhard,

ich glaube schon, dass die VHF-Problematik ein ausgeprägtes Grundproblem hat. Falls man wirklich Heilung sucht, kann es nur von dort her gelöst werden. Ich habe sowohl die ärztlichen Maßnahmen gegen die Attacken, wie kaltes Wasser trinken, stark pressen, Luft anhalten usw, sowie die von Gerhard angewendende Massage mehrmals mit negativen Erfolg zur Kenntnis nehmen müssen.

Ich kann nur versuchen, dieses Grundproblem nochmals laienhaft darzustellen: Wenn ansonsten eine Herzgesundheit, also keine Wandstörung, wie etwa ein schlecht durchbluteter Myokard vorliegt, so haben sich in den Vorhöfen dennoch pathologische Strukturen gebildet, indem im Muskelgewebe "Falten" entstanden sind, von denen die eine oder andere als Straße für eine falsche Leitungsbahn benützt wird, die dann für das 'Trommelfeuer' auf den Sinusknoten bzw AV-Knoten verantwortlich sind. Zum Glück ist aber da noch der Copilot, wie Gerhard den AV-Knoten sehr zutreffend nennt, zur Stelle, der erst durch die richtige Kooordination die Herzarbeit erhält, ansonsten wäre der Tod unvermeidlich.

Vorausgesetzt es handelt sich um solchermaßen kompakte Herzrhythmusstörungen und nicht bloß um leichte Herzbeschwerden, so liegt der Krankheit ein Mechanismus zugrunde, dem man sicherlich mit keinen Pillen oder Tropfen beikommen, sondern wiederum nur mit einem mechanischen Gerät wirksam entgegen treten kann. Das ist nach dem derzeitigen Stand der Medizin (leider) nur durch einen Eingriff, eben der Kathederablation möglich, die jedoch zum Glück minder invasiv ist.

Mir wäre es auch lieber, ich könnte meine unerträglichen Beschwerden durch Frequenz-bzw Rhythmuskontrolle oder durch bloße Bauchmassage wegbekommen. Doch das gelingt höchstens einem Drittel der Menschen mit kompakten Herzrhythmusstörungen und auch denen nicht auf Dauer.

Übrigens ist die Kathederablation ganz gleich ob RF oder Cryo, der medikamentösen Behandlung bereits eindeutig und nachweislich überlegen, sowohl in der Lebensqualität als auch in der Hospitalisierung und Mortalität und ist für viele Kardiologen schon die Behandlung der ersten Wahl!

Doch es ist wie bei allen OP's, man schiebt sie meist so lange hinaus, bis es nicht mehr anders geht.

Wenn man mit Menschen mit OP Erfahrungen spricht, bekommt man meistens zu hören, dass es gar nicht so schlimm war und sich im Nachhinein wundert, dass man sich nicht früher hat operieren lassen. Auf die Risiken und Komplikationen möchte ich nicht näher eingehen, da sie ohnehin und überall gegenwärtig sind, man denke nur an den Straßenverkehr und Motorradfahrer.

Zu regenium:

Natürlich versuchen manche Ärzte im Wissen um die OP ablehende Haltung ihrer Patienten, die Beschwerden zuerst mittels Rhythmus bzw Frequenzkontrolle in den Griff zu bekommen, auch bei mir war das so.

Betablocker helfen nichts, weil du die inkriminierte Leitungsbahn mit bloßer Bremse des Herzschlages nicht überwinden kannst und die Usrache nicht das Organ Herz ist. Ähnlich ist es mit den Anti-Arrhythmika, denn die chaotischen Bahnen, und wenn es auch nur eine ist, werden durch die immer öfter auftretenden Episoden zunehmend "frecher", können sich etablieren und schließlich aufgrund der umgebauten Herzstruktur auf Dauer halten, sodass auch eine erfolgreiche Ablation immer schwieriger wird.

Noch sehr kurz zur Art des Katheders:

Ich hatte erst auch die Cryo ins Auge gefasst, und zwar wegen der Vorteile, dies sie angeblich bietet. Doch das dürfte dir ohehin alles bekannt sein. Für die RF spricht jedoch, das sie nachweislich immer noch wirksamer ist und auf eine lange Anwendung zurückblicken kann. Die daraus resultierende höhere Erfolgsrate und dass sie weniger oft wiederholt werden muss, gaben bei mir den Ausschlag. Da auch die Cryo nicht gänzlich ungefährlich ist, habe ich mich für die herkömmliche Methode entschlossen. Außerdem wird die Cryo nicht überall angeboten.

Ich schlage vor, wir bleiben in Verbindung hier im Forum.

Liebe Grüsse

rPegCeniuxm hat geantwortet


Hi zusammen

...die Ablation findet bei mir ersteinmal nicht statt. Nächster Termin ggf. im Sommer. Letzte Nacht war grauenvoll, vorwiegend Bigeminus, begleitet von

einigen Salven, aber kein VHF. Irgendwie dachte ich an eine Funktionsstörung

des HSM. Heute Nachmittag war ich dann beim Kardiologen, der nicht sehr glücklich

über meine Entscheidungsänderung war. Eher widerwillig erklärte er, dass eine Änderung der Einstellungen des HSM nicht helfen würde. Ich erinnerte ihn dann daran, dass ich vor der HSM-Implantation doch sehr langsam gewesen sei (nachts zwischen 28 – 180 bps) so dass er schließlich die HSM Einstellungen nach unten

modifizierte (Impuls erst ab 45 bps und weniger power). Schon nach einer viertel

Stunde beruhigte sich alles etwas, so dass ich derzeit nur vereinzelte VES verspüre. Oh, wie ich mich schon seit Monaten nach wenigstens einer erholsamen Nacht sehne!

Nach der Cryoablation gefragt, hat er die hier schonendere Auswirkung dieser Methode auf die Wunde/ lädierte Stelle bestätigt.

Gruß

P. S. ich muss mich ein wenig in das Forenleben einarbeiten, ich glaube bislang war ich etwas Schreibfaul. Liegt aber auch an fehlender Forenerfahrung ;-D

G6erhxard hat geantwortet


@ regenium,

da Du ja nun die Ablation verschoben hast, solltest Du jetzt auch versuchen, mit machbaren Handlungen, die momentane Situation zu verbessern.

Ich hatte Deinen jetzigen Zustand im Jahre 2005 und kann es nachempfinden, wie es Dir geht. Da ich denke, dass ich heute schlauer bin, möchte ich Dir mal das empfehlen, was ich damals hätte besser machen sollen.

2005 war ich auf dem Höhepunkt meiner bis dahin schon 28 jährigen Vorhofflimmererfahrung. Deine Schilderungen passen haargenau in meine damaligen stationären Episoden, die ich am Überwachungsmonitor durch körperliche Manipulationen beeinflussen und sogar beenden konnte. Dazu gehörten auch Bigeminusattacken nach dem Essen und nach Bradykardiealarm am Monitor in der Nacht. Der vierte Krankenhausaufenthalt in einem Jahr war dann die im Dezember 2005 bei Professor Kuck in Hamburg durchgeführte Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen. Leider hat mir dieser Eingriff nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Als ich nach der Ablation 6 Stunden mit Druckverband an der Leiste ruhig liegen musste und weiterhin Extrasystolen verspürte, ahnte ich schon den Misserfolg. Ein paar Monate später mit dem ersten Rezidiv hatte ich die Bestätigung. Fortan habe ich meine Geschicke selbst in die Hand genommen und meinem Gefühl folgend das getan, was ich für richtig hielt. Dazu gehörte auch, dass ich zweimal direkte Einweisungen ins Krankenhaus wegen Vorhofflimmern abgelehnt habe und nur je eine Nacht nach erfolgter Elektro-Kardioversion dort verbrachte. Danach habe ich mich noch einige Male selbst therapiert, indem ich im Zuge der Selbsttherapieform "pill in the pocket" sofort nach Auftreten von Vorhofflimmern einmalig ein Antiarrhythmikum eingenommen habe, das ich von meinem Hausarzt verschrieben bekam. Danach konnte der Sinusrhythmus immer innerhalb von 24 Stunden wiedererlangt werden und das war für meine Verhältnisse schon ein großer Erfolg. Aber Vorhofflimmern ganz verhindern können, wie es mir jetzt seit etwa 3 Jahren gelingt, ist natürlich viel besser.

Nun liegt es an Dir, ob Du auch bereit bist, mit kulinarischen Einschränkungen - aber dafür ohne Risiken und Nebenwirkungen - den momentanen Zustand zu verbessern. Einen Versuch wäre es sicher wert und wie es geht, steht in meinen Beiträgen. Wichtigste Voraussetzung dabei ist ein gesunder Verdauungstrakt von der Speiseröhre bis zum Mastdarm. Das hilft Blähungen verhindern, hilft bei der Bildung von DAO für den Histaminabbau etc....

Über Deine Ernährungsgewohnheiten habe ich in Deinen Postings nichts herauslesen können, nur, dass Dein Vorhofflimmern scheinbar auch immer im Oberbauch seinen Ursprung hat. Vielleicht kannst Du mal was darüber berichten und wie Du Dein VHF-Bauch-Gefühl wahrnimmst.

@ sigmar_17,

es freut mich, dass Du Dich so klar für die Ablation entschieden hast und Deinen Entschluss auch verteidigst. Am Ende eines Weges ist man sowieso immer schlauer, weil man dann weiß, wo man hätte eventuell abbiegen müssen. Aber diese Ungewissheit steht vor jeder Entscheidung. Du kannst froh darüber sein, dass Du so kompetente Ärzte an Deiner Seite hast, mit denen Du auch reden kannst – Glückwunsch!

Liebe Grüße und Tschau *:)

rnegLenixum hat geantwortet


hallo zusammen, ich habe nun 5. Tage abgewartet, um zu sehen ob der Sinusrhythmus bleibt. Ja, ja, ja, ich hab ihn immer noch. Sonst gar keine anderen

Störungen, vom HSM-Impuls bei unter 45 bps abgesehen. Es sind also momentan keinerlei weitere Maßnahmen nötig, da kein VHF da ist. Im Rückspiegel betrachtet, entstanden die Störungen von mir subjektiv empfunden im Magenbereich, die Ursache war aber möglicherweise "elektrisch" durch die Nähe der reizenden Kammerelektrode zu diesem Bereich. Meine Ernährung ist seit inzwischen über zwei Jahren "low carb" d. h. konkret bei mir keine Getreideprodukte, kein Dosenfraß und nur saure Milchprodukte, möglichst einfache Küche. Probleme mit dem Verdauungstrakt habe ich fast keine, nur in letzter Zeit, möglicherweise durch Einnahme von Bisoprolol (2,5 mg, 1-0-0). Mein jetziger Sinusrhythmus ist jetzt so himmlisch rein :|N es gibt kein schöners Gefühl wohl für lange Zeit :=o . Eine merkliche Nebenwirkung ist der Blutdruck konstant bei etwa 100/60, keine gewaltigen Schwankungen mehr nach unten oder oben. Werde berichten, ob es dabei geblieben ist.

herzliche Sinusgrüße an alle Leidenden

SrkilppeIr5x6 hat geantwortet


Hallo Ihr zusammen !!!

Nach mehrstündigem Lesen------ Hut ab. Hier haben viele Betroffene über Jahre Erfahrungen ausgetauscht, die dem Einen oder Anderem sicher geholfen haben. Ich denke dieses Thema ist gewaltig komplex und wer immer hier den Stein der Weisen findet, bekommt sicher nicht nur den Novel-Preis. Hier nun auch mein kleiner Beitrag:

Ich war LKW-Fahrer, so mit dem vollem Stressprogamm in Skandinavien mit massig Winter und 25 m Zug. Im Sommer bin ich auf Grund Pleite meiner Firma Bus-Fahrer geworden, wieder mit vollem Programm zB 8 Wochen die Donau rauf und runter. Am 15 November bin ich winterbedingt arbeitslos geworden und wollte da ich auf einmal Zeit hatte eine lange störende Nebenhoden-Entzündung weg opperieren lassen. Das geschieht normal ambulant und ist kein großer Eingriff. Bei der Vor-Untersuchung alle Werte ok und zwei Tage später, morgens um 06.30 Uhr auf den Op-Tisch die Überraschung- Vorkammerflimmern !!

Da man glaubte, die wären erst entstanden da vor zwei Tagen alles ok war, gleich Elektrochoke. Ohne Erfolg. Ich wurde daraufhin stationär eingewiesen und bekam in dieser Woche Beta-Blocker (Belazog) und Spritzen gegen Blutgerinsel. In dieser Woche habe ich ich mir einen mächtigen Virus eingefangen, dh hinten und vorne alles raus mit mächtigem Würgereiz, wie ich ihn noch nicht erlebt hatte. Nach einer Woche hatte sich auf Grund der Medikamente der Sinusrythmus eingestellt und ich wurde entlassen. Lange wärte die Freude nicht, da nach 4 Tagen waren sie wieder da. Da ich mich seit dem Krankenhaus sehr schlapp fühle, wurden zwischenzeitlich vom Hausarzt viele Untersuchungen angeordnet um nach Ursachen zu forschen. Bisher ohne nennenswerte Ergebnisse. Bei mir stellt sich das nun so dar: Zwei bis drei Tage Sinus mit 135/75 und anschließend zwei Tage HRS mit Puls mindestens 120 und niedrigem Blutdruck 116/69. Der Übergang erfolgt spontan. Die HRS kündigen sich mit Herzstolpern an in Verbindung mit extremen Juckreiz in den Unterarmen insbesondere dem linken. Preblematischer ist der Übergang zum Sinus. Hier habe ich fast das Gefühl einer Ohnmacht. Auf jeden Fall teile ich Gerhards Vermutung nach einem Zusammenhang zwischen der Verdauung und HRS. Wärend meiner HRS-Phasen rumort es bei mir im Bauch und ich habe Blähungen ohne Ende. Oft auch das Gefühl Aufstossen zu müssen, aber nicht zu können. Bisher konnte ich noch keine Speisen oder Getränke eindeutig zuordnen. Eher habe ich das Gefühl, dass die Erkrankung keiner Regel folgt.

Noch sind nicht alle Untersuchungen abgeschlossen. Es fehlt noch Schilddrüse und Magenspiegelung. Wie auch immer habe ich mich vor dem Krankenhaus gesund gefühlt, und hoffe bald wieder arbeitsfähig zu sein.

Herzliche Grüße an Alle Leidensgenossen !

Uwe

r[eg,eni,uxm hat geantwortet


hi skipper!

nur kurz, ich habe vor 5. Tagen meine Betablocker abgesetzt (nicht zum 1. Mal) Jedes Mal wenn ich mit der Einnahme der Betablocker beginne, oder diese absetze, gibt es innerhalb der ersten Tage diverse Störungen, z. B. seitens des Darms (Gase) oder auch diverse HRS (Bigeminus, dreifach Herschlag, Salven usw.) Nach Angaben meines Kardiologen von heute sind die Betablocker frühstens nach einer Woche nach dem Absetzen aus dem Blut verschwunden, so auch die Störungen. Ich hatte beispielsweise gestern einen lupenreinen Sinusrhythmus, heute viele Extraschläge (dabei kein Alkohol, vielleicht etwas Kaffee). Ich werde die Sache mit den Betablockern beobachten und dann wieder berichten. Es kann durchaus sein, dass diese im Darm "zwischenfunken" wir aber die Verdauung/Ddarmtrakt als Entstehungsort/ Ursache der HRS halten. Zugegeben, eine schwierige Angelegenheit, es könnten so viele Faktoren eine Rolle spielen bzw. in Verdacht kommen... ]:D

Gruß

S8kip!pekr56 hat geantwortet


Regenium

Hallo,

Vielleicht wäre auch mal eindeutig zu klären : Was sind HRS und was sind VHF ?

Bei mir stellt sich das so dar. Nach fast genau drei Tagen in Sinus mit schönem Blutdruck

aber niedrigem Puls (Betablocker) gibt es irgentwann völlig unmotiviert Herzstolpern mit Extra-Schlägen. Selbige kann ich vielleicht am Anfang aufhalten durch Luft anhalten oder einfach Bewegungen. Die Zeitabstände zwischen diesen Atacken werden dann allerdings immer kürzer, bis ich sie nicht mehr aufhalten kann. Danach folgen heftige, schnelle Herzschläge wobei ich das Gefühl habe, das Herz will aus der Brust springen. Danach, nach etwa 30 min, werden die Schläge flacher und ruhiger, bleiben aber unregelmäßig bei etwa 115 Schlägen in der Minute. Einen Tag vorher habe ich wie zur Ankündigung, extremen Juckreiz, insbesondere im linken Unterarm. Nach fast genau zwei Tagen erlebe ich den Wechsel wieder in Sinus fast als einen Kreislaufkollaps, der einem schon angst machen kann.

Unterschiedlich heftig aber das Gefühl dabei kann ich fast nicht beschreiben. Extremer kurzer Schwindel mit dem Gefühl ohnmächtig zu werden. Das geschieht in mehreren kurzen Wellen und danach-....Sinus vom Feinsten. Heute war ich beim Ultraschall Schilddrüse. Keine Auffälligkeiten außer einer Vergrößerung, dei normal sein soll. Keine Knoten, die lt. Arzt für HRS verantwortlich sein können. Jetzt fehlt nur noch die Magenspiegelung (Kommenden Mittwoch) und dann bin ich erstmal alle Untersuchungen durch. Eines ist sicher: Solange ich brufstätig war und im Dauerstress, hatte ich keine Probleme mit dem Herzen. Immer wenn ich jetzt in Sinus bin, erhole ich mich und die Kräfte kehren langsam zurück. Aber jeweils nach drei Tagen kommt der Rückschlag und alles beginnt von vorn.

Grüsse Uwe

I\tzy'BitkzySpidetr89 hat geantwortet


Bin vor einer halben Stunden aufgewacht, aufgestanden, habe mich in die Küche gesetzt und mein Morgen-Lungen-Brötchen verzehrt. Zwei Minuten nachdem ich die Kippe ausgemacht habe verspürte ich auf einmal ein sehr komisches und nur schwer zu beschreibendes Gefühl in beiden Armen, wie Strom.

Ich dachte es wäre wieder mein Rücken, der Probleme macht. Also bin ich aufgestanden und auf den Weg ins Bett, um mich noch einmal kurz hinzulegen. Auf den Weg dorthin zog dieses unangenehme Gefühl dann in die Brust und ich verspürte auf einmal wahnsinnige Atemnot, zeitgleich setzte Herzrasen ein.

Dieses Mal hat es aber nur ca. 2 Minuten lang angehalten (Beim letzten Mal waren es ganze 20!). Ich denke, weil ich sofort ins Bad bin und meine Arme unter kaltes Wasser gehalten habe.

Trotzdem macht es mir jedes Mal aufs neue Angst, einfach weil ich denke, dass mein Herz stehen bleiben könnte...

Können das wirklich noch Nachbeben der HME sein? (Wie mein HA vermutet) Herzmuskel ist laut den Kardiologen ja in Ordnung, wieso sollte das Herz dann also wegen der HME noch rasen?

s.cr'atx72 hat geantwortet


ich bin meine andauernden ES los…

und möchte euch erzählen was wie und warum, ein hallo an alle! kurz zu mir: männlich, 39, verheiratet, 1sohn, raucher (max. 15/tag), 70kg 1.65m mind. 2x/woche sport (vor allem ballsport) und auch sonst recht fit.

bei mir begann es vor ca. 2 1/2 jahren. da bemerkte ich das erste mal in einer ruhe- bzw. liegephase wie mein herz kurzzeitig mehrere male hintereinander aussetzte um dann wieder normal weiter zu schlagen. nach sofortiger recherche in unserer hausbibiliothek diagnostizierte ich HRS in form von ES. um mehr darüber zu wissen (ob gefährlich oder nicht) suchte ich im www und fand (unter anderem) diese seite (an dieser stelle einen lieben dank an gerhard für die initialzündung der seite und deinen vielen persönlichen beiträgen, auch an vidgi und all die anderen, die mir in den letzten jahren sehr die angst genommen hatten; irgendwann gingen dann einige beiträge verloren, aber die seite ist immer noch für alle betroffenen sehr informativ und hilfreich). da meine ES nur sehr sporadisch (ich rede von einigen/tag) vorkamen, ich kein VHF hatte (zum glück bis heute noch nie!) und vor allem bei belastung keine ES verspürte, beließ ich es bei der tatsache und beobachtete mich. indes (da ich unter magenproblemen litt, auch heute noch) absolvierte ich eine magenspiegelung (außer einer chronischen gastritis o.B.) und eine darmspiegelung (o.B.). empfehlungen der ärzte (was man schon kennt): mehrmals am tag essen, viel und langsam kauen und 2l/tag wasser trinken… es folgten monate mit aufs und abs. akut, für meine verhältnisse, wurde es dann ab juni letzten jahres. ich hatte dauerstress im büro und starke aufreger auch im privatleben. es folgten ES in einer noch nie gespürten heftig- und häufigkeit, sodass ich in einer klinik mich untersuchen ließ und mir ES zwar diagnostiziert worden war, jedoch als weiters nicht schlimm. da ich kurz davor stand in den strandurlaub abzureisen, entließ mich der arzt mit der anweisung mich mal richtig zu erholen und, falls keine besserung, einen termin zu vereinbaren um genauere untersuchungen durchzuführen. den termin hatte ich dann im juli mit ultraschall, 24h- und belastungs-ekg. zu diesem schritt entschloss ich mich, da ich nun die ES auch während geringer belastung und in der ruhefase bei starker belastung verspürte und im mai (vergangen jahres) mein cousin (im alter von 40j) an plötzlichem herzversagen (diagnose: herzerweiterung, genaueres kenn ich nicht) verstorben war. die diagnose meiner untersuchung: supraventrikuläre ES mit unklarer herkunft (blutdruck: 140/90, grenzwertig; blutbild: o.B.; ultraschall: leichte protosystolische insuffizienz, ansonsten o.B.; belastungs-ekg: ES, die bei fortschreitender belastung nicht mehr auftreten, keine repetive form; 24h-ekg: vorzeitige schläge, vorwiegendes auftreten tagsüber, zeitweilig auch >100/h, insgesamt jedoch <1% aller schläge, 836total) mit der medizinischen anweisung um 2x einnahme/tag eines magnesiumkonzentrates. es kam zu keiner augenscheinlichen verbesserung (auch wenn der stress etwas nachließ) und so versuchte ich "mein glück" bei einem anderen kardiologen, mit dem gleichen befund. dieser brummte mir allerdings zusätzlich ein striktes rauchverbot auf, dem ich, zu meiner schande, bis heute nicht folge leiste. wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich in dieser ganzen zeit (seit dem lesen eurer beiträge) vor allem auf meine ernährung geachtet und so einiges probiert und umgestellt. jedoch ohne erfolg, sodass ich annehmen musste, meine ES auf stress zurückzuführen, damit meinen weiteren lebensweg verbringen zu müssen und ich zum mildern der situation schon bereit war mich in yoga- und sonstigen entspannungskursen einzuschreiben (ist zwar komisch, denn genau in diesen ruhigen fasen verspürte ich ES-salven on mass, z.b. am abend beim fernsehen und/oder 1h nach dem essen… natürlich begann ich dann auch die hohlvene zu massieren und noch einiges mehr, war zwar lindernd aber keine dauerhafte lösung)

nun komm ich zum eigentlichen: ich habe seit gut einer woche gar keine ES mehr und führe das auf drei erlebnisse im dezember zurück:

1) ich war bei einem physiotherapeuten (mit einrenkung sämtlicher schiefstellungen meines halswirbels); 2) dieser hat mich an einen osteopathen überwiesen der mich auf basis der "AgeGate Therapy" (Chrono Reflexologie) behandelte. die behandlung war lächerlich (irgendwelche meridian-punkte mittels laser stimulieren, massage anderer punkte mittels eines kleinen hammers,…) und dann wieder die anweisung aufgelöstes magnesium-pulver 2xtäglich zu nehmen (als ich bei der apotheke das ostepathische medikament bestellt und abgeholt habe, meinte der apotheker dort: "very strange! das nehmen normalerwiese die kletterer um ihre finger zu entfetten" aber was macht man nicht alles…). und 3. (meine güte, es klingt so wie ich es hier jetzt schreibe wirklich absurd) ich stellte meine zigarettenmarke um, denn ich besann mich, dass ich mit april vergangen jahres auf eine neue marke wechselte (angegeben: nikotin: 0,1 mg; kondensat/teer: 1 mg; kohlenmonoxid: 2 mg)

was nun schlussendlich der auslöser meiner derzeitigen erfreulichen situation ist weiß ich de facto nicht. ich bin aber schwer davon überzeugt, dass es letzteres ist (um sicher zu gehen, müsste ich wieder wechseln, aber das spar ich mir).

irgendjemand schrieb mal in einem beitrag, er glaubt rauchen nicht zu den verursachern von ES zählen zu müssen. damals las ich das mit einer gewissen befriedigung und konnte dies auch bestätigen, denn meinem laster fröne ich nun schon seit 20 jahren und mir wäre noch nie auch nur eine ES untergekommen. ich rauche zwar immer noch, aber sicher nicht mehr lange und möchte nun allen hier im forum eintreffenden rauchern auf das dringlichste raten sich davon zu verabschieden.

ich bin mir bewusst, dass dieser beitrag für viele von euch auch nicht wirklich hilfreich ist (im gegensatz zu den meisten von euch, waren meine ES zwar unangenehm und in der heftigkeit –gezählte 30ES/min- wirklich sehr beunruhigend und beängstigend, aber anscheinend harmlos und führten nie zu Herzrasen oder VHF). dennoch musste ich meinen erfahrungsbericht loswerden, denn ich schwor, sollte ich je MEIN rezept zur situationsverbesserung finden, schreib ich das hier rein.

ich wünsch allen viel glück bei der eigenen suche nach besserung!

UTnlu[cky{Mo'nMkey hat geantwortet


Grüße Dich, Scrat.

Ich bin auch schon seit Jahren hier bei Med1 am surfen, was mir immer sehr viel Mut gegeben hat.

Auch bei mir haben sich Extrasystolen in den letzten 2 Jahren aus unerklärlichen Gründen stark verschlimmert. Und das alles ohne Befunde. Nicht einmal beim Ultraschall am Herzen kamen keine Mängel zum Vorschein. Dennoch wirds wöchentlich schlimmer bei mir. Ich versuche ebenfalls nach den Ursachen zu suchen. Mögen sie auch noch so banal sein.

Das ich das letzte mal fast 2 Wochen ruhe vor ES habe liegt über einen Monat zurück. Dafür habe ich nun auch Couplets.

Bei mir ist das Problem, sobald eine Extrasystole auftritt, erschrecke ich mich fürchterlich. Das ändert sich seltsamerweise nie. Nun denke ich, es könnte vom Magen kommen und Esse und trinke kaum noch was. Was nun ein Ende finden wird, sonst bringe ich mich wirklich um.

Natürlich wird das Rauchen nicht der Auslöser für deine ES sein. Aufzuhören ist dennoch immer eine weise Entscheidung ;-)

Ich hänge diesmal hier mit einem 48 Stunden EKG rum. War Heute im Krankenhaus wo ich einen Termin der kardiologischen Abteilung hatte. Mal wieder konnte man leider nichts auf dem EKG finden. Lediglich mein Blutdruck war mit 160 zu 90 erhöht. Was aber auf die schon chronische Angst zurückzuführen ist.

Diesmal werden sie was finden. Es ist Abend, also ES time. Wie eine Fernsehsendung auf die man sehnsüchtigst wartet. Nur das ich auf die ES natürlich nicht warte ;-D

Der Kardiologe riet mir zu einer Verödung, also einer Ablation, doch das müsste nicht nur genau abgeklärt werden, und ist bei meiner Anzahl von ES (beim letzten 24 Stunden EKG waren es auf den Tag verteilt über 500 Stück) eigentlich auch nicht erforderlich.

Dir wünsche ich wirklich das du es nun in den Griff bekommen hast. Aber so wirklich los wird man sie wohl nie. Wie aus dem Nichts kommen sie einfach wieder und man ist enttäuscht. Damit will ich dich nun in keinster Weise entmutigen, aber solltest du irgendwann mal wieder welche verspüren, weißt du zumindest das du gründlich untersucht wurdest. Mehr kann man letztendlich nicht tun.

CVlWoude hat geantwortet


Hallo zusammen, habe letzte Woche ein mega Blutbild machen lassen mit Schildrüse und allem Schnick und Schnack, alles toll und Blutdruck wie im Bilderbuch. Mir ging es davor auch 2 Wochen richtig gut und gestern waren sie wieder da, die ES! Trotz medis. Es ist zum verrückt werden. Bin vom 4 monatiger rauchabstinenz zum Gelegenheitsraucher geworden, weil ich mich zu sehr unter Druck gestzt fühlte von mir selber und ich auch nach wie vor die Psyche für einen Grund zur Verschlimmerung der ES halte Manchmal fällt mir auch nix mehr ein,

Liebe Grüsse *:)

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