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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Mvarth}omSnitraxm


Hallo Regenium,

zu Deinem Beitrag vom 15.1.12: Nächtliches Erwachen gegen 3 Uhr ist ein Hinweis auf Leberstörungen. Laut Organuhr ist die Leberzeit 1-3 Uhr. Aus meiner therapeutischen Arbeit heraus weis ich, dass es meist 3 Uhr ist, wenn unser Schlaf unter der Leber leidet. Wenn die Leberwerte o.k. sind, heisst das leider nicht, sie sei in Ordnung. Ein gelblich gefärbter Gaumen im hinteren Bereich ist ein Hinweis auf Leberstörungen. Die Leber selbst leidet unter abendlichem Essen, was kaum verdaut wird. Der Darm geht gegen 20 Uhr schlafen (so jedenfalls sagten es die alten Chinesen) und alles, was dann noch im Darm auf Verdauung wartet, macht Ärger. Es sollen dabei Gifte entstehen, die dann logischerweise die Leber belasten. Ist erst einmal die Leber belastet, kann der Gallefluß gestört sein und damit die ganze Verdauung – ein Rattenschwanz. Leber wie auch Dickdarm können auch auf bestimmte Emotionen reagieren bzw. werden durch sie geschwächt. Die Leber reagiert auf unangenehmen Stress, Wut, Zorn, der Dickdarm auf Kummer, meist ist es die Kindheit. Grob ausgedrückt: Ist der Verdauungstrakt erst einmal geschädigt, leidet auch der Dünndarm, der eng mit dem Herzen zusammenhängt (Meridianfunktionskreislauf Herz-Dünndam-Meridian). Der hier im Forum oft erwähnte Zusammenhang zwischen Ernährung – Verdauung – Herzprobleme deckt sich somit mit diesen "alten chinesischen Weisheiten".

Ich hoffe, Dir mit meinen Ausführungen etwas geholfen zu haben.

Martin

Sgkippjer56


Hallo alle zusammen !!!!!!

Hier auch noch mal ein kurzer Beitrag von mir: War heute früh zum Magenspiegeln. Der durchführende Arzt hat einen Zusammenhang zwischen Verdauungstrakt und HRS bzw VHF sofort bestätigt. Er meinte ich hätte mehrere Magengeschwüre, auch kürzlich gehabt. Das sieht man an der Vernarbung. Ich konnte mir das selbst am Monitor ansehen. Auserdem hat er mehrere Proben genommen, wegen Verdacht auf Gastritis.

Ich habe übrigens gestern zwangsweise nach 18.00 Uhr nichts mehr gegessen wegen der Spiegelung. Und siehe da...durchgeschlafen. Und heute früh erfolgte der Ubergang zu Sinus ohne Probleme !

In einem der früheren Beiträge habe ich was von Histamin gelesen. Habe mir anschließend die Liste der Lebensmittel mit dem meisten Histamin angesehen. Das hätte glatt mein Speiseplan seien können. Als Kraftfahrer habe ich jahrelang erst spät abends gegessen... und dann ins Bett. Eher war halt keine Zeit. Und Rotwein auch beinahe täglich, da besser zu tranportieren als Bier. Irgentwie schließt sich der Kreis. Also ich denke die Ernährung spielt eine ganz entscheidene Rolle !

Liebe Grüße an alle. :)^

IYtzyBiPtzySpsidxer89


Gestern Nacht schon wieder von Herzrasen aufgewacht, diesmal war es aber sehr, sehr komisch: Ich hatte das Gefühl, als würde mein Herz erst rasen, dann kurz sehr langsam schlagen und dann wieder rasen.

Kennt das evtl. jemand hier?

C8hri;stin/e bauRs NRW


skipper56

Hallo Uwe,

ich habe sehr genau Deine Beiträge gelesen und der Inhalt könnte fast von mir sein.

Seit geraumer Zeit bin ich auch der Meinung, dass mein VHF mit dem Magen zusammenhängen muß. Aber leider weder der Hausarzt noch der Kardiologe nehmen mich ernst. Sie wollen eine Ablation machen oder mir Amiodaron verschreiben - beides will ich NICHT (nehme Betablocker).

Eine kurze Zusammenfassung: Ich habe im letzten 1/2 Jahr immer den Beginn meines VHF notiert. Fast immer begann es nach dem Essen, am Abend auf der Couch oder vor dem PC in Verbindung mit schlecher Haltung (zusammengequetscht gesessen).

Manchmal konnte ich VHF durch (Dank Gerhard) Atemübungen, Massagen und Pressen unterbinden.

Nach Grillabenden konnte ich jedes Mal die Uhr danach stellen, dass es in Kürze wieder losgeht. Auf Gegrilltes verzichte ich nun, genauso auf fette und üppige Speisen.

Es beginnt mit einem Kribbeln (kein Schmerz) in der Magengegend (hier ist mein Blutdruck noch OK und ich habe Sinus) dann folgt ein leichter Druck in der Kehlkopfgegend und dann geht's los.

Blutdruck und Puls voll im Durcheinander. Wobei mein Puls zuerst bis auf ca 150 hoch geht und dann zwischen 100 und 40 pendelt. Dabei habe ich auch ständig schwankenden Blutdruck. Überwiegend ist der Blutdruck dabei niedrig. 2x hatte ich das Problem (gestern zum 2. Mal) mit sehr hohem Blutdruck. Das war aber nur am Anfang und er ist dann wieder gefallen. Ich habe das gleiche Problem wie Du. Wenn der Sinus kommen soll, habe ich Schwindel der schon ein paar Mal bis zur Ohnmacht ging. In diesem Zustand kann man nur in den 4 Wänden bleiben. Aber je heftiger die Attacke ist, um so schneller kommt der Sinus. Das flaue Magengefühl und das Druckgefühl auf den Kehlkopf ist dann auch kurzfristig vorbei.

In der Nacht (da ich das VHF ja fast immer am Abend bis zum nächsten Tag habe) bin ich nur am Schwitzen.

Nächste werde ich wieder meinen Hausarzt aufsuchen und wir werden die weitere Vorgehensweise besprechen.

Gruß Christine *:)

P.S. Seit Januar messe ich selbst meine Gerinnung. Das klappt sehr gut und ich habe nicht mehr so hohe Schwankungen, da ich bei Abweichungen nach 2 Tagen gleich nachmessen kann.

SWkip pexr56


Hallo Christine !

Vielleicht hatte ich den Vorteil das mein VHF im Krankenhaus bei einer anstehenden ambulanten OP festgestellt wurde, ich anschließend eine Woche stationär behandelt wurde und mit den entsprechenden Berichten an den Hausarzt übergeben wurde. Selbiger hat mich zwischenzeitlich alle möglichen Untersuchungen absolvieren lassen, da wir beide der Meinung sind, es müsse eine Ursache geben, zumal ich vor November 011 keine Beschwerden hatte und körperlich altersgemäß fitt war. An den Magen glaube ich auch, da ich insbesondere in der Wagerechten ein Glucksen und Rumoren im Bauch habe sowie einen ständigen Überdruck. Jetzt muss ich noch auf die Ergenisse vom Spiegeln warten, da dabei ja auch Proben genommen wurden. Allerdings findet man auch alle negativen Symtome auf den Beipackzetteln der Betablocker (Beloc zok) die ich von mir aus schon etwas reduziert habe, da mir mein Ruhepuls und auch der Blutdruck zu niedrig waren. Ich habe momentan immer 4-5 Tage Sinus und dann nach mehreren Atacken, so zwei bis drei Tage HRS bzw VHF.

So genau kenne ich da keinen Unterschied. Auf relativ nüchternden Mage ist der Übergang zu Sinus weniger dramatisch. Ich versuche jetzt seit einiger Zeit abends nach 18.00 Uhr nichts mehr zu essen. Das bekommt mir gut. Man könnte schon so leben, wenn da die körperliche Schwäche nicht wäre, die ich in den HRS Phasen habe. In Sinus baut man sich mühsam auf und dann beginnt der ganze Zirkus von vorn. Ich werde von den Ergebnissen meiner Magenspiegelung berichten. Die Neurologin will noch Ultraschall von meiner Halsschlagader machen und mich zum HNO Arzt schicken.

Bis bald Uwe :)*

SMchfoxof


Hallo liebe Leidensgenossen,

nach langer Zeit möchte ich mich hier auch nochmal zurück melden.

Der Grund für meine Lange Abwesenheit, war meine selbstverordnete Therapieform "Ignorieren"... hat leider nicht funktioniert :(

Nach diversen VHF und anhaltenden ES habe ich jetzt wieder Abstand von der Ignoranz genommen.

Und ein weiterer Besuch beim Kardiologen hat mich – so glaube / hoffe ich – auch wieder einen Schritt weiter gebracht und diesen Schritt möchte ich Euch nicht vorenthalten, da er – zumindest möglicherweise – auch etwas mit Deiner Theorie zu tun hat, Gerhard.

Bei jenem letztem Gespräch mit einem meiner Meinung nach sehr kompeteten Kardiologen habe ich auch die Möglichkeit einer Hohlvenenkompression auf den Tisch gebracht, unter dem Hinweis, dass meine Probleme immer an jenem besagten Punkt unterhalb des Brustbeins beginnen.

Von der Reaktion des Kardiologen war ich – da ich schon nicht mehr daran glauben wollte – total überrascht.

Er stimmt mir dahingehen vollkommen zu, dass diese Erregungsbildung an genau diesem Punkt spürbar sei und es sehr vielen Menschen genau so erginge.

Hintergrund sei allerdings nicht eine irgendwie gartete Verengung der Blutbahn, sondern der Druck des Magens auf das Herz.

Diesen Druck ist vollkommen normal und auch bei gesunden, sprich beschwerdefreien Menschen vorhanden.

Zu Problemen in Form von ES führt das meist erst dann, wenn sich am Herzen sogenannte Trigger-Zellen gebildet haben, häufig als Folge einer nicht erkannten / behandelten Herzmuskelentzündung.

(Das sind die Zellen, die weiter oben auch beschrieben sind, die im Zweifelsfall das Herz am Leben halten, wenn sowohl Pilot als auch Co-Pilot ausfallen.)

Aufgrund dieser mechanischen Reizung fangen diese Zellen an, ein wahres Feuerwerk an Impulsen auszusenden, die man dann als ES spürt und die – sofern nicht halbwegs zeitnah "abgestellt" – durchaus in VHF enden können.

Dies erklärt seiner Meinung nach auch, warum ich (und viele andere ja auch) diese ES / VHF häufig im liegen bekomme.

Der Magen folgt eben auch der Schwerkraft und "verteilt" sich im Körper, sodass der Druck auf das Zwerchfell und somit letzendlich auf das Herz stärker wird.

Lange Rede kurzer Sinn:

Dieser Kardiologe hat mir versprochen, meine Probleme mit einer, maximal zwei Pulmonalvenenablationen abstellen zu können.

Ich bin natürlich nach wie vor nur Laie und muss mich daher einfach auf Fachleute verlassen.

Und da dieser Mensch eine enorme fachliche und auch soziale Kompetenz auf mich ausgestrahlt hat, werde ich seinem Rat folgen und diese Ablation durchführen lassen.

Einen Termin bekomme ich erst nächste Woche.

Der Eingriff erfolgt vermutlich Ende März, so die bisherige Auskunft über Wartezeiten.

Ich werde berichten, ob damit tatsächlich das Problem beseitigt wurde und wünsche Euch allen bis dahin alles Gute und einen anständigen Rhythmus!

LG

Schoof

eFinfac7hnuredeOlgearxd


@ Schoof

Ich habe diesen Eingriff gerade im HDZ in Bad Oeynhausen machen lassen. Es hat 6 Stunden gedauert. Bis jetzt habe ich keine einzige Extrasystole mehr und auch kein Vorhofflimmern. Man hat mir dort versprochen, dass der Eingriff sehr gut gelaufen ist und auch zu Ende geführt werden konnte. Das ist nicht immer der Fall. Wenn der Kreislauf verrückt spielt, wird der Eingriff abgebrochen. Nach der blöden Liegezeit wegen der Kathederwunde ging es mir sehr gut. Ich konnte gleich aufstehen, herumlaufen, alles machen. Auch kann ich wieder alles essen, ohne dass ich das Gefühl habe, irgendwelche Lebensmittel lösen das Vorhofflimmern aus. Gut, es ist erst zwei Wochen her und ich muss 3-6 Monate warten, bis endgültig der Erfolg festgestellt werden kann. Es wäre auch normal, so hat man mir gesagt, wenn in dieser Zeit noch Beschwerden auftreten. Ich hatte übrigens eine Kryo(mit Eis)-Pulmonalvenenablation. Aus meiner jetzigen Erfahrung heraus kann ich nur sagen: Lass es machen. Im HDZ liegt die Erfolgsquote bei über 80 %. Viel Erfolg.

s3ofruexi


Hallo, ich bin neu hier und ich muss zugeben, dass ich mir die ganzen 63 Seiten nicht komplett durchgelesen habe. Über die Suchfunktion bin ich bei den Beiträgen im Jahr 2007 gelandet. Wow, einiges hätte von mir geschrieben sein können. Ich plage mich seit ca. 2 Jahren mit mehr oder weniger schlimmen, undefinierbaren Zuckungen, Flimmern, Stolpern, Hüpfen, Kribbeln, ..... ich weiß gar nicht mehr, wie ich es noch nennen soll .... in der Brust herum. Auch ich habe eine wahre Odyssee von Arztbesuchen hinter mir. Dass ich es nicht genau benennen kann und nicht genau erklären kann, wo dieses ungute Gefühl herkommt, finde ich am schlimmsten. 24-Std.-EKG ergab natürlich keinen Befund. Alles in Ordnung. Magenspiegelung ergab eine leichte (betone: ganz leichte) Hernie, ansonsten eine chronische Gastritis (der Doc meinte, es wäre psychosomatisch) – das wars aber auch schon. Ach ja, eine leichte Skoliose und Verspannungen im HWS-Bereich hab ich noch. Die Hausärztin sagt mir, ich hätte leichte Elektro.....dingsbums.....naja, diese extra Herzschläge. Bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Die größten Probleme habe ich bei körperlicher Anstrengung, wenn ich mich bücke, wenn ich etwas schweres hebe UND wenn ich viel gegessen habe. Wenn ich 3-4 Tage lang die Toilette nicht gesehen habe. Das Gefühl ist, wie wenn der Hosenbund alles nach oben drückt. Ich bringe es auch mit Koffein in Verbindung, trinke fast keinen Kaffee mehr (heul) und selten mal einen Schluck Cola. Die Probleme waren in den letzten Wochen weniger schlimm. Dachte schon, ich hätte es überstanden.

Und dann heute das! Ich kann in der Kälte schlecht atmen. Gut, dachte ich....das haben andere auch....ist normal.

Als ich aber vorhin schnell noch etwas einkaufen wollte und dick angezogen raus in die eisige Luft gegangen bin, hat's mich wieder voll erwischt. Das Stolpern in der Brust kam mit voller Wucht zurück. Mir wurde richtig übel, ich dachte, mir zieht's die Füße weg und das Herz ist gerast. Ich bin sofort auf dem Absatz wieder umgedreht, rein ins Haus und die Symptome wurden langsam besser.

Nicht zu wissen, was es ist und wo es herkommt, macht mich wahnsinnig. Ich traue mich nicht, irgendeinen Sport zu treiben, bewege mich an schlimmen Tagen wie auf rohen Eiern.

Was ist das? Wo kommt es her? Wie geht es wieder weg?

Das Stolpern (oder Blubbern in der Brust) ist jetzt gerade wieder weg, aber mein Hals brennt, als hätte ich zu heiße Luft eingeatmet.

Hilft es, ein paar Kilo abzunehmen? Hat sonst noch jemand Erfahrung mit der Kälte gemacht?

Uqn,luckCyMon`kgey


Hallo sofrei.

Diese Stolperer nennen sich Extrasystolen und sind, wie dir deine Hausärztin sicher erklärt hat, Extra Schläge neben dem normalen Herzrhythmus. Es kann eine kleine Pause dabei entstehen.

Auch ich leide sehr heftig darunter, und stelle mir eigentlich genau die gleichen Fragen.

Als ich aber vorhin schnell noch etwas einkaufen wollte und dick angezogen raus in die eisige Luft gegangen bin, hat's mich wieder voll erwischt. Das Stolpern in der Brust kam mit voller Wucht zurück. Mir wurde richtig übel, ich dachte, mir zieht's die Füße weg und das Herz ist gerast. Ich bin sofort auf dem Absatz wieder umgedreht, rein ins Haus und die Symptome wurden langsam besser.

Nicht zu wissen, was es ist und wo es herkommt, macht mich wahnsinnig. Ich traue mich nicht, irgendeinen Sport zu treiben, bewege mich an schlimmen Tagen wie auf rohen Eiern.

Was ist das? Wo kommt es her? Wie geht es wieder weg?

Das Stolpern (oder Blubbern in der Brust) ist jetzt gerade wieder weg, aber mein Hals brennt, als hätte ich zu heiße Luft eingeatmet.

Hilft es, ein paar Kilo abzunehmen? Hat sonst noch jemand Erfahrung mit der Kälte gemacht?

In der Jahreszeit ist es auch besonders schlimm bei mir. Die Erklärung dafür ist ganz einfach. Bei diesen eisigen Temperaturen friert man sehr schnell. Der Körper verkrampft sich, das Herz schlägt schneller. Und so kann es auch fix schon einmal aus dem Takt geraten.

Die Kardiologen geben immer wieder Entwarnung. Zu akzeptieren ist das schwer. Sich einer Verödung zu unterziehen, also einer Ablation, ist trotz des Ambulanten Eingriffs nicht ungefährlich. Dein EKG muss eine menge Anzahl an Extrasystolen in 24 Stunden aufweisen (und davon auch noch ganz bestimmte), das der Kardiologe dir einen solchen Eingriff empfiehlt.

Was man dagegen tun kann? Ich weiß es nicht. Ich habe es aufgegeben. Ob abnehmen hilft? Klar. Abnehmen ist immer gut. Beseitigt es Extrasystolen? Das bezweifel ich. Übergewicht löst andere Symptome aus. Wesentlich gefährlichere. Sich von Alkohol und Koffein dagegen fernzuhalten, das ist eine gute Idee. Bei Koffein ist der völlige Verzicht sogar ratsam. Das gleiche gilt für Taurin und alles andere, was dein Herz so richtig antreibt. Schwarzer Tee gehört ebenfalls dazu.

Es gibt unzählige Variationen, was dieses Stolpern auslösen kann. Die Ärzte werden letztendlich immer wieder zu einer anderen Diagnose kommen. Aber in einem sind sie sich immer einig. Ein Patient, der am Herz gesund ist, sollte anfangen sich mit Extrasystolen anzufreunden. Aber leichter gesagt als getan. Ich schaffe es ja selber nicht.

Guter Besserung. Liebe Grüße.

Marcel.

snofrexi


Danke Marcel für deine Antwort. Die Extrasystolen sind nur eine Vermutung meiner Ärztin. Gefunden wurde nichts. Trotzdem ich dieses Stolpern auch während des 24-Std-EKGs hatte. Die Aussage war: Vielleicht sind Sie so empfindsam, dass Sie sogar die kleinsten Vibrationen merken, die auf dem EKG noch gar nicht erkennbar sind.

Meine Vermutung dagegen war eigentlich immer, dass dieses Stolpern in der Brust gar nicht vom Herz kommt, sondern .... und hier wird es schwierig .... vom Magen, oder Rücken oder Lunge oder was auch immer. Ich hatte nie das Gefühl, dass mein Herz verrückt spielt. Es wäre mir wohler, wenn ich wüsste, was es ist und wo es herkommt. Dann könnte ich mich sicher auch eher damit abfinden. Diesem Problem keinen Namen geben zu können, ist sicher auch für viele andere hier im Forum das Schlimmste.

Ich habe im Internet mal die Aufzeichnung einer schweizer Sendung gefunden. Da nannte man es Magenstolpern. Ich verstehe leider nur die Hälfte. Von dem, was ich verstehe, erkenne ich vieles auch bei mir. Aber in der Sendung handelt es sich um einen ausgeprägten Zwerchfellbruch, der ja bei mir schon ausgeschlossen wurde. Meiner ist nur "mini" dagegen und kann (laut Arzt) unmöglich diese Auswirkungen haben.

Was du allerdings über die Kälte schreibst, spricht ja doch eher wieder für diese Extrasystolen.

Ich werde mal auf ein Belastungs-EKG drängen, weil dieses Blubbern am meisten unter Anstrengung auftaucht.

Ich werde berichten.

Übrigens, dieses Brennen in der Brust habe ich (seit gestern) immer noch.

Bsertylino


Hallo zusammen,

nach langem möchte ich mich auch mal wieder zurückmelden - eine gute Nachricht vorweg: ich habe nun schon seit über 5 Monaten kein Vorhofflimmern mehr - dank Ablation.

Ich habe auch dieselben Erfahrungen gemacht. Mein VHF kam definitiv aus dem Magen-/Darmtrakt. Wenn ich nichts mehr gegessen hätte, hätte ich wahrscheinlich kein VHF mehr gehabt. Keine durchführbare Option. Ich habe alles versucht, Buch geführt, Gemeinsamkeiten in der Nahrung gesucht, die das auslösen usw. usw. - keine Chance. Ich glaube allerdings nicht, dass ich Magengeschwüre oder dergleichen habe. Das VHF ist wahrscheinlich die Folge einer koronaren Erkrankung - ich habe einen Stent.

Ich hatte paroxysmales Vorhofflimmern, dass über die Lungenvenen ausgelöst wurde. Diese wurden nun isoliert.

Den folgenden Brief hab ich an meine behandelnden Ärzte im St. Georg Krankenhaus in Hamburg geschrieben. Ich bin privat versichert - nur so, als ergänzende Information. Die Privatstation "S" im St. Georg ist nagelneu und hervorragend. Zu den anderen Stationen kann ich leider nicht viel sagen...

Doch hier nun mein Brief (Namen habe ich herausgenommen):


Sehr geehrter Herr Dr. xxxxx, Herr Dr. yyyyy,

um es gleich vorweg zu nehmen: Sie haben mir eine neue Lebensqualität geschenkt!

Doch lassen Sie mich etwas weiter ausholen:

Im Februar 2006 begann für mich ein jahrelanges Leiden mit Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern, die zunächst mit Kardioversionen beendet werden konnten. Im Jul 2007 war dann beim Belastungs-EKG eine ST-Senkung festgestellt worden. Ursache war eine Herzkranzgefäßstenose, die mit einem Stent im Krankenhaus Barmbek behoben wurde. Ich vermute einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Vorhofflimmern.

Man versuchte dann das episodenartige Auftreten des Flimmerns mit diversen Medikamenten zu verhindern (Bisoprolol, Tambocor, Dronedaron usw.). Auffällig war, dass das immer nur unter Belastung oder nachts im Schlaf auftrat – und immer nur dann, wenn ich einen vollen Darm hatte. Also führte ich darüber Buch, was ich gegessen hatte usw. Alles in allem sehr anstrengend und ohne nennenswerte Erfolge.

Im April 2010 entschied ich mich dann für eine Ablation in Ihrem Krankenhaus. Selbstverständlich hatte ich Angst davor, da ich es mir nicht vorstellen konnte, wie man in einem Raum, der etwa so groß ist wie eine Streichholzschachtel, mit einigen Kathetern die Pulmonalvenen isolieren kann. Die OP verlief ohne Komplikationen oder nennenswerte Zwischenfälle. Ich hatte also wieder Hoffnung.

Leider trat dann aber nach einiger Zeit erneutes Vorhofflimmern auf, das auch nach einem weiteren Jahr des Abwartens nicht verschwand, sondern eher zunahm. Ich war darüber natürlich sehr enttäuscht, weil das eigentlich meine letze Hoffnung war. Ich wusste aber, dass eine zweite Ablation nicht ungewöhnlich ist, um evtl. noch bestehende Ablationslücken zu schließen. Als ich dann am 19. August 2011 nach dem Sport eine so heftige Episode hatte, dass ein Rettungswagen gerufen werden musste, entschied ich mich am nächsten Tag sofort für einen zweiten Ablationstermin. Am 1. September letzten Jahres war es dann soweit.

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wer von Ihnen beiden neben mir am OP-Tisch stand (ich meine es war Dr. xxxxx). Kurz vor der Narkose fragte ich noch, ob man denn auch sehen könne, wo die Ablationslinien nicht geschlossen sind und Sie sagten "Ja, das kann man eindeutig sehen"…

Nachdem ich wieder aufgewacht war begann nun der zweite Teil der Hoffnung. Wird es wieder keine Komplikationen geben? Kein Wasser im Herzbeutel? Keine Fistel zur Speiseröhre usw.? All diese Dinge, die ich erklärt bekommen hatte und auch schon vielfach selbst im Internet recherchiert hatte. Und werde ich nun auch wirklich kein Vorhofflimmern mehr haben?

Mit jedem Tag der ohne Vorhofflimmern verging, wuchs meine Hoffnung das Leiden nun endgültig los zu sein. Mittlerweile sind fast 5 Monate seit dem zweiten Eingriff vergangen und ich habe noch immer keine Episode mehr gehabt. Ich merke hin und wieder ein paar Extrasystolen – aber mehr auch nicht. Es ist ein wunderbares Gefühl abends ins Bett zu gehen und fast sicher sein zu können, nicht von VHF aufwachen zu müssen.

Ich weiß nicht, ob ich mich zu früh freue – aber Sie haben mir bereits jetzt schon 5 Monate mit einer neuen Lebensqualität geschenkt. Ich hoffe nun noch, dass mein Stent offen bleibt und mir ebenfalls ein langes Leben schenkt.

Wer sich für den Beruf des Arztes entscheidet, möchte in erster Linie kranken oder verletzten Menschen helfen. Als Patient erwartet man einfach, dass Ärzte helfen das Leiden loszuwerden – "es ist ja schließlich deren Beruf". Dass aber ein Patient für einen Arzt fast schon ein "potenzieller Kläger" ist, vergessen viele Menschen – obwohl er doch eigentlich nur helfen will. Sicherlich gibt es vereinzelt Fahrlässigkeiten oder die Heilung verläuft anders als gewünscht. Ärzte bekommen Probleme, wenn eine Behandlung falsch gelaufen ist oder wenn sich Komplikationen ergeben haben. Sie bekommen aber selten ein Feedback von glücklichen Menschen, denen sie wirklich geholfen haben.

Aus diesem Grunde schreibe ich Ihnen diesen Brief. Ich möchte mich ganz herzlich und mehr als sehr dafür bedanken, dass Sie mir ein neues Leben geschenkt haben. Durch Ihre professionelle Arbeit und Konzentration haben Sie einem Menschen geholfen wieder glücklich und ohne Sorgen leben zu können – und das, obwohl Sie ihn noch nicht einmal persönlich kennen.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihre beruflichen Herausforderungen und Ihnen selbst natürlich ebenfalls ein gesundes und glückliches langes Leben.

Mit den herzlichsten Grüßen

...

PS: Zeigen Sie dieses Schreiben gerne anderen Patienten, denen ich vielleicht mit diesem Brief ein wenig Zuversicht geben kann. Eine Katheterablation ist offensichtlich eine der Methoden, bei denen ein Arzt wirklich helfen kann.


Ich glaube dieser Brief sagt einiges. Ich wurde am Folgetag von einem der Ärzte zurückgerufen, die sich sehr dankbar zeigten. Vielleicht hab ich damit einigen Mut gemacht, sich einer Ablation zu unterziehen. Ein vertretbares Risiko mit einer hohen Chance auf Beschwerdefreiheit. Hier scheinen Ärzte heutzutage wirklich helfen zu können.

Rückfragen gerne an mich auch persönlich.

Gruß,

Bertlino

LginxaF


Haloo Skpper,

was Du schreibst kann ich voll bestätigen – sobald ich eine Mahlzeit gegessen habe, bekomme ich Herzklopfen.

Ich habe jetzt mal begonnen "Dinnercancelling" zu betreiben d.h. abends nach 17 Uhr nichts mehr zu essen(ist nicht leicht) prompt schlafe ich wie ein Baby und wache morgens erfrischt auf und nicht gequält und unausgeruht, wie nach einem Abendessen.

Wenn ich im Restaurant gegessen hatte, ist das *gefühlt* noch schlimmer.

Wo hast Du die Histaminliste gefunden?

Finde ich sehr interessant – Danke und Gruss Lina

D^er 7kleiTne P?rixnz


Wird eigentlich diese Ablation genau so gemacht, wie man eine Herzkathederuntersuchung macht bzw. Stents setzt?

BKertl}ino


Hi kleiner Prinz,

im Prinzip schon, allerdings nicht durch die Arterien, sondern durch die Venen. Eine Punktion in der Leiste, die andere im Schlüsselbeinbereich.

Der Stent wurde bei mir in lokaler Anästhesie gesetzt, die Ablation aber in Vollnarkose, da sie über 2 Stunden dauert und man ruhig liegen muss...

Gruß,

Bertlino

Dwer kleinJe Prixnz


Aha, danke für die Erläuterungen.

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