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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

B?uffyxS hat geantwortet


Mal kurz an alle Schreiberlinge hier...ich lese hier mit, bin aber erst auf Seite 17 :)^

Habe selbst mit HRS und VF zu tun, aber ich komme damit klar, denn ich bin zusätzlich noch Asthmatikerin und COPD'lerin – habe eine chronische Magenschleimhautentzündung und nun macht mir sogar noch der Darm das Leben schwerer...Bin jetzt schon über 40 Jahre krank und habe so Einiges durchgemacht.

Den Kampf gegen Windmühlen habe ich längst aufgegeben, aber ich bin trotzdem, ein sehr glücklicher Mensch.

Ihr habt mich sehr, mit euren Berichten, geholfen – denn ich hatte immer das Gefühl, ich sei alleine mit meinen Leiden.

Weiter so und danke nochmals für eure tollen und offenen Berichten

lg B *:)

szofr'ei hat geantwortet


Ich kopiere das mal aus dem Beitrag von gnagflow! Interessant! Bis vor kurzem dachte ich wirklich, dass ich auf dieser Welt die Einzige bin, die mit diesen Symptomen herumläuft. :-/

Geräuchertes, starker Käse, Pizza, scharfe Sachen,

Rotwein (nicht bei Württemberger), Balsamico-Essig

Durch Bewegung links/rechts

Beim Bücken, Gürtel drückt, Schuhe zubinden,

Boden wischen, Bad putzen

Durch Stress

Durch starke Belastung, z.B. 3 -4 Std. Gartenarbeit

Durch Aufstoßen, bei Blähungen

Beim Autofahren, starke Bodenwellen/Unebenheiten.

Mache beim Autofahren grundsätzlich immer den Gürtel auf

Zu schnelles Umdrehen im Bett

Zu schnelles Aufstehen

Strecke mich im Bett nach dem Aufwachen,

unglücklich bewegt, HR fangen an

Alle Symptome entsprechen den meinen! Und ich will auch noch ergänzen:

Harte Absätze an den Schuhen machen mir beim Laufen auch immer Schwierigkeiten. Ich traue mich schon lange keinen Sport mehr zu machen. Aber es fehlt mir. Die Ärzte sagen mir immer, ich soll die Probleme ignorieren und trotzdem weiter Sport machen. "Sie sind gesund, da passiert schon nichts! Sie fallen schon nicht um!" hat mir mal einer gesagt.

In der letzten Woche hatte ich ein Belastungs-EKG! Keine Probleme während der 10 Minuten Fahrradfahren. Aber....danach habe ich mich gebückt, um die Schuhe wieder anzuziehen und schon ging es los! Frau Doktor sagt, dass es nicht mein Herz ist. Das schlug regelmäßig. Sie sagt, dass der Magen das auslöst. Wahrscheinlich, vermutet sie!

Und kennt ihr auch dieses Wattegefühl im Kopf beim Autofahren? Ganz plötzlich überkommt mich das, zusammen mit diesem Stolpern in der Brust.

@ Gerhard Ich denke schon auch,

dass Histamine eine Rolle spielen. Wieso bekomme ich sonst rote Flecken und Hitzewallungen vom Rotwein? Und das ist nur eines der Probleme! Man ist aber schon fast frustriert, wenn jeder Test negativ ausfällt und man die Symptome über Jahre hinweg nicht zuordnen kann.

Da bin ich mit meinen 2 Jahren ja noch fast gut dran.

Einen Bericht von einem Borreliosekranken fand ich übrigens auch sehr interessant.

Eahemali~ger NQutzerU (#48*8981) hat geantwortet


@ sofrei

Ist deine Wirbelsäule in Ordnung?

Grüßle, Gaby

E4heumaVligeKr Nutzezr (#4x88981) hat geantwortet


ps: oder das Roemheld-Syndrom könnte auch eine Rolle spielen.

bei mir scheint es übrigens eine Mischung aus beidem zu sein.

Ich habe, vor allem nach Kaffee, Fettem, Blähendem, Alkohol,... viel zu viel Luft im Bauch (habe auch noch im November eine Reflux-OP hinter mich gebracht, das macht noch mehr Luft im Bauch bei mir), bekomme dann öfter Herzstolpern mit anschließendem Aufstoßen. Wohl weil dann der aufgeblähte Magen und Darm nach oben drücken ans Zwerchfell, und dies an die Herzspitze angrenzt. Auch beim Bücken, Strecken, ruckartigen Bewegungen, usw. hab ich oft welche, dies kann aber auch mit meiner kaputten Brustwirbelsäule zusammenhängen (Morbus Scheuermann und 2 Bandscheibenvorfälle).

Schlimm ist nur, daß die Rumpler manchmal ganz schön Angst machen können, aber kardiologisch ist bei mir alles okay.

Mit Lefax wirds bei mir übrigens manchmal besser.

EJhem?aligerU NutzPer I(#4889x81) hat geantwortet


sofrei,

sorry, ich hab mal alle deine Berichte durchgelesen. grins. Hätte ich vorher schon machen sollen.

Jetzt hab ich auch deinen Zwerchfellbruch entdeckt. Dann wundert mich erst recht nichts mehr, ebenso das mit Deiner Wirbelsäule.

Ist echt fast so wie bei mir. Übrigens muss ein Zwerchfellbruch nicht immer groß sein. Das weiß ich aus Erfahrung. Meiner war auch ziemlich klein, hat aber große Symptome und Probleme ausgelöst. Gestern sagte mir der Kardiologe daß die einen Stolperer mit Zwerchfellbruch haben können, und andere haben die Probleme nach der OP. Heute sagte mir meine Physiotherapeutin daß sie auch Herzprobleme hat, kardiologisch auch alles okay ist, sie aber Probleme mit der Wirbelsäule hat.

So forsche ich halt immer weiter.

Grüßle

s:ofrexi hat geantwortet


@ ZPK

So geht es mir auch! Ich recherchiere ständig, finde viel Mist, der nur Angst macht, aber so nach und nach auch immer wieder interssante Beiträge. So, wie in diesem Forum. :-)

Meine Wirbelsäule ist auch nicht so 100%ig ok. Habe eine leichte Skoliose! Dazu ständig Probleme mit der HWS. Ziehen im Nacken, kann den Kopf nicht richtig drehen. Dazu selten dieses Stechen in der Brust, was aber vom Rücken kommt. War aber schon lange nicht mehr. Und immer heißt es, wie auch beim Zwerchfellbruch: Wir haben zwar was gefunden, aber das ist so gering ausgeprägt, dass es auf keinen Fall diese Beschwerden auslösen kann.

Roemheld-Syndrom hatte ich auch schon vermutet, aber da wurde bei den Ärzten abgewunken. Zu selten, als dass es ausgerechnet bei mir so sein sollte.

Ich denke inzwischen auch an eine Kombination aus verschiedenen Sachen. Rücken, Magen, Stress!

Trotzdem: Ich lasse nicht locker!

Ich sollte auch erwähnen, dass ich derzeit noch mal die Schulbank drücke und kurz vor den Prüfungen stecke.

Daher sind die Symptome auch gerade sehr ausgeprägt.

Mal was Gutes! Ich habe eine Kaffeerösterei gefunden, die sich speziell auf eine magenfreundliche Röstung spezialisiert hat und von dieser Rösterei kann ich sogar mal eine halbe Tasse von dem normalen Kaffee und auch eine Tasse von dem koffeinfreien Kaffee trinken. Freu!!! :)D Somit ist wenigstens der Frühstückskaffee gerettet.

sxiQgm^arx_17 hat geantwortet


Hallo Edelgard, gnagflow und alle Interessierten.

Nun habe ich meine PVI hinter mir und sie ist, soweit man jetzt schon sagen kann, überaus erfolgreich verlaufen.Die Vor-und Nachuntersuchungen und die PVI selbst waren absolut schmerzfrei.

In Kürze brauche ich auch keine Antikoagulation mehr (Macoumar), sondern nur die üblichen Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen.

Edelgard ich kann dir nur recht geben und allen hier im Forum zur Pulmonalisolation raten, die nachgewiesenermaßen an VHF leiden und an echter Heilung interessiert sind. Es ist praktisch ein Routineeingriff.

Sollte jemand den genauen Ablauf der OP wissen wollen, dem würde ich gerne die Einzelheiten schildern.

Vor allem wegen der möglichen Komplikationen, die viele verständlicherweise zögern lassen, sollte man nicht allzuviel nachdenken, den in kompetenten Kliniken kommen sie äußerst selten vor und wenn sind gut beherrschbar.

Die einzige bekannte und unmittelbar lebensbedrohliche Komplikation, die sogenannte Speiseröhrenfistel mit Lufteintritt ins Herz, ist heute aufgrund neuer, spezieller Vorbeugungsmaßnahmen so gut wie auszuschließen und kam weltweit ohnehin erst 30-40 Mal vor.

Da ist ja die Teilnahme am gewöhnlichen Strassenverkehr gefährlicher!

Aber ich will mit meinem Rat zur PVI auch nicht jene daran hindern, die echtes Vorhofflimmern mit bloßen Hausmitteln oder Änderung der Lebensweise udgl. kurieren wollen.

Jedenfall hat sich alles, was ich jemals über Herzrhytmusstörungen hier geschrieben habe, in der Praxis in jeder Hinsicht bestätigt und bin froh, dass ich dem Rat der Ärzteschaft gefolgt bin.

Und ich würde eine PVI bedenkenlos wiederholen lassen.

Es ist dies die einzig bewiesene Maßnahme, die eine komplette Heilung in Aussicht stellt, was zumindest die heutigen Medikamente niemals zustande bringen können.

Mein behandelnder Kardiologe hat mir damit wieder jene Lebensqualität zurückgegeben, die ich vor diesem quälenden Leiden hatte und auf die ich nicht mehr zu hoffen gewagt hatte.

In diesem Sinne darf ich Edelgard wiederholen: Habt Mut und laßt es machen, es hilft euch wirklich.

Viele Grüsse

eJinfaUchnuFredewlgard hat geantwortet


Hallo sigmar_17,

das freut mich aber jetzt sehr, dass Du wieder da bist und alles so glücklich verlaufen ist. Jetzt musst Du nur noch das halbe Jahr Wartezeit rumbringen. Ich habe am 4. Mai Termin im HDZ für ein 7-Tage-EKG, das ich aber mit nach Hause nehme und dann am 11. Mai wieder abgeben muss. Dieses wird dann ausgewertet und dann wird entschieden, ob ich Marcumar absetzen kann. Aber ich glaube schon; denn ich habe immer noch nicht eine einzige Herzrhythmusstörungen gehabt. Hurra!

Ich wünsche Dir weiter einen guten Verlauf und dass die Rhythmusstörungen nie mehr wieder kommen.

Liebe Grüße

Edelgard

N)euge?bor"ene hat geantwortet


Hallo liebe Herzrhythmusstörungsgeplagte,

euer Forum hat mir vor ein paar Monaten sehr geholfen, als ich wegen ES und VHF, die bevorzugt beim Bücken, bei bestimmten Bewegungen, im Zusammenhang mit Nicht-Aufstoßen-Können oder nach verschiedenen Mahlzeiten auftraten, fast verzweifelte. Von Intensivstation im Urlaub bis Beinahe-Kollaps nach sportlicher Aktivität habe ich ziemlich viel mitgemacht. Hier habe ich erfahren, dass es mir nicht allein so geht, obwohl mein Internist das alles sehr merkwürdig fand, was ich da schilderte. EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG – alles top – und das VHF trat immer wieder auf, wenn ich nicht am EKG hing (wurde dann aber auch im EKG nachgewiesen, ebenso wie die ES). Magnesium futterte ich reichlich, trotzdem erreichte mein Blutwert nach mehreren Monaten der konsequenten Einnahme gerade mal die untere Grenze des empfohlenen Bereiches. Mit Hilfe der Homöopathie konnte ich die Herzrhythmusprobleme einigermaßen im Zaum halten, aber eben nicht ganz loswerden.

Ich schreibe das alles in der Vergangenheit, denn für mich scheint es Vergangenheit zu sein. Und zwar durch eine Maßnahme, von der ich gar keine Auswirkungen auf meine Herzproblematik erwartet hatte. Ich bin durch einen leidenden Verwandten auf einige Symptome von Vitamin-D-Mangel aufmerksam geworden, die ich auch von mir kannte, und habe im Rahmen einer wegen der Herzprobleme ohnehin anstehenden Blutuntersuchung auch meinen 25-OH-D3-Wert bestimmen lassen. Das Ergebnis war niederschmetternd bzw. aufrüttelnd. Die Webseite [[http://www.vitamindelta.de/]] und das dort empfohlene Buch von Dr. von Helden brachten meinem Leben eine unglaubliche Wende. Nicht nur habe ich jetzt wieder richtig viel Energie, kann mich wieder konzentrieren, bin viele Symptome aller Art los – nein, ich bin auch meine Herzrhythmusprobleme los! Seit meiner Vitamin-D-Intensivkur sind sie einfach nicht mehr aufgetreten. Ich kann mich wieder bücken, ich kann essen, was ich will, sogar Aufstoßen ist wieder ohne Herzgeholper möglich. Aber ich bin auch insgesamt viel ruhiger geworden, da hat mir offenbar wirklich etwas gefehlt.

Also, das nur als Anregung, vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen von euch. Abgesehen davon ist es auf jeden Fall sinnvoll, den Vitamin-D-Status bestimmen zu lassen, wenn man auch nur ein paar der auf der oben genannten Webseite aufgeführten Probleme hat, obwohl dieser Labortest von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird; denn dieser Mangel bleibt oft unerkannt, statt dessen werden alle möglichen Einzelsymptome behandelt, ohne dass man an die Wurzel des Übels herankommt. Möglicherweise verständlich wird die Auswirkung von Vitamin D auf Herzprobleme dadurch, dass zum Einen der Calciumhaushalt bei D-Mangel gestört ist, der sich besonders auf das Herz auswirkt, dass aber auch zum Anderen die Magnesiumaufnahme gestört ist, die wiederum für den Herzmuskel wichtig wäre.

Ich wünsche jedem, der es versucht, einen ähnlich durchschlagenden Erfolg, wie ich ihn erlebt habe. Und allen anderen, dass sie ihren Weg zur Besserung finden! Euch noch einmal ein ganz herzliches Danke für die Hilfe hier in diesem Forum, insbesondere an Gerhard und alle anderen, die viel Zeit und Mühe hier hinein investieren.

Alles Gute

Die Neugeborene

LxNM hat geantwortet


Hallo,

ich möchte mich auch gerne dazu gesellen. Ich bin 33 Jahre alt, seit einiger Zeit Nichtraucherin, davor Gelegenheitsraucherin. Ich bin nicht mehr übergewichtig und trinke keinen Alkohol (mehr). Ich kenne das Thema mit den Extrasystolen gut, diese habe ich bereits seit 2004, mal mehr, mal weniger. Damals hatte sich eine Angststörung eingeschlichen...

Vor einem halben Jahr ereignete sich folgendes: ich war etwas in Hektik (das bin ich aber immer). Mitten in der Stadt, nachdem ich aus dem Parkhaus die Treppe hoch gelaufen bin, bekam ich ein komisches Gefühl, irgendwie Beklemmungen und dann Herzrasen. Ich kann im Nachhinein nicht mehr genau sagen, wie es war. Am ehesten so, dass es halt schnell schlug, meinen Puls konnte ich nicht genau fühlen, mag vielleicht aber auch daran gelegen haben, dass ich weiter lief. Ich presste mit meiner Atmung dagegen an und nach einer Minute etwa war es wieder weg. Anschließend habe ich einen Termin wahrgenommen und mich danach aus lauter Angst in eine Uniklinik begeben. Dort folgten EKG, Blutabnahme, Lunge abhören etc. Alles o. B. Diagnose: psychische Ursache. Ich habe dann noch ein Belastungs-EKG gemacht, mehrere einzelne EKGs, eine Magenspiegelung, ein Kopf MRT, eine HNO-Untersuchung (ich hatte einen paroxysmalen Lagerungsschwindel), alles okay.

Jetzt bin ich auf den Trichter gekommen, es könnte sich um Vorhofflimmern gehandelt haben. Hat jemand ähnliches erlebt?

Ich würde mich über Austausch freuen.

Caro

V@idxgi hat geantwortet


@ Neugeborene

Aber aufpassen, ein zu hoher Vitamin D Spiegel kann Vorhofflimmern auslösen, weil der Calciumspiegel im Blut zu hoch ansteigt und das fördert die Bildung von Aktionspotentialen im Herzmuskel. Also den Vitamin D Spiegel kontrollieren lassen. Er sollte zwischen 30 und 60 ng/ml liegen.

Ich nehme übrigens auch Vitamin D, kann aber nicht feststellen, dass das Herz deswegen ruhiger ist.

saofRrei hat geantwortet


@ Neugeborenen

Mit welchen homöopathischen Mitteln konntest du deine ES im Zaum halten?

Geht euch das auch so, dass ihr größere Schwierigkeiten habt, wenn ihr auf der linken Seite schlaft? Dann schlägt das Herz viel schneller, ich spüre es intensiver und das Risiko von ES ist höher.

N'euge~boreene hat geantwortet


@ Vidgi:

Klar, der D-Spiegel darf nicht zu hoch werden. Generell sollte man eine Vitamin-D-Kur bei Herzproblemen nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Ärzte, die sich mit Vitamin D besonders gut auskennen, findet man auch unter obigem Link in der Arztliste. Aber trotzdem danke für den Hinweis!

@ sofrei:

Ehrlich gesagt, weiß ich das gar nicht mehr. Ich bin in konstitutioneller homöopathischer Behandlung und bekomme meine Globuli direkt von der Heilpraktikerin. Grundsätzlich sollte man Homöopathika nicht "weiterempfehlen", denn sie sind eine sehr individuelle Angelegenheit. Was dem Einen ganz viel hilft, ist beim Anderen völlig daneben und tut gar nichts. Deshalb kann man auch, wenn das erste Mittel nicht hilft, nicht sagen "Mir hilft die Homöopathie nicht". Es kann sein, dass der Homöopath nicht auf Anhieb das Mittel gefunden hat, das am besten "passt", und dann hilft es nicht. Je genauer man seine Beschwerden aller Art beschreibt, umso größer ist die Chance, dass das richtige Mittel gefunden wird.

Tut mir leid, aber da kann ich Dir leider keinen guten Tipp geben.

Viele Grüße

g^nagf?lowO880 hat geantwortet


Hallo sigmar_17,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Ablation, vielleicht kannst Du nach einer gewissen Zeit einen kurzen Zwischenbericht geben. Hast Du vor der Ablation regelmäßig Marcumar genommen?

Ich nehme nur ASS100, habe mich bis jetzt immer vor dem Marcumar gedrückt, mein Kardiologe rät mir aber ständig dazu, wegen dem Risiko Schlaganfall, falls sich beim Vorhofflimmern Thromben lösen und in den Blutkreislauf gelangen.

Mein Kardiologe schrieb in seinem Bericht folgendes:

Die Erfolgsaussichten für die Ablation wären bei normal großer Kammer und normal großem Vorhof nicht schlecht, Erfolgsrate ca. 60%. Vor dem Eingriff müßte man zur Sicherheit eine Koronarangiographie (was immer das ist?) durchführen. Wenn bedeutsame Stenosen vorliegen, würde man dem Patient einen Stent geben, danach müßte man mit Aspirin und Plavix mindestens 3 Monate behandeln und könnte dann erst auf die gewünschte Marcumarisierung gehen, so daß eine Ablation erst nach 4 Monaten stattfinden könnte.

Ja, werde mich jetzt intensiv mit dieser Sache beschäftigen. :)^

s#iJgma*r_)17 hat geantwortet


Hallo gnagflow,

herzlichen Dank für deine Glückwünsche. Also bis jetzt (2 Wo nach der Ablation) geht es mir sehr gut, ich fühle mich aufgrund der vorangegangenen Leidensgeschichte wie neugeboren. Ich würde es im Falle des Wiederauftretens von VHF wieder machen lassen, weil oft erst 2 Interventionen zur gewünschten Heilung führen.

Ja, ich habe seitdem das VHF bei mir im EKG "eingefangen" wurde, die Antikoagulation mit Marcumar begonnen und muss sie bis 3 Mo nach der OP weiterführen.

Das Thormbo ASS ist an sich gut aber nur für solche Fälle von HRS, wo keine weiteren Risikofaktoren für einen Schlaganfall vorliegen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßverschlüsse usw.) Da ich Bluthochdruck habe wurde ich von ASS auf Marcumar umgestellt.

Für den Fall, dass nun wirklich alles geklappt hat, werde ich statt Marcumar zur Vorbeugung Thrombo ASS 100 weiternehmen, weil ASS eine sehr gut gesicherte, gefäßschützende Wirkung aufweisen kann, gegen Schlaganfall ist es jedoch nahezu wirkungslos.

Du soltest also auf den Kardiologen hören und doch besser auf Marcumar umsteigen, weil du damit auf der sicheren Seite gegen den gefürchteten Schlaganfall bist.

Eine Koronarangiographie ist eine spezielle, kathetergesteuerte Herzuntersuchung zur Feststellung von allfälligen Gefäßverschlüssen durch abgelagertes Plaque in den Herzkranzgefäßen. Das bedeutet, das über die Leiste ein Katheter in den rechten Vorhof vorgeschoben wird und mit Kontrastmittel die Herzkranzgefäße untersucht werden. Das ist eine Routineuntersuchung und ist abgesehen von der Punktionsstelle in der Leiste schmerzfrei.

Anstelle dieser Untersuchung kann man auch eine HerzCT machen lassen, wobei annähernd das gleiche Ergebnis erzielt werden kann. Voraussetzung aber wäre, dass du erst mal ein BelastungsEKG machen läßt und wenn du dabei die entsprechenden Leistungen auf dem "Fahrrad" erbringst, ein Gefäßverschluss als Ursache für das VHF sehr unwahrscheinlich ist und eben die schonende CT für deren Ausschließung vollkommen genügt.

Darüber hinaus sollte dein Herz zum Zeitpunkt der Untersuchung gerade nicht flimmern sondern im SR sein, da sonst unscharfe Bilder entstehen können.

Dabei wird ebefalls intravenös ein Kontrastmittel verwendet und sodann vom Computer die Situation der Gefäße in Bildern dargestellt. Auch ich habe sie anstelle der Angiographie machen lassen, weil ich zuvor auf dem "Fahrrad" EKG mehr als gute Leistungen erbracht habe.

Solltes du näheres über die Ablation wissen wollen, schreibe mir, es ist wirklich nicht schlimm, doch auch ich hatte große Angst davor.

Aufgrund dieser OP kann ich mich wieder auf den Sommer freuen und eine Urlaubsplanung machen, was vorher nicht möglich war.

Liebe Grüsse

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