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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Hser&zcShe]nx07


Hallo Uscha,

du hast mich wohl nicht richtig verstanden ;-) , ich bezweifle sicher nicht dass Völlegefühl Herzstolpern auslösen kann, aber sich kein Vorhofflimmern bei sonst gesundem Herzen!

Sollte keine Ursache für das Stolpern gefunden werden, sollte man eventuell auch mal an eine psychische Erkrankung denken!

U|scFha


@Herzchen07

Wenn mit Vorhofflimmern Herzrasen z.B. ein Puls von 180 gemeint ist, dann kann dieses durch vollem Magen mit Luft oder Essen ausgelöst werden. Hatte ich erst vor kurzem. Alle meine Befunde des Herzens waren bisher o.B.

Bei mir fühlt sich das erst so an, als ob irgendwas im Brustkorb blubbert - dann hörts auf zu blubbern, oder es fängt an zu rasen. Ich kanns erstmal nicht besser beschreiben.

U[scxha


*:) @:)

G'erhxard


Hallo, alle zusammen!

Ganz so schnell wollte ich mich eigentlich nicht gleich wieder melden, aber ich will es ja, dass Ihr Eure Meinungen und Erfahrungen hier zur Diskussion stellt. Vielen Dank erstmal.

Nun mein Senf dazu und einige Fragen.

Re: Miss Valo

Mir ist aufgefallen, dass diese Extrasystolen/Aussetzer/Stolperer bei mir auftreten, wenn diese Luft "hoch" steigt oder ich viel gegessen habe...

Was ist Luft hochsteigen??

Heute wieder: Eine Extrasystole und als ich tief eingeatmet habe, war dieses Magen/Darm-Grummeln wieder da!

Was ist Magen/Darm-Grummeln??

Hier eine Erklärung: Du verspürtest eine starke Extrasystole (oder war es ein Aussetzer??), holtest tief Luft weil Du Dich dadurch etwas erschreckt hast und dann merktest bzw. hörtest Du ein starkes Darmgeräusch, was dann in ein Grummeln überging.

Was war geschehen? Ein bestimmter Darmabschnitt, ich vermute der Zwölffingerdarm, wurde durch Darmgase so stark aufgeblasen, dass die Nerven in der Darmwand empfindlich gedehnt wurden. Im Stadium der höchsten Dehnung wurden Nervenfasern so gereizt, dass sie einen Impuls zum Herzen gesendet haben (was Äste vom Vagusnerv gern machen) und eine Extrasystole bzw. Aussetzer war die Folge.

Die Erschütterung des Bauchraumes durch die Extrasystole über die Bauchschlagader bewirkte nun das Weiterwandern der Gasblase mit Entspannung und somit ein hörbares Darmgeräusch kurz nach dem Herzstolpern.

So ist es jedenfalls bei mir, abhängig davon, wie empfindlich mein Nervensystem gerade ist.

Hier könnte schon der vorherige Verzehr von histamin- oder glutamathaltiger Nahrung eine Rolle spielen.

Das kann auch die Grundsituation für Herzrasen sein.

Re: Kurtinchen

Für Dich trifft nach meiner Meinung wahrscheinlich das gleiche zu wie bei Miss Valo und somit bei der Mehrzahl der Stolperherzgeplagten.

Schau Dir mal meine Beiträge vom Januar ff. an, da steht eigentlich alles drin, wie es meiner Meinung nach sein könnte. Körperhaltungen, bei denen bevorzugt Extrasystolen ausgelöst werden, hast Du ja auch kennen gelernt. Ist sehr interessant, dass viele über die gleichen Auslöser berichten.

Re: Herzchen07

Uscha hat Dir schon mit dem Wesentlichsten geantwortet.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich auch schon eine Katheterablation hinter mir habe, um mein ständig wiederkehrendes Vorhofflimmern behandeln zu lassen. Ich habe unmittelbar danach beim Ruhigliegen im Druckverband schon gespürt, dass ich kein Glück hatte. Die gleichen zappelnden Gefühle in der Magengegend mit den Extrasystolen waren noch da. Ich musste ja nüchtern sein zur Ablation und dann nach dem ersten Essen ging es wieder los. Nach einem halben Jahr kam dann der erste Rückfall von VF.

Das Krankenhausessen ist oft auch nur ein Cocktail aus Fertiggerichten. Wenn da ein Inhaltsstoff eine Unverträglichkeit hervorruft und beispielsweise das Nervensystem reizt und empfindlich macht, so können auch die Reizleitungen des Herzens, die ja auch nur Nerven sind, empfindlich auf Impulse von den Magennerven werden.

Also ich teile da nicht ganz Deine Meinung. Ich bekomme auch Vorhofflimmern trotzdem mein Herz gesund ist oder zumindest sein soll lt. Ärzte.

Ich habe Deine Berichte in

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/324311/1/]]

gelesen, da würde ich doch mal nach Alternativen ausschauen und hier bei uns im Forum bleiben.

Das mit dem Wetter, wie Du es beschreibst hat schon was auf sich, besonders Sturmtiefs. Warum das Herzstolpern mal da ist und mal weg, kann schon etwas mit der Ernährung zu tun haben, obwohl Du nicht dran glaubst.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Re: Uscha

Das mit der Gewichtsabnahme stimmt 100%ig, man möchte es nur am liebsten nicht wahrhaben. Ich hatte ja auch schon mal von mir darüber berichtet, als ich vor 3 Jahren plötzlich mal von 75 auf 62 kg unfreiwillig abgenommen hatte und meine Rhythmusstörungen weg waren. Jetzt versuche ich gezielt mein Gewicht von wieder 75 kg zu reduzieren und bin momentan bei 72 kg. Ich muss sagen, es geht mir aber schon besser. Als Strategie habe ich mir etwas mehr Bewegung und etwas weniger zu Essen ausgesucht.

Es macht jedes Pfund was aus, besonders wenn es vom Bauchfett, was allgemein in Verruf geraten ist, abgeht.

Das mit dem Blubbern in der Brust, was Du an Herzchen07 geschrieben hast, musst Du noch mal etwas genauer beschreiben. Das kann lustig werden.

Das war’s für heute und viele Grüße.

Tschau *:)

U~scxha


@Gerhard

Das kann ich nicht wirklich gut beschreiben - dieses Blubbern. Wenn sich mein Herz überschlägt oder aus dem Takt kommt, dann fühlt es sich an, als wenn was im Brustkorb blubbert bis zum Hals hoch. Na Stolpern halt. Schnelles Stolpern.

Was mir noch aufgefallen ist - man kann durch Atmung viel erreichen. Ich persönlich atme meistens zu flach, weil durch mein Übergewicht die Hosen kneifen, habe ich es mir angewöhnt. Habe mal eine Zeit lang bewußt tiefer geatmet, oder nach einem Stolperer für ein paar Atemzüge bewußt bis tief unten in den Bauch geatmet, dann gings mir besser. (Hände unterm Bauchnabel auf den Bauch legen und dahinatmen). Das hilft auch in unruhigen Momenten.

Ich glaube, daß bei mir persönlich das Zwerchfell damit zu tun hat - und man kann ja das Zwerchfell duch Atemübungen trainieren. Und wie, das kriege ich auch noch raus.

Liebe Grüße aus der Uckermark

*:) :)D

VFidgxi


Atemübungen mit rhythm. Muskelentspannung/-spannung

Hej, Uscha,

ich beschreibe mal die Atemübungen, die ich mache und die mir sehr gut tun. Kann man sehr gut im Bett machen.

Tief ausatmen, dann tief einatmen, vom Bauch beginnend nach oben. Den gesamten rechten Arm (einschließlich Hand und Schulter) als Ganzes anspannen und dabei ausatmen, Muskeln entspannen und einatmen, Arm anspannen und dabei ausatmen, entspannen und einatmen. Bei der Ausatmung stelle ich mir vor, das ich mit der Muskelantspannung die Luft auspresse, die Einatmung erfolgt ganz natürlich von selbst. Das Ganze 10 mal. Um nicht zu hyperventilieren, soll die Ausatmung länger sein, als die Einatmung. Wenn mir schwindlig wird, habe ich zu schnell geatmet und mache eine Pause, danach versuche ich, ruhiger zu atmen und länger auszuatmen. Auf jeden Fall sollen Aus- und Einatmung und Muskelanspannung und –entspannung immer verknüpft sein. Nach dem rechten Arm das gleiche mit dem linken, dann abwechselnd rechter und linker Arm, dann beide, jeweils 10 mal. Danach das gleiche mit Bauch und unterer Rückenmuskulatur, dann Brustkorb. Schließlich kommen die Beine, rechts 10 mal, links 10 mal, abwechselnd 10 mal und gleichzeitig 10 mal. Zuletzt Arme, Beine und Rumpf gleichzeitig.

Mit dieser Vorgehensweise erreicht man eine vertiefte Atmung, eine gute Entspannung, eine Tiefenwirkung auf die Organe, Massage der Bauchorgane und eine Entlastung des Herzens (durch die rhythmische Muskelspannung und –entspannung). Der ganze Körper wird sozusagen durchbewegt, ohne dass man sich sehr anstrengen muss. Wie sehr man sich anstrengt, kann man selbst steuern. Man kann auch mit weniger als 10 mal anfangen oder steigern, indem man die Übung öfter am Tag macht. Für einen Durchgang brauche ich etwa 15 – 20 Minuten. Mein Herz stolpert anfangs oft ein bisschen, dann mache ich mit weniger Anstrengung und langsamer weiter. Am Ende ist es immer ganz ruhig und ich fühle mich wunderbar. Es hat auch eine ausgleichende Wirkung auf Parasympathikus und Sympathikus. Es gibt auch ein Buch dazu, aber da man hier keine Werbung machen soll, weiß ich auch nicht, wie man das vermittelt. Diese Übungen sind jedenfalls nicht von mir erdacht. Ich glaube, sie sind ganz anders als die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, die ich nicht näher kenne.

Liebe Grüße aus Östergötland, Vidgi

Uhscha


@Vidgi

OB man hier den Titel eines Buches reinstellen darf, weiß ich nicht, habe aber schon einige Buchtipps hier bei med.1 gesehen bzw. gelesen.

Du kannst mir ja auch eine PN zukommen lassen, in dem der Titel und Autor des Buches stehen. Danke im voraus!

Liebe Grüße aus der Uckermark *:)

nDaGla7x7


Hallo an alle

Auch ich habe oft so ein sch.... Herzrasen.Habe es auch oft wenn ich einen längeren Satz spreche.Hört sich doof an ich weis aber es ist leider so.Meistens im sitzen.Ich habe dann so ein komisches Gefühl in der Brust als würde Luft hochsteigen und dann bekomm ich Herzklopfen und Angst.Oft bekomme ich auch Herzrasen beim Bücken oder strecken ,bin angeblich auch Herzgesund.Leider bin ich auch Raucher kann das die Beschwerden noch verschlimmern.war auch schon vier mal im Krankenhaus aber es wurde nichts gefunden.Achja und wenn ich kohlensäure haltige getränke trink habe ich das auch öfters.Freue mich über Antworten

UKschxa


@nala77

Das was du beschreibst kenne ich auch.

Entweder es passiert, wenn ich einen längeren Satz spreche, ohne Luft zu holen oder wenn ich mich vor Lachen mal nicht einkriege und vergesse Luft zu holen.

Im Krankenhaus war ich mit meinen Herzrhythmusstörungen auch schon oft, wenn das Herzrasen nicht von alleine weg ging. Mal blieb ich ne Woche, mal nur zwei Stunden.

Versuch doch, auf Getränke ohne Kohlensäure umzusteigen. Ich trinke momentan nur stilles Wasser - ist gewöhnungsbedürftig, aber jetzt trinke ich es gerne. Kaffe trinke ich momentan auch nicht mehr, weil der mir irgendwie nicht bekommt.

Heute Morgen bin ich mit totalem Blähbauch aufgestanden und hatte auch wieder so einen Stolperer.

8-)

i%na5x9


Hallo an alle in dieser Runde

mit großem Interesse verfolge ich nun einige Zeit diese Diskussion.Als erstes möchte ich dem Gerhard meine große Bewunderung aussprechen,ganz ehrlich Hut ab.

Aufgrund seiner Erkenntnisse,die er schon sehr gut in der ersten Seite beschrieb , ist es mir gelungen diese schrecklichen "Herzrasattacken" ganz schnell zu unterbinden. Schon seit langer Zeit´es sind mittlerweilen 13 Jahre'belasten einige Störungen rund um das Herz, sowie Magen-Darm-Probleme mein gesammtes Leben.

Ich habe bei Ärzten gute wie auch schlechte Erfahrungen gemacht.Bin immer,aber auch immer parallel beim Kardiologen und beim Internisten wegen Magen Darmerkrankungen gewesen.

Habe Beschwerden des Herzens wie schon auf vorherigen Seiten beschrieben ,Entzündungen des Dünn-u. Dickdarms,Reizdarm der üblen Sorte,sowie ein nervöser Magen.

Nach dem Verzehr von Fertiggerichten,Eis,Rotkohl Sauerkraut u.a. habe ich hin und wieder so fürchterliche Luft im Bauch,sowie Durchfall Krämpfe Schmerzen usw.

Aber jetzt das Wichtigste:Das Ganze wird jedesmal begleitet von Herzrasen, ES, Rhythmusstörungen und Stolperern.

Nach Jahren gelang es mir herauszufiltern,was ich überhaupt noch essen darf ohne zu leiden. Von allen Spezialisten bekam ich gleich null Hinweise. Es wurde fast alles auf die Psyche geschoben.

Aber diese machte mir nur Probleme bei solchen Antworten. Mein Kinderarzt (er sah mich oft leiden wenn eines meiner Kinder krank war und ich dort in Tränen ausbrach)

Er gab mir den Tip,auszuprobieren,wie es ist mal Wurst und Fleisch wegzulassen. Und siehe da ein erster Erfolg.

Das ganze zieht einen roten Faden durch die letzten 13 Jahre unseres Lebens hier.

Klar verkneife ich mir nicht immer meinen Appetit auf 'VERBOTENES'

Dann ist nur sicher,daß alles wieder von vorn beginnt.

Gestern,als ich mal wieder schreckliches Herzrasen vom auch schon beschriebenem Bücken hatte,erinnerte ich mich an Gerhard´s Worte,2Finger oberhalb des Bauchnabels Druck auszuüben, um das Ganze zum Ende zu bringen. E S H A T G E K L A P P T . Und es war kein Zufall weil es mir heute schon 2 mal gelang das Rasen nach ein paar Sekunden wie auf Knopfdruck abzustellen.

Es würde mich sehr interessieren,ob noch jemand die gleichen guten Erfahrungen gemacht hat.

Ganz viele Grüße an alle in dieser Runde *:) *:) *:)

n7al5a77


Hallo

Das ist ja interresant mit den zwei Fingern.Ich habe das noch nie probiert wenn ich so Herzrasen hatte.Ich trinke da meisten ein kaltes Glas Wasser hilft auch meistens.Wie macht ihr das genau mit dem drücken .Macht ihr das im stehen oder sitzen oder wie funktioniert das .Bin über jede Antwort dankbar

iUna5x9


hallo nala

Dieser Druckpunkt im Oberbauch mit dem es mir gelang,Herzrasen oder schnelles Herzklopfen zu beenden, wurde schon von Gerhard auf Seite 1 dieser Diskussion (Beitrag vom 20.1.07),und auf Seite 4(Beitrag vom 10.5.07) genau beschrieben.

Aufgrund dieser Berichte und den Schilderungen über Beschwerden von allen Anderen in dieser Diskussion ist es mir gelungen,einen Zusammenhang zwischen Magen-Darm-Beschwerden und Störungen des Herzens zu finden.

Ich bin darin bestätigt worden,daß bei Verzehr bestimmter Nahrungsmittel immer wiederkehrende,manchmal sehr quälende Herzbeschwerden tatsächlich sein Können.

Kein Arzt fand das heraus,keine schriftlichen Informationen konnte ich ausfindig machen.

Nur immer die Niederlage und das Gefühl der Machtlosigkeit meinem Körper gegenüber.

Nachdem ich nun besagte Berichte las,kam Schritt für Schritt das große Erstaunen und die Erkenntnis,daß man nicht alleine war. Dieses Gefühl war unbeschreiblich.

Noch unbeschreiblicher war der Vorfall über den ich noch schnell berichten möchte.

Und zwar nachdem ich bei einer Geburtstagsfeier mal wieder über die Stränge schlug,und abends schreckliches Herzrasen bekam, erinnerte ich mich an diese Stelle ca 3 cm über dem Bauchnabel. Man kann versuchen diesen Punkt mit den Fingern einzudrücken, und mit kreisenden Bewegungen zu massieren.

Schnell getan funktionierte es auch gleich.

Zuerst dachte ich,das kann doch nicht sein. Dann glaubte ich an einen Zufall. Erst als es mir in 2 Tagen 4 mal gelang, die Sache so bei Beginn ganz schnell zu unterdrücken, wußte ich,daß dem nicht so war.

Mittlerweilen hat sich der Bauch wieder beruhigt,und die Herzbeschwerden klingen so langsam ab.

Ich weiß jetzt auch daß es sich wirklich lohnt, mein Körpergewicht um einiges zu reduzieren,da alle in dieser Diskussion bestätigten daß die Herzbeschwerden dann ganz weg sind.

Ich freue mich sehr über den neuen Anfang mit neuem Mut und hoffe, daß noch viele Leidgeplagten diese gleichen Erfahrungen machen können!!!

Viele Grüße *:)

Vjidgsi


Hockversuch, Druckpunkt über dem Nabel

Hallo Gerhard,

wahrscheinlich hast du schon alles im Internet über Hockversuch und ähnliches durchsucht, aber ich gebe hier trotzdem diese interessante Internetadresse weiter: [[http://www.neuro.med.tu-dresden.de/anf/PDF/IntroANSDiagnostik.pdf]]. Ist vielleicht nicht ganz leicht zu lesen. Ich arbeite mich gerade durch dieses Thema. Speziell ab Abschnitt 7.2 wird es dann interessant, etwas weiter unten kommen auch die Funktionstests. Wenn ich mal meine Histamintheorie beiseite lasse, scheinen diese Auslöser, wie plötzliches Aufstehen, aus der Hocke hochkommen, nach vorne beugen, zu starke anhaltende geistige Konzentration (siehe arithmetischer Test) etc. auf eine Instabilität bzw. Fehlfunktion des autonomen Nervensystems hinzuweisen, welcher Art auch immer. Ich bezweifle, ob man das lösen kann, indem man irgendeinen Nerv durchtrennt. Ich glaube, dass die Geschichte sehr komplex ist und die Ursachen vielfältig sind, von Stoffwechselstörungen bis hin zu Nervenschädigungen. Ich frage mich, warum man bei Vorhofflimmern keine solchen Funktionstests macht ??? Vielleicht lebst du ja in der Nähe von so einem Funktionslabor? Es würde mich interessieren, was du aus dem Artikel herausholen kannst.

Hallo, Ina59 was das Pressen dieses Punktes oberhalb des Nabels betrifft, so versuche ich das zwar auch, aber ich bin da etwas vorsichtig. Schließlich ist das so ähnlich wie bei der Halsschlagader, dass durch den Druck die Herzfrequenz gesenkt wird, eventuell bis zum Stillstand, wie auch Gerhard gesagt hat. Das könnte auch ins Auge gehen. Der Solarplexus ist eine empfindliche Stelle, die auch im Kampfsport angewendet wird, um jemanden k.o. zu schlagen. Ich möchte deine Begeisterung nicht dämpfen, möchte das aber zu bedenken geben.

Ich werde mich weiter mit diesen Funktionstests befassen und hoffe, etwas Nützliches zu finden.

Schöne Grüße,

Vidgi

i@nxa59


Hallo Vidgi

Vielen Dank erst einmal für deinen Beitrag ! Ich habe ihn mit großem Interesse gelesen,und muß sagen,daß ich gleiche Informationen von meinem Cardiologen bekam,bei dem ich regelmäßig in Behandlung bin.Er hörte sehr aufmerksam zu und befasste sich tätsächlich fast 20 Min. mit dem Thema.Letztendlich wurde mir klar,daß die ganze Sache doch lieber ´"mit Vorsicht zu genießen ist".

Aufgrund eurer Diskussion hier in diesem Forum habe ich überhaupt nach 13 Jahren das erste Mal Anhaltspunkte für meine Herzstörungen erlangt,die mir Antwort auf viele unbeantwortete Fragen erlaubten. So ist es mir z.B.gelungen,da ja die Aussetzer bei mir durch bücken,verschiedene Nahrungsmittel usw ausgelöst werden,dementsprechend zu reagieren,und diese Faktoren zu vermeiden.Wenn man sich z.B mit etwas gespreizten Beinen in einer Art Hockstellung bückt,umgeht man dem Druck des Bauches auf die Oberschenkel ganz gezielt,und die gefürchteten "Aktionen des Herzens" bleiben aus. Diese Hocktechnik ist mir noch gut aus der Zeit meiner 3 Schwangerschaften in Erinnerung.

Da ich mehrere Grunderkrankungen habe(Lungenembolie beider Lungenflügel nach nicht erkannter tiefer Beinvenenthrombose li, außerdem eine latente Schilddrüsenunterfunktion,)bin ich dankbar für jede neue Erkenntnis auf diesem Gebiet.

Ich habe mittlerweilen gelernt,daß diese Grunderkrankungen mit den Herzstörungen,über die hier diskutiert wird,nicht in Verbindung zu bringen sind.So jedenfalls die Aussage meines Arztes.

Auf jeden Fall bin ich auf neue Erkenntnisse,was die Funktionstests betrifft,sehr gespannt. Würde mich auch sehr freuen,wenn du hier wieder davon berichten würdest.

Lieben Dank und viele Grüße

V1idgxi


Noch einmal Hockversuch

Hatte heute Nacht Gelegenheit, etwas auszuprobieren. Um 4 Uhr nachts wachte ich auf und wollte auf die Toilette gehen. Leider richtete ich mich zu schnell auf und fühlte, als ich auf der Bettkante saß, dass Vorhofflimmern anfing, also eine völlige Arrhythmie. Mein Herz war schon die Tage vorher unruhig gewesen, d.h. sehr viele Extrasystolen und war daher leicht empfänglich bzw. instabil. Als erstes versuchte ich es mit dem Druckpunkt über dem Nabel, was aber nichts brachte. Dann dachte ich an den Hockversuch. Ich ging also auf dem Boden in die Hocke und mein Herz kam sofort in den normalen Rhythmus mit einem ruhigen, kräftigen Puls. Was nun? Ich musste ja wieder hoch, mit der Gefahr erneuten Flimmerns. Vorsichtig richtete ich mich auf und da war es wieder. Jetzt versuchte ich es anders. Hocken auf der Bettkante, ich zog einfach nur die Knie vor die Brust. Sofort wurde mein Herzrhythmus wieder normal und nach einer längeren Weile senkte ich langsam meine Beine und alles blieb ruhig. Danach konnte ich rumlaufen und auch weiterschlafen. Es trat kein Vorhofflimmern mehr auf.

Erklärung: durch den erhöhten Druck im Bauchraum vermitteln die Druckrezeptoren in der Aorta dem Gehirn: erhöhter Blutdruck. Daraufhin wird die Frequenz gesenkt, um den Blutdruck zu senken. Das wirkt sich auch günstig auf den Rhythmus aus. Beim Aufrichten aus der Hocke geschieht das Umgekehrte, der Druck im Bauchraum und der Blutdruck sinken, Erhöhung der Frequenz und gegebenenfalls Rhythmusstörungen. Ich habe versucht, nur die erste Hälfte des Hockens auszuführen, die die Frequenz senkt, also den Parasympathikus stimuliert.

Ich glaube, dass das bei mir nur hilft, wenn ich das Vorhofflimmern im Anfang erwische. Wenn es sich eingespielt hat, wird es schwieriger, es zu beenden, aber mit genau dieser Vorgehensweise habe ich es noch nicht probiert.

Im Prinzip ist es ja so, dass das autonome Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) ständig reguliert. Erreicht irgendeine Funktion einen zu hohen Wert, so tritt eine Gegenregulation ein. Das kann man ausnutzen. Das passiert auch, wenn Gerhard sein Vorhofflimmern beendet, indem er auf dem Heimtrainer strampelt. Er treibt seinen Sympathikus so an, bis eine Gegenregulation eintritt. So denke ich mir das jedenfalls.

So viel für heute.

Grüße, Vidgi

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