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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

G<eNrhaxrd


Hallo liebe Mitforscher,

vielen Dank für die eingegangenen Beiträge seit meinem letzten Auftritt hier am 19. Mai auf Seite 68.

Es ist so viel Wissenswertes dabei, dass ich eigentlich nur noch in 2 Kategorien sortieren kann, nämlich "zutreffend" für meine hochfavorisierte Hohlvenen-Kompressions-Theorie oder "nicht zutreffend". Selbst nur diese zwei Entscheidungen richtig zu treffen ist manchmal sehr schwierig, so komplex ist dieses Thema.

Besonders hervorheben möchte ich Dein Arrangement @klampfer62 und ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner geplanten Ablation am 9. August. @:) Dein Dialog mit @sigmar_17 ist ja fast schon professionell und enthält für Ablationsinteressierte sehr viele nützliche Informationen.

Deine persönlichen Berichte könnte ich in der Zeit geschrieben haben, als ich noch nicht die Hohlvene im Visier hatte. Aber wie dem auch sei, ich habe ja auch noch keine fachlich verbindlichen Hinweise für die Richtigkeit meiner Theorie. Sie hat sich im Zusammenhang mit meinem paroxysmalen Vorhofflimmern herauskristallisiert und könnte bei der allgemeinen Ursachenfindung mit berücksichtigt werden.

Meine bisherigen Bemühungen, diese für mich durchaus nachvollziehbaren Zusammenhänge der Fachwelt zugänglich zu machen, scheiterten immer am fehlenden Interesse der Kardiologen. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass Ursachen dieser Art von Herz- Kreislaufstörungen leider nur noch nicht richtig erkannt werden. Hier erkenne ich ja paradoxerweise sogar einen möglichen Sinn von Extrasystolen.

Ich mache solange auf diese Theorie aufmerksam, bis sie von kompetenter Seite her bestätigt oder widerlegt wurde.

Deshalb werde ich meine "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" doch noch einmal zusammengefasst hier präsentieren.

In die Liste der Übeltäter geriet die Hohlvene schon vor 3 Jahren, als ich diesen Beitrag schrieb:

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/11480090/]]

Was mir immer öfter bestätigt wird ist, dass bei sehr vielen Betroffenen das Vorhofflimmern zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr beginnt. Das sieht man auch wieder in den klassischen Beispielen von @Galandriell und @RheinMain. Da wollen uns die Experten lehren, es sei eine Erkrankung des Alters, wenn schon eine entsprechende Grunderkrankung vorhanden ist.

Die Grunderkrankung in so jungen Jahren ist, so denke ich, eine erhöhte Sensibilität der Dehnungsrezeptoren in den Herzvorhöfen, die zu empfindlich auf Kompressionen der Hohlvene reagieren. Begünstigend wirkt sich dabei eine schlechte Ernährung aus, besonders mit viel Histamin und bestimmten Eiweißen.

Das trifft nicht nur für Vorhofflimmern zu, auch Herzrasen, Bigeminus und Extrasystolen könnten sinngemäß ähnliche Ursachen haben.

Kein Arzt scheint es für möglich zu halten, aber auch keiner liest mir die Leviten wegen dieser Behauptung.

Somit bleiben es offiziell nur "wahre" Vermutungen, mehr nicht.

Liebe Grüße und

Tschau *:)

G&er<har$d


Extrasystolen – nur eine Laune der Natur?

Hohlvenen-Kompressions-Theorie

1. Einleitung

Extrasystolen gehören zu den häufigsten Gründen, eine kardiologische Praxis aufzusuchen.

Sie sind, wie ich behaupte, Teil eines ausgeklügelten Schutzsystems unseres Körpers, welches den Blutkreislauf in speziellen Notsituationen aufrechterhält.

Eine solche Situation tritt beispielsweise ein, wenn die untere Hohlvene im Oberbauchbereich komprimiert wird oder auch beim Abknicken, Zerren und Verdrehen der Vene direkt am rechten Herzvorhof.

Diese Komplikation bedeutet eine ernste Gefahr für den gesamten Blutkreislauf, da innerhalb von Sekunden kein oder nur sehr wenig Blut zur Verfügung stehen kann.

Auf diese Druckschwankungen reagieren die im rechten Vorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren sehr empfindlich. Sie melden an das Kreislaufzentrum im Gehirn eine Blockade, die in den meisten Fällen durch Blähungen im Oberbauch entsteht.

Daraufhin löst die zentrale Kreislaufsteuerung Extrasystolen aus, um mit deren Pulswellen die umklammerte untere oder auch obere Hohlvene wieder zu befreien. Bleibt der venöse Rückstrom weiterhin gestört, erhöht das Herz dann sofort die Frequenz und den Blutdruck.

Andere "Rhythmusstörungen", wie Tachykardie, Bradykardie, Bigeminus oder Vorhofflimmern, können bei so einem Notfall helfen, das "noch" zur Verfügung stehende Blut, so rationell wie möglich in den Kreislauf zu pumpen.

Es gibt kaum eine andere Alternative in so einem Fall, denn wie sonst sollte die Störung vor dem rechten Herzen - bei der ja eine Ohnmacht droht - beseitigt werden? Dies ist die einzig sinnvolle Erklärung für das häufige Auftreten solcher relativ harmloser Herzrhythmusstörungen.

2. Entstehung von Hohlvenenkompressionen mit vermindertem venösen Rückstrom

Eine solche Verengung der unteren Hohlvene kurz vor dem Herzen kommt meist durch aufgeblähte benachbarte Organe, in Verbindung mit bestimmten Körperhaltungen, zustande. Auch krummes Sitzen vor dem Computer oder im Auto, Beugen, Bücken, Hocken, Strecken; aber auch opulente Mahlzeiten, Luftschlucken, schnelles Sprechen, herzhaftes Lachen, Niesattacken, Frieren, Würgen und Erbrechen, d.h. einfach alles, was die Platzverhältnisse im Bauchraum negativ beeinflusst, kann somit den Blutrückfluss zum Herzen beeinträchtigen.

Durch Verlagerung bzw. Verdrehung des Herzens wie bei Zwerchfellhochstand oder bei bestimmten Bewegungen, könnten direkt am Herzen sogar beide Hohlvenen abgeknickt werden.

Eine Häufung solcher Ereignisse scheint das Liegen auf der linken Seite zur Folge zu haben, was ursächlich möglicherweise auf die Lageveränderung der schweren Leber zurückzuführen ist. Diese ist verwachsen mit der unteren Hohlvene und könnte solche Abknickungen nahe dem Herzen verursachen. Außerdem wird bei Linkslage die Magenentleerung behindert.

Bei bereits schon kritischem Platzmangel im Bauch können durch bloße Anspannung des Bauchmuskels innere Organe gegen die untere Hohlvene gedrückt werden. Den gleichen Effekt kann ein tiefes Einatmen haben, wenn sich das Zwerchfell mit der daran verwachsenen Hohlvene in den Bauch hinein wölbt und dabei das Herz verlagert oder verdreht wird.

Der venöse Rückfluss zum Herzen kann auch durch falsches Atmen und dadurch auftretenden Überdruck in der Lunge gestört werden. So wird die untere und die obere Hohlvene verengt.

An Fehlbildungen der unteren Hohlvene, die etwa bei 5% der Bevölkerung vorkommen, muss auch gedacht werden. Außerdem können Verwachsungen mit benachbarten Organen zu Bewegungseinschränkungen und somit auch zu Blockaden führen.

Durch in der Nahrung aufgenommenes und auch durch vielerlei andere Vorgänge im Körper angehäuftes Histamin werden Voraussetzungen geschaffen, dass solche wie hier beschriebene Vorgänge entstehen können (Verdauungsstörungen – Blähungen). Da Histamin die glatte Muskulatur der Hohlorgane kontrahiert, können sich auch die Hohlvenen verkrampfen.

3. Reaktionen des Kreislaufzentrums auf die Rückflussstörungen

Durch Komprimierung der unteren Hohlvene wird der Blutrückstrom zum Herzen gestört. Sofort melden die im rechten Herzvorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren an das Kreislaufzentrum des Gehirns den Blutmangel. Wie sensibel diese Drucksensoren reagieren, hängt auch davon ab, ob sie durch aggressive Stoffe im Blut (Alkohol, CO², etc.) vorgeschädigt sind oder wie sie zum aktuellen Zeitpunkt gerade gereizt werden.

Weil diese Störungen hauptsächlich durch Gasblasen im Darm verursacht werden, versucht das Herz erst einmal mithilfe von Extrasystolen im Bauchraum Pulswellen zu erzeugen, um mit diesen Erschütterungen eine mögliche Blockade zu lösen. Das Gleiche wird erreicht, wenn wir uns durch den Extraschlag erschrecken und dadurch unsere Körperhaltung ändern oder aufspringen.

Darum hört man bei fast jeder Extrasystole kurz nach der Pulswellenerschütterung laute Bauchgeräusche, welche durch wandernde Gasblasen verursacht werden.

Wie sollte eine gequetschte Hohlvene sonst noch befreit werden? Wenn der Betroffene schläft oder schon ohnmächtig ist, wäre es doch die einzige Möglichkeit.

Solche Rückflussbehinderungen beginnen schleichend. Der Betroffene merkt oft noch gar nichts von diesem Blutmangel, da sprechen die Dehnungsrezeptoren schon darauf an.

Die Saugwirkung der rechten Herzkammer erzeugt einen gewissen Unterdruck im rechten Vorhof und in den Hohlvenen, also im Messbereich dieser Rezeptoren. Es ist damit ein Notfall, denn innerhalb kürzester Zeit könnte eine Ohnmacht drohen.

Das Herz kann aber nur so viel Blut durch den kleinen und den großen Kreislauf pumpen, wie im rechten Vorhof im Augenblick gerade ankommt und keinen Tropfen mehr.

Also muss es das wenige Blut so effizient wie möglich einteilen, um die Blutversorgung, so gut es geht, aufrecht zu erhalten. Das kann auch bedeuten, dass das Herz aus rationellen Gründen mit einer sehr hohen Frequenz schlagen muss, um jeweils nur eine kleine Menge Blut zu pumpen (Tachykardie) oder mit einer sehr niedrigen Frequenz, aber dafür mit vollen Kammern (Bradykardie). Auch ein vollkommen unrhythmisches Pumpen, wie bei der absoluten Arrhythmie (Vorhofflimmern) kann sinnvoll sein, wenn immer nur das Blut gepumpt wird, was gerade verfügbar ist.

Der Sinusrhythmus wirkt sich bei solchen unkontinuierlichen Rückflussverhältnissen störend aus, da er den Füllstand der Vorhöfe und Kammern nicht berücksichtigt.

Ein Luftschnorcheln wie bei einer Kreiselpumpe, die nicht genügend Wasser zur Verfügung hat, ist ja nicht möglich. Also "nuckelt" das Herz bei jeder stattfindenden Kontraktion an diesem dicken Blutschlauch, was dann bis in den Bauch hinein zu spüren ist. Der dabei auftretende gewisse Unterdruck begünstigt regelrecht das weitere Verengen der Vene.

4. Persönliche Beobachtungen

4.1 Mein krabbelndes - zappelndes Gefühl zwischen Bauchnabel und Brustbeinknorpel, was bei mir seit 30 Jahren Vorhofflimmerattacken ankündigt, ist sicher dieses auf die Hohlvene übertragene Vibrieren.

Weiche Knie, als Zeichen einer Kreislaufschwäche, verspüre ich immer sofort beim Auftreten dieses Gefühls. Durch sofortige tiefe Fingerdruckmassage von rechts nach links an dieser Stelle, kann ich eine Steigerung bis zum Vorhofflimmern in den meisten Fällen verhindern. Abgehende Gasblasen im Darm bringen sofort Erleichterung. Wenn das Vorhofflimmern ausgelöst ist, hilft die Massage nicht mehr. Es hält dann solange an, bis die neuen Druckverhältnisse für die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen als Norm gelten und das kann unterschiedlich lange dauern.

4.2 Ich habe ein spezielles Schema erkannt, nach dem aus diesem Gefühl heraus Vorhofflimmern entsteht, also von einer blockierten unteren Hohlvene ausgehend.

Wenn während einer beginnenden, fast noch unbemerkten Blockierung der unteren Hohlvene, aus irgendeinem Grund (Angst, Schreck, Anstrengung, spontane Bewegungen, Adrenalinstoß) die Pulsfrequenz steigt, so kann es bei mir spontan zu der Reihenfolge Extrasystolen-Herzrasen-Vorhofflimmern kommen. Das Gleiche geschieht auch, wenn zu der sich anbahnenden Blockierung ein Umstand hinzu kommt, der die Kompression noch verstärkt (Bücken, Beugen, Hocken, Strecken und alles wobei der Bauchmuskel angespannt wird).

Eine Erhöhung der Herzfrequenz verringert durch die Saugwirkung noch mehr den venösen Druck im Bereich der Dehnungsrezeptoren und erleichtert so auch das weitere Zusammendrücken der Hohlvenen.

4.3 Die dabei auftretende Dyspnoe mit subjektiv empfundener Atemnot bzw. erschwerter Atmung, passt auch zu allen anderen Arten von Hohlvenenkompressionen. Die Betroffenen empfinden dabei den Blutmangel als Sauerstoff- bzw. Luftdefizit.

Beim Mittagsschlaf nach üppigen Mahlzeiten, auf der linken Seite liegend oder in Bauchlage, ist es in der Phase des Wegdösens bei mir schon öfters zu so einer Situation gekommen. Dabei empfinde ich im Halbschlaf extreme Atemnot, wobei Atemintensität und Herzfrequenz erheblich ansteigen. Durch die intensivere Atmung wird das Problem nicht behoben, doch ein Lagewechsel auf den Rücken nach dem Erwachen bringt sofort Erleichterung.

Gmerhaxrd


Extrasystolen – nur eine Laune der Natur?

Fortsetzung

4.4 Täglich werde ich an diese "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" erinnert, wenn ich beim Auslösen von Extrasystolen eine Analyse mache, warum ausgerechnet zu dieser Zeit wieder solche Exemplare durch die Adern schießen. Ich finde fast immer zugehörige Parallelen, die mir einen Zusammenhang mit dieser Theorie bestätigen.

Eindeutig sind bestimmte Körperbewegungen (meist nach links!), bei denen unwillkürlich Extrasystolen ausgelöst werden. Eindeutig ist auch, dass fast immer unmittelbar danach Gasblasen im Magen oder Darm hörbar und fühlbar weiterwandern, was dann sofort irgendwie Erleichterung bringt. Immer wird es auch begleitet von diesem krabbelnden – zappelnden Gefühl zwischen Brustbeinknorpel und Bauchnabel.

Gerade dieses Gefühl verspüre ich schon mehr als 30 Jahre unmittelbar vor Auslösung von paroxysmalen Vorhofflimmern (bin jetzt 69). Die ersten Jahre traten diese Episoden, die mitunter wochenlang anhielten, nur nach jeder Art von Würgen und Erbrechen auf. Dabei spielte es keine Rolle, wie ich im Laufe der Zeit bemerkte, ob ich vorher Alkohol getrunken hatte oder nicht.

Hierbei könnten doch auch die Hohlvenen direkt am Herzen durch die intensiven Zwerchfellkontraktionen abgeknickt worden sein. Immer mehr stellte sich heraus, dass Verdauungsstörungen mit Blähungen beteiligt sind. Seit ich dieses unverwechselbare Gefühl im Oberbauch als Vorboten identifiziert habe und sofort bei dessen Auftreten mit einer speziellen Massage an dieser Stelle beginne, ist Vorhofflimmern bei mir sehr selten geworden. Solche Vorboten gibt es aber fast jeden Tag, je nachdem was ich gegessen habe und wie gesund gerade mein Verdauungstrakt ist. Das letzte Mal hatte ich VHF 2009, als ich in der Öffentlichkeit nicht schnell genug mit Massieren beginnen konnte.

Ohne mein Insiderwissen und die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt zu handeln, hätte ich bestimmt schon lange permanentes Vorhofflimmern.

5. Nebenbetrachtungen

5.1 Ich meine also, dass Extrasystolen, neben Blut pumpen auch noch die Fähigkeit haben, das Kreislaufsystem effektiv zu schützen.

Gibt es möglicherweise nur deshalb die unterschiedlichen Extrasystolen SVES - vom Vorhof oder VES - von der Kammer ausgehend, weil sich in den Vorhöfen und in den Kammern solche Sensoren befinden, also je nachdem wo der Notfall bemerkt wird?

5.2 Es gibt mysteriöse Ereignisse, wo diese Theorie durchaus auch zutreffen könnte wie z.B. beim noch immer rätselhaften "plötzlichen Kindstod". Hat man schon mal ins Kalkül gezogen, ob die Ursache nur der aufgeblasene Magen oder Darm war, der die untere Hohlvene blockiert hat? Oder hat möglicherweise ein Arm des Kindes, auf dem es bei Bauchlage gelegen hat, diese Wirkung noch verstärkt? Keiner weiß es genau, aber auf dem Bauch sollen bei solchen Ereignissen die meisten Babys gelegen haben. Im Nachhinein wird man kaum eine konkrete Ursache finden.

Sicherlich ist es auch sehr schwierig, im akuten Stadium eine schnelle Diagnose zu stellen, denn wie misst man die Druckverhältnisse in dieser Vene mitten im Körper und so kurz vor dem Herzen?

Selbst bei plötzlichem Herzversagen könnte das Kammerflimmern eine Spontanreaktion auf starke Rückflussbehinderungen sein.

5.3 Bisher sprach ich hauptsächlich von Dehnungsrezeptoren im Einzugsbereich des rechten Vorhofs. Ein dort auftretender Blutvolumenmangel überträgt sich aber zwangsläufig auch auf den linken Vorhof, weil das über die 4 Pulmonalvenen zurückfließende Blut nur die Menge sein kann, die vom rechten Herzen gepumpt wurde. Ein einmal aufgetretenes Blutdefizit ist also dort ebenso spürbar und von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren auch ebenso messbar.

Könnten etwa bei einer Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen solche Sensoren irrtümlicherweise mit verödet werden? Vorhofflimmern würde dadurch möglicherweise mit verhindert, aber im Rahmen meiner Theorie auch mit verhängnisvollen Folgen.

5.4 Wenn ein Sturmtief aufzieht, wird durch Druckdifferenzen auch eine negative Volumenänderung in den Hohlvenen erzeugt, was von den Dehnungsrezeptoren als Gefahr eingestuft wird. Könnte das nicht ein Teil der Wetterfühligkeit sein, denn Extrasystolen schießen bei Sturmtiefs vermehrt durch die Adern? Das Gleiche tritt im Flugzeug ein, wenn der Kabinendruck so angeglichen wird, wie der Luftdruck außen in etwa 2000 Meter Höhe wäre. Magen und Darm blasen sich dort bei Blähungen um 30% mehr auf als am Boden.

5.5 Solche mechanischen Behinderungen des venösen Rückstroms zum Herzen, ähneln sehr der "Orthostase-Reaktion" bzw. der "Orthostatischen Hypotension", wo das Blut aber nur durch die Schwerkraft in den Beinvenen versackt.

Das Phänomen, dass größere Menschen eher an Extrasystolen und Vorhofflimmern erkranken als kleinere, könnte doch auch durch die dabei entstehenden Druckdifferenzen in der Hohlvene und im rechten Herzvorhof begründet sein. Die untere Hohlvene muss das Blut weiter nach oben fördern und sie wird deshalb durch den in Herznähe herrschenden niedrigeren Druck leichter komprimiert.

[[http://www.neuro24.de/s12.htm]]

5.6 Bei einem gleichzeitigen Auftreten von Extrasystolen und Husten, wie es schon öfters beschrieben wurde, könnte der Husten die gleiche Aufgabe haben wie die Extrasystolen, nämlich Erschütterungen hervorzurufen. Bei Katheterablationen werden oftmals auch Husten und Zwerchfellkontraktionen ausgelöst, wenn bestimmte Vorhofareale gereizt werden. Diese Rezeptoren könnten zur Auslösung von Husten und Extrasystolen dort lokalisiert sein.

Im Internet habe ich einen englischsprachigen Artikel von Dr. Neil Brandon gefunden, wo vermutet wird, dass Extrasystolen Husten auslösen könnten. Wenn jemand auf Druckschwankungen im rechten oder linken Vorhof empfindlich reagiert (Dehnungsrezeptoren), so kann es nach meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie zu spontanen Gegenregulationen des Kreislaufsystems kommen. Mit Erschütterungen von Extrasystolen und Husten könnten mechanische Blockaden der Hohlvenen "freigeschüttelt" werden. Das Gleiche gilt, wie schon gesagt, auch für den linken Vorhof, da sich die Druckschwankungen ja über den Lungenkreislauf fortpflanzen. Oder sind auch Blockierungen der Pulmonalvenen möglich, die so gelöst werden könnten? Was gäbe es sonst noch für eine Alternative, wenn derjenige schon ohnmächtig ist, schläft oder ein Kleinkind ist? Deshalb lösen meiner Meinung nach, nicht wie Dr. Brandon vermutet die Extrasystolen den Husten aus, sondern Dehnungsrezeptoren lösen über das Kreislaufzentrum Extrasystolen, Zwerchfellkontraktionen und Husten aus.

[[http://chestjournal.chestpubs.org/content/133/3/828.1.full]]

5.7 Das Krankheitsbild "Roemheld Syndrom" favorisieren viele Patienten in den Arztpraxen als Ursache ihrer Herz-Kreislaufbeschwerden und das besonders durch die Assoziation von Herzsensationen mit gastrointestinalen Begleitsymptomen. Es wird von den meisten Ärzten als Ammenmärchen bezeichnet und ist, in Verbindung gesehen mit meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie", tatsächlich ein populärer Irrtum.

Ich sage: "Dieses Geschehen wird nicht, wie behauptet wird, neuronal durch Reflexe vermittelt, sondern ist Teil einer akuten Kreislaufstörung."

Vom Roemheld-Syndrom (gastrokardialer Symptomenkomplex) spricht man bei funktionellen Herz-Kreislaufbeschwerden, wenn überblähte Bauchorgane das Zwerchfell nach oben gegen das Herz drücken und die Herzkranzgefäße dabei durch einen Reflex beeinflusst werden.

Laut Roche-Lexikon wird das Roemheld-Syndrom durch einen gastrokoronaren Reflex ausgelöst (Magen-Herzkranzgefäße-Reflex), mit linksseitiger Brustkorbbeklemmung (evtl. in die linke Schulter ausstrahlend), evtl. auch Schmerzen bis hin zum Angina-pectoris-ähnlichen Anfall; ferner paroxysmale Dyspnoe, Schweißausbruch, Tachykardie, Extrasystolie, Blutdruckabfall.

Es sind keine "funktionellen" Herz-Kreislaufbeschwerden mehr, wenn erkannt wird, dass sie durch Kompression der herznahen Hohlvenen ausgelöst werden, z.B. durch Überblähung der Bauchorgane. Die Symptome sind identisch mit denen wie im Lexikon unter Roemheld-Syndrom beschrieben.

5.8 Zum "Vena-cava-Kompressionssyndrom" in der Schwangerschaft folgendes Zitat aus dem Antwortschreiben eines hervorragenden Herzspezialisten, dem ich meine Überlegungen im Januar 2012 zugesendet hatte:

"In der Tat kann die Kompression der Cava - regelmäßig beobachtet während der Schwangerschaft - über einen Mechanismus, den wir "Reduced venous return" (verminderter venöser Rückstrom) nennen, zu einer Bradykardie führen, die ihrerseits bei Unterschreiten einer kritischen Herzfrequenz zum Auslösen von Extrasystolen führt. Zu diagnostischen Zwecken führen wir z.B. Cava-Kompressionen mit einem Ballon zur Ermittlung von Druckvolumenschleifen des Herzens durch. Dabei ist immer das Problem, dass man die Cava-Kompression nicht zu lange ausdehnen darf, da dann ventrikuläre Extrasystolen ausgelöst werden, die die Messung der Druckvolumenschleife unmöglich machen."

Dies deckt sich mit meiner Theorie, denn das Herz bzw. das Kreislaufsystem kann nicht unterscheiden, ob die Hohlvenenkompression durch benachbarte Organe infolge Blähungen verursacht wird oder durch einen Ballonkatheter. Es versucht mithilfe von Extrasystolenpulswellen diese Blockade freizuschütteln oder den Betroffenen zur Änderung der momentanen Körperhaltung zu bewegen.

6. Schlusswort

Diese Kreislaufstörungen treten fast nur in Verbindung mit Verdauungsproblemen auf, die Blähungen und andere Raumforderungen im Oberbauch zur Folge haben.

Dass solche Rhythmusstörungen oft ohne ersichtlichen pathologischen Grund ausgelöst werden, kann an der momentanen Schädigung der Dehnungsrezeptoren liegen, die von allerlei Blutgiften wie Alkohol, Glutamat, Histamin und bei Blähungen mit besonders viel CO² umströmt werden.

Extrasystolen sind nicht nur eine Laune der Natur.

Tschau *:)

kllampfcer6x2


Hallo Gerhard,

danke nochmals für Deine ausführliche Zusammenfassung!

Dein Einverswtändnis vorausgesetzt, werde ich diesen Text meinem Hausarzt und seiner Kollegin vorlegen. Deren Ehemann ist Kardiologe am KH Landau/Pfalz. Ggf. auch meinem Kardiologen.

Aber zuerst gehe ich morgen ins KH, um 7:30 Uhr muß ich nüchtern antreten.

Dann kommt ein Blutbild, Schluck-Ultraschall und ein MRT/CT des Herzens.

Daraufhin wird über die einzusetzende Ablations-Methode entschieden, RF oder Cryo.

Am Donnerstag habe ich dann die Ablation.

Vorher aber werde ich die Ärzte noch mit vielen Fragen löchern, man will ja nicht dumm abladiert werden ;-D

Seit 4 Wochen nehme ich statt ASS100 nun Pradaxa 150mg 2x täglich, zur vorbereitenden Blutverdünnung, um Blutgerinnsel im Vorhof zu verhindern.

Ich werde berichten, sobald ich kann.

So viele Freunde haben mir alles Gute gewünscht und wollen auch alle gleich Bescheid wissen, wie´s mir geht :)_

Bis dann und Kopf hoch :-)

G(al)andr:ixell


Lieber Gerhard,

auch ich danke dir für die umfangreiche Zusammenfassung. Anbei möchte ich noch kurz meinen Werdegang in den letzten 3 Wochen berichten, evtl. ergibt sich für den ein oder anderen daraus noch etwas Interessantes.

Da meine Tachykardie (wie mittlerweile einwandfrei festgestellt werden konnte) manuell und zu 90% von mir bewusst ausgelöst werden kann, kann ich mittlerweile 2 Krankenhausbesuche, 8 Blutabnahmen, 2 Chefarzt Gespräche, 3 Herzultraschall und eine Herz Katheter Ablation verzeichnen. Mit dem Ergebnis, das sowohl meine Tachykardie, als auch meine nächtliche Bradykardie einwandfrei dokumentiert werden konnten.

In meinen Fall ist blutechnisch keinerlei Mangel nachweisbar, auch nicht im berühmten Fall der Kalium – Natriumpumpe, auch das Herz weißt keine Mängel aus. Trotzdem wurde mir aufgrund der Symptomatik( Bei mir wurde eine AV Reentry Tachykardie festgestellt) zu einer Ablation geraten (von zwei Chefärzten unabhängig von einander), die ich dann auch vor 2 Wochen habe durchführe lassen. Wie es der Teufel will sind damit zwar meine Tachykardien weg, aber ich bekomme bei gleicher Belastung weiterhin Herzrasen (abgemilderte Version), was mich natürlich noch immer einschränkt. Mittlerweile bin ich an ein 7 Tage Langzeit EKG angeschlossen, von dem sich die Ärzte weiteren Rat erhoffen. Die Theorie AVRNT Theorie wurde mittlerweile verworfen, da die Symptome sonst hätten vollkommen abklingen müssen.

Mein weiterer Werdegang wird mich nächste Woche zu einem Allgemeinmediziner führen, da die ganzen Spezialisten nicht über ihren Tellerrand gucken können und vom diesen erhoffe ich mir weiteren Rat, welche Organe den Herzschlag derart beeinflussen können. Hierfür werde ich einen Bauchultraschall machen lassen um evtl, veränderte Organe sehen zu können. Dazu wird das 7 Tage EKG Mitte nächsten Monats ausgewertet sein und auch von dort erhoffe ich mir die Erkenntnis, wo genau nun der Impuls ausgelöst wird.

Ähnlich wie Gerhard gehe ich auch davon aus, das es um einen bestimmten Punkt im Thorax geht, der diesen Impuls auslöst. Sport-, Ernährung- und Psyche konnten ich mittlerweile als mögliche Ursache ausschließen.

Falls gewünscht kann ich weiterhin auch meine Ergebnisse hier posten, in der Hoffnung Gemeinsamkeiten mit euch zu finden, die uns zusammen helfen können.

Liebe Grüße Galandriell

h^elmu4t29


Hallo Gerhard!

Kompliment für Deine Ausführungen, die thematisch hochinteressant und formal gut strukturiert sind. Ich möchte versuchen, ein paar eigene Gedanken und Erfahrungen dazu beizutragen.

Wie bereits dargestellt, wurde bei mir (82) vor kurzem Vorhofflattern festgestellt. Seit rund 30 Jahren (!) erlebte ich immer wieder gelegentliche, kurzfristige Attacken von Herzrasen, die immer mit dem Entweichen teils enormer Gasmengen durch die Speiseröhre verbunden sind und mir als "Roemheld-Syndrom" durch Zwerchfell – Hochstand erklärt wurden. Nie war ein Anlass als Auslöser erkennbar, kein Arzt konnte mir eine zufriedenstellende Erklärung für das Auftreten geben, aber die Vorfälle wurden immer als harmlos eingestuft.

Insofern kann ich einen sehr engen Zusammenhang zwischen Verdauungsvorgängen und Herzrasen bestätigen, ebenso die Tatsache, dass bestimmte Bewegungsvorgänge, z.B. Bücken, bei einem aufgeblähten Bauch das Entstehen der Attacken begünstigen. Ebenso kann ich bestätigen, dass diese Phasen ein unangenehmes Gefühl im Kopf erzeugen und das Sehen beeinträchtigen, was auf mangelnde Durchblutung schließen lässt.

Deine Theorie, dass die Hohlvene durch Darmbewegungen bedrängt wird, dadurch der Rückstrom von venösem Blut eingeschränkt wird und die entstehenden Druckschwankungen durch Rezeptoren im rechten Vorhof an das Gehirn gemeldet werden, klingt sehr überzeugend. Ob diese Reaktion eine Warn- und Schutzfunktion ist (wie von Dir vermutet) oder aber eine eigenständige, zwangsläufige Konsequenz darstellt, sei dahingestellt.

Deine Energie, "solange auf diese Theorie aufmerksam zu machen, bis sie von kompetenter Seite her bestätigt oder widerlegt wurde", ist beachtlich. Es ist bedauerlich, dass dies trotz offensichtlich häufiger Bemühungen noch nicht gelungen ist. Veröffentlichst Du Deine Gedanken auch noch anderswo als in diesem Forum?

Kurz zu meiner aktuellen Situation:

Wie bereits berichtet, wollte mich der erste Kardiologe mit Multaq, Metoprolosuccinat und Xarelto therapieren. Da ich (außer dem Alter) keines der bekannten Risiken für einen Schlaganfall aufweise (und außerdem, wie sich nachträglich herausstellte, zu hohe SD – Werte hatte) stand ich diesem Vorschlag sehr skeptisch gegenüber und holte mir eine zweite Meinung ein. Dieser Kardiologe sprach sich erfreulicherweise ebenfalls für ein sanftes Vorgehen aus und ich nehme auf sein Anraten hin lediglich Thromcardin complex bis zum nächsten Kontrolltermin im September. Bisher gab es keinen einzigen weiteren Vorfall!

Dir lieber Gerhard, wünsche ich Erfolg für Deine weiteren Bemühungen und persönliches Wohlergehen.

Grüße Helmut.

C/hrisstine Oausf NRxW


Hallo Helmut,

ich habe mit Ineresse Deinen Eintrag gelesen - genauso wie Deinen Gerhard, denn ich bin nach wie vor der Meinung meine Probleme kommen irgendwíe aus der Magengegend.

Auch mir hatte man Multaq verschrieben (hab's genommen und meinen Betablocker auf Anweisung meines Hausarztes abgesetzt), Ich Trottel landete 1 Woche später im Krankenhaus. Vorhofflimmern vom Feinsten und mit einem Blutdruck von 250 zu 150. Nach 10 Tagen - wo man trotz täglicher Untersuchungen nichts fand.

Seit Ende 2011 nehme ich jetzt meinen Betablocker und wie Du Tromcardin. Vorher war bei meinen letzten Bltuntersuichungen der Kaliumwert immer im unteren Bereich.

Schaun wir mal wie's weitergeht.

Lg Christine

kclamvpferx62


Hallo,

ich melde mich aus dem Krankenhaus zurück.

Meine PVI (PulmonalVenenIsolation) ist gut verlaufen und mir geht´s gut.

Letzten Mittwoch morgen war Aufnahme, danach EKG und TEE (Schluck-Ultraschall). Keine Gerinnsel im Vorhof, also grünes Licht für die PVI. Ich hatte an diesem Mittwoch bereits den dritten Tag in Folge VHF, was ungewöhnlich ist (meist sind es nur 1 bis max. 2 Tage); vermutlich lag´s an der Aufregung vor der OP. Nachmittags noch das Beratungsgespräch mit der Ärztin.

Sie erklärte, daß die beiden Methoden "RF" (Hitze, seit 10 jahren etabliert) und "Cryo-Ballon" (Kälte, seit 3 Jahren) sich von den Erfolgschancen und den Risiken her absolut die Waage halten.

Konnte mich erst nicht entscheiden, aber ich könnte an einer Studie teilnehmen, in der die beiden Methoden wissenschaftlich verglichen werden mit besserer Nachsorge. Das Verfahren wird ausgelost.

Habe dann teilgenommen und mir wurde die RF-Methode zugelost.

Donnerstag morgen 8 Uhr ging´s los mit dem MRT des Herzens, dann die Ablation. Um 11:30 Uhr war ich fertig. Ich war mit Schlafmittel betäubt und war während der OP kurz wach, vielleicht 5-10 Minuten, aber das ist schwer abzuschätzen im Tran... da war der Arzt mitten in der Action und ich spürte im Herzen immer wieder einen leichten Druck, aber keinerlei Schmerzen. Vermutlich haben sie bemerkt, daß ich meine Augen und Kopf bewege und haben mich dann wieder schlafen gelegt, vom Ende hab ich jedenfalls nichts mitbekommen.

Da mein Herz nicht spontan in den Sinusrhythmus zurücksprang, haben sie im Anschluß an die PVI noch eine Kardioversion gemacht.

Ich hatte zwei Druckverbände, am linken Handgelenk (Sonde) und in der rechten Leiste ("Arbeitskatheter").

Durfte danach das rechte Bein für mindestens 6-10 Std. nicht anwinkeln und konnte so nur auf dem Rücken liegen. Hatte eine üble Nacht mit vielleicht 2 Std. Schlaf und Rückenschmerzen. :-/

Am Freitag morgen kamen die Druckverbände ab und ich durfte aufstehen – aaah, die Erlösung! :)^

Danach noch ein EKG und ein Ultraschall von aussen, da ich Schmerzen beim tief einatmen hatte. Es war aber alles unauffällig. Das war dann auch Samstag besser und ist seit gestern komplett weg.

Samstag morgen gab´s noch ein EKG, danach wurde ich um 11 Uhr entlassen.

Die BetaBlocker Dosis wurde halbiert (Metoprolol 47,5mg 1-0-0), Blutverdünnung (Pradaxa 150mg 1-0-1) bleibt weiterhin.

Eine Woche lang soll ich mich noch schonen, also nix schweres Heben, keinen Sport, nicht pressen usw.

Hatte gestern bereits wieder VHF, relativ heftig mit Puls 146, aber ich schiebe das auf die halbierte Dosis Betablocker. Mit der doppelten Dosis die letzten 3 Monate war bei VHF mein Puls nie über 90.

Für die nächsten 3 Monate muß ich die Medikamente mindestens noch nehmen; dann gibt’s noch ein MRT. Erst dann kann man sicher sagen, ob die OP erfolgreich war und bis dahin kann das VHF immer wieder auftreten, bis die Ablationslinien im Vorhof vollständig vernarbt sind.

Im Rahmen der Studie gibt’s in 5 Monaten noch ein Langzeit-EKG, danach ein Abschlußgespräch.

Die punktierte Stelle am Handgelenk ist schon gut zugeheilt, die in der rechten Leiste ist noch nicht ganz zu, daher noch schonen und bin diese Woche noch krankgeschrieben.

Jetzt harre ich der Dinge und hoffe, daß das VHF mit der Zeit verschwindet und nie wieder kommt! :)-

Ich werde weiterhin berichten...

Viele Grüße

elmisSusi


Hallo,

habe auch all diese Probleme, Herzstolpern, Übelkeit etc. Fühlt sich an als ob ich einen Gegenstand am Mageneingang habe, es wurde nur ein Zwerchfellbruch festgestellt, aber die meisten Ärzte führen dieses Problem nicht darauf zurück. Es wurden EKG,MRC Pet und CT gemacht, alles in Ordnung. Da es oft vorkommt das ich fast jeden zeiten bis vierten Herzschlag ein Aussetzer/Stolpern habe, lese ich mich so ziemlich im Internet durch, dabei erwähnte ein Betroffener das die Osteopaten die Möglichkeit haben, den Magen nach unten zu schieben. Da ich schon ofters mal, durch kraftiges eindrücken am Mageneingang Erleichterung bekommen habe, versuchte ich dies auch mal selbst, mit Eindrücken und nach unten schieben. Was soll ich sagen, seit Stunden haben ich keinen einzigen Herzstolperer gehabt (hoffentlich hält dies an).

Emisusi

G=erh*ard


Hier noch ein paar ergänzende Erklärungen zu meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie:

Es wird ja immer behauptet, dass fast jeder Mensch Extrasystolen hat, aber nicht jeder spürt sie. Diese Aussage könnte durchaus richtig sein, denn vor Hohlvenenkompressionen, egal welcher Intensität, kann sich kaum jemand schützen. Sie können in jeder Körperhaltung entstehen, meist in körperlich inaktiven Zeiten, schleichend und unbemerkt. Außerdem spürt man bei dieser Einengung bzw. Abquetschung der ca. 3cm dicken Hohlvene keinerlei Schmerzen. Wenn etwas schmerzt, dann sind es die durch Blähungen aufgeblasenen Bauchorgane, die diese venöse Rückflussstörung mit verursachen. Im Liegen kann diese untere Hohlvene auch ohne jegliche Blähungen und somit ohne Schmerzen abgedrückt werden, wenn, je nachdem auf welcher Seite man liegt, die inneren Organe im Oberbauch, also Leber, Magen, Zwölffingerdarm, Dickdarm, mit ihrem Eigengewicht darauf Druck ausüben.

Auch bei Einengungen im Oberbauch wie beim Sitzen, Hocken, Bücken, Beugen, können die dort befindlichen Organe gegen diesen Blutschlauch gepresst werden.

Da bei einer Blockade der Hohlvene sofort ein gravierender Blutmangel entstehen kann, schlagen die im daran anschließenden Herzvorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren schon bei geringen Druckdifferenzen Alarm.

Ich muss es nochmal betonen: Selbst stinknormale Handlungen und Bewegungen mit Inanspruchnahme des Bauchmuskels bzw. des Zwerchfells, können die Blutzirkulation behindern – wie z.B. Husten- u. Niesattacken, schnelles Sprechen, herzhaftes Lachen, unnormales Atmen, irgendwo hochsteigen.

Um solche Blockaden schon in der Entstehungsphase zu verhindern oder freizuschütteln, jagt das Herz sofort Extrasystolen mit den spürbaren Pulswellen durch die Adern. Jetzt ruhig und wie versteinert abzuwarten was passiert, wäre das Gegenteil von dem, was das Herz bezweckt. Also jetzt unbedingt – langsam, nicht panisch - die momentane Körperhaltung ändern und sich behutsam bewegen, ohne, dass sich davon der Puls erhöht. So können weitere Extrasystolen verhindert werden. Wenn aber bei Extrasystolen die Herzfrequenz steigt, steigt bei mir jedenfalls auch die Gefahr, dass diese in Vorhofflimmern übergehen. Deshalb Ruhe bewahren, keine Angst und Panik!

Klappt das nicht mit den Extrasystolen und es ist schon eine spürbare Rückflussstörung eingetreten, dann setzt bei mir persönlich das zappelnde, krabbelnde Gefühl oberhalb des Bauchnabels ein - mein typischer Vorbote von Vorhofflimmern. Hier kommt meine spezielle, seit 3 Jahren absolut erfolgreiche, Oberbauchmassage zum Einsatz.

Ich meine ja, dass das Vorhofflimmern in diesem Fall eine Art Notrhythmus sein kann, um das noch zur Verfügung stehende Blut so effektiv wie möglich zu pumpen. Also immer nur das Blut, was gerade verfügbar ist.

Die ungünstigen Druckbedingungen in den Vorhöfen bessern sich aber während dieser absoluten Arrhythmie nicht und deshalb hält das Vorhofflimmern unterschiedlich lange an. Erst wenn zufällig mal eine verhältnismäßig normale Phase kommt, schalten die Dehnungsrezeptoren den Alarm ab und der Sinusrhythmus, der auf immer volle Vorhöfe angewiesen ist, kann sich wieder durchsetzen.

Dies wäre doch eine Erklärung auf die Frage, warum gibt es Vorhofflimmern, warum hält es unterschiedlich lange an und warum hört es spontan wieder auf?

Bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen bleibt es nur bei Extrasystolen. Da aber meistens noch gar keine Symptome einer Hohlvenenkompression zu spüren sind, wird dieses nervige Herzstolpern als eine Laune der Natur hingestellt, was es aber nicht ist.

Diejenigen jedoch, die die Botschaft des Herzens nicht verstehen und vor lauter Angst wegen der Extrasystolen wie versteinert in ihrer momentanen, ungünstigen Körperhaltung weiterverharren, müssen damit rechnen, dass das Herz den nächsten Gang einlegt.

Dabei könnte der Puls schneller (Tachykardie), langsamer (Bradykardie) oder doppelschlägig (Bigeminus) werden. Auch diese Rhythmusvarianten könnten dazu dienen, den verminderten venösen Rückstrom trotzdem noch so ökonomisch wie möglich wieder in den Kreislauf zu pumpen.

Soviel noch einmal als "Nachhilfe" für den wichtigsten Teil meiner Theorie.

Vielen Dank fürs Lesen!

@ klampfer62,

nun hast Du Deine Ablation gut überstanden. Hoffentlich blieb und bleibt es nur bei der einen Vorhofflimmer-Episode nach Deiner PVI.

Vielen Dank für Deine ausführlichen Beiträge und bitte berichte uns weiterhin wie es Dir geht!

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.

@ helmut29,

vielen Dank auch für Deinen lesenswerten Bericht. Ich wünsche Dir, dass Du weiterhin immer die für Dich richtigen Entscheidungen triffst.

@ Galandriell,

ich hoffe Dein Untersuchungsmarathon bringt am Ende den erhofften Erfolg und wir lernen auch noch etwas daraus. Berichte bitte weiter und alles Gute auch für Dich.

Liebe Grüße auch an Christine und Susi und all die Anderen.

Tschau *:)

P0etrax808


Hallo,

erst mal ein hallo an Klampfer 62 und toll das Du das so gut überstanden hast :)^

alles was hier geschrieben wird, ist sehr interessant, aber immerwieder stelle ich fest wie unterschiedlich doch die Beschwerden, die Medikation und auch die Aussagen der Kardiologen in bezug auf Ablation sind.

Das macht mir nicht unbedingt Mut!!!

Nach meinen zwei missglückten Ablationen in Bad Nauheim, hat man mich auf Cotarex (Wirkstoff Amidaron) eingestellt( ich berichtete bereits über all das).

In der Kleinstadt wo ich wohne in dessen Krankenhaus ich Notfalmäßig war, haben Sie mir von einer dritten Ablation abgeraten und mir eben dieses Medikament verpasstl

Ich nehme es mit großer Abneigung, aber es ist laut Ärzte die letzte Möglichkeit vor einer Ablation!!!!!

Nun nehme ich es seit drei Monaten und nun habe ich seit einigen Tagen extreme Schwankungen und eine Art von Wahrnehmungsstörung, ich nenn das jetzt einfach mal so,denn ich weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll.

Ich merke halt einfach das in meinem Gehirn etwas nicht stimmt........es ist mal mehr mal weniger und wechselt sekundenweiße. Mein Hausarzt hat mich erst mal zum CT für den Schädel geschickt um alles andere auszuschliesen. Aber da ist alles ok.

Mein Kardiologe und auch der Arzt vom Krankenhaus sind in Urlaub und ich muß mit diesem "Schwindel" noch eine Woche ausharren!!!!!

Kann mir irgend jemand darüber etwas berichten ??? ??? ??

In der Uni.Klinik Frankfurt (war ich vor ca. 6Wochen, um mir eine zweite Meinung einzuholen)sind sie erschrocken das man mir das Cotarex gibt, die sagen ich bin dafür noch viel zu jung (52J)und ich sollte lieber zum Ablatieren gehn!!!!!!!!

Ich habe die Hosen gestrichen voll, einmal von dem Medikament und auch vor der Ablation........SO WAS NUN!!!!

Ich weiß nicht mehr weiter!

Dabei war ich zwischen zeitlich wieder glücklich da ich nach Einname des Cotarex kein VF mehr habe!

Noch eine Frage: In der Uni-Klinik Frankfurt sowie in Bad Nauheim soll man diesen Eingriff bewust miterleben, nun habe ich hier gelesen das man auch in einen "Schlaf" gelegt werden kann. Wer weiß darüber mehr ???

Die besten Wünsche für Euch alle

LG Petra

m}conGe200x4


Hallo Gerhard,

und ich dachte ich wäre alleine mit diesem Phänomen.

Ich war kurz vor Ostern ein Tag im Krankenhaus da mein Herz plötzlich anfing zu rasen. Ich hatte damals das Gefühl, dass mein Herz im Bauch schlug. Wie kam es dazu?

Ich kam von der Arbeit und wollte in die Wanne gehen. Kurz noch ein Kekes gegessen und dann rein. Kurz vor Ende fing es in der Wanne plötzlich an. Ein Gefühl als wenn das Herz im Bauch schlägt, bzw rast. Im stehen lies das komische Gefühl im Bauch kurz auf und fing dann wieder an. Das war mir so unheimlich das ich zur Notaufnahme gefahren bin (bzw. wurde). Die haben mir gleich an ein EKG angeschlossen, eine Infusion und mit kaltes Wasser zu trinken gegeben. Das Blutbild war OK bis auf das Vorhofflimmern und dem Kaliummangel. Meine Frau und ich hatten das Gefühl, als wenn man für blöd und simulant hingestellt wurde. Ihr verdacht war das zu heiße Badewasser, so wie ich es immer habe ohne das was passiert ist.

Der Kadiologe hat beim Ultraschall gesagt, dass das Herz in Ordnung ist und dieses Herzrasen öfter vorkommen kann.

Das erste mal als ich das Herzrasen hatte, war auf Arbeit kurz nach dem Frühstück als ich wieder zu arbeiten begann. Ich beugte mich kopfüber und es fing aus heiteren Himmel an. Meine Hausärztin sagte das der volle Magen auf den Soda Plexus gedrückt hat, was das Herzrasen auslöste.

Es kommt bei mir eher selten vor, doch bin ich irgendwie "Vorsichtig" geworden mit meinem Handeln.

Achja auch beim lauter Bassmusik bekomme ich eine innere Unruhe, die dann Herzrasen auslöst. Ich hatte es im Kino bei einem Tanzfilm, der sehr Basslastig war wieder bekommen. Nebebei gab es viel Popcorn und Cola.

Ganz ehrlich traue ich mit nicht mehr ins Kino – aus "Vorsorge".

Ich habe auch des öfteren knurren in der Magengegend und selbst der Gurt im Auto wirkt mal störend und mal nicht.

Naja gut das war es mal von mir.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias

7n7ergsreis


Petra:

Ich komm grad aus der Kerckhoff mit nem Schritti :)^ top.

Die haben Patienteninformationstag informier dich mal ;-)

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Guten Abend , 77ergreis

Danke für Deine Antwort, bitte kannst Du mir etwas genaueres erzählen......

Hast Du einen Schrittmacher bekommen?? Was war den da so Top!?

Ich hatte ja nach zwei Ablationen in / mit der Kerckhoff-Klinik keine gute erfahrungen, aber mein Arzt sagt es wäre in ganz Deutschland die beste

Und was genau heist Patienteninformationstag!?

LG Petra

7X7ergJreixs


Patientinfotag =

du meldest dich an und bekommst ein Führung durch die Klinik und darfst auch Mitpatienten+ Ärzte befragen.

Was top war? Fast alles. Sau liebe Ärzte und Schwestern mussten mich erstmal nach dem Schock auffangen. Sie haben mir jegliche Op Bedenken genommen und ich merkte immer die wissen was sie machen. Besonders der Sperzl+Wolter.

Ich kenn da Kliniken da siehst du nie nen Arzt und hier schwirrte dauernd wer um mich rum.

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