» »

Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

V\idRg9i hat geantwortet


Auch ich könnte ein Buch empfehlen, aber leider ist es auf Engllisch. Es ist von Natasha Campbell McBride und heißt "Put your heart in your mouth". Es geht um die Zusammenhänge zwischen krankem Darm und Herzproblemen, einschließlich Herzrhythmusstörungen. Ich mache daher auch zur Zeit eine Darmsanierung. Es geht vor allem darum, wieder eine gesunde Darmflora mit selbst fermentierten Gemüsen, Milchprodukten etc. herzustellen. Selbstfermentiert deshalb, weil die Keimzahl höher ist als bei gekauften Produkten. 90-95 % der Bakterien, auch Milchsäurebakterien, werden im Magen zerstört. Eine hohe Bakterienzahl im Nahrungsmittel gewährleistet daher, dass immer noch genügend im Darm ankommen. Das geht nur mit selbstfermentierten Lebensmitteln.

Um außerdem die Besiedelung mit richtigen Bakterien zu fördern, sollen anfangs wenige Fasern und wenige

Kohlenhydrate gegessen werden, außerdem natürlich kein Zucker, von denen sich die "schlechten" Bakterien ernähren. Wenn der Darm gesundet ist, kann man relativ normal essen, aber gesundes Essen.

Wie alle Ernährungsumstellungen erfordert es etwas Geduld und Zeit, aber mir ist es das wert.

Der kranke Darm erklärt auch, warum ich unter ständigem Magnesiummangel leide. Sobald ich Wadenkrämpfe bekomme, weiß ich, dass die nächsten Rhythmusstörungen nicht weit sind. Sie fangen meist einen Tag später an.

Wenn der Darm das Magnesium nicht richtig resorbieren kann, muss man andere Wege finden. Eine Möglichkeit ist, in Wasser gelöstes Magnesium auf die Haut aufzutragen bzw. einzureiben. Dazu nehme ich einen Teel. in warmem Wasser aufgelöstes Magnesiumchlorid-Pulver, tauche eine Lappen ein und reibe den Körper damit ab. Magnesiumchlorid kann man in größeren Mengen in der Apotheke kaufen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man das Magnesium besser verträgt, den Magen nicht belastet und keinen Durchfall von den größeren Mengen bekommt.

Überschüssiges Magnesium kann der Körper ausscheiden.

Dass die Psyche eine Rolle spielt, ist klar, aber sie ist nur ein Faktor unter vielen. Bei mir spielt sie sogar eine große Rolle.

@:) an alle,

C\hri[strine au@s xNRW hat geantwortet


skipper 56

es könnten meine Probleme sein. Ich habe bisher nicht das richtige Wort für meinen Zustand vor dem Sinus gefunden. Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen "Wellen laufen durch den Körper" ja das ist es.

Mir geht es wie Dir, unter Stress gibt es keine Probleme. Kaum komme ich zur Ruhe "kann es losgehen".

Wie ich schon geschrieben habe, ich versuche, mich nicht mehr um mein VHF zu kümmern.

*:)

S%kippser5x6 hat geantwortet


Hi... ein kleiner Nachtrag zu obigem Beitrag:

Ich habe folgenden Link gefunden : [[http://www.hphomann.de/behandlung/krankheit/herzrhythmus.htm]]

Schaut doch mal rein und sagt mir ob jemand schon mal Erfahrungen mit Heilpraktigern

zu unserem Thema gemacht hat oder was Ihr davon haltet.

LG Uwe

G3eIr9hard hat geantwortet


Schön, dass man sich auch nach längerer Abwesenheit immer wieder an diesen Thread erinnert und über Interessantes berichtet.

@Vidgi in Schweden wird vielleicht schon eingeschneit sein und bei @Skipper56 ist Winterpause angesagt. Da ist für uns hier im Forum ein bisschen mehr Zeit.

In punkto Extrasystolen & Co. bin ich noch sehr auf meine "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" fixiert und daher interessieren mich in Euren Berichten hauptsächlich dazu passende Einzelheiten. Fündig bin ich wieder geworden, besonders in den Beiträgen von @Ninn77, @moniline, @Carsten K., @Skipper56 und Christine aus NRW – vielen Dank!

Jetzt stellen @Reinhard80-rgbrg und @Vidgi so nebenbei noch den Begriff Darmsanierung in den Raum. Dieses Thema passt haargenau zu meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie".

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/18814121/]]

Als Ergänzung habe ich noch einen Punkt angehängt und an eine Uniklinik für Gastroenterologie geschickt. Ein Professor antwortete mir, dass das in der Medizin als Roemheld-Syndrom bekannt wäre und mehr könnte er nicht dazu sagen.

Hier nun diese Ergänzung für diejenigen, die es interessiert:


6. Gastrokolischer Reflex als Ursache der Hohlvenenkompression

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Gastrokolischer_Reflex]]

Hier gibt es viele Parallelen zum Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom.

Diese starken Kontraktionen des ungefähr 1,5 m langen Dickdarms treten nach dem Essen oder Trinken auf, damit der Dickdarminhalt in den Mastdarm und somit zur Ausscheidung weitergeschoben wird.

Sie werden von Dehnungsrezeptoren im Mund, Speiseröhre und Magen schon beim Essen vermittelt, um zuerst im letzten Abschnitt des Verdauungstraktes Platz für die neue Nahrung zu schaffen.

Das ist logischerweise richtig, denn nur so kann die weniger intensive Peristaltik des Zwölffingerdarms und des ungefähr 5 m langen Dünndarms, den darin befindlichen Speisebrei zurückliegender Mahlzeiten nach und nach in den Dickdarm verschieben. Hinter dem Magenausgang wird somit wieder Platz frei, für die gerade stattgefundene Nahrungsaufnahme, wenn sie dann vorverdaut ist.

Bei diesem gastrokolischen Reflex transportiert der Dickdarm seinen Inhalt, ein Gemisch aus dünnflüssigem Kot und Gasblasen, von rechts unten hufeisenförmig über den gesamten Oberbauch nach links unten zum Mastdarm.

Die Verdauungsgase sammeln sich den Naturgesetzen folgend unter erheblicher Druckerhöhung oben im Querkolon, in unmittelbarer Nachbarschaft mit Leber-Galle, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Milz, Zwerchfell, untere Hohlvene und Herz.

Jeder Heizkörper und jedes Heizungsrohr, was unterschiedliche Höhendifferenzen überwindet, hat an der jeweils höchsten Stelle ein Entlüftungsventil. Die dort sich sammelnden Luftblasen können das Leitungssystem verstopfen, weil sie gegen den Auftrieb nicht nach unten transportiert werden können.

Beim Dickdarm ist es ähnlich, wenn die Peristaltik zu gering ist und die Gasblasen immer wieder zur höchsten Stelle aufsteigen und somit nicht mit dem Kot den Ausgang erreichen können.

Dieser anatomische Nachteil hat sich beim Menschen im Laufe der Evolution beim Übergang vom Laufen auf vier Füßen zum aufrechten Gang eingestellt. Auf allen Vieren und im Liegen, wofür unser Verdauungstrakt ja konzipiert wurde, konnten sich kaum Gasblasen irgendwo oben sammeln, weil sich der hufeisenförmige Dickdarm komplett auf einer fast gleichen horizontalen Achse befand - im Gegensatz zum aufrechten Gehen, Stehen und Sitzen.

Dies merken wir am besten, wenn wir mit Blähungen im Dickdarm in die Horizontale gehen, was uns sofort Erleichterung bringt. Liegen auf der linken Seite ist hier aber für Gasblasen auch nicht so günstig, da die abführende linke Hälfte des Dickdarms bis zum Enddarm dabei auch wieder nach unten führt. Durch das Gewicht der anderen Bauchorgane wird so der Dickdarm zusätzlich noch eingeengt.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Peristaltik]]

Gase, die nicht vollständig über die Darmwand resorbiert werden, können den Dickdarm nur sehr schwer peristaltikunabhängig verlassen, obwohl sie ständig bei der Verdauung entstehen. Der Druck baut sich im gesamten Dickdarm auf und wird von der Durchlassfähigkeit des Enddarms bestimmt.

Bei einem so aufgebauten Innendruck im Dickdarm verhindert die Ileozäkalklappe ein Zurückfließen von Darminhalt in den Niederdruckbereich Dünndarm. Solange der Druck anhält bleibt dieses Ventil aber zwangsläufig auch für die normale Fließrichtung geschlossen und dies auch für Gasblasen im Dünndarm, die dort nun eingeschlossen sind.

Hierbei staut der Dünndarm zurück bis in den Magen. Durch den Druck des aufgeblähten Dickdarms auf den Magen sind Symptome wie Sodbrennen, Völlegefühl und Aufstoßen erklärbar. Auch das Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom würde in diesen Rahmen passen.

Es kann kein Mittel der Welt helfen, da in so einer Situation nichts helfen kann. Wenn man dann nach einer üppigen Mahlzeit noch stundenlang sitzend verharrt, wird die Anatomie des Dickdarms zur Falle für die Verdauungsgase. Die Mitmenschen sind dann sicherlich dankbar dafür.

Bei mir geht in so einer Situation dann nicht mal mehr ein Bier rein.

Die Tatsache, dass der gastrokolische Reflex unbewusst bei jeder Nahrungsaufnahme abläuft, macht die Suche nach unverträglichen Lebensmitteln sehr schwierig. Bei auftretenden Beschwerden muss man herausfinden, welche vorangegangene Mahlzeit gerade zu diesem Zeitpunkt im Dickdarm das Chaos verursacht. Die gerade verspeiste ist es in diesem Fall nicht, denn die ist im Magen.

Wie vermutet wird, können auch Hormone solche unwillkürlichen Aufräumaktionen im Dickdarm auslösen, um Platz für neue Nahrung zu schaffen. Hier denke ich besonders an Histamin und solche Botenstoffe, die schon beim Anblick oder Geruch von Speisen in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden, um so das Zielorgan Dickdarm zu erreichen. Aber auch andere Stoffe, die wir nicht so recht vertragen und Nahrungsmittel-Intoleranzen verursachen, könnten in diese Rubrik fallen. (Glutamat, Laktose, Fruktose, Koffein usw.)

Histamin könnte heute noch eine Schlüsselrolle aus der Urzeit übernehmen, da es etwas Verdorbenes symbolisiert. Durch Verderb entsteht in Nahrungsmitteln Histamin. Dies kann gewollt oder ungewollt sein (z.B. aus Milch > Käse / aus Frischfleisch > Gammelfleisch).

Der Botenstoff Histamin könnte also schon immer der Gradmesser für die Qualität der aufgenommenen Nahrung sein. Viel Histamin bedeutet z.B., dass die Gefahr einer Fleisch- oder Fischvergiftung besteht. Sofort wird der gastrokolische Reflex ausgelöst, damit wiederum zuerst der letzte Darmabschnitt geleert wird. Ein Zurück aus dem Dünndarm geht ja nicht, also muss Platz geschaffen werden für einen "Durchmarsch".

Bei so einer periodischen Umwälzung im Dickdarm, können die Oberbauchorgane in ihrer Funktion erheblich behindert werden. So auch die untere Hohlvene, die nicht nur von den Blähungen und diesen starken Muskelkontraktionen im Dickdarm komprimiert wird, sondern zusätzlich noch vom soeben gefüllten Magen. Jetzt werden Extrasystolen ausgelöst wie in Punkt 2. beschrieben. Mit ihren Pulswellenerschütterungen könnten sie eine so umklammerte Hohlvene freischütteln oder dazu beitragen, dass eine andere, günstigere Körperhaltung eingenommen wird.

Tschau *:)

Atlstexrfeen hat geantwortet


Ich möchte auch gerne mal über meinen aktuellen Zustand schreiben. Seit 8 Jahren war bei mir kein Vorhofflimmern mehr aufgetreten bzw. dokumentiert. Meine "normalen" Herzrhythmusstörungen wie Extrasystolen und Aussetzer waren auch seit 2009 so gut wie verschwunden, da ich zu diesem Zeitpunkt Sotalol abgesetzt hatte und lediglich Metroprolol in einer Dosierung von 47,5 mg nehme.

Leider wachte ich gestern früh gegen 3:30 Uhr auf und musste nach ca. 1/4 Stunde feststellen, dass ich einen neuen Vorfall von Vorhofflimmern hatte. Vorangegangen war gegen 19:00 der Verzehr einer üppig belegten Pizza und ab 22:00 bis ca. 2:00 Uhr habe ich 5 leckere selbstgemachte mit Schokolade bezogene Buttercremetörtchen gegessen. Ich denke schon, dass dieses üppige schwer verdauliche Mahl ursächlich der Auslöser war. Das würde auch die These von Gerhard stützen, denke ich.

Ich wohne in Hamburg und bin gegen 4:30 Uhr in der Notaufnahme gewesen. Das Vorhofflimmern dauerte an und wurde erst mittels elektrischer Kardioversion und Gabe mehrerer Medikamente gegen 13:00 Uhr beendet. Für die nächsten 4 Wochen soll ich mir Clexane 60 spritzen und je nachdem, wie das Langzeit-EKG aussieht, wird danach entschieden, ob ich künftig auf Macumar eingestellt werde. Für mich selbst allerdings hoffe ich, dass es sich nur um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat.

Hat jemand auch so langjährige Pausen gehabt und dann wieder ständige Vorkommnisse?

Dann habe ich noch die Frage, ob Fangopackungen, also Wärme, kontraindiziert sind? Leider habe ich vergessen, den Arzt danach zu fragen.

G*er3haWrd hat geantwortet


@ Alsterfeen

Vielen Dank für Dein Comeback hier bei uns und für Deinen Bericht über das nach 8 Jahren Pause erneut wieder aufgetretene Vorhofflimmern. Für mich steht der "Schwarze Peter" fest, wenn ich lese was Du an diesem Abend so verzehrt hast. Vielleicht noch Rotwein dazu getrunken und schon war auch der Histaminspiegel perfekt für eine solche Episode.

Ich denke ja, dass Du nun Deine Grenzen beim Schlemmen wieder kennst und dies ein einmaliger Ausrutscher war. Meine schon mehrjährige Vorhofflimmerpause hätte nach diesem "Abendmahl" auch ein jähes Ende gefunden. Es stützt tatsächlich meine These, wie Du schon vermutest.

Hat jemand auch so langjährige Pausen gehabt und dann wieder ständige Vorkommnisse?

Seit 1983 erlebe ich jetzt meine erste beschwerdefreie Zeit, die länger als ein Jahr andauert. Nur durch mein Insiderwissen mit der Fähigkeit, Vorboten von Vorhofflimmern zu erkennen und abzuwenden, ist dies möglich.

Das alles ist Teil meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie", die aber leider, wie hier an der Resonanz zu merken ist, nur mir hilft.

Dann habe ich noch die Frage, ob Fangopackungen, also Wärme, kontraindiziert sind?

Wenn bei mir Vorhofflimmern im Anmarsch ist, merke ich das in der Magengegend kurz über dem Bauchnabel. Dann hilft mir meine beschriebene Bauchmassage, um dieses unverwechselbare Gefühl zu beenden.

Kälte zieht den Bauchmuskel zusammen und verstärkt die Symptome. Hier hilft schon bei den ersten Anzeichen ein in der Mikrowelle erwärmtes Körnerkissen auf den Oberbauch zu legen. Oft spürt man regelrecht, wie so eine Situation im Bauch binnen kurzer Zeit entsteht.

Die Wärme muss schnell zur Verfügung stehen und nicht zu heiß. Da sind Fangopackungen wohl ungeeignet.

Deine neue Situation muss nicht bedeuten, dass Vorhofflimmern mit zunehmendem Alter immer öfter auftritt. In Fachkreisen wird es zwar so vorausgesagt, aber man kann diese Entwicklung auch beeinflussen.

Ich wünsche Dir alles Gute. @:)

Tschau *:)

Heugox04 hat geantwortet


Hallo,

leider weiß ich nicht ganz genau, ob ich hier richtig bin, aber mit meinem Symptomen schätze ich schon. Ich bin 45, weiblich, habe vor 9 jahren mit dem Gelegensheitrauchen aufgehört, und leide seit ein paar Jahren unter Herzstolpern. Eigentlich täglich, aber mit verschiedener Intensität. Manchmal den ganzen Tag ein paar mal in der Stunde, manchmal aber auch nur 10 mal am Tag. Warum das so ist, kann mir keiner sagen, da jedes mal bei einem EKG keine Hüpfer zu erkennen waren. Daß ich eventuell an Vorhofflimmern leiden könnte, war mir nicht klar, bis ich auf dieses Forum gestossen bin. Seit Jahren leide ich nach üppigen Mahlzeiten an Herzrasen. Das war immer sehr unangenehm, aber ich dachte mir nichts groß dabei, wenn ich mal wieder ne Nacht nicht schlafen konnte und mein Herz die ganze Nacht raste. Eigentlich bekomme ich es hauptsächlich abends. Wenn ich am Tag so richtig viel esse, hat das komischerweise meistens keine Auswirkungen. Nach manchem Rotwein abends ist es auch schlimm, aber halt nicht immer. Woran das wohl hängt? Am Histamin? Auch nach glutamathaltigem Essen kommt es manchmal zu Herzrasen, aber mittlerweile bin ich dazu übergegangen nach 19 Uhr keine großartigen Mahlzeiten zu mir zu nehmen, und es scheint besser zu sein. Aus lauter Angst habe ich aufgehört mein Essen zu geniessen. Aber wie kann ich feststellen, ob das Ganze wirklich Vorhofflimmern ist? Da müsste ich nachts noch in die Notaufnahme fahren, damit ich wirklich Sicherheit habe, daß es das auch ist. Aber nachts kann ich nicht einfach so mal verschwinden, weil meine Kinder noch klein sind (Kindergarten -und Grundschulkind). Was ratet Ihr mir? Ich habe mir bis jetzt wegen des Herzstolperns mehr Gedanken gemacht, als wegen des Herzrasens. Aber eigentlich ist es nun andersrum viel schlimmer. Ich mach mir halt sehr viel Sorgen wegen der Kinder. Sie brauchen mich doch. Wir wohnen hier ohne nähere Verwandte. Ich verfalle an machen Tagen in regelrechte Depriphasen mit Panikattacken, und höre nun auf jedes kleine Zeichen in meinem Körper. Was soll ich tun?

Liebe Grüsse

Hugo

S|kippver56 hat geantwortet


Hallo, Grüße an Euch alle !

Hier ein Kurzbeitrag von mir:

Ich war heute in der Uni-Klinik Leipzig um über eine mögliche Pulmonalvenenisolation zu sprechen. Dort ist das tägliche Praxis. Die Erfolgsaussicht soll bei 90 % liegen.

Hier ein Link zu diesem Thema :[[http://www.rhythmologie-hirslanden.ch/page/index.cfm?SelNavID=3249]]

Ich hab auch schon einen Termin am 29. Januar

Die Entscheidung liegt bei mir. Im Moment glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit die HRS

anders zu beseitigen, weit unter 90 % liegt.

LG Uwe @:)

SokTippherx56 hat geantwortet


Nachtrag:

Doch noch eine kleine Anmerkung:

Bei mir festigt sich die Meinung, dass hier jeder auf seine Weise Recht hat. Sowohl die Ernährung als auch alle anderen Lebensumstände, auch psychische Belastungen, Bewegungsintensität, allgemeine Fitness, haben unmittelbar Einfluss auf die Herztätigkeit.

Auch Gerhard mit seiner Hohlvenenkompression hat ganz sicher recht !

Nur..und da liegt der Hund begraben..ein gesundes Herz mit intakten Muskeln und intakten

elektrischen Leitungsbahnen, bringt so schnell nichts aus dem Takt.

Wir bekommen das hin...müssen nur aufhören zu Essen, nicht auf der linken Seite liegen, oder besser..gar nicht liegen, nicht schlafen, uns nicht verkrümmen......usw.usw.

Wenn mein Auto einen Wackelkontakt in den elktrischen Leitungen hat, ist jedes Schlagloch eine reine Katastrophe.

Ganz sicher kann mann durch Veränderungen die Beschwerden lindern...aber heilen ???

Wer will schon dauerhaft auf Lebensquallität verzichten?

Ich werde weiter über die OP nachdenken und Euch meinen Entschluss mitteilen.

HRS ist inzwischen so etwas wie einen Volksseuche, aber nur weil mann sie heute erkennt.

Die Dunkelziffer derjenigen die daran leiden, ohne es zu wissen ist extrem hoch.

Seid nochmal lieb gegrüßt !!

K/eira0x7 hat geantwortet


Hallo zusammen,

bin neu in diesem Forum und dachte lange Zeit ich bin allein mit diesen mysteriösen Herzstörungen. Ich bin 55 und lebe nun schon über 30 Jahre damit. Herzstolpern, Extrasystolen (immer mit einem Husten verbunden), Herzrasen (Puls war immer bei 240), also das volle Programm. Und alles immer aus dem Bauch heraus.

Odysseen durch Arztpraxen und Krankenhäuser. Ablation habe ich auch schon hinter mir (1994). Herzrasen wurde zwar besser aber alles andere blieb. Meiner Meinung nach müsste man auch im Bauch die eine oder andere Reizleitungsbahn veröden und nicht nur die am Herzen. Ich habe diese Herzstolperer, Extrasystolen mit leerem oder vollem Bauch - ist grad egal. Es gibt Tage, da kann ich essen und trinken (sündigen) was ich will und es passiert nichts, dann gibt es Tage, da bewege ich mich wie auf Watte und habe Extrasystolen ohne Ende. Wenn es dann ganz schlimm wird, hilft mir nur noch hinlegen, Kirschkernsäckchen auf den Bauch und ruhigverhalten, bloß nicht bewegen! So liege ich manchmal stundenlang in einer Position. Wenn ich das nur einem Arzt zu erklären versuche, merke ich am Gesichtsausdruck schon, dass ich eigentlich gar nicht weiterreden brauche. Einmal sagte ein Arzt knallhart zu mir: "Gehen Sie nach Hause, Sie haben nichts am Herzen, Sie haben es mit den Nerven". Bin deshalb wegen dieser Herzgeschichte nicht mehr beim Arzt gewesen. Zu Anfangszeiten dachte ich immer, jetzt hat mein letztes Stündlein geschlagen. Aber nach all den vielen Jahren glaube ich, kann man besser damit umgehen. Ein guter Freund sagte einmal zu mir: "Mit deiner Krankheit wird es erst besser, wenn du sie akzeptierst". Und da ist was dran.

Ich für mich sehe jetzt dieses Forum als Selbsthilfegruppe an.

Wäre natürlich schön, wenn Licht ins Dunkle käme. Gerhard trägt ja einen großen Teil dazu bei. Hut ab!

So, nun wünsche ich allen hier eine wunderschöne, besinnliche und stolperfreie Adventszeit.

Liebe Grüße

s!igm8arW_17 hat geantwortet


skipper56

sehr guter Artikel. Du hast die Problematik der echten HRS vollkommen richtig erkannt und sehr treffend auf den Punkt gebracht.

Hohlvenentheorie, Histaminintoleranztheorie, üppiges Essentheorie, bestimmte Körperhaltungstheorie usw.

hin und her, diese können, wenn überhaupt, doch nur auslösende Faktoren aber niemals die eigentliche Ursache von echten HRS wie VHF sein. So gescheit sind die Fachärzte auch, dass sie dies gegebenenfalls

als Ursache längst erkannt hätten. Ihre Erfahrung ist eben nachweislich eine andere, nämlich die, dass

dieser Krankheit nur durch Abtragen (Abladieren) der störenden Leitungsbahnen wirksam begegnet werden kann.

Diese Tatsache ist auch in der einschlägigen Fachliteratur überall nachzulesen und stimmt mit meiner Erfahrungen, über die durch nichts zu ersetzende Pulmonalvenenisolation, überein.

Nur mit dieser OP habe ich echte Heilung vom jahrelangen VHF erfahren und kann mich über manche hier im Forum nur wundern, wie sie sich vor diesem gereadzu routinemäßigen Eingriff immer noch so fürchten und lieber allen möglichen Theorien Glauben schenken, obwohl die Chirurgen ganz im Gegensatz bereits mit Erfolgsraten von über 90 Prozent aufwarten können.

Ich kann dir zu deiner Entscheidung für eine OP nur gratulieren.

Alles Gute!

S"kVip?pexr56 hat geantwortet


sigmar_17

Danke für Deine Unterstützung. Ich glaube inzwischen auch, dass die Ablation die einzige

reale Chance ist, die HRS dauerhaft loszuwerden. Aber "Chance" ist dabei genau das Wort,

welches mich stört. Spätestens nach einem sehr gutem Gespräch in der Uni-Klinik Leipzig weiß ich, das diese OP eine "Achterbahnfahrt" und ein "Blindflug" sind. Die Heilungstheorie

stützt sich dabei allein auf die Erfolgsquote. In einer KFZ Werkstatt werden oft, bei Motor-Stottern, die Zündkerzen gewechselt. Meistens hilft das. Wenn nicht, muss man eben weitersuchen. Genau so ist das mit der Ablation. Man weiß, dass die "falschen" Impulse über die Lungen-Venen kommen, aber nicht warum sie überhaupt entstehen. Die Leiterbahnen werden unterbrochen- und fertig. Es wird wohl noch Jahre dauern bis man die Ursache für diese falschen Impulse erforscht hat. Jeder empfindet diese HRS anders. Bei allen gibt es verschiedene Zyklen und Auslöser. Daher bringt diese Ablation auch nicht bei jedem einen 100 prozentigen Erfolg. Bei mir wechseln sich HRS und Sinus etwa alle 4 Tage ab. Jedesmal wenn ich zum Arzt gehe, bin ich gerade im Sinus. Da hilft auch kein 24h EKG,

wenn ich dann gerade im Sinus bin. Alle Werte top...super. Kein Arzt hat Zeit für lange Krankengeschichten. Warteschlangen die Treppe runter und dann ein 3 min Gespräch!

Ärzte müssten verpflichtet werden, dieses Forum hier zu lesen.

Wann war denn Deine Ablation, und nimmst Du jetzt immer noch Medikamente ?

Bei den ganzen Nebenwirkungen, wäre es schon schön, wenn man die danach absetzen

könnte.

Ich wünsche Dir und allen, die das hier lesen, störungsarme Weihnachten

sSigmIar_x17 hat geantwortet


Hallo skiper56

es freut mich, dass du auf meinen Beitrag so ausführlich geantwortet hast. Deinem Vergleich des menschlichen Herzens mit einem Motor inkl. Steuergerät schließe ich mich vollinhaltlich an, zwar sehr vereinfacht erklärt aber treffend, weil ein Sinusknoten und ein Steuergerät im Auto etwa die gleiche Funktion haben.

Der von dir erwähnte, und für die HRS nachweislich verantwortliche Stromffluß aus den Pulmonalvenen, könnte durchaus auch beim gesunden Menschen da sein, nur mit dem Unterschied, dass die Stromschläge eben nur bei bestimmten krankhaften Veränderungen der Gewebestruktur zum Taktgeber (Sinusknoten) vordringen und dort die Störung in Form von VHF verursachen können.

Das Innere der Herzmuskulatur kann sich durch kardiovaskuläre Erkrankungen wie Hypertonie, Herzinsuffizienz, Diabetes usw. oder aufgrund erblicher Disposition verändern und die HRS fördern.

Dieser Erkenntnis folgend, können somit HRS, die auf die besagte Gewebserkrankung zurückzuführen sind,nur mittels manueller Intervention, sprich Katheterablation direkt und wirksam beseitigt werden, weil ja die erkankten Strukturen durch keine andere Maßnahme wie Pillen, Tropfen, Histaminentzug, Körpertraining usw. usw. rückgeänging gemacht werden können, sondern erst nachhaltig 'abgetragen' werden müssen.

Die Erfolgsrate von derzeit über 90 % zeigt, dass diese Option bereits der konservativen, medikamentösen Behandlung bei Weitem überlegen ist.

Die Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie sprechen für sich selbst.

Ich habe mich im März dieses Jahres mittels Katheterablation operieren lassen und bin begeistert von der Beschwerdefreiheit, der neuen Lebensqualität und der positiven Erfahrung in der wirksamen Bekämpfung dieser Krankheit.

Ich habe auch sämtliche (ohnehin wirkungslosen) Rhythmusmedikamente, sowie die Antikoagulationstherapie mittels Marcuomar beenden können und bin auch körperlich wieder voll einsatzfähig. Diesen Erfolg möchte ich ausdrücklich als Heilung bezeichnen.

Sollte das VHF dennoch wieder auftreten, würde ich die OP jederzeit sofort wiederholen lassen, denn sie ist mit dem Leiden des Vorhofflimmers in keiner Weise vergleichbar.

skiper ich wünsch dir alles Gute

und blei dran

S.kippberU56 hat geantwortet


sigmar_17

Vielen herzlichen Dank für Deine Antwort. Das macht mir Hoffnung und ich denke,

ich werde den Termin im Januar wahrnehmen.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie,ausgesprochen besinnliche Weihnachten.

LG

sxigm4ar_17 hat geantwortet


Skipper56

als ehemals Leidender freut es mich für dich, dass du den OP-Termin schon im Januar hast und so möchte ich auch dir die besten Weihnachtswünsche mit der festen Überzeugung übermitteln, dass alles gutgehen wird und du mit diesem richtigen Schritt nun endlich einer völlig neuen Lebensqualität ohne HRS entgegensehen kannst.

LG

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH