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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Voidgxi hat geantwortet


Hallo, Sigmar,

ich kann nicht ganz mit dir übereinstimmen. Möglicherweise ist es so, dass eine genetische Prädisposition besteht, aber ich glaube, dass Umwelteinflüsse für die Veränderung der Muskelzellen ausschlaggebend sind. Jedenfalls ist mein Vorhofflimmern durch Änderung der Lebensweise fast verschwunden, nachdem es schon ziemlich schlimm war, d.h. ich hatte es mehrere Jahre, zum Schluss etwa jede Woche und bis zu sieben Tagen dauernd. Jetzt habe ich es nur noch 3-5 mal im Jahr oder gar nicht und oft nur kurz.

Ich möchte betonen, dass ich nie eine Kardioversion habe machen lassen, sondern immer gewartet habe, bis das Vorhofflimmern von alleine verschwindet. Das ging allerdings nur, weil ich Marcumar einnahm und so keine Angst vor einem Schlaganfall hatte. Ich glaube, dass man zu leichtfertig mit der Kardioversion umgeht, denn ich bin überzeugt, dass dadurch jedesmal Mikroschäden an den Herzmuskelzellen entstehen, die den bestehenden Schaden verstärken. Ich habe das einmal gelesen, kann aber die Quelle nicht mehr finden. Kein Wunder also, dass das Vorhofflimmern immer schlimmer wird.

Jetzt brauche ich kein Marcumar mehr und spritze Heparin, wenn ich Vorhoffimmern bekomme. Meist brauche ich nur 1 Spritze, weil es nicht einmal einen Tag dauert.

Ich bin mit diesem Zustand sehr zufrieden. Du sprichst so positiv von der Ablation, weil du zu den 90% gehörst, bei denen es gut geht, aber wenn du zu den 10% gehört hättest?

Ich ziehe meine Methode als den natürlicheren Weg vor.

P.S. Was ich sage, gilt für die, die keine Vorerkrankungen haben, also keinen Bluthochdruck, Diabetes etc. Aber selbst diese Krankheiten könnten durch eine Veränderung der Lebensweise verbessert werden, und das risikofrei. Auch eine Histaminunverträglichkeit muss nicht angeboren sein und kann verändert werden.

Ich habe dies nicht geschrieben, um jemandem von einer Ablation abzuraten, sondern um zu zeigen, dass es auch anders gehen kann. Gerhard ist ein weiteres Beispiel dafür. Aber jeder Mensch ist anders und damit wahrscheinlich auch jedes Vorhofflimmern. Statistiken helfen hier nichts.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit @:)

s:igmxar_17 hat geantwortet


Hallo Vidgi

ich möchte dir mit deiner Einschätzung betreffend Behandlung von HRS nicht allzusehr widersprechen, können tät ich es wohl.

Nur ein paar Sätze hiezu: Wenn es für dich ausreicht, dass du trotz deiner 'natürlichen' Methode immer noch mit gelegentlichen Anfällen leben musst, dann ist es vielleicht für dich in Ordnung, für mich sicher nicht und die meisten Betroffenen vermutlich auch nicht.

Deine Erklärung auf schädliche Umwelteinflüsse kann man problemlos auch für alle anderen Krankheiten anwenden und wird auch angewendet, also warum nicht auch für eine erkrankte Herzgewebestruktur? Als Gegenmaßnahme nimmt man ganz einfach eine 'Veränderung der Lebensweise' in Kauf und schon ist der Fall gelöst. Hauptsache es handelt sich um eine 'natürliche' Methode, denn von der Schulmedizin hört man ja so viel...

Mit Verlaub, so einfach stelle ich mir das aber nicht vor.

Die Frage: Was ist, wenn man zu den 10 % mit einer erfolglosen PVI gehört, beantwortet sich von selbst, denn jegliches krampfhafte Verhindern der unvermeidbaren OP mit all den Folgen unbehandelter HRS, ist nach dem heutigen Stand der Medizin(technik) als wesentlich risikoreicher anzusehen als diese Routine OP.

Wer meine Einträge gelesen hat, weiß, dass ich hier nur von medizinisch eindeutig diagnostizierten Herzrhythmusstörungen wie VHF und nicht etwa von gelegentlichen ES,VES, Panikattacken udgl. spreche.

In diesen Fällen vermag deine oder eine ähnliche Methode möglicherweise Linderung bringen.

Wirkliche nachweisliche Erfolge bei HRS durch bloße 'Veränderung der Lebensweise' werden meiner Meinung noch lange auf sich warten lassen.

C&hrist|ine auxs NRW hat geantwortet


Hallo Vidgi,

ich kann mich Deinem Beitrag nur anschließen. Im Vorjahr Okt/Nov hatte ich fast jeden 2. Tag mein VHF. Es ist durch mehrere EKG's bestätigt. Auch war ich im 2. Halbjahr 2x im Krankenhaus. Nachdem mich mein Hausarzt auf Marcumar setzte und mir den Kurs für die Selbstmessung nahelegte - war er für eine Ablation.

Mein Kardiologe sah das aber ganz anders, er war dagegen, weil er der Meinung ist, man sollte zuerst überlegen, wann trat das VHF auf, was habe ich vorher getan, was habe ich gegessen, usw. ich könnte noch so einiges aufzählen. Er ist nach wie vor der Meinung, mein Herz ist gesund und bei einer Ablation entstehen Narben im Herzen, das könnte dann zu anderen HRS führen. Wir haben dann die Medikamente etwas umgestellt.

So habe ich dann in diesem Jahr einiges an meiner Lebensweise verändert. Ich habe mein VHF nur mehr ganz selten und auch nur kurz. Die Abstände werden immer länger.

Vielleicht kann auch ich auf absehbare Zeit mit meinem Marcumar aufhoeren.

Aber wie Du geschrieben hast, jeder Mensch ist anders und so auch das VHF.

Auch eine schöne Adventzeit wünscht

Christine *:)

Vsid<gwi hat geantwortet


Hallo Sigmar,

auch ich spreche nur von Vorhofflimmern, auch durch EKG und Klinikaufenthalt bestätigt, und mir geht es mit den wenigen Anfällen, die ich jetzt habe, sehr gut, sie beeinträchtigen mich nicht. Allerdings bin ich schon älter, habe in meinem Leben viel Interessantes erlebt und kann somit leichter auf manches verzichten. Wenn man jünger ist, ist das vieleicht anders, obwohl, ich glaube, ich hätte es früher auch so gemacht. Trotzdem wundere ich mich, dass gesunde Lebensweise sozusagen als etwas schlechtes angesehen wird. Außerdem, wieso ist es "alternativ", gesund zu leben? Sollte das nicht der Normalzustand sein?

Und du hast vollkommen recht, man kann die Methode problemslos auf andere Krankheiten anwenden, vorbeugend, denn du bist durch deine Ablation nicht vor anderen Krankheiten gefeit.

@ Christine

Danke für deine Antwort. Es freut mich, dass es auch dir besser geht. Um nicht zurückblättern zu müssen – darf ich fragen, was du geändert hast?

Auch dir eine schöne Adventszeit,

wünscht

VFidgpi hat geantwortet


@ Sigmar

P.S.

Natürlich wünsche ich auch dir eine schöne Adventszeit :-)

s(igmar[_1x7 hat geantwortet


Vidgi, Christine, Skipper56 und die anderen

danke für eure Teilnahme an der Diskussion, was für alle Erkrankten und Leidenden wichtig und hilfreich ist.

Ich wünsche euch allen eine ruhige Adventzeit!

LG

Cqarfsten DKx. hat geantwortet


Guten Abend allerseits,

bekanntlich habe ich in 2007 eine Ablation vornehmen lassen nach Beschwerden mit PSVT, die leider – da anfallsartig – nie im EKG dokumentiert werden konnte. Bei der EPU konnte die PSVT aber ausgelöst und soweit erfolgreich abladiert werden. Seitdem habe ich nun aber vorher nicht vorhandene ES und SVES sowie selten VHF. Das alles hatte ich vorher nicht...

Erst durch dieses Forum bin ich dann auf die Histaminproblematik und Gerhards Hohlvenentheorie aufmerksam geworden und denke, dass gerade Histamin bei mir eine große Rolle spielt.

Heute war ich geschäftlich unterwegs (insgesamt 6 Stunden Autofahrt bei Schneetreiben, 4 Stunden Geschäftstermin) und habe histaminhaltige Speisen zu mir nehmen "müssen". Zum Abend hin hatte ich dann Hunger bei der Heimfahrt und hatte wieder extrem VHF und SVES. Jetzt, nachdem ich zur Ruhe gekommen bin und gegessen habe, hat es sich gebessert. Zusätzlich massiere ich immer um den Bauchnabel herum wie von Gerhard geschrieben, das hilft wirklich. Bei mir jedenfalls recht häufig.

Fest steht für mich, dass die Symtpome durch folgende Trigger ausgelöst werden:

- mangelnder Schlaf

- Stress

- falsche bzw. histaminhaltige Ernährung

Hinzu kommt, dass die Symptome bei mir durch Bewegungen (beim Bücken, auf der linken Seite liegen oder manchmal einfach beim "festen" Laufen oder sogar Winkbewegungen) auftreten. Ärzte haben hierfür bei mir keine Erklärung bzw. wird das nicht Ernst genommen. Leider habe ich keinen Arzt im Raum Hessen / Ffm. finden können, der in diese Richtung behandelt. Wenn also die Leser dieses Forums oder gar Gerhardt Tipps in diese Richtung hätten, wäre ich sehr dankbar.

Euch allen ein schönes Wochenende, hoffentlich beschwerdefrei ;-)

IgtzynBitz3ySXpider89 hat geantwortet


Mein Herz ist ja DEFINITIV gesund. Das letzte Echo war hervorragend.

Trotzdem habe ich (erst seit kurzer Zeit) das Problem, dass Alkohol bei mir Herzrasen auslöst, schon der kleinste Schluck.

Klar, erst mal kein Alkohol bis das geklärt ist. Trotzdem möchte man ja wissen, woher das rührt und ich trinke im Sommer nun einmal gerne ein kühles Weizen und im Winter 'nen Glühwein.

Ich lese immer nur, dass die Wirkung der Betablocker verstärkt wird. Kann es evtl. sein, dass Alkohol sie auch reduzieren kann und der Puls deswegen so hoch geht?

Mein HA hat es letztens auf die Zigaretten geschoben. Nun habe ich während des letzten Versuchs, mal ein Bierchen zu trinken, aber nicht geraucht und der Puls fing trotzdem an zu rasen.

myownilxine hat geantwortet


Hallo Sigmar 17,

du hattest mich ja gut informiert in bezüglich Ablation,

war auch vor 2 Wochen in Düsseldorf zur Thythmussprechstunde.

Dort war dann die Diagnose AV Knoten Reentrytachikardie also kein

VHF, habe aber jetzt noch keinen Termin ausgemacht, weil ich

gelesen habe, dass ein ganz geringes Risiko besteht, nach

Ablation einen Herzschrittmacher zu bekommen.

Ich bin ein ängstlicher Mensch. Der Leidensdruck muss wohl größer

werden. Habe jetzt wieder fast zwei Wochen ein ganz ruhiges Herz,

nehme jetzt Concor cor 2,5 mg. Mal sehen wann wieder alles anders wird.

Auf gesunde und histaminarme Ernährung zu achten, fällt mir nicht

sehr schwer.

Euch allen eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit.

LG

moniline

sHigmahr_x17 hat geantwortet


Hallo moniline,

es freut mich, dass du wieder mal von dir berichtet hast und hoffe sehr, dass du deine Reentrytachikardie mit dem Betablocker Concor so weit unterdrücken kannst, sodass es für dich einigermaßen erträglich bleibt. Leider ist diese medikamentöse Therapie mit einer relativ hohen Rückfallquote behaftet.

Wenigstens besteht bei dieser organisch bedingten, gutartigen HRS im Gegensatz zum unregelmäßigen VHF nicht unmittelbare Gefahr eines Schlaganfalles, sondern es kommt lediglich zu lästigem Harndrang, der durch die Überdehung der Vorhöfe bedingt ist. Glücklicherweise führen solche Anfälle nur in seltenen Fällen zu sogenannten Synkopen (plötzliche Bewusstlosigkeit), was aus verschiedenen Gründen schon relativ gefährlich wäre.

Doch auch diese HRS ist mittels Kathetertechnik der neuen Generation mit bis zu 95 % erfolgreich behandelbar, wobei eine der beiden Strukturen am AV-Knoten verödet und das Ausbreiten der Tachykardie nachhaltig unterbunden werden kann. Die Gefahr, dass es hiebei zu einem AV Block 3. Grades kommt und ein Herzschrittmacher implantiert werden muss liegt bei 0,5-2%, vorausgesetzt natürlich, es wird in einem sehr erfahrenem Klinikum von einem ebenso erfahrenem Chirurgen durchgeführt.

Ich möchte hier aber nicht ausschließlich der Ablation das Wort reden, weil auch dein Standpunkt verständlich und vollkommen nachvollziehbar ist, sondern möchte als Betroffener rein informativ aufzeigen, dass diese Kathetereingriffe heutzutage bei weitem nicht mehr die nachgesagte Gefährlichkeit haben, wie dies früher vielleicht einmal der Fall war.

Ich wünsche auch dir alles Gute

und einen ruhigen Advent

GSerha!rd hat geantwortet


@ Hugo04,

nicht bei jedem schnellen Puls in der Nacht musst Du gleich an Vorhofflimmern denken. Ob es sich um so eine absolute Arrhythmie handelt, kann man sehr deutlich an der Halsschlagader ertasten. Dann nämlich ist die Schlagfolge des Herzens so durcheinander, dass der Puls in zeitlichem Abstand und Intensität vollkommen aus dem Rhythmus ist. Dabei kommt ein leichtes Schwächegefühl auf, aber mehr spürt man meistens nicht.

Dies ist auch der Grund dafür, dass viele Menschen Vorhofflimmern nur zufällig bemerken. Auch der Puls wird dabei nicht als so hoch empfunden wie er tatsächlich ist, eher spürt man nur wie ein leichtes Rumpeln in der Brust.

Das Gefährliche dabei ist die Möglichkeit der Bildung eines Blutgerinnsels im Herzen, welches in den Körperkreislauf geschwemmt werden könnte um einen Schlaganfall zu verursachen.

Bei eventuell auftretendem Vorhofflimmern in der Nacht, wovor Du nun nach dem Googeln große Angst hast, brauchtest Du sicherlich nicht gleich Deine Kinder wecken und mit ins Krankenhaus nehmen. So schnell entwickelt sich kein Thrombus im Herzen. Wenn Du partout nicht bis zum Morgen warten möchtest, solltest Du den Bereitschaftsarzt kommen lassen, denn anders geht es ja mit den Kindern nicht. Eine EKG-Dokumentation wäre schon mal wichtig, bevor es dann wieder weg ist und weil es eben immer nur nachts auftritt.

@ Keira07,

mit Deinem Bericht triffst Du in punkto meiner Theorie genau ins Schwarze. Du hast schon Recht, man müsste im Bauch die Dehnungsrezeptoren veröden, die das Chaos im Magen-Darmtrakt verursachen. Dann brauchte es vielleicht am Herzen nicht gemacht werden.

Mich würde mal interessieren, wie sich bei Dir die Kombination von Extrasystolen und Husten bemerkbar gemacht hat oder macht? In meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie habe ich ja so einen englischen Artikel angesprochen, dessen Inhalt genau diese Symptome als Thema hat. Es wäre interessant, wenn Du noch genauere Einzelheiten dazu sagen könntest, wie und wann der Husten aufgetreten ist usw…

Kannst es mir auch gern in einer PN über mein Postfach von med1 mitteilen. Ich befinde mich mit meiner Theorie sowieso ein bisschen im Abseits und da ist dieser Weg vielleicht weniger nervig für die Allgemeinheit.

@ Carsten K.,

wieder so ein lehrbuchreifes Fallbeispiel, was Du hier schreibst.

Eine längere Autofahrt bei starkem Schneetreiben ist nicht gerade entspannend, sondern verkrampft mehr oder weniger den gesamten Körper. Man befindet sich in ständiger, erhöhter Alarmbereitschaft, um sofort reagieren zu können. Der angespannte Bauchmuskel nimmt die Bauchorgane und die untere Hohlvene in die Mangel, bis im rechten Vorhof immer weniger Blut ankommt.

Weiter mit…

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/18814121/]]

Mehr Tipps kann ich Dir z.Z. noch nicht dazu geben. Aber es freut mich, dass Du das Herz mit meiner Bauchmassage schon erfolgreich unterstützt, wenn es versucht, mithilfe von Extrasystolen die umklammerte und komprimierte untere Hohlvene freizuschütteln.

Vielen Dank auch für alle anderen Beiträge. Ich wünsche Euch allen eine frohe Weihnachtszeit.

Tschau *:)

meonHiline hat geantwortet


Hallo Gerhard, hallo an alle Leudensgenossen

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch

und ein herzruhiges Jahr 2013!!!

mFoni%linxe hat geantwortet


sorry

heißt natürlich Leidensgenossen

G|uckTyx068 hat geantwortet


Hi moniline

Dir und auch allen anderen, auch von mir.

Einen guten Rutsch und herzruhiges Jahr 2013!!! @:)

E?hemal7iger% NutzeEr (#4x88981) hat geantwortet


Hallo an alle,

ein gutes neues Jahr 2013 Euch allen.

Mir persönlich bleibt die Erkenntnis von 2012, daß meine ES mit meinen Lebensmittelallergien zusammenhingen.

Seit ich alles meide gegen was ich allergisch bin (Milcheiweiß und Fleischeiweiß) habe ich so gut wie keine ES mehr.

Liebe Grüße, Gaby

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