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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Viidgxi hat geantwortet


Hi, Smokyice,

Also sowohl ein Zwerchfellbruch mit Entzündung der Speiseröhre als auch Entzündungen in den Zähnen können Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Da du alle möglichen Beschwerden hast, würde ich mir doch überlegen, ob du nicht grundlegend etwas an deiner Lebensweise verbessern kannst. Du hast immerhin noch die meiste Zeit deines Lebens vor dir. Es gibt Ernährungsweisen, die entzündungshemmend sind und umgekehrt, die Entzündungen fördern. Immer wieder Antibiotika zu nehmen, ist auch nicht gerade förderlich.

Was den Magen betrifft: ist schon mal der pH, also der Säuregrad des Saftes getestet worden? Es könnte auch sein, dass er nicht sauer genug ist und die Nahrung daher nicht richtig verdaut wird. Das führt zu Gärung im Magen mit Gasbildung die dann den Magen hochdrückt. Der Saft, der nach oben in die Speiseröhre gelangt, ist natürlich für diese zu sauer, auch wenn der Magensaft eigentlich nicht so sauer ist. Dieses Medikament, Pantoprazol, das die Magensäure vermindern soll, könnte also das Problem verschlimmern. Kurzfristig hilft es zwar, aber langfristig könnte es kontraproduktiv sein.

Was ich beschrieben habe, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Wissen kann man es nur, wenn der pH des Magensaftes getestet wurde. Ich schlage mich mit dem gleichen Problem herum. Sodbrennen und Reflux sind immer verbunden mit viel Aufstoßen und Gurgeln im Magen. Wenn da Ruhe ist, gibt es auch keinen Reflux und kein Brennen. Oft ist wochenlang nichts, dann geht es wieder los und auch mein Herz wird dann beeinträchtigt. Ich bin mir noch nicht sicher, wodurch es ausgelöst wird. Manchmal habe ich das Gefühl, durch Obst, vielleicht Fruktose, vielleicht Fruchtsäuren.

Insofern finde ich, dass du doch im richtigen Forum bist. Du musst dich wahrscheinlich ausführlich mit deinem Magen-Darm und deinen Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzen.

Viel Glück,

N2euTgeb,orenxe hat geantwortet


Hallo,

nun habe ich mich schon lange nicht mehr gemeldet. Leider war es bei mir dann doch noch nicht erledigt, das Problem mit dem Vorhofflimmern. Wäre ja auch zu schön gewesen, nur mit Homöopathie und Vitamin D ... wo alle anderen hier die schweren Geschütze auffahren.

Je nach Stresslevel und je nachdem, was ich esse, hatte ich zeitweise Ruhe, zeitweise sogar täglich ein paar Stunden Vorhofflimmern. Oft ging es nach dem Trinken von etwas Kaltem weg, bisweilen über Nacht. Harte Medikamente habe ich allerdings nicht eingenommen.

Nun habe ich zumindest für mich herausgefunden, was die tiefere Ursache ist – und mir ist jetzt auch klar, wie der Zusammenhang mit Histamin und mit irgendwelchen Zusatzstoffen ist. Ich habe Kryptopyrrolurie, eine Stoffwechselanomalie. Damit befinde ich mich in guter Gesellschaft, denn rund 12 % der Bevölkerung hat das, nur weiß kaum einer etwas davon. Es gibt einen Arzt und Medizinprofessor in Rostock, Dr. Kuklinski, der sich damit sehr genau auskennt und dessen Ansatz auf der Seite [[http://www.kpu-berlin.de/de/Kryptopyrrolurie.html]] veröffentlicht ist.

Was ist KPU: Eine Laune der Evolution hat dafür gesorgt, dass – über die Mutter vererbt – die Neigung besteht, vermehrt bestimmte Stoffe auszuscheiden, die der Körper zur Entgiftung dringend braucht, allen voran Zink und Vitamin B6. Ist ein Mensch mit dieser Veranlagung besonders gefordert, sei es durch Umweltgifte, ungesunde Ernährung, Stress oder Phasen besonderen Bedarfes an Zink und Vitamin B6, dann kann eine unheilvolle Spirale in Gang kommen: Beide Stoffe werden vermehrt ausgeschieden, das Entgiftungssystem des Körpers funktioniert nicht mehr, zugleich besteht eine erhöhte Infektneigung, es kommt zu immer neuen Allergien (weil für den Abbau von Histamin Vitamin B6 nötig ist) und vielen anderen Erkrankungen. Zahllose Multisystemerkrankungen lassen sich auf die Kryptopyrrolurie zurückführen, auch Krebs bekommt ein Pyrroliker fünfmal so leicht wie jemand, der nicht diesen etwas anderen Stoffwechsel hat.

Hat man durch KPU erst einmal zu wenig B6, können Histamin, Nahrungszusatzstoffe und "Gifte" aller Art gnadenlos zuschlagen, denn dann können diese nicht mehr gut oder nur noch verzögert abgebaut werden. Außerdem kommt es zu weiteren Mängeln (z.B. Magnesium, das zur Aufnahme von B6 erforderlich ist) und im weiteren Verlauf häufig zur Schilddrüsen- und Nebennierenunterfunktion. Ich habe inzwischen etliche Bücher über KPU gelesen (u.a. "Leben mit KPU" des Stuttgarter Internisten Dr. Joachim Strienz) und verstanden, wie KPU mit Herzrhythmusstörungen zusammenhängt: Es kommt bei B6-Mangel (und der wird ja z.B. durch Histamin kurzzeitig provoziert, wenn man ohnehin einen niedrigen Level hat) zu Fehlsteuerungen wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen oder auch Fehlsteuerungen im Gehirn wie Epilepsie.

Ich bin nun seit einem Monat dabei, mittels Nahrungsergänzungsmitteln (Heilpraktiker-kontrolliert) meinen B6- und Zinklevel wieder aufzubauen, Vorhofflimmern tritt immer seltener auf – und lässt sich inzwischen wieder beenden, indem ich eine zusätzliche B6-Kapsel einnehme! (So kann ich sogar histaminreiche Nahrung wieder genießen, ich weiß ja jetzt, dass ich meinem Körper im Notfall nur zusätzliches B6 zur Verfügung stellen muss.)

Bestimmt ist das nicht für jeden DIE Lösung, aber doch vielleicht für den Einen oder Anderen hier. Auf jeden Fall lohnt es sich, bei solchen chronischen Problemen einmal abklären zu lassen, ob man eventuell zu jenen 12 % der Bevölkerung gehört, denen Zink und Vitamin B6 einfach so "davonschwimmen".

Ich bin gespannt, ob es noch mehr Teilnehmer hier gibt, die KPU kennen oder gar haben und bei denen auch die Herzrhythmusprobleme damit zusammenhängen.

Viele Grüße

Die Neugeborene

N|eugIebore@ne hat geantwortet


Hallo Vidgi,

auch Fruktoseintoleranz ist eine häufige Folge von KPU!

Gruß

V.idgxi hat geantwortet


Hallo, Neugeborene,

ich habe früher schon mal über KPU gelesen, aber irgendwie war es mir zu kompliziert und ich habe es nicht auf mich bezogen. Jetzt wo ich aber deinen Beitrag lese, macht es mich wieder neugierig. Ich werde mich noch einmal intensiv damit befassen. Schließlich sind die Vorgänge im Körper komplex und man kommt nicht darum herum, sie auch so zu sehen. Kannst du ein Buch besonders empfehlen? Um Werbung zu vermeiden, könntest du mir eine persönliche Nachricht schicken.

Können Magenprobleme auch damit zusammenhängen?

Wie du früher vielleicht gelesen hast, geht es mir auch wesentlich besser, auch ohne schwere Medikamente (außer Betablocker), aber in seltenen Fällen schlägt das Vorhofflimmern leider doch noch mal zu. Mein Ziel ist, dass es ganz verschwindet.

Ich freue mich sehr, dass du auf dem richtigen Weg bist und hoffe, dass es bei dir stetig bergauf geht. @:)

NGeu2geDb)orexne hat geantwortet


Hallo Vidgi,

ich habe vor einem Jahr hier nicht alles, aber doch viele Seiten gelesen, aber ich habe auch vieles inzwischen vergessen. Entschuldige deshalb bitte, wenn ich nicht mehr im Kopf habe, wer genau was gemacht hat. Entscheidend war für mich die Erkenntnis, nein, ich will weder den Weg der harten Medikamente gehen noch den der invasiven Eingriffe. Natürlich kann man dies nicht vermeiden, wenn es einem schlecht geht, aber ich hatte bei mir immer das Gefühl, da muss etwas anderes dahinter stecken – so wie ja auch Gerhard, der mit seinem Forschergeist immer wieder Neues herausfindet. Und ich hatte das Glück, dass meine VHF-Attacken immer wieder von allein aufgehört haben – einmal auch unter Beobachtung in der Notfallaufnahme eines Krankenhauses. Mein Eindruck ist, dass ich mit KPU jetzt fündig geworden bin, zumal es bei mir eine richtige Familienkrankheit zu sein scheint – was ja angesichts der Genetik nicht verwunderlich ist. Jedenfalls geht es meiner Mutter, die ganz schwere Herzprobleme hatte, jetzt mit der Einnahme von B12 und B6 auch schon viel besser!

Ich kann jetzt nicht mehr den Eintrag finden, aber bist du das Forumsmitglied, bei dem sich durch radikale Ernährungsumstellung, Stressreduktion und besonders gesunde Lebensweise das Vorhofflimmern gebessert hat? Falls ja, würde auch das zu KPU passen, denn bei KPU fehlt dem Körper B6, was eine erheblich geringere Stresstoleranz bewirkt. Das richtige Essen spielt dann eine besonders wichtige Rolle, damit der Körper möglichst wenig B6 verbraucht, um aus dem Essen das herauszuholen, was nicht hineingehört.

Magen- und Darmbeschwerden, die in der Literatur genannt werden, sind u.a.:

- der Bauch ist schon kurz nach dem Essen aufgebläht und schmerzt

- Übelkeit, vor allem morgens

- Durchfall und Verstopfung im Wechsel

- verstärkter Mundgeruch

- häufige Unverträglichkeit von eiweißreicher Nahrung, vegetarische Ernährung wird oft bevorzugt

- besondere Probleme mit histaminreicher Nahrung (insbesondere muss man bedenken, dass proteinreiche Nahrungsmittel durch Lagerung, auch Gefrieren, ihren Histamingehalt vervielfachen, Fisch und Fleisch sind da insbesondere zu nennen)

- viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

KPU muss nicht immer angeboren sein. Kuklinski untersucht seit langem die "erworbene KPU", die infolge von Verletzungen der Halswirbelsäule entsteht. Wer einen schweren Unfall mit Halsbeteiligung hatte, auch wenn nichts passiert zu sein scheint – und dann nach und nach gesundheitliche Probleme bekommen hat, sollte unbedingt in dieser Richtung nachforschen.

Du hast nach einem besonders empfehlenswerten Buch gefragt. Da es noch nicht viel Literatur zu diesem Thema gibt und jeder andere Schwerpunkte setzt, möchte ich diese Frage öffentlich mit einer kleinen kommentierten Literaturliste beantworten und hoffe, dass ich damit niemanden nerve. So hat jeder die Möglichkeit, sich je nach eigenem Schwerpunkt ein Buch auszusuchen.

- Dr. Strienz: Leben mit KPU – Kryptopyrrolurie

Ein Internist beschreibt sehr detailreich, dabei gut verständlich und umfassend, was KPU ist, welche Folgen sie haben kann und wie man sie behandeln kann.

- Dr. Kuklinski: Schwachstelle Genick: Wie große und kleine Unfälle in Beruf und Freizeit Ihre Halswirbelsäule zum unaufhaltsamen Krankheitsgenerator machen

Der Autor forscht seit 30 Jahren zum Thema und hat in vielen seiner Fälle als Auslöser eine HWS-Verletzung ausmachen können. Gut verständlich, mit Therapiehinweisen – eigentlich auch ein Buch zur KPU, auch wenn man das dem Titel nicht anmerkt

- Dr. Kuklinski: Das HWS-Trauma: Ursache, Diagnose und Therapie

Ein Buch vom medizinischen Fachmann für fachlich sehr Interessierte; Laien merken, wie viel Ahnung der Autor hat und wie viele Zusammenhänge es gibt – und wie viele Krankheiten eine gemeinsame Ursache haben

- Dr. Rieger: Vitalstoffverlust KPU

Ein naturheilkundlicher Arzt stellt KPU und ihre Folgen vor, außerdem Therapiemöglichkeiten im schulmedizinischen und naturheilkundlichen Bereich

- Weizenegger: Mama, was ist ADS?

Die Autorin aus dem Umfeld von Dr. Kuklinski erklärt im umfangreichen ersten Teil in einer kindgerechten Weise (Frage-Antwort-Schema), warum KPU zu ADS führen kann und wie man mit sie somit vom Grunde des Übels her behandeln kann. Im zweiten Teil gibt es eine kompakte Darstellung für Eltern, Lehrer und Ärzte. Für die Leser dieses Forums interessant: Viele ernährungsbedingte Probleme, die bei Kindern zu ADS, bei Erwachsenen eben zu VHF oder anderen Steuerungsproblemen führen können, werden ausführlich erklärt und begründet.

- Caroline: Pyrrolurie Psychische Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter im Hinblick auf eine Stoffwechselstörung

Interessant, wenn man bedenkt, dass die Wahrscheinlichkeit, bestimmt psychische Erkrankungen zu bekommen, als KPUler fünfmal so hoch ist wie für einen Menschen mit dem normalen Stoffwechselweg – eine Psychologin, die beschreibt, dass viele Probleme eben gar nicht ursächlich psychisch sind. Kompakte Übersicht über mögliche Symptome mit besonderem Augenmerk auf deren psychische Auswirkungen, auch mit Therapiehinweisen.

- Kinon: Hilfen bei Verhaltensstörungen

Auch hier geht es um Verhaltensstörungen bei Kindern, die auch im Zusammenhang mit KPU gesehen werden. Ganzheitlicher Ansatz aus allen Richtungen naturheilkundlichen Denkens.

Eins haben alle diese Bücher gemeinsam: Die Erkennnis, dass man als KPUler ohne erhebliche Zufuhr an den fehlenden Stoffen, je nach Lebensweise zumindest für eine befristete Zeit, kaum gesund werden kann.

Ich hoffe, ich kann dir und vielleicht ein paar weitern VHF-Geplagten weiterhelfen. :)-

Ansonsten wünsche ich dir gute Besserung und weiterhin alles Gute auf deinem Weg!

V5idg-i hat geantwortet


Hallo Neugeborene,

ja, ich bin wahrscheinlich die, die du meinst. Ernährungsumstellung, positives Denken, Herzintelligenz-Übungen, Meditation, Vermeidung von körperlicher Überlastung...

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde mich jetzt erstmal in den Link vertiefen und dann vielleicht eines der Bücher bestellen.

Ich werde mich wieder melden und berichten.

m#oniOhx63 hat geantwortet


Hallo,lese seit Jahren eure Beiträge und habe auch schon beiträge geschrieben.Bin gestern aus dem KH gekommen.Hatte nach über 4Jahren Pause wieder Vorhofflimmern.Wollte keine Kardioversion und habe Cordarex i.v gespritzt bekommen.Nix passierte!Dann bekam ich 12 Stunden später Tambocor 50mg und 2Stunden später war der Sinusrhytmus da.Jetzt muss ich täglich 2mal 50mg Tambocor un bisoprolol nehmen.Die Ärzte möchten das ich marcumar nehme.Ich lehnte das bis dato ab da ich ja nicht so oft VHF habe.Meine Frage gilt eigentlich dem Flecainid.Laut meinem Wissen ist das Zeug nicht so ohne und die Gefahr eines plötzlichen Herztodes nicht so gering.Würde mich über Antworten freuen.Tschau moni

C|onnxy03 hat geantwortet


Hallo Gerhard

habe mit Interesse deine Beiträge gelesen, habe ähnliche Probleme und habe durch mein Studium zum Osteopathen wichtige Zusammenhänge über den Körper erfahren. Habe mich von einem erfahrenden Osteopathen diesbezüglich behandeln lassen und habe eine deutliche Besserung erfahren so das ich zum größten Teil Beschwerdefrei bin.

lg.Conny

Sakippe_r56 hat geantwortet


Hallo Liebe Forumteilnehmer !

Ich melde mich um kurz von meiner Ablation zu berichten. Wer meine Beiträge kennt, weiß das meine VHF Phasen immer länger wurden. Zuletzt war ich beinahe regelmäßig 4 Tage in VHF und max. 48 Stunden in Sinus. Mein Hausarzt hatte mir deshalb eine Pulmonalvenenablation empfohlen, die am 29.01. in Leipzig an der Uni-Klinik stattfand.

Ich bin unter Sinus nach Leipzig gefahren und habe am ersten Tag die Voruntersuchungen über mich ergehen lassen. Am unangenehmsten ist dabei das sogenannte Schluckecho über die Speiseröhre. Am morgen vor der OP hatte ich prompt HRS. Nachdem ich an gefühlte 150 Kabel angeschlossen wurde und der durchführende Arzt mir versprach, mich nur vom Tisch zu lassen, wenn ich Sinus hätte, ging es los. Die Ablation ist gut zu ertragen. Außer einem Brennen in der Brust, als wenn man eine zu heiße Kartoffel verschluckt hätte, spürt man nichts. Ich sollte den Finger heben, wenn das Brennen unerträglich würde, was ich auch tat.

Der Arzt hat direkt darauf reagiert und so war das ganze erträglich. Die meiste Zeit habe ich wohl in einer seltsamen Trance verbracht (dank des Beruhigungsmittels) oder verschlafen.

Plötzlich wach, verspürte ich sofort, ich bin im Sinus und war erst mal happy. Am nächsten Tag folgte noch eine Gastroskopie um zu sehen, das die Speiseröhre unverletzt war. Bei der

Gelegenheit wurde auch festgestellt, das ich abklingende Magengeschwüre hatte und entzündete Magenschleimhäute. Ein 24 h EKG sollte zeigen wie stabil der Sinus jetzt war.

Ca. 24 Stunden nach der OP, also am Morgen der geplanten Entlassung waren die HRS plötzlich wieder da und zwar heftiger als jemals zuvor. Die Schläge waren heftig und die Herzfrequenz über 130. Da man den Ehrgeiz hatte, mich im Sinus zu entlassen, empfahl man mir eine erneute Kardeoversion (Elektroschock). Ich protestierte mit dem Hinweis, das dass bei mir nichts bringen würde ( man hatte es anderswo schon mehrfach versucht). Letztendlich konnte ich mich gegen die geballte Ärztekraft nicht durchsetzen. Ich ließ es also geschehen, natürlich wie vorhergesehen, ohne Erfolg. Ich ging unter mehrmaligem Abstützen aus eigener Kraft auf mein Zimmer und bestand darauf nach hause fahren zu können, da man ohnehin nichts weiter tun konnte und es Freitag war. Während des Krankenhausaufenthaltes war ich auf Maximaldosis Betablocker und auch auf Maximaldosis Amiodaron gesetzt. Auf dem Weg nach hause musste ich mehrfach anhalten, da ich massive Schwindelanfälle hatte.

Am Abend zu hause, wurde es extrem schlimm. Ich hatte mehrere Aussetzer mit starkem Schwindel, insbesondere wenn ich mich hinlegte und versuchte zu schlafen. Nachdem ich die ganze Nacht um mein Bett gelaufen bin, habe ich morgens um 4 meine Tasche erneut gepackt und den Notarzt angerufen und bin darauf im Krankenhaus Cottbus gelandet. Hier ging die Prozedur von vorn los. EKG, 24 Stunden EKG, Herzecho von innen und außen, Blutuntersuchungen, eben das volle Programm. Dabei hat man festgestellt, das ich zwischenzeitlich Vorhofflattern und nicht mehr –flimmern hatte. Die Pausen bei den Übergängen lägen teilweise über 4 sec. Und daher auch die Schwindelanfälle. Wieder ein erfolgloser Elektroschock. Wenigstens hat man die Betablocker wieder zurückgenommen und siehe da...plötzlich war ich wieder im Sinus. Allerdings nur für ca. 30 Stunden und so erlebe ich es seither: 30 Stunden Sinus 24 Stunden HRS. Also doch eine Veränderung nach der Ablation. Allerdings geht der Übergang von HRS zu Sinus mit stärkeren Schwindelanfällen als früher einher. Die Cottbusser hatten für mich noch mal einen Termin in Leipzig gemacht, weil dort eine Nachsorgepflicht bestehe. Angeblich zum Therapiegespräch. Als ich dort ankam, wunderte man sich das ich nichts von einer erneuten stationären Aufnahme wusste, angeblich um einen Herzschrittmacher einzusetzen ??? ? Der würde zwar meine HRS nicht beenden, aber wäre eine Sicherheit bei den zu langen Aussetzern. Das wäre mit Cottbus so abgesprochen. Cottbus hat ein Herzzentrum und schickt mich wegen einem Schrittmacher nach Leipzig ??? Die Dinger setzen sie beinahe überall ambulant ein. Hier war wohl einiges schief gelaufen. Das Problem der gegenseitigen Verständigung zog sich übrigens wie ein roter Faden durch die ganze Behandlungszeit. Täglich zur Visite ein anderer Arzt. Krankenakten wurden jeweils kurz vorher quer gelesen. Die behandelnden Ärzte an den einzelnen Stationen

waren wieder andere. Alle mit verschieden Meinungen und Aussagen. Ich versuche jetzt von mir aus die richtige Dosis der Medikamente herauszufinden, mit der ich einigermaßen leben kann. ZB. Habe ich gelesen, dass Amiodaron bei einer Frequenz unter 55 nicht gegeben werden soll, da es sonst HRS auslösen kann. Also warum soll ich es im Sinus nehmen ?

Betablocker werde ich weiter reduzieren und Ramipril auch. Mal sehen wie weit ich damit komme. Ansonsten bleibt mir nur abzuwarten ob sich die OP nicht doch noch als erfolgreich

Zeigt. Das soll ja bis zu drei Monaten dauern.

Ich werde zu gegebener Zeit wieder berichten. Ich bin nach wie vor überzeugt, das es irgendetwas gibt, was diese HRS bei mir auslöst.

LG und bis bald !!

Skipper 56 @:)

Cahri$stinbe aus xNRW hat geantwortet


Hallo zusammen *:)

ich habe zwar immer Eure Beiträge gelesen, aber nicht geantwortet - es ging mir sehr gut.

Vor einer Woche hat mich eine sehr starke Erkältung erwischt (ich sage bewusst nicht Grippe - denn jeder sagt gleich Grippe). Ich lag ein paar Tage stramm im Bett und hatte leider zu meiner Erkältung auch noch Vorhofflimmern vom Feinsten. Das ganze ca. 24 Stunden. Da ich Marcumar nehme, habe ich mich aber nicht aufgeregt und den "Müll" in meinem Bett rund um die Uhr durchgestanden.

Als das Fieber weg war, meine Knie nicht mehr aus "Gummi" waren hatte ich wieder nach einigen kurzen Schlafepisode wieder Sinus.

Jetzt geht es mir wieder besser. Trinke Hühnersupper (gut bei Erkältung).

Ich habe festgestellt, wenn mein Leben ruhig verläuft, bin ich das Flimmern los. Aber das geht leider nicht immer.

Lg Christine *:)

GcerEha_rd hat geantwortet


@ Skipper56,

es tut mir echt leid, was Du die letzten Wochen so durchgemacht hast. Meine fast ergebnislose Ablation war 2005 etwa 600 Kilometer von meinem Wohnort entfernt und da war die Nachsorge auch fast Null. Aber genau wie Du es beschreibst ist es in den meisten Kliniken, die ich zumindest kenne. Ein Arzt weiß vom andern nichts – da soll man dann noch Vertrauen haben.

Außer einmal im Quartal ein Rezept holen, brauche ich seit 3 Jahren keinen Arzt mehr. So lange hatte ich nun schon kein Vorhofflimmern mehr. Mein Insiderwissen und die richtige Prävention haben mich fast beschwerdefrei gemacht. Vor Allem durch das Erkennen der für mich unverwechselbaren Vorboten von Vorhofflimmern und die Fähigkeit im rechten Moment zu handeln, haben dazu beigetragen.

Ja lieber Skipper, Du berichtest jetzt von massiven Magenbeschwerden und in früheren Beiträgen schon von vielen verdächtigen Zusammenhängen, die ich schon lange in Verbindung mit der Auslösung von Vorhofflimmern brachte.

Dein letzter Satz zeigt mir, dass Du an meine Vorstellungen auch nicht so richtig glaubst.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es irgendetwas gibt, was diese HRS bei mir auslöst.

Ich habe meine Theorie nun auch im "Magen und Darm" Forum vorgestellt, weil sie dort gleichermaßen hingehört. Eine Resonanz ist wie zu erwarten bis jetzt auch noch nicht zu spüren.

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/19562398/]]

Kannst ja mal reinschauen. Ich wünsche Dir gute Besserung. @:)

@ Conny03,

@Neugeborene,

solange meine Hohlvenen-Kompressions-Theorie nicht widerlegt wurde, muss ich Eure interessanten Hinweise aus Gründen der Übersicht erst mal noch in der Schublade lassen. Irgendwann hole ich sie raus – vielen Dank!

Liebe Grüße und ein Dankeschön auch an alle anderen Beitragsschreiber.

Tschau *:)

Siki&ppeNr56 hat geantwortet


Hallo Gerhard,

ich habe natürlich Deine langen, ausführlichen Beiträge alle gelesen und glaube dass Du

sehr nahe an den tatsächlichen Ursachen bist. All die Dinge, die Du beschreibst habe ich so oder in ähnlicher Form schon erlebt.

Nur wie passen in Deine Theorie meine beinahe exakt nach zeitlichem Chema ablaufenden Perioden ? Vor der Ablation hatte ich immer 4 Tage HRS und zwei Tage Sinus. Jetzt danach: 30 Stunden Sinus, 24 Stunden HRS. Dabei ist es völlig egal was ich esse oder wie ich mich bewege. Ich kann beinahe die Uhr danach stellen. Leider ist der Übergang zu Sinus neuerdings mit Schwindelanfällen verbunden. Mal mehr und mal weniger.

Und ich fühle mich im Sinus nicht etwa wohler ! Traumhafte Werte wie 123 zu 76 und 51er Puls. Aber körperliche Schwäche, Kurzatmigkeit und einen permanenten Unterdruck im Oberbauch. Es ist beinahe so, als ob ich irgendwelche Giftstoffe im Körper habe, die über eine bestimmte Zeit eine bestimmte Konzentration erreichen um das Herz "anzugreifen" Die HRS kündigen sich immer mit erhöhter Pulsfrequenz und Extraschlägen an. Leider befasst sich ja niemand mit der wirklichen Krankengeschichte. Es kann sich halt nicht jeder leisten von Prof.Brinkmann aus der "Schwarzwaldklinik" behandelt zu werden. Deshalb bleibt uns nur der Weg der Selbstdiagnose. Ich Danke allen hier und insbesondere Dir, Gerhard, für die vielen umfangreichen Hilfestellungen.

Liebe Grüße @:)

m4lved]erer1 hat geantwortet


WIe ich das genau kenne. Die ganze Ausgangssituation.

Was hat man mir diagnostiziert. ARVD – obwohl esbis auf EKG könnte sein einige Trabekel rechtsherz keinEINEUTIGES Indiz dafür gibt.

Daür hat man mir mal flott einen ICD eingebaut...

Ich habe IMMEr gedagt das kommt vom Magen Darm.

Und nur wenn ich bestimmte Dinge esse DANN hatte ich Störungen. Sonst nicht.

Was bewirkt der ICD – Paced ein und knallt ir auch mal eine, weil nicht richtig eingestellt. Man wird abhängig gemacht von Betablockern und Amiodaron...

Das kann es alles nicht sein.

ALvimotxh hat geantwortet


@ mlederer

Was hast du denn für einen ICD? Einkammer/Zweikammer/Dreikammer?

Warst du direkt nach dem ersten Schock beim Arzt, damit die Einstellung des Defi überprüft wird?

Wurde vor der Implantation noch ein MRT gemacht? Wenn ja, kannst du vielleicht eine zweite Meinung über dein Herz einholen.

Nach dem Einsetzen eines ICD ist ein MRT nicht mehr möglich.

Amiodaron ist, soweit ich weiß, das stärkste Antiarrhythmika, dass es derzeit gibt. Mittlerweile gibt es neue Medikamente, mit gleicher Wirkung (wenn auch nicht immer so effektiv) die weniger Nebenwirkungen haben.

Amiodaron wird vor allem dann eingesetzt, wenn die Herzpumpfunktion eingeschränkt ist. In diesem Fall wäre es tatsächlich wahrscheinlicher, dass die Magenbeschwerden zurückzuführen sind auf das Herz.

Du sollte aber auf jeden Fall erneut unabhängige ärztliche Meinungen einholen.

Ich kann allerdings auch nur generell jedem ans Herz legen, die Ärzte immer auszufragen, sich alles erklären zu lassen, Röntgenbilder/CT-Ergebnisse/Ultraschall zeigen lassen und seine eigene Akte zu lesen und zu kennen. (Im Notfall erklären lassen)

Grad wer Medikamente bekommt, sollte wissen, was er bekommt, warum er das bekommt und ob es nicht Alternativen gibt, die weniger Nebenwirkungen haben, wenn es schon eine Chemiekeule sein muss.

kbraurxi hat geantwortet


Ich habe das Forum heute entdeckt. Bei mir wird seit Jahren Vorhofflimmern periodisch alle 28 Tage, vor allem nachts ausgelöst. Ursache ist eindeutig der Magen, möglicherweise der Mageneingang.

Folgende Selbstbehandlung hat bislang bei mir am Besten geholfen, so dass die Herzyhtmusstörungen nur noch selten ausgelöst werden, z.B. nach schwerem Essen abends, zuviel Kaffee, Bier oder andere Alkoholika, maximaler Stress.

Abends statt Bier oder Sprudel Kamillentee, dass wirkt am besten.

Dann tgl Kalmus D6 Tropfen und Spigelia D6 je 10 Tropfen in etwas Wasser.

Bei Herzvorschaden zur Unterstützung Weißdorntabletten. Dauerhaft bis der Magen Ruhe gibt. Hat bei mir bislang jetzt über 3 Monate zu Anfallsfreiheit geführt.

Am wichtigsten scheint, dass sich der Mageneingang beruhigt, also es nicht zu einem Reflux kommt oder zu einer entzündlichen Reizung der dortigen Schleimhaut. Auch der Magenausgang kann Probleme erzeugen bei Gallenreflux.

Des weiteren scheint tägliche Atemübung Yoga Tiefenatmung und Aufrichtung der Brustwirbelsäule hilfreich zu sein.

Ich suche noch nach einer weniger aufwendigen Behandlung, vielleicht operative Therapie des Vagusnerven oder so, habe aber noch nichts gefunden.

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