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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Ewttxi hat geantwortet


Wollte mal was zu übergewicht und herzrhytmusstörung sagen, wenn das alles so ist wie in einigen Beiträgen hier, müsste ja jeder übergewichtige herzstolpern , herzrasen u.s.w haben!

Ich selbst bin auch von diesen stolperer betroffen , habe auch ein paar Kilos zu viel , kenne aber jede Menge Leute die noch weit mehr Gewicht zu viel haben wie ich, die kennen so etwas überhaupt nicht!!

Denke es ist einfach eine kopfsache, solange man natürlich herzgesund ist!

m\igkoshxa hat geantwortet


Hallo Gerhard,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deine Hohlvenentheorie nehme ich als gegeben an, auch wenn ich das nicht explizit erwähnt habe. Voller Verdauungstrakt und Gase, nach vorn beugen, Übergewicht allgemein, das alles passt zu der Hohlvenentheorie.

Nun gab es aber eine fehlende Variable in der Formel der Entstehung des VHF: Warum scheint das Herz-Kreislaufsystem an gewissen Tagen "immun" zu sein gegen oben genannte Auslöser und an anderen Tagen kommt es so übermächtig, dass man nicht mal mehr etwas mit Massieren ausrichten kann? Diese fehlende Variable wäre dann also nach Deiner Antwort das Adrenalin.

Um die Adrenalinrezeptoren zu besetzen, müsste man also ausreichend Betablocker einnehmen. Ist in meinem Fall mit Vorsicht zu handhaben, da ich sehr niedrigen Puls habe.

Wie könnte man denn den Teufelskreis der Adrenalinsättigung sonst durchbrechen? Adrenalin wird ja nicht nur durch negativen Stress ausgeschüttet, sondern auch durch wünschenswerte körperliche Betätigung. Die momentane extreme Sensibilität auf Adrenalin müsste also irgendwie rückgängig gemacht werden, so eine Art Desensibilisierung. Gibt es da irgend eine Idee, wie man das anstellen könnte?

Im Falle der Ablation – vor der ich wahnsinnige Angst habe – würde ja ohnehin nur die Reizweiterleitung zwischen Hohlvene/Pulmonalvenen zum Vorhof unterbrochen. Das Zittern der Hohlvene selbst müsste nach dieser Theorie ja trotzdem weiterhin ab und zu auftreten. Welche Erfahrungen gibt es da?

Mittlerweile habe ich die regelmässigen VHF-Phasen, welche schon teilweise alle 2 Tage kommen, so satt, dass ich ernsthaft über eine Ablation nachdenke. Mit 46 Jahren gibt es hier natürlich noch das Krebsrisiko wegen der erheblichen Strahlenbelastung. Hat jemand Gedanken dazu?

@ Etti:

Ich denke nicht, dass es hauptsächlich Kopfsache ist. Klar ist, dass bei übergewichtigen Menschen nicht nur aussen das Volumen zunimmt, sondern es auch innen "enger" wird. Besonders, wenn man schon mehrere Diäten mit entsprechendem JoJo hinter sich hat. Auch Bindegewebswucherungen spielen mit der Zeit eine Rolle. Natürlich hat nicht jeder die gleiche Anatomie, nicht bei jedem muss die Hohlvene in Bedrängnis geraten, die inneren Organe suchen sich meistens ihren Weg und ihren Platz. Aber einen Zusammenhang gibt es sicher. Und das gestörte Spiel zwischen Sympatikus und Parasympatikus, Spannung und Entspannung, Adrenalin und dessen Rezeptoren, ist sicher nicht Kopfsache sondern Veranlagung, Hormonhaushalt, Körperchemie.

Die Frage ist: Was kann man tun? Mit Abnehmen allein ist es wahrscheinlich nicht getan, denn die Dehnungsrezeptoren des Venensystems haben ja bereits eine Sensibilität – auch auf das Hormon Adrenalin – entwickelt, und spielen dann verrückt. Wie sich das rückgängig machen lässt, weiss ich nicht.

Gruss Mike

V%i%dgxi hat geantwortet


Was das Adrenalin betrifft, möchte ich auf folgenden Artikel verweisen:

[[http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2002/heft04/a02_0402.pdf]]

Ich verstehe das so, dass bei hoher körperlicher Leistung Adrenalin ausgeschüttet wird, aber dass bei vorsichtigem Ausdauertraining das Adrenalin eventuell gesenkt werden kann. Zumindest gilt das für Noradrenalin. Ich werde das sehr vorsichtig probieren. Bei mir bedeutet schon Spazierengehen Ausdauertraining (im Gegensatz zu Vor-dem-PC-Sitzen) , mehr schaffe ich zur Zeit nicht, aber vielleicht kann ich es ja noch steigern. Laut diesem Artikel ist sogar die Zahl der Rezeptoren veränderlich, je nach den Umständen. Das klingt doch gut.

D.h. man braucht vielleicht die Dosis an Betablocker steigern, sondern bewegt sich mehr, aber im Sinne von Leistungssport, sondern von sanftem Ausdauertraining, gerade so viel, dass es nicht schadet.

Schöne Grüße

VPi[dgxi hat geantwortet


Ich meine natürlich: D.h. man braucht vielleicht die Dosis an Betablocker nicht zu steigern.

mHigboshxa hat geantwortet


Hallo Vidgi,

Der Artikel ist wirklich sehr interessant. Da fällt mir ein, dass meine Vorhofflimmer-Atacken Ende letzten Jahres exakt immer an den Tagen auftragen, an welchen ich beim Krafttraining war. Mittlerweile ist das nicht mehr so eindeutig, aber offensichtlich scheint sich das Adrenalin durch Stress usw. innerhalb 1-4 Tagen immer wieder anzusammeln und die kritische Schwelle zu erreichen.

Daher der Hinweis, mittels Ausdauertraining den Adrenalinspiegel zu senken – sehr interessant!

Bei diesem Wetter im Mai natürlich nicht gerade leicht umzusetzen!

Also nochmals danke für den Link.

Viele Grüsse

Mike

Apvimoxth hat geantwortet


Ich hab nie etwas bemerkt, war immer total gesund. Krank wurde ich erst, als der Arzt gesagt hat, dass ich krank bin. Das unterstützt meine Theorie, wer nie zum Arzt geht bekommt keine Diagnose und ist folglich nicht krank! Einfach viel trinken und nie zum Arzt gehen...das hätte ich mal machen sollen. *lol*

Und jetzt Spaß beiseite. Ich finde es interessant, wie viele verschiedene Ursachen, VHF, Tachykardien und sonstwas auslösen kann.

V"idFgxi hat geantwortet


Noch ein paar Gedanken zum Adrenalin:

Es gibt ja zwei unterschiedliche Typen von Vorhofflimmern, das eine wird eher in Ruhe ausgelöst, also wenn der N. Vagus überwiegt, das andere eher bei Aktivität, also wenn der Sympathikus überwiegt, der adrenerge Typ. Das hat was mit dem Adrenalin zu tun. Dann gibt es noch den gemischten Typ. Also ich gehöre wohl eher zu denen, die auf einen erhöhten Adrenalinspiegel reagieren. Ich bin so ein Nervenbündel, mein Adrenalinspiegel steigt anscheinend beim geringsten Stimulus, der vom Normalen abweicht. Deshalb habe ich mich mal mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Also Adrenalin, das Stresshormon, wird ausgeschüttet bei

stärkerer körperlicher Aktivität

Aufregung

Kälte oder Hitze

Schock

zu niedrigem Blutzucker

Erschöpfung

bestimmten Wetterlagen wie Föhn

Schlafmangel

B6-Mangel (der zu einer Unterzuckerung führt)

Sauerstoffmangel

Also irgendwie alles, was einen zittrig macht

Das zu wissen, ist schon mal wichtig, um damit umgehen zu können. Körperliche Aktivitäten kann ich versuchen zu dosieren und außerdem ein sanftes Ausdauertraining machen. Es ist wichtig, sich an die eigenen Grenzen heranzutasten.

Aufregungen kann ich nicht immer vermeiden, aber Gelassenheit kann ich schon ein wenig üben. Auch hier gilt es zu erkennen, wo meine Grenzen sind. Wenn ich mich eine längere Zeit sehr konzentriere, das kann schon ein intensives Gespräch sein, fange ich an zu vibrieren und manchmal sogar zu zittern. Das war dann wohl zu viel und das Vorhofflimmern ist nicht weit.

Es heißt, wenn man nach dem Essen oder im Schlaf Vorhofflimmern bekommt, gehört man zum Vagustyp. Ich könnte das aber auch anders interpretieren. Eine Weile nach dem Essen beginnt der Blutzuckerspiegel wieder abzusinken und könnte zu niedrig werden, je nach dem, wie ausgeglichen ich esse. Das ist die Zeit, wo ich nach dem Abendessen am PC sitze und mein Herz oft zu rumpeln anfängt. Ich würde das nicht als Ruhe nach dem Essen bezeichnen, sondern als einen Adrenalinschub aufgrund beginnender Unterzuckerung. Ich wundere mich dann, dass mir auf einmal so warm wird. Außerdem denke ich schon wieder ans Essen.

Dem vorbeugen könnte ich, indem ich Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index esse.

Ähnlich könnte es sein, wenn ich im Schlaf VHF bekomme, was aber sehr selten geschieht.

Gestern war ich nach einem abendlichen Krimi sehr aufgedreht, mit Vibrieren im Oberbauch. Ich war wie unter Strom und an Schlafen war nicht zu denken. Wie kann ich den Adrenalinspiegel senken? Um 2 Uhr stehe ich also auf, um mir eine Wärmflasche zu machen und auf den Solarplexus zu legen. Ich sitze ein bisschen und lese, was meine Anspannung nicht gerade vermindert und prompt fängt Vorhofflimmern an. Sofort nehme ich ein kleines bisschen Betablocker extra, dazu etwas Kalium und Magnesium. Nach ein paar Minuten verschwindet das Vorhofflimmern wieder, zufällig, aber ich stehe immer noch wie unter Strom. Was tun? Mir fällt ein, dass man Adrenalin durch leicht körperliche Aktivität abbauen kann. Ich mache also einen "Spaziergang", indem ich in der Wohnung 20 Minuten hin- und hergehe, bis das Vibrieren tatsächlich weg ist und ich müde genug bin. Es gelingt mir, noch ein paar Stunden zu schlafen und mein Herz ist ruhig.

Dies war mein erster geglückter Versuch, den Adrenalinspiegel zu senken. Einfacher wäre es natürlich gewesen, erst gar keinen Krimi anzuschauen.

Das Adreanlin ist sicher nur ein Auslöser, aber für mich ein wichtiger. Wenn ich das etwas in den Griff bekomme, kann ich mir sicher ein paar Flimmerattacken ersparen.

Was ich noch nicht genau weiß, ist, wie lange das Adrenalin im Blut tatsächlich erhöht ist und wann dann das Cortisol übernimmt. Aber es ist vielleicht nicht so wichtig, das genau zu wissen. Wichtig ist nur, wie ich den "Strom" ausschalten kann. Vielleicht hat noch jemand anders gute Tipps? :-)

Mlaria tClarxa hat geantwortet


Hat von Euch jemand Ahnung, ob ein Vorhofflimmern von einem zu hohen Zuckerspiegel hervorgerufen werden kann?

Ich hatte vorige Woche ein heftiges Vorhofflimmern, das nicht von alleine aufhörte. Deshalb ging ich am dritten Tag zum Arzt, der mich gleich ins Krankenhaus schickte. Dort wurde der Sinusrhythmus mit Elektroschock wieder hergestellt und nun soll ich in ein paar Wochen zur Katheter-Ablation.

Bisher hatte ich nie Herzprobleme, also ein gesundes, starkes Herz. In den Tagen, bevor das Vorhofflimmern einsetzte, hatte ich extrem viel Süßes gegessen, was ich sonst nie mache. Als ich am besagten dritten Tag zum Arzt ging hatte ich einen immer noch stark überhöhten Zuckerspiegel, ob wohl ich vier Tage zuvor gar keine Monoisacharide mehr zu mir genommen hatte. Ich bin keine Diabetikerin.

EThemMaliger TNu*tzer R(#48898+1) hat geantwortet


Kurze Mitteilung von mir:

Meine Herzstolperer sind beseitigt. Warum?

Es lag tatsächlich an einer Lebensmittelallergie, auf Alpha-Galaktose.

Seit ich Fleisch vom Säugetier weglasse (nur noch Geflügel) und ganz wenig die dazugehörenden Sachen wie Butter, Milch, Sahne, Käse, Gelatine, Schokolade esse, habe ich Ruhe. Gottseidank kam das endlich nach x-Jahren herraus. Ich muss der Allergologie Tübingen echt dankbar sein.

Dazu vielleicht noch ein Link:

[[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-89932593.html]]

Jetzt weiß ich was Allergien alles anrichten können.

Liebe Grüße, Gaby

m`iwgo9sha hat geantwortet


Hallo Vidgi,

Deine ausführlichen Infos bezüglich Adrenalin finde ich ja extrem interessant. Da sind einige Anregungen für mich, die Umstände genauer zu beobachten, die bei mir den Auslöser geben.

Eine Frage bezüglich Deines Betablockers: Wirkt der wirklich so schnell bei Dir? Ich nehme Concor, und ich habe das Gefühl, das es 2 bis 3 Stunden braucht, bis es anfängt zu wirken. Ich hatte meinen Kardiologen mal gefragt, ob es einen schneller wirkenden Betablocker gibt und er verneinte dies. Ich frage das nur, weil ja bei Dir der Mix aus Betablocker, Kalium und Magnesium innerhalb vom Minuten etwas bewirkt zu haben scheint.

Liebe Grüsse

Mike

Vfidxgi hat geantwortet


@ Migosha

Ich glaube eher nicht, dass der Betablocker so schnell wirkt, dass er das Vorhofflimmern abbrechen kann. Ich nehme ihn eher, um den Puls etwas zu verlangsamen, falls das Vorhofflimmern doch länger bleibt. Da ich regelmäßíg 5 mg Bisoprolol nehme, hat sich der Körper angepasst, so dass es im akuten Fall eventuell nicht so wirksam ist. Das ist jedenfalls meine Vorstellung. Wenn ich im Sinusrhythmus bin, kann ich aber nicht mehr nehmen, da mein Puls so langam ist, aber wenn ich tachycard bin, gebe ich noch etwas drauf. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.

Noch wichtiger als der Betablocker ist für mich, zur Ruhe zu kommen und die Stresshormone wieder zu reduzieren. Meditation hilft auch.

@ Maria Clara

So viel ich weiß, erhöht ein zu niedriger Zuckerspiegel das Adrenalin, da Adrenalin den Zuckerspiegel wieder anhebt. Es könnte sein, dass der hohe Kohlenhydratkonsum ein hormonelles Ungleichgewicht erzeugt hat. Der erhöhte Blutzuckerspiegel zur Zeit des Vorhofflimmerns war ja nur eine Momentaufnahme, dazwischen ist er vielleicht Schwankungen unterlegen. Denn viele Süßigkeiten bedeutet, dass das Insulin raufgeht, dann geht der Zucker runter, dann das Adrenalin hoch, du bekommst Appetit oder Hunger und das Spiel beginnt von vorne. Und es ist egal, ob du Monosaccharide oder komplexe Kohlenhydrate isst, komplexe KH sind nur etwas besser.

Du kannst eine Balance herstellen, indem du zu den Kohlenhydraten Eiweiss und Fett ist und zwar im Verhältnis 9 : 7 : 1,5 Gramm. Das bringt die Hormone in Balance. Und wenn möglich Fette mit viel Omega-3.

@ ZPK

Danke für den Hinweis! Das interessiert mich sehr, da ich so viele Unverträglichkeiten habe und schon immer den Verdacht habe, dass das eine Rolle spielt. Ist die Alpha-Galaktose vor allem in den Lebensmitteln, die du aufgezählt hast? Wie wirkt sich die Allergie auf alpha-Galaktose) bei dir aus? Kannst du etwas über den Verlauf sagen? Hattest du vorher oft Herzstolpern und seit wann ist es jetzt verschwunden?

Euch allen schöne Grüße @:)

Ebhemarligevr +N`uYtzAer F(#488x981) hat geantwortet


Hallo Vidgi,

wie ich schon geschrieben habe ist Alpha-Gal in allem enthalten was vom Säugetier kommt. Sei es Fleisch oder die daraus resultierenden Produkte.

Angefangen hat es wie in dem Artikel auch beschrieben mit sauren Schweinenieren. Anaphylaktischer Schock. Fast zu spät.

Und meine kritische Grenze liegt bei mir zum Beispiel bei Käse bei ca. 50 Gramm. Alles was drüber ist äußert sich von fießen Oberbauchschmerzen bis hin zu Ausschlag (Nesselsucht).

Bevor ich das wußte hatte ich massives Herzstolpern und ich hatte keine Ahnung warum.

Hast Du den Bericht gelesen den ich verlinkt habe? Wenn nicht bitte les mal.

Man geht davon aus daß der Überträger dieser Allergie entweder eine Zecke war oder ein Insekt.

Alle Säugetiere haben Allpha-Gal in sich, nur nicht der Mensch. Und ich habe es jetzt. Es ist also keine Unverträglichkeit sondern eine echte Allergie.

Ich habe jahrelang nicht gewußt, warum es mir nach Fleisch so schlecht ging, nach Käse und Milchprodukten auch.

Liebe Grüße, Gaby

ps: letzten Herbst war ich gottseidank zum letzten Mal im Krankenhaus, nachdem ich nach einem Cheeseburger keine Luft mehr bekam und meine Nase zuging. grins

Vxi=dgi hat geantwortet


@ ZPK

Hallo, Gaby,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich freue mich für dich, dass dein Allergologe das herausgefunden hat. Dir ging es ja echt schlecht. Ich bin ziemlich sicher, dass ich nicht das Gleiche habe, nicht einmal eine richtige Allergie. Aber dein Beispiel zeigt anschaulich, wie Allergien zu Herzrhythmusstörungen führen können, und ich bin mir sicher, dass es mit Unverträglichkeiten ähnlich ist.

Gefühlt vertrage ich Fleisch recht gut, aber nach meinem IgG Antikörpertest sollte ich es nicht vertragen. Das hat aber mit der Alpha-Galaktose nichts zu tun.

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass es weiter so gut bleibt. Und ich bleibe weiter auf der Suche.

Schöne Grüße,

m5i6go;shxa hat geantwortet


@ Gerhard

Hallo Gerhard, eine Frage bezüglich der Hohlvenentheorie und Ablation. Wenn die Störfeuer tatsächlich von Volumensensoren in der Hohlvene kommen, dann würden die Ablationen der Lungenvenen einen falschen Ansatz verfolgen. Ich habe meinen Kardiologen gefragt, ob sie auch die Hohlvenenmündung abladieren. Er sagte "nein", Standard wären die Lungenvenen, nur wenn während des Eingriffs neue Rhythmusstörungen auftreten, könnte es sein, dass sie den Herd versuchen zu lokalisieren und dann ebenfalls eine Linie abladieren würden.

Aufgrund der hohen Strahlenbelastung, der man sich bei einer Ablation aussetzt, wäre ich natürlich schon daran interessiert, dass auch das korrekte Areal behandelt wird.

Siehst Du einen Zusammenhang zwischen der Volumenänderung der Hohlvene und Störfeuern, welche angeblich aus den Lungenvenen kommen?

Wenn es hier keinen Zusammenhang gibt, dann wäre die Ablation ja sinnlos. Oder aber der Vorhof wird durch die Lungenvenenablation allgemein derart "verwundet", dass er nicht mehr empfänglich für jegliche Art Störfeuer ist, egal ob sie einen Sinn machen oder nicht.

Gibt es vielleicht auch Kardiologen, welche nur die Hohlvenenmündung abladieren?

Wie siehst Du allgemein das Problem der Strahlenbelastung bei einem 46-jährigen bezüglich Krebsrisiko? Leider ist man in der Schweiz bezüglich neuer Medizintechnik sehr konservativ, man führt sie erst ein, wenn sie international etabliert ist. So komme ich leider nicht in den Genuss neuer innovativer Ablationsverfahren, welche bereits ohne Strahlung auskommen (Laserballon mit Kameranavigation oder TactiCath Uni Tübingen). Daher bin ich wirklich noch unsicher, obwohl ich das Adrenalin einfach nicht in den Griff bekomme und spätestens nach 4 Tagen wieder jeweils eine Nacht unter VHF leide. Tag 2 und 3 fängt es durch Bücken an zu rumpeln, lässt sich aber durch sofortige Massage oder Lageveränderung in den Griff kriegen.

@ Vidgi

Danke für Deine Klarstellung. Und alles Gute.

Herzliche Grüsse an alle

Mike

V`i+dgxi hat geantwortet


@ Migosha

Hi Mike,

entschuldige, wenn ich auch antworte. Nur kurz: das Krebsrisiko scheint bei Männern bei 0,1 % zu liegen. Dazu kommt noch das Risiko von genetischen Defekten bei 20 auf 1 Million Geburten.

Zur Hohlvene: guck mal hier: [[http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1046/j.1540-8167.2002.01292.x/abstract Vorhofflimmern und Untere Hohlvene]]. Das ist nur Abstract, weist aber immerhin auf den Zusammenhang Vorhofflimmern/Untere Hohlvene hin und dass eine Katheter-Ablation möglich ist, auch wenn es nicht Routine ist.

Wenn das Englisch Schwierigkeiten macht, gebe ich eine kurze Zusammenfassung. Du kannst in Google scholar mehr finden, wenn du "atrial fibrillation" für Vorhofflimmern eingibst (oder bloß arrhythmia) und vena cava inferior für die untere Hohlvene.

Gruß

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