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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Gcerharxd


Zu Extrasystolen, Vorhofflimmern & Co.

Hier auch wieder ein Lebenszeichen von mir. Es geht mir wirklich momentan zu gut, um ständig vor dem Rechner zu sitzen – so wie es @Vidgi schon richtig vermutet. Aber trotzdem vielen Dank für die Vermisstenanzeige von @Christine. Den meisten hier komme ich nicht gleich zum fehlen, wenn ich mal 2 Monate nichts zum Besten gebe. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie sich eh nicht mit meiner Theorie anfreunden können.

Ich hätte aber auch keine Lust, ständig Fragen zu beantworten, deren Antworten man sich durch Lesen der Beiträge, selbst geben kann.

Was @Christine fragt, ob eine Blutverdünnung z.B. mit Vitamin-K-Antagonisten, Ass etc., einen positiven Einfluss auf die Häufigkeit von Vorhofflimmerattacken haben könnte, kann ich aus meiner Sicht nicht sicher bestätigen.

Dazu finde ich @Vidgi's Beobachtungen und Schlussfolgerungen sehr interessant. Allerdings, wenn das verdünnte Blut dann aber weniger Sauerstoff zu transportieren vermag, müsste doch das Herz mehr Volumen pumpen, wobei sich die positiven Effekte durch die besseren Fließeigenschaften wieder aufheben könnten – oder?

Zumindest beim Ass habe ich bei Nichteinnahme den Vorteil festgestellt, dass es dann weniger Verdauungsstörungen, also weniger Blähungen gibt, wodurch ich seltener das komische Bauchgefühl als Vorboten von Vorhofflimmern verspüre. Für mich ist dies ja ein sicheres Zeichen einer Hohlvenenkompression.

Was @SIBBO so herausgefunden hat, zielt ja darauf ab, weniger Blähungen zu erzeugen und das passt wunderbar zur Hohlvenentheorie – vielen Dank! Dieser enorme Aufwand mit der Ernährung bzw. den Zusatzstoffen wäre mir dann aber doch zu viel und ich würde das Handtuch werfen. Ich blicke in dieser Frage sowieso lieber den Konsequenzen ins Auge, als dass ich ständig abwägen muss, was ich essen kann oder nicht. Diesen Vorteil habe ich der Erlernung der Fähigkeit zu verdanken, Vorhofflimmern in der Entstehung hemmen zu können, wenn das dafür untrügerische Gefühl in der Magengrube aufkommt.

Auch der Bericht von @Gunnar1 zielt z.T. in Richtungen, zu denen ich aus Gründen der Übersichtlichkeit nichts dazu sagen kann. Aber über das komische Bauchgefühl im Bereich des Solarplexus mit Extrasystolen, was er in Verbindung mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten verspürt, hätte ich schon mehr erfahren. Dieses Gefühl ist der Schlüssel zu unseren Problemen.


Einen neuen Versuch, meine Hohlvenenkompressionstheorie in der Fachwelt anzusprechen, habe ich in den letzten zwei Monaten auch unternommen.

Dabei habe ich diese Version [[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/]] noch einmal überarbeitet und an eine Forschungseinrichtung geschickt, die für die Erforschung des Vorhofflimmerns zuständig ist.

Über den Erfolg nach nun 6 Wochen möchte ich mich noch bedeckt halten.

Tschau *:)

VWid}gxi


@ Gerhard

Das Blut ist ja nicht wirklich verdünnt, sondern man sagt der Einfachheit halber so. Eigentlich wird die Blutgerinnung gehemmt. Es ist also nicht weniger Sauerstoff im Blut.

R9eRntneOr25


Habe mich ja auch schon mehrfach hier gemeldet und kann viele Dinge, die Gerhard beschreibt absolut nachvollziehen.Eine Sache trifft aber bei mir nicht zu. Wenn überhaupt, dann kann ich in Linkslage schlafen. Laut Gerhard müssten die Symptome dann aber schlimmer werden. Ansonsten passt alles, sobald irgendwie der Bauchmuskel gereizt wird gehen die Stolperer los. Hat jemand wegen der Linksseitenlage irgendeine Erklärung?

T5empodxrom


Hallo Gerhard,

es gibt immerhin bei Schwangeren ein Vena-Cava-Kompressionssyndrom. Damit solltest du argumentativ schon einmal mehr in der Hand haben, auch wenn dort keine "Herzstolperer" beschrieben sind ("es kommt zu Kreislaufproblemen (Blutdruckabfall, Schwindel, Herzrasen) bis hin zum Schock und zur Bewusstlosigkeit.")[[http://de.wikipedia.org/wiki/Vena-cava-Kompressionssyndrom]].

Es kann auch durch "Raumforderungen im Bauchraum ausgelöst werden." Es steht dort nicht welche, aber Gasansammlungen im Darm sollten solche Raumforderungen wohl verursachen!?

GGerthar*d


Weitere Erklärungen zur Hohlvenenkompressionstheorie

Wenn überhaupt, dann kann ich in Linkslage schlafen. Laut Gerhard müssten die Symptome dann aber schlimmer werden. Ansonsten passt alles, sobald irgendwie der Bauchmuskel gereizt wird gehen die Stolperer los. Hat jemand wegen der Linksseitenlage irgendeine Erklärung?

Rentner25

Es gibt für mich eindeutige Symptome, die auf eine Hohlvenenkompression hindeuten.

Wenn ich auf der linken Seite liegend mit Atemnot (Dyspnoe) erwache, die auch durch schnelles Atmen nicht vergeht, dann hilft nur ein Lagewechsel auf den Rücken oder was noch besser ist – man richtet sich auf, setzt sich kerzengerade auf die Bettkante und massiert den Oberbauch.

In diesem Fall wird nämlich die untere Hohlvene komprimiert, sodass zu wenig Blut vom rechten Herz durch die Lunge gepumpt wird, um dann sauerstoffgesättigt vom linken Herz in den gesamten Organismus zu gelangen. Bekommt der bevorzugte Herzmuskel dadurch auch schon zu wenig Sauerstoff, können dabei auch Angina pectoris ähnliche Schmerzen und Rhythmusstörungen auftreten.

Meine Seite zum Einschlafen wäre auch lieber links, weil es irgendwie angenehmer ist. Aber da beginnen oft schon beim Einduseln die Beschwerden, wo man dann plötzlich wieder hellwach wird.

Aber im Schlaf helfen keine Vorsätze und man wird vom Kreislaufsystem immer wieder geweckt, wenn Blut vor dem Herzen fehlt. Dann liege ich fast immer wieder auf der linken Seite.

Diejenigen, die oft in der Nacht Vorhofflimmern, Extrasystolen etc. bekommen, sollten mal ihre Schlafgewohnheiten unter die Lupe nehmen.

Was letztendlich diesen Unterschied ausmacht, darüber können wir Laien nur spekulieren. Ich sage ja in meiner Theorie, dass es die schwere Leber sein könnte, die mit der unteren Hohlvene verwachsen ist und dann die Hohlvene abknickt.

Dies zu beurteilen wäre Aufgabe einer Studie, die mithilfe von modernen bildgebenden Diagnoseverfahren einfach geklärt werden könnte.

In diesem Zusammenhang auch kurz noch etwas zu meinen im letzten Beitrag angekündigten Versuch, meine Hohlvenenkompressionstheorie in der Fachwelt anzusprechen.

Eine Antwort, zu der ich aber keinen Kommentar abgeben möchte, habe ich vor 6 Wochen von einem Kardiologie-Professor erhalten.

Besten Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen der Hohlvenen-Kompressions-Theorie. Mir ist nicht bekannt, dass diese Überlegungen bislang systematisch im Hinblick auf Vorhofflimmern geprüft worden sind. Dies sollte in experimentellen Modellen möglich sein, in denen der Hohlvenendruck gesteuert werden kann. Es gibt experimentelle Befunde, die nahelegen, dass eine Veränderung des intrathorakalen Drucks über elektrophysiologische Veränderungen – direkt oder vagal vermittelt – Vorhofflimmern auslösen kann. Ich möchte allerdings zu bedenken geben, dass Vorhofflimmern in vielen Fällen im linken Vorhof entsteht, der funktionell nur indirekt mit den Hohlvenen verbunden ist. Besten Dank für Ihre Nachricht.

Nun verläuft meine Initiative wahrscheinlich wieder im Sande, denn es herrscht Funkstille. Dabei hätte ich gern mal unter Praxisbedingungen demonstriert, wie ich in bestimmten alltäglichen Situationen Extrasystolen und Vorhofflimmern auslösen kann.

Erst in der letzten Woche habe ich durch einen Artikel in der Ärztezeitung solche Selbstversuche unternommen.

[[http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinsuffizienz/article/857968/bendopnea-neues-symptom-herzinsuffizienz.html]]

Hier wird durch Vorbeugen des Körpers getestet, wie leistungsfähig das Herz ist. Ich bin auf diese Seite gekommen, weil ich im Internet nach dem Begriff "intrathorakalen Druck" gesucht hatte, den der Professor in seiner Antwort verwendet.

Ich konnte bei wiederholten Tests immer innerhalb von 30 Sekunden auch solche Atemprobleme produzieren, wie dort beschrieben und auch mein Bauchgefühl, was baldiges Vorhofflimmern ankündigt. Allerdings traten die Beschwerden nur auf, wenn ich längere Zeit vorher gesessen hatte und mein Oberbauch durch Blähungen angespannt war.

Ich möchte vor solchen Versuchen dennoch warnen, denn bei meinem letzten Test gestern, konnte ich ein Vorhofflimmern nur mit ausdauernder Bauchmassage verhindern. Es war nachmittags nach Kaffee und Kuchen, wobei mir das Mittagessen noch unangenehm im Magen lag.

Auf eine Hohlvenenkompression schließt man in diesem Artikel mit keiner Silbe, obwohl die Aussagen mehr oder weniger auch nur vermutet werden.

An Anzeichen einer systolischen Herzinsuffizienz glaube ich bei mir durch diesen positiven Test dennoch nicht, denn ohne Verdauungsbeschwerden bin ich völlig normal belastbar. Meinen Kasten Bier trage ich noch ohne Probleme mit einem Arm die Treppe hoch. Ich kann ihn nur nicht mit beiden Armen vor dem Bauch tragen – da klemmt es mir sofort die Hohlvene ab mit Luftnot und dem untrügerischen Bauchgefühl.

Meine letzte kardiologische Untersuchung liegt allerdings bereits fünf Jahre zurück.

@ Tempodrom

Über das Vena-Cava-Kompressionssyndrom machen sich wahrscheinlich auch kaum Ärzte Gedanken, eher nur Hebammen.

Es gibt Beschreibungen die genau erklären, wie dabei die untere Hohlvene durch die immer größer werdende Gebärmutter gegen die Wirbelsäule gedrückt wird. Dass das der Dickdarm auch kann, wenn er wie ein Autoreifen aufgeblasen ist, denkt keiner.

In der Schwangerschaft können beide Varianten zutreffen.

@ Vidgi

Vielen Dank für Deinen Hinweis. Mit der Gerinnung ist mir schon klar, aber was ist, wenn man innerhalb von Stunden mehrere Liter Bier trinkt? Da wird doch die gesamte Flüssigkeit über den Blutkreislauf wieder ausgeschieden. Wird da das Blut nicht verdünnt und kann dadurch weniger Sauerstoff transportieren?

Soviel mal wieder für heute.

Liebe Grüße und Tschau *:)

fXrank9pxat


Hallo!

Nachdem ich einige Jahre lang immer wieder hier mitgelesen habe, möchte ich auch etwas dazu beitragen.

Es waren sehr viele Anregungen für mich dabei, für die ich mich bedanke.

Besonders von Gerhard dessen Energie und Ausdauer ich bewundere.

Mich interessiert vor allem ein allfälliger Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Verdauung bzw Reflux.

Die Überlegungen von Gerhard, wonach VHF eine Art Notprogramm vom Herz ist wenn es zuwenig Blut zur Verfügung hat,

kommen mir sehr logisch vor. Wenn die Sensoren Probleme melden, sollte man IMHO dort nachforschen,

aber das ist wohl sehr kompliziert und aufwendig.

Bei mir (männl., 72 Jahre) hat man vor einigen Jahren zeitweiliges Vorhofflimmern festgestellt.

Vorher hatte ich einige Male im Jahr einen "Würgegriff" vom Brustbereich in den Hals hinauf.

Jeweils 1/2h später musste ich mehrmals sehr stark rülpsen und kurz darauf verschwand dieser "Würgegriff".

Vor 5 Jahren begannen Attacken von VHF samt Panik, was immer einge Stunden dauerte. Dagegen bekam ich Sedacoron,

aber davon bekam ich Einlagerungen in den Augen und einen sehr langsamen Puls, 40-50 Schläge/min.

Also stieg man auf das damals neue Multaq um. Die Einlagerungen verschwanden, aber der niedere Puls blieb.

Der Blutdruck war trotz Medikamente kaum unter 150 zu bekommen.

Meine Fragen an die Ärzte, ob es nicht noch etwas gäbe, vielleicht in der Lebensführung, oder etwas am Rande der Schulmedizin, etc

wurden abschlägig beantwortet. Höchstens eine Ablation, aber davor habe ich mehr Angst als vor den VHF-Attacken.

Vor 1 1/2 Jahren nahm ich die Sache selbst in die Hand und machte mich vorerst im Internet schlau.

Da stieß ich auf diese Seite.

Als Konsequenz daraus habe ich beschlossen: abnehmen, viel trinken, Akupunktur ausprobieren, Bioresonanz ausprobieren.

Ich gewöhnte mir auch an, während der Attacken nicht zu liegen und machte die Massage von Gerhard (am Bauch von rechts nach links).

Dann konnte ich mehrmals Rülpsen und oft hörte darauf die Attacke auf.

Ich ließ mir auch Ohrakupunktur machen, 3-4mal half es, dann kaum mehr.

Ob die Bioresonanz etwas gebracht hat, traue ich mir nicht zu sagen.

Nachdem ich aber ca 5kg abgenommen hatte (von 81 auf 76kg bei 169cm) ließen die Attacken nach, der Blutdruck sank

und mein Reflux war weg.

Ich nehme keine Medikamente mehr gegen VHF, aber immer noch gegen den Blutdruck.

Seitdem esse ich Abends möglichst wenig und spätestens um 18h, esse kein Joghurt (Histamin!?) mehr zum TV.

Wenn der Magen trotzdem nach oben drückt (Luft, ...) dann nehme ich 1-2 Antiflat und der Druck ist weg,

und damit die Tendenz zum VHF. Es hilft auch Atemtechnik mit starkem langem Ausatmen und mit Massage das Rülpsen provozieren.

Zum Frühstück esse ich oft ein Vollkornmüsli, damit die Balaststoffe den Darm antreiben.

Ich achte immer darauf, dass Magen- und Darmbereich nicht zu gefüllt ist und der Bauch nicht gebläht ist.

Im Liegen soll er niederer sein als der Rippenbogen (das war früher nicht der Fall).

Das VHF benimmt sich jetzt sehr interessant:

1-3 Wochen lang 3h-Attacken ca jeden 2. Tag. Vor Allem in den frühen Morgenstunden.

Irgendwann spüre ich wie sich sozusagen ein Schalter umlegt, das VHF ist weg und ich bin lebensfroher und aktiver.

Nach einigen Wochen oder Monaten kommt das VHF wieder langsam zurück und das Spiel beginnt von Vorne.

Dzt macht das VHF seit 4 Wochen Pause.

Im Moment kann ich damit leben, sollte wohl noch etwas abnehmen.

Aber das Essen schmeckt halt so gut.......

Gruß

Frank

CHhrqis.tine Rausx NRW


Hallo zusammen,

ich kam zum Wochenende von einer Reise nach Rom zurück. Da ich vor der Abfahrt mit meinem Vorhofflimmern große Probleme hatte, war ich sehr skeptisch wie wohl diese Woche verlaufen wird.

Wir waren jeden Tag von 9 bis 17 Uhr unterwegs und ich hatte nicht mehr als Fußschmerzen von dem vielen Laufen. Es ging mir trotz wechselndem Wetter super :-)

Als wir am Freitag die Rückfahrt antraten, hatte ich in der Früh (es gab Gewitter in der Nacht und es war am Morgen sehr nebelig) wieder mein VHF. Ich war begeistert :(v , da mein VHF immer mit Schwindel verbunden ist.

Wir hatten am Morgen noch eine Besichtigung mit viel Fußweg. Ich ging mit, und siehe da, nach der Anstrengung (am Morgen hatte ich auch niedrigen Blutdruck und Puls) war alles nach ca. 2 Stunden weg :)^

Mein Arzt sagt zwar immer, wenn ich VHF habe, soll ich mich hinlegen und ausruhen, ich glaube aber, es ist besser mich zu bewegen um meinen Puls und Blutdruck hochzutreiben. Ich werde das die nächste Zeit beobachten.

Es grüßt Euch

Christine *:)

AEl`ster{feen


Hallo an alle,

ich wollte mich auch mal wieder melden, denn ich benötige evtl. euren Rat.

Seit 1997 bis 2002 hatte ich häufiger Vorhofflimmern, ausgelöst u. a. durch Erbrechen, plötzlicher Spurt, Stress etc. Nach der letzten Episode 2002, die ich als sehr schlimm empfand, gab ich das Rauchen und Alkoholtrinken auf und für 10 Jahre war Ruhe.

Im Dez. 2012 hatte ich erneut eine nächtliche Episode, nachdem ich mich mit Pizza und Buttercremetörtchen vollgestopft hatte. Mittels elektr. Kardioversion beendet.

Im Dezember 2013 und Ende März 2014 war es dann wieder so weit. Im Krankenhaus und beim Kardiologen jeweils mittels intravenöser Gabe von Antiarrhythmika beendet, nachdem ich einige Stunden bzw. eine Nacht gewartet hatte, ob es von alleine verschwindet. Auslöser war wahrscheinlich Stress, denn wir hatten eine Wohnung umfangreich saniert und neu eingerichtet.

Seit Dezember 2013 nehme ich Eliquis (Apixaban) 2 x 2,5. Weitere Medikamente: Metoprolol 47,5, davon morgens 1 und abends ½. 4 Tromcardin complex, 1 x L-Thyroxin 100, 1 x Simvastatin 20 und Mesalazin wegen MC.

Ich bin jetzt 64 und verbringe jeden Sommer mit meinem Mann in Ungarn. Leider hatte ich hier erneut Vorhofflimmern. Nachts um 3 Uhr begann es. Ich nahm wie vom Kardiologen empfohlen 2 Flecadura 100 und 1 Metoprolol 47,5. Nach ca. 45 Minuten Wechsel in Sinusrhythmus, aber noch sehr schneller Puls ca. 120. Danach bis 8:00 Uhr geschlafen, immer noch sehr schneller Puls. Kurz aufgestanden und erneutes Vorhofflimmern mit Schweißausbrüchen und extrem flachen schnellen Puls. Notarzt gerufen und mit Krankenwagen ins Krankenhaus überwiesen. Dort gegen 9:30 Uhr angekommen und spontan in Sinusrhythmus gewechselt, danach wieder unregelmässiger Puls. Gabe eines Betablockers und Beruhigungstablette mit Wirkstoff Alprazolam. Monitorüberwachung gibt es hier nicht. Bis ca. 20:00 Uhr noch schneller Puls, aber Blutdruck normal, dann hat sich auch der Puls wieder auf 60 reguliert. Auslöser könnte das Verspeisen eines gemischten Salats mit frittiertem panierten Mozzarella sein, denn das lag mir bis zum Insbettgehen schwer im Magen.

Das Vorhofflimmern geht bei mir immer einher mit einer Tachykardie und das ist doch sehr unangenehm. Puls 130 -170. Auch habe ich neuerdings ein krampfartiges Kribbeln zwischen den Schulterblättern und kann dadurch nicht aufrecht stehen und gehen. 2012 wurde mir im UKE Hamburg zu einer Pulmonalvenenisolation geraten, wenn erneute Episoden auftreten.

Nun bin ich am Überlegen, denn hier in Ungarn ist schnelle Hilfe nicht immer gewährleistet. Ich bin unsicher, wie lange ich durchhalten soll und kann, bevor ich hier den Krankenwagen bestelle, denn eine 40 minütige Fahrt mit dem Auto wäre mir je nach Befinden zu unsicher.

Wie haltet ihr es so mit euren Attacken? Wie lange wartet Ihr. Was macht Ihr? Wie bekommt ihr das so in den Griff. Es wäre nett, wenn der Eine oder Andere mir einen Rat geben könnte.

Vielen lieben Dank!

DderC kl(ein;e Pr@inxz


Ich habe keine Attacke, ich bin eine Attacke ;-D.

Ich hab seit mindestens 15 Jahren aproximales VHF mit absoluter Tachyarrhytmie und seit 2009 persistierendes VHF. Anfang 2010 bekam ich eine Tachymyopathie (Herzmuskelerkrankung) mit einer ausgeprägten Herzinsuffizienz. Ursache für die Tachymyopathie war natürlich die absolute Tachyarrhythmie, mein Ruhepuls lag zwischen 120 und 160.

Das Wichtigste ist m.E., den Puls runter zu kriegen, um eine nachhaltige Schädigung des Herzens zu verhindern. Kläre das ab, was Du nehmen kannst, um während solch einer Attacke den Puls unter 100 zu kriegen. Alles andere ist nicht so schlimm, soweit ich weiß. Das kann man in Angriff nehmen, wenn es passt, das muss nicht, wie bei einem Infarkt, sofort geschehen.

Ich kriege in den nächsten Tagen wieder eine EKV unter einem hohen Amiodaron-Spiegel, und die Ärzte hoffen, dass sie das Herz wenigstens für ein paar Wochen in den Sinusrhythmus kriegen. Am Jahresende ist dann bei mir eine PVI geplant.

EHhemValiger NuZtzer# (#48898x1)


@ alsterfeen

hast Du Histaminintoleranz?

Bei Pizza werd ich hellhörig!

Grüße, Gaby

AhlCste)rfeUen


@ Gaby

Ich glaube nicht, dass ich eine Histaminintoleranz habe, sondern dass mein Magen durch die schwer verdaulichen Speisen dicht war und so ein Druck nach oben Richtung Herz entstanden ist.

@ Prinz

Ich weiß gar nicht, warum Du dich den ganzen Prozeduren unterwerfen willst, denn es gibt auch Ärzte, die deinen Zustand für wünschenswert erachten.

Ich hatte gestern Abend erneut eine VHF-Episode, konnte diese aber durch die sofortige Einnahme von 2 Flecadura schnell wieder beenden. Mein Puls war danach normal, trotzdem ging es mir die ganze Nacht schlecht und ich rief deswegen meinen Hausarzt in Hamburg an, um mit ihm abzustimmen, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll. Auf jeden Fall Metoprolol auf 2 x 47,5 erhöhen. Ansonsten meinte er, dass genügend Menschen mit ständigem VHF herumliefen und es auch für mich das Beste wäre, wenn ich in den persistierenden Zustand überwechsle, denn dann hätte ich keine Probleme mehr mit dem ständigen Hin und Her, hier mal eine EKV, da mal in die Notaufnahme oder immer die "Pill in the Pocket" dabei haben zu müssen. Tenor war jedenfalls, dass ich mich nicht so anstellen solle.

Na ja, ich weiß nicht, wie Ihr eure Zustände empfindet, aber für mich bedeuten alle VHF-Episoden Stress, zumal sich diese jetzt häufen und ich habe auch immer Angst dabei.

Prinz, dir wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg bei Deiner EKV, denn mit einem Sinusrhythmus lebt es sich doch sehr viel angenehmer. Und hoffentlich wird auch die PVI einen dauerhaften Erfolg bringen.

Ich werde mir jedenfalls einen neuen Hausarzt suchen und im Juli die Rhythmussprechstunde der Uniklinik Hamburg aufsuchen, zumal ich dort schon häufiger in der Notaufnahme bzw. stationär war. Mal sehen, was die Ärzte mir dort raten werden. Aber vielleicht habe ich auch Glück und der Spuk ist bald wieder vorbei. So plötzlich, wie er gekommen ist, soll er auch wieder verschwinden. Das wünsche ich mir und allen anderen Betroffenen.

Auch in Ungarn scheint seit heute wieder die Sonne. Damit sieht das Leben schon viel freundlicher aus und das positive Denken fällt leichter.

Liebe Grüße

m$ontilixne


Hallo Alsterfeen,

mir geht es auch so .

Meine Anfälle dauern bis zu acht Stunden und der Puls immer um 150.

Habe bisher oft gewartet , muss jeder für sich entscheiden.

Bei mir kommt der Sinus dann auch von allein.

War aber auch schon mal nach 4 Stunden in der Notaufnahme. Sie spritzen

Beloc, hochdosierter Betablocker und alles im Lot.

Aber es macht mir jedes Mal wieder Angst .

Die PVI schiebe ich auch immer etwas weg. Aber so einen Hausarzt würde ich sofort wechseln.

Ich glaube die Angst legt sich nie.

Aber das ist auch typbedingt.

Aber zwischen den Anfällen ist ja alles gut.

Man muss gesund leben, fällt nicht immer leicht, aber hilft.

Liebe Grüße

D:er kl,eRi+ne Pr\inz


Ansonsten meinte er, dass genügend Menschen mit ständigem VHF herumliefen und es auch für mich das Beste wäre, wenn ich in den persistierenden Zustand überwechsle, denn dann hätte ich keine Probleme mehr mit dem ständigen Hin und Her, hier mal eine EKV, da mal in die Notaufnahme oder immer die "Pill in the Pocket" dabei haben zu müssen. Tenor war jedenfalls, dass ich mich nicht so anstellen solle.

Alsterfeen,

Dein Hausarzt taugt nix. Gut, er ist kein Kardiologe und schon gar nicht auf dem neuesten Stand der Kardiologie, aber wer solch einen Unsinn von sich gibt, kann auch "einen Blinddarm" nicht erkennen.

Rhythmussprechstunde ist schon mal gut.

As to paroxysmales und persistierendes VHF: ich hatte ca. 15 Jahre lang paroxysmales VHF, das manchmal von selbst in den Sinusrhythmus umgeswitcht ist und manchmal auch mittels Infusionen kardiovertiert wurde.

Seit Okt. 2009 habe ich persistierndes VHF, Tachyarrhythmia absoluta, und andere Krankheiten mehr, einschließlich heftiger Insuffizienz und KHK. Im Februar/März 2010 hatte ich eigentlich mit meinem Leben abgeschlossen, weil da nix mehr ging. Die dann folgenden drei Wochen Klinikaufenthalt haben mich wieder stabilisiert, aber die Kardiologen sagten, es läge eine Tachymyopathie vor, und es hätte überhaupt gar keinen Sinn, medikamentös oder elektrisch zu kardiovertieren. Die haben sich nicht getraut, mit mir ein Belastungs-EKG zu machen, weil sie dachten, dann kriege ich ein Herzkaschperl ;-D

Ca. Mitte letzten Jahres war die Kardiologie etwas weiter als vier oder fünf Jahre zuvor, und man sagte, ich könnte jetzt mal eine EKV versuchen. Es wurden dann 3 EKV gemacht, eine unter Nebilet, die gar nicht funktionierte, eine unter Amiodaron, die 6 Stunden hielt und eine unter Dronedaron, die immerhin schon vier Tage funktionierte. Mann, war das schön, nach fast 5 Jahren wieder einen normalen, ruhigen Sinusrhythmus zu haben, ganze vier Tage lang.

Anfang Juni gehe ich zur nächsten EKV, ich nehme seit Anfang Mai ein hohe Tagesdosis Amiodaron, und die beim Herzzentrum hoffen, dass die EKV unter dem hohen Amiodaronspiegel eine Weile funktioniert. Je länger, desto besser, denn am Jahresende soll die PVI gemacht werden, die um so wahrscheinlicher klappt, je länger das Herz im Sinusrhythmus war.

Ich kann sagen, seit 2009 (persistierendes VHF) ist nix besser geworden. Anfang 2010 hätte ich fast den Löffel abgegeben. Danach wurde mein Gesamtzustand besser, aber ein Spruch, dass es besser wär, wenn Du in den persistierenden Zustand überwechseln würdest, ist entweder zynisch oder zeugt von Ahnungslosigkeit. Da wird gar nix besser, im Gegenteil, die Chancen eine Tachymyopathie zu kriegen, steigen beträchtlich an. Die Konsequenz einer Tachymyopathie ist eine nahezu irreversible Veränderung des Herzmuskels selbst. Also das solltest Du, so gut Du kannst, vermeiden. Dazu gehört besagte Rhythmussprechstunde und vor allem alle Maßnahmen, die dazu verhelfen, in den Sinusrhythmus zu kommen.

Ein absichtliches Wechseln in den persistierenden Modus kommt mir so vor, als würde man einem Nussallergiker empfehlen, mehr Nüsse zu essen.

Aglster:feen


Nun will ich mich doch mal wieder melden

@ Prinz

Ich hoffe, dass die EKV Anfang Juni erfolgreich verlaufen ist und Du Dich auch jetzt noch im Sinusrhythmus befindest. Berichte doch mal, wie es Dir ergangen ist.

@ Moniline

Es tut gut zu wissen, dass nicht nur ich Angst habe vor diesen blöden Episoden. Ich habe die letzten Male ja auch immer einige Stunden bzw. eine Nacht gewartet, aber über zu viele Stunden halte ich das nicht aus, zumal der Puls immer sehr hoch ist.

Ich bin Ende Mai dann doch für 2 Wochen nach Hamburg gefahren, weil ich hier in Ungarn sehr angespannt war und mich die ständige Angst vor einer neuen Episode fest im Griff hielt. Ich wollte einfach mal wieder relaxen und hatte den Rückflug nach Ungarn schon für Pfingstsamstag gebucht.

Leider kam dann Freitagnacht gegen 1:30 Uhr wieder eine Attacke. Vorangegangen war heftiges Sodbrennen, das ich mit Hilfe von zerkauten Haferflocken versucht hatte zu beheben. Gegessen hatte ich u. a. Krabbensalat, der mir vorher noch nie Probleme bereitet hatte. Gegen 6:30 Uhr bin ich dann in die Notaufnahme des UKE gefahren. Dort bekam ich intravenös Kalium, Magnesium und einen Betablocker, aber es half nichts. Ich lag den ganzen Tag ohne Essen und Trinken, bis gegen 18:00 Uhr endlich eine EKV durchgeführt wurde, mit Erfolg und gegen 22:00 war ich wieder zu Hause, aber der Flieger weg. Den habe ich dann 1 Woche später genommen.

Den Hausarzt habe ich zwischenzeitlich gewechselt. Der neue hat einige Jahre Erfahrung in der Kardiochirurgie und macht einen sehr kompetenten Eindruck. Mit meinem Kardiologen muss ich während meines Aufenthaltes im Juli in Hamburg je nach Vorkommnissen entscheiden, ob ich evtl. auf eine Dauerbehandlung mit Flecainid umsteige. Allerdings habe ich Angst vor wahrscheinlichen Nebenwirkungen, zumal ich schon genug andere Medikamente einnehmen muss. Gespannt bin ich, was mir die Ärzte in der Rhythmussprechstunde raten werden. @Prinz – Da kann man nur hoffen, dass die Kardiologie in den letzten Jahren in Bezug auf VHF wirklich Fortschritte gemacht hat.

Ich werde dann wieder berichten.

Liebe Grüße

EmhemaAli6ger $Nutzer (q#48898x1)


@ Alsterfeen

Wirklich keine Histaminintoleranz?

Krabben snd auch richtig schlimm bei HIT.

Grüßle

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