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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

V[idgxi


Hallo,

im Karolinska Institut, einer großen medizinischen Uni in Schweden, wurde eine Untersuchung über die Beziehungen zwischen Alkoholgenuss und Vorhofflimmern durchgeführt. Das Ergebnis war, dass Menschen, die viel Wein und starke Getränke trinken, vermehrt Vorhofflimmern bekommen, aber nicht durch Bier. Man konnte sich das nicht erklären.

Nun ist es so, dass in Schweden die histaminhaltigen Biersorten, wie Weißbier und andere obergärige Biere selten getrunken werden. Es ist einfach keine Tradition hier. Andererseits gibt es auch hochprozentige histaminhaltige Getränke. Alles hängt von der Gärung ab.

Ich habe der Studienleiterin meine Gedanken zu Histamin und alkoholischen Getränken mitgeteilt und sie war interessiert. Sie meinte, man könne ja den Zusammenhang Histamin und Vorhofflimmern auch mit anderen histaminhaltigen Nahrungsmitteln prüfen und sie möchte das tun. Bin gespannt, ob man je wieder etwas davon hört.

G0erharrd


@ Vidgi,

dass durch zuviel Histamin in der Nahrung und in den Getränken Vorhofflimmerattacken ausgelöst werden, vermuten wir ja schon lange. Deshalb wäre es schon sehr interessant, wenn diese Assoziation einmal in einer medizinischen Studie Platz finden könnte.

Hoffentlich schaffst Du das in Schweden, was mir in Deutschland nicht gelingt. Ich meine damit meine immer noch favorisierte Hohlvenenkompressionstheorie, die ich an verschiedene Forschungseinrichtungen geschickt hatte, auf die ich aber leider nur völlig unbefriedigende Antworten erhielt.


Bestätigungen von Betroffenen für die Richtigkeit meiner Theorie erhalte ich fast ausschließlich nur über eine mal angegebene Mailadresse. Demzufolge gibt es viele, die es genau wie ich gelernt haben, solche relativ harmlose Rhythmusstörungen in der Entstehung zu hemmen. Das macht mich stolz und das gelingt nur denen, die die Beiträge auch lesen bzw. gelesen haben.

Da ich also außerhalb dieses Forums immer mehr Zeit investiere, habe ich mich hier ein bisschen rar gemacht, was nicht immer fair sein mag – Sorry!

Es gibt aber auch keine neuen Erkenntnisse, über die man unbedingt berichten müsste.

Vielen Dank wieder für die Beiträge, die im letzten ¼ Jahr, seit meinen letzten Auftritt hier eingegangen sind. @frankpat und @Alsterfeen könnten sich meiner Meinung nach selbst fast beschwerdefrei machen, indem die auslösenden Faktoren erkannt werden und entsprechend gegengesteuert wird. Viel Erfolg!

Tschau *:)

JyeVnsH0o91x6


Hallo zusammen,

ich hatte in der letzten Zeit mal wieder erhebliche Schwierigkeiten, das ganze Programm. Es war einmal sogar so, als ob sich ein Herzinfarkt anbahnt, Schmerzen im Brustbereich mit Ausstrahlung in den linken Arm. Spätere EKG's brachten keine Ergebnisse.

Nun habe ich mal einen anderen Weg gesucht, ich habe mir einenTermin zur Magenspieglung geholt. Der Ärztin habe ich von meinem Problem im Zusammenhang mit verschiedenen Lebensmitteln erzählt. Sie äußerte den Verdacht, dass ein Bruch des Zwerchfells vorliegen könnte und hat gezielt nach geschaut. Und tatsächlich ist dies der Fall.

Nun kann man sich ja gut vorstellen, dass ein nach oben, durch diesen Bruch, drückender Magen sowohl das Herz selbst, als auch die in der Nähe liegenden Gefäse beeinflussen kann. Auch andere Szenarien sind durchaus vorstellbar.

Mal sehen wie es weiter geht, ich melde mich. *:)

C5hrist_ine- laus NRxW


Hallo zusammen,

ich war jetzt 4 Wochen in Amerika und es hat mich leider in der Zeit 3x erwischt. Die Tage mit VHF habe ich immer dokumentiert (was habe ich am Vortag gemacht, was habe ich vor ein paar Stunden gemacht, was habe ich gegessen, was kommt auf mich in den nächsten Tagen zu).

Die erste Attacke bekam ich nach meinem Flug in Amerika. Es war ein Tagesflug an einem Sonntag und ich kam erst nach ca.24 Stunden ohne Schlaf ins Bett. Am Montag hatte ich dann "volles Programm" über 10 Stunden.

Die zweite Attacke bekam ich 3 Wochen später. Wir hatten eine Party. Es wurde sehr viel durcheinander gegessen und auch etwas zu viel getrunken. Es begann wieder nach dem Aufstehen und hielt ca. 10 Stunden an.

2 Tage später musste ich früh aufstehen und habe mich erschrocken als ich den Wecker hörte ..... und wieder hatte ich VHF.

Wenn ich nur wüsste, was mein Auslöser für mein VHF ist ???

Es grüßt Euch

Christine *:)

DZerK kleMi0ne Prixnz


Alsterfeen, sorry, ich hab nicht gesehen, dass Du mich was gefragt hast. Ich werde bis zum Wochenende etwas ausführlicher berichten, hab jetzt keine Zeit.

Nur kurz: EKV unter Amiodaron primär erfolgreich, leider nur wenige Tage, danach wieder Umswitchen in den FHL-Flimmer-Modus mit den dazu gehörenden Rhythmusstörungen. Am 19. August gehe ich wieder ins Herzzentrum, wo dann am 20. eine PVI gemacht werden soll. Näheres später bzw. am Telefon, wenn Du magst.

DBer ?kleoine JPruinxz


@ Prinz

Ich hoffe, dass die EKV Anfang Juni erfolgreich verlaufen ist und Du Dich auch jetzt noch im Sinusrhythmus befindest. Berichte doch mal, wie es Dir ergangen ist.

Ergangen ist es mir so, dass ich Anfang Juni, Donnerstag vor Pfingsten, in Bad Krozingen in die Herzklinik gegangen bin. Am Freitag wurde die EKV gemacht, erfolgreich. Danach hat man mich an einen Monitor angeschlossen, ca. von 12 Uhr mittags bis zum nächsten Morgen und mir gleichzeitig ein LZ-EKG verpasst. Im Laufe des Freitag Nachmittag habe ich gewundert, warum Schwestern zu mir kamen und sagten, die hätten einen Alarm gekriegt. Worauf ich sagte, dass ich aber nicht gedrückt habe, und sie erwiderten, der Alarm laufe automatisch vorne im Schwesternzimmer auf, weil ich am Monitor hänge.

Er war auf ca. 35 (HF) eingestellt und wurde dann von den Schwestern auf 30 abgesenkt, damit sie nicht immer laufen mussten.

Am nächsten Morgen (Sa. vor Pfingsten) hat man das EKG ausgewertet und mir mitgeteilt, dass ich nicht nach Hause gehen könne, da meine HF sehr gefährlich sei (zu niedrig, zwischen 30 und 40) und man mich deshalb nicht entlassen könne. Ich sagte dann, dass sie mir was geben sollten, um die HF zu erhöhen, aber sie sagten, dass es da nix gäbe, sondern dass man nur was weglassen aber nix geben kann. Also ab sofort keine Novodigal mehr, kein Amiodaron mehr, kein Nebilet mehr, nur noch Marcumar.

Ich sagte dann, dass mir das alles wurscht sei, und dass ich mich eben selbst entlasse, wenn sie mich nicht entlassen werden. Immerhin war Pfingstsamstag, außer der diensthabenden Ärztin keiner mehr da, alle im Pfingstwochenende, und dort einige Tage rumzuliegen ohne dass was gemacht wird, nä, mit mir nicht.

Ich hab dann unterschrieben, Entlassung gegen den ausdrücklichen Rat der Klinik, usw. ...

Es ging mir gut, Sinusrhythmus, HF um die 30, alles paletti.

Zuhause angekommen, hab ich oft die HF gemessen, sie war immer zwischen 30 und 45.

Am Dienstag nach Pfingsten ging ich zum Hausarzt, der sofort feststellte, dass ich wieder in der Arrhythmie bin. Also wieder LZ-EKG, HF zwischen 60 und 180, das übliche Programm halt, wie vor der EKV. Daraufhin hab ich telefonisch einen PVI-Termin in Bad Krozingen gemacht, der wird noch diesen Monat stattfinden.

Schaun mer mal. Die Chancen auf einen dauerhaften Sinusrhythmus sind i.d.R. bei paroxysmaler Arrhythmie bei 70-80%. Bei mir sind sie erheblich geringer, bei 40 bis 50%, weil ich schon so lange unter persistierender Arrhythmie leide.

C@arst#en xK.


Guten Abend.

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder aktiv, nachdem ich sonst meistens nur lese, was Ihr so schildert.

@ Der kleine Prinz:

Als ich gerade so Deinen letzten Beitrag gelesen habe, fiel mir ein, dass in 2008 bei einer kardiologischen Untersuchung bei mir (zur Erinnerung: m., nunmehr 40 J., 72kg, 184cm, Amalgam raus ohne Schutz vor ca. 10 Jahren, in 2007 Ablation AVNRT wegen paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie, seitdem SVES, VES, selbst angenommene Histaminintoleranz, ggf. entwickelt aus Amalgambelastung) im Arztbericht drin steht: V. a. Paroxysmales Vorhofflimmern.

Allerdings riet mir meine Hausärztin seinerzeit, nicht das angeordnete Flecainid zu nehmen, obwohl dies für "hochsymptomatische" Phasen des vermuteten ("höchstwahrscheinlich" laut Arztbericht) vom Kardiologen empfohlen wurde. Den niedrigen Betablocker Concor cor 1,25 ließ ich auf Anraten der HÄ auch weg, nun seit ca. 3 Jahren ohne BB.

Ich habe letztes und vorletztes Jahr jeweils ein LZ EKG bei der HÄ machen lassen, auf dem SVES und VES aufgezeichnet wurden, allerdings laut HÄ "keine relevanten Herzrhythmusstörungen". Ende 2013 war ich dann erstmals nach 2008 wieder bei einem (anderen) Kardiologen, der nach Sicht der LZ EKG und einer Ultraschalluntersuchung des Herzens aber meinte, dass die SVES harmlos seien. Von dem Vorhofflimmern war also seit 2007 keine Rede mehr, weder von HÄ, noch von diesem anderen Kardiologen.

Aktuell habe ich seit Tagen wieder vermehrte Probleme mit Herzstolpern. So zB bei einem Schwimmbadbesuch nach dortigem Essen von Pommes mit Chicken Nuggets (hätte ich mit Blick auf Histamin wohl bleiben lassen sollen): Für ca. 1 1/2 Stunden danach ständiges Herzstolpern, d.h. doppelter schneller Schlag - Pause - paar normale Schläge - doppelter schneller Schlag - usw.

Teilweise nur beim normalen Spazieren oder Gehen, zB eben Treppensteigen gleich Extraschläge und Stolperer dieser Art. Auf dem Sofa jetzt geht es dann zum Glück wieder, so meistens.

Was ich sagen will: Ob es bei mir vielleicht auch in Richtung Vorhofflimmern geht? Wie unterscheidet sich das von normalen SVES und VES? Hätte das nicht bei meinen EKGs der letzten Jahre auffallen müssen?

Um bei Gerhard zu bleiben: Hängt ggf. doch alles mit Hohlvene und Histamin zusammen? Bin noch immer ratlos und wenn ich nun den Bericht von Der kleine Prinz so lese, denke ich,mich sollte ggf. doch wegen p.VHF aktiv werden und da nachhaken, obwohl ich eine weitere Ablation eigentlich nicht unbedingt brauche...

Nur, wenn es tatsächlich das p.VHF sein sollte, möchte ich nicht, dass es dann in persistentes VHF übergeht. Ich bin doch noch jung und möchte für mein Kind noch mind. 35 Jahre da sein :)

Vielleicht hat wer eine Rat und kennt ggf. im Rhein Main Gebiet einen guten Kardiologen für Kassenpatienten.

Allen alles Gute und haltet die Ohren steif, ihr seid nicht alleine!

g"ebBi8x8


Hallo,

habe vor einigen Tagen diese Seite gefunden und fühle mich wie zuhause !

Letzten Oktober Diagnose Vorhofflimern / Herzrythmusstörung.

Mehrere Internisten untersuchten Herz - alles total o.k. - die Rythmusstörungen kommen so im Alter (53 J.) und werden chronisch, also Blutverdünnung und Betablocker.

Von Anfang an fiel mir auf, dass die Störungen immer nach dem Essen kommen, oder beim Vorbücken mit vollem Magen. Beim Röntgen stellte man einen massiven Reflux fest - den habe ich halbwegs unter Kontrolle durch Magenschutz und 1xREnny nach Mittagessen. Seit ich in den Nacht den Oberkörper höher lagere - fast keine Störungen mehr während der Nacht.

Oft ist es schwer mit dem Essen - war immer gewohnt massive Portionen zu essen - seit ich mehrere kleinere Portionen esse halte ich den Sinusrythmus oft 4 oder 5 Tage, dann wieder 2 - 3 Tage ohne Rythmus.

Komme ausnahmslos nur mit joggen oder raschen Spaziergängen wieder in den Rythmus.

****

Irgendwie sträube ich mich stärkere Betablocker zu nehmen (der Internist schlägt mir vor ARISTOCOR zu nehmen oder eine Ablation zu machen). Bis jetzt nehme ich Nevivolol-Nomexor und die Blutverdünnung.

Hoffe halt immer noch, dass Problem mit Disziplin beim Essen unter Kontrolle zu bekommen.

Gibt es da eine Chance ?

G5erharxd


@ JensH0916

Seit Deinem interessanten Beitrag auf Seite 88 hat sich bei Dir in punkto Rhythmusstörungen scheinbar nichts geändert.

Deine reizstromartigen Bauchgefühle, die Du vor bald einem Jahr erwähnt hast, wollte ich ja von Dir mal ein bisschen näher beschrieben haben. Wahrscheinlich siehst Du das für mich wichtige Detail, eher als Nebensache. Dabei könnte es noch ein Puzzlestein für meine These sein.

Dass ein Zwerchfellbruch als Auslöser unserer Beschwerden infrage kommen könnte, wurde hier schon oft diskutiert aber auch nicht dementiert. Das wichtigste in der Nähe liegende Gefäß, was nach Deiner Meinung beeinflusst werden könnte, ist zweifelsfrei die untere Hohlvene. Wobei wir wieder bei meiner Hohlvenenkompressionstheorie sind. ;-)

@ Christine aus NRW

Ohne meine gute "Spürnase" für sich anbahnende Vorhofflimmerattacken, wäre es mir bei so einem Trip nach Amerika ähnlich wie Dir ergangen.

@ Der kleine Prinz

Es ist schon eine verkorkste Situation, in der Du Dich befindest. Aber ich möchte Dir auch keine Ratschläge geben, die nur ich persönlich für richtig halte.

Ein bisschen Mut kann ich Dir aber machen, denn ich hatte vor 30 Jahren auch mal so ein persistierendes Vorhofflimmern über etliche Wochen hinweg. Die Hauptgründe schienen neben den Blähungen im Oberbauch ein erhöhter Adrenalinspiegel gewesen zu sein. Vorhofflimmern ist auch Stress mit noch mehr Adrenalin, was die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen stimuliert.

Ich hoffe, die Ablation war erfolgreich und Du hast endlich mal Ruhe. Erfolg bringt Erfolg – und das in allen Lebenslagen. @:)

@ Carsten K.

Vielen Dank für die Bestätigung meiner Theorie, dass man nach bestimmten Mahlzeiten Herzstolpern bekommt. Sei froh darüber, dass Dein Herz so aufmerksam ist, wenn simple Verdauungsgase im Dickdarm eine Hohlvenenkompression verursachen.

Vorhofflimmern ist eine absolute Arrhythmie, wo kein Schlag mehr gleichmäßig dem anderen folgt. Was Dir Angst macht sind nur Extrasystolen.

@ gebi88

Dass Vorhofflimmern im Alter kommt und chronisch wird, kann man nicht verallgemeinern. So etwas nennt man eine Verlegenheitsdiagnose, wenn man mit seinen Latein am Ende ist.

Aber Du nimmst die Sache selbst mit in die Hände und versuchst es ohne Risiko und Nebenwirkungen. :)^

Anregungen gibt es auch hier:

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/19562398/]]

Liebe Grüße und Tschau *:)

g)e*bi8r8


Ich möchte Gerhard danken.

War jetzt 1 Woche im Urlaub und habe Zeit gehabt und genau Tagebuch geführt über meine Essgewohnheiten ect.

Die letzten 3 Monate hat sich schon einiges verbessert – seit ich Rücksicht nehme auf meinen Reflux und nur mehr ganz selten nach 18.00h etwas esse und überhaupt nie mehr grosse Portionen zu mir nehme.

Jetzt habe ich mich auch noch auf "blähende" Lebensmittel konzentriert und versuche sie wegzulassen oder zumindest nur mehr in kleinen Mengen zu mir zu nehmen.

Die tolle Erfahrung: ich war so lange im Sinusrythmus wie schon lange nicht mehr und eines morgens direkt nach dem frühstücken kam ich aus dem Rythmus: am Vortag am Nachmittag viel Weissbrot gegessen und abends grosse Menge von gegrilltem Entrecote !!!

Das Umschlagen vom Sinusrythmus in die Herzrythmusstörung ging wie immer vor sich, seit man die Rythmusstörungen letzten Oktober festgestellt hat: Ich spürte eine Art "sprudlender, prickelnden" Reiz von der Magen-Bauchgegend herauf zum Herzen – danach war ich ohne Sinusrythmus.

Das habe ich genau schon öfters meinen Internisten so geschildert – die gingen aber nicht darauf ein, und verwiesen mich auf die chronische Situation die viele Menschen beim älter werden so erfahren.

Nun gibt mir das sehr viel Hoffnung was ich hier im Forum lese, vor allem was Gerhard über diese Zusammenhänge schreibt.

Ich bin jetzt schon wieder Tage im Rythmus und bin voll motiviert, seit ich weiss dass es in meiner Hand liegt mit Disziplin und Aufmerksamkeit diese Störungen eventuell zu vermindern.

vielen Dank

Gebi

o@ryzap|hil


Hallo an Gerhard und alle Teilnehmer hier!

Bei mir trat in unregelmässigen Abständen von Monaten bis Jahren plötzlich einsetzendes Herzrasen mit einer Frequenz von 190/min auf. Es beendete sich nach wenigen Minuten von selbst wieder oder nach Vagusreizung. Nachdem es einmal länger anhielt, konnte es im EKG der Notaufnahme genauer analysiert werden und supraventikuläre Tachykardie mit AVNRT diagnostiziert werden. Mittels elektrischer Kathederablation war es problemlos dauerhaft heilbar, wobei ich das dauerhaft noch abwarten muss, aber der Test der Reproduzierbarkeit während der Operation zeigte deren Erfolg.

Die AVNRT ist einfach eine Eigenschaft bei einigen Menschen, die aber nicht bei allen zur Tachykardie führt, auch nicht wenn Extrasystolen auftreten. Bei denen wo die Tachykardie auftritt, sind der Auslöser aber die Extrasystolen.

Bei mir kann ich die Tachykardien eindeutig folgender Kombination zuordnen und es war immer diese Kombination:

* Herbst oder Winter (wenig Sonnenlicht auf der Haut)

* falsches Essen, was starke Gasbildung und gleichzeitig Darmträgheit verursacht, bei mir Gluten. Nicht Glutamat, aber eine besonders starke Wirkung hat bei mir Gluten in Sojasauce oder Reisessig. Beide Zutaten werden auch pur verkauft, aber viele Restaurants kaufen die günstigere Variante mit Weizen.

* Anspannung im Sinne von Stress oder Anspannung im Oberbauch durch Bücken oder Druck. Es ist nie im Urlaub vorgekommen und ich verreise weltweit.

Ich vermute, dass diese Kombination die Reizschwelle zur Auslösung der Tachykardie deutlich verringert. Die dunkle Jahreszeit sorgt für Mangel an Vitamin D, was zur Nutzung von Kalium und Magnesium wichtig ist, und letztere beinflussen die Signalleitung im Herz. Psychologische Faktoren sorgen für physikalische Anspannung im Oberbauch, die eine Druckweiterleitung vom Darm zum Herz herstellt. Der Druck aufs Herz führt dann zu eigentlich harmlosen Extrasystolen. Die Extrasystolen führen zu Signalen, die dann in meinem Fall der AVNRT unterschiedlich schnell weitergeleitet werden. Möglicherweisw entsteht ein kritischer Unterschied durch Mangel an Kalium und Magnesium, denn beide waren bei meinem letzten Fall am unteren Rand der üblichen Werte, sowie auch Natrium, was mich überraschte.

Bei denen, wo eine Ablation leider nicht zum Erfolg führte, wäre also zu überlegen, einmal diese Elektrolytwerte im Auge zu behalten, aber das unter ärztlicher Aufsicht, wenn es durch Ergänzungsmittel erfolgt, denn ein Überschuß ist genauso gefährlich.

Ich hoffe dieses Forum nicht zu vergessen, um dann nach 1 Jahr erneut zu schreiben, ob es bei mir nun tatsächlich geheilt ist.

DHer klei~ne EPxrinz


@ Der kleine Prinz

Es ist schon eine verkorkste Situation, in der Du Dich befindest. Aber ich möchte Dir auch keine Ratschläge geben, die nur ich persönlich für richtig halte.

Ein bisschen Mut kann ich Dir aber machen, denn ich hatte vor 30 Jahren auch mal so ein persistierendes Vorhofflimmern über etliche Wochen hinweg. Die Hauptgründe schienen neben den Blähungen im Oberbauch ein erhöhter Adrenalinspiegel gewesen zu sein. Vorhofflimmern ist auch Stress mit noch mehr Adrenalin, was die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen stimuliert.

Ich hoffe, die Ablation war erfolgreich und Du hast endlich mal Ruhe. Erfolg bringt Erfolg – und das in allen Lebenslagen. @:)

Ich hatte VHF seit 15 bis 20 Jahren. Seit Ende 2009 persistierend, mit allen denkbaren Nebenfolgen.

Die PVI hat jetzt stattgefunden, hat über sechs Stunden gedauert. Wiederum mit allen denkbaren Nebenfolgen. Zunächst (für 8 bis 10 Stunden) erfolgreich, dann Not-OP in der Folgenacht. Dann war ich wieder in der Arrhythmie, mit größeren Konsequenzen denn je. HF zwischen 30 und 190, BD teilweise Null. Was das heißt, kann sich jeder, der ein bisschen Ahnung hat, ausmalen. Wiederum mit allen Konsequenzen, genauer will ich hier nicht werden.

Letzte Rettung: ein HSM, der nun die HF nach unten hin absichert, und mit dem nun endlich Medis gegeben werden können, die die HF nach oben hin bremsen.

So gesehen war die PVI erfolgreich, weil sie einen Prozess in Gang gesetzt hat, der letztlich in der HSM-Implantation endete. Jetzt ist erstmalig seit 2009 Ruhe in der Brust, und ich fühle mich wohl. Leider geht der Zirkus noch etwas weiter, da nun meine SD fällig ist.

oHryz-aphil


Einige Details meiner Beobachtungen möchte ich noch Ergänzen:

Die EPU selbst war harmlos, da ist jeder Zahnarztbesuch wohl schlimmer. Beim Einführen der Elektroden durch die Beinvenen bis ins Herz, was man aber nicht spürt, trat bei mir bereits die übliche Tachykardie auf, also nur durch physikalische Reizung im Vorhof, noch ohne elektrische Stimulation! Das entspricht meinen vorherigen Tachykardie-Episoden, die immer durch Druck im Oberbauch ausgelöst wurden. Die Tachykardie selbst hält sich dann durch die Rückkopplung über die bei mir vorhandene 2. Leitungsbahn, die bei der Ablation während der EPU zerstört wird.

Histamin kann es bei mir eigentlich nicht ausgelöst haben, denn damit bin ich ständig durch viel Fisch gut versorgt.

Was ich aber zu der 2. Leitungsbahn vermute: Wird die vom Körper eventuell selbst aufgebaut, weil er annimmt, die erste funktioniere nicht stabil genug, aufgrund einiger vermeintlich detektierter Ausfälle?

hLeitqer |weitxer


Hallo Gerhard und Co. Fühle mich wie zuhause! Mal unter gleichen Leidensgenossen.Und es gibt scheinbar recht viele.!!!! Habe nun schon einen kleinen Teil gelesen, kommt mir einiges sehr bekannt vor.

Seit 5 Jahren immer wieder Stolperer, aussetzter usw. Einige Kardiologen und Hausärzte besucht immer mit dem selben Ergebnis: Alles ok! Autogenes Training, Joga...........

Vermute auch dass die mit Magen, Zwerchfell und Stress viel zu tun hat.

Habe seit 3 Wochen zusätzlich das Problem, dass ich R-Störungen immer in Rückenlage oder Seite bekomme, aber seltens in Bauchlage, kann also nur auf dem Bauch schlafen %:| ??? ??? ??? Im Stehen oder im Vorgebeugten Sitzten sehr selten. Nunja werde mich wieder mal zum Kardi begeben!

Habe bis dato noch nichts über das **Roemheld Syndrom** in der Diskusion gelesen!!! ( Wie gesagt nicht alles Gelesen, event. auch übersehen) Das beschreibt ja den Zusammenhang zwischen Herz, Magen, Lunge und Zwerchfell. :-D

Event hilfts euch weiter.

lg

r"umpelck^ammexr


möchte mich als neuer und betroffener kurz vorstellen,

bin jetzt ca.70 jahre alt,r-störungen seid kindheit(oft ausgelöst durch asthmasprays)

hatte aber auch anfälle ohne erkennbare ursachen,nur vermutungen;starker luftdruckabfall(vorauseilendes magdetfeld)

blähende nahrungsmittel,körperlagen usw.anton tschechow war russischer arzt und schriftsteller,und erwähnt in einer novelle:zwerchfellhochstand kann zu herzrhytmusstörungen führen(die aussage ist ca.100jahre alt)auch das roemheldsyndrom ist schon 100jahre bekannt!!wer von euch ist denn auch nur einmal daraufhin untersucht worden?

bei dem roemheldsyndrom handelt es sich nicht ursächlich um eine herzerkrankung,sie kann aber aulöser von lebensmittelallergien,hystaminüberschuß(bestimmte schimmelkäsesortenusw.)zu r-störungen führen.weiter möchte ich

dazu keine ausführungen machen.es kann jeder danach googlen

seid ich bestimmte lebensmittel(besondern abends)weglasse habe ich kaum noch r-störungen

übrigens habe ich aus meiner langen erfahrung mit r-störungen gelernt ,daß es immer mehrere komponenten sind die dann zum auslösen führen!

einziges medikament was mich aus einer r-störung herausbringt ist lorazepam(tavor)das enspannt nicht nur die nerven

sondern auch den herzmuskel+

freundliche grüße an alle

"rumpelkammer"

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