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Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

Voidgxi hat geantwortet


@ holgi2305 und gebi88

Danke für eure Erfahrungsberichte! Ich freue mich sehr mit euch beiden über eure Erfolge, wobei ich aber sagen muss, dass ich gebi88's Vorgehensweise bevorzugen würde, da sie nicht nur nebenwirkungsfrei, sondern auch allgemein gesundheitsfördernd ist. Außerdem entspricht sie meinen Erfahrungen.

Ich kann mir vorstellen, dass man in seiner Verzweiflung gerne zu einem Medikament greift und dann erst einmal erleichtert ist, wenn es wirkt. Man sollte aber bedenken, dass damit die Ursache keineswegs ausgeschaltet ist. Das Traurige ist, dass die Ärzte/Kardiologen kaum etwas wissen von den Zusammenhängen zwischen Magen-Darm und Herz und einen dahingehend überhaupt nicht beraten können. Wenn dieses Wissen sich mehr etablieren würde, wäre das ein großer Fortschritt. Vielleicht sollten wir diese Erfahrungsberichte sammeln und wenn genügend zusammengekommen sind, einem kardiologischen "Experten" vorlegen? Oder eine Art Selbsthilfegruppe gründen?

Euch beiden alles Gute und lasst hören, wie es weiter geht.

Azxel20x15 hat geantwortet


Hallo alle zusammen,

ich wollte doch schreiben, nachdem meine Ablation durchgeführt wurde und wie es gelaufen ist.

Um es kurz zu machen: Es hat nichts gebracht, im Gegenteil: es ist sogar schlimmer als vorher!

Sechs Stunden nach der Ablation kamen die Rhythmusstörungen zurück. Man hat dann am nächsten Tag noch eine Kardioversion probiert. Das hatte kurzzeitig Erfolg, aber der Erfolg hielt nur ca. 2 Stunden an.

Was aber geblieben ist, ist ein viel zu schneller Herzschlag (vor der Ablation war ein Ruhepuls von ca. 90, jetzt habe ich einen Ruhepuls von ca. 120, den ich mit Betablockern auf ca. 100 runterdrücke).

Mein Kardiologe sagte, das könne ein paar Jahre dauern, bis sich das wieder beruhigt. Anscheinend ist ein zu schneller Ruhepuls eine sehr häufige Nebenwirkung einer Ablation, über die man aber nicht aufgeklärt wird!

Immerhin ist eine Entscheidung gefallen: Ich lasse keine weitere Ablation mehr machen, sonst habe ich am Ende einen Ruhepuls von 150, das braucht niemand.

Auf die Frage nach Medikamenten, um die Ablation zu unterstützen, sagte mein Kardiologe, es gäbe Amiodaron, das hätte entsetzliche Nebenwirkungen und dann gäbe es noch Flecainid. Das hätte nicht so viele Nebenwirkungen, würde aber manchmal töten.

Die einzige Alternative wäre nach seiner Meinung: AV-Rhythmusknoten abladieren und dann einen Herzschrittmacher einsetzen, aber dafür wäre ich noch zu jung (53).

Mit anderen Worten: Ich lasse alles so bleiben wie es ist und hoffe, dass mein Herzschlag mit der Zeit wieder runter geht.

Aber ich habe es versucht! Es war sinnlos und weitere Versuche wären Quatsch. So eine Entscheidung ist auch etwas wert.

Viele Grüße

Axel 2015

A1xeBl2x015 hat geantwortet


Hallo nochmal,

es hat sich jetzt was geändert. Die Ablation war vielleicht doch nicht erfolglos! Am gleichen Tag, an dem ich von der erfolglosen Ablation geschrieben habe (19.2.2015) ist mein Herzschlag ganz plötzlich Abends in den normalen Modus gewechselt! Seit ca. 36 Stunden habe ich nun einen Sinusrhythmus und bin glücklich! Ich habe nicht mehr daran geglaubt, nachdem ich vor mehr als 1 Woche (11. Februar) trotz Ablation und anschl. Kardioversion mit Vorhofflimmern entlassen worden war. Ich werde nun das Ganze weiter beobachten. Ich hoffe, dass sich das stabilisiert.

Viele Grüße

Axel2015

C'hrHistinte au=s NRW hat geantwortet


Hallo zusammen,

ich hatte wieder große Probleme mit meinem VHF. Es begann am 18.1. da wurde ich ohnmächtig und fiel vom Stuhl. Am Vorabend hatte ich Streit und war sehr aufgeregt; daher habe ich meinen Zustand dieser Aktion zugeordnet. Zum Glück nichts gebrochen und es war nur alles BLAU.

Da ich aber feststellte, dass mein Puls vor der Ohnmacht unter 40! war, habe ich wieder Eure Schreiben und meine Literatur durchgelesen.

Ich hatte zu dieser Zeit im Januar seit langer Zeit 5mg Bisoprolol am Morgen und 2,5mg Bisoprolol am Abend genommen. Meine Meinung war - es ist zuviel, da ich im Krankenhaus vor 3 Jahren jeweils nur 1,25mg Bisoprolol bekam.

Ich habe "eingenmächtig" die morgendliche Dosis reduziert. Meinen Internisten habe ich nach 1 Woche angesprochen, ob meine laufenden Probleme nicht von dem niedrigen Puls kommen. Er sagte mir gleich "REDUZIEREN"

Gleichzeitig habe ich 10 Sitzungen bei meinem Heilpraktiker für Akupunktur gebucht. Mein Internist hält nichts davon und weiß es auch nicht.

Heute haben wir den 23.2. mit geht es gut. Ich hatte noch manchmal VHF, aber nur kurz und sehr schwach. Mit den Problemen kann ich gut leben.

Mein Internist ist noch immer für die Ablation - ich nicht. Meinen nächsten Termin beim Kardiologen habe ich Ende März. Mal sehen was er sagt. Werde mich wieder melden.

Ein lieber Gruß von

Christine

BNuffxyS hat geantwortet


Ihr Lieben, ich war schon lange nicht mehr da und sehe, wie interessant es hier zugeht.

Ich hatte vor einem Jahr eine Ablation. Die Ablation war laut Arzt erfolgreich ??? Jedenfalls die Probleme die ich hatte sind weg und habe sogar einen normalen Blutdruck. Allerdings habe ich jetzt VHF und so ca alle 4 Wochen Pulsrasen bis zu 176 Schläge, die sich dann bei 120-150 Schl. pro Min. einpendeln und das über 12-15 Stunden. Danach kehrt wieder Ruhe ein, bis ca 4 Wochen. Wenn das nicht wäre, wäre ich zufrieden mit meinen Zustand. Man hat mir nochmal eine Ablation empfohlen, aber ich glaube nicht, dass ich das will, weil ich nicht weiß, was danach kommt.

Hätte ich das gewußt, hätte ich mich mit meinen vorherigen Beschwerden zufrieden gegeben. Leider kann ich keine Medikament einnehmen, die das ein wenig regulieren.

Überlegt es euch gut, bevor ihr euch für eine Ablation entscheidet... :(v

LG

V<iEdg}i hat geantwortet


@ Fundsachen

Hallo, ihr alle,

ich habe ein paar Sachen gefunden, die mir neu waren und euch vielleicht auch interessieren. Bisher hat man gesagt, das erhöhter Blutdruck eine Ursache für Vorhofflimmern (VHF) sein kann. Jetzt hat man gefunden, dass dasselbe für erhöhten Blutzucker gilt. Diabetiker haben ein viel größeres Risiko, VHF zu bekommen. Vielleicht ist es aber so, dass die gemeinsame Ursache für hohen Blutdruck und Diabetes auch die Ursache für VHF ist, also z.B. eine Ernährung, die entzündungsfördernd ist, wie z.B. mit zu vielen Kohlenhydraten und zu vielen Omega-6-Fettsäuren. Ein erhöhter Blutzucker kann Fibrose in den Vorhöfen verstärken, das sind bindegewebige Veränderungen zwischen den Herzmuskelzellen, die die elektrische Leitfähigkeit verändern. Fibrose wiederum verschlimmert VHF in dem Sinne, dass es öfter auftritt und eventuell permanent wird. Vorbeugung ist daher das Beste. Ich finde die Ernährung nach Barry Sears ganz gut, bei der das Verhältnis zwischen Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett sehr ausgewogen ist.

Was die Fettsäuren betrifft, ist es so, dass nicht alle Omega-3 Flimmern entgegenwirken, sondern es ist vor allem das DHA, während EPA eventuell sogar Flimmern hervorrufen kann. Jedenfalls hat man gefunden, dass bei Patienten mit Vorhofflimmern EPA im Blut erhöht war. Wer daher Fischöl oder ähnliches nimmt, sollte darauf achten, dass mehr DHA enthalten ist.

Man hat festgestellt, dass Vorhofflimmern nach Herzoperationen am niedrigen Zinkspiegel liegen kann. Es könnte also Sinn machen, es mal mit Zink zu probieren. Tests im Blut sind nur bedingt aussagefähig, da die Menge im Blut nichts über die Menge in den Zellen aussagt. Dasselbe gilt für Magnesium.

Was das Magnesium betrifft, ist es gut, gleichzeitig etwas Vitamin D zu nehmen, da es die Aufnahme verbessert. Magnesium und Vitamin D brauchen sich gegenseitig. Magnesium wirkt dämpfend auf die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen. Zu viel Vitamin D dagegen ist nicht gut, da es wiederum die Erregbarkeit durch eine erhöhte Calciumaufnahme steigert. Als mäßig würde ich 1000 I.E. bezeichnen. Das ist das, was ich zur Zeit einnehme.

Des Weiteren wurde bei Patienten mit VHF ein Mangel an B-Vitaminen gefunden, besonders B6, B12 und Folsäure, außerdem an den Polyphenolen Lutein und Zeaxanthin. Erhöhtes Homocystein im Blut kann auf einen Vitamin B Mangel hinweisen.

All diese Mineralien und Vitamine sollte man durch eine ausgewogenen Ernährung zuführen können, aber wenn das Herz anfängt, unruhig zu werden, kann man auch mal was extra zuführen. Ich werde mir jedenfalls diese Erkenntnisse "zu Herzen nehmen" und berichten, wie es mir geht. Im Moment geht es mir ganz gut, mit seltenem VHF, das nicht lange anhält.

Mein Ziel ist es, vom Betablocker und vom Marcumar wegzukommen. Dazu muss das Vorhofflimmern ganz wegbleiben. Ich habe noch eine gesündere Alternative zu Marcumar und Aspirin gefunden, aber darüber berichte ich wann anders. Ich will mich noch mehr schlau machen.

Zu dem oben gesagten gibt es Studien. Das sind ja alles Sachen, die man gefahrlos ausprobieren kann, wenn man nicht übertreibt. Natürlich muss man manchmal etwas aus eigener Tasche bezahlen, aber das ist mir mein Herz wert. Am besten ist es, wenn man es mit der Ernährung hinkriegt. Schön ist es, wenn man einen guten Arzt hat, der einen unterstützend begleited.

Ich wünsche euch schöne Frühlingstage.

Liebe Grüße aus Schweden,

jTu lcheMn0x2 hat geantwortet


Hallo Guten Morgen :-)

Ich habe seit 2009 probleme mit Herzrasen .

2009 bekam ich eine Kardiversion und nahmMARCUMAR und FLECAINID es ging gut bis ich es absetzen musste .

2011 hatte ich dann 3 Kardiversionen 2 Ablationen und 1 Pulmonalvenenisolation und nache einer Zeit hatte ich dann ruhe bis 2014 alles wieder anfing Kardiversion Ablation und wieder Kardiversion und als neues Medikament Vera Hexal was mir auch immer half denn was auch alles gemacht wurde mein Puls lies sich nicht regeln hatte immer wieder einen Ruhepuls von 140 der auch auf 180 anstieg jetzt war ich im Febuar wieder zur Kardiversion sie hielt 10 Tage und der Puls ging wieder auf 145 sollte dann wieder FLECAINID nehmen was ich auch tat nehme jetzt 100mg Mo*Ab und der Puls ging runter auf ca 90 nehme ich mehr geht er runter auf 35-40. Jetzt ist es so das er total schwankt 5min hoch dann wieder runter die Ärzte wissen auch nicht mehr so genau was sie machen sollen für Schrittmacher wäre ich noch 50 zu Jung ,ich muss dabei sagen das ich auch mitten in den Wechseljahren stecke viel Stress habe usw.ich habe auch schon alles versucht Eiskühlen kaltes Wasser nichts hilft auch nicht entspannen und zählen habe aber bemerkt das ich auf vieles verzichten muss so wie Chips Salamie halt wo viel Salz drin ist und seit 14 Monaten rauche ich auch nicht mehr ,ich nehme auch Kalium Magnesium alles was gut fürs Herz ist und komisch ist wenn der Puls sehr hoch ist und ich kaum laufen kann aber mit dem Hund rausgehe geht der puls stark runter .Entschuldigt wenn ich so etwas durcheinander schreibe aber es ist soviel was ich noch schreiben könnte o:) und noch was seit letztem Jahr habe ich auch ab und zu Sprachstörungen ...so nun erstmal genug wäre schön von euch zu hören lg Julchen *:) zzz

g~ebix88 hat geantwortet


@ Julchen

Vielen Dank für Deinen Beitrag !!!

Also ich glaube ich hab auch ganz eine einzigartige Störung betreffend VHF ect.

Wenn ich aus dem Sinusryhtmus bin - komme ich ausnahmslos nur wieder mit längerer Belastung (schneller Spaziergang, laufen, langlaufen ect.) in den Ryhtmus.

Was ich feststelle - in letzter Zeit sehr stark - ist das die Ernährung das Hauptproblem ist. seit nunmehr 6 Wochen habe ich vielen umgestelllt - wie du auch erwähnt hast (wenig bis kein Salz) und seither habe ich viel weniger "Attacken" von meiner Bauch-Magengegend die mich aus dem Rythmus werfen.

Ich nehme immer 1/2 Nevivolol, ohne Rythmus 1.

Alles Gute

Gebi88

Leapitxi hat geantwortet


Hallo an alle hier,

habe seit ungefähr 1 Jahr immer wieder Herzstolpern und Herzrasen mit Bluthochdruck. Durch Bisoprolol habe ich zumindest die Herzrasattacken einigermaßen im Griff. Nur das Herzstolpern ist noch da und macht mir Angst. Ich habe schon viele Untersuchungen ohne Befund hinter mir. Herzkatheder eingeschlossen. Alles prima. Jetzt habe ich dieses Forum gefunden und hier schon mal quergelesen. Manches hier scheint auf mich auch zuzutreffen. So hoffe ich jetzt meine Stolperer irgendwie besser in den Griff zu kriegen. Denn Sie nehmen an Zahl und Intensität zu.

Liebe Grüße an alle hier

Lapiti

CIhristinPe auxs NRW hat geantwortet


Hallo an Euch,

ich hatte heute wieder einen Termin bei meinem Kardiologen. Geplant war eine Besprechung wegen einer eventuellen Ablation. In den letzten 3 Monaten hatte ich massive Probleme mit dem VHF, ich hatte zwar nach vielen Stunden wieder R, aber die Begleiterscheinungen während der Attacke waren oder sind mir doch zu heftig.

Die Ultraschalluntersuchung war ok. Dann sollte ich zum Belastungs-EKG. Hier wurde vor dem Beginn ein Blutdruck von 200/120 gemessen. Bekam dann ein Medikament und musste auf die Weiterbehandlung warten. Nachher bei dem Gespräch mit dem Arzt, sagte er: Vielleicht hängt der Auslöser für VHF bei ihnen mit dem Blutdruck zusammen. Ich bekam ja mein VHF immer nach Ärger, Grippe, Langstreckenflug, langer Autofahrt, positivem und negativem Stress (das erhöht ja den Blutdruck). Im Herbst 2011 kam ich ins Krankenhaus bei Blutdruck 250/150 und VHF. Keine Ahnung was vorher da war, Bluthochdruck oder VHF.

Meine Medikamentendosis wurde heute geändert und ich werde in 3 Monaten wieder beim Kardiologen vorstellig. ":/

Ich würde mich gerne mit jemandem unterhalten der eine Ablation hinter sich hat.

Wünsche Euch schöne Ostern und alles Gute. *:)

Christine

LlischMenswVelt hat geantwortet


Hallo Christine,

meine Mama hat eine Ablation hinter sich. Sie ist 57 Jahre alt, außer Asthma keine Vorerkrankungen und sportlich fit. Vor 3 Jahren bekam sie Probleme mit hohem Blutdruck und wurde nach einer ersten Krise mit Werten von 170/110 auf einen ß-Blocker eingestellt. Dann ging es gut bis 2012. Dann bekam sie bei guten Blutdruckwerten Herzrasen mit hohem Puls, immer im Ruhezustand. Seitdem wurde es immer schlimmer und sie war bei sämtlichen Ärzten. Hausarzt, Kardiologe, Notdienst, Frauenarzt. Bis auf den frauenarzt meinten alle, es wäre Stress und die Wechseljahre. Nur der Frauenarzt meinte, dass am herzen etwas nicht stimmt. Sie hat unzählige EKG's und Untersuchungen hinter sich, nie wurde die Ursache gefunden.

Letzte Woche Dienstag ist sie mit einem Puls von 270!!! zusammengebrochen und kam ins Krankenhaus. Sie lag 2 Tage auf Intensiv und es wurde Vorhofflattern festgestellt. Donnerstag wurde die Katheterablation gemacht. Der Eingriff selbst war nicht schlimm, obwohl sie große Angst hatte. Freitag Mittag konnte ich sie mit heim nehmen. Sie nimmt nun Blutverdünner und ß-Blocker. Der Puls ist seitdem bei 68. Herzrasen hat sie keins mehr, sie allerdings, sie spürt, dass es beginnen will, aber irgendwie gehemmt wird. Wir müssen nun abwarten, wie es sich entwickelt.

s(emIper! talxis hat geantwortet


Hallo Christine,

wie ich ja schon mal schrieb hatte ich in 2013 insgesamt 3 Ablationen. Eine zur Beseitigung von Vorhofflattern, die hat sofort

funktioniert. Anschließend hatte ich im Abstand von 3 Monaten 2 PVI's wegen Vorhofflimmern. Man hatte mir das seinerzeit

auch gleich gesagt, dass wohl eine nicht ausreichen wird. Ich habe dem Ärzteteam vertraut und die Sache komplett durchgezogen.

Es war körperlich aber vor allem auch mental sehr anstrengend. Viele Extrasystolen und merkwürdige Gefühle in der Brust nach der geglückten Ablation haben mich immer wieder verunsichert und mich zweifeln lassen. Es hat sich jedoch gelohnt. Ich bin nun seit 1,5 Jahren flatter- und flimmerfrei. Extrasystolen und das Gefühl es könnte gleich wieder losgehen haben deutlich bis ganz nachgelassen und wenn ES noch mal kurz in Erscheinung treten, stört es mich nicht mehr. Medikamente konnte ich mittlerweile ebenfalls spürbar reduzieren.

Der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und VHF scheint eindeutig zu bestehen. Mein Kardiologe hat es mir so erklärt: Das Herz ist letztlich ein Muskel. Wenn er über einen längeren Zeitraum sehr angestrengt arbeiten und viel Kraft aufwenden muss, um in diesem Fall das Blut durch den Körper zu pumpen, dann tut er das, was jeder Muskel tut, er wächst.

Was man am Bauch, Rücken oder an Armen und Beinen ganz toll findet, ist für das Herz nicht so gut. Die Vorhöfe vergrößern sich und man geht davon aus, dass sich im Zuge dessen die Zellstruktur so verändert, dass das Gewebe leitfähig werden kann. Dieses veränderte Gewebe reagiert sensibel auf Impulse, die aus den Lungenvenen kommen. Der linke Vorhof erhält seine Impulse also nicht nur vom eigentlichen Taktgeber des Herzens, dem Sinusknoten, sondern auch noch völlig chaotische, worauf er dann mit einer völligen Arythmie reagiert. Letztlich ist es also wohl eine Mutation des Zellgewebes im linken Vorhof, ausgelöst durch das

Zellwachstum resultierend aus Bluthochdruck.

Das hört sich für mich plausibel an und ich bin mir sicher, dass Bluthochdruck die Entwicklung von VHF fördert. Allerdings wird es sicher auch andere Auslöser bzw. "Begünstiger" geben. Vielleicht ist es ja grundsätzlich ein Gendefekt, der die Veränderung der Zellstruktur im Vorhof zulässt und es gibt verschiedene Auslöser, die das "Programm" auf den falschen Weg bringen.

Bei mir war es definitiv der Bluthochdruck, der mit Mitte 30 zuerst erkannt wurde. Ich hatte damals eine ziemlich stressige Zeit hinter mir mit Familiengründung, Abendstudium, neuem Job mit mehr Verantwortung und zu wenig Sport. In jüngeren Jahren kannte ich solche Probleme überhaupt nicht und habe das daher alles auch nicht so ernst genommen und wohl auch mit der Medikation geschlampt. Ich fühlte mich ja nicht schlecht. 3 oder 4 Jahre später hatte ich dann das erste mal VHF. Den weiteren Verlauf habe ich bereits in einem früheren Beitrag geschildert.

Ich rate dir dringend, deinen Blutdruck in den Griff zu kriegen, unabhängig vom VHF. Die Nebenwirkung eines Blutdrucksenkers bringt dich nicht um, zumal man die Medikation sehr fein justieren kann, so dass du Nebenwirkungen kaum oder gar nicht spürst. Kostet etwas Mühe, lohnt sich aber daran zu arbeiten.

Was das VHF angeht entscheidet letztlich der Leidensdruck, ob man eine Ablation durchführen lässt. Den empfindet jeder anders. Bei mir war er sehr hoch. Ich wäre freiwillig durch jede Hölle gegangen, um diese Erkrankung los zu werden.

Wichtig ist, dass wenn du dich für einen Weg entschieden hast, diesen auch konsequent zu Ende gehst. Entwickle für dich einen

Plan von dem du zutiefst überzeugt bist und halte dich daran, auch wenn es nicht immer linear aufwärts geht. Ging es bei mir auch nicht. Ist wahrscheinlich auch völlig unrealistisch. So etwas wie VHF entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Es braucht daher auch Zeit, Geduld und Kraft bis man es wieder los wird.

s=emp+er ltalis hat geantwortet


Vielleicht noch eine Anmerkung:

Bei allen, die dauerhaft unter VHF, Herzrasen u. ä. zu leiden haben passiert ja folgendes:

Das Herz wandert so langsam aber sicher aus dem linken Brustraum in den Kopf und

nimmt dort eine Menge Platz ein, wenn ich das mal so bildlich ausdrücken darf. Da

gehört es aber nicht hin. Es stört irgendwann ungemein dabei, einen klaren Gedanken

entwickeln zu können.

Egal ob man sich also dazu entschließt mit dieser Krankheit zu leben und sie zu verwalten

oder ob man dagegen angeht z. B. mit einer Ablation. Es ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert

das Herz wieder dort hin zu "verschieben", wo es hingehört. Es schlägt auch ohne dass wir ständig

daran denken.

Wenn man es alleine nicht schafft, kann es durchaus hilfreich sein mal über etwas wie Achtsamkeitstraining

nachzudenken. Mir hat es sehr geholfen. Man kann mit dem Kopf eine Menge bewegen.

MnaykCe19x56 hat geantwortet


Ich sende euch einen Gruß aus dem heute sonnigen Unterfranken! Nachdem mir wieder einmal eine Herzrhythmus-Attacke den Nachtschlaf raubte, die gestern Abend nach einer plötzlichen Bewegung begann und sich irgendwie auf eine längere Dauer einpendelte, suchte ich im Internet nach Beiträgen von Menschen, die ähnlich betroffen sind wie ich und bin auf dieses Forum gestoßen. In jedem Bericht auf den vielen Seiten finde ich mich wieder! Ich bin weiblich, 59 Jahre alt, auf der Arbeit mit lebhaften Grundschulkindern täglich ausgelastet, habe Herzrhythmusstörungen seit rund 30 Jahren. Damals noch mit langen Abständen zwischen den Attacken, die erholsamen Pausen zwischendrin wurden leider immer kürzer. Auch ich habe eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter mir. Eine richtige Beratung bekam ich nie. Ich komme derzeit mit 2x 2,5 mg Bisoprolol mehr schlecht als recht aus und versuche nun dahinterzukommen, was denn eigentlich diese Extrasystolen, völlig ungeordneten Stolperer und die Salven auslöst. Durch eure Berichte sind mir sehr sehr viele Lichter aufgegangen, wenn vom Zusammenhang mit Essenszutaten, bestimmten Bewegungen/ Körperhaltungen oder Alkohol die Rede ist. Bei mir reichen wenige Schlucke. Die Attacken belasten mich vor allem dann, wenn sie in einer Situation auftauchen, die an sich schon belastend ist. Ganz nervig sind jedoch die häufigen Gänge zur Toilette, weil die Nieren regelrecht "anspringen" und auf Hochtouren arbeiten. Habt ihr das auch bei euch schon beobachtet?

Mein erstes Mitschreiben hier will ich für jetzt beenden, obwohl ich noch seitenweise erzählen könnte. Aber das ergibt sich sicherlich im Laufe der Zeit noch. Viele Grüße aus Unterfranken von Mayke1956

Ksira`l(oxu hat geantwortet


Hallo ich bin neu hier und hoffe daß ich hier einige beruhigende Worte finde denn ich weiss nicht mehr weiter. Seit Dezember letzten Jahres leide ich unter Herzstolpern. Habe auch seitdem alles medizinisch abklären lassen,Langzeit EKG,24 Stunden Blutdruck,Ultraschall des Herzens usw. Das war alles in Ordnung, Herz ist ok,Extraschläge hatte ich an dem Tag des Langzeit EKGs 800 Stück,obwohl ich da eigentlich einen guten Tag hatte.Nun musste ich noch zur Schilddrüsenuntersuchung da ich an Hashimoto leide,und diese auch regelmässig untersuchen lasse. Es stellte sich heraus dass ich falsche Medikamente genommen habe über Jahre. Habe da auch sofort umgestellt und es wurde ein paar Tage etwas besser. Dann ging es wieder los sehr starkes Stolpern und auch sehr unangenehm. Nun habe ich dann mein Blut auf eventueller Mängel untersuchen lassen,mit dem Ergebnis daß ich einen hohen Mangel an Vitamin D habe. Ich sättige im Moment fleissig auf und nehme auch Eisen und Magnesium dazu. Hatte zwischendurch immer mal wieder Tage wo ich stundenlang Ruhe hatte aber jetzt ist es wieder so schlimm daß ich nicht mehr weiss woran das noch liegen mag. Werde in der nächsten Zeit nochmal die Schilddrüsen werte bestimmen lassen ansonsten bin ich ratlos. Oder muss ich mir mehr Zeit geben,damit der Körper das Vitamin D und Eisen auffüllen kann? Eisen nehme ich auf Verdacht,da im Blutbild das ok war aber eben nicht das Ferritin gemacht wurde. Eisen im normalen Blutbild ist wohl nicht sehr aussagekräftig wurde mir gesagt. Nun bitte ich um Hilfe was das noch sein kann. Ich habe auch keine Beschwerden wie Schwindel oder kurzatmig bin ich auch nicht. Sport kann ich ohne Probleme machen. L.G. aus dem Rheinland Kiralou.

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